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Mit % Euten und !8 Plöneo. %. An(l>M. 1^03 ^.6. ÖSTERREICH-UNGAEN. M. 31 Kart. n. 44 Plan. 26. A. 1903. Jt. 8. BELGIEN CND HOLLAND, usbsi deu GaouaBBEoatuii Luxkm- ■DBS. Mit 16 R. 1903 Jl. Ib. PALÄSTINA ITKl^^^' i~¥ll 20 Karten und 52 Plänen. ... \. Jl. 10. '136 Plänen. 2. Anfl. 1904. Jt. IX B. 7 Pill 2 ^^^^ Burton N. Kendall STANFORD UNIVERSITY LtBRARIES g^* Der Übereifer der türkischen Zensut erstreckt sich bisweilen auf ReisehandViächer. Man vermeidet Schwierigkeiten, »enu (ias Buch vor dem ÜberscbreJteo der tüi- Idscben Grenze oder vor der Anknnlt in einem türkiscben Hafen in die RockUsche steckt- "^B I ■ DSU! l I eher. I I man | I It in i 1 uche m j KONSTANTINOPEL UND KLEINASIEN KONSTMTINOPEL UND DAS WESTLICHE KLEINASIEN HANDBUCH FÜR REISENDE VON KABL BuSDEKEB / na 9 KASTEN, 29 FLiNBN UITD 5 GBXniDiaSSBN LEIPZIG VEBLAQ VON KAKL ^lESSEKSe. ß Der vorliegende Band bildet die seit Jahren geplante Er- gänzung zu des Herausgebers Reisehandbüchern mr Griechen- land, Ägypten und Palästina-Syrien und umfaßt die östlichen Eintrittsrouten zu diesen Reisegebieten. Sein Inhalt beruht zum gprößten Teil auf persönlicher Anschauung, einerseits Dr. Ihebrieh Bender^s in Leipzig, der auch die 4. Auflage des Handbuchs für Griechenland bearbeitet hat, anderseits Dr,Öarl FredriehU in Posen, der in Eleinasien mehrere wissenschaft- liche Reisen ausgeflihrt und sich über ein Jahr dort aufgehalten hat. Für freundlichen Rat im einzelnen ist der Herausgeber außerdem vielen andern Herren zu Danke verpflichtet, den aus- zusprechen er auch an dieser Stelle nicht unterlassen darf. Eonstantinopel, an der Schwelle des Orients gelegen, durch die Eisenbahn direkt und bequem mit dem Westen ver- bunden, bietet neben vöUig europäischen Teilen den fremd- artigen Eindruck einer orientaliscnen Hauptstadt, sowie eines der reizvollsten Landschaftsbilder der Welt. Mächtige Denk- mäler erinnern an die Zqü der oströmischen Kaiser, die die ^echische Kultur durch die Stürme der Völkerwanderung und des Mittelalters hindurch bewahrte. Das Museum darf sich des Besitzes von Werken griechischen Meißels von solcher Schönheit und Erhaltung rühmen, wie das eigentliche Griechenland wenige an die Seite zu stellen hat — Ein Aus- flug nach Bru89a und weiter die Fiüirt auf der ÄncUolischen Bahn führen ganz in den Orient, in die Frühzeit des Türken- reiehs, in das Hochland Kleinasiens, wo sich die mesopota- mischen Routen unseres Bandes Palästina-Syrien anschließen. An der Westküste Kleinasiens reihen sich Stätten wichtiger historischer Erei(misse, blühender Kultursitze des klassischen Altertums an. Ihre Bereisung ist zur Erkenntnis des Griechentums so notwendig wie die Siziliens. Kleinasien und Griechenland, die sich gewissermaßen ihre Gesichter zu- wenden und zwischen denen die Inseln eine Brücke bilden, waren seit jenen Kämpfen, die in Sagenform in der Ilias vor- liegen, immer aufs engste verbunden. Auf kleinasiatischem Boden hat das Griechentnm, als Athen noch heranwuchs, in Mäet, und Jahrhunderte später, als Athen dahinsiechte, in Pergamon politische, wissenschaftliche und künstlerische Hauptzentren gehabt. In Elleinasien hat auch unter römischer Herrschaft reiches griechisches Leben pulsiert. Dazu kommfaiL Erinnerungen an die alten 6i^em\ac^<^u "^^^^^s:^ ^^t^^^ eben, an die Frtthzeit des C\ir\atwi!toüÄ, ^OaSsraa \i«^ss^^^ Mld^bukißcheT und tUiWachOT ^«otoojÄl \flA^ wi ^J^^ -«fcwSv, die Zeugen der HemcYiaft de^ 3o\iaÄfl^^«t^^^««^- ^ VI LandBchaft iet viel großartiger als in Grieche nlaad, Städte- bilder wie Pergamon, Priene und ^hesos, Natormerk Würdig- keiten wie in äterapoZM werden jedem unvergeßlich eein. Den Hahmen bildet die (remdartige Eoltar und das bnnte Leben des Oriente. Der kartographischeE Auastattnng dea Bandes ist beson- dere Sorgfalt zugewandt worden. Einige der Pläne, so der von Konstantin Opel, sind nach uuverSffentlicbtem Material, die anderen nach Vorlagen, die für den Zweck des Beisebucha revidiert und ergänzt wurden, gezeichnet. Den Plänen von Troja, Pergamon und Priene liegen die S. 176, 247, 23§ ge- nannten grüßen Publikationen au Grunde. Die beiden Uber- Bichtskarten (Von Budapest bis Konstantinopel nnd Das west- liche Eleinasien) wurden von der Geographischen Anstalt vi Wagner & Debea aus E. Debea' Handatlas (Leipzig 1905) z__ Verfügung gestellt. — Karten nnd Pläne gelten als nach Norden orientiert, wenn nicht ein Nordpfeil eine Ansnahme von der Regel kenntlich macht. Die Gnmdaätae des Herausgebers in den Angaben ül. ._ Gaethänser sind bekannt. Seine Empfehlungen sind auf keine Weise zu erkaufen, auch nicht unter der Form von Äi- aeraten, deren Anfnahme, im Gegensatz zum Branche anderer Beisebilcher, überhaupt aUBgeeculossen ist. Niemand wird buchstäbliche Genauigkeit tou einem Heil _ handbnch fordern, das über bo manche Dinge Anakanft geben muß, die raschem Wechsel und verschiedener Beurteilung unterworfen aind. Dazu kommt, daß im Orient nicht dnrchauB feste Znütände bestehen und Auskünfte oft schwer zu er- langen Bind. Der Herauageber wiederholt daher auch hier seine atete Bitte um Mitteilung etwaiger Beobachtungen, die von seinen Angaben abweichen. Sei den Namen in den mannigfachen, mit fremden Alpha- beten Bcltteibenden Ländern, die in den Bereich dieaea Bandes fallen, ist im Text an erster Stelle der Wortlant in dentscher Transkription wiedergegeben. Über die Anaaprache des fiu- münischen vergl. S. 42. Die franzöBische Legende des Plana von Konstantinopel nnd weniger anderer Pläne wird nicht stören, znmal die französische Transkription der Aussprache des Türkischen eher näher kommt als die deutsche. Eine Anzahl türkischer Ausdrücke zur Landeskunde ist auf S. xvii znsam in enge stellt. vn nfflALTS-VERZEICHNIS Seite Einleitung ix Boute REISEWEGE NACH KONSTANTINOPEL. 1. Budapest 1 % Yen Budapest über Belgrad, Sofia, Adrianopel mit der Eisenbahn nach Eonstantinopel 18 3. Über Breslau-Lemberg oder über Bukarest nach Gon- ftantza und yon da zu Schiff nach Eonstantinopel • 36 4. Von Budapest auf der Donau nach Galatz und auf dem Sehwarzen Meer nach Eonstantinopel 45 6. Naeh Odessa und yon da zu Schiff nach Eonstantinopel 55 6. Von Athen zur See nach Eonstantinopel, direkt oder über Saloniki. DerAthos 62 KONSTANTINOPEL. AUSFLÜGE VON KONSTANTINOPEL. 7. Eonstantinopel 71 8. Der Bosporus 130 9. Die Prinzeninseln 137 10. Biussa und Umgebung 139 11. Von Brussa über Nikäa zur Anatolischen Bahn . . . 149 i% Die Anatolisehe Bahn 166 DAS WESTUOHE KLEINASIEN. 13. Troja 173 14. Von Eonstantinopel nach Smyma. MytUini .... 186 16. Von Athen nach Smyma. Ghios 190 16. Smyma 193 17. NShere und weitere Umgebung yon Smyma .... 199 18. Von Smyma nach Ephesos 204 19. Von Smyma in das MSandertal : a. Aldin (Tralleis), Laodikeia, HierapoUs, Diner ... 212 b. Magnesia a. M., Herakleia, Prione, Milet, Didyma . 219 20. Von Smyma nach Majjpiesia a. S., Sardes und Aflun Earahissar ^36 21. Von Smyma nach Pergamon 243 22. Von Smyma nach Samos, Eos, Rhodos ....«« '^^ KABTEN UND PLANE. l. ÜbtrüehtskarU (1 : 2760000), < - 2. Umgebung | ^ IT dem Titel. . Belgrad (1:225^000), S. 2i'. — 3. ümgthung (1:500000), 9.27. ~ 4. Vmyeliung von Sabmiki (1:200000), 5. 65. — 5. Vmatbung «on Konatantinopd (1 : 140000), S. 71. — 6. Boironi» (1 : 200000), S. 131. - 7. Troa, (1 : 250000), fl. 175. — 8. DwiwaUicIu meinaiim(i:2imOQQ), 9.173. — 9. Ei«n- haknkarie (1 : 5000000), un ScUuB. 1. Adrianopd (1 : 34000), S. 33. — 2. Belgrad (1 : 22000), S.21. — 3. Bruwafi : 20000), S. 141. — 4. Crngthung von Bruita (1:70000), S. 141. ~B.Bu(iap(j(tl:20000), S. 3. — ö. Buioral (1 : 31 000), 8. 43. — 7. Con»tant%a (1 : 20000), S. 37. — 8. Ephaoi (1 : 68000), S.207. — 9. Hitrapolla {1 :29000), 8.215. — 10. Jmifc (J¥iMo;l;ie000), 8. 152. — 11. ffoTUloiUinopri (1:20000), 8.71. — 12. Komtanlinopd: Fera und Oalata (1:10000), S. 8S. — 13. Kenstantinopel: Dolma BagticU (I : 20000), S. 86. — 14. Dm Aiklcpttion auf Ko, (1 : 2715), S.260. — 16. Laodlkiia (1 : 38000), S. 215. — 16. Magnaia a. M. (1 : 18750), S. 220. — 17. Milet (1 : 26 000), S. 233. — 18. Odeiia f 1 : 36000), S. 57. — 19. Fergamon fl : 1Ö500), S. 247. — 20. Burg von Fergamon (1 ; 41801, 3. 249. — 21. Fhiiippofü (1 : 26000), 3. 29. — 22. ft-ierve (1 : 7200), S. 22ß. —23. SalonUcifi : 20000), 3.65.-24. Samos (1 : 32500), S.268.— 36. Sarda (1 : 40000), 8. 241. — 26. Smyma (1 : 18000), 8. 185. — 27. aajla {1 : 20000), 3. 27. — 28. Troja, Plan dor Anagribungen (1 : 1100), 8. 179. — 29. Troja, Querachnitt 3. 177. Qmudiiiie. 3. AUtTlümer-Mtisram lu KomlaMlnopel, S. 106, 111, 113. 4. flau» tu Frlene, 8. 226. — 5. Didymäort, 8. 236. AlikBicniiKen. SanaUg, Uooiag, Dienstag, H.. , Sstlich, w[ich,DüDaerBlHe,PreIUe,SaiiitIaB at. = älnnde, Hin. = Mmnle Jet, Süd, gi,r:iD, km,^kiD,lia = >[eter, Canti- 6>belfrij!liililck, Mltlage iaaoptniib\zeit), l'ensiD to., Mo., BL, m., Do., P. miwerlei Ict durch Ste IX EINLEITUNG Seite a. Art des Reisens. Unterkunft und Yerpflegting. Sprache. Bragomane. Öffentliche Sicherheit ix b. Reisezeit nnd Reisekosten. Ausrüstang xm c. Geld. Paß nnd Zoll. Konsulate xv d. Post nnd Telegraph , xvi e. Kurze Bemerkungen zur türkischen Landeskunde , . xvn Dampfer-Übersicht xix a. Art des Beifem. Vnterkimft und Verpflegnnff. Sprache. Dragomane. öffentliche Sicherheit. Für die Beise naeh KoiLBtantinopel steht aller Komfort zur Verfügung, der Orient-Expreß und andere Schneütüge mit Schlaf- wagen auf den Routen über Belgrad und Constantza, die besonders In der I. Klasse bequemen russischen Wagen bei der Fahrt über Odessa, gute Dampfer von Triest, Brindisi, PirSus, Constantza, Odessa usw. (Österreichischer Lloyd, Navigazione Generale Italiana, Deutsche Levante-Linie, Messageries Maritimes, Khedivial Mail, Rumänische Dampfschiffahrt, Russische Dampfschiffahrt: vgL die Dampferüber- sicht, S. XIX ff.). Die Hauptstädte der Balkanstaaten, in denen man Tielleicht Halt macht, ebenso die Übergangspunkte Ton der Eisen- bahn zum Dampfer sind mit europäisch geführten Oaaihöfenveneh&i. Sprachlich kommt man mit Deutsch und etwas Französisch auf den Hauptrouten überall aus. — Daß vorherige Verabredung über die Preise in den Gasthäusern, für Führung, Wagen, Pferde, Boote usw. im Orient selbstverständlich ist, braucht kaum vorausgeschickt zu werden. In Konttantinopel gibt es eine AnzskkA Vn iXi««v^Vfav\N&^'st Kl^ nudz, T, vortrefflich geführter Gastböle eT«Vfciv '»»sv^^ä x«A.«»JÖ8l nelirere ordentliche zweiten Ranges. 1>V« 'PTe\ftfe ^«t^e^ \».%'k^«^'*«^ X EINLEITUNG. An d« RfUeiu, berachiiet (Piiiieion), einerlei ob man an den Mililzeilen tfillnimmt oder nicht, dooh. läßt Bich manolimal Teroinbaren, liiiQ das Gabal- fiCbstQolc abgerechnet weTde, vomit man dcli tagaübct die Be- wegnngsfreihoit wahrt. In den Bäneorn ersten Ranges zahlt man dniGhschnittllch 12-18 fr. füi den Tag, bei längarem Aufenthalt und aoßer der Iteisezeit weniger. In den mein orientalisch gefübilea IIlLiuem zweiten Kanges, die etwa mittieicn italienischen Oiat- häuseni nahe stehen, aber fHi Herren ganz empfehlenswert sind, beträgt der Peoaianspreis etwa 8-13 fr., bei langem Änfenthiit weniger. Zimmer allein erhält man in den beiden Arten von Holeis wählend der Beisezeit kaum. Das GabeifrühstQck wlid zwischen 111/2™»'! l'/sUhr z. T. an kleinen Tischen servierL Die Haopt- mahlnelt findet gegen Abend etatt. Die HüteU gamis sind kaum zu empfohlen, Fricatwolmungen gar nicht. Gute Heetauranta mit abendländischer Küche gibt es uitBer in Fera, wo die samtlichen Hotels Konstantin opeis liegen, auch in Stambul, vgl. 3. 73. — In der Umgebung Konstantinopels findet man internationale Hoteis beson- dera nocli In Thtrapia, Böjükdtri, auf JVintfpo; die Preise ent- sprechen denen In EonsUntinopel. Die Yororie am asiaüachen Bos- porusufcrTiieten weder Hotel noch Kestinrant; erst In Haidar Pascha ist Gelegenheit zu einem abendländischen MbiO. In Airlanoptl darf man auf europäische Unterkunft nicht rechnen. An Yerkehramitteln stehen in Konstantinopel auf dem euro- päischen Ufer zur Verfügung: Pferdebahnen, eine Drahiaeilbahn, gute Droschken [Hoteiomnibusse gibt es nicht), ordentliche Droschken auch In Skutari. Dazu kommen die Lokal dampf er und Boote auf dem Goldenen Hom. Die Bosportudampfer (Schirket i Hairif-Geeell- schaft) sind alt nnd ohne Kestaurant, aber nicht unbequem und bei bowegler See TerhältnlemäBlg ruhig. Einige neuere Dampfer hat die Anatolische Bahn seit kurzem fQr den Yerkeki nach Haidai Pascha eingestellt. Ein Diagoman (FDhrcr und Dolmetsch) Ist in Konslantlnopel selbst entbehrlich; vgl. S. 7Ö. Ebenso sind die Ausflüge auf dem Bosporus, nach den Prinzeninseln, Haidar Pascha usw. einfach genug um selbständig ausgeführt zu werden. Dagegen wird man bei Aas- flügen, die über die gewöhnlichen Ziele der Einheimischen imd Fiemden Mnansgehen, der Begleitung eines Dragomans nicht ent- raten können. Die fi ff entliehe Sicherheit steht in KonsUntinopel und seiner nächsten Umgebung deijenigen unserer GreDstädte kanm ' nach. Die Behörden sind anf den Schutz der Fremden besonders bedacht. Über Msngel an BSflichkeit seitens der Beamten wird man selten zn klagen haben. Ob man tQi seltener gemachte, weitere A.aaSüse poUzeiUehei Bagleitung bedart, eTtShrt man aaf dem Kon- fiüat; sie wird bareitwilSig gestellt (der \>eiittene Qewium., BD.btii, srhsii für den Tag- etwa 1 Medachid). — DetTüi^ieVtt 6e%tti\"Si«"iii.^Ji, I ^ '^^'^e Aaachia-iut^Ti achten, also besondei* sw'h.ia'iaa^iiwiVwa UrUerhunfl, EINLEITUNG. XI usw. (S. 76) gebülirend benetmeD, verschleierten Frauen nlcbt auf- dringlich nachsehen, vor allem Ruhe bewahren, durchaus duldsam. Daß man sich bei Dunkelheit nicht in die Hafenviertel begibt, ist selbstverständlich ; man hüte sich besonders vor Führern, die sich zum Besuch der dortigen Sehenswürdigkeiten anbieten. Spaziergänge in die Umgebung unternimmt man besser in Gesellschaft, aber mehr um das Gefühl des Alleinseins zu vermeiden als in Hinsicht auf irgendwelche Gefahr. An militärische Zutrittsverbote, an die häufige Verabreichung von Trinkgeldern (Bakschisch) wird man sich rasch gewöhnen. Der im Orient sonst so aufdringliche Bettel fehlt gänzUch. Vm Auskunft wendet man sich am besten an europäisch gekleidete Türken, die meist einige Worte Französisch verstehen. Der Alttürke hat selten Verständnis für das was den Fremden interessiert. Viel Notieren, Zeichnen, Photographieren verursacht Argwohn und muß darum in der Nähe militärischer Anlagen unterlassen werden ; auch t in Moscheen und Museen ist es untersagt. Nach Kleinasien befördern, abgesehen vom Lokalverkehr bei Konstantinopel, dieselben Dampfer wie nach Konstantinopel, s. S. ix. Dazu kommen, besonders für Fahrten nach den Inseln, die weniger Komfort bietenden griechischen Dampfer der Gesellschaften Pan- hellenios, Pantaleon, die diesen gleichstehenden türkischen der Mahsus^- Gesellschaft (nach Mudania und Ismid) und der Courtgi- Gesellschaft, und noch primitivere kleine Küstendampfer. — Die kleinasiatischen Eisenbahnen stehen unter fremder Verwaltung, und zwar die Anatolische, die von Haidar Pascha gegenüber Kon- Btantinopel nach Angora und Kenia führt, unter deutscher, die kurze Linie Mudania-Brussa und die Bahn von Smyrna nach Afiun Kara- hissar (Soci^t^ Ottomane du Ohemin de fer Smyme-Cassaba & Pro- longement) unter französischer, die Linie von Smyrna nach Diner (Ottoman Aidin Railway) unter englischer Verwaltung. Dadurch ist überall für Einrichtung nach abendländischem Muster gesorgt ; die oberen Beamten und die Vorsteher der von Fremden berührten Sta- tionen verstehen meist etwas Französisch, manchmal auch Englisch, und leisten an kleinen Orten nötigenfalls Hülfe zum Besorgen von Nachtquartier, Pferden und Führern. Für Reisende, die in die Lage kommen, diese Dienste in Anspruch zu nehmen, ist darum eine Empfehlung an die Direktion der betr. Bahn sehr wertvoll. — Zu Ausflügen abseit der Eisenbahnen und Dampferstationen, z. B. nach Pergamon, Prione, Milet, ist man auf die Benutzung von W a g e n oder Pferden angewiesen. Durchschnittspreise lassen sich dafür nur annähernd angeben, für den Wagen ungefähr 2 Medschid für V2 Tag, für ein Reittier die Hälfte, bei größeren Touren im Innerea weniger. Straßen und besonders Brilcken sVii^N\fc\l^<^\s\. ^«ößJÄ'öviXKai. Zustand, Die ReiUiere gehen nur im Sc^i^tt, ^Q ^^ ^^^'^ ^säxs^- ßcbnittUcbe Leistung 6km in det Stunde iAci\i\ \Äi«w^R^^* ««vv^rvsK ^ ^{qrdieUnterkun f t findet man in Sm yma «väo^^^Oe. %^yf^^^ Gasthofe, ebenso in Brussa und Ephcao«; mwv NetÄVi.xv\\%\. ^wv ^^ XII EINLElTUNü. Drayuntan. iöaisohiuid veribredel einen GöBimtpreifl von etwa 12 fr. für die voUa Fenaloii. Aber auch aji den HaoptststlDiien dec Anatoliecheu Balm, in Eakiichehr, Angora, Konia sind für die ortlicliea TeibältniBB« gute GaatiiänBeE vDihnnden ; da sie mit dec Bahn iii Verbindung stylen, SDwird man auch hier noch mit FlaTUÖsiachanekomman. Gasthäuser, die lundeaQblicli, aber doch auch füi Fremde eingerichtet und zum Teil ganz gut sind, findet man ferner in MtÖo, Ai'iÜn iTralUit}, Gondichtli bei EierapotU, Sokia, Diner, Uagnnia am Sipflos, Fergamon, DaTdantUen, auf den Inaeln CTitoi, Mtftilinf, Bamoi, Rhodos. Dec Frei« des Bettee beträgt in diesen duiehschnittlicll t/ä Medschid = 2 fc. Im übcigen ist man auf Mitnahaie toü Mund- TOrcat nnd auf tlnCeckiinCt in BauembMusem angewieaea, vofQc man eine dem letztgenannten Salze ähnliche Eaticliadiguag zahlt. Empfehlungen sind dabei angenebm, doch reicht die VeimitÜung das FfBcdofühcecs aus. TOrkischer Spradikenntnisae bedarf man Im westliohori Klolii- aeien niclit. In dei Nähe dea Meeies wird nocb italienisch vecstanden. An den Eisenbahnen leisten, vde gesagt, vielleicht dea FcanzSaischeQ kundige Staüensvocstehec freundliche Hülfe. Die Sprache des Han- dels und Veckehra ist großenteils neugrieehigcb. Wec dieses leidlich behecceclit und über einige Keiseecfahiungen veiftigt, wlcd allent- hilben selbständig darchkommeii. Die meisten Reisenden wecden jedoch, abgesehen ven Smyma nnd Epbesos, einen Dcagoman nicht entbehren künnen, den man in Konstantinopel (S, 75} oder in Stnyrna (S. 196) iji den gcoBen GasthSuaern erfcage. Sie spcecbeu franzüsisch , englisch, auch deutsch. Für Tioja allein genügt auch t einer dec italienisch sprechenden billigeren Führec in DardaneUen. Der nbliuhe Tagespreis lat 10 fr., wafdr eie ihre eigenen BedOrfulase ' zu beatreiten haben. Zu längeren Reisen mag man ihnen die Be~ aclialTung des Muiidvorcats, dec Decken und einec Matratze für das Nachtlager, der Wagen oder Pferde, sowie die Bezahlung des IJacht- quaiiJets in den Meinen Oasthänsem oder bei den Bauern übertasaea und sich mit Ihnen über eine Pauschsumme von 40-60 fr. für den Tag einigen. Ratsam ist es dann einen förmlichen Kontrakt abzu- BchiloDen , möglichst unter Zuziehung einea KonaulacbeKmten. lu dem Ko[itrakt ist die Rcieerlcbtung und Reiseeinteilung nach Tagen, die Art der Beförderung (zu Wagen oder zu Pferde), der Verpflegung nnd Unterkunft genau festzu stell an , auch die Enischeidnng dea nächsten deutschen Ronaulats für den Fall etwaiger Streitigkeiten zwischen den Parteien Torzubehalten. Für seine peraönilchB Sicherheit hat der Fremde nicht mehr in befatehteu als in dec Gegend von Konstantinopei. Auf einsamen Streckea, wie beim Weg nach Troja, auf den Olymp usw. beschafft darPferdefShrer bBnUg »on Belbst einen Sobtii t^Sl- *■ i^V i / EINLEITUNG. XIU b. Beisezeit und fieisekoBten. Ausrastung. Die beste Zeit für Konstantinopel, mag man ihm wenige Tage am Ende einer FrQhjahnreise oder Beginn einer Herbstreise oder einen längeren Anfentbalt widmen , sind die Monate Mai nnd Juni, September und Oktober; anch der Juli ist nicht zn warm. Bei Kälte nnd Regen, mit denen man von November bis Anfang April jedenfalls zn rechnen hat, verliert die Landschaft und die Beob- achtung des türkischen Lebens ihren Reiz; doch kann man natürlich auch im spätesten Herbst nnd wieder von Mitte Februar an schöne Tage nnd Wochen treffen. Bei starker Hitze wird man die Eisenbahn- fahrt durch die Balkanhalbinsel, wie die durch die italienische Halb- insel, mindestens bei Tage aussetzen. — Unter 4-Ö Tagen ist es nicht möglich eine einigermaßen ausreichende Übersicht von Kon- stantinopel und seiner Umgebung zu erlangen. Für Kleinasien eignen sich namentlich April und Mai, Ok- 1 tober und November. Im Frühjahr zeigt sich das Land im schönsten Schmucke seiner Vegetation ; im Herbst sind die archäologischen Ausgrabungen im Gange, was besonders auf Empfehlongen hin manche Erleichterung bietet. Der September ist meist noch recht warm; in den Dezember fallen schon zu viele Regentage. — Wie weit man seine Reise in Kleinasien ausdehnt, wird man nach den oben zusammengestellten Bemerkungen über Unterkunft und Ver- ständigung und nach den Angaben des Textes über die Beförderungs- mittel, Anstrengungen und Kostenaufwand bei dien einzelnen Touren selbst zu entscheiden haben. Viele Reisende beschränken sich auf den Besuch von Smyma und den Ausflug nach Ephesoa^ well dieser bequem mit der Bahn und sogar ohne Übernachten zu machen ist. Alle anderen Ausflüge erfordern längere Bahnfahrten, Wagen- fahrten oder Ritte ; aber die Gelegenheit Pergamon, Ptiene und Hiera- j poliB zu sehen sollte niemand unbenutzt lassen. Smyma dient als ^ Standquartier. Für den Ausflug von dort nach Ephesos genügt Eiligen 1 Tag. Von Ephesos aus sind für Priene mit Rückkehr nach Smyma 2 Tage erforderlich. Milet und Didyma kosten schon mehr Zeit und / Anstrengung (etwa 2^2 ^^6 ^on Priene aus). Sardes kann wieder • ein Tagesausflug von Smyma sein. HierapoUs läßt sich von Smyma aus in 3, Pergamon In 4-Ö Tagen besuchen. Für den Besuch von Tfoja, der einen 2-4tägigen Aufenthalt bei der Fahrt zwischen Kon- stantinopel und Smyma bedingt, vgl. S. 173. Ein Abstecher nach Saloniki und dem Athoa erfordert mehr als eine Woche. Über die Beisekosten lassen sich nur allgemeine Andeutungen ffeben. Die Fahrt nachKonstantinopel kostet inl. Erlasse rund 170 Jf (ohne den Zuschlag für Luxuszüge, S. 18 \l. ^^VYL.^^. V^ Jl « Der Nutzen einer Bückfahrkarte (l.m. ivfliÖL%^-m Jli.^^'^T-^': ßchläge, JJ. Kl, i 70-200 Jf) wird auf gebLoV^e^Tv totOo. \ei BelgtÄ.^^ OoTA^^o^^n'^'^^^ XIV EINLEITUNG. Reüekosien. iUäimmensfeaen lassen. Die 6üiglge Dampfetfalirt Triefll-Konstan- tinopel kostet mit Verpflegung I. Kl. 314 fr., 11. KL 214 fr., die 30- tSgigemlt deo EzknisianadBrnpfem der Deutschen Levante'Llale, dla unterwegs In Lissabon, Algier, Tunis, Malta, Piräus (Atlien] niid Smyma anlegen, von Hamburg bis Konstantinopel ebenftitls mit Ver- pflegung 300-600 Jl, je nach Dampfer und Kabine. In Konstantlnopel kommt der Tag, bei Änfentbalt in einem Hotel I. Ranges und Benutzung von Wagen, ducchscbnittlich Iiinm unter 35-30 J/ za stehen. Wer sich mit einem Hotel H. Banges be- gnügt oder (besonders auGerhalb der Reisezelt) im Hotel nur wobnt, im Reetaiirant speist und steh der billigeren Transportmittel bedient, kann schon mit 10-16 ^ auafeoramen. — Für die Hauptstädte der Balkanstaaten und Budspest wird man bei kurzem Verweilen und Anspruch auf allen Komfort nicht viel weniger als für Konstantinopel anzQsetzen haben. InKletnasten treten zu den Kosten des Unterhalts noch die erheblichen Ausgaben für Befürderung auf langen Bahn- und Weg- strecken hinzu, sodaJi ein einzelner auch hier ÜIG Ul und mehr fflt den Tag In das Reisebndget einzustellen hat, In Begleitung eines Drago- mans dss Doppelte (tgl. S. xu). Für Gesellschaften VErmlndcni sich die Kosten der Wagen- hefürderung nnd mancherlei Nebenansgahen ■verhältniimSJJIg. Anch sonst empfiehlt ea slcli die Ausflüge möglichst zu zweien oder dreien zn unternehmen, nicht etwa der Sicherheit halber {9. xn), sondern weil den einzelnen, der Sprache und Art des Volkes nicht versteht, leicht ein drückendes OefObl des Alleinseins beschleicht. Eine besondere AnarnitnnK ist für die Reise nicht von nöten. FOr Konstantlnopel empfiehlt sich unter gewöhnlichen Umständen ein leichterer Anzug, den bei windigen Schiff- und Wagenfahrten und in der kühleren Zeit nach Sonnenuntergang ein Mantel ergänze. Der schwarze Rock Ist für bevorzugte Gtistebeloi Selamlik yorgeschrieben, zu Besuchen bei Konsuln, und wo man sonst Empfehlungen abzugeben oder zn erbitten hat, erwünscht Die Wäsche wird ganz ordentlich gewaschen, der Preis dafür nuid nach der Stöckzahl berechnet, das Dutzend ohne Unterschied der Gegenstände ca. 4 fr. Der Anzng, in dem man die Touren in Kleinasleu macht, muD etwas anahalteu können, das Schiihwerk stark sein. Föi weitere Ritte und Nachts quartiere in Bauemhäusem braucht man Reieedecke, Eßbesteck und Trinkbecher, eventuell Gamaschen und eine Büchse Insektenpulver, sowie eine starke, gut verschlieübare Reisetasche, die am Sattel an- gebunden werden kann. Die Mitnahme von Waffen macht nur EINLEITUNG. XV c; CFeld. Pafi und Zoll. Ko&Bolate.' Geld. Die Balkanländer haben lateinische Währnng (vgl. die Angaben bei Belgrad, Sofia, Bukarest), die Türkei dagegen ein eigenes Münzsystem, Über das bei Konstantinopel (S. 76) und Smyma (S. 194) Näheres gesagt ist. Das Reisegeld nimmt man am besten in Form eines Kredit- briefs mit, der auf den Or^dlt Lyonnais in Konstantinopel und Smyma oder, besonders bei längerem Verweilen in Kleinasien , auf die Banque ImpMale Ottomane ausgestellt sei, die in allen größeren •Städten der Türkei ihre Filialen hat. Das auf der Bank erhobene größere Geld setzt man , soweit man es nicht für die Hotelrechnung braucht, beim Wechsler in kleine Münze um, vgl. S. 76/76. Für die Hinreise wechsle man sich schon in der Heimat französisches Gold ein, das überall gern genommen wird. Deutsches Gold und Papier- geld kann man nur mit Verlust, oft gar nicht anbringen. Für das türkische Staatsgebiet ist ein Pafi mit dem Visum eines türkischen Konsuls (20 Piaster Gold = 4 Jf) durchaus notwendig. Reist man Innerhalb der Türkei über die Grenzen einer Provinz (Wilajet) hinaus, so muß man sich (durch Vermittlung des Konsulats) von der türkischen Polizei auf Grund des Passes ein Teakeri aus- stellen lassen (z. B. in Konstantinopel für Smyrna oder Troja und umgekehrt). Für die Bescheinigung des Konsulats wie für das Tesker^ sind je etwa %1^%'^l^it, zu entrichten; am einfachsten läßt man beides durch das Hotel besorgen, ebenso das für jeden neuen Provinzwechsel nötige polizeiliche Visieren des Tesker^ (2-3 Plaster). Bei der Ankunft zur See erwartet der Beamte, der die Legitimation prüft, gewöhnlich ein Trinkgeld (2-3 Pi.). —Von den Ländern, die man auf der Hin- oder Rückreise vielleicht berührt, fordern Rußland ebenfalls den Paß mit Visum eines russischen Konsuls (2^4 Rubel = 4 Jt 90) , Serbien und Bulgarien den Paß , den man für einen Auf- enthalt auf der Rückreise besser auch durch den betr. Konsul visieren läßt, Rumänien den Paß mit Visum eines rumänischen Konsuls, das Deutschen, Österreichern usw. unentgeltlich erteilt wird und fehlen kann, wenn in dem Wohnort des Fremden sich kein rumänischer Konsul oder diplomatischer Vertreter befindet. Zoll. — Gepäckrevisionen hat man sich auf der Reise nach dem Orient häufig zu unterwerfen. Bei der Hinreise mit der Eisenbahn finden sie meist im Wagen statt Innerhalb der Türkei wird sogar, besonders bei Seereisen , beim Übergang in eine andere Provinz das Gepäck untersucht. Ein Trinkgeld (Bakschisch) von 3-5 Piastern ist dabei üblich und erleichtert die Verhandlungen ; es muß aber un- auffällig, keinesfalls in Gegenwart höherer Beamten ^e^QhQv\.^^^iss^> Die Einfuhr von Waffen und Munitioxi, Äom'ö n^w TX^^xsJ^kö. ^^ Tabak ist durch&na verboten. Dekladeita Z\%«ica ^ci^e^^QjS^^.^^^ des Wertes besteuert Bttcket unteiUegwi e^ei %\x«i%^^3lTa\n»«-^^^^ lasse sie Ueber gar nicht 8eh3ii •, eiaa lL©\Äe\i^^\^>i«^^^^ TSk«Q^^». XVI EINfEITDNa. Bocktaaclia. Aneb tel der Atreise flrdet eine lelclitc Zollrevision Bt»tt nnd für Sendnogen nach suBwürta wird ein unbedenttndet AnBfulirzoll erhoben j Antiken dCifen nicht exportiert werden. Die 'Versendung etwaiger Einliänfe nsch der Heimat Oherlisse man Spediteuren in Konstantin Opel oder Smyma. Koninlnte. — Die Konsuln genießen Itn Orient dasaelbe Vor- recht der Exlerritorialltät wie bei uns die Gesandten. In Verlegen- , heiten wende man sich an eie. Streitigkelten zwischen tOrUschen Untertanen nnd Fremden werden von türkischen Gerichten nutet Zuziehung des Uragumuns der beteiligten fremden Hs,cht entschieden. d. Post und Icleginpli. Das ganze In dem vorliegenden Bande behandelte Gebiet gehört dem Weltpostverein an. Die türkische F ob t hat für das Ausland folgende Fortosäiie; Briefe 1 Piaafer für 16 gr. , Posftarlen 20 Para, mit Antwort 1 PI. ; Druckaaulien 10 Para für 60 gr. ; Waarenpioben 10 Para für BO gt., inindeslens aber 20 Para, Küchstgewioht 350 gr. ; Einsrhreiben 1 Fi., Empfangsbescheinigung 1 Pi. FQrs Inland kosten Itriefe und Post- karten im allgemeiaen ebensoviel, Briefe nach Küsten- nnd Elsen bahn- Btattonen jedoch nur 20 Para, Stadtpoetkarten 10 Para. Auf Briefe nach nnd aus dem Innern lasse man den Bestimmungsort In türkischer Sciuift belachreiben. Pakete befördert die türkEsche Post nicht. Wichtiger für den Fremden sind die ausländischen Post- ämter, die von Deutschland, Österreich, Frankreich, England, Ru&- land an einigen Hauplorten der Türkei nnterhalten werden und im Teit erwähnt sind. Sie befürdom Sendungen nach den Ländern des Weltpostvereins anüerhalb der Türkei und nacli den Postämiem ihres Landea In der Türkei. Die Portosälze entsprechen denen der tür- kischen internationalen Post. An die auslSndischen Ämter muß man seine Briefschaften postlagernd richten lassen; ausgetragen werden sie nieht Die deutsche Post hat atiHer den drei S. 74 gen. Ämtern solche in Smyrna, Beimt, JaJTa und Jerusalem; sie befördert auch Postanweisungen bis zu 800 Jt und Pakete. Der mit dem FosldieosC verbundene tüiklscheTelegTapliver' mittelt Depeschen ins Inland und Ausland nach folgendem Tarif: Depeschen innerhalb eines Wilajets, das Wort 10 Para, mindestens 5 Piaster; zwischen zwei benachbarten Wilajute das Wort 20 Para, mindestens T'/j PI.-, im übrigen Inland das Wort i Fi., mindeatena low,, nach Dentschlend das Wort 56 c, nach Österreich 34 c., nach Italien 48 o., Frankreich 56 c, England 71 c. Man nnterlasse nicht, sich eine Empfangsbescheinigung geben zu lassen. Die Tele- ^MjDfcenbeaniteil der größeren türMscbenÄmterveratehenFran/aslBi-h. AiiOerdem beateben in Konstsntinopel, Btuvma, Sdanltl BnreaD« -'^"f ö/j^/Awien Eetlerrt Ttlegraph Comfaay, a\e ani ftnew ¥.Aib\iv Tb!*^,""'"^ "acft rfem j(i»Isiid zu Hhnlirlien ¥re\een, \i\ftCTV»\\s 4ot i «re/D,//e/neniAiif8chIa« befördert. * /C" EINLSITDNG. xvn 6. Kirae B«merk!iag«a rar t&zkiM]i«B LaadMkande. Das tüiUsehe Reiek vmfaBt an nnmittelbafeii Beaitzimgea im ganzen gegen 3 Millionen Quadratkilometer mit 24 Mill. Bewohnern, davon in Europa 169300qkm mit 6 130200 Einw. nnd Eleinasien mit 601400qkm und 9089200 Einw. Es ist dngeteüt in WilajeU (Pieyinzen oder Generalgouvernements) mit einem Walt (Ober- pr&ddent, Generalgouvemeur) an der Spitze; diese wieder in Sand-' »ehäka oder lAwaa (Regierungsbezirk) unter Unem Mutessarif; diese in KDtl Qiu>n>DU- umoopel U fr. 3D, 63 fr. 7B c. I. VhwialiiDhs Linis B, jede andera lel i 1». J T9| SUonlki-Koni D. arieghiich-OrlenUliai WUbf Hylilini loU DI. to / Mo. i. / Mo. Sm Jraa 7G . Grieehiseh-Orlsntaluofaa LinitB, UyUlini 25, Mft. CO-, Sibt™».-'' XXI ▼. SS Tonniitags, m. = mittag n. as nachmittoga. g. Byriaoh - KanuiuuiUehe Linie A« jede sweite Woche. Alexandria " Xo. Fr. 8a. DL Di. Do. Do. Pp. Fr. Fr. Fr. Sa. 8a. in. 7 t. 2 n. 7v. 7n. ÖT. 8 t. 1 V. 3 t. 9V«T. 4 n. ÖT. 6 n. Beirat Lamaca Mendna Bbodos Chios Smyrna Dardanellen Konstpl. Mo. 8 Do. 6 Mo. 8 Mo. 8 Fr. 11 Fr. 7 Fr. 1 Do. 11 Do. l Mi. 4 T. T. n. T. n. n. V. n. n. n. DL i n. h. Syrisch - Karamanisolie Linie B, Jede andere zweite Woche. Mo. Do. 4n. Tt. 8o. 7 T. So. 9 n. Di. 7 t. DL 10 T. Mi. 8 T. Mi. 4 n. Do. ö T. Do. 6 n. Alexandria t Fr. 8 t. Beirut Mendna Rhodos Smyrna Dardanellen Eonstpl. Di. 10 T. So. 8 n. So. 6 T. Do. 4 n. Mi. 4n. DL 4n. I. Linie Konstantinopel-Braila A» jede iweite Wodie. Sa. 4 n. Eonstpl. Burgas So. 6 T. So. 4 n. Mo. T. Mo. n. Di. n. Di. n. " Do. 12 m. ML 12 n. Mi. 12 m. Warna Solina OalatK Bralla DL Di. Mo. Mo. n. T. T. T. k. Linie Konatantinopel • Braila B, jede andere zweite Woche. Sa. 4 n. So. 6 T. So. 9Vsn. Mo. 6 T. Mo. 7 n. DL T. Di. n. Mi. n. ML n. Konsul. Warna Constantza Snlina Galatz BraUa t Do. 12 m. Mi. 6 n. ML 6t. DL n. DL T. Mo. T. Mo. T. Preise: Galata-Konstantinopel 123 fr., 86 fr. 36. L Linie KenetaatiBepel-OdeBsa, Do. Fr. Fr. Sa. Sa. So. 4n. 6 t. 4n. 6 t. 8 n. 2n. KonstpL Bargas Warna Gonstantsa Odessa ede zweite Woche. Do. 12 m. Mi. 9 n. ML 6 t. DL lOn. DL 6 t. Mo. 12 m. Preise: Odessa-Konstantinopel 128 fr., 81 fir. 36. m« Vaviguion» Oenexale lUliana, Born. Fahrpreise einschl. Verpflegang and Wein; zahlbar in fr. Qold. a. LiaAeX, XI : Oenni^Konstantinepel-Odesaa, jede Woche, abwechselnd über Smyrna oder Saloniki. Mo. 11 V. Sa. 11 T. Sa. 6V4T. PlrEas ^* ^"• ML In. Fr. 1 n. Fr. 4 n. Sa.7V«T. Sa. t n.- — So.. - . Mo. So. 4V4T. So. 10 T. . So. 6>/in. Xo. 7 n. Di.lOViV. Do, 0 a. fc 6 T. P* !^' in. in. Di. 1 n. Oatania Canea Saloniki Okiof Smjma Difdaneüfta Konstil. ButciA Fr. Do. ■ 4 T. ML 9 t. 7 t. — Do, 8 n. — Do.2V4n. — Do. 7 T. — XLWv^* 1 nopel lOi fr. SD, 70 fr. 7Ü| RonstpL Hl. IC der Linia XII tr. 70, to fr, aSi 11 BrlodiBi- (ndisi-KDii- orfb-FlrSu* IT, Biunanhe DampfioMa'ahitiKeBelUalLBftt OdetiB. [■eb-ADaUlliehe Linla, tdc w LiiO« Buh che. Aleikidtis, 9 b: 10 V. Künilpl. Sc. 3 n. Ft. 10 .. an. Piräus Di. lam. »0. n. :. Bondliol» suh igyptaa nnl Byrln, jede Woobe, Jede ; ■**io, Otb., 36 t. wette Worte Zweite Woche EMte Woche Do. 'n. KOBBlpl. Dl. B v"'' Ib. Ho. 6 T. Detdlln, So. 1. dC n. AUuH Mo.: r. , E«'.. SBlODiU . ao. B. . So. W/,v. - Do. iVm. Sm^rait 8». 8' V. Fr. ». , 8>. 1 n. Pr: T°' Äo. r. Beirdl iHCil. BekSslieuEB ooä Waln BjtaDHDQpel.SmTrnB 70 fT., rrn«-P/™n« »fr., 10 fr.-,- Bttantionpel-B T. = TormitMfi, m. = mllUga, d, = nuhmltttga. T. HMMtgntM ÜMltimM, Fkrii. StTmiHiil» Buh JLcTPtan ■»' Snita, Jsds iwsK Dl tt' = ■ So. 8 t. Dl. n. Bo. li y. B (elnicU. BskOiUsonE < o. i^». MSTMllls M»pal o' li Pitfau i. Um. SniTnui DwdllB, Koutpl. DudUn. ri 11 ''. emrn.. i.' ll' w.ttr 0. 8 t. Beirat Dritte Woche Mo- S n Mo. g D Dl. lÜlD DI. 8d Diidlln. Kontipl. Dudlln. UO tr. i KuHlHe-KongtuUBopel 300 rr., 310 fr b. Linie null KenitutlBepel-Odeiu, Jede «ödere iwalte Woclie. B. Id. I Muaellle ' ~ DardmelleD MI. FraliaCelBBeU. KaltaadWelDt norl. El.): MinelUe-Firioi leOfr.i ManaiUe-KOBBtanUaope] 716 fr. i MuielUe-SmTrDk 300 fr. i Piriol-BiBTrBa U tr. { emTniB-KonMntlBDFal 60 fr. <, Miraeme-8&loniU XO tt. Tl. TnUiliiet A Dia, ihnaUla. 11e Jeden So. Bbei >bPlrW(e>.B»ht). lo! TOI KOQltpl. I Dl.' PtelaeteU amjTniTatT M,«UIL\ ttfc«>l^^^-Sl*^^ XXIV So. lli/ia. I Prtife 25 fr. 10. f r 10 B. Sa. 10 t. Di. 10 B. IK. IDt. «fr.lSt, So. fta. I Wi i T 8«^ T. I Fr. l jmkBmDL TV. (DOL «0 T.; nsMk I>o. f ■.); — jcAoB StK U IT. T. MMfc FiMUhBiraif iil WiMM (In Ktmoteatmopdl Sa^ ▼., s«r«ck Do. ■aAiB.X — Frei»» (<>— Tciflwfg); 20fr.; FfiJM KoiiiaWanj^ J Sütt^ 95 fr. (Fr. ^ T.), Ahvob Onr. ItßhjrjTZiabd (Sb. ^ t.>, tiaop^ (So. 5M| T.);->joAm 1B.4 V. ■. tw KoMtaiftiMr ., (Do. 8b.X Smttm (8o.9T.).C!hios(S&.5V4it.)BiiAF!riM(!B». JUV^t^-- Prtisft: (obae T«Copn|^: Ftili flajiBi 40 fr., ST fr^^ •taaÜBOp«! 0 fr., 4ES fr. SOl Somoff, ScalaaoT»^ Fttnofly Letoo» Kftljaäo>|^ Kos, Ksttos sack «.razftek; — Tom SMfxsa «b«r dios» Kvhik, — Tom Sbttb« Mb0r Cfaios» Soaoft» Kalysaos» i^ji!» Mho4oe d. TaiB.Xaio: jedem Fr. T V. ■. tob naeli Soloaiki; — jedn Sa. mittftg BoxsM» Wazwu jode& So. 7 U. IL Tim PSrioff iber ChmDda uaA e. BLF. Tom KonsteaftiBopel jedem Sow^ DL« Fr. 9 U. ' ^ rom. XmdoBio So«, IK., Do. 9 F. r. Solomki;— >io Woeki (XK-udSo.) REISEWEGE HACH KONSTANTINOPEL. Boute Seite 1. Budapest 1 2. Von Budapest über Belgrad, Sofia, Adrianopel mit der Eisenbalm nacli Eonstantinopel 18 Belgrad 19. Nisch 23. (Zweigbahn nach Saloniki 23.) Sofia 25. (Zweigbahn nach Warna 28.) Philippopel 29. (Zweigbahn nach Burgas 31.) Adrianopel S. 31. 3. Über Breslau-Lemberg oder über Bukarest nach Gon- Btantza und von da zu Schiff nach Eonstantinopel ... 35 Oonstantza 37. Bukarest 41. 4. Von Budapest auf der Donau nach Galatz und auf dem Schwarzen Meer nach Eonstantinopel 45 Rustschuk 61. Braüa 62. Galatz 63. Burgas 65. Ö. Nach Odessa und von da zu Schiff nach Eonstantinopel , 55 Odessa 66. Warna 61. 6. Von Athen zur See nach Eonstantinopel, direkt oder über Saloniki 62 Saloniki 64. (Eisenbahn nach Monastir ; nach Eonstan- tinopel 67.) Der Athos 68. 1. Budapest. (Üt = Straße, utcza = Gasse, körüt = Bing, i€t = Platz.) Bahnhöfe. Für die Züge aus Deutschland und Österreich und die Weiterfahrt nach Eonstantinopel kommen nur die beiden Bahnhöfe der k^. ungarischen Staatsbahnen in Betracht: der Ostbahnhof (Eeleti p4- Ijaudvar; PI. 14) Bahnrestaurant), am O.-Ende der Eerepes^r Straße, und der Westbahnhof (Nyugoti pdljaudvar^ PI. £ F 2; Bahnrestaur.)) am N.- Ende des Waitzner Bings. Der Südbahnhof (D^li vasuti p&Iyaudvar; PL A 4j, in Ofen (Christinenstadt), gehört der k. k. Südbahngesellschaft (Graz, Triest). — Droschken s. S. 2) keine Gasthofsomnibusse. — Auskdmfts- üHD Fahrkasten-Bdiibad im Hause der ersten ung. Assekuranz- Gesellschaft, sowie bei Th. Cook ds Son^ Eis-hid utcza, beide gegenüber dem Hot. Hungaria. Dampfbootlandestellb für die Dampfer nach Wien und Orsova, am Franz-Josef-Quai (PI. D 5). Gasthöfe: *Gr.-H. Hungaria (PI. a: D 5), Ferencz Jözsef rakpart 36, mit Donauaussicht und Caf^, 300 Z. von 3 ir40 an, G. 4, M. 6, P. von 14 K an; »Gr.-H. Eoyal (PI. u: F 3, 4), Erzs^bet kordt 47, 20 Min. von der Donau: *Eönigin von England (PI. b: D 5), De&k Ferencz utcza 1, mit Cali, 160 Z. von 3 K an, F. 1, M. 5 K-^ «H. Bristol (PI. t: D 5), Ferencz jözsef rakpart 3, mit Donauaussicht, iSfl Z, n^tv LK'^sd^^^.'^^^ M. 5, P. von 13 ^ ani H. ContinenUkl (ie\. i-. Ti ^O^W^^^ ^^^2^ lud utczs 3j 90 Z, za 2.iO-iO k F. 1, ML. W K-, U. ^^«^^5 ^^^x ft^^ gegenüber dem Volkatheater (PI. G5)\ Et»liÄX*0%1i^^\f»^^^'^^' Bepdeker*B Koastantinopel u, Klela»ri»tt. *^ ' Eoutt I. BUDAPEST. Prakl. Vorbem. Aludomia utcza f. HO S, P. 80 *, M. t, P. TOB 8 Ä »nj — in (PI. m: F 6; Nt.T), 130 Z. su S'/a-ia . 81; Kr. GS)-, H. Cantral (H. i: Hl)i : eni: u. üEitopole (Fl. e: B4; Kr. W)-, U. Cantral (W. ): U 4]i . Eriliarioa Joispb (Pi. r: H i), am Buou Hri H. Adria [PI. O t, G; Kr. Itl, TS Z. eu 3-10 £i alle TüDf nnweil doa OslbsluihDfB. — Hl iwäteDfianeee: H. OrientfPl. b: O 1), Kerepesl dl 12, 103 Z. von 1.60-1 M. aJCi Sladi Pa»ii (PI. p: E3), Viczi kötiii 28, SMin, vom Weslba] bor, 1UUZ. inS^.eOfi KSuig •onUnKarii(PI. d:D3), Docuiuaulcii 86 Z. ana.iO-ü J, F. 10 A, M. 2 ff iü, goloM: H. Bndapest (PI. w! B IWcsi nlcis S, iO Z. in 2.4D-7 £) Hot. KoDigln Elisabeth (PI. k; E SEl^tem utcia 6j U. Loadan (PI. 1^ E 3), Viczi köcüt B&, gegsnai dem Weilbabnbof. In Ofen: H. FInme (PI. q: CDS), unterhalb der Eetlgnbrückoi Bl Lukaibad (9. 16), 15 Z., P. von 5i £ wSeh. an; Kaiserbad (8.18). - Anf der JfarfaWm-ynitf.- 'Hargarelenbad (S, 13), 900 2., P. TOoBfr ISgl. an. Reitanraatadl. 12-217.) in allen Gaatböfeai ferner -Nalional-KatlB (KeinioU K.), Kogsulh uic» 5 (PI. EG)i -Landea-Kasino (Orsiiaoa K njvMg alc»a, beide TDTDebm, frauiDBischs KBcba; -Drechiler, AndrUu nt, geesnüber der Oper (PI. E i), im Soutertaln enta und nicht tevia Siebt Ebm, im NaUDn&liliea;» (PI. F5); 'Pelünoyila' PiUner BierbalU TbüBeibar, neben dem Badoulengebande ; Im *Re d 0 n le n g eh a u d e (VigaU PI. DG); Neuaiiedler, Im Frandekaoer-fiauir (Ferenuiek Baijua). Kit vcDji, AndrüMj üi 39i OregoroTin, Vicii utiza, unweit des EakU tr (PI. E 5); Zum Blumeoslockl (EornnKr), Jüiaef Ur 1 (Pi. D E i), 1 lu den melitenflastbören-, ferner 'Pohl im Redj)utenpark(8.B ---'■■- .. . ,. -der Kouo) i Kivilhiz Kigyii I.t, unweit dea 8W.-Endes utua (PI. S B); KiDik, knsi^bet \ir (PI. E 4); Viraj, Tbonetbort York, ErzBibel kärulBi Drechalflr (8. Qben), C. Japao, C. Budapa C. Abbazia, alle rier Andr&ss]' üi: C. BaUtou, 0. Otihon, 0. Fl noula, Karepa»! äl 17, 9, T (PI. P Q i, S)i C. Central, Ferewaiek i (PI. E&h Zur Krone, Viiii ntcza 1* (Pl.i; OJi Waenar, Jümef l^r i D E 1), S.-BaUa äaa Platzei; Flutne, Uiuenm kSrüI 13 (PI. F 5). Sniehken: Einspänner (Ciim/orla) lOu oder nack den Bakotii und DaniptboollandeplälMb 1 Ä 80 (Gepäck im Wai;tn frai, aonsl dag Bt •JOli). Zellfabrlen: y„B 6 V. früh bis 11 U. abends die ente '/i Sl- I jade »ellare "/i Bt. iOA; Zuschlag für die Fahrt in die Feitong oder bäfen und DauiprboolIuideplAtKen 2A'60A, nach Anwinlcel oder auf' Schwabenberg 6 K. ZeilfUirlen (s. eben) : die ersie 'k Bl. 1 K 60 A, J w^lere Vi Bt. 60 A mehr, Zutchlag Tür ä\e Falirt in die Festung odar den filDsksbeiE 1 £' XI. — Bei Nacbt (ll-B Uhr) die Hälffe mehr. San Ta§ Zweijp. » S, '/, Tag 18-1, 3-10 Uhr) 10 K. TunneKa.e 10 und « Briickenlaie 10 A fftr Hin- r, Rückfahrt. Ein Trinkgeld von 30-40 A Elektritoha Btnfieubahnen : Tgl. den Plan. Ilenplverkebispunkts: bi CnfraModUmu (StisTionti Virosb&z ; PL. E G) und auf dem PtlötplaU (Pl Ur; PI. D J! G). — Elektrliohe Untererundbahn vom Oiiäla lir (PI. D I unter der Andr&asyslraCe bar in i/. St, nach dem {3,:iim) Aniilic)itii . ■ - ■ - " '-i s. 13), au Lokal -Smpfbeata: jede Vi Stunde, Stationen nuf der Paltr l '■-- " " •■ ■ — iniii), " — Boriroi Ut, Zollamt (Vfaniii), Eika l^r, Akademie, Keupest (Dineal) Ofiur Stia Tabln, Bomba Mr, Kafaarbad (Ctiaiir fürdo), Ifargaietaalnie (MaKttariget), Altofto fö-Bnda). An den LtudiiDgabrüeken wird, aobal Bb BoUff abcebliMm iii, eine TaTei aufnbängt, die die Bicbiung dea uäcbal MffaBdea fiefüffi» aoi«Je>' — KWoa ßcliraaUatmU („Propalla?) zwiKkaa ÄW und Olba alle MO Hin. (vom ot«jmEn4o4BaB.a«(,\I-^,Maia, Rodoolan tü'bj.^dß, Elia ti'r u. ».), 1. Kl, U, 1. Kl. löh, ■«■'upörmc und Telcfraph (PI, E ö; 8.9) In lai S-oruiuiVs«« """'agaraae Briefe Im Erdcescboll, Elni»iiE von ilar f IiroBbii. nvn ^ 111 li l^^i^^ i^ Xo ^ßxr l^ fed .^i^^^ga-^i^ FnOeL Vordem. BUDAPEST. 1, RouU, 3 briefe 6 A: Unearn, Österreieli und Deutschland 10 hx Ausland 20 A. — r«Usei (PI. D I), Ferencz Jözsef t^r 7. Sentloher Oeneralkonsul: Legaftionsrat P. v. Bdow-SeMataUy Yiczi utcza 86 (PI. E 6^ Amtsstunden werktags 10-1 Ubr). — Verein der ReieJU' dmUtchM, Fr. abends im Münchener Hofbrän, Ifagymezö utcza 24 (PI. E 3). Sprache. Deutsch wird in den Gasthöfen und von den besseren Ständen fast überall in Ungarn verstanden. In der Aussprache des ühgcaHtchen lautet CS wie tscb, ^ wie cy (nicht dsch), et wie z, ly wie li, ny wie ly, s wie seh, Sir und ug wie scharfes s, g wie mildes 6,es wie weiches seh. Der Akzent beadchnet nur die Länge des Vokals. Betont wird meist die erste Silbe dea Wortes. Basken: örterreiiMtcT^üngar. Bemk, Jözsef t^r 2 (PI. D E 4; vgl. S. 9); Unffor. Xse9mpU- tmd Wei^lerbanky DorotWa utcza 8 (PI. D 4): Unaaritche all^m. SredUbank, Nädor utcza 12 (PI. D 8, 4). Geld« Münzeinheit ist Jetzt die Krone (K; = 86 Pf.), ung. korona, in 100 Saier (h), ung. finir, geteilt und der Hälfte des früher üblichen GtUden». ung. /Mnt (q., zu 100 Kreuzern^ ung. krajetär) entsprechend. Es gibt Bronsestücke zu 1, 2A, Nickelstücke zu 10, 20 A, Silberstücke zu 1, 2, oiT, Goldstücke zu 10, 20 if, Banknoten in Kronen- und Guldenwährung. Blder. In Pest: Artesisches Bad (S. 12), im Stadtwäldchen; *Diana- bad, Ferencz Jözsef t^r (PI. D 4); Gschwindt, Üllöi-6t, g^;enüber der Kaserne; Bingstraßenbad, Erzs^bet körüt öl (PI. G 4j& Sommer- schwimmbad (PI. D6), am Franz Josef-Quai. — Auf der *Marff{iretm' Insel 8. 8. 18; die gut eingerichteten Bäder in Ofen s. 8. 15 u. 16. BBoeBFNiSANSTALTSN (6 u. 10 A: -F^rfiak** Männer, „Kök** Frauen): Deäk t^r (PI. E 4, 5), Ferencz Jözsef ter (PL D 4), Erzs^bet t^r (PI. E 4) u. a. Theater (Vorsfadlungen überall in ungar. Sprache, Beginn im Winter um 7, sonst meist um 71/2 Uhr) : Königliches Opernhaus(Magfar kirälyi operahäz; PL £ 4; 8. 10), Andr&ssv üt. — National-Theater (Nemzeti szinhäz; PL F 5; 8.8), Kerepesi ut, Dramen und Lustspiele. — Volks- theater (K^pszinhäs; PLG6; S.8), Kerepesi üt (Volksstücke und Operetten). — Lustspieltheater (Vigszinhäz; PL D B 2), Lipöt körtit. VABitTt-THKATEB (für Herren): Orpheum (PL F 3), Nagy mezö uteza 17; Folies-Caprice, lUvay utcza 18 (PL E4). Yergnügungtorte und Ansflflge: *Margareten-Insel, oberhalb der Stadt in der Donau (8. 13). -- «Stadt wäldchen (8. 12). — St. Lukas- und Kaiser bad in Ofen (8. 16). — «Blocksberg (8. 16). — «Schwa- benberg (8. 16). — »Auwinkel (S. 17). — »Kühles Tal (8. 17). BeauchtordnuBg der Bammlungen u. dgl. Akademie der Wissenschaften (8. 6) : BibUothek tägl. 11-1 Uhr. Bdanischer Garten (8. 7), werktags 7-12 Uhr und von 2 Uhr bis Sonnen- «Btargaagt So. 8-12 Uhr; frei. Bwt, hnigl. (S. 14): in Abwesenheit des Hofs tag]. 9-12, 8-6 (So. nur 9-12) Uhr gegen Karten (60 A), die in der Barghauptmannschaft ausgegeben werden. Stkmogrt^kiseka Museum (8. 8), werktags 9-1 Uhr, Mi. Sa. frei, sonst 1 K, BmdeUmuseum (8. 12), im Sommer werktags 9-12, 3 6, 80. 9-12 Uhr fr^; Uigl. 6-8 Uhr abends, bei elektr. Beleuchtnng^nd Sonn- und Festt. 8 0 Uhr •aehm. gegen 20ft; ^ im Winter tagL 9-2 Uhr, frei. KmtIffemerbe'Museum (8. 6), außer Mo. und Fr. 9-1 Uhr; frei. LÜSMrtsehqftUehes Museum (8. 12), im Stadtwäldchen; Besuch bisher tagl. außer Mo. 9-1 Uhr, unentgeltiich. .. „ ., . « . . ^ j, Mmemn fOr Uldende Künste (8. 11), wo jetzt die ITaiienal-Galme und die ßamnOung modemer Gemälde aufgestellt werden: Besuch bisher (iu der Akademie der Wissenschaften) So. Mi. Fr. 9-1 Uhr fifel, sonst C9 Uhr Torm.-6 Uhr naehmj gegen Eintrittskarten (.1 ^« , ^ -^. ^^^-c.. Jftmema^Museum (8. 7). Altertümer Dl. ¥t., ^»•Vm^^»«»»^^V?^^Ss^ JoMgen Mo. Do. 9-1 Uhr frei, an den ü\jT^fcii'W^>ö^«ftX»^«»^ ^SI-C^^t^F^öä MintHttekarte (i AT; beim Pförtner). So? ^A T5V« \aj jV«^^är3«v<^ «^ der Btmmlnngen geöfibet. Bibliothek. wof^eTAAe^ ?^"i;^^"; ir ■««/ (8. 0), wochentsgs 24, Sonu- u. Yea\\. V^'-^ ^^ > \^* 1 Chri So. ecscblossen; frei. „ „- jiilier Bo. 9-2, 3-8 (LeaesMl t _, , _8)Ulic, JuHnndAne. nor IH. Fr. WS Uhr i eeacliloMen 15. Aug.-l. Sept. rtrtshritiiiam 18. IS), Uo. W. Fr. 9-12, 2-6, äo. 9-13 Vhr; frei. MAf lOtam (ß. iO), im Sommer Mo. von 9 Uhr au i dem Auftehor TrVg. aoloffl«*«- ear(« (^. IS), t»el. S-8 tlliri 60 a. Bsl bescbränkter Zelt (9 Tige): 1. Ta;. Vorm., am butan __ ■Wigan (Tarif ". S. S), »m Donauufer entlatiE lum Pu-lwneutagebinda (P). D 3i S. 9) und iuf MargarnaitTacit (8. 13)) übei daa Leopoldrlns (Upflt-körft; PI. ES) und den Waiimsr tttog [Vicäl-könili Fl. Efl-i) — - LtopiilditadliT Baiillta (8. 10); duicb die Andri[9a)'slrane |S. iO) mm A_. •caid-->tm (S. 12) uud in die Sit/mieitrafii (PL 1 K 2 3|t durch die Dtunjuidi- CFl. H 3) uud RattenbillerslraGe lur iterepeaerslnBe (S. 8), Über den Kit. aenmi- and des ZoUfunUriae tum Smipliollaml (PI. £ S| 8. 6) und ikbcr den Frsut Josefn-Qaai (S. 6) luriick. Nachm. J\irIainaiU^Miid> (luDami ' S. 9) und Ofmer FaiKag (8. Uli abends •BhdtHtTg {8, 16). — 3. T»b. Vorm. yalionBl-Oatirii (S. 11), SaHmalilvitum (8. 7j[ nacbm. -Srti«- to-jT (8. 16)i geieu Abend -iliHvarelaUiiiil (S. 13). Budapat (spr. -poscht; lOOni) oder Oftn-Feat, 1872 dntch die Tetelnignng der Slädte P«!, 0/Vn (uiig. Buda), AU-Oftn (Ö Buda} und Sttinbrueh (Käbänj/aj zu einem Oemeinwesen entstanden, ist dls Haupt- und Resideniatadt und geistiger Mitlelpnnkt des Kflnigreielii Ungarn, die zweitgrößla Stadt der Sslert.-ungar. MonarcWe undneban Wien ihr wichtlgstec Handelsplatz. Es liegt prächtig zu beiden Seiten, det bler 300-600m breiten Donau,- auf dem 1. niedrigen UCei der wicbtigere Stadtteil (Fest), mit einer Relhs großartiger Banlen, auf dem r. boten LTer Ofen, mit der kSalgl. Bnrg. Die Zsbl der Ein- wohner betrSgt 732000 [1861: 156000), darunter 170000 Juden und eine Kesatzung von 1Ö800 Mann ; tla Muttersprache sprechen 578000 ungirisch, 104000 deutsch. — Die Stadt Ist in zehn Bezirke einge- teUt: am rechten Ufer LPeslunp [Vär), Tahänval ChrUHnauladt (Kiiaztinaviroe), H. Waiieritadt (yizUiios], UI, AU-Ofm (O-Boda); am Unken Ufer IV. innen Stadt (BeivSros), V. Ltopoldatata f LipötvSros) , VI. Vieretltnstadt [TertfivSTos), VU, EO^bilMaSt (ErzB^etvaroa), Vni. Josifitadt (JflzsefTBros), IX. Frantmisladt (ParenczväroB), X. SleMntch (Köbänyiväros). Ofen war eine röniiacbe Kolonie {Aq':ii-am, S. 16) und die HauptlMU der Frovüm rnterpannonien sowie das Standquartier det einiieen in d' fall dar MouEolen (KU) 'eine relchB deuUche Ortsthaft. König Bdla errlehlete ISiT in Ofen die kbnigl, Bufr, die apätcr von 13G1 bis lur ei Erolerang durch die Tarken nach der Schlacht von Hohiu 1526 atSa—- Bfiidenz der Ungar. Ktjnlga nnrdo. Unter Uatthiai Corvinns (»58-90) aak d!a BladI nlänzende Tage. Sultan SuHman eroberte Ofen lOU, legte ISOOD Juiilii:haren hinebi und machte ea lum 8ltz eines Veilsrs. Es blieb bei- nahe ISO Jahre im Eesiti der Türken, bia 1688 die TerbUndeten Deulseliea (60(XI0 Mann) unter Karl von lolhrlnEen und Ludwig von Baden, im Var- 17US kflalgi. FreiJlädta. bie Tymanec Cnivarsilit wurde ITTT yon Uuia Theisaia nach Ofen, von hier ITSI von Joaef IL nach Fe»! verlegt. Kaell dem „Anssleich" »oni }. 186T entwickelte sich Pest rasch, »Äbrend Ofen earäcib/ielj. Xach dor VefeJal^nng der Btädle Oteo und Pest (a. oLen) »urd« miilapesi 1832 neifdenuUdl und blübl atildem oorti Viilüstt »nS, LMkes Ufer. BUDAPEST. 1. RotUe. 6 a. Stadtteile am linken Ufer (Pest), Der Glanzpunkt des linksufrigen Stadtteils ist die Donauseite^ an der sich eine fast 5km lange Reihe neuer Gehäude hinzieht. Die innere Ringstraße umzieht die innere Stadt in dem Zollamts-, Mu- seums- und Karlsring (Yamhaz-, Muzeum- und Karoly körüt). Ihre nordl. Fortsetzung, der Waitzner Bing (Yaczi körüt), mündet auf die 6. 4km 1. haumbepflanzte große Ringstraße, die sich als Leopold-, Theresien-, Elisabeth-, Josef- u. Franzring (Lip6t-, Ter^z-, Erzs^et-, Jözsef u. Ferencz-körüt), von der Margaretenbrücke (PI. D 2) bis zum Boraros-Platz (PI. G 7) erstreckt. Eine dritte Ringstraße (Hungarla körüt) ist im Entstehen. An der Nordseite des Franz- Josef- Platzes (Ferencz Jözsef" t6r) liegt bei der Kettenbrücke (Lancz hid \ PI. D 4) der *Akademie-FalaBt, ein geschmackvoller Renaissance-Bau, 1862- 64 nach Plänen des Berliner Architekten Siüler aufgeführt \ an der O.-Seite (Akad^mia-utcza) eine Bronzerelieftafel, die Stiftung der Akademie im J. 1826 darstellend, von HoU6 (1893). Die Akademie hat über 300 Mitglieder; ihr Zweck ist Pflege der ungar. Sprache und der Wissenschaften mit Ausnahme der Theologie. Im Erdgeschoß 1. die Bibliothek (c. 140000 Bände; Eintritt s. S. 3). Im Sitzungssaal des I. Stocks -^er Wandgemälde, ungar. Landschaften, von Ligeti, Nach dem Franz Josef-Platz zu der durch zwei Stockwerke gehende Prunksaal, mit einer auf 24 roten Marmorsäulen ruhenden Galerie, einer von Karyatiden getragenen gewölbten Decke und Wandgemälden von Karl LotZj Szenen aus der ungar. Geschichte. — Die bisher im 2. und 3. Stock aufgestellte National-Oalerie wird zur Zeit in das Museum für bildende Künste (S. 11) übertragen. Im ERDGESCHOß das Goethe-Zimmer (Mo. Mi. Fr. 10-12 Uhr frei, sonst gegen 1 K). die Sammlung des Rechtsanwalts Balthasar Elischer (t 1885) enthaltend (BUdnisse, Bücher, Handschriften u. a.); Katalog 60 A. Vor der Akademie das Bronze-Standbild ihres Begründers, des Grafen Stefan Stiehmyi (f 1860), von Engel, sowie Büsten des ungar. Sprachforschers Starvas und des Historikers Salamon, beide von Jankovits (1899 bzw. 1902). An der Ostseite des Franz Josef-Platzes die Stadihaupimannschaft (Polizei; Fökapitanysag), der Palast des Printen von Coburg und das Dianabad (ß, 3). An der Südseite das Hathddsstand'Gebäude der Pester Lloydgesellschaft (Klublokal der liberalen Partei), mit ionischem Säulenportikus ; davor die sitzende Bronzestatue des Staatsmannes und Schöpfers des „Ausgleichs'' vom J. 1867 Franz Deäk (tl876), von Huszar (1887). Auf dem südL sich anschließenden Eötvös-Platz das Brouzestandbild des Schrift- stellers und Staatsmannes Joseph Frhr, v, Eötvös (f 1871), von Husz&r (1879). SBdl. fühlt vom Franz- Joaet-PUti. eiÄ^lSx^^t-^^^^^-^:^'^ (Ferenes JönsefraiBpaTi; PL D E 5, ^ \^^ ^«t Tiww». "^^^^JtS:^ hU zum Änptcollwnt (S. 6). Dieae ^ÄOoiXi^ ^\x%Sl^^ «». <^«^ 6 Baute I. BUDAPEST. Lfniei t/ir .- beaucbte EalTeebSuBer lteg«n, lit die bellebteite Promenkde und fSi den F&hrrerkahr gespent; aa schönen Sommeiabeuden Bind die hier in HiindeHen äuigeal eilten Bänke und Stahle [Stahl 6 h) dicht b»- aetzt. Der Quai fühlt an der alten BÖTfe (Tötsie ; schöner Saal mit rreBkenyon Lot^i Börsenatundo 12-1 Uhr; neue Börse s. S. 9J vor- bei zam Btdoutenjiarb (Vigadö tfo; Ci(Ä a. S.2). An der 0,-Seit« daagraQoBedantanBebände(Vlfadtt;Pl. D 5^ Eintr. weriitsga Et-12, 1-5 Ohr, an Sonn- n. Featt. 9-12 Dhr, 40 Ä), 1863-65 im nrniMi.- maui. Miachstil von Feßl erbaut und im Innem prüchtlg auageststtet; im Treppenhaua Fresken von T/innundLoIi, miga.r. Sagim; imBUTett- Baal: (t.) Wagner, Tamiec dea Königa Matthias und (1.) Than, QMfr- mahl Attilsn. Weittram Quai die Gasthöfe Hungarla und Bristol (S, 1); ontar- halb die Halteatelle der Dampfer nach Wien and Orsova. Ea folgt der banmbepflan/te PetSfl-Plali (Petöfl tfr; PI. D E 5), mit der Bronzestatne des Dichten Äleiander Pttdfi (1823-49), von Humii (18S2), und der zweitünnigen jfrfccft. Kirche. Wenige Sehritte weite* die Treppe hinauf zu dem von atattllcben Neubauten umgehend Schwurpüitt (Eskü te'r), 18GT Schauplatz der Eldesleietang Frani Josefa bäl seiner Krönung; !. die StadtpfarTkiTche (PL £ 5), dfa aiesto Kirche von Pest, um 1600 im gotischen Stil erbaut, die barocke Fassade 1726 hinzugefügt, dae Innere 1890 restauriert. (Sohvruiplalz- brficke zum r. Ufer der Donau s, S. 13.) Weitereüdestl,, Väcdutez« 62, das Hans Bathana (PI. 3 ; E B), von SItlndi 1869-75 im FrOh- reDaissancestil erbaut, mit schänem Treppenhaus and prächtigem. Sitzungaaaal. Am S. -Ende des Franz Josef-Qusls erliebcn sich das gioüe ffauptr Zollamt (FÜvimhiz; PI. E F 6), 1870-74 voii Ybl Im Kenaisaanceata erbaut, tmd, nebenan, die ZentralmaTklhaUe (Központi vasärceamok), 1897 vollendet. Beim Zollamt führt die Front Josef-Brüeke (Ferencs Jözaefhid) zum r. Ufer (s. 8, 13), 10 Min. weiter aüdi. ein Eieonfor (Pi. FT). —6 Min. n.ö. von letzterem, am Bakäts t&i (PI. F G T), die FfonzilSdUr Kirche, im roman. StU von Ybl 1867-74 erbant, m« Fresken im QueischlfF und Altarchor von Than und Latz. — All dei verltingerteti Soroksäri utcza L [20 Min. vom Elevator) daa aosgi dehnte Schladdhau, [KÖzvägohid ; PI. H 9), 1870-72 erbaut; a Fortal zwei kolossale Stdorgruppen von li. Begas. Beim Uanptzollamt beginnt die innere BingstraGe [Fl. E 6-2; a. 3. 5). DerVämhnz kBrilt fQhrt zum Oalvinplatz (Coluii (ff ; PI. F 6), mit dem nanubimhrvnrttn, ton FeszIer [1883) ; an d S, -Seite die nform. Kirche, mit vieraSuligem Portikus. Tom Calvinplalz läuft die Üllöer Straße (ßuöi-ü(,- PI. F-| 6,7} naeb sadoBl. An deraelhon 1., Ni.28, die Vnivtrtlläti- Klinik. — Gegaaübei i., Wr. 33-35, das ZtmBtgewBtte-Tl-OAttnm ^Oth ^^i""- 'pfirmüviueU muzeum ; PI. Q G), \m%-'i1 fan Lt*T«t ra "°' 'O^' Aalehntutg an orlentaHsclie Bau-Heisca a\tfi[,el\ÄiÄ-, 'S National-Muaeum, BUDAPEST. i. BouU, 7 der Mitte der Haaptfassade eine 47m hohe Kuppel. Die Sammlung (Eintr. s. S. 3) gewährt eine Übersicht der Leistungen des ungari- schen Kunstgewerhes hauptsächlich im xvn. und xvni. Jahrh., ent- hält aber auch französische, orientalische u. a. Sachen. Weiterhin 1. das Stefanie- Kinderspital (Stefania szeg^ny gyermek köffa^z, Nr. 72), das städtische Enabenwsdsenhaus Josephinum (PI. H 7), der botanische Oarten (Egyetemi föv^sz-kert ; PI. H 1 7 ; Eintr. 8. S. 3), mit einem Victoria re^a-Haus u. a., und das Ludoviceum (PI. I 7), eine Militärakademie mr Hony^d-Offlziere. Hinter dem LudoTiceum der schone Orczy- Garten (Eintrittskarten vorm. im Haup^ebäude r.; nachm. Eingang durch die Ludoviceum utcza). Dann r., 36 Min. vom Galyinplatz, zwei große Stadtspitäler (körhüz; PI. 1 8) und, noch 12 Min. weiter, 1. die Beamtenkolonie (Tisztvise- lötelep) und der Volksgarten (Ntfpliget). Zurück mit der elektr. Bahn (Oentralstadthaus-Linie) zum Oalvinplatz (S. 6). Nordostl. Yom Galviaplatz, am Museums ring (Muzeum korüt), erhebt sich das *National-]Iiuieiun (^Nemzeti museum ; PI. F 5, 6), 1836-44 Yon M, Poüäk erbaut; an der Hauptfassade ein Säulen- Portikus im korinth. Stil. Es enthält eine Bibliothek und die wich- tigsten wissenschaftlichen Sammlungen von Budapest ; die früher hier befindliche Galerie modemer Gemälde wurde 1906 in das S. 11 gen. Museum für bildende Künste übertragen. Im Treppenhaus allego- rische Fresken von M, Than und ein Fries von LotSj Bilder aus der Kulturgeschichte Ungarns (Skulpturen s. unten). — Eingang des Museums an der Föherczeg-Sandor utcza, zu den im IL Stock auf- gestellten Sammlungen im Mittelbau links (Eintritt s. S. 3). Direktor: Emerieh von Szalay, Altertümer-Sammlang (I. Stock r.) Einoamgskobbidob: Waffen, Delhaes'sche Sammlung (besonders antike und mittelalterliche Helme), Fahnen aus den J. IStö u. 1849. — I. und U. Saal. Vorgeschichtliche Altertümer. I. Saal: Einzelfande; Grab aus der jüngeren Steinseit; reiche Sammlung aus der Bronssezeit und Hallstattperiode. II. Saal : Goldschmuck aus der La Ttoe Epoche; skythische Denkmäler (Nr. 11, 12. Opferkessel). — m. Saal. Bömiscne Altertümer (u. a. ein silbervergoldeter Helm aus dem iii. Jahrh. nach Chr.); altchristliches Glasgefäß aus Szegszärd; Waffen, Schmuck und Werkzeuge aus der Zeit der Völkerwanderung; *Goldfund aus Szilagy- Somlyö. — IV. Saal. Waffensammlong. Streitkolben siebenbürgischer Forsten, Säbel histor. Personen u. a. Stefan und Gabriel B&thory's, Peters d. Gr.. Johann Hunyady's, Schwerter aus den Ereuzzügen, türkische Waffen und Sättel, drei Sättel von Kaiser Sigismund mit ausgezeichneten Elfenbein- reUefs. — V. Saal. Mittelalterlicher Schmuck, sübeme und goldene Trink- gefäße, Reliefschüsseln u. a. Goldene Krone von Konstantin Honomachos (XI. Jahrb.); «Emailschmuck aus Siebenbürgen; Messer, Gabel und Löffel Friedrichs d. Gr., in der Schlacht von Kolin erbeutet. — VI. Zimkeh : Gräber- funde aus der ungar. Landeseroberungszeit (ix. und x. Jahrh.); Innungs- Zinkkannen; Hessingschüsseln Nürnberger Arbeit; Gläser. —VII. Zimmer: KnnseiEL und Medaillen vom xi. Jahrh. bis zur Gegenwart (nur ein kleinec Teü ist ausgestellt), Siegel, Schnupftabakdosen, ^l«fti«iV%^^^^Ä«s^^;;5^J^ Banknoten von i^j Kossuth-Noten au8LonAoTvOSfe*X^\^v>JSöL'*^ST -X rma Uut geaebenkt. Stock KalsonB aua Act ^Odähöä \ä\ KXsvsöKvt^ ^^' ^^IP""^' Ärinaanmgen an das Jalix IftÄ xm^ »so.'Ua'A. ,«a^j^isa. \»- O»^ ^'^I'^FJ & o^x») s aip8Ä\>8?aBaa ^oü ^^«^^^^^^ KJoo»^ Die Blblloiliek (Eintritt 9. S. &\ die iricliügslen Bücber, Hunslci mw. gind In einem ecbacsBil aiifbewabn) bealebl tos vier Abteltunees. I. Abt. Bacher (elblioltieca Huneulca; SlBiXO Bünde] : nsgariscbelalmnaSela Ton 1653 w, ]nl«iDi>che Inkunabeln (Cbronicaot BudenBe, 1173, du ällssta in DDgarD gedruckte Bach). — 11. Abt. Zitum^n (18000 Bande). —IQ. Abt, Jfo«wirij.(< (!Ü«OJ: LeichentedB in Ungar. Sprache, flw alleslB Spnsh- deDkmal(Aa]; dea mi. Jahrb.)) 16 weitere ungarische Spraclidenkmäler bli ICJI: elf HandicbrifUm ans der BlbUotbek des Königs UAltbiBd Corrmoi (HfiT-BO)i an Codices, tibsr IBOOO HandBchrifien viim svi. JnhrS. »a. — IT. Abt. AtcMtj (27S00O Dikunden), Die eltesle Urkonde l3t dia lom Koni« Koloman (U09). Adels- n. Wappenbdefo. Akten zui Oesehlcbte vuu iäS (Kossulh, Gargej). 51 ArebiTe aller ungar. adlicber FamiUen. », , L-, ....... ..._,i j zoolugie (Vöeel, W«?«, ScbmetleTliDge) t S. Huterslogie (nsgar. Gold, UeleorsleiDB) nnd ologiei 3. BoMmlk, b. Z. Siecbenjl-olez» 1 und nor auf Anfräea m besiehligon. — EllinoerapliiBthB Abfailnng, Caillag-ulcia IB, U. BUxlt Vor der Freitreppe des MaeeDma die sitiencle Broniestatae des Dichtera Johann Arany (+1883J, von Strobl [1893); im Park Broiwe- bÜEtcn anderer ongar. Dichter (^BtTSfenyi und Ka!.lnaiy, von Vk;, KUfaindy, von Ferenciy) und das StandbUd des Gründers (1802) des Muaenma, GiaE Fr. Stichtnyi, von Istük. — N.w., Musonmarinj 6, das PalyUdinilaim (MdegfeCemj Neubau b. S. 15). In der Wibe des Museuma, Im sog. Magnaten- Viertel, sebon Paläste ungai. Magnaten (Eazletliwy, FesteÜcs, Karolyi n. s.). - Vom Mnaeumsring aildwestt. durcb die Grit Kärolyi uteia am Utilveraltätaplati (Egyetem-terj PI. & F 5, 6), mit der UnlTSEiitat (PI. 6: E6; 4000 Stud.), deren Barotkfassado 1900 neu erbant wnrde, und der schönen L'niversitälMrehei n.w,, am Fianziskanei- platz (Ferenexiek-terej PI. E 5), der Renaissancebau der üniveraltäl^ ßtbtitilhck (PI. 4; c. 300000 Bde.; Eintritt s. S. 4). InaBrKerepeslöt(PLF-H5, 4)r. daslSaTeibanteWoMoTKii- neoIer (S. 3) und, weiter anfwätts, das 18T5 von Fellner und Hellmet erbaute Volkstlieattr (3. 3)i dem letzteren schräg gegen- Gbei, Ecke J6uef kürüt und N^psdahäz utcza, die Btaati-Oeuitrbe- lehult mit dem (eehnoioglachea Mweutn (Eintritt a. 3. 4, nicht bedeutend). — Tom Endpankt der Straße (20 Min. vom Muaeuma- ilng), WD ein Bronzestandbild dea IIandelamlnisters£arou('7l692}, von 3t€udiU, König Frui2 Josef I86T auf dim KatteDbrOekeDpUtz das Scbwerl narb den Tier BtmmetsrichtDneea siu- Südl. vom PaTlsmenlsgebäDde soll ein Bronzeretteretendblld des Graftn Julius Andriisay (7-1690), von ZaU, öatL ein DenkmU des StsaBmonii» Lttdvtg Koittith (j 1894) errichtet werden. — ÖbIL gegenüber dem PsrUmentBgebände der 'JiutiipalMt (IgusagOgyl paloU), 189G n&ch Plänen Bauttmanm im Renal Bsaancestll Tcdl- endet; Ober dem eccbisänllgen Portikus ein in Kupfer getriebenes Dreigespann mit der Oerecbliglieit, von Stnnyei. Im Innern zn be- ■ohten dis ecliöne Treppenbana, mit einer Justttia von Sirobl, und Detiengemäldo von Lals. — R. von der Kurie das Ackerbau- und JutUiminUlerivm (Füldmiveld'sügyi and I%M3ifugyi ministeriom). — In der »af den Waitzner King [Täczi liorüt) mündenden Alliotmänj- ntcia (PI. E 3) 1. dat 1S90 von Hanszmann erbaute OerichUgebäude (TSrrAiyszAl palota), mit scbönem, von Fesztf mit Fresken ge- acbmückten Schwurgerichtaaaai und großem ZellengefSngnia, aoMie nebenan (Nr. 24) der Palait da Jaunuiliiten - Feasiotufimdt, von Quittner 1890 aufgeführt AmH.-Ende de« Waitzner Ringea (raci-iöföi; PI. E 2-4) der Walbahnhof (P\. EF2i 3. 1). Wir folgen dem Ring aildl. lu der im Innern nocli unvollendeten Leopotdalädler Basilika (PI. E 4), einem 96m b. Kappelbau, 1851 von Hild begonnen, nach dessen Todo von Ybl (+1891) nach neuen Plänen fortgeführt. NoTdüstl. von der Basilika fükrt die seit 1872 angelegte 2,3km lange Andrässy-Straße (PI. E-H 4-2; Ontetgrundbahn a. S. 2) zum Stadtwäldeben, In dieser durchweg mit stattlichen Gebäuden besetzten StrtGo I. das prürhtige 'Opembaiu (PI. Edj S. 3), im itatfen. Renaissanceatil 18T&-ä4 von YhL erbaut; Im Zuaclianerraum ein DeckengemSlde (der Olymp), von ioH. — Weiter, jeuseit des Oklogona, wo die Straße die poGc Ringstraße (S. 5) kreuzt and rieh von 36 auf 46m verbreitert, r. die JHtuUakidnnif (Zeneakad^mla) Nr. 67), das ehem. irünat;erA kutan, Sibirien usw. In der Andrässy-Straße liegt das Rondcaw (Kürönd; PI. G 2)] Jaraaf I. BroozesttndbUder der alebenbütRer Füraten Bethlen Qäbor Cd. f. GabrfelB.;fieQ9l von Vaatagh (IStfl'), ■on4 8ltpl«inßocAMii (tiaOB), ron HoUö (IQffi); r. ein BronieBl».näW4Äts'VfctW'v4\te« ■ '"n Oijgetväz Nik. Zrrnyi (f 1666), mit einem getiLaeTvea'S'üöiBQ. »m. 5 Andräuy-Strqße. BUDAPEST. l. BouU. 11 Sockel, Yon Bona (1902). Am Ende der weiterhin von Villen mit Yorliegenden GSrten eingefaßten Straße ein MiUennium-'Denkmal PL H 1): aus der Mitte eines halbnmden Säulenganges, in dem 4 Statuen ungarischer Könige aufgestellt werd^i sollen, steigt eine 36m hohe Säule empor, die von der Figur des Erzengels Gabriel gekrönt wirdj die Architektur ist von Schickedanz, die Skulpturen von Zala. R. vom Denkmal, das 1894 von Schiekedanz u. Henog er- baute Vene Kfinstlerhans ( üj Müczamok)^ in dem Kunstausstellungen veranstaltet werden: 1. Dez.-15. Jan. und 16. April-16. Juni ab- wechselnd auch intemaüonale Ausstellung (Eintr. 1 JT, an Sonn- u. Festt nach 12 Uhr mitt. 40 h). Das Musenm f&r bildende Känste (PI. H 1 ; Sz<^pmüy^szeti Mu- zeum) wurde 1900-5 L vom Millennium-Denkmal nach Plänen Yon Schickedanz und Herzog erbaut. Hierher werden zur Zeit die bisher im Akademie-Palast (S. 5) befindliche Nationat-Galerie (die firühere Esterhazy-Galerie, mit gegen 900 älteren Gemälden, 76000 Kupfer- stichen und 3000 Handzeichnungen) sowie die bedeutend yermehrte Sammlung modenur Gemälde aus dem Nationalmuseum (S. 7) über- tragen. Ein Katalog ist in Vorbereitung. Wir nennen die bemerkens- wertesten Bilder und behalten die früheren Nummern bei. A. Kationalgalbrxb (Otüerie der alten Meitter). — Italiener des XT. Jahrb.: *S0. Oiotto^ Frauenkopf (Freske); 1386. VerroceMo, Madonna mit Heiligen; 1140. Fttktpino Lippi^ Hadonna; K2. PiniwiceMo^ Madonna; Franc, Costa, zwei allegorische Frauengestalten : 81, 48. Franc. Franeta, Madonna, h. FamUie; 76. C. CrivefU^ Madonna (1490); *101. OenHU Bdlini, Katharina Oomaro; 88. Oitna da ConegUano, Madonna. — Italiener des xvx. Jahrh. : 71. Rqg^aeij Madonna Esterh&zy, ans der fiorentinischen Zeit des Meisters; 171. GivUo Ronumo, Diana nnd Endymion ; 66, 69. A. dd SartOy Madonnen; 68. R. Ohirlondßfo, Anbetung der Hirten (1M()); 161, 163, 164. A. Brontino, Anbetung der Hirten, Venus, Amor und die Eifersucht, h. Familie; 1161, 57. Sodoma, Geißelung Christi, Madonna mit zwei Heiligen; 166. Oarofah» die Ehebrecherin vor Christus; 65. Correggio, Madonna mit dem Kinde und h. Johannes; 170. Parm^fonlno, h. Familie mit dem h. Franciscus; Ol, 68. Bemardino LuMy Madonna mit Elisabeth und Johannes, Madonna mit den H. Katharina und Barbara. Die dem GiargUme zugeschriebenen BUder (94, 96) sind schwerlich echt; 112. Tizian, weibl. BÜdnis (WerkstattbUd) ; 84. JPalnM Vecdiio, weibl. Bfldnis; 1384. 8«b. da Fiombo. männl. Bildnis; 90. L. LcUo, männl. Bildnis; 91. Bern. LiehriOy weibl. Bildnis; 104, 116. Tiih torettOy Ehebrecherin vor Christus, männl. Büdnis; 106. PcmIo Veroneee^ Neptun huldigt der Venezia: MOS, 119. Jac. Bauano^ Bildnis eines Kardi- nals, schlafender Hirt. — Spatere Italiener. 499, 497. DomenieMnOy David, h. Hieronymus; 485. Ouerdno, Christuskopf; ((m. Bibera (BpagnoUUoh h. Paul der Eremit; 528. Luca Glordano, Flucht nach Ägypten; 649, 861. O. B. TiepolOy h. Ferdinand, Maria und Joseph auf Wolken thronend; Archi- . tektorbUder von den bdlden Canaletto und von Franc. Ottardi. Von den Bildern der Deutschen und Niederländer des xr. u. zvi. Jahrh. seien hervorgehoben: 142. Albrecht Dürer^ Bildnis eines jungen Mannes; 124. MemUngy Kreuzigung; 133. L. Oranaehy Vermählung der h. Katharina ; 1836. B. van OrUy, Bildnis Karls V. ; 127. (hinten MaUye, Lucretia ; 1886. G. David, Anbetung der Hirten; Rembrandt. 236. «It^x Uvk£Bl^6S^^ 286. der Engel fordert Joseph mt FlnöA wjI Vjä. iJÄft^s ^3888». ^^ *.- ^- ^^ poppelbüdnisi 398. Veenix, BUdnis^ 040. Th, d« Ke^tw^^KCAfiSa "S^^S^i- m^M O'Bondeeoeter, Pfau und HaliieiÄampt\ *aft.*>XÄ^. ^. ?«*^f5^T^. Bune, we^l. Büdnia (1662) 5 288. Bai. vom RH»»doe\, \-^^a^S\^^ ^ .__ . _^ Jl 101. ff. 3_ IwriA, SDldBlen Im Wtitsbausi A. Cugp: 39S. hoUäniL FimiliB, JOS. Kttbe am Walser, ilO. SonnenonlergauE; 387. P. Ilorielji, >vfihl, BUdnisj Bilder seien E Italers Sperl ; Fr/Ku £lu(^, Sphini ; temer Uaäan, Wintertag Daa8taatwäldcJieii(l'dro3(i(^i; PI. H I 2; elektr. Bihnen vom Calvin Vit, PI. F R, Pelöfl tifr, PI. DES, u. a. ; Untergrundbahn a. 8.2], c. ItöliagroB, 1797 angelegt, wird namendieli Sonntag nacbm. viel 1>eBui:lit [etädc. CafiT-Reitaiirant ; Militärmusik). Im n. Teil des Paikea ein großer Teleh (Nagy tä), Im Sommer lU Ksbnfahiten, Im Wintet ima SchlitteciiuhUDfen bennt«. — An( der S%lehcnyl'IniA (SzÄctenyl-Bzlget) das koii, L.tsi)wmTBCHAPTi,icHE Müflunit [MagyM Kir&l:;! Mezogszdasägi Mnzeum; Eintritt e. S. 3), drei 1902-04 naoh dem Torbilde der eog. romanischen, gotigcbcn nnd ßetiitasanoe- gehäade der MillenniumsauBBtclIung vnn 1896 errichtete Gebäada; in erslerem die Direktion, in den beiden anderen die Sammlungen. Östlich vom landw. Museum liaa Handütmuiewn (Keieskedelml Mozeum; Einir. b. S. 3J, eine Gewerbeansstellung im lileinen (be- achtenswert die Ungar. üauBindnatrie}, und das rerfce&rtmuKum (SözlekedBsl Mazeum; Zutritt«, 3.3). — In j4«-0/%n(Öi-BudB¥ir, ran der Mfflenninmsanssfellung herrülneni, \m Soramei W.\*\Sil, Varigta^Theater haw. In iler Nahe ilea TeVc^^iea ia.B urtesiKU Bai MrteW tätdöj SchwefelqoeUe, ^7" C), eine XmiU -ioiv Sc'ii4i\jvi4«a, Stadtwäldehm. BUDAPEST. 1. Bouk. IS in der Art des Wiener Wurstelpraters, sowie der Zoologische Oarten (lUatkert; Eintr. s. S. 4). Durch den südl. Teil des Stadtwäldchens fuhrt die besonders Sonnt, nachm. belebte Stephanie-Straße (Stefania üt; PL H I K 2). An ihr 1. das Stadtmuseum (z. Z. geschlossen), weiterhin r« der Garten des Parkkluhs nnd das 1899 von Lechner erbaute Qeolog^ Institut^ dann der Rennplatz (Löverseny t^r). Am obem Ende der Stadt in der Donau die *MargaTeten-In8el (Margitsziget; PL 0 D 1), Eigentum des Erzh. Josef, der sie mit einem Aufwand von mehreren Millionen Gulden in einen reizenden Park verwandelt hat (Eintr. 2ö, So. 50 h). Zugang von der Margareten- brücke (s. unten). Die Dampfboote (S. 2; 20 Min. von der Ketten- brücke bis zum oberen Ende der Insel ; Rückfahrkarten wochentags 40, an Sonn- u. Festt 80 h) landen am imtem und am obem Ende der Insel. In der Nähe des untern Landeplatzes ein Restaurant (an einigen Nachm. Militärmusik, M. i^i'^K)] von hier an der Westseite dez Insel entlang in 80 Min. Gehens oder mit der Pferdebahn in 10 Min. (20 h) zum artesischen Brunnen am obem Ende, Alt-Ofen (S. 12) gegenüber. Die erbohrte Schwefelquelle (43,3^ 0.) wird sowohl zu Bädern in dem eleganten 1871 von Tbl erbauten Margareteribad^vrie zum Trinken verwendet (Bad von 1 JT 20 an; Kurtaxe bei mehr als 8 tag. Aufenthalt 10 JT); das überflüssige Wasser fällt von einem künstlichen Felsen in eüi Bassin. In der Nähe des Bades zwei Gast- höfe (S. 2), eine Anzahl von Villen für Kurgäste und ein Restaurant (Zigeunermusik). An der O.-Seite der Insel eine Klosterruine aus dem xni. Jahrhundert Aof dem RdkotifMLt der großen Ebene nördl. der Stadt, fanden vom x. bis XIV. JaJbrh. die ungar. Reichstage unter freiem Himmel statt, bei denen oft an 100000 Mann hier zusammenkamen. Der Besuch des Dorfes Räko*' Fdlota (elektr. Bahn vom WestbahnhoO» mit schattigem Akazienwald, ist besonders So. nachm. lohnend. b. Stadtteile am r. Ufer (Ofen, Aquincum, Schwabenberg). Die beiden Donauufer von Budapest sind durch sechs Brücken (darunter zwei schöne Kettenbrücken) miteinander verbunden. Zoll für Fußgänger (nur vom 1. zum r. UferJ 4 A, für Wagen s. S. 2. — Die Kettenbrücke (L&nczhid; PL 0 D 4) wurde von dem engl. In- genieur Olark 1840-49 erbaut Die Spannketten ruhen auf 2 etwa 60m hohen Pfeilern, die Länge der Brücke beträgt 375, die mitüere Öilhung 193m; der Fahrweg ist lim über dem Fluß. Auf den Brückenköpfen vier kolossale steinerne Löwen. — Die 1903 vollendete Sehwurplattbrücke (Eskü ttfri hid; PL D 5, 6) oder Elisabeth- Ketten- brücke hat einen 374m langen Bogen; die Fahrstraße ist lim, die beid«! Gehwege je 3,6 m breit. — Die Franz Josef-Btw^ (E«5M&ku Jözsef hid; PL E 6) wurde 1896-% eib%MLV, A«k\Ä\x'«^^^aa^^^^^ üBd ißt 83im lang (reizende AnaslchLt a»i ÄU^\.\aÄ.^«^«»^- ^"^^L. von der KeUenbrüeke noeh swel BxYVtikjBii*. öi^ eN»««^ ^^"^^^fv^ Micke (MüTgSmdi PI. 0 D 1, Q), iöTW^ «Ä^«sA,t3R>^^\*»%'^'*^ 14 RouU 1. BUDAPEST. B«ft(« T/ir, bteit; sie bildet einen stumpfen Winkal mit dtBl Öffnimgeu auf jeder Seite j deiF&hrweg ist 18m über liem Strom. In derMitte zweigt eins 1900 erbsule Brücke zur Margiietenlnsel (S. 13) ab. — GiJiz Im N. die 1200m lange Ehenbalmbriickt der Bahn nach Gtan. — Südl. von der Franz Josef - Brücke überspannt die 894Q1 lange EUenbalm- vcrblndungsbfüeke (Összekutii -eaaüti hid; PI. F 0 9) den Strom in ■vier Öffnungen. Der Kenenbrüeke (S, 13) gegenüber Ut das Säulenpoital dea von Clark 18Ö4 durch den Festangsberg getriebenen SÖOm 1. TunneU (Fuflginger 4 h, Wagen a. S. 2), der die Christin eiisUdt und den Südbshnhaf mit dem Donauiiuai verbinde!. Die etiepi. Fastnng (Väri c. 70m über der Donau), roit der anj- gedehnCen könlgl. Buig (b. unten), krönt den Qlpfel eines Hügels, auf und um dem sicli die Stadt angesiedelt hat. L. neben der Tuniielmflndung die WartehaUe der Drahtieilbahn, die aUe & Min. die Passagiere In einer Minute hinauf befördert (hin u. zurOok I. Kl. 16, 2. Kl. 12Ä)i sie mündet oben am Georgiplatt (8zt Gyorgy t£r; PI. 0 6; neben der obem Ausateigehalle schöne Ansicht auf Pest), Der Fahrweg führt von der Brücke i. die Älhreclil üt In Win- dungen hinan zum Oeorgeplatz (20 Min. Gehens von der Ketten- brücke). Südlich vom Oeorgsplatz, auf dem der KHnlglu Elisabeth (f 1896] ein Denkmal errichtet werden soll, gelangt man, TOrbel an dem Matthiasbrunnen (1. vor dem Burgtor) in die Eönlgl. Bu^ (^Kirälyi palota, PI. 0 5; Zutritt s. S. 3). Sie wurde von Maria Theresia 1748-71 erbaut, naoh 1849 wieder her- gestellt und wird seit 1894 nach Ybls and Saititmarmi Fl^en seht veigrGDert und prächtig eingerichtet (im ganzen c. 860 Sänme, da- wtn 669 im Neubau). An der 1. Seite des Burghofs die 8lgiim\md- IcapclCtf worin die rechte Hand des b. Stephan aufbewahrt wird (Za- trltt durch den Kirchendiener), und die Burghauptmannschaft, in dar die Eintrittskarten ausgegeben werden. Von den z, Z. gezeigten Käumen ist das Stephanszimmer im S.-F!ügel hervorzuheben, reich im Toman. Stil ausgestaltet, mit Bildnissen ungarischer Könige anf Majolika, von Buekovtcs, und einer Büste des h. Stephan auf dem Kamin. In dem unzugänglichen, von der Kronwache bewachten sog. Kttmldkul die ungarischen Beleb alnsignien. Vor der HofrciUchuU eine Bninzegmppe von Vastagh, Oaikos mit Pferd. Von dem Burggarten (EiniTitt nach Anmeldung In der Burgliauptmannschafc gestattet), dssiaa schone Anlagen sich tn Terrassen stell bis zur Donau hinab- senken, prüchtige Aussicht auf Pest; oben vor der Borg zoi Donaa hin ein BroncerciieTbild dea Primen Eugen, vod Bona (1899). Mördl. gelangt man lomQeorgspUtz auf denParadepUtifDfsKtät; J'i 04), mit dem hübschen Bcmild-Daikmal yon 6. Zala, 1893 zur ^rlnneruas «" <Üe Kümyfe von 1848-49 etrtctitet. kn 4m a.-Äiöxa i^tT^'"^'^ *'^ '"'* "'"öl Kuppel BPiehnifitkte Honutd^MlmiUrmm, -■«ww erbaut. — Wenige Min. weiter der Haupt- oder DttlfoUiylttV'** KgLBwrg. BUDAPEST. U Boute^ 15 plaiz (Szt Haiomsäg-lir; PI. B 4), an dem L das ehem. Ofenei Stadt- haus. Beohts die ^ItatthiaskiTehe (Mäty^s templom; Kirchendiener 6i/2-12V2t li/2-6i/2 Uhr anwesend), von König BflalV. im xm. Jahrh. im roman. Stil begonnen und im xv. Jahrii. im got Stil vollendet Unter der Türkenherrschaft war die Kirche 160 Jahre lang Moschee ; eine gründliche Herstellnng nach 8chultk$ Plänen wurde 1896 beendet, wobei der 80m hohe Tonn eine gänzliche Emeuemng erfahren hat. Im J. 1867 fand in der Kirche die Krönnng des Königs Franz Josef und der Königin Elisabeth statt. In dem bnnt ausgemalten Innern z. vom Hanpteingang die Loretokapelle, mit einer Madonna ans Mar- mor (1616), und das restaurierte Wappen des Königs Matthias Oor- vinns (xv. Jahrb.). L. in einer Kapelle das 1898 von Stuhlweißenburg hierher gebrachte Marmorgrabmal des Königs B^alll. (f 1196) und seiner Gemahlin Anna von Antiochien, liegende Figuren. Östl. hinter der Kirche eine 1901 von Schulek erbaute Bastei, wo ein von Strobl modelliertes Reiterbild des h. Stephan aufgestellt werden soll (schöne Aussicht auf Pest); eine breite Freitreppe führt von hier hinab zur Albrechtstraße. Kordwestl. von der Matthiaskirche der Ferdinandsplatz (Nandor t^r ; PL B 3), mit der einfachen Oamisonkirche (Helyörs^gi templom), im xm. Jalurh. gegründet Von hier über die westl. BasUipromenade^ mit herrlicher Aussicht auf die Ohristinenstadt, die Raitzenstadt und das Ofener Gebirge, zum Burgplatz zurück. Unterhalb der S. 14 gen. königL Burg liegt an der Donau der sog. Burgbasar (Var-bazar; Jetzt Künstlerateliers enthaltend^, 310m lang; davor ein Bronzestandbild des Architekten Ybl (f 1891), von Mayer (1896), Anlagen und ein Kiosk (Caf^. Am Fuß des Blocksbergs (s. unten) entspringen unmittelbar aus den Dolomitfelsen starke schwefelhaltige Thermalquellen, die meist zu Bädern benutzt werden. Das Bruokbad (Budat furdo; PL D 6; 46^ 0.), auch Dampf- und Schwimmbad, mit einem beachtenswerten von acht Säulen getragenen Kuppelbau aus der Türkenzelt, in dessen Bassin sich die Thermalquelle ergießt, 1831 und in der Folge mehr- mals erneut, ist städtisches Eigentum. Unweit davon, Hadnagy utcza 4, das Baitienbad {Bäcz furdo ; PL 0 D 6 ; 44'» 0.), 1860 er- baut — Südl. von der Franz Josef-Brücke wurde 1901 der Bau eines neuen Polytechnikums nach Plänen von Ozigler begonnen. SüdL ist ein neuer Stadtteil im Entstehen. — Am s. Fuße des Blocksberges berühmte Bitterwasserquellen, HunyadyJ^mos^ Frcmz-^osefyBäköczy n. a., und das Elisahethsalthad (ErzsAet s6s fürdö ; PL 0 9). Unweit des westl. Endes der Franz Josef-Brücke tühxt «^^sl^^2&s.- weg (Kelenhegyi üt) auf den nach dei Douwi %V«Xi ^liÄsRÄSÄ> ^'^ DoJomltfelsen gebildeten *filooktb«X8 (um^. 8»l. QfW^tX ^>»^^^^ CDß, 7; 236m, i20m über deiDcmauY ^^^^8^^%« ^^H^^^J»^^ weit des Braekbfides in vielen ^indxmceti \äsi«ä iSöta«»»«^ ^ 16 Boatel. BUDAPEST. EeiAtaC/iT! (20 Hin.), voibel ui einem Denkm^ des Biachofa GerhsTd (QelMrt), elnei balbnmden Halle, mit dem Standbild dea Bischofs (von Jan- kovite, 19D2), der Lier Im J. 1046 den Märtyiectod stub. Auf dem Plateau (Umwanderung lohiiend) die ebem. Zitadelle. Praohtige •Auasiclit fbeate Beleuchtung gegen Abend). Unterhalb des Gipfels das Beat. Oelle'ithegyl Kiosk, ebenf&tls mit Aussicht 6 Min. niirdl. von derS. 18 gen. Marg&ietenbiQcks das Bt, Lukaa- bkd(Lukäcs füidlij Hotels. S.2), mit Schwlmmbaaaina, Schlammbad, KaltwassecbellanstsU und Kunzertgartcn. Elektc. Bahn vom Weat- bahuhof 11. a. ; Dampfboote e. S. 2. Unweit nördl. das Kaiisrbad (aüj«4r färdü ,■ PI. C 1), das beauobteate der Ofencr Schwefelbäder, mit lehn QueUen (Tempetatui 28-05° C), einem noch aus tOrk. Zeit Btammsnden Dampfbade, großen Schwimmbassins, Hotel und Oafe'- Reetauiant. Äquincnm. — LoliBlbahn vom PallTj Wr (PI. CS) in V"St. [ÜT tO S2\ bin u. HiriickTS, öBft; man trkandige «ich nacl der Abfahrt fltsr Züee. liie Balm führt neiter aauh (32kiii) Sinu-Sndrc. Die Bahn fQhrt am r. Dfei dei Doiiau entlang, r. die Maigaieten- Insel (S. 13), und folgt jeneeit der Haltestelle bei den Scbi^weiften dei Donau-Dampfacbiffahrta- Qesellachaft (Zutritt werktags gegen 20 h) In Alt-Ofen (Ö-Buda, 8. 12; elektr. Bahn vom Weatbahnhof n. a. \ Dampfboote a. S. 2) dei SzL-Endieei Landstraße bia (Tkm) Aqtilnnim. Östl. gegenüber dem Bahnhof die Keste der iBmleclieQ Kolonie Aquincum (vgl. S. 4 und den Führer von Kusiinsky) ; er- halten sind u. a. die Fondamente von Badern und einem Mitbias- lempeL Die meiateu Fnadstücke werden in einem kleinen, 1894 erbaaten Musttim, mit iweisSnliger Vorhalle, aufbewahrt (freier Zu- tritt); davor einige Sarkophage. SDdl. von Met ein Schoppen, worin ein Mosaikfußboden, kämpfende Gladiatoren daretellend. Weatl. Tom Bahnhot war das tamiacbe Lager. — 4 Min. nördl. vom Bahnhof, hinter dem Bahndiirohgang (t. ein Wha. mit Gatten) links, die leid- lich erhaltenen Grundmauern eines AmffiiO'eatera (86x7Bm im Dutohmesaei), umgeben von einem mit Gras bewachsenen Hundwall. Von hier nötdl. auf einem Fußweg, an den Besten einiit rSm. Wasset- leitung vorbei, znm (20 Min.) Römerbad (Bfimai fürdH ; Haltestelle der Lokalbahn), mit gutem Gasthaus und schattigem Garten. Lolinend ist ein AnsQug nach dem 'Bohwabenberg {Sväb-ktgy; 471m), w. von Ofen, angeblich so genannt nach den Beichetroppen, die 1Ö85 bei der Vertreibung der Türken hier lagerten, mit »abl- lelchen Tillen, als Sommerfrische aebt besucht. ZahnradliahD (Fogukeiskil vasut) von Vilroamajor (Babuhof Vt St. »esU. »om S^cTna ifi dnrcb die Kriak gtci.i vgl. PI. A3) In IT MJn. hl. ZOT Btal. STdfatieeT flir 50 (blo u. lurttck 8^) A, bis inr Slat. äifcHeDvi ^egfJn 31 JUiD. rar BOA (hin u. sntüok I AI. Abfiirt im SomniBt nacliiu. rUe roJIea und halben Sluniien. EmntebleniwBil te( als Rftckkthr über s/ (S. tl). — BiHklr. Bahn b«1i VirosmaiDt m. a. vom K.0i™«3l ', <^h ^ "-' '"'■ 30 * und «m T. Dtei -iOn 4« Siaiu. ImstaiadlA k '"■^«JJ M JUa. für Bli h. — Ittnacb Schuf aberiberg. BUDAPEST. I.Route. 17 Die Balin (Aussicht r.) fülirt an dem (r.) 8t. Johannis-Krahken-' haus (Szt JaxLOS köihäz) yorbei, zuletzt durch jungen Eichenwald. An der O.-Seite des Berges die Stat Sv&hhegy^ wo man aussteige ; daneben das *H.'BesL Sehwabehberg (Aussicht auf die Ebene, die Stadt nicht sichtbar). Yen der Station auf dem Fahrwege, der neben der Bahn herläuft, aufwärts und nach 2 Min. entweder 1. abwärts und dann steil hinauf oder noch 6 Min. auf dem Fahrwege weiter und beim Wegweiser „Sz^chenyi emlA i6l6" 1. zum (4 Min.) Szichenyi- Hügd (an der Fahnenstange erkennbar); Yon der Plattform prächtige ^Aussicht: in der Mitte das Häusermeer von Budapest, r. die Donau weit abwärts, im SO. die unabsehbare Ebene ; 1. aufwärts die Mar- gareteninsel, Neupest, die Donau bis Waitzen, näher der Johannis- beig; im Hintergrund n.ö. das M^tragebirge. Etwas unterhalb eine Bronzebüste des Grafen Stephan Sz^chenyi (S. 6). Von dem Ss^chflnyie-Hugel zur Station Sy&bhegy znruck und von hier westl. auf der Vormafik-6t weitere nach 22 Min. (kurz bevor die Straße eine scharfe Wendsng nadi r. macht) r. ab auf einem Fußwege zum (5 Min.) ^ormäbaum (Normafa), einer uralten Buche (Aussicht) : von da entweder in der bisherigen Biehtong auf einem Fußwege am Abhang entlang weiter, nach 13 Min. r. abwarte, dann einen Fui3weg gekreuzt und weiter abwärts zum (7 Min.) Best. Saukopf in Ättwiniel (s. unten), oder auf der Höhe ent- lang zum (S/4 St.) JohannUbergi'PotsoDj-he^ oder Jänos h^y ; 529m ; Restaur. ; vom Aussichtsgerüst umfassende Bundsicht) und von hier hinab zum W?i*. Schotte Schäferin (Sz<5p Juhissn^ imd über den Kleinen Lindenberg (Kis B&rshegy) nach Leopoldifeld (s. unten). Vom Gentral-Stadthaus (S. 9) führt eine Strai3enbahn, vorbei an dem Schwabenberg-Bahnhof (S. 16), nach dem Qasth, Schöne Helena (Sz^p Hona), wo sie sich teilt, geradeaus (n.) nach dem Kühlen Tal (s. unten), links (w.)nach Auwink6l(Zt(p2iy«t; Gasth.: Fasan, Sau- köpf oder Disznöföj, einem bewaldeten Bergkessel am nordl. Ab- hang des Schwabenbergs, mit vielen Villen. — Die Linie nach dem Xnhlen Tal (Hüvosvblgy; Gasth. : Holzspach^ Schüller), gleichfalls mit vielen Villen, führt gleich jenseit der Schonen Helena (s. oben) Yorbei an der (r.) Kadettenschule (Hadapröd iskola), in deren Hofe seit 1900 das Hentzi^Denkmal steht, das 1852 zur Erinnerung an den 1849 bei der Verteidigung der Festung Ofen gegen die Ungarn nebst 418 Soldaten gefallenen General Hentzi auf dem Georgsplatz (S. 14) nach einem Entwurf von Sprenger errichtet wurde. Weiterhin durch das schöne Tal Leopoldifeld (Lipotmezö) ; 1. oberhalb die Landes- Irrenanstalt (Orszagos t^bolyda). Die Berge von Ofen erzeugen den vortrefflichen Ofener Wein, Adler- herger (irrig Äddeberger ; ung. Saehegy) der beste. Ssedeker'a Konstantinopel u. Eleinasien. 2. Von Budapest über Belgrad, Sofia, Adrianopel i der Eiaenbahn nach Konstantinopel. lU9km, mit df Ol Oriml-Eipreß in 35'/, Sl. draimal »ÖcheBlUch (So. IM. Do. DBCtiU) vna Budaptal Westhahnbof (s. 8. i) fiir HB fr. TD (nur I. Kl.) oni 18 £20 Znecblsg; mit dem KonienliiiniEvfr, nie der ISfllcbe Schnellnif find»- Dcet (Oatbthuhor, ■- 9. l)-Eel;r>d-SaBa-KDiuUuitiDopel ginunt irird, Ik iOi/jSt. fori. Kl. ilOfr. 70, n. Kl.Tflfr. Oß, SobUfwaeen 1. B3. 58 fr., IL Kl !HCr. SBi Scblsfplalee in den durdilinfendeaWiB«!, lon Betgnd ftb, Sb>, 3 &. — Von BerllD nacb Koaelanünapel (Ügllelier EebDeUing übm BTeal&u-OsDSerndorr, IWi Bt,, mil durciilaufiaden Wagen bii BadueM Wejtbahnbof, nnd von da mil dem Orienl-EipniB {der täglich yon Paiil Oior 8traDburs, Uüncben nnd Wiea, Wesl- und StaaUbahnhof, nach Bndaput Weslbibnbof rahrt), S9 St., für 167 Jl S5, oebat dem Ziucblag für i' -ZnmPaj7>:Bl-.S,xv.- .d, SaSkm, Xel' Ungulsclie Staatibahn, "■ ■" - iL Kl. 18 K, mit dem Or!~' mit dem SohneLiiiE in 7 St. Tiir I. Kl. 27 K, EipreG in 6'/, Sl. filr 27 Ä und S2 i Zuschi: Stidaperi, Ost- tinä Westbahnbof, s. S. 1. Die Bahn nach Belgrad dnichBcli neidet die Biietfta, die Komkaiamei DnganiB. 7km Budapat-lYanutadt. — 12km EriMbtlfaiva^ Sammerbieche der Budapestet. — 17km Sotoka&T, am SotaksäreT iJonauarm, dem die Bahn eine Zeit lang tolgL — 51km Ddmsöd. WetterMn große Sümpfe ; Tiel Pferdeiucbi — 8Gkm Fülöpsi&Mi. 108km EiB-EÖTDi fBaÄnreilaur,;, mit 8000 Einw. ; Ita Gebnrtt- hauae des Dichtet« AUz. Ftlofi (1823-49) Ertnnenmgea an ihn, auf demHauptpUti seine Büste. Zweigbahn nach (Sikm) Kalocia (S. 461. — 136km Kis-Kun-Halaa, Stadt von IBOOO Einw.; Weinbau. 175km Itaria - ThereBiopel, nngar. ßiahadka (Bahtirataur.; GsBth.: Gold. Lamm, u. a.), weltlauflge Stadt Ton 82000 EInw. lo äet Bäcskft (s. oben), Knotenpunkt der Bahnen nach S::egedln, Dnljft und Bajs. — 207km Bäca-Topoljm, mit fitatkem Weinbau. — 223km EegyiS'Fekelehiyy. — Bei {'234tni) Verbän Ober den FranzmilcandL — 2&0km Kli%äc!. Die Bahn näliert Blch der Donau. a76km Hentatr, ung. ÜJvidt'k (BaÄnresl.,- Gasth. : Grand-mid, 56 Z. ia 1.60-3.60 ff, Omn. 40 h, u. a.), lebhafte SUdt mit 29000 Elnw., Sitz einee gtiech. orleat. BUcliofa, mit bedeutendem Qetieid»- handel, Obal- und Gartenbau. Zweigbilinen füllten nach (60km) Titei an derTheiÜ (S. 47) und nach {91km) Zornbor. — ^un auf 430m langer Eisenbrücke über die Donau und durch einen Tunnel nach 281km PatBrwMdBin, ung. Pettrvärad {84m; Hot. National), Stsdtcben mit 4000 Elnw. auf einet von der Donau umflosMiien mUbintel, am Fufl des 65m hohen Yeteet«, 4bi äia wffieAÖaste ^ttunff trägt (AaBiicht). Im Aiaetval tütk. WiSen-, \n aet^rKia!*-, "uorklrcbe das Qnb des KieuzznBBpicdlgeTa liAwiao» C«5\Wimwi BELGRAD. 2. Route, 19 (tl466). — Am 6. Aug. 1716 schliig hier Prinz Eugen die Türken. — Es folgt wieder ein Tunnel. 286km Xarlowitz, ung. Karlöeza, serb. Karlovci (81m; Gasth.: Trompeter)^ Städtchen mit 6000 E., 8 Min. yon der Donau, bekannt durch den Frieden vom 26. Jan. 1699, durch den Österreich fast ganz Ungarn und Siebenbürgen erhielt Palais des serb.-orient Patri- archen ; hübscher Schloßpark. Über der Stadt inmitten von Wein- bergen die Kapelle Mariafried (202m)f an der Stelle des Gebäudes, in dem der Friedensschluß stattfand. Der hier wachsende rote Wein ist berühmt, ebenso der Pflaumenbranntwein (Sliwowitz). lOkm südl. Yon Karlowitz das Kloiter EruUdoly mit dem Grabe des Königs MUan I. von Serbien (fi90i). 310km India (113m; Bahnrest), mit 6700 Einwohnern. Zweig- bahn nach (116km) Vivkovce, Vor der Ankunft in Semlin ungar. Paßrevision im Eisenbahn- wagen. -^ 347km Semlin, ung. Zimony (78m ; Bähnrest, ; Qrand" Hotel, 30 Z. zu 2.20-3.60 K, Omn. 40 A; H6t. Central), die letzte Ungar. Stadt am r. Donauufer, Sitz eines griech.-orient Erzbischofs, mit 15 100 Einw. (7100 Deutsche, 6600 Serben). Der Bahnhof Uegt etwa 2km vor der Stadt Auf dem Zigeunerherg (Oardosberg), an der Donau, Reste des Schlosses Joh. Hunyady's, des berühmten Ungar- helden, der 1466 zu Semlin starb, und das tnrmartige Millenniums- denkmal, 1896 nach Plänen von Berczik aufgeführt Dampfboot nach Belgrad s. S. 47. Die Bahn führt über einen langen Damm, überschreitet die Save (S. 47) auf eiserner Gitterbrücke und erreicht den Bahnhof (Kopfstation) von 359km Belgrad; Fahrpreis Berlin-Belgrad 100 Jf 65, 71 Jf 20, Wien-Belgrad 57 fr. 70, 38 fr. 25. Serbische ZoU- und (nicht immer) PafliOTision im Zuge vor und auf dem Bahnhof in Belgrad. Belgrad. AvKUMFT. Der Bahnhof (PI. B C 6 ; gutes Bestaur. 5 Wechselstube) liegt im Buden der Stadt, 1/4 St vom Dampf bootlandeplatz. Droschken bei An- kunft der Zlige; Trambahn s. S. 20. — Der Damp/boottandeplaU (Fl. A 3) ist im W. an der Saye, unterhalb des Parks SLalemegdan, wohin 140 Stufen rWeliki stepeni) hinauffuhren. — Gepäckträger Yon der Bahn zum Boot 1 fr., naeh Dunkelwerden 1 fr. 60 c. (akkordieren). Der PAß (unbedingt erforderlich ; Faßkarte genügt nicht) wird am Bahn- hof oder Dampf bootlandeplatz abgenommen; man erbitte ihn nach dem Eintragen, das etwa 10 Hin. in Anspruch nimmt, sofort luruck. Gaith5fe: Grand-Hdtel (PI. c: BS), Fttrst Michaelstraße 18, mit Auflas, elektr. Licht u. Gaf^, 40 Z. su 8 12, F. IVs, H. (12-2 Uhr) 4 fr., gut} Hdt. de Paris (PI. b : C 4X MUanstraße, mit Oartenrestaur. und Gaf^, gut} Höt. Imperial ^1. d: BS), Wasinastr. 26, Z. S-8, F. Ifr.^ Serbische Krone (PI. e: B2,8), am Park Ealemegdan, ungar. KikSi^« btsebe Weine, Kegollner Äw. gut. 20 Bouie2. BELGRAD. Von Budapest Hauptpost ^ Telegraph (PL 0 8). Theaterplatz. Briefe ins Ausland 25 (Ungarn 10, Österreich und Bulgarien 15) Para, Postkarten 10 Para. Droschken: V« ^^' ^ ^^-t J^<^® folgende V« St. 60 c., nach Eintritt der Dunkelheit das Doppelte ) vom Bahnhof 2 fr., nachts 4 fr., Gepäck 50 c. ; nach Toptschider und zurück 6 fr. — Blektr. Straßenhahn (5-25 c. ; eine Fahrt ist zur Orientierung zu empfehlen): Zentralstation Ecke der Eralj Hilanowa- und Alexandrowastraße (PI. G 4), andere am Bahnhof (PI. B C 5), Dampfbootlandeplatz (PL A 3). Park Kalemegdan (PL B 2), Markt (Kraljew Trgi PL B S), Theater (PL C 8). Von der Zentralstation nach Toptschider in 25 Min. für 25 c. Bäder : in derDuschanowa- (PL C 2) und in der Bosanskastraße (PL B C4), in beiden Bad 11/2-2 fr. ; gute Flußbäder in der Save (20-25 c). — In den Läden an der Fürst Michaelstraße (PL B S) und am Marktplatz (PL B 2. 8) Waffen, Decken. Teppiche (diese beim Frauen verein, Fürst Michaelstr. 19), nicht billig. — Bücher usw^. bei Mita 8taÜeh^ Fürst Michaelstraße. — Gute Cigaretten (Staatsmonopol), 20 Stück 1 fr. 10 und 1 fr. 30. Konsulate. Deutschet Reich (PL C D 4): Jenfzsch, Milanstraße 73 (9-12 TJhr)-, Österreich-Ungarn (PL B 8^ 10-12 Uhr) : S. Joannovics, am Park Kale- megdan; Niederlande: L. Kosztowitsch, Generalkonsul. Dedtsühb bvakoblisghb Kiboqe (PL B 3), W. Karatsch-Str. ; eathol. Kapelle in der Österreich.-ung. Gesandtschaft. Gteld. Man rechnet nach Dinars (Franken) zu 100 Para (Centimes) oder 5 Piaster (5, 10, 20 Para in Ifickel; Vs) 1» 2 u. 5 Dinars in Silber; Kupfer- münzen sind außer Verkehr gesetzt). Gold und österreichisches Geld, das nicht überall gern angenommen wird (2 A^ = 2 fr. 10 c. bis 2 fr. 25 c), setzt man, des Agios halber, am besten beim Wechsler um. Die ser^o-kroatische Sprache gehört zur slawischen Sprachfamilie und wird von den zur griech.-kathoL Kirche gehörenden Serben mit dem cyrilli- schen Alphabet entstammenden Buchstaben (den russischen ahnlich) ge- schrieben (vgl. S. 26): a, a; 6, b; b, r, w; r, g; ä, d; ]^, gj (wie dsclg); e, e; at, z (wie franz. j); 8, « (weiches s); h, •; j, J; k, k; a, l; Jby IJ (mouilliert); M, m; H, n; H>, nj (mouilliert); o, o; n, p; p, r; c, s; t, t; h, c (wie tj); y, u; *, /; x, Ä; ^, c (wie z, tz); ^, i (wie tsch); ^, de (wie dj); m, i (wie sch). — Deutsch wird ziemlich viel gesprochen. Bei beschränkter Zeit (1 Tag): vorm. Dortschol, Marktplatz, Milanstraße; nachm. Toptschider; gegen Abend Park Kalemegdan. Belgrad(i22m), serb. Beograd, ung. Nändor-Eejirvär, die Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Serbien, Sitz des serbischen (griech.-kath.) autonomen Metropoliten, mit über 70 000 Einw., liegt malerisch auf einer von der (hier 750m breiten) Donau und der (400m br.) Save gebildeten Landzunge am s.o. Fuße des Festungs- bügels, eines gegen N. sanft, gegen W. steil (47m) abfallenden Kalk- $teinfelsens an der Savemilndung. GsscHicnTB. Belgrad nimmt die Stelle der römischen Lagerstadt Singi- dunum ein, des Ausgangspunkts des mösischen Donau-Grenzwalles und wich- tiger Heerstraßen nach Byzanz, Daden und Pannonien. Im Mittelalter war der Ort abwechselnd im Besitz der Avaren (seit 6^), der Serben, die seit dem VII. Jahrh. das verödete Savegebiet besiedelten und die Feste »Weißes Schloß", Beli-Grad^ latein. AlbaGraeca, nannten, der Bulgaren, der Ungarn, der Byzantiner, seit dem xiv. Jahrh. neuerdings der Serben; nach 1427 von den serbischen Fürsten an Ungarn abgetreten war er als starke Grenz- festung namenüich während der Türkenkriege von größter Wichtigkeit. Äfe »rarJc iiöö von Hunyadi gegen Mohammed II. erfolgreich verteidigt, J^^^ ^*^™*5-S: erobert, 1688 von Mml Kmaauel von Bayern, 1Ä7 «Sa,/V-?^ ^n^en, 1789 von Laudon, 1806 von den SexY^n ftcuommca^ ^wÄv SeS^LflS, ^^ ^0^^ ü» den FxiedexuMCbl^BMn stete «amt>t. V^öAJL -wx«^«. StisdiiS^^^'^'^*^« SerWena, 184a auch die TikShexen ScYwjXwi nwiltv ärx "f Jfeigrad verjagt ; die Feiäng blieb aber nocb b\» iWl VC«Y\aöi.. J^ ä nach Konstantinopel, BELGRAD. 2. Raule, 21 Dm Königreich Serbien (48003qkm mit 2536000 Einw.), im N. und W. an Österreich-Ungarn und Bosnien, im O. und S. an Rumänien, Bulgarien und die Türkei grenzend, ein gebirgiges aber fruchtbares Land mit reichen Waldbeständen und fast mitteleuropäischem Klima, entspricht ungefähr der römischen Provinz Moesia superior. Die alten Bewohner wurden seit dem Yii. Jahrh. verdrängt durch slawische Einwanderer, die sich im Kampf gegen die Bulgaren^ später die Byzantiner vereinigten und um das J. 1200 ein serbisches Königreich bildeten, das im xiv. Jahrh. (unter Zar Stephan Duschan) sich für kurze Zeit über Südmakedonien, Thessalien, Epirus und Albanien ausdehnte, dessen Teile dann aber bis zur Mitte des xv. Jahrh. von den Türken unterworfen wurden. Die Versuche, Belgrad den Türken zu entreißen, sind oben erwähnt. 1718-39 war der größere Teil des ser- bischen Gebietes in Händen Österreichs, mußte aber wieder abgetreten werden. Der von den Bussen unterstützte Aufstand 1804-12 (unter Oeorg PttrowiUeh gen. Karageorge) brachte den Serben die innere, neue Aufstände und Verhandlungen 1830 erweiterte Autonomie unter einem einheimischen Fürsten- geschlecht (Milosch Obrenomüeh)^ der Pariser Friede 1866 statt des russisch- türkischen Protektorats die Garantie der Vertragsmächte. 1862 und 1867 wurden die türkischen Besatzungen aus den Festungen zurückgezogen, 1876 ein uj^lücklicher, 1877 ein erfolgreicherer Feldzug gegen die Türkei geführt, die 1818 Serbiens Unabhängigkeit anerkennen und ihm das .ietzige Südserbien abtreten mußte. 1882 wurde Serbien zum Königreich proüamiert; der erste König, Müan (Obrenotritsch)^ dankte 1889 ab; sein Sohn und Nachfolger Alexander wurde 1903 ermordet (S. 22); seitdem regiert, von der National- versammlung auf den Thron berufen, Feter I. (Karageorgewiiseh), Die jetzt verfallene Festung (PI. A 1, 2; Zutritt nicht immer ge- stottet), die den S. 20 erwähnten Hügel im KW. der Stadt bedeckt, enthält im oberen Teil einen tiefen Bronnen mit doppeltem Zugang, das 1904 eröffnete Armeemuseum, Gefängnisse und die Komman- dantur, davor alte Kanonen und Mörser; im unteren Teil Kasernen, Magazine und, hart an der Donau, den Turm Nebojscha, sowie das unter Prinz Eugen um 1719 aufgeführte (Kaiser Karls-) Tor. — SüdL Yon der Festung der Park Kalemegdan (PI. B 2), gegen Abend der Hauptspaziergang der Belgrader, mit Bronzebüsten serbischer Dichter und Gelehrten (So. Militärmusik) ; prächtige Aussicht von der Prome- nade Fikir-Bair („Abhang des Träumens"). Eine große Treppe ( We- 11kl stepeni; S. 19) führt zur Save hinab. — ÖstL von der Festung, an der Donau, die ehem. Türkenstadt oder Dobtsohol, früher der Hauptteil der Stadt, mit einer renovierten Moschee (PI. B 2), der schönen Yon Suleiman dem Prächtigen (1520-66) erbauten Barjaktai Dschamija, einem Dampfbad und den spärlichen Resten eines Palastes des Prinzen Eugen (PI. P. E. P.: B 2). An die Stelle der türkischen Gassen sind jetzt hier breite gerade Straßen getreten, und ein neues Stadtviertel ist östl. anschließend im Entstehen. — Südl. von der Festung an der Save die ehem. Seubbn- oder Rjiitzbnstadt (Sava- mala), mit steil ansteigenden Straßen zur Oberstadt. S.o. vom Kalemegdan (s. oben) führt die Usun Mirkowa-Straße (PI. B 2, 3) — am Ende der zweiten r. abgehenden Straße die 1845 erbaute gri€eh.'kath. Kathedrale (PI. B 3), dem Erzeneal MisJcA&V geweiht^ mit den Gribem dex ¥u»\ätv US\ö%Oa. VJ^ "sSm^ >ssä. Michael (f 1868) Obrenowit8c\i — xvim U^tW^V^wX^-l V^V^ ^n rona. sieht man hier die bübscheu TT?LO[i\.e^ '^«^'^^^^^'^'^^^^is auch KfQlJcu> Trg „KÖBigsplatz'' ^euwöA, K^^^ ^^^^^^^ 22 Roule 2. BELGRAD. Von Bniafttl (Wellti Schkols ; jnilstitche, tecLnleche und phUoeophiBctaeFtknlUt] 490 Studierende), ia BtstUkliem 1867-61 eirlcliteteia Qebiude, du auch die flalionaäiilüoaKk (G3500 Bünde) enllislL DaDeben du JtfuMtim (Zutritt lägl, 9-12, 3-5 Uhr, frei; Kusloa: Prot. M. V«ltH>- tlts), mit Eeibiscben Altcrtnmem, u. a. einem Bionzekopf Eonstaii- ttn's d. Gr. aus Niscb, Silbereeliaieu und -Banen (vom antilcen Berg- bau), Münzen und WalTen, nnd die PrSfeitur. An der NW. -Seite de» Platzes das Bronze Standbild des Berb.NatnrforBchers N.P. Pantschiudi (Pl.P.-D.i 1814-88), von Jow»nowitacli(1897).SadüatLderThea(ex- plati, mit dem NationaCthtaltr (PI. 0 .^), der neuen Bypotlieken- bank und dem ehernen Hcilerdenlimat dm Fürstin Mkhatt (b. nnten), von Pazz! (18S2). S. vom Thealerplatz beginnt die MilanstraSe (die frübere Tträ^ia); am Anfange ein Monnmentaibrunnen (1863). An der Milanstr&ße dag KulluimiahleTUaii (P\. 04), dann I. deriwel- fitückige, 1894 ToUendete nene Xonftk (königl. Palais ; PI. G D 4), die Itesidenx KtinigPeterB; dei daneben gelegene alte Konak, in dem «n 11. Jnni 1903 König Aleiander, der letzte Obtenowltscb, nnd die Königin Draga endeten, ist 1904 abgebrocl^en worden. Zu Selten dei KonakB ein scboner Park ; öitl. davon der alte Friedhof (PL D E 4) mit der kleinen 8w. Marko- KircKt, in der du Känigspaat beigebe' ' ist. An dec Milanstraßs weitet die Ministerien da Jnnetn und Außi und dei Handeli i flpäterhln r. das Of/tita-ÄTaiino (PL DE 5). Von der MilauEtraße zweigt r. die Fürst Milosch-Straße ab, au der (r.) die Slcuptichma (PI. 0 D D), das eehr oinfsche Haus der Natlonal- versammlung, dag duieh eiaea Neubau binler dem Park des Eon»k ersetzt werden soll, das Staatsralagebäude (r.), Baulenminiileri'atn {[,), Kriegiminiaterium (}.), die Kriegsaliademie (1.), das tlhnograpk. Muieum (1.) nnd das Ftnanimintilerivm (im Park r.) liegen. Die dritte QoerBtraße i. führt zam Bohahnf. fikm w. TOB Belgrad Tipt.oliider (eleklr. Balin und Droschke mit kSnigUcIicm UindhauB nnd eroBem P«k (iwe^ - Musik), i/i St. weiler hei der BlaUon ToplKhidei (an , der Wildpark Eöichvinjak liUEÜnglicli), wo FilrJl Michael Obrenowitmh an 10. Jani 1868 ermordet wurde. — Von (SÜtoi} mpnjvt, Station itt Bataa BBch Niach, eraielgl man In fi/i SL die Auala (66Bnii schöne Eundrictl), iDll Kuinen einer tiirkiMheo feste Bus dem it. Jalirli. (ron Belgrad aof der gulen Kragujewalier Landslraoe lu Wagen in S Si. m errelcben). achH^^ TonBeigtadnach Sofia, 400km, lOi/a-l^ija St, im SchneU- zug, Seibliche Staatsbaltn bis Zaribrod. Mltteieuropäisabe Zeit. — ötm Tofliehider, a. oben. — 14km Kem\k, — 21kni Ripanje, b. oben. Mehrere Tunnel nnd Viadutte. — Jenselt (79km) Paliinka, im Tal der Juenlui, tritt die Bahn in die breite dicht beeledelte Talebone, die In vielen Windungen, von toten Annen begleitet, die Moraum, Im Altertum Afarpua, durehHie&X. ~ 81km V/tUka Plana, beini Ebiflafl deTjatenitZAia dfeJtforawt. ZweIgbahnnatll.iM.dv(,U^m')^iiH.oaA», sZ//f:J{°""'' S.48. ~ 107km lapoiDO, Dorf-, UQWm. Lav«>B«* nach KorutofUinopel, NISCH. 2, Bouu» ^^ Eine Zweigbahn führt s.w. nach C29kin) KragujewcdM (Hdt. Takowo), an der Lejpenitza, Kreisstadt von 16500 Einw. in dem frachtbaren und wald- reichen Hügelland der SchumadUa, mit einer Geschützgießerei und statt- licher neuer Kirche, in der ersten Hälfte des xix. Jahrh. die nationale Hauptstadt Serbiens und Hauptsitz des Widerstandes gegen die TürkeL Porcli die Talenge von Bagrdan (120km) nach (13Ökm) Jagodina, dann über die Morawa nach (149km) Tschuprija (Gasth.), Städtchen Ton 5000 Einw. an der Stelle des römischen Horreum Margi^ mit Besten rom. Brückenpfeiler. — 155km Paratschin; 176km Stalatseh, beim Zusammenfluß der beiden Morawaarme, der westl. und der südl. oder bulgarischen Morawa, die hier in einem oft umstrittenen Engtal (150m ü. M.) die Gneisscholle durchbrochen hat. Am r. Ufer der westl. Morawa, 8km aufwärts, liegt KnuehtwaU (7200 Binw.), die Residenz des Zaren Lasar (•{• 1888) ; die von ihm erbaute KLrche besteht noch ; an die unter seiner Führung auf dem Amselfeld (S. 24) ge- fallenen Serben erinnert ein 1904 enthülltes Denkmal. — Eine Tagesfahrt an der Horawa aufwärts, wenig oberhalb der Stadt KraUjtvao am Zugang des Ibar-Tales, des Sitzes des Bischofs von Zitscha, liegen die Ruinen des um 1200 eegründeten Klosters ZiUeha, mit restaurierter Kirche, in der König Feter I. 1904 und zwischen 1224 und 1336 einige seiner Vorgänger gesalbt wurden. Die Bahn folgt der südlichen Morawa und setzt in dem erst durch sie gangbar gemachten Durchbruchstal auf das linke Ufer über. Jen- seit (195km) DtchanU wird das Tal wieder weiter. — 206km Kormasi, — 214km AUx(natz; das Städtchen (5800 EinwO, am andern Ufer der Morawa beim Einfluß der Morawitza, war bis 1878 Grenzort gegen die Türkei und wurde von deren Armee 1876 verwüstet — Jenseit (225km) Orejatsch auf das r. Ufer der Morawa und über die Nischawa zum Bahnhof von 244km ISiMtih, — Bahnreitaurant. — Gasth. : H. d*Orient, bei Mirko- witsch, H. d*Europe, beide mit Restaur., in der Hauptstraße gelegen. — Waobh Yom Bahnhof in die Stadt 2 fr. — Österreichisches Konsulat. — Bedeutend» Weinbau. NUehy das romische NcAum^ Knotenpunkt der Straßen vom Adriatischen und Xannara-Heer zur Donau, die Stätte des Gotensiegs des Kaisers Claudius CW8), wurde von KonaUntia» der hier geboren war, von Justinian, den Brsantinem anseebauTund befestigt \ doch sind von all dem kaum Spuren erhalten. FIkr die Türken war es eine der wichtigsten Stationen auf dem Weg rar Donau t nachdem sie es 1386 den Serben abgenommen, hielten sie tt trots den vortt bergehenden Besetzungen durch die Ungarn (1448-44) und die Osterreieher (lttB-90, 1787) bis zur Erstürmung durch die Serben im Dez. 1877. Ni»ck (189m ü. M.), die zweitgrößte Stadt und zweite Hauptstadt Serbiens, mit 24600 Einw. und starker Garnison, liegt in einer drei- eckigen Ebene am Ausgang des Nischawa-Tales lÖkm oberhalb der Mündung des Flusses. Pas r. Ufer nimmt die Festung und neben ihi dleTüxkenstadt ein; auf dem linken erstreckt sich die größere Serben- sttdt Hier liegt am Ufer von Gärten umgeben der türkische Konaky Jetzt leitweillg vom Konig bewohnt; daneben, von der zur Festung fühimden Brücke ausgehend, die Basarstraße; im S., lenseit det Hfti9trtraß6^ die neue jlTathedrale. Jg«Jfc e#n Sdmellrag in IW4 St., mVk ^utöiVw>i^Ti^%m^w^>^^ JJieAsD. Melirfre TuDnel. — JJJkm Wranßa, KrelsBIidlclieii von 10600 EEbw., wo 1901 ein Eriecerdenkmal, von dem Serben 8. KokssndiUcti, entbUlli wurd«. — 133km BiiloaaU (BBtinreatanr.): PftÜ- nnd ZdUccyIsIod hei der UBFkuDft Bua der TUdi( (Bihnrestaui.), die criUi türkische SWÖod; P»ß- und ZoUraTisioB aat der Hinreise, BaflDn der OrieDUUacbea Eieenhahn, die für du westliche (Salonlkei') Nels elclchridb mllleleuropiUscliB Zeil eingeruhtl bal. — Im W, begleilfl detachw&^2e,wald- ■ — Ti- — n._ r,..„ j... Eisenbahn, die durch diirres Ackerland hiaführt in (ISDkm) Pradaao die Wasserscheide iwiBohea ardajr (UakedouieD) übenchreliel. — 173km Kama- EU dem auf dem r, Dlec gelegnen Uabohof ron tiküb (20 Hin. Aufeulbilt). 310km Üakah (SSOm; grgBeru BiAnnslaar. : Outb.i mt. Turali, von duem Oaierreicher gerOhrtj Osterrelch.-UDeaT. Konsutai), liiügar. Betiiopiit, bieiiet lieh in schiiDer Lage baupteächllch am I. Ufer dea Wardar and am FuDe einei Burgkiigela aus. Das fruchtbare BeekCD, an deesen Vordrand dl« TalKoke von tisküb liegt, überragen die hohen Retten dea Xara Dag Im H., der Schar PlanlDa mit dem IJubatin i2TKhn) im W., der Karad- ■ehiliB Tlanina (lS50m) Im S, Üeküb war als Sct^i Mitlelponkt der darda- denSlwiiD, dann den Bulgaren, Kit 1U19 wieder Bjuioi, seit 1200 *in dem nonen Bnlgarenreich, war Im siv. Jaijrh. flaoptaiadi dea vergröüerlen Serben- reiches Zar Glepban Du&chan'a und kam mit dessen Teilen in die Qewalt der Osmanen. — Herne isi t5>küb die Hauputadt dea türkischen WilajoU Kossowo nnd hat nngetähr 30Ü0U Einw darunter ein Drittel Serben, Bul- garen, kalhülisehe Jlbaneseu uod Griechen, Der albineaische Enbiscbot PoliiBlreoi^nlsallQOBkommliaion. Neben der Kidninduslrie ia Leder-, HetaU- imd Wollwaren blOhen Obitzucbt uod GetreidehandeL [Von tisküb Zweigbahn närdlichnach Hitrowliia, 119km, a ZQge wächentUch in 6 St.: durch den EngpaD von (36km) Oriamt-KaUchaidt ; dann an der Sltnltjia entlang durch das Amiil/ild, elaw. Eoiioae Pelji, daa weile Talbecken {70km lang, ISkra breit, c». BOOm ü. M.), wo Murad I. und Bajedd 1389 den Serbeniar und seine VerbDndeten, Murad D. iUS da« tJngarnheet unter Hunyadi sehlugen i hier (931[ib) Stat. FriiMiua, für die am Oilrand gelegene Stadl von IlOOO Einw.; 119kDi Utlnicllta (DlBm), GtadleluD von tOOl Einw., am Nocdraarl, bei der MUndune der Sllnltia In den tbar, der dann In unwegsamecn Eni.'lal nach Serbien durchbricht.) Die Linie naeb Saloniki durchsieht von Üeküb, dem engen, windunei- reiehanWardar-Tal folaead, du aile Makedonien. Im NW. ragt die Pjramfda dei UubotlB. aus den donkela, nach Albanien Gehenden Kelten hervor. — Jiuwlt elnea ersten Engpiaaei nül drei Tunneln (259km) K9piia/L «law. WtliKh, dai alle Byhuora, an stellen Berglebuen lo beiden Selten de> Waidar gebaut wo die SlraBe von S.rbien nach Monunlr den FluB tiber- Hhreilet, — aSTkm VBiMml-Grailiia, In der Nähe des allen SioW.— Weiter bei (339km) Jimnir Si^iu (Bahnreslaur.) durch du Felsdeülee von Derali Kapu, das Eiserne Tor Makedoniens, den Allen als der EngpaB des Aiiw bekannt, wo der Wardar auf 60m lusnmmengedrängt Ist. Mb Bahn, kH dem EngpaD am 1. DItir, tritt wieder ans rechie und durchfährt eine brcHera Talitreeke. — Dann, jenseil (STlkm) Otvftti, die in den eranft eingc- «hnlUene, Ifflim lange Zlgounersohlucht (Tachlngane Derwend). An Oatm Eodt bei (39ahm) Stai, Oui^tndicM, über dBn Wardar nach (3D6km) famnM, woatn BelteBann nach der Bahn Salonifcl-Dedeagatmh (9. 67) hinftberrnbri; — Wdler an den Gampfieen (OD Ardichan und Amatowo (1.) enllane. — 431lini ^ig>M»m. SMi-ircntldie LandatraBevou Saloniki nach Wodena den Wardar i •n /Ar Uegvn ISkm waall. ron Slat. TopicMn, bd dem Dort MiUUiw, Awi-P"" yo'"''ä«hti am (S. 6T), noch unaoeeecralieii a\B «ttve tax »Afc- aSd^h^ ^"S'ealadl Pata. ^ riü TopscWn verViß^ Me -Batt.. («u-««*« a laurt la öiil. KUbiuDg durch die südUoli tra6W\>»ta,an,inKiö*i.&'>t'a™. nach Konslantinopel. SOFIA. 2. Boute. 25 durch ungeregelte Wasseriänfe versompfte makedonische Tiefebene, die Kmr^pottia, nach (464km) Sahniki (S. 64). Die HauptUnie, Belgrad-Eonstantinopel, folgt von Niscli ab der Nischawa nach Osten. Zuerst, jenseit des Bades (254km) Banja zwei- mal das Ufer wechselnd und mehrfach Tunnel passierend, durch eine wilde, erst mit der Eisenbahn zugänglich gewordene Schlucht und das Tal zwischen den Ealkzügen Ouljanska Ptonina (1369m) xmäi Bäkosch (1832m) in das Becken von (288km) Bela Palanka, Dorf mit alter türkischer Festung, dann in weiterem Tal, wieder zweimal über die Niscbawa, nach (316km) Firot (Bahnrestaur. ; Zollvisitation bei Herkunft aus Bulgarien ; der Paßzwang zwischen Serbien und Bulgarien wurde 1904 aufgehoben), einer serbischen Grenzstadt mit 12100 Einw., in einem Talbecken von 403m Höhe; ihre Besetzung durch die Bulgaren in zweitägiger heißer Schlacht beendete den vierzehn- tägigen serbisch-bulgarischen Eiieg 1885. 342km Zari&rod (Bahnbüfett; Zolluntersuchung für Reisende aus Serbien), das bulgarische Grenzstädtchen. Auf der bulgarischen Staatsbahn gilt die osteuropäische Zeit, die der (in Serbien gültigen) mitteleuropäischen 1 St. voraus ist — Weiter mit der alten Heer- straße (S. 27) zusammen über den Paß (726m) von (363]un) Dragoman, die Clausitra Seeunda der Römer, hinab nach (378kmj SUwnitzOy am Beginn des Beckens von Sofia (s. unten), das 1. der Balkan, r. die Witoscha und südl. dahinter die Rila Planina (2703m) überragen. Yor den Schanzwerken von Sliwnitza wurden 1885 die Serben auf ihrem Zug gegen Sofia zurückgeworfen. — 399km Kostinhrod, — 405km Sofia (Bahnrestaur. ; Fahrpreis Wien-Sofia 104 fr. 20, 72 fr. 10). tadt. / ^v Sofia. ^, MwlmA'ä^^«»''»-'»^^*^^ ItouU S. SOFIA. Von ISadapeil „ ..^ -,- — -J, ßaaedrilfl SweÜ' K«! fPl. 0 1), watiKliailrafl'. — 3. Sa. A'lkola-Kii - TeigovEkubr., Bonl. Oondutoo; Maitaidkaitrafit. — SUdlfarleu (OrtulM), Bonl. Zu Oiwobodllel, Adl 7ta Eral (PL C i), All aum& in. B 0), Blrajle mcA KSiUnM. BuoHiuiiDLDSQ : KatoTsff, AleunderplUx. Koniulstfl. CeuttfAsi B^ch (Fl. 1: D 1): t. Belov-Butiku, Oeuarat fconiul und auDecord. Oasandlar, Hoskoirakaslr. | OilerrttcX-Unge— "" "■ E 1): Frelberr t. Bragn, Osscbüruiriger and QBsenlkooBul, : OsnoLoiütel, Ecks dar 6. Saptember-Etr. i TfIritI, Kaiserl. Kammiiuritl. (Pl.BiEl), lIoikowskMlr.,EckedorB.S6ploinber-Slr " " - " "" Oald. Kupfannnniea m 1, 2, B, 10 atolioki (Csl , m Vit, B, 10, 20 Slat.; SUbsrmüiuBD lu HiTT, 2, ö Lew [Frank) i Qold- mBnun la 10 und 20 law. Aocb dia Kamen Pnnk und CeaUma ilnd U. Oobrancb. Auf Oold ärGnt m&n balm Weobaler aiu kleinei, Im Lauf dal Jabrei icbwaDkeadai Ae WulselU du BladlgarteuB. lorbo-kroaliMlB (S. «0 , __, „, 0 6%; d, e E, ,,- » Hl = frani, J (1), 3 3, . {= frans. i)j » U, *; B, J; « K, tj ja, J; hM, m; hH, n; DO, 0; u B, o; P P,r; c C, i(MliarOi »T, (JT?, ",- ♦*, /; iS, », cft; uU, ((c)i 5"}, Uc/i(Öi Mni,*rfi(ä), oIK,B«{»l)i « und b, dumpfea a (alt Anbuig der auf einen Romonaut endenden WücUr «tnmml; 1 £, t: » S), >ii,' all, >",' n,, dumpfes o: u (= a). — Daa ~ yilti, begondsn in SoBa, TieL easprocben. SiraDe bsIUt bulg. uKi«. 5it^a liegt im Zentrum dci Balkanlialliiasel In einem Becken von 290qkm und c. 550m MeeieEhübo, dag im N. der Balkan, im S. der roSchÜge Syenitslock der Wdoacha [!J291m) begrenzt und der Idcer, der ftite Otscvi, durcb strömt, der im N. den Balkan durchbriclit und der Donau zufließt (s, S. 51). Diese fruclltbaro und gul bewäsaerte Hochebene iat im W. und 0. dutoli bequeme Päsaa nach Serbien und Oatrumelicn ge&fTnet, denen die EiBeabalm noch NiBch-Belgri.d und Ptilippopel-KöUBtantinopel folgt, and »ueh nath Sff, durch eine Bsbn mit dem Becken von KGetendil, nacb N. durch die dem laker- duTchbruch folgende Linie mit dem Donautal verbunden. Das Kllm& entspricht ungeßhc dem initteleuropaisohenj die Winter eind kalt, bäuflg schneereicb , die Sommei wKnnsr als dort {mittlere Warma 20,8° C), aber doch reich »n NiederBchlägen. — Die Stadt Sofia selbst (566m) liegt %n iwci NebenflQBchen des Isker, Elachnllta (ode* Bojana) und Perlove^ auf einem niedrigen AuBläufer'äer Witoacba und lählt 70-75 l}nO"Eihw., darunter nur noch ca. 3000 Türken. Sia Ist seit der Erhebung zur Hauptstadt des FOrstentuma Balgarien (1878] in raschem Aufschwung begrltlen, ist Sitz der Kegierung, eines bul- garischen und eines griechiecbenErzbischofs, eines Brig&dekommandoi und einer Uniiersilät mit hlstotiBcb-philos., phyaiksl.-mathemat. nnd iuiistiscber Fakultät und 500-600 Studierenden, hat brelto Straßen, die aaäk durch die allen Quartiere darchgefQhrt sind, elek- Ulsche Slraßenbthn und Beleuchtung, le\Airfttiii ü-KBijA mii. uiiäfc. 3 «ine 6asc/ie/dene Industrie (Leder-, Seilie- 'ani'^ii'iiaKwÄÄtreiBttvS ■onaereleaj. 1 nach KonstantinopeL SOFIA. 2, Route, 27 ChuoHiOHTS. An der Stelle von Sofia lag im Altertum eine Stadt des fhraikiflchen Stamms der Serder, die nach der Unterwerfung Thrakiens durch die BÖmer als Knotenpunkt der Straßen von Siugidunum (Belgrad) nach ^r^antium und von Dyrrhaehium durch die IskerscUucht zur Donau wichtig wiirde. Seit Trajan hatte sie den Namen Ulpia Berdica^ war seit Diokletian Banptort von Dacia inferior und sah in ihren Mauern das Konzil von 344. Im J. 441 wurde sie von den Hunnen verwüstet, 809 dem BuJ^arenreieh (8. unten) einverleibt und in Anlehnung an den alten Namen Sredez (byzan* tlnisch TriadUta) genannt. 1382 fiel sie endgültig in die Hände der Türken, 1443 wurde sie von Wladislaw III. von Polen und Ungarn verheert. 1878, 8./4. Jan. zwang der russische General Gurko die Türken zum Abzug. In dem neugeschaffenen Fürstentum Bulgarien (966G0qkm mit 8788000 Einw.) ist ein mächtiges mittelalterliches Reich wiedererstanden. Die Bulgaren, ein Teil des Hunnenvolkes, drangen um 680 nach Chr. über die Donau vor, unterwarfen die slawischen Stämme, die sich in Mösi^ festgesetzt hatten, und unternahmen von dort aus Vorstöße gegen die ost- römischen Provinzen und Konstantinopel selbst. Der Bulgaren-Zar Simeon ^00-927) dehnte sein Reich westl. bis zum Adriatischen Meer aus^ Serbien und Byzanz waren ihm tribu^flichtig. Nachdem Bulgarien dann um das J. 1000 unter byzantinische Botmäßigkeit gekommen war, stellte Zar Äsen II. (1218-1241) das Reich Simeons wieder her. Unter seinen Nachfolgern wurde Bidgarien durch die Byzantiner und die Tataren Südrußlands, im xiv. Jahrh. durch die kleinasiatischen Türken bedrängt, 1393 von den Türken unter- worfen, das seit dem x. Jahrh. bestehende, von dem Patriarchen zu Kon- stantinopel unabhängige Patriarchat der seit 864 zum griechisch-katholischen Christentum bekehrten Bulgaren aufgehoben. Im xix. Jahrh. erwachte der nationale Selbständigkeitsdrang wieder: das Patriarchat wurde als bul- Mrisches Exarchat erneuert; die Aufstände in den Donauländem, die blutige Unterdrückung der bulgarischen Revolte von 1876, der Krieg Serbiens und Xontenegro's mit der Pforte führten zur Intervention Rußlands und der Großmächte in Konstantinopel 1876/77, zum Russisch - Türkischen Kri|»; 1877/78 mit dem Frieden von S. Stefano und dem Berliner Kongreß 1878, auf dem Ruml^en, Serbien, Montenegro für unabhängig, Bulgarien zu einem autonomen, der Pforte tributpflichtigen Fürstentum, Ostrumelien zu einer autonomen Provinz der Türkei mit christlichem Statthalter an der Spitze erklart wurden. Sofia wurde Hauptstadt von Bulgarien : der Fürst (Alexander von Battenberg 1879-86, Ferdinand von Koburg seit 1887) ist seit 1887 zu- gleich Generalgouvemeur von Ostrumelien. Beim Besncli von Sofia, für den besonders bei Benntzung eines Wagens einige Standen genügen, kommen weniger einzelne Sehens- würdigkeiten in Betracht als vielmelir der interessante Gesamtein- drack der in fruchtbarer Umgebung am Fuße der bis spät ins Früh- jahr schneebedeckten Witoscha (S. 26) hübsch gelegenen, in euro- piÜscher Bauart neuerstehenden, von einigen Kuppeln und wenigen Hinarets überragten Hauptstadt. — Vom Bahnhof (PL 0 1) führt der breite Beule v ard Maria Luisa, dem auch die elektr. Bahn folgt, ■üdL auf der Loweribrücke (PI. D 2) über die Eleschnitza und weiter zum Zentrum der Stadt. Nach c. lV2km hat man zur L., über Eck an einem freien Platz, die Banja BaaehiDschami (P1.D 3), die einzige Moschee zu Sofia, in der noch türkischer Gottesdienst gehalten wird. Dahinter das Große Bad, an der Stelle der römischen Thermen, mit einer heißen Quelle. Geradeaus weiter sieht man am Ende des Beul. Maria Luisa die bulgarische KathedraU^ 8\Dtii Kral ^V. <1 ^^^B^ diei Flacbkuppeln auf hohen Tamboxuen. ^«bä^X. ^«t '^^•wöas» zweigt Unka die ÜJiza Ter go^ak^a (T?\.T>^, ^ ^> ^'^^7^'^IL. AJexAaderplatz folgen. Zui R. ein gLOi^^ -ö&QawÄxftNsa»-* "»^ 1 lu ■ alt ■ 38 RouU 2. SOFIA. Von Budapat !Sw. Nilcala')Pa»!age, mit der Tergäweka ein Usuptsltz des nukdcln, 1 Am AlesanderpUti (Tl. D 4) gegenObei der Teigowaka du I faiBtl,FaJaiB(Tl.D4), einUnggeBtreckteiBanlmRenaleaBiiGestlliiilt I einem OltcTgeeclioD. Den Teil des Aleisnderplatzes Im S. des Falsll f nimmt der Stadtsfarten [Fi. D 4) ein; an seiner Ostaeite erheben Blek das Hotel Sulgaris imd das KilegBmiiiisUrium (PI. 3: D 4), anf der Weatseils die Nationathank und daa QerIchUgebäade (im Bau), dabiiiler j auf einem freien Platz ias Nalianalmusttim [Fl. D 4; fjarodni MuEet]ä%' in einer ehemaligen Moachee, der neuakuppeligen BBjuk Dadiami, Folgt m&n vom füretl. Falaia dci StraQenbi,lin Siü. diiicli den -■ Baulovaid Zai OawDbaditel (.^ar Beteier'), ao gelangt man , an dem (1.) großen Gebäude der Sotrranje (Fl. E 4), der bulgartschea Nation alveceammlung vorbei, dem gegenüber ein IGni hohcB Biiitr^ äenkmal Zar ALcxanderi II. von Rußland, des Zai-Be&eieiB, ' A. ZacüU, errichtet wird, in '/« St. zu der mit bronzenen Adlern ge- schmückten ddierSrücte (Fl. F 5) über den FeilowcIXiienselUetBtreekt eleh I. an der Straße nach Fhiüppopel ein großer üB'enUicher Park, , decPTln»Bon"5-Garlm(Pl. F5)i dlesBeUs, dem Park gegenüber, der TicTgarUn (PI. ES); diesem n.w. gegenüber, sm Boul, FerdlnaiidL) daa MawaUum da FÜTitm Altiandtr I. {iiSm-, PI. 5: E 5). In den Boulecarda Ferdinand I. und Zar Oswohodltel zurück zi Sebranje ((. oben). Hinter der 3obranJe liegt zwischen Scliipk»- lui MostowBka-Straße ein AnlagenTlereck ; in seiner Mitta wird die ne> bulgaiUche Kirche Sa-eti Aierander Neioiki (PI. E4) aeit 1896 gebaut; an der NW.-Ecke ragt die byzintinische, leitwellig lur Mosehee ver- I wandelt«, Jet« leataurierteSoyhioifcirtlie (PI. E4), nach der die Stadt seit dem xn. Jahrh. ikren neuen Namen trägt An der Ostaeite deB ViereckBdIeBchüneS(ttaiadmcftn'ei(Pl. E4), im N. ihr gegenüber da» Oyitinaiiam miteiner Abteilung der Hochschule; zwischen beiden, an derKreuKungmlt dem Boul. Ferdinandl., das Denkmsi des Patrioten W. J. Uieiii (PI. 4 : E 4). Die MoBkowska-gtrafle führt am deutschen Generalkonsulat TOrbei zum Alex^nderplstz zurück. iLfuhreD TOD Gofia .domir, tökm in 3 St.: lon Soda aüdneaU. über (lOkm] id den Wladaja-PaD [Miml, am NW.-Bang der WiloBcbl, Pm) ist ein kleines Btädlclien au der Slruma, dem altOK t'ra B, MOkm in U«iÄtÄaVa.^x^K«^«&a^^. »»H ^/V^ ^°/^ Bahnhof in die 8Vad\ \r1 ix, — ^^«»*r w cbp. aie th— — ■- "- " — ■-— "— - ie thrakiecbe Sladt Eumolpias (PonerDpolis) als giüliponkt seinei SrobinuKiD aoibaute und bcfeatigie. Dach kam sie bald wieder in dia ■asht der Thraker, und war nutu den ädmem, die He nacb den Bügeln . ancb n-towiiKun nsnnlen und 1T2 Dach Chi. mit ein» Marken Steinmauer nrngaben, Hauptsladl der ihraklsch^n Provin«. 250 naeli Cbr. wurde sie von den Solen, W von den Hunnen erobert, gehörte im späteren Wlltelaller luni Beieh der Bulgaren und der BjianUner, muDIa 9TO einen rasslacheo EinTall erdulden, wurde 11B3 und i'HA von den Kreuzrahrem tieietzt, IS» Yon den Bnlganui erobert und EeraWirt, die alier hier 1208 von den Franken besiegt wnrien, fiel 13U von neuem in die Hände der Bulgaren nnd 1383 eodgullig in die der Türken. 1878 wurde Philippopel vdu den Bussen ge- nommen und war dann bis ISSB Uauptaladt der autonomen tnrkiacheu Pro- Bel einem Osng (2Icnna ülita, PI. B G 6, 5), die hier modern, breit und Ton Tillen umgeben igt. Zur L. liegen, außerhalb der Stadt, die HQgel Dachendem Ttpi (PI. A B) und Bunardichik Tept (PI. A i), auf dem du ruBsische Siegesdenkmal für 18TS errichtet ist 1km von der Bahn, wo die SttaCe ala FQrat (Snjas) Aleian der-StraOe (PI. C 5, 4) nach N. am biegt, hat man sorL. den hübschen ehemaligen AuBBtellungspark Gradina Zar Shnion (PI. B 0 5). In seinem N. er- hebt sich der Sahnt Ttpi (PI. C 4), „Uhrhügel", nach dem dort beflnd- llohen ührtuimi dabei schöner Überblick über die 9tadt — Vom Park Zai Simeon kommt man eanft ansteigend auf der Fürst Alexander- Straße nürdl. in 10 Min. zum Dsehumaja-Platz , der neuerdings iVlni Borlt-Piatt heißt, dem Mittelpunkt des Verkehrs, mit der neun- kuppellgen DKhumaja-Uoschu (PI. 04) auf der Ostseilei in weiteren 10 Min. durch da» Baaarviertel abwärts zur MaHUabrücke (PI. B 2). lii der leUten Qaentraße vor der Brücke gleich r. die Imartt-Motdue fi'J.SSJ, Weiler i. die neue St. Ci/t«1- und M(t1«)di.u.-KlTel« nai «T^i^enfiAer das^&ran(fer-Gj(mnosi«mtP\.C?ri-,iMiaa"&fi'A\.ioi "«■Äfloio der Füwüiche Park (R-njitiehedw GTniina, tV.^^. - i fMch Könstantinopd. ADRIANOPEL. $, BouU, 31 Gegenüber dem Ulirliügel (S. 30) erhebt sieb im 0. der Fürst Alexander-Straße der Dscharribas TepS (PL OD 4); seine AbbSnge sind mit Villen und Häusern bedeckt; von seiner Höbe wie von der durch eine Einsattlung von ihm getrennten des Nehit Tep€ (PI. 0 3), welter nördl. zum FluB hin, schöne Aussicht über die Stadt und die Ebene, im N. bis zum Balkan, im S. bis zum Rhodope-Gebirge. Auf der Weiterfahrt von Philippopel nach Adrianopel folgen: Ö76km Katumiza-Stanimaka^ Station für die 10km südl. gelegene überwiegend griechische Stadt Stanimaka. — 582km 8a^ dowo, mit der bulg. Landwirtschaftsschule. — Ö92km PapculL Die Hügel treten wieder näher an die Maritza heran, Talengen wechseln mit kleinen Talweitungen. — 607km Botisowgrad; 620km £%o&e2e wo; 640km Kajadschik- HasUowo, — 662km Stat. Timowa-'8eimetdi (Bahnrestaur.), zwischen Talengen der Maritza, gegenüber der Mün- dung des SasU. Von Timowa-Seimenli fährt eine Zweigbahn nach Burgas, 2i7km in 9 St. : zunächst über die Maritza und am Sasli aufwärts nach N. — G2km Nowa Soffora. [Von hier Seitenarm nach (Ö7km) Stara Bagcra. Stadt von 19500 Einw. in reicher Gartenlandschaft am Fuß des Slaradscha Dag (bulgar. Smena Gora), mit Bosenölfabrikation, und weiter nach (80km) TtcMrpain^ 12km nördl. von Skobelewo (s. oben). Hauptgegenden der berülunten Bosenölkultur, die man von Fbilippopel oder Stara Sagora sn Wagen be- sucht, sind Karlowo und das Tundscha-Tal nördl. jeoseit der Srnena Gora, von Kasanlik (an der Straße nach dem Schipka-Faß) bis Sliwen.] Die Bahn nach Bui^as wendet sich von Kowa Sagora ab östl. — 106km JamhoU^ an der Tundscha. — 217km Burgat^ am Schwarzen Heer, s. S. 66. Die Hauptlinie wendet sich jenseit Timowa-Seimenli zwischen niedrigen GebirgszQgen s.o. nach Adrianopel. — 677km Hnrmanli; Paß- und, für Reisende aus der Türkei, Zollrevision. — Jenseit (692km) Hehitschewo über die türkische Grenze. — 704km Stat. Mustapha Pa9cha: türkische Paß- und Zollvisitation auf dem Hin- und, milder, auch auf dem Rückweg ; Reisebücher und Karten steckt man vorher in die Rocktaschen ; Waffeneinfuhr verboten. — Hinter (722km) Kadikiöi tritt die Bahn in das untere Maritzabecken, dessen einförmige, manchmal durch zwerghaftes Eichengestrüpp und, bei den Ansiedlungen, durch Humusstrecken und Obstbaumhaine unter- brochene Weidesteppen sich im 0. bis nach Konstantinopel ziehen. Über das breite Bett der Arda. — 741km (von Belgrad; 335 von Sofia; 315 von Konstantinopel) Adrianopel (Bahnbüfett). Adrianopel. Ankunft. Der Paß wird abgegeben ^ man holt Ihn später persönlich wieder beim Konsulat ab, und hat ihn hei der Abreise vorzuweisen. — QkpäoktrIqsb zur Droschke oder zum Gasthaus am Bahnhof 1-2 Pi. eatthftfe (türk. Geld und Zalilen vgl. 8. 76, 76): H. Beledig (H. de la Hunieipalit^ ; Fl. a: B 6), gleich r. vor dem Bahnhof, mitBestaur., aber nur landesühUchen Anforderungen entsprechend. — In der 8ta4iv B.. Bahnhof und der breiten Mündung der Arda die Voretadt Kara'^ agcUacJi, mit lebhafter Induattle und der von der Orientaliachen Bald erbaoten, dem Schutze des Deutschen Reiches unterstehenden denW ■eben (E^eubahn-) Schule (PI. B 5). Die Eisenbahn von Adrianopel nach Konstant tnopel (F»hrpreiB 131 PL 20 Para, il2 PI. 20, 70 PI. 10) führt lunSohrt in BÜdl. Richtong in einiger ETitfemung vom versumpften Ufer Marllza nach (777km) Kaieli Burjos. Die der Uarilia bla bu ihrer AlüDdung folgende Zweigbabq von KaleQ- Burgaa nacl Deieaealach (S. 67), lläkm, 6mal wüchenU. in iß 8t, bUdet «inen Tall dor BainverbindunB KouBtanUnorel-Salonlkl (S. BT] u^ dient im abiigea bauptsaeliUcb dem Export des aeCreides, i Die Hanptllnle dberschreitet die Marllza, durchschneidet elneo^ niedrigen Högeling und führt am r. Ufer des Ergeni, des alten Er^ gittes, übet dessen zahlreiche Zuflüsse aufwärts. Stationen ohne Be^ dentong. — Von (881fcm) Mtiradli- K5pmi ab am FlflOihen TjcÄorftt. dem alten Anut, aufwärts nauh (931km) TKhtfka^iöi und, in "WÜ* düngen durch Buschwald, zn einem Hochplateau, das die Wasser-^ scheide zwischen dem Schwarzen und dem Mannara-Meer bildet untf Über das Kaiser Anaslaslos von Byzanz 507-512 zum Schutz gegen! die Bulgaren zwischen den beiden Meeren eine 46kni lange B»^ festlgongsllnle angelegt hatte ; einzeloe Trümmer sieht man voi ' ' Bahn ins, die 5km jenselt (951km) Smeili nnmlttelbar r. a herantritt und sie nach 4km bei ffttr/ttii durchbricht; es war einlf S^so-äiTum dicke, 4-5m hohe Mauer mit gerundeten Türmen, suB^ mitQuadem verkleidet, im Rü'ken durch Kastelle gedeckt — Welter* hin hrenzt die Bahn hinter (988km) Tachatatdscha die sog. Tei^' leidlgnngsllnle von Tachataldscha, eine Kette von Festungswerk enj' die, nm Konstantlnopet aaf der Landseite zu decken, auf den Höhen längs des sumpOgen Kara 8u 1877 angelegt, 1879 ergänzt wurde, und die ca. 30km lange Strecke zwischen dem Derkos-See am Schwarzan* Meer nnd dem Strandsee von Böi&t TeEhekmekdscbö am Marmars- 1 Meer sperrt. ~ i 032kra Sporta Kuli, an im SutÄs^i'aa, 'A'i.tci i&äl, yruiachüh Tgchdcmfkdicht an der aüÄOBtaftae iea i\it\.öi].\ivai\^'6i!. otrindaeea, au dessen Ostufei die Ba.lii\ 6ttüa.Ti^ Ualt-, 4:\t?ta.'ö.i^ •wcÄ Konstantinopel. SAN STEFANO. 2. Route, 35 (1039km) liegt 2kni weiter ÖsÜ., nahe dem Meeresstrand, bei dem Tschiftlik (Landgut) Floria, mit öffentl. Park; dahinter ragt auf der Höhe das russische Denkmal für die im Krieg 1877/78 Gefallenen, eine Kapelle mit weithin sichtbarem vergoldetem Turm und anstoßen- dem Kloster. Bis hierher erstreckt sich der Lokaldienst der Oriental. Eisenbahnen mit häufigem Zugverkehr besonders von Konstantinopel bis San Stefano. — 1043km San Stefano; der Ort, berühmt durch den russisch-türkischen Friedensschluß 1878, liegt rechts am Strand und wird, wie Galataria 1/2 St n.w. beim Hain von Floria, im Sommer viel besucht. — Die Bahn führt weiter am Strande mit schönem Blick auf Konstantinopel und das Marmarameer mit den Prinzeninseln, und Fanaraki, Kadikiöi, Skutari am asiatischen Ufer, nach (1048km) Mäkrikiöi, einem von vielen Europäern bewohnten Vorort an der Stelle des Hehdomon, des byzantinischen Kaiserschlosses und Vorortes beim siebenten Meilenstein (vgl. S. 124), In dessen Nähe auch die Quadern für die Mauern Konstantinopels gebrochen wurden. — Dann an dem Dorf Jedi Kul^ Kiöi vorbei, durch eine Bresche der alten Stadtmauer (S. 118) rechts von dem Schloß der Sieben Türme (S. 119) in das Weichbild von Konstantinopel, unfern vom Strand an den regellos zerstreuten, vielfach aus Holz erbauten türkischen Wohnstätten und den epheubewachsenen Trümmern der Seemaucr entlang durch die Stationen der Lokalzüge (S. 118) und durch die Gärten des Alten Serai nach der Hauptstation: 1060km Konstantinopel (Bahnhof Sir- kedschi Iskelesi ; vgl. S. 72). 3. Über Breslau-Lemberg oder über Bukarest nach Constantza nnd von da zu Schiff nach Eonstantinopel. a. Übeb Bbeslau-Lembebg-Constantza. Von Berlin bis BubSü, SohnellEug täglich in 83 St. (durchlaufende Wagen I. und n. Kl. BerUn-BusSü-Bukarest, Fahrpreis 127 UT 80, 88 UT 60; Spe^wagen Berlin-Oderberg, Schlafwagen Krakau-Czemowitz, Speisewagen Burdujeni-BuzStt-Bukarest) \ von B u z S ifb i sGonstantza zweimal wöcbent- lich (Do. So.) Schnellzug in 41/2 St.; von Constantza nach Konstanti- nopel, zweimal wöchentlich (Do. So.) 11 Vs l^hr nachts Dampfer der Ru- mänischen Staatsbahnen in 12 St. für L El. 41 fr. 16. n. Kl. 25 fr. 70 (ohne Verpflegung; Bestaurant an Bord); von Berlin bis Konstantinopel, 61 St. (umgekehrt, von Konstantinopel Di. Sa., 69 St.), für I. Kl. 168 Jf 60, n. Kl. 114 J( 60, einschließlich Schlafstelle an Bord und Quaigebühr in Kon- stantinopel. — Der Paß muß sowohl für Bum'anien (auch für die Durch- flahrt) wie für die Türkei von den betr. Konsuln visiert sein (vgl. S. xv). Berlin (Schles.Bhf.)-Breslau-Oderberg (Aufenthalt; Zollrevision für Österreich), Preußische Staatsbahn, ÖlOkm, Schnellzug in 8^4 St ; Oderberg - Krakau - Lemberg - Ozemowitz - Burdnjenl, Kaiser Ferdl- nands-Nordhahn und Österreich. Staatsbahn, 838km, ITV^St In Burdujeni (1348km von Beito^ KÄlettfis^Ä^V T-^"^- ^ssÄ.^>^ revtsion für Bomfinlen ; zui LandeamxxM.^ tkol^ ^^Tw3w5k ^^^^" T^, ron hier ab ogeenropälsche Zeit, die geg«^ d\^m\\XJöLCQ:i^^^^^^^ TOTgebt Die Bahn hat die iTmiÄinac\L^ üxckl^ x^««S&^«ö. ^««^ 36 RouU 3. BdZEU, Über Bralau tlonen Iltkani (ZollrevlBlon bei HerkonfC aue Rumäalen) und BardO" jeni ülieisctluittan und folgt diuch die Moldau, den nöTdlichen Tetl BumÜnieuB, siidwäcU dem Lauf dcB Sereth, dee Haoptflusse« dei Hol- daa; zur Becliteu begleitet die ganze Strecke in der Feme der WtU der Karpathen. ^ 14kin Vtretci. Zweigbahn nach (45km) Bolafatä, wichtige niiaänlBalie Uandelestadt ton 33 000 Elnw. — tiOkm Faföaali EnotenpuDkt der Bahn über Jaiiy, lumän. Jajfi, UniveidtütutadC von. 78000 Eiow., die alte Residenz der Wolwoden, In m&leriacber Lags In einem Seitental des Prutbgebletea, und Kischlnew nach Odewt, (S. 50), iWlkax. — 100km Eoman, beim EinÜuQ der Moldavia, di» diesem Teil von Rumänien den Namen gegeben hat 144:km BacWofi nahe der Mündang der Biilrilsa. Zweigbahn n.w. nach PiatraNeamti, 58km. — '202km Adjvd, nahe dei Mündung de« Trolv?; ZweigbiW sn dieses aufwärts nach Palanka, 104km, and weiter nach Ktoiutadt. in SiebenhQrgen (3.40), — 228km Maraiciei. Zweigbahn naoh Oalal« (S.53], 103km in 3-4 St, e.G. dem linken Ufet des Sereth bis - Hiner Mündung folgend. — Die Babn nach Oonatantza vedäBt ä Seietb. 247km Foc^ani, mit 24000 Einw., am Mlkov, dem Qienwd bach der Moldau und WalacheL * 318km BuiBu, alte weitläufige Stadt von 33600 Einw. an . gleichnamigen Fluß, Knolenponkt der Linie QalatZ'Bokarest, auf de£ der Berliner Wagen nach Biikareit weitergeführt wird. '' Von Bns^a nacH Bukacegt i!iSkm, Schnelliiig In i'/rS Sl. Otlt Bahn rührt am Kordnnd der walichischBii TiBfabeDC bin und epralcbt U- (OBltm) «DMd (3. U) die Linie Predeal-Bakaraal, ^ VOQ Buiiä nach GalatE, ISSkm ia WlriSt. Dia Linie trenn in (Ukm) Fflwri (s. nnlen) von der nach ConstonW» nnd führt du« , öslllche walBchlache Ebeno. Jenaeil (101km) Bräila (S. m-, BahnrMlanTjJ auf eLnpm Damm durcb die sumpfige Niederung zwiBclien Donau und Serinl lind über den IMilereu unweit seiner MÜBdung nach (lakDi) Harbofi, Eaota^ punkl der IJnie lon Oalati nach Sarasesci {>. olien), — ISBkm ealati (S. D3t Die Bahn nach Constantza überecbrell«! in s.o. Kiclitung die Hdu Wasser- und waldarme Terrasse zwischen den Süd-Ksrpathcn and dem Donautai. — 369km Faurei (s. oben). — Bei (4I7km) Tandarrt über die Jalomi^, die n.ö. der Donau EuOicBt (S. 63]. — ÜOknt Feleic'i, wo die direkte Linie Bukarest-Constanlia (8. 45) einmOndeti. Unmittelbar jensolt FetesoY Ober die Borcea (3. 52), den Sstllchs^. Arm der Donau, dann auf einem 13km langen Stelndamm quer übe>. die Balta-Insei, über einen Viadukt ton 15 Öffnungen zu Je 61m Weite lum Hanptarm nnd unmittelbar vor (466km) Stat Cemavodä' (TBcbemawodB)-Po(iuI (Brücke) in 40m Höhe auf einer mächtigeii GitterbrGcke, die 4 Öffnungen von 140m und eine mittlere von 190ii^ Weite aufwoitt, Ober den Strom. Das SlSdtchen (Dampfsühlffatatioa^ », S. 62) liegt 1. unten am Ufer. Ott ganze Donauübergang, du SebJiißglled der türaesten Veibindung zwischen Nord- und Oelaea aad dem Scbwaizen Meer, Ist Ton demiQmiii.lateiA'^iSiJi:^»^ as- ia'",j""' ^^^^ eröffiiet worden. — 4Tlkm Sut» Sali^n.'^. "D^tcV «&i ligeligg Dobrudeclia. Diese dniclizlett Tingelütti ^aiiüeX ä^ct^A nach KotuUmtbiopä. CONSTANTZA. 3. Boul«. 37 der log. Trajaiuwatl, eine GOkm lange BefeBtignng zwischen der Donau and Oouitantu. Man unteracbeidet zwei Utere Erdvülle nnd einen SteiniraU am dem it. Jaluh. ; den Anfang dea letzteren, 4lim s.w. *on OenuToda, deckte die nenerdlnge wiedergefundene Festung Axiopolä. Die Balm führt hinter (490km) Mtdjidia unweit 1., weiter- hin r. an Ihm entlang; die erhaltenen Stticke haben 3-8inHÜhe; auch WichthKoseT nnd Kastelle lassen sich nachweisen. — 529km Comtanlta, Stadthahnhaf. Die SchnellzOge fahren, zum Anschlnfi an die rumänischen Dampfer, Do. und So. welter In zwei grollen Schleifen mm Strand hinab: 532km OoTUtanUa, Hafenbahnhof, am Qoal, wo man dliekt den Dampfei besteigt. OosatuitiK S&itsndiohi — SAaraor H Carol I (Pi. a), auf der OitnltiB äa VeHeblrgei, aber dem Hear I Baiuei mit 90 Simmern, 38 RouU3. CONSTAHTZA. hilb des DDSbhgnelElieitiplBtieB, und un Strand im W. Jeuadt desB&faaj,. wohin halbsiüadUch Zugs ainec Nebenbahn rnlren. KOBBin^iTE. Biutidiii Siieli: H. Scbmldt, ViiekoDiul) üiUmlch-lTagamr TriiT. Alber t. QJtnsläHen) MedaiaMi: 1. Beed, Vliekonanl i JiuAoi^i nWrf. — EviBO. Kisgüs mit fleulBebar Soliule (JiO KlnderJ b«i daiNW^ Ecks des Sladlgsrlenp, — BDi]UHiiiDi,EB : D, Nicolaescn. UiHiracaiFTB. AuBet den 8, K gen. BumÄnticAoi Damp/m t* beim BafeDbabnbof): ädsrdcMicA«- Efimj, jeden Eweileo Hi. in Jede uiderB Woolie Dl. übec Wams In SS St, nach Sonalaatinopsl i uwellen Sa, in 18 Sl, oaeh OdesBa; jeden »weilen Ho. nach Bnlina, L Dr*U> (3 Tage). — Nmvrmone Öm. rtoiioM, jeden Mo. in IM Sl. nach Kott? MnÜDDpel, jeden Ho. nach Snlina, Galals, Braila (IVi Tage). Cofulanlui, mm. Constanta, tQrk. Küattndiche, an der Stelle < alten Toird, wo Äeles den von Modoa xpretückelten Abeyrtos begiub^ wo Ovid in der TerTjannung lebte, apätei Hauptstadt des Diattlkto Bflyttda minor In Miettermosien, Dbemabm nacll dci NeueiBtelmngF den Msmen des in der Mähe gelegenen feeten Plstzee CrmitantianaJ Unter den Genuessn ein stattüEhec Eandetsplatz, verfiel die Sta4( untei dei tDikieclien Henscliaft und hat eist seit der Vollendung äes OcTnaToda-Brllclie (3. 3G) neuen Aufechn'ung als Handelsstadt u Seebad (Saison Juli-Sept.) genommen. Die SUdt, mit 12726 Einv» darunter ^/s RnmEnen, liegt auf einer zum Meer steil abfallenden Landzunge im N. gleich über dem seit 1896 ausgebauteti und mitiUoJ modernen Einrichtuageu verseheaen Hafen. Ei nimmt öOlu ein, t ' 8m tief, Im 0. und SW. durch zwei Über ikm lange Molen geschOtzt und, im Gegensatz zu den Donaahäfen auch den ganzen Winter Un-^ durch dei Schiffahrt zug^lioh. Die Sehenswürdigkeiten der StacK Eund gering. Die Haup^roiueuade führt von dem Leuchtturm nebsn H. Carol I. aas an der Südseite der Landipilie ca. 30m über dem Heu Un, an dem städtischen Eselno (1.) und der etwas zniückliesenden Eadiediale (r.) vorbei zum Hafenbahnhof hinab. Auf dem ünab^ längigkeitaplati (Piafa Indepenfei), au der achmilsten SteUe de« Ort» und dos Kückens, ist ein Denkmii Otids, von Ettore Ferrari, errichtatj worden. Im N. der Stedt der Stadlgarten und, jenscit der Kasernen, eine ZigennemlederiaBsung (Mahalaua TiganeascäJ. en4 Im BüdwestUohen Teile des Schn-anm Merra (ß. 61), de rumänische Dampfer auf seiner 12stnndigen direkten Fahrt . Konstantinopel [188 Seemeilen; s.S. 35) kreuzt, wehen fast deBj ganzen Sommer hindurch leichte nördliche und n.3. Winde bei klatear Himmel. In den übrigen Jahreszeiten wechselt die Windrichtung häuflgj bei nordwestlicher und westlicher stellen sich oft Nebel eiii,f die die Einfahrt in den Bospoma erschweren, im Winter und ni " Äquinoktien kommen gefährliche Stürme aus S. und SO. ~- Dampfer verläßt Conslantia l/j St vor Mitternacht, Am Moigsnl werden zuerst die zerklüfteten Vorgebirge der rumelischeo, spStei An S. die StellibatÜTze der anatoliaohen Küste sichtbar. Dann er " faJtet sl,-b mit der Fahrt durch den BospoTUB äia S, ViA gei-Mite™ ^err/fpüe Landscbaftsbüd. In KonstantinopeV \egl öoi T5».m^let v */"«! von OalaU an ; Zoll- und Paßre-vislon UEW, b. S-II VERCIOROVA. a.RouU. 39 b. Übbb BvdafesT'Busabest-Gonstaktza. Von Berlin nach Budapest, vgl. S. 18, von da (Weatbahnhof; oder schon von Wien aus) swdmal wöchentl. (Mi. Sa.) mit dem OtUnde- Orient Expreß (der täglich von Ostende über Köln, Frankfurt a. M., Nüm' berg, Wien nach Budapest Westbahnhof fahrt) über Verciorova-Bukarest nach Constantza, und von da in direktem Anschluß mit den rumä- nischen Dampfern Do. So. nachts nach Konstantinopel (vgl. S. 36; um- Sekehrt. von Konstantinopel Di. Sa.): 69 St., Fahrpreis 168 •# 00 und 3 fr. 90 (von Wien 63 fr. 40) Zuschlag für den Orient-Expreß (Wien-Kon- stantinopel 147 fr. 60 und 63 fr. 40 Zuschlag). — Nur wenig länger wird die Heise, wenn man die Dampfer mit dem täglichen Sehndltug erreicht (der von Budapest nach Bukarest Schlafwagen, von Slatina nach Constantza Speise- wagen führt): 66 St., Fahrpreis 168 J( 60, 114 UT 60. ~ Der durchlaufende Schnellzug Budapest-Klausenburg-Kronstadt-Predeal-Bukarest (s. 8. 40) kommt abends zu spät für den Anschluß Constantza-Konstantinopei nach Bukarest, so daß, wer damit das Schiff erreichen will (s. S. 36), einen Tag früher reisen muß. -- Paß s. S. 36. Budapest^ Westbahnhof, s. S. 1. — Von Budapest bis Ver- cioiova, 497km in QVs-H St, s. Bsedeker^s Österreich-Ungarn; Hauptstalionen: i90km Szegedinf ungar. Szeged (BihntesUm,), Mittel- punkt des ungarischen Tieflandes, bedeutende Handelsstadt mit I03000£lnw. am r. Ufer der Theiß. — 303km Temenär-Josefstadt (Bahnrestaur.)} Handels- und Fabrikstadt mit 53000 £inw. am B^ga- kanal. Jenseit Temesvär im Tal des Temes hinan in die Transsyl- vanischen Alpen (Südkarpathen). — 473km HerkuUsbad, ungar. Herkules fürdö, Station fdr das Ökm n.ö. gelegene altberuhmteBad des Namens. — 492km Ortova (Babnrestaur. ; Zoll- und Paßrevision bei Herkunft aus Rumänien ; Station der Donau-Dampfschiffahrt) s. S. 49. — Jenseit Orsova tritt die Bahn an die Donau, in der man die Insel Ada Kal^ (S. 49) bemerkt, und folgt ihrem 1. Ufer abwärts. Von Veiclorova nach Constantza, 615km, Rumän. Babn, 128/4-19 St, über (382km, in 78/4-88/4 St) Bukarest, wo man bei Benutzung des täglicben Schnellzugs 4V2 St Aufenthalt hat — Yereidrova (Bahnreataur, ; Zoll- und Paß^isitation für Rumänien ; von bier an osteuropfiische Zeit, 1 St vor gegen die mitteleuropäische), an dem Flüßchen Bahna, der Grenze gegen Österreich. Weiter ent- lang am Eisernen Tor (S. 49), der letzten großen Stromschnelle der Donau, die die Schiffe mittels des auf der serbischen Seite sichtbaren Kanals überwinden. Neben der Bahn die Landstraße (S. 50). 18km Tom-Severin (Gasth.: Sakellaridis, 30 Z. zu 2V2-5 fir., Europa^ 30 Z. von 2 fr. an, beide am Hauptplatz ; evang. Kirche mit deutscher Schule), erste rumänische Station der Donau -Dampf- schiffahrt (S. 50), lebhafte Handelsstadt von 20300 Einw. mit einer staatl. Werft Von der Donaubrücke, die Kaiser Trajan zur Verbindung von Moesien und Daclen erbaute, ragen noch an beiden Seiten die Endpfeiler aus dem Strom; im Stadtgarten, oberhalb des Hafens, der SeveruB-Turm, angeblich ein Rest des von. Sq^^to^sa ^^«c^ gesehAffenen FeldlsLgen, das dei SUöit dieii't^tt.mea ^. '^:saÄr-'$j!^^ war 1233-1526 Hauptstadt des g\ekW».TsA^Ti\ßi«Ä.'^«ÄXÄ\^^^ grafaehaft). — Bald nach Tum-Se^eiVa \^fÄ %\^ ^Nft'^tßoÄ ^^-«^ 1 40 SouUS. KRONSTADT. Übtr Buhtrat Donaa nnd fILhrt etat Ilo TüI dea ilfolru and des Jiu, dann Ober zaU>- lelche WasBerlliufe am SDdiand der Hügelzone hin, Am 1. Ufer det Jin (90km) FUiaf, wo eine Babn nüidl. nscb Tärgu Jiu (TOkm) ab- zweigt — 126km OraiovB [Bahnreitaur, i Gastli.: fl, Minerva, B Otti«cu;Öaterreidi.-IIng. Konsulat: ff. Weniger; DeutscleKonsnlar- 8,gentiic: Fr. Springer i eyang. Kirciie mit deutscier Scliule von 2M Kindern), dei Hauplort der weBtllchen, Gog. Kleinen WalHcliei, am 1. Bande des Jln-TaJs weltläiifig gebaut, mit 4B 600 Einw,, Saliwerker und lebliafCem Getieideliandel, Sitz des Komiuaiidos des 1. Armee- korps. Zweigbabn s.w. naeli (1 1 5km) Calafat an dei Donau (S. 50). — t)bei den OUclu. — 170km Pialra, Knotenpunkt der Bahnen nSldi nach Cainenl [140km) und BermaDsiadt in Siebenbürgen, sQdl. nacb Oorabla an der Donau ffökm ; 3. 51). Kura vor (183fcin) Slatina (BahnresL) sof einer BrGoke Ton 375m Lange Qbei den AU, lum. OUT', der die Qnnzc xwiacben der Kleinen und QroBen Walachei bildet. — Weiter Dbei mehrere kleinere FlQsie. 252km Coileteif wo eine Zweigbahn südL nach Tumu-Magurele (112kmi8.61)undZimniEea(139kmi 8.51), beide an der Donan,mhit. 373km FitSBOi (Bahnrejl. ,' Denteche Konsularagentur: F.ISlücherj deutsfih-evang. Schule), Kreisstadt von 15Ö70 Einw., uu Arge;. Filuel iit Knotenpunkt der Bahn, die am Arges n.w. hlnauffolin nach dem Städtcbeo Onitsa in Ai(e> (JtSlimJ, liekinnt durch seine pnebtiga durch EonleKaralf^ineuerteKatbedrale, einen reich elEulpUencn.pDlTchronien Bau modiQilerlep bTTantiniacben Slüej, TOm Anfang dea an. Jahrb., den iweltnnaarügenanptkuppelnuiid zwei merkwürdig gedrehte Fronttürmchen krönen; dahinter der statiUcbe neue Biscburspalasl, 281kni Golaci. Zwoigbaiin nurdl. nach Cümpulun^ (55km), mit einer alten Kirche. — 333km Tita. Zweigbahn yna Ti(u nördl. nach Pvdäta (53km) über tiraiiHtU (93km), aeit ilOO dtircli Jahrbnnderte befeallgte Hauptstadi der Woiwoden der Walachei, jetil Ei^isatidt vnn BODO Einw. ; nur die Klnshe und der hohii 372km ChiUla, wo die Bahn von Kronstadt und Galatt (S. 41) einmündet. — 38'2km Sufcareil s. S. 41 (Fahrpreis Berlin-Bukarest 127 Jl 90, 89 Jl 60; Wien-Bukarest 92 fr. 15, 62 fr. Ofi); Fort- selzung der Bahn nach OonstanUia s. S. 45. Von Budapest über Predeal naoh Bukareil, BOBkm, ScbnUliu" 1d 34 m.; Schlafwagen, Speisewagen. (Ausrührlicber in Bccdeker' '' ' Ungarn.)— aiTkm Greßirardein, ungariBch A'apj^Qrfld(113m; Bannreäiaor.j, mit DOOOO Einw., eine der alleUen Btädie Ungarns. — Dann im Tale d« Sebes Küräi hinauf In dai GlebenbUrEiachB Boctdand. — WUkm A'jBHIM- Awy, ungarisch KolottvAr t^iSot; BahnrCfliaur.), am Siamoa, mit 4Ö30O Einw uud einer ünlversltiU, Hauptstadt dea ehemaiigeu nlebenbürgischen Landea- teili tu DBgani. — Weiter ein Stück an der Haroa hinab, im Tal dei BioOen Kakel, dann In dem des Alt liinan nach (T3lkm) Krcnitadt, ungariieb Awid (fiSOni Sahnrntaur.; Oaith.: H. Europa u. a,), mit 306ÜU Einw., die bedenleBdale Handell- nnd Induatrieitadt Sietaenbüi^ni, am NardfaBe der TranssjlTaBiMhen Alpen anmu% In einem bereumiehlosienen Tal ge- legBo, das lieb aur^geo die GnrunebeDaim NW. üffnet. — Die Babnil^ »Sdt. Im TdoiÖMli-ral weiter hinan und antthatinBlVnt\ntm«aiml„T^ne! anta-der letzten Höbe dei TamUtch- oder Pprikol-Paiiu l.WtAit-1 «t Ihm« v^oMt^Afn Alpen, die UoBaro von ttunuinien Lrennui- 'WöwAiii t nach Konstantinopel. BUKAREST. 3. BauU. 41 BucMOS (Omu, 2508in), eine Bei^imaase mit aus dem^Waldmantel hervor- starrenden Felswänden. TOlkm Fredeal (1000m; BahnruL ; Gasth. : H, Pr^deal^ nur im Sommert H, Tueek^ gegenüber dem Bahnhof), Sommerfrische der Bukarester, rumän. Grensstation; Paß- und Zollrevision. — Die Bahn senkt sich ins Frtthovaial; 1. Kloster Pritdeal. — 769km Azuga^ mit großer Tuchfabrik, an der Prahova, die von der Bahn oft überschritten wird. Timnel. — 773km Buttetü (Hot. Bustenl; Hdt. Focfaneanu, beim Bahnhof), als Sommerfrische besucht, mit Bolzschleifereien und Sägwerken; r. der Bucsecs (s. oben). 780km Sinaia {Bähnrestaur. ; Gasth. : H. Caraiman^ gleich oberhalb des gesprochen; Wagen vom Bahnhof in den Ort 2 fr.), vornehmer, im Hoch- sommer oft übertüllter Villenort in einem prächtigen Tiü zwischen hohen bewaldeten Bei^n, an deren Abhängen sich Villen hinziehen. — Gegen- über dem Bahnhof die Stufen hinauf, dann 1. auf der Fahrstraße (Kehren); Sinaia, 1. und nach wenigen wege in den Anlagen hinauf. Oben r., an einem 1695 gegründeten KlotUr Torbei (von der r. Ecke der Terrasse hinter der Kirche Gesamtansicht von Sinaia), dann einige Schritte auf dem Fahrwege und r. hinauf; nach 12 Min. r., an einem Bärenzwinger (1.) vorbei, und im Tal auf einem Fahrwege aufwärts, an einem Caf^-Bestaur. (1.) vorüber. Nach 10 Min. ist man unter* halb des *Sehlouei Feletch. der Sommerresidenz des Königs von Rumänien, 1873-84 von Doderer im altdeutschen Burgenstil erbaut (Inneres in Abwesen- heit des Hofes zugänglich). 810km Cdmpina^ mit Petroleumfeldem. Hier beginnt die fruchtbare walachische Tiefebene. — 816km Ploesei (Bahnrest.; Gasth.: Orand-Bötel; Moldavia, 35 Z. von IV2 fr. an), Knotenpunkt der Bahn Buzgü-Galatz (S. 36), Kreisstadt mit 46500 Einw., an dem Flüßchen Teles^na. Weiter durch einförmige Gegend. — 896km ChiMa (Bähnresi.). — 906km Bukarest (Gara de Kord ; FaOirpreis Berlin-Bukarest, 46 St., 115 UT 40, 81 UlT 80; "^^n-Bukarest 76 Ar. 75, 51 fr. 85). Bukarest. Akkcnft. Zwei Bahnhöfe: Gara de Nord (PL B 1), im KW. der Stadt, ür alle Züge; Gara Filaret (de Sud; PI. G5), im SW., für Giurgewo. Oaathftfe (alle im Mittelpunkt der Stadt gelegen): Gr.-H. Boulevard (PI. a: D 3), Boul. Elisabeta. Z. 6-12, F. IV2, Omn. 2 fr.; H. Caps a, Strada Honly bei der Universität (PI. D 3), mit Bestaur.; Continental (PI. b: D 8), Calea Victoriei, gegenüber dem Kationaltheater, 63 Z. zu 4-14, F. IVz, 6. 4, M. 5, Omn. 2 fr.; Gr.-H. Bristol (PI. c: D3), Strada Academiei, Z. 8-8 fr., F. 1.20, G. (11-1 Uhr) 4, M. (6-9 Uhr) 5, Omn. IV« fr^ von Deutschen bevorzi^t; H. Splendid (PI. f: D 2), Calea Yictonei 67, viel Rumänen; Frascati (PI. d: D 3), Calea Victoriei, viel Franzosen; Im- perial (deutscher Bes. C. Kubier), Calea Victoriei 59, beim königl. Schloß (PI. D 3), 26 Z. zu 2-6 fr., kein Restaurant; H. de France (PI. e: D 3), Calea Vietorid 17, 200 Z. zu 8-12, F. 1 fr.t H. Carol, Strada Lipscani 2 (PL D E 4), 46 Z. zu 2Vt-6, F. 1, G. 3, M. 4, P. 9-12 fr., mit Restaurant. Beatauranta: Fisch (Oswald Kachf.), Zum OambrimtSi beide r. hinter dem KaÜonaltheater ^1. D 3), von Deutschen besucht; JoneseUj Strada Covaci (PI. D E 4), elegant; JStMche, Strada Academiei 21 (PL D 3): DumUrescu^ Stcada Begalä (PL D 3): Koeman^ im Hinterhaus des Hot. Bristol (s. oben); DuHouj Str. Caragheorghevici, unweit der Kationalbaak C?V. 1^ ^^ l^.,^^^s£&:> gtüeks- und Weinstube. CkUg: In den Gasth. Botdevard^ BHstol, Fraiwe; IwiÄt ^-Tj^^w^ X/jMMor 8(PLDBii viele Zeitungin) v C. KüUer, C%^wwNvti»Tvt\\a^^>Jö^ JwJ. Sebloß (PlDS)i a JToKofwiJ, Str. I>6miveV ^\.T>^^« 3 BDKAEE3T. iweit du Hordbsludioä; Bragadlrfn. BiTBcliB; ^e bellen die log. „RuBSen", ZwelipUinsi (£.,_, _,_. _ die Sl.) : 'h St. in der SUdt 1 It,, 1 St. odi anf d«r c'bauESee El^elen und außerhalb dsi Stadt 3 fr. dls Sluode. K tDOeliB den Fnbrpnis TOttacr aus; bänfle wissen die Kulscber iu der SU Elekh. Balin anf dem Bonl. Bliaiheta und seiner ijall. Verlängerung. PfarJebahnBn von den Bahnhöfen dureh die Stadl {s. den Plan). OsiaDdtiohBften & KoninUte. DiulsrMi KeMi: t. Kiderlen-Waebt Calea Vietorici IfS; Generallionsn], Felndel, Blruda BatarUor 9 (PL E 3). öiUrr^cA-L'siam: JUBrkgraf FallaviciDi, Strada Vamei U; OenerslkonB V. Wodiner. — Xteitrlamti: Baron de 'WelderenJtengera, Qr.-B. Boulevu OeneralliüDsul, E. VfoMt. Ver^nigang der Keicbsdeutsclien Do. Sa, So. abends imüeulidUn Vtret haut (PI, 3^ D 3), Strada Breioianu ITj Gaste willkommen. — DftlU Ueda-mra (Sooietalea germana J.ledertalel" ; PI, 8), Str. Äeademiei 30, K ftibrung durch ein Mitglied (üi. Fr. Sängeiatend). Foit A Telegraph (PI. D i), Ecke Ca], Victoriei n. Str. Carol 1. St> briefe 10, Inland 16, Ausland SäBaul, Postkarten Q n. 10 Bani. Briefmark alnd in den Tabakgeschsflen lu baben. BU*r; Bforiei-Baii (PI. 3), im gommcr Ecbwimmbad, im Wiulcr Konierlen n. >. beonlili CenirMud (PI. 11), Str. Enei. IhsaCcr: XalltmaU)iialer (PI. D 3), ScbauspUle und Ooem In rumk *.-. T — T-.i.._ n,b....._ mt I-, o\ ,.,:. — j„.. -»'itsche oder ftanzösisc Sprache) LyrlicKa TMalir (PI. D 3), s. Truppe. — Im Winter Koosr-*- '- — nnd lodo W.' ' ' Evraslig. Das KumSnlsche ist eine romanliohe Si tnmlicben und slawischen Elementen. In der Scbrilt cjrUUscben (vgl, 3. 20) seil dem xix. Jahrb. die \l tsch; d'gleich dem fnai. n; g vor e und i :^ decbi gh = Bi J = "^* (weichjj i = bs; ac = sebti s = sc den Vokalen sind l, i, 1 gleich einem dnmpl'en ü-, d die Galea VIctorleL Macbm. arcbaolog. Museum (E. U) nnd (5-T tihr) Eal auf der CbkoBsee SIsielew (S. U). Die besten UunaU für einen Besuch Bukarests sind Sept. und Oktob( Bvkarat (Bacurtaci, spr, Eukaresoht; SSm), Hanpl- und Ri sldenzfitadt des Königreichs RamSnien, Sitz des MetiopoUten d Batokepbalen Kliche RamUniens tind der höheren ZMl- und MtUtt IwhSiden, hat 285000 Einw. [darunter 2500 Relehadenlsche, 360( Öiteneicher u. Ungarn, iH 000 Jsiaellten). Die StAdt hieltet sich, an feien von achtzehn 188ö-9() angelegten Forte, in einer elnßrtnlgi Ebene üheiSOqkta aus uad wird vonäei JÄmho'ollaVftT.'K^löie^ [ teilt. AdmlalBirativ zerfallt sie In Ümt Belüge; ten »ölen l^tÄi; '" i Zentrum), geiben (O. gakl^en-, H."), gtünerv (O. -i«ie-, ' BUKAREST. 3. BöuU. 43 schwarzen (0. negra; 0.) und blauen (0. albastra; S.). Das Klima ist sehr veränderlich; die Temperatur steigt im Sommer häufig über 40° und sinkt im Winter unter 20^ Mit ihren zahlreichen Neubauten macht die Stadt einen modernen Eindruck. Beachtenswert sind die hübschen, bunt ausgenähten Volkstrachten. Geschichtb. In Bukarest errichtete am Ende des xiv. Jalirli. der Woiwode Mircea der Alte (1387-1419) einen Fürstenhof, von dem noch die Curtea Veche (S. 44) steht. Die eigentliche Residenz war bis 1517 Curtea de Arge§, dann TSrgoviftej, erst Radu Leon machte 1665 Bukarest zur Haupt- stadt der Walachei. 1669 zog auch der rumänische Metropolit dorthin auf den Metropoliehügel. Die phanariotischen Fürsten der Walachei (1716-1821) und ihre Kachfolger residierten dann ausschließlich hier. Seit der Vereinigung der beiden Fürstentümer ist Bukarest die Hauptstadt des neuen Staates und ia stetem Aufschwung begriffen. Das Königreich Rumänien, das von Donau, Schwarzem Heer, Pruth und Earpathen umschlossen, 131358qkm mit 60820(X) Einw. begreift, entspricht dem östlichen Teil des alten Daciens. Die seit Tri^an rtymanisierten JkMcier bildeten, nachdem ihr Gebiet von Goten, Hunnen, Gepiden, Avaren, Bulgaren und slawischen Hirtenstämmen überflutet worden war und sie be- sonders die slawischen, aber auch türkisch-finnischen Elemente der Ein- wanderungen in sich aufgenommen hatten, um 1292 in der WcUaehei (unter Badu Negru) und um 1349 in der Moldau (unter Bogdan) selbständige Fürsten- tumer. Diese mußten allerdings bald (die Walachei unter dem Woiwoden Xircea 1391, die Moldau nach dem Tod des siegreichen Stephan IV. im J. 1604) die Oberhoheit der Türken anerkennen, die auch Michael der Tapfere, der -um 1600 Walachei, Moldau und Transsylvanien in seiner Hand vereinigte, nur vorübergehend abschütteln konnte. Am Ende des xviii. und im Anfang des xiz. Jahrh. wurden die Fürstentümer mehrfach von den Österreichern vid Bussen besetzt und 1829, unter Anerkennung der Suzeränität der Pforte, tmter russischen Schutz gestellt. Kach der Erhebung von 1848, der russischen Besetzung in den folgenden Jahren und der österreichischen seit 1864 wurde 1866 durch den Pariser Frieden das russische Protektorat aufgehoben; die Fürstentihner wählten einen gemeinsamen Fürsten, der 1861 Moldau und Walaehei zu dem einheitlichen Staat Rumänien zusammenfaßte. 1864 wurde die (griechisch-katholische) rumänische Kirche für selbständig (autokephal) erklärt, 1866 durch Volksabstimmung Prinz Karl von Hohenzollem-Sig- maringen zum Fürsten berufen. Während des Russisch-Türkischen Krieges 18T7/7S proklamierte Rumänien seine Unabhängigkeit von der Türkei, unter- st&tste Bußland und erhielt durch den Berliner Kongreß die Dobrudscha; seit 1881 ist es durch Parlamentsbeschluß Königreich. Die wichtigsten Yerkehisstraßen in Bukarest sind die von N. nach S. die Stadt durchschneidende, nach dem Siege von Plewna (S. 28) benannte CdUa Victoriei (PL D 3), die Boulevards (elektr. Beleuchtung) und die Strada Lipscani (PI. D E 4 ; so genannt, weil die Bukarester Kauf leute früher ihre Waren von der Leipziger Messe holten). — An der Oalea Victoriei das 1852 erbaute Nationaltheater (Teatru national ; PI. D 3). Nördl. das königl. Schloß (Palatul regal; PL D 3; Zutritt in Abwesenheit des Hofes durch den Kastellan), das ehem. Palais Golescu, 1882-85 umgebaut; im L Flügel die Wohn- zimmer, mit Holzschnitzereien, und die Privatbibliothek des Königs; im Mittelbau im Treppenhause eine Apotheose Rumäniens, Decken- gemälde von Yeith, und der Thronsaal. Unweit noidöstLdA&AÜsefÄMKo. (PI, V 2), dessen Kuppel weithin aichibai ist. An dem Akademie-Boulevaid die i^^ ^(e^\L\.vai.iM "Od das sog. Büfett), im Frühjahr utidHeifeai ^aa.tfiitet^B.t'tim.'ttMiflk- touo der Bakaiesiet; zu beiden Selten "Sttlen imÜ >.ii\a^cw. — la BUKAREST. 3. B. \.wA «Sd^>^«^ ^ [edampftr arwarten muD, Tgl. ß. iv. % Die Donau durclistTömt unteilis.lb Budapest die weite oiedei- luigarisctiQ Ebene; die LandeDli&ft ist eliifoimlg, die üfernledilg und spSrlicb bevültieTt Erat oateihslb der Draumünduag wild die Ofg«ni bübechei und In der Stiomenge von BszUb bis unteiliBlb dea ElseiDCd ] Toiea zum Teil gcoßarüg. Über den tlnlerUuf der Donau vgL B, M — Die Stationen sind daruh. BeisuhrUt der Qaltezeiten gekem- nelehnet, füi welche als Abfabnezeit TOn Budapest 10 Chi abendt angeuommen und guter Wasaeistand vorausgesetzt ist. Btidapat s. S. 1. Nacli der Abrabrt vom Franz Josef-Quil legt das Boot gegeiiQber [10 U. 5) in Ofen m. Dann stiomab unter d« SubwurplatZ', Fianz Josef- und Yerblndungsbabn-Brücke hlndnnilh Viele Schlffm üblen. Dei Stiom ttilt Eiub und bildet die große, m OOkm lange Insel depcl; der Hauptarm llieüt an der WesiMite, Ml dar Ofltaeltc der dutiii eine Scbleuse abgesperrte Soroiiärer Arm. — ^ B. Sactaenfeld [ung. Albertfalva), mit königl. Scbloü auf dem. TtU* land au der Donau, einst Eigentum des Prinzen Engen, Protnoatot (nng. Budo/öt), Tiliny, mit verfalUnem Schloß, trd, oäer Hamiabis, mit massivem Turm aus tüili. Zeit und giäfl. Wimpffenecliem ScUo& und fU U. 25 nachts) Ereii. — Unterhalb r. [IIXJ. Q) Adony vereinigt sich der Soroksiret Donauarm wieder mit dem Hauptatrom ; I. L6tS, «nf der Insel Csepel, Tasi, Sialk-Ssenl Marlon, (1 U. 10) Duaa-VtcH und Apostag. — B. (1 D. ÖO) Duna-Kidv&t (Oentral-Hot.), Stadt mit. 12250 Einw., iübscb auf einer Anhöhe gelegen, — L. (2 U. 30j ÄI«.^ Harta und Orda». — K. (3 If. 15) Peki. Zu beiden Seiten auage-^ deint« Sümpfe. L. Szent Benedei. Tiele Schiffmühlen. — L. (3TJ. 40. büh) Kalocsa, beim Dorfe Vsiäd, Station für die 8km s.S. getegenq, Stadt Kalocsit (GaBtb.; König v. Ungarn), erzbisch. Keaidem iii(|. schönet Kathedrale. Eisenbahn nach Kii-KotSi B. S. 18. Weiter abwSTta beginnen die 'Windungen der Donan, deren gtSBVi mit der Stadt Totna durch einen Schiffahitskanal abgeBohnitt«D wird« B. in der Feme das CierhäteT Otbirge mit berühmtem Weinbau. — Bi (4 D. 26) Bomhori (ßUU für l^jina). — L. (Q U. 40) Baja (GaBth. : Nen*^ »eil, an der Donau, 20 Z. zu 3-5 K, M. von 2 K an, Omn. 60 K), Stadt mit 20000 Einw. und bcdentendem Fluchthandel, Bafen der Bäe^ (S. IB). Eisenbahn nacl Maria-Thereaiopel a. S. 18. — K. Bäta, -w^ rSm. AltertQmei gefunden wuri3cii, und (ß U. 30) SitlK$ä. L. di» große, an 40km lange Mohicier Insel (ung. Napy-MohämiiMigel). — B. [7 TI.-8 D. 30 vorm.) Mohdos {CeiKroi-Sot., IB Z. zu 2 Ä 40), Sta« mit 16000 Einw., bekannt durch die Ö-Gkm s.w. 1Q20 und löSt gelieterten Schlachten, die Niederlage König Ludwigs 11., dieUngein unter tüiklBche HerrEohaft brachte, und den Sieg Kaiia von Lothringan,' der Ihr ein Ziel setzte. — Weiter ateta einförmige Gegend. Kna Tor 1. (9 U. 36) Betdän mündet dei IWVim U^j« Fraiaeiw- oisf Suemr Ä'anal, der die Donau mit äsr l^ieit NCtAjroüM, Gei!,eiiSoia;, \in r. XJIbi, Batina, mit Maimoi- ua4 Aiibaa*in\iii«iiw\iiB4.'" fwchOalatt. KAMENITZ. 4. Boute, 47 aus Tomiflclier Zeit — L. (11 IJ. 5) Apatin (Gastli.: Schäfer), mit 14000 Einwohnem. Bedeutender Hanfbau. Ein vom Dampfer nicht ficlitbarer Erdwall aus röm. Zeit, die Bömerschanxey 4m h., 6m br., zieht sich von hier his zur Theiß. — Bei r. (12 U. 15 mittags) Drauech, ung. Drdvatorokj mündet die Drau, Das 1. Ufer bleibt unterhalb der Draumündung noch flach ; auf dem xechten (zu Slavonien gehörig) beginnen niedere Hügel. — R. Erdod mitSchloB des Grafen Palffy; l.(12U. 46) G'om&os, Station der Alföld- bahn. — R. (2 U. 15 nachm.) Vnkovir (Qrand-HÖUl), Hauptort von Sjrrmien (Zweigbahn nach Borov6), hat 10000 meist kroatische Einw. und ein schönes SchloB des Grafen Eltz. Viel Obst- und Weinbau. Die Gebirgskette, die sich an der Südseite der Donau von hier bis Slankamen hinzieht, heißt Fruaka Oora (der röm. Mon$ Almtu). An den untern Abhängen wächst der gute Karlowitzer Rotwein; die Höhen sind mit dichtem Wald bedeckt — L. Novosxello; r. Sären' grAdy mit Ruine, dann (3 ü. 45) lUok, mit einem dreistöckigen Schloß des Fürsten Odescalchi, und, abwärts, einem burgartigen Franzis- kanerkloster; 1. (3 ü. 55) Paldnka; r. kurz vor (5 U. 15) Öerevits das Dorf Banoster, L. Futak, Die Gegend wird anmutig; 1. in der Feme wird für kurze Zeit die Festung Peterwardein sichtbar. — R. (5 U. 45) KameniU, in Bäumen versteckt, mit Schloß und Park des Grafen Karicsonyi unweit der Landestelle. Das große Gebäude oben, lange vor der Ankunft schon sichtbar, ist eine Kadettenschule. — Peterwardein und seine Eisenbahnbrücke werden sichtbar \ r. Weinberge und hübsche Landhäuser, dann Peterwardein (S. 18); unter der Eisenbahnbrücke hindurch, gleich darauf durch eine Schiffbrücke. Bei Peterwardein begann die ehem. MiUtärgrenMe, ein langer schmaler Landstrich, der längs der türkischen Grenze lief. — L. gegenüber (6 U.-6 U. 40) Veniata (S. 18); Droschken und Hotelomnibus an der Landestelle. Die Stadt ist durch Bäume verdeckt Unterhalb Peterwardein (die Festung ist noch lange sichtbar) macht die Donau einen großen Bogen und wendet sich wieder nach Süden. R. am Abhänge des Höhenzuges ein Franziskanerkloster, weiterhin (7 U. 15 abends) Karlowitz (S. 19); vom Landeplatz führt geradeaus eine Allee in Vi St zur Stadt — In der Donau zahl- reiche Inseln. — R. Slankamen, Ein 16m h. Obelisk erinnert an den Sieg des Markgrafen Ludwig von Baden über die Türken 1691. Gegenüber 1. Thdfiecky an der Mündung der Theiß (ung. Tw«a), in die das Dampfboot einbiegt und bis (8 U. 66-9 U. 15) TiUl (S. 18) hinauf- fährt — Zurück in die Donau. R. treten die Berge zurück, in der Feme erscheint Belgrad. Dann folgt, bis zuletzt von einem vor- springenden Hügel verdeckt, auf dem das Millenniums-Denkmal, r. (11 U. 15-11 U. 30 nachts) Semlin (S. 19; Restaurant bei der Agende der Donau- D.-G.). Lokalboot wrtaöi«iTv^wsÄi!fli>ssL\^<ä^^ yAna/ tägl, in 16 Min. Unterhalb rnua^et i. ^«^ So.'^t ^^«^ ^^"^^^^ Orenzauß ÜBgAruB gegen SerUen ua^'BoÄiAfeTi* ^«t \«\.^^ssä^s»^. 48 Bovtei. bAziAs. AufderDonaa die gtdBe durch die Anscbnemmungeti des Stiomi» seit dem taltof des iva. Jshrh. entsWnfleae KTiegi-Itutl. R. [II U. 50 n»eliti-ö U, frCth) Sel^rad [S. 10), Wegen iet Abfahrt erknodlgB man sieh vorher. — Bei der Weiterfahrt hübsohat Eückblick auf die Stadt. Das 1. Ufer Ist fisch nndsumpDg; ImSttOB uUielche Inseln. — L. [6 U.) »n der MCjidang dei BcbKTbnen Ttnut Station Poncjoro, für die Skat aufwärts gelegene Stadt gl. M. (18609 Elnw.; ElBenbahnstatlon). Die Donaa lat hiei an 2km breit. — B. (7 U. 35) Sanendrla, Berb. Smtä^rewo, ehem. Festang, noch Toa Manem umgeben. Risenbahn nach Weiiki Plana a. 9, 23. — ik [7 ü. 05) Kubin [die Stadt gegenüber anf einer Inael ; ElBenbih»- ■tation). Dana mündet r. die serbische MoraiBa (S. 23) ; bei der HDo- düng lag die rümiacha Lagerstadt Margum. — R. (8 U, 30) Dubro^ > wilza. In der Donau die 18km lange Insel Oatrova, Im Dlntergruiid die Türme des 12km a.ö. gelegtuai Krelutidtehenl FauarBoiU, Mib. FQKhareviaU (Oasth.! Sarb, Krone), bekannt darcfa d» Friedenssclilul! von 1719, mU 12D0OEiiiw. und elneu Denkmal des Füul«a miDBcli Obresowitscb (1780-1860). E. Sama, verfallenes aerb. Fort {in der NKhe Reite röm. Befestl- gnngen); 1. gegenCboc O-Polänfc«, Bf lerr.-ung. Grenzposten. DleÄtlB- ISafer der Karpathen begrenzen den Horizont. (10 V.) I. SiiÜiB {BahnralauT., mit 8 Z.), mit altem Eloitet, Endpunkt der Bahn TemesTSr-Bäzlns [Bahnhof beim Ländeplatz], — Die Donau tritt in das Bergland der Südkarpafhen; sie wird lä der hier beginnenden, 126km langen FluCenge, der EU>uni, n& 1900 bis auf 100, Eogar 60m znsammengedrüngt und sinkt von BS auf 37m Höhe Gber dem noch 950km eatfemten Mect. Bet BiilM beginnt die trefTliche SiSchmrji-Blraße, die 1834-37 von der nngoK. ßegietuHg bis Orsova geführt wurde. — R. (10 D. 50) nnterhalb d«f ■' Mündung desPet die ehem. setbiache Festung GraiiiJCÄI«. L,(llIT.2(rt ■ Moldova [3 St. närdl. die liupfergrubcn von Vj-Moldova). Die Ufer wecdea höher. Mitten aus dem Wasser ragt ein spitie^ Felsen (Babakaj) empor; gleich darauf, bei der Wledervetelnlgonj der Donauarme, am r.Ufer auf einer Felsnadel die malerischen TrSm-' mei der Feste Ooluiätt (QalamhoavSrJ ; gegenüber I, die Rnlne Li^ nMudr. In den Felsen viele HShten; ans der wassergefüllten HdhÜ Bon OoluhSlz [].) kommen nach dem Bauemglaubeil die SchwBrmo bSsartlger Stechfliegen, die im April und M|il dem Yieh hünflg ver- derblich werden. Unterhalb Golubätz I. eine Gedenktafel für dW Donau-ReguUerungsarbelten [1893). — Bei (13 ü. 45) Brentopo beginnen die Stromschnellen der Donao, die von hier bis Skela-Gladova über sechs Felarlffehinabrauscht. Dia Landsehaftlst ernst und großartig. B-dleFcIsriffefsiainndTacAtaita^ welter der 1891 x. T. abgesprengte Felsen Orehen [191m) ; dann folg* ein breites, von bewaldeten Haben umBcblosBenes Becken, — L. ds9 JOorf Svinica. — B. das seth. Stäätclica MllanoiiiU; \. &«*. (Uk ^Orme, Trikutf, argebl. röm. Uraprungs, wcvWi 4\BT>-i>AnTV™wWi P-X Caltidmje (r.J und Piaviawtcft Ol- naek Galait, ORSOTA. 4, RouU, 49 Dann beginnt die großartigste Strecke der ganzen Fahrt, der *Engpafi von Kas&n. Die Donau, auf eine Breite von 170m zu- sammengedrängt (bis 64m tief), strömt zwischen steil abfallenden, bewaldeten Felswänden bin (bedeutender Hausenfang; der unge- salzene Kaviar von Orsova ist berQbmt). Bis zur Erbauung der Sz^- ebenyi-Straße, die am 1. Ufer in den Fels gesprengt ist, war der Engpaß zu Lande nicht passierbar. Am r. Ufer sind die Spuren der von Trajan 103 n. Chr. vollendeten Römerstraße deutlich zu verfolgen, die von Orsova bis Golubätz an der Donau hinfQhrte. Sie bestand aus einem l,5'-2m br., über dem höchsten Wasserstand der Donau aasgehauenen Leinpfad; wo die senkrecht abfallenden Felsen die Ar- beit zu sehr erschwerten, war längs derselben ein hölzerner bedeckter Weg angebracht Die Löcher, in denen die Tragbalken befestigt waren, sind besonders in diesem Engpaß mehrfach sichtbar. Weiterhin am L Ufer über der Straße an der Felswand des Berges Sukaru die Veterani^Hohle, 1692 von dem österr. General Veteran! mit 400 Mann gegen eine große türk. Übermacht längere Zeit tapfer verteidigt. Die Donau ist hier 260m breit Unterhalb 1. Dtibova treten die Berge des 1. Ufers zurück. Am Ende des Engpasses, ö-6ra- dina gegenüber, erblickt man an der senkrechten Felswand des r. Ufers die berühmte Trajam-Tafel („Tabula Traiana''), durch Mauer- werk geschützt, mit der Inschrift: imf. cabsas divi. nebyab f. ne&ya TBAiANUs. AYG. OBBM. FONT. MAXDfYs. . . . Sie wurdo vermutlich zur Erinnerung an den ersten dacischen Feldzug Trajans und die Yoll- endong der Straße im J. 103 n. Chr. errichtet L. (3 U. 10) Orsoya (Gasth. : König von Ungarn, mit Garten an der Donau ; Oold, Hirsch, mit O&U ; Ungar, Krone., Stephanie, beide am Bahnhof), hübsch gelegener Flecken an der Mündung der Csema, österr.-ung. Zollrevision. ^4 St n. vom Landeplatz (am Ende der Stadt r. und auf eiserner Bogenbrücke über die Csema) inmitten eines Parks die Kronenkapeüe, an der Stelle, wo 1849 die ung. Königs- krone vergraben wurde. 5 Min. weiter der Bahnhof der Temesvir- Bokarester Bahn (S. 39 ; Fiaker in die Stadt 2 K, nach Herkulesbad, S. d9, lohnende Fahrt, 10-12 JT). — ökm unterhalb Orsova die kleine Insel Ada KaU oder Neu-Orsova, seit 1878 von Österreich besetzt, mit türkischer Kolonie und Basar, verfallenen Festungswerken, Fried- hof usw. Unterhalb mündet 1. die Bdhna, die hier die Grenze zwischen Ungarn und Rumänien bildet Gleich danach Verciorova (S. 39), Station der Eisenbahn Temesvär-Bukarest, die bis Jenseit Tum-Severin am Donauufer entlang läuft Das Eiserne Tor» das das Schiff unterhalb Verciorova durchfährt, ist die letzte große, 2340m lange Stromschnelle der Donau. An Großartigkeit kommt es dem Engpaß von Kazin nicht gleich. Das Strombett durch- ziehen zusammenhängende Felsmassen, welche einen 380m langen. Rücken bilden, dann stromabwärts ia öiei WivYeii ^\iQTS^Äl\fc ^^Äö.^s^ Eäbheleten kleineren Riffen eihebeti, BsvN\.^«^^ den Strom tkst Ms rom rechten XJlei öraroli^TJÄtcsu ^iNaSSÄV^^^»»'* Bmdeker*ß JToiifftantinopel u. KleSüMtoa. '^ L 50 Boule i. WIDDIN. Anf dir Donav. gefQbrteo ReBulienuigs&ibeitfD, duicli die eine Atufthl KUppan b BDltlgt und ein ITOOm langet K&n^ geaehaffen wurde, liegen «uf der r. (serblBohen) Selto. Am 1. Ufer die Balin und daneben die tiett- liohe, von der lumänlachen Regieiung als FoiUetiulig dei Szfohenyi- SlrsBe (S, 48] erbaute Kunautraße von OiBova nach Turn-Seveilo. Unterhalb des Eiaecnen Tores treten liuka noch einmal SleUwändfl an den Strom heran, dann umzieht der Dntetlanf der Donau (rumän. I>wuirea, buIgBF. Uunar) mit aeliT geringem GcKll und in einer Breite von duicbaehnittllcli TDO-lOOOm die einförmige rumänische Sbene, die oft hinter l'errasEen und einem eumpflgen, mit Nebenarmen dM Stiroma und Seen durchsetzten, mit GebüBch bedeckten Ufecslieiren verschwindet- Daa rechte Uferaüomen meietena, mit niedrigen Slell- rändem, lOO'^OOm hohe Bergxuge, die Aualäufer der vom Balkaa IUI Donau sich abdachenden balgailschen EreidetaCel. Im Strom, viele langgezogene Inseln. Die Siedelungen an den Ufern sind un- bedeutend und beeondera auf der bulgarischen Seite von großer Dürftlglieit^ am rumänischen Ufei nehmen sie häufig die Stalle rö- mischer Niededasaungen ein, von denen noch Mauerreate zeugen. — ß. zunäohrt das serbische Städtchen Kladovo, 1. (6 0.-6 U. 30 abends) Tom-fleverin (3. 39 ; xumän, Zollrevialon), Station der Elsenbahn Budapest-Bukareat. Von hier ab ostenropäiache Zeit, die gegen die mitteleuropäiflche 1 St voran iet. — Die Denan biegt In einem scharfen Bogen nach O. aus und wendet sich dann süd- lich. Am Bogeu, bei i/inono, beginnt auf dem 1. Ufer ein Wall („Ttt- jauswall", vgl. S. 37), den man bei der 'Weiterfahrt ostwärts ziehai, sieht. Wellet tiitlang an der I6km langen Insel Oihaio, mit dem gleichnamigen Ort, in dessen Nähe römische Trümmer liegerL — B. (9 U. 4& nachts) Badojewak, Auafnhrh&fen fQi die Weingegend um du KreUstSdtchen NcgoUn. Gegenüber Eadujewali 1. (9 U. 60) Gmia. — Bald danach mündet r. der Timok, der die Qrenze zwisdum Serbien und Bulgarien bildet. — Weiterhin auf der I. Seite (11 U. 26) Cttate, dann (12 D. 20 niEhta) Calafat, Städtchen von 6000 Einw., mit einem Denkmal zur Krianeiung an die Befreiungskämpfe von 1877 Im Zentrum (Zweigbahn von Oraiova s. S. 40). — Sohrtg gegenüber, anch durcb Lokalboote verbunden, J. (13 ü. 55 nachts) Widdin (Vidinl, erste bulgarische Station, Kreishaaptstadt von 15000 Einw., wichtig ala Usndelsort, da blf hierher kleine Segelschiffe bei gatera Wasserstand die Donaa heraat- kommen. Eine starke Garnison ist in Widdin untergebracht; von dar ehem. Befestigung stehen noch die Mauern und einige Türme. Die Stadt liegt an dfr Stelle der rLimiscben Bonama; im Uitlslaller wat nur über Dämme lugaDEllDh bat Widdin daiui dfu Türken «alt dem Ende des »lY. Jabrh., und besonders geeen die Husaen 18&a und 1877/73 aJs ßtftW- ^OB« gedient; im «orbiacb-bulgariscIiBii Krieg IB8S wurden die Werke noak S. (3 u. iO nachts) Lom-rtilankft. StÜ^fi^eti viniWÄ"£!a«i^ •öa/en fij, WestbuJgatieu und Irühei auo^Kt Sola, «oWiai 1 nach OalatM, RUSTSCHUK. d. RouU. 51 straBe fdhrt — WeiteiMn 1. (6 ü. 40 früh) Bechet, bei der MOndang des JUi (S. 40), r. (6 U.) Rahowa, — L. folgt der fischreiche See Potd. Bann kurz nach der (r.) Einmündung des Isker (S. 26) 1. Ceki, einst Malva^ Hauptstadt von Dacia Malvensis, mit römischen Resten, n. a. Sparen einer von Konstantin d. Gr. erbauten Donaubrücke ; bald da- nach (8 U. 20) Corabia, Endpunkt der Bahn von Piatra (S. 40). Hier und weiterhin unterhalb Nikopoli begleiten Sumpfseen auch das bul- garische Ufer. An diesem (9 U. 30) Somowit, Ausgangspunkt einer Bahnlinie über Plewna nach Sofia (s. S. 29). Dann 1. die Mündung des Alt (S. 40), r. der Osma; jenseit der letzteren (9 U. 60) Niko^ polt, malerisch in einer Schlacht gelegenes orientalisches Städtchen mit 6000 Einw., ehemals Festung, berühmt durch einen Türkensieg über König Sigismund von Ungarn (1396) und mehrere Siege der Rassen über die Türken im xix. Jahrh. Die Zitadelle, auf der West- höhe, ist im Verfall. — Gegenüber, am 1. Ufer, in dem fruchtbaren Bezirk von Teleorman, (10 Uhr 5) Tum-Magurels, Endstation einer Zweigbahn von Gostesclt (S. 40); das Städtchen selbst, bis 1829 tür- kische Festung, liegt 4km landeinwärts. Weiterhin 1. (12 U. 20 mit- tags) Zimnicea, wo ein Seitenarm der eben gen. Zweigbahn mündet; r. gegenüber auf steilem Ufer (11 U. 46) Swischtow (Sistow), lebhaftes bulgarisches Handels- städtchen von 13000 Einw. am südlichsten Punkt des Donaulaufs, an der Stelle der römischen Lagerstadt Novae, — Bald nach Sistow mündet r. die Jantra, Die Donau verbreitert sich. L. weiter Blick auf die rumänische Tiefebene. In der Feme werden die Minarets von Rustschuk sichtbar. R. (2 U. 6-2 U. 36 nachm.) Baitschak, bulg. Buue, — Gasth. : H. Isla-Haneh „Schweizer*', neben demfürsil. Eoniüc. nnweü der Lande- brücke, mit Oartenrestaar., 20 Z. su 3-8 fr.; H. Continental, n. a. — KovsoLATB. Deutsche» Reich: Dr. Lange; Oiterreich- Ungarn: Ot, Trojan. Rustschukf am r. Ufer der Donau und des jLom, der hier mündet, lang von S. nach N. hingestreckt, mit 33 000 Einw., ist die günstigst gelegene Handelsstadt Bulgariens: Stapelplatz des östlichen Bul- gariens hat es Eisenbahnverbindung nach dem Innern, nach Sofia, nach dem Schwarzmeerhafen Warna, und liegt gegenüber demDonau- hafen für Bukarest, Giurgiu. Als Übergangspunkt spielte es in dem russisch-türkischen Kriege eine Rolle, wurde vor 1877 mit neuen Forts verstärkt und erst nach dem Waffenstillstand den Russen über- geben ; die Befestigungen stehen z. T. noch. — Die Landestelle be- findet sich in der Mitte der Westseite der Stadt, die Landebrücke der Lokalboote nach Giurgiu 6 Min. nördlich, der Bahnhof ^2 ^^ nördl. an der Donau, vor der Stadt Die Stadt macht im Innern mit engen winkligen Straßen und 29 M oscheen noch ziemlich orientalischen Ein- dradE ; die Modernisierung nach einem neuen Gesamtplan hat kaum, begonnen. — Oegenüheij auf dem lum^ulft^cni Q^I^Til«.» - cvr^tv (8 U. 30^ V. nachm.) Giurgiu (QiuTgeaJO), ^\».^\ ^^xj.^^«» maw., Hafen /ZbrBokaiert (Ei8eii\>ahiiN«t\Axi^x)a^%*^*^ ^^isa 52 Soule 4. BRMLA. Auf der Donau Btadt eenet driogen die SohitTe nni bei günstigem Wusentuid voi gewöhnlich halttn sie bei Bmarda, dkm Satl., wo such die EigentiBhiL Ibcen ADsga.ngspuQkt hat. Gioigln, die TheodoropoUi dei Körner, . wurde im sit. Jsbrh. tdh den Genuesen, die an der unteren Donaa den Bändel in Hunden hielten, nengebaut und Htm Giorgto gen»ant; ibie Zitadelie erbob sich auf deigrQnenlnsel vor der Stadt. — LokiL- dampfei fahren In ^/( 3t. zum buIgariBcben Ufer Dach RDStaehulc Weiierbin r. (6TIlir20abenda) Tiitrakan (Turtakaa) ; gegenüber I., in dem Winkel zwisohen dem hier mündenden Argt^ und dai Donau, auf den Ruinen der von Konstantin d. Gr. eibauten Feetong Coiu'anliola, (6 Fhr 36) Oltenita. — Die Ufer werden immet flaohe^ das Strombett verzweigter, die Niedening Bompflger. B. (8 Dhr 56 abends] SllistTia, buigarische Kreisstadt von 13000 EInw. Stelle des iSmlaohen BuroslDrum, Tor 1878 eine der wic_..„ DonaufeetnngeD. (Nacli Calanf I a. S. 40.) Ösll. davon, bei dem alten Fort ATab Taiii, beginnt die Sobrudjc'ia <' gegenüber trenat sieh vm der Donaa der Nebenarm Borna (spr. Bortsclia), mit dem Haupt' arm die gegen lOOkm lange Wiesen- und Sumpflnael Balla badend, die bei hohem Waeserstand fast ganz unter dem Stromsplegei rer- Echwindet — Am r. Ufer {9 Uhr 40 nachts) Ottina; weiterhin Ba- ^ov>a; 15km eüdl, liegen die Reste eines vlelieleht von Ttajan tor richteten Siegesdenkraala, AdamklM genanni — Ca, Bkm weiter aetst die Bauptlinie des Tiajanawalies (9. 57) an. Dann unter demPodid. Regele Oarol, der Oemavodi-BrückefS. 36), hindurch naeh (12ühr W nacht«) Cemanodu, Stadtchen von 3000 Einw. [2 Uhr 30 nachts) mtiova, Städtuhen am Fuß eines am r. Df« nach W. vorspringenden KalkrückenB mit steilen Felswänden, der auch die Donau in einem scharfen Bogen nach W. gedriiQgt hat Dieser flieCt der Borcea-Arm (e. oben) wieder tu nnd weiter abwKrta, vor 1. (3 Uhr 15 nachts) Gura Jaiomita, die gelbe Fiat der JaUmitai von neuem trennt sich die Donau in zwei Arme, die eine iwelt^ gleidi det früheren von Gräben und Seen durchsetzte, 60km langt Balta-Insel nms c)i ließen : r. die alte Donau, 1. der verzweigte jetiigt. Uauptirm. — Lang vor der Ankunft wird Braila sichtbar, das alä auf einer Terrasse über der Donau fächerförmig ausbreitet L, (b U. 30 morgens) Brailn. — Q^isTH. : h. Sptandida, mll gut« Rastaunnl; H. Franvaia (/'ronwij. ebenfalls mit Oafv,VdTBS»( naek GdUA%. OALATZ. t. RouU. 53 die Seedampfer herauf (Peisonendampfer nach Konstantinopel s. S. 45); eine Bahnlinie, deren Bahnhof im NW. der Stadt 3km von der DampferlandebrÜeke entfernt ist, verhindet Braila mit Galatz und BnzSü (S. 36). Im roasisch-türklBchen Krieg 1770 niedergehrannt, von den Türken neu befestigt, 1828 den Rassen übergehen, hat sich Braila im xtx. Jahrh. zu einer modernen Stadt mit breiten graden Straßen und elektrischer Trambahn entwickelt; an seine Stelle als Festung ist Galatz getreten. Im S. V4 ^^ ^or der Stadt, unweit der Bahnlinie, der Denkmalspark mit einer Pyramide zur Erinnerung an die Befreiung von der Türkenherrschaft 1828. Weiter auf dem jetzt bedeutend yerbreiterten Strom, in den 1. der Sereth (S. 36) fällt, nach dem nur 17km entfernten (7 Uhr 20 morgens) Oalati (Qalati). — Gasth.: H. Concordia, im Hittelpunkt der Stadt, mit 2i Z. zu.'2-b fr. (deutsch gesprochen); H. Continental; H. Holdavia, H. Eckstein u. a. — Konsülatb. DeuUche» Reich: Marheinecke, ötterreUh-Ungam: v. Borhek, beide Oeneralkonsuln; KUderUmde: L. L. Schmierer. — PAß mid Zoll s. S. xv; Revision beim Anlandgehen. Die Landebrücke des Österreich. Lloyd befindet sich neben der der Donau-Dampfschiffahrt, die der Navigazione Gen. Italiana inner- halb der Docks. Bannhof s. unten. — Agsktub des ötterr. lAoyd: N. Qer- gomilla, Strada Portului 63, am Donauquai; der Naioigtutiofu Oen. Jtäliana: Gattomo A Co., gleichfalls am Quai. Oalats, Endstation der Donaudampfschiffahrt, Ausgangspunkt der Eisenbahnen nach Buz^ii (S. 36), Mara^esci (S. 36), Ja^Y (S. 36), und mit Braila der Seeschiffahrt (S. 64), hat sich in 70 Jahren von einem Ort von 8000 Einw. zur vierten Handelsstadt an der Donau mit 64000 Einw. entwickelt; es ist der Ausfuhrplatz für die landwirt- schaftlichen Erzeugnisse der Moldau und Bukowina und auch für Holz aus den karpathischen Wäldern. An der Donau gelegen, im SW. vom 3ereth, im 0. vom Braten-See und dem Pmth flankiert, im NW. von einem Wall starker Werke geschützt, bildet es in hervorragender strategischer Lage den Kopf der seit 1887 angelegten rumänischen Befestigungslinie von Foc^ani zur Donau. Galatz ist Sitz der Euro- pSisehen Donaukommission, die die Schiffbarkeit der Donaumündung fiberwacht, der Pruthkommission, einer bedeutenden MiUtSrmacht und eines Flottenarsenals. Es war schon im Mittelalter eine blühende Handelsstadt 1789 und mehrmals im xix. Jahrh. wurde es von den Bussen und Österreichern besetzt, 1821 von den Türken verheert Unten an der Donau breitet sich im W. die AlUtadt (Mahala) aus, mit den Quais, aber sonst engen unregelmäßigen Straßen, vielen kleinen Kirchen und, ganz im W., einigen Kasernen. Im 0. schließt sich ein neuer, geradliniger Stadtteil an, der den Hafen mit den zu- gehörigen Anlagen und dem Arsenal, und 10 Min. nördl. den Bahn- hof enthält und gegen den Brate§-See hin durch einen Damm ge- schützt ist — Auf dem Plateau daiubet cntt^^Yi.^V^^^'Ä»»^^ mit breiteren geraden Straßen, dem gto^ti ^\j^^\%%a!Ä^ ^^^^ PabbUes gegenüher dem biBclkonicVkeTi ^Pi^^V* «^ \«^w:^^»«*»^ großen Spitälem nsw. 54 Houle i. TDLCEA. Ton Q'aXait Von Oal&U 'bJB Sulina sind es nuf derDdna.u noch 14Skin, die die Seedsmpfer in einem lialben Tsg zarQcklegen. L. fotgan dem, ^ RrateB'See eine Reite älmücher, durch Sumpfland tou der Donau gelteiinterMündungBseen tiefliegender ZnfiilBse. Der Strom ist «iede» in seine frilliere östliche Richtung gedrUngt worden und bildet als Fortsetzung des PruCA, den er lintis bald liintci Galalz aufnimmt, dia Grenze gegen Rofllaud. — L. folgt Eeni, rusalsclica StSdt«hen von 7400 Elnw., Ausgangspunkt der Bahn nach Bender ; r. iiaecta-i da* iSmiache iVovioffununi. — üOkm von Qal&tz gabeln sich dleMündungs- irme ; der nördliche Kilia-Arm, der die Grenio gegen Rußland bildet, ist der weit stärkere \ er führt zwei Drittel der W&BSemiaase mit, \A aber häufig nicht einmal 3m lief, an seinen sieben Mündungen durcb eine Barre in Im Tiefe gesperrt und erst seit 1900 für kleinere SchilTe befahrbar; die inssiscbe Donau-Schwarzmeer-DauipfBOhiffahrtB- gesellsebaft miterbält eine Linie darauf. Der südliche oder 51, Otcn^i-Arm wendet siel in vielen Wln- dnngen b.Ö. dem Meer cu. Er Ut6'llmüef, aber darcb eine üu~ tiefe von 1,Gm vor seiner Mündung für die Durehfalirt gesperrt. Dei Person an dampfer fährt auf Ihm itunächst nach TuXcsa, der größten Stadt der Uobrudaeha (20000 EinwO, zwisehen östl, imd wesU, dch auBdehnenden Sdmpfen auf dem Plateau gelegen, da« hier an dia Donau herantritt, mit Festungswerken und belebtem Hafen, den die Itslieniachen Dampfer gelegentlich herühren. 1904 wurde hier «nt einerAnböha ein Denkmal, «on Vasilescu, zur Erinnerung an die Be- freiung der Dobrudsoha (1878) erriolitet. Das Schwemmland, das die beiden Anne nach N. und 3. nooh überragt, bildet eine sumpfige, soliitftewacbeeue Wildnis von 2500qkm. Bald hlnlei dem Donaubogen von Tulcea zweigt L ata dritter, der Sulina-Mindunyjamt, ab, der mitten durch das Selta- land Mndur^^hfließt. Er lUhrt nar TO/o der DonauwassetmMBe ttnd iat nur 100-130m breit, aber durchweg schiffbar (Minimaltiefe nach den Begutierungsarbeltan 6,:gm) und Träger des ganzen GroSverkehn QShrlich ca. 1400 Schiffe mit IVj MiU. Registertonnen). An Miner Mündung, auf der Südseile des Elnfabrtakaasls, der eeine Molen ««U Ins Meer vorstreckt, ist auf einem Pfihlrost das Stadtchen Snliiu er- ' baut, mit gegen 6000 Einw. (ÖEterraiohisch-Üng., Nledarländ. Tiie- honsttlale). Die Hauptgebäude, u.a. das Palais der DonaukommisBioai liegen am Qual. Sulins hat einen Freihafen und ist SlatioD der öater- relchlschen und Italienischen Schiffe (Landebrücke am Quai). Die Fahrt ton Sulina nach Konstantlnopel (ca. 270 See- meilen) über das SoÄuJorte Jlf«r (S. (il, 38) machen die Dampfer in 1 s/4-3 V« Tagen. Die italleniBoheii Dampfer legen nach Sstandlgei fahrt In CcmOantxa (3. 37) an, dem Endpunkt der Bahn von BuzBü oni] Baksrest nnd Ansgangepunkt dea romaniBöiCTi ß^Wtenstea naclt ^OBttantlnopBl. Die ßsterretchlscben SclAWe \aMloii Oan»^M\'ixi. wto. , /„jf,'*^'"*««"; in den andern Woclien geilen öe-iönaoVm^i \"/* ^agaa naoi Burgas. nach Konstantinopa. SUBGAS. 4. Route, 55 Bnrgas (Gasth. : H, Commercial^ H, 8t. Petersburg; Deutscher Yizekonsal: de Aldrovandi), neugriecliisclL Pyrgos^ ostrumelische Kreisstadt von 11 700 Einw., Endpunkt einer In Tlmowa-Seimenll von der Bahn Sofla-Konstantinopel abzweigenden Linie (S. 31), liegt an der tiefsten Bucht des weiten Golfs von Burgas zwischen flachen fischreichen Seen, die z. T. durch künstliche Öffnungen mit dem Meer verbunden sind, und Sumpfen. Als Hafenplatz führt Burgas, das allerdings nur eine offene Beede besitzt, die landwirtschaftlichen Produkte Ostrumeliens aus, besonders Getreide und Bosenol. Außer den genannten verkehren hier noch folgende Personendampfer: ö»terreickiieher Lloyd (jeden zweiten Fr. nach Constantza, 14 St., und Odessa, 2 Tage) ; RiatUehe Dampf*chiffährtsge»eü»chaft (jeden zweiten Di. nach Kon- stanunopel \ jeden zweiten Mo. nach Odessa, i^J^ Tage) \ BtUgaritche EcmdeU- guellteh^/t (jeden Mi. nach Eonstantinopel ; jeden Mi. nach Warna, ö 8t.); Ifeue Oriechüehß Damp/schiffahrt (jeden Di. nach Konstantinopel, 12 St. ; jeden So. nach Warna). Von Burgas nach Konstantinopel braucht der Lloyddampfer, nach Vstäg. Aufenthalt, noch ^2 ^&S* I^^r italienische Dampfer fährt von Gonstantza direkt nach Konstantinopel, in 21 St, oder wenn er auch noch Burgas anläuft, in 1^2 Tagen. Über die Fahrt durch den Bos- porus und die Landung in Konstantinopel vgl. B. 8 und S. 71/72. 5. Nach Odessa und von da zu Schiff nach Zonstan- tinopel. Von Berlin nach Odessa. Schnellzug in 40-49 St., über Breslau- Lemberg-Woloczyska (von hier ab im schnellsten Zag D-Wagen nach Odessa), 1775km für I. Kl. 147 Jt 80, II. Kl. 96 UlT Sö^ über Alexandrowo-Warschau- Brest (Schlafwagen Berlin-Warschau, Zuschlag I. Kl. 10 Ui^ 56, II. Kl. 8 Ui^ 44; D-Wagen Warschau-Odessa), 1825km in 43 St. für I. KI. 106 J( 20, II. Kl. 71 J( 86. Dazu jeweils noch die Gebühr für die Platzkarte. Dampfer von Odessa nach Konstantinopel, 844 Seemeilen (vgl. S. 57 und S. xxii, xxi, xix): RtusiscJie Dampf tehiffahrUgesdhcha/Ljtäen Di. vorm. und Fr. nachm., direkt in 82-40 St. für 28 Rubel = 80 fr., 15 Rubel = 80 fr., mit Verpfl.j über Warna und Burgas, jeden zweiten So. vorm. in 3 Tagen für 20 Rubel = 63 fr., 13 Rubel = 42 fr. ohne Verpfl. \ — Natigaeione Qm, JtaUanay jeden Fr. mittag in 2 Tagen, gewöhnlich über Bnrgas, manchmal Gonstantza, für 68 fr. 60, 47 fr., Verpflegung einbegriffen ; — österreichischer Lloyd . jeden zweiten Mo. mittag in 8 Tagen über Constantza und Warna für Gulden Gold 47.20, 82.50 = 128 fr., 81 fr. 35 einschl. Verpflegung ohne Wein. — Dampfer der Deutschen Levante-Linie laufen etwa alle 3 Wochen, besonders auch auf der Heimkehr von ihren jährlichen 12-16 Exkursions- reisen, IVs Tage nach der Abfahrt von Odessa Konstantinopel an ; Näheres erfährt man auf der Agentur (S. 67). Für die Reise über Odessa ist ein Paß (S. xv) mit Visum des russischen (4 Jl 90) und des türkischen Konsuls erforderlich. — Russisches Geld s. S. 67. Von Berlin über Breslau bis zur Österreich. Grenzstation Oderberg (Babnrestanr. j Zollrevision für beide Richtungen), 6Ö2km, Schnellzug in 8-10 St ; von da über Krakau und Lemberg (y^U Bxdeker*s Österreich-Ungarn) zur Ius8\aci\iWvQiTwafe^^^^^5^'^^^"^^^^• ffsysJkx bei Herkunft aus Rußland ZoWie^\s^OTv^ Vti ^olos^o-^!^ BäbDieatäUT.) bei der Hinreise Paß- \möi X^Yäk^Nötl %\ss«Ä»ftsss- 66 Bculf 5. ODE83A. 676kni ia 15-18 St.; — von da Wb Odessa, B47km {613 Wem) In iVU-iä St (vgl. Biedakei's BußUna^ Petenburger Zeit, dlB gegen die mitteleuiopäijche 61 Min. voran iet): die Bahn dnick' sehnetdet dsa fmcbtbiire Oonveraement Podolien, dann das Bsche, waldlose Gauv. Cheissän, ohne Ort« yon giöEereoi Inteiesae ui be- TÜbxcni 163kai >SAnt^Ti7ifta (Hahnrestaur.), wo die Linie Wanchao- Odeeu sich mit der Lembergei vereinigt; 360km Binula (Baha- leetani.) ; 475km Raidjeinaja(Ba}inreafAai, \ Zweigbahn über Bendfll nndKlachinewnach JsBäy, 24ukm)i B14kai Gniljakoieo. Dann lieht eich die Bahn in weitem Bogen anderyorsladtMoldawänkaanddem Süterbahnbof Torilber um die Stadt hemm naoh (647km] Odrua. Von Berlin übe rThern, wo bei der Herknnft aus RnSIand die Zollievisioü Btattändet, zur ruEmsRheo Grenze imd. naeh AUzaadrowo (gutea Bah nrestaur.), 401km, Schnellzug in 7'/^ St.; für die PaB- und Zollrevision bd der Hinreise nach Rußland 1'/« St Auteathalt; — von da blB Wandiau, 23Bkm, SchnelUng In G St ; — von da naeh Odessa, 11S9km, Schnellzug in 25 St: die Bahn fQbrt dnich Aea waldreichen üsHiBhen Teil des Gouvernsments Polen nach pMÜkoi) Srcat'Litdwtk (Bahnrestanr.), wo die Ronte nach Moakaa abgeht: daun durch Wolbynien nach {673km) Birditichein (Bahnceataur.) nnd (699km) Kasatin (Bahnrestsur.), Knotenpunkt der Bahu nach Kiew ; welter s.w. naoh (SOStm) Shmcrinka, wo die Linie Lemberg-OdcBaa erreicht wird, b. oben. Die durchfahren en Gegenden nnd die Sta- tionen außer Warschau bieten wenig Interessantes; Näheres in Bxdeker's Rußland. Odeasa. AsKDHTT mit der Beüio Im Bai^lbalmliii/ (PI. D 7), auf dem Kullkfwo Folei diKb kann man aoch in 30 UId. lum Bauhof Odmo-ffVsiCPl.DEU WBlterfabren. — Dretdilm vom Hanptbaluiliof i Einsp, OÜ Kop., Zwelsp. 1 &., eicht aufs Keec, Bl LoBdoDfPl. biDü), NikoliüewBkiJ-Boulevard 11, i "' ~ "■- " ■■" Kop., ö. Sl-3 Uhr) 1, M. C Hlkoldjewam-Baulevaid, mU Auuicbi aa& Hc«f, 60 Z. von 3>/i E. Bi_, ,. BO Kop., Ö. (11-1 Uhr)»?,, M. (1-1 Olr) H/. R.; "jEwrap^iakaja (PL ii D &). PdicbkiDskaja L i. T. deaUche Bedlenune, viel KauClanle, TD Z. von l>/ia. an, F. 60, O. {ll-lUhr)7öKop., M. (1-T Ü.) IV. B.i 'Bristol (PL li ' D b). Ecke FüBchkiiukua IQ und pDlli«teki)B, Z. li/rl.^ B., F. 60 Kap., O. (11-a Ohr) '/i, H. (i-8 mir) 1-a ». — Hoi. ds Paris (I-arlibakajai PI. f: D ö), Piiaehkinikaja 8; H. Passage, Kcke Deobäasowikal» und FiWibnsbf nakaja (PI. C 5) ; Z a n l r i i n a j » (PL h : C S|, Pnobraili&akkla (8. flO), out im Sommar, mtt schiiDer Am- icbt, Nikolai-Boulavard (S. E6i aar Im Summ«), O. 90 Kap., H. 4-i£.' Bärae (S. 60;, U. SU Kop.; Bavarla, Koke Deribiaiawakf)« II. JllKäiUJifwskaJi (PI. ü 5), Haua KeU, .....= .. Ae/rfen M. OÜ Kap. — H. Bruhos, Derlbiäsowaliaia Y«, /t.i: .nf^'™ FrÜbatilckaioltMl; Joaoph ■Weür-Ni.s ' V" IfJ. n aj, Baui JalowiWw, eulea Blei, viel voa ^^ i ^1= , 1. ' "^^-' ^V^xr.\:-i> ODESSA. Ö.S0UU. 57 — Stbhbibbballbn : Eatharinenplatz, Haiu Gagärinj Ecke Preobrash^nski^a und Derib^ssowskaja, Haiu Mendelewitsch, u. a.^ Oafis : Fanconi, Ecke Jekaterfninskaja und Deribässowskt^a (PI. D 5) Tiele Zeitungen), stark besacht; Bobinat, Jekaterfninskaja, nahe dem llikoldjewskJj-BouleTard (PI. Dö); Liebmann, Ecke Preobrash^nskaja und Deribässowskaja (PI. G D 5)-, Palais Royal, Lansherönowski^a (PI. D 5), Caf^-Bestaurant. Theater: rassisches StadUheaier (PI. 25: D 5), am Theaterplatz, für Opern und Dramen. — Theater Stibirjaköw, Ecke Gherssönskaja and Eönni^a (PI. C4). für Oper und Schauspiel. — vergnttgungslokale: Alexanderpark (8. W)); Arkadia (S. 6()); Kleine Fontäne (S. 60). — Zirkus Sanzen- b a eher (PI. 30: G 4), auch Yarit^td-Theater. Droschken (Iswöschtschik). Ein$päwMr zum Hauptbahnhof, mit Ge- päck, 86 Eop. ; nach oder vom Quarantänehafen, mit Gepäck, 70 Eop. \ die fVfthrt innerhalb der Stadt 20 Kop. ; die Stunde 60 Eop. ; jede folgende V« St 25 Eop.; nach Lansheron 30 Eop.; nach der Eleinen, Mittleren, Großen Fontäne 75 Kop., 1 R. 10 Eop., 1 R. 50 Eop. — Zweispänner (Phaethons) das Doppelte. Pferdebahnen:' vom Haupthahfihof (2\. D 7) durch die Rischelj^wski^a LansherönowskaOa, Gherssunskaja zum Krankenhatu (PI. B 0 3); — yom Gmerhahnhof (PI. A 9) durch die Stepowäja, Pröchorowskaja, Tiraspöl- skt^a, Potschtöwi^a zum ///. Qpmnatium (Fl. E 7), alle 8 Minuten; — yom Aken KirchJwf (PI. G 8) bis unterhalb des Wojinny-Bpufik (PI. D 4), alle 5 Min. ; — Ton der Ecke der Preohrcuhinekaja und AmaüUkaja (PI. G 7) nach der Kleinen Fontäne (S. 80), alle 10 Min., >/« St. (Abzweigung nach Arkadia) \ '~- Ton der Ecke der Kanätnekja und JewrHekaja (PI. £ 6) nach Laneher&n (PI. F 6), alle 10 Min., 10 Min. — Dampfstraßenbahn: yom Kviik6u>o Pole (PI. D 8) nach der Grojkn Fontäne (S. 61), alle 25 Min., in 8/4 St., 15 Eop. zur Mittleren, 20 Eop. zur Großen Fontäne. Hauptpost ft Telegraph (PI. G 4, 5; S. 59), Ssadöwaja 8. Briefe ins Ausland 1(), Postkarten 4 Eop. Buchhandlungen: Emü Bemdt^ E. Stadelmeyer ^ beide Deribässowskaja (PI. D 5). — Deutschs Zbitumq: Odeuaer Zeitvng. _ — Evanq. Hospital (PI. E 7) der deutschen Gemeinde, gut eingerichtet, 5 u. 8 R. täglich. Banken: Reieluhank (PI. D 6), Potschtöwaja 9 (geöfinet 9Vs-8 I3hr): 0. Chaifiey Rlschelj^wskaja; Cridit Lyonnait^ Ecke Rischelj^wskaja und Lansherönowskaja (PI. D 5; 104 Uhr). — Wbohbblstdbk : /. Gruber, Deri- b^ssowskaja (PI. D 5). — Geld : 1 Rubel (R.) zu 100 Eopeken (Eop.) un- g^ähr = Ujf 16 Pf. Eupfermünzen gibt es zu 1, 2, 3, 6 Kop., Silbermünzen zu 6, 10, 20, 26, 50 Eop., 1 R., Goldmünzen zu 5, 10, 71/2, 15 R. ; außer- dem Papiergeld (Ereditbillette), zu 1, 8, 5, 10, 25, 60, 100, 600 R. Seebäder in den Fontänen, Lansherdn (steinig), Lustdorf (stärkster Wellenschlag), usw. Konsulate. Deutschet Reich: Generalk. A. Schäffer, MarasHjewskty'a 4 (PL B ö, 6; 10-2 Uhr). — Ötttireich-Ungam: Generalk. Wodianer v. Maglöd, PoUz^iskaja 4 (PL C D 5: 11-3 Uhr). — Niederlande: J. W. Muntz. — Rumänien: Jamskäja 96 (11-2 Uhr). — Türkei: Easjirmenny Pereülok 7 (11-8 Uhr; Paßyisum 20 türk. Piaster Gold oder 1 R. 80). Polisei: Preobrash^nskaja 88 (PL 23: G 6). Dampferagenturen: Rutsieche Getaitchafl für Dampf tchif fahrt und Handel, Lansherönowskaja 6; ötterr. Lloyd, M. Galic; Nacigatione Generale Italiana^ Vitale ft GaUian; Deutsehe Levante-Linie, Mc. Nabb, Rougier ^ Go. Bei beschränkter Zeit (»/«-l Tag): Nikoläjewskij -Boulevard und Ealharinendenkmal (S. 68); — Fahrt durch die Jekaterfninskaja, Preobra- sh^nskiya, Deribässowskaja und Püschkinskaja (bis zur Börse); Alexander- park (8. dO), Lansheron (S. 60). OdeiM, im Gonvemement Cliei886ii, Site. evÄ%» \pÄ^P«AiQö.*^^- biseboü, des öeneralkommandoB de» \131. kImefe\öT^^^ ^^T^^^ muißehen Knivewltät, usw., vieitgiößte ÄU^t^^vfi^^^^^sß^N.^-'»'^^^^ L 58 SoutüS. ODESSA. Ein«,, darnnter gegen 6500 Deutsche, zahlrcloha andere Auslände^, ülier Vs Juden, Ist die nicbtigsle Dsndels- und Fsbiikstsdt iQi Seliwsizen Meer. Der Wert der Ausfuhr (bsuptsächJich KornfrüehuJ' betrag 1902 96 Mill. Kuhel. Das Bes^ript, In dem KUbarJna 11. die Or^ndong der Stadt beTaliL datiert todi 37. Hat 1781; dac Grundstein wurde am 22. Aug. d. 1. yaS Admirsl J. deBIbai |»legl. Den Namen erblelt dfs neue Stadt, dleauidem kleinen, Istaiiscli^arklicben Ort Ohadtbibfv erwuchi, Termutlleh ran eInMb »BFmatlBcHeD Hafen Odesiu», dei In der Nabe eBlegeD taaben BolL Von )^ biiJ IBüS war Odessa Freihafen; groDe Verdienste um die Stadt ertnrlMS eich als Oeneralgonvenienre der Henog Ton Biclieliea nnd Tüiti Woro»' ilSw. ISül -aaiie die Stadt erfolerloa Ton der rraiiiii3i8eb.engtliclien FIoM! anBegrinen; ebenso wlrkunplos war lSTfi-T7 die Blockade durcb tBrkiHU KriegsActiit]'e. _ Odesia liegt etwa 32km uüidlich tou dec MQaduDg dei Dqjelf au einer gegen Yersandung geschüizten, weiten und äeCeu BocU^ c. 4Tm übei dem Spiegel dea Schwarzen Meere« auf dem hier mdat Bteü abfallenden, mehrfach fon tiefen Hohlwegen (Owrägi odeiBflk^ durchs chnfttenen Plateau der ponüschen Steppe, an desBen Bande e|<^ Elch c. 6lim lang hinzieht. Breite eleh lechtwinklig gcbneidendf StraQen mit gutem Granitpflaster, überwiegend mit Baumieihen ver- sehen, machen die Stadt zu einer der cegelmäüigaten und Btattliclut«ft HnßlandB. Durch grüßte Ausdauer und BOrgfältigate Pflege wardeo dem nndankbareti Boden Anpflanzungen abgerungen, die bei det völlig baumlosen Umgebung mit Recht der Stolz der Odessaer sind,, besonders der Nikolai-BouleTard und im Südosten der Stadt daii Alei anderpark. Frivatgürlen mit Landhäusern (Dstwben) ziehea sich an der Ost- und Sadeeite auf dem Abhang zum Meere htn. DU Bsumateilal für Odessa lieferte der weiche MuacheliiaJketein, der sieh 15m unter der Lebmaehicht des St«ppenbodens findet, ao ein Teil der Stadt yollständlg untarhülüt ist. Den Bobünsten Teil der Stadt bildet der breite, 450m 1 'Slkolai-SoiilevMd (PI. D E 4, b), der sich am Bande des Abiunp oberhalb der Häfen hinzieht, auf der einen Seite von atattliclien Ge- bäuden, auf der anderen von vier Reihen Bitumen und Anlagen b^ grenzt, überall mit prachtrollei Aussicht anf das Meer, lia Frabjahi der Sammelplatz der vornehmen Welt Odessas, wie Im Winter dl^ DerihJssowBkajB (5. 59). Im Norden bildet dag Wotons/ämstiht Par laia den Äbethlufl der Häuserreihe. Das kaietrliche Etkloß (PI. D 5) nnzugänglich] ist zugleich Wohnung des Überkomm andierenden def Truppen des Odesaaer Militärbezirks. Vor dem Eingang ini Jeki-j terfntnskaja (am Boulevard ein Caftf-Kestanrant i S. B7J steht dl«' 1826 errichtete BrontMlutt« da HetxoB» lOn Äicftelieu (PU 24), , Geneialgouvemenr 1S03-14 ; der Herzog ist in lümischei Tracht d«» ' geatellt. Unweit Jüdiresll. auf dem Kathoilneiielati erhebt sieh das 10,gm f ioie Deniaal der KaisCTiu K(itliaiinB,ll. (VI. W\ Yi ü^, V'^ÄmA. eiaem Entwurf von ömCIrento (AretoeW) ani Popow \y''iiS>i»a**i ^niebt^t: auf einem Bäiilentöimigen GianVtBoclieV 4\e Wiotit*^*««. ODESSA. ö.SouU. 59 der Kaiserin ; darnnter am Sockel die Bronzeflguren von Fürst Po- ttfmkin (vom), Giaf Sübow (r.), Ingenieuioberst de Volant (1.) und Admiral J. de Ribas (hinten). — Jekaterininskaja-Straße s. S. 60. Vor dem Richielieu-Standbild führt eine mächtige, c. 12m breite Oranittreppe von 193 Stufen in zehn Absätzen, an deren unterem Ende sich die Nikolaikirche befindet, zum Meere und den Häfen hinab (r. daneben eine Drahtseilbahn, 2 oder 3 Kop.). Südöstl. der sog. Quarantainehafen (PI. E F 5). Daneben 1. der Neue und der Kohlenhafen, beide für Schiffe aus russischen Häfen. Am weitesten 1. der Praktische Hafen, Am Südende des Boulevards erhebt sich das stattliche, in grie- chischem Stil mit zwölfsäuliger Vorhalle erbaute Stadthaus (^DCima ; PI. 4 : DE 6). Davor ein 1888 aufgestellter Brunnen, mit einer Bronzebüste des Dichters Puschkin (S. 60). An den Boulevard grenzt westl. von der Duma ein mäßig großer asphaltierter Platz, in den die Püschkinskaja (S. 60) einmündet An der Ostseite das Gebäude der Stadthibliothek (PI. 1 : D Ö), worin auch das Altertümermuseum untergebracht ist. Die Stadtbiblioihek ist werktags 10-10 ^(ai-Augast 7) Uhr, Sonn- und Feiertags 11-8 (6) Uhr geöfihet; sie sählt über 100000 Bände. Das jMtertümermuseum (Direktor: Dr. £. von Stern) ist außer Mi. und Feiertags 11-4 (im Winter 3), So. 12-3 Uhr unentgeltlich zugänglich. Im Eintrittsraum Marmorfunde 0»^öpfe) aus griechischen Kolonien an der Küste des Schwarzen Meeres. B. der Hauptsaal: Schmucksachen^ Terrakotten (u. a. Kiobidenreliefs) und Vasen ausPanticapaeum und Olbia; griechisches und römisches Glas, usw. Im dritten Zimmer eine reichhaltige Sammlung von Münzen (Zutritt durch den Direktor). Im Untergeschoß (Treppe vom Eintrittsraum): große, griechische Amphoren, Sarkophage, Inschriften auf Marmor, Orabreliefs, Funde aas Tyras (Akkermann), voi^eschichtliche Funde ans dem nördl. Beßarabien u. a. Im Hof Säulenkapitale, sog. Baby (roh gearbeitete Steinstatuen) und türkische Denkmäler. Der Lansherönowskaja in westl. Richtung folgend gelangen wir im (t,) Adelsklub vorüber zum Theater platz mit dem schönen 8ladtikeater (Ph26^, 1887 nach Plänen von Fellner & Hellmer erbaut Südl. vom Theaterplatz führt westl. dieDeribdssowskaJa, mit den glänzendsten Läden der Stadt, vorbei am (r.) Derihässow' OarUn (PI. 0 D 5), zum Ssobornaja-Platz (Fl. 0 5), mit An- lagen, Springbrunnen usw. An der Westseite des Platzes die 1794 gegründete Xathecirale inr Verklärung Christi (PL 18), 104m lang, 42m breit, 60 hoch, mit 81m hohem Glockenturm und einer Kuppel über der Vierung. R. vom Haupteingang das Grabmal des Fürsten Woronzöw, Generalgouvemeurs von Odessa 1823-64 j daneben eine 1828 erbeutete Türkenfahne. — In den Anlagen vor der Nordseite der Kirche ein Bromestandhild des Fürsien Woronzöw (PL 3) von F. Brugger (1863). Nordwestl., Ssadöwaja 8, die 1899 nach Plänen Charldmows voll- endete Haaptpoit (PL C 4, 6), mit einem großen^ durch, alle dtei Stockwerke reichenden Schalt€iraum. DieÄÄ^^^'^*^*^'niS«ÄftX.«sl^«^ Neuen BazarpUtz (PL C 4\ aut ^em\JMg^ODLU«Ä^.^^^ä^^^^'^ J>ie großen Markthallen überragt die 1^1 NoWwi^^'Wi Äw^i^^ÄV.^'i^ 60 RotiUS. ODESSA. Aleiaaderpmt:. oder Nowoiasämaja- Kirche [PI. 21), ein mSehtigec Bin alt fünf Kuppeln (Inneres nicht sehenswert). — ZutürJt durch die Köblew« BkiJ& zDi Witt«strBili«rta, mit Seebädern (Pferdebahn 8. 3. 67). — Von LsnaberÖQ »n tfeben Bicb z^A/n'iciieDatBchen und Pdiatf^ärten am Meere entlang nach dm Kleinen Fontairta (Pteidebabn), mit GatteniesUuiutt. ^JLaBTsWuiS ü/irf g„te,^ Seebädern (Ruderboot die St. 6ft llii^.A ■8,:^, kflaUtf (ffetdebahn ; Musik), Mittlere» Sont^ae tpiio^li^iaeoli*»' Von Odessa nach Konst, WARNA. 5. Route. 61 S. 57), ansgezeiclinet durch vortrefflichen Badegrand, and GroAen Pontfdne (Droschke vom Endpankt der Dampfstr&ßenhahn 20- 30 Eop.)} einem Dorfe mit großem Kloster, za dem alljährlich am 22. Aag. alten Stils eine Wallfahrt stattfindet Hinter dem Kloster ein hoher Leachttarm mit elektrischem Licht Den Namen führen die drei Orte von einer Quelle, die früher Odessa mit Wasser ver- sorgte. Noch südlicher liegt die deutsche Kolonie Lnstdorf oder ÖlginOf mit Weinbergen und besuchtem Seebad (Lineika von der Großen Fontaine in 20 Min., 20 Kop. ; Droschke 11/2-^ R.)- Etwa 8km nördl. yon Odessa liegen, yom Meer durch Landstreifen (P^ressyp) von 2 und 4km getrennt, die stark salzhaltigen Lagunen Kvjdl^ wUt-Lknan (Lokalzüge vom Hafenbahnhof, PI. D B 4, in 25 Min. für 80 oder 10 Kop.) und Chadthihiisk^-Lman (Dampfstraßenbahn vom Wojenny-Spußk, PI. D 4, in 40 Min. für 10 Eop.), mit vielbesuchten Heübädern. Die Dampfer nach Konstantinopel fahren von der Mole des Quarantänehafens (PI. E F 4, 6) ab. Das Schwarte Meer (russ. Tschomoje More), der Pontus Euxinus der Alten, auf dessen nord- wesü. Erweiterung sich die Bucht von Odessa öffnet, ist, abgesehen von den beiden Erweiterungen im N., ein gewaltiger ovaler Kessel, dessen Grund ringsum steil zur Tiefe von 1400m, in der Mitte bis 2618m abfällt Seine Fläche beträgt ohne das 3760Öqkm große Asowsche Meer 423939qkm (Königreich Preußen 34864Öqkm). Das Schiff folgt dem flacheren Streifen, der sich vor dem NW.-Ufer her- zieht Bei der Ausfahrt aus dem Hafen hübscher Rückblick auf Odessa. Am Ufer vielfach Limane^ Mündungsseen von Flüssen, die durch einen angespülten Sandstreifen vom Meer getrennt sind. Das SehifT schlägt auf hoher See südlichen Kurs ein. Östlich in der Feme die Halbinsel Krim, Auf der Höhe der Donaumündungen wird r. die Sehlangeninul passiert, ein vegetationsloser Kalkfels von Iqkm Fläche mit einem Leuchtturm, zu Rumänien gehörig und 42km von Kilia (S. 64) entfernt Die österreichischen Dampfer halten nach 18 stündiger Fahrt (manchmal auch die italienischen) am Quai von Oonstantza (S. 37), dann nach 16 stündigem Aufenthalt in Oonstantza und weiterer 8 stündiger Fahrt in Warna (Vama), — Gaste.: H. de Bussie (W. Schwärs), mit 10 Zimmern und europäischer Küche, Pens. 8 fr., H. Oommercial, beide in der Uiiza Preslawska, unweit des Bahnhofs und Hafens; H. Peters- burg, in der Uliza Bussenska. am inneren Stadtgarten; H. Primorski, gegenüber dem Stadtgarten am Ostrand; H. Moskwa, Uliza Opeltschenska, im neuen Stadtteil im NO. — Konsulats. DeuUehe* Reich: Gabriel (be- auftragt Yizekonsul Grienke); österreichrUngtKm : Dr. v. Hempel; Ifitder^ kmd«: S. Vassilopulo, Vizekonsul. Wamaj das alte Odessos, der bedeutendste Seehafen Bulgariens und der Küste des Schwarzen Meeres zwischen Donau- und Bosporus^ mündung, liegt auf einer niedrigen Terrasse an dergleichnam. Bucht Die Befestigungen worden 1878 geschleü^ ii8^0[i^<^m ^<^^\^x.SSSU darch die Bauen den Türken, die sie aeU\^^\\i«M!»»fcTLV^^^^<^vS«s dxieimaiAtiger iäpfenr Verteidigung a\>gftiiOTömwi^<Ä\«fiL^%x- ^ö>s5*rv 62 £oub! e. ATHEN. dem. hat die Stadt sich n^ch N. and Ü. luegetreitet und duceli Moles an Stelle der Crübeietl seiohten Beede einen Hafen gewonneo, def der Schifiahrt das ganze Jahr Linduicli zugängUch tat, während dia Donaubäfen 3-4 Monate dnrch Eis geechloesen werden, der aber noeh vertieft werden muß, bia größere Dampfer am Quai anlegen künnen. Dei Bahahof, Endpunkt der Linien von Ruetscbuk und Sshumla- Plewna (3. 29/28), liegt unmittelbar weeüicb neben dem Hafeu. Dia Stadt hat jest 36 MO Elow. und ist Site eines bulgariacben und einM griecMschen Metropoliten. — 1 St, nordöatl. inmitten der Wein- gehänge dea Klosters Hag. DemetiioE über dem Strand liegt dieHirBtl. Sommerresidenz EaiSnagrad. ,„ ..v__ ^ju g Qg genaonlen tocli — ■- - — - ullDopel: ätr SalgailiiAin IlandiUiaiaiihafU Jedan 8a. dinU bor Bureae (S. OB) ieflen y ■-■■"-- ^- ■■- ■■ ■•■•-- •-■ Damp/ichijalirl, jeden Mo. in l'ls Tag. 1 Vs lag, über Bnrgae (S. 65) jeden Hl. In 1 Tag j der j Weiter über Burmas {B-6 3i. Ton Warna; S. 5Ö) oder dirfiktnua Eingang des Bosporus. Für die Bosporusfahrt vgl. K. 8, fül dit; Landung in KonstaiitinDpel S. 71/72. 6. Von Athen zur Sse nach Konstäntinopel, direkt oder über Baloiüki, Der Athos. a. Vom Athen iiibi;kt naoh Kokstahxihopbl. 363 Seemaaea (= BTatm). — Dampfer, vgl, B. «3, m, xii, «iri OiioTiicIiiiAer Ltagd, EDlinie Triut-Kanstunünopel, wochentlioli ia 39 aL. (Sa. nachm. von Firaus; in umgekeliiler Rioblung tod Kanatutinop«] ab Sa. vorm.) für 91 ß-. TS, SS fr, TG, cinscbl. VeTkästigung. — Ifawlscuttm Oll. Italt/ma, Linie XU wocbaollich in SSi/i St. (Fr. mittag von Flriini, Ml. vorm. auf dem Sückweg Abfabrt von EODStantinopsl) filr 84 fr. 80. fiS fr. 03 alnicbl. VerpU. und Weiu, — AnüeTdem Dainpfer der Aan* OrtacWirÄen LampftcMffiArl. wöcbentlich in 18 St. (ab Piraua Do. früh, alt Konatantlnopel Do. nachm.), für 60 fr., SB fr. ohne Verpfl.: dar Cnw, /V-alufuI, alle 11 Tage. Vlaierter PaD unbedingt ertordetlich, vgl. S. Kv. >.i Athen (HoL Grande Bretagne, d'Angleterre, de ia Minerve, d' Äthanes), die Eisenbahn- (40 Min., füi 1 Drachme 25 Lepta, 80 L., 60 L.) uud Wagenfahrt (IV4 St, Kr B-G Drachmen mit QepSok) nach Firüus, und das Nähere über PirSus (Hot. Coatinental, am Earals- kakis-Flütz, nahe der Elnschiffimgestelie) s. in Uiedeker'B Griecheu- land. — Dampferagenturen in Athen: Cook, am Syntagmaplatt, unweit der Gasthöfe; in Piriua, bei der EinechiEfungastelle , oin Karaiakakia-Flatz. — Einschiffen roit Gepäck i^/s-1 Dr. Bald nach der Abfahrt aus dem Hafen von Piräus öffnet sich ein' Buhöner RSckbUck nach Athen hin, mit dem Pentelikon im Hlntet* grund. Dann erbliokt man zur B. die rauhe Ostküste von SaUmii, ireiterhin Ägim, beide Inseln mit hohen Bergen. Nach S-ä St. nm.- eteaert der Dampfer das Kap Kolonnü (^axiraoiii, anl Äem A\e Sinhaa ^a PcseidontempeU scharf Lervorttetttii-, ge^envÄiet toe'VwÄ'^.Ät.i Weitez in n.a, Blclitung durch den Oanal 4''Oio, ien \.4.6Tr-^-^ ÄGÄISOH£S MEER. 6. BouU. 63 • Elias (1604m), die Südspitze von Euböa, r. die Berge von Andres überragen, ins freie Meer hinaus. Bei klarem Wetter erblickt man r. in der Feme Ghios (S. 191), mit dem mächtigen Eliasberg im N., 1. Skyros, die südlichste der Nördlichen Sporaden. Dann fährt der Dampfer westL an Mytllini (Lesbos ; S. 189) entlang auf das Kap Baba zu, und zwischen der Westküste der Troas und Tenedos hin- durch ; L in der Feme ziehen das Inselchen Hagiostrati (Halonnesos)^ das flache Lemnos (S. 70), weiterhin Imbros vorüber, hinter dem der mächtige Berg von Samothrake (S. 70) erscheint. Für die Fahrt durch die Dardanellenstraße und das Marmarameer vgl. S. 187/186. Vor der Festung Dardanellen (S. 187; 23 St von Piräus, 14 von Konstan- tinopel) machen die Dampfer kurzen Halt, um ihre Papiere vorzulegen. Beim Näherkommen wird als Vorbote von Konstantinopel 1. über der Landspitze von San Stefano (S. 35) das mssische Denkmal mit seinem blitzenden Turm sichtbar ; dann erscheint plötzlich das minaretüber- ragte Häusermeer von Stambul, vom Schloß der Sieben Türme bis zur Seraispitze, auf dem höchsten Punkt die Moschee Sultan Mohammeds ; bei der Weiterfahrt heben sich die weiße Moschee Sultan Achmeds und die gelbe Aja Sophia hervor, letztere zuletzt in voller Größe über den Gärten des Alten Serai. Auf dem asiatischen Ufer Skutari mit seinen riesigen Militärbauten. Dann biegt der Dampfer um die Serai- spitze, fährt vor dem Goldenen Hom, dem mit Schiffen jeder Art be- deckten Hafen Konstantinopels, imd der Neuen Brücke vorüber, um vor den Quais von Galata, unterhalb Pera^s, vor dem Bospoms, Anker zu werfen. Über die Landungsumstände s. S. 71/72. b. Von Athen übbb Saloniki nach Konstantinopel. Direkte Entfernung Piräus-Salonilci 256, Salonilci-Eonstantinppel 338 See- meilen. — Dampfer, vgl. S. xx, xiz, xxi, xxiv: ötterreiefiUcher Lloyd, Theflsalische Linie, jeden Sa. mittag, bis Saloniki in 42 St. fiir 79 fr. 25, 58 fr. 75 mit Yerpflfeeong, in Saloniki Mo. 8-1 U. % weiter nach Eonstantinopel in 88 St. für etwa 122 fr., 84 fr. 50 mit Verpfl., oder mit der beschleunigten Linie weiter jeden zweiten Di. nachm. in 40 St. ^ zurück ab Eonstantinopel jeden Sa. nachm., mit der beschleunigten Linie jeden zweiten So. nachm., ab Saloniki jeden Mi. nachm. — Naviaatione Generale Jtalicma, jeden zweiten Sa. bis Saloniki in 27 St. für 61 fr. 20, 4Ö flr. 40 mit Veroflegung, in Saloniki So. nachm. bis Mo. nachm., weiter bis Konstantinopel in SSVs St., für 60 fr. 10, 42 fr. 60; zurück ab Eonstantinopel jeden zweiten Mo. nachm., ab Saloniki Do. früh. — Femer GriechUche OueUichaften (Neue. Tzon-, Gudes-G.), 8 mal wöeh. in ca. 40 St. bis Saloniki für 30-25 fr., 20-16 fr. RimUcM DampfecMffährt OcfoMa, jeden zweiten So. abends von Saloniki über O/s Tag; von Saloniki 51 fr., 35 fr., yon Eonstantinopel 70 fr., 52 fr. ohne verpfl.; diese für den Athosausflug am meisten zu empfehlen) Athos nach Eonstantinopel, im ganzen 4 Tage, für 82 fr., 60 fr. ohne Verpfl. — Ebenso Ton Saloniki alle 14 Tage Dampfer der türk. CowtgirOu. über Athos, der Jfeesageriee Maritime» (Sa., in 34 St.) direkt nach Eonstantinopel, der griech. PanUüeon-Qes. über Athos, Eawala usw. nach Dedeagatsch. — Deuische Levante- Linie, etwa alle 20 Tage ein Dampfer von Saloniki über Wolo nach Piräus. — Vei^l. S. xxn, xxiv, xxiii, xxiv und xix. Paß und Tesiteri s. 8. xv. Von Athen nach Saloniki. Bia i.\xmC>w\»N.^^^^ v^.^\«^- I>ie gaeehiaeben Damj^iet fahren z^fte,\x^l5MXÄ>X¥BÄ,>w^^ I l'fL 64 BouU 6. SALONIKI. Von Athen durch, um Chalkis und daun Wolo, am gleiclinamigen Golf, ui zulaufen ; det itatlenlsche und der ÖBteireiRhische Dsimpfer fahren mV der Oateelle von Eubfla entlang, über deren Mitte der Delph (ITiÖm] ra)^; r. die laeel Skyroe. Der SetenelcMfche Dampfer biegt gleich- falla noi'b tn den Golf von Wolo eiu. Dann zwischi^n Sklalhos, ä»f ÖBtlkbsten der Nördlichen Sporaden, und der Qolhlnsel Msgned« im 0. dsB Golf^ Ton Wolo hindurch und aordwärts in den Chilf Saloniki. L. auf der Küste der tlieBsall sehen Landschaft Magnealw erheben Blchnarbelnander der Peliün(ie30m)und der OssaClöBOm); jeuEeitdes schmalen Tempe-Tals, darch da«derPeneio5(SalsmwiiaJ müDdet, erscheint die ungeheure, ai'hneebedeckte Kuppe des Olj'm-' poa (2985m), de» griechiiolien Gütterberga, Gegenüber der westlleb« Arm der Ohalkidlachen Halbinsel (S. 68). Weiterhin Terengt aleb der Oolf; geradeaus das Mündungsgebiet des Wardar, dea alton Axtas. Hier öffnet sich n.ö. der leute, 17km lange, ISkm breitO' Abaihoitt del Golfs; im Hintergründe wird SalonM, tdu Miuoni' umgeben, lom Meer zu der alten Zitadelle ansteigend, za FdEeni des 1200m hohen Korlalich Blohlbar. Saloniki. ZDE Seb (Ausschiffen V) Uelscbid, mit OtpIckI: Landutell» ifen, imW. der StadI (PI. C 3j. Uan wsnSel ilch am beitan Bogiema an neu HotBlbadlenjlelen, derBeaorfung dca Oepgcka, PaDre-'" — (S. IV 1 Teskei^ nach Auhntbalt nötie) aiv. iibemlonnt. Damplerlic 3. 63. — Torklicbu Qcld: Tgl. dis Zsaammenatiillane S. TB. fixanHOFB, Im W. Tor du Altatadt, unwell Itt Hafens, mr die UdIbb:. R. SalDiiiki-0>kÜb-Ht>iili(F].B9ie.B.3(ht!Sli — b. Sa1aiilU-lInnutlr(l>l. BSi ■. B. BT]-. — e. SilontU-BaDiUntlnope] [Fl. A 1, Stadlhxlt?etL'lle PI. T "- B. e. AT). — Dia LokaltBlt Ijt du i^teleunpilKhen am 31 Hin. TOrttni GasiaOFa; H. Olympos Palane (Fl. a: D 3, l), am Quai, Ecke Sabri FaHha^Sttaüe, Z. C B, ^6, O. 3, U. 2>/^ F. 10-13 fr., mJt Bier- restauraDliB. d' Aoeleteire (PI. d: Dl^uegeoüber 01ympoaPaI.,Z.L.B. M, F. Vi. O. m. W. 2, Ä. m. W. 21/^ P. 1-lÜfr., ebanfaU! mitBierrasUni.j Z. L. B. 3-6 rr., Spalsan ä la carte; Gl WardatstraBe, Z. L. B. 2-fi fr~ Speisen osU. des H. d (^scborrbräu Im S. iTAngltttrri, Epatonbcla Im Olfiipot Pttlaa) am Olyiopoi-Platz and am Qsal (Oltn^ita). — DtaUe>Mt Kegelelds (PI. CS], eiganei Baue unweit dar OUoDiaD, Bank: EinCQbnuu; dorch ein mtelied. Tniiifl*liK: auf dem Qnai und der Wardar-StraOe, wesU. mm bdf dci Linien nocli Üiküb und Honuür, SM. in dieVoraladt KnlBmana. Bunan; Ptliaie dec Ollooyaaitciien Bali (Fi. 1: D S}, großer Naubi Banquc dt Ealmiiqvi (Fl. 3: D 3). RoicEUt.iTa. oetOictia Seichitl. 3; EG), anOetsadedesQualj: v. Teneoi Öuirrelcli-Uneim (PI. t-.Yb), Bnolevard äamldl^ : OBueralkonsDl B. Hickel; ebenda du englische, franiäaiBche, italleDiiche a. >. Koniularamter. — ÖaterrelchlKliei FoBTAn (Fl. D 3] ; ferner ein laoiöa. (PI. D A), ein msd. aehaa und ein engl PoitamI aaller dem türkiscben (PI. D 3). ~ DesUob' ■Dreshende Xazn: Dr. Ä. S, Fiaooftimf bei der Uoscliee E«kl DB<:baniat Jr. J). Zaiuuu, BouIeTard Handdld; Dr. Jet^aMi Dr. Elirayfraaid,f- Aageaknnkh^lea, — Deuttcbe EiaiiEaUacbe S«i-iiJ.a im QuarUer Ti , J/»flrf (PA C S i Pfarrer W. Langboff) ■, deutsc^ie 6ö«ile mW liM.BulOl&itiMem. PBOjoaaiPHiBs (auch vom AUiOBimd vou1&i.Va&QÜeBt>iätei&'t!\iijUi0. ^^■^•S»^, in der Wardarett, gefienüher 4«niGr»ji4-aäiB\- -Umb»^ nach KoMtantinopel, SALONIKL 6, BouU, 65 Saloniki, türkisch Selänik, griechisch Thessaloniki, slaw. Solan, Hauptstadt des gleichnamigen Wilajets und Sitz eines griechischen Metropoliten, hat jetzt ca. 120 000 Einwohner, davon mehr als die H&lfte Juden (die meist gegen Ende des zv. Jahrh. aus Spanien eingewandert sind und Sprache und Tracht bewahrt haben, Sefardim oder Spaniolen genannt und in allen Berufen tätig; die zum Islam übergetretenen heiBen Dönm^) und ein Zehntel Griechen; unter den 8000 eigentlichen Abendländern sind 150 Deutsche. Die Stodt hat einen großen sicheren Hafen und ist nach Konstantinopel der wichtigste Seehandelsplatz der TQrkei. Für den Touristen bieten die im W. und 0. anschließenden Vorstädte wenig Interesse; aber in der noch teilweise Ton Mauern und Türmen aus der Byzantiner- zeit umgebenen Altstadt findet er neben buntem orientalischem Leben einen reichskulptierten römischen Triumphbogen und groß- artige, mit Mosaiken geschmückte Kirchen des frühen Mittelalters, die zumeist in Moscheen verwandelt, aber ohne Umstände gegen einige Piaster zugänglich sind. — Die Spuren der Unruhen und Zer- störungen von 1903 werden den Reisenden noch einige Zeit an die nationalen Gegensätze in diesen Wilajets erinnern. Gbschiohtb. Saloniki ist die Kachfolgerin der griechischen (wohl ioni- schen), bei dem Dorf Sedes, l!2km s.o., eelegenen Kolonie TJierme^ von der der Golf den Kamen erhielt. Von König Kassandros von Makedonien wurde sie Eur Residenz ansersehen, an die heutige Stelle verlegt und nach seiner Gemahlin Thetsalontke^ der Schwester Alezanders d. Qr., benannt. Aber erst unter den Römern wurde sie wirklich Hauptstadt der Provinz und schwang sich infolge der günstigen Lage am Meer und an der Egnatischen Straße (der Fortsetzung der Via Appia von Byrrhachium nach Byzanz) zur ersten Stadt des europäischen Griechenlands auf. Cicero lebte hier als Verbannter^ Paulus gründete hier die erste Christengemeinde auf euro- päischem Boden (Briefe an die Thessalonicher). Unter den byzantinischen Ktisem blieb Saloniki immer eine der ersten Städte des Reiches. Im vii. Jahr- hundert hatte es mehrfache Belagerungen der Bulgaren durchzumachen, im z. wurde es von den Sarazenen, im zu. Ton den Kormannen erobert, im Anfang des folgenden gründete hier, nach der Einnahme Konstantinopels durch die Lateiner (1204). der Markgraf Bonifatius von Montferrat ein Kaiserreich, das aber bala den Despoten von Epirus, 1991 vorübergehend den Türken, 1406 den Byzantinern, 1Ä23 den Venetianem anheimfiel. 1490 wurde Saloniki von den Türken erobert, die den Christen vier ihrer Kirchen beließen. Die Altstadt wird am Meer von einem stattlichen Quai mit neuen Häusern begrenzt; an ihm Gasthöfe und Caftfs, am Westende das Zollamt und das alte Fort Top Hantf, am Ostende der WeiBe Turm (Beas Kul^), wohl aus der Yenezianerzeit. Parallel läuft l/slun nördl. die Wardar-Straße, die Hauptstraße der Stadt, bisher mit Unrecht der alten Yia Egnatia gleichgesetzt, die vielmehr die Stadt nur am NW.-Rand streifte, und noch i/2km weiter, auf halber Höhe, eine zweite Hauptstraße, Midhat PasehorStraßf, an der der sttttllehe neue Regieningspalast (Konak; PI. £ 2) liegt. Am letz- teren entlang führt eine breite Querstt&ß«, Ktmoük-Slta^x^^^^^^ von der WudantttSe Sabri Poscho-Stro^e %etvuaiV i^m^^^ •^^" rBek; hei deren £reozuDg mit dei'WaidaifttT«Ä«k\\ft^^«^^^'^A der Mite ftfrawaoieral. — Im 0. dex ÄU^t l^^t^» ^«t^wwo«'^ Bmdeker's JIToiistttitinopel u. KletnaBtoii. ^ k 66 Baute 6. SALONIKI. Von AOm Bamidil zum Qusi Limb. Weiter im SO. die VoraUdC £'al/« St. hinauf zur Höhe zwischen der Ebene und dem Meer, mit prächtigem Ausblick, und in 1 St. neben dem trefflich gebauten Seitenarm der Via Egnatia hin nach Kawala. — An der Bahn weiterhin (433km) Bodßßa, wo eine Abzweigung nach Feredschik (^. unten) hinüberführt; 442km DedeagaUch. 8. 8.1^ ^^cXä».Vw V6?!o^ ^"wSs^^w^- sUmOnopel 8f^., 6 fr.)i 471km ^«redscMfc, 8. ob^ü. — ^iRKtasi X»äA^ ^w«j«* und von da nach ITonstaDÜnopel a. 8. 3i/^* 68 BovUe. ATHOS. Von Athen Die rimprernscb K onatantinopel (vgl 5.63] vendensidi Ton der Rc^ede von Saloniki gen 5W. in den velten Gott SchSnu Rückblick anf die Sladt. R. die WaidarmandonR, 1. die ChalkidiKh4 Ealbinttl, getodeauB die Kuppa doa Otymp (3. 64). Südl, i irjid später dei Oua sichtbar und zwlsclien beiden das acliniala Tempe-Tal. L. der nur bis 330in hohe ireitlichste der drei Arm^ die die Ghslkidlke nach S. stierkt : Katiandra, einst FaOaie genannt. An der schmalen Ansatzetelte s.w. von dem durch PbUipp y .Makedonien zerstSrten Olynth Ug das von Korinth gegiQndela Polidäa, das nach den Zerstörungen von 429 und 3D6 ata Kamaadnkt nea erstand. Hinter dem Vorgebirge PaUurt ecechelnt die Siidspttie dea mittelsten Armes (730m; Langos, SUhonia), JTap Drcpanon, und als mächtige Masse der Marmorkegel des Aihotbergt (1935m), der den östlichsten der Arme (Aklt} im S. monnmental ahlcblieQC. Der Athoi. Die Athoshalhlruiel (Hagion Orot, JSonU ianto) bildet eine gegen 46km lange und bis zu 10km breite, mit prächtigen 'Wildern van Elchen, Kastanien ond Platanen bedeckte Oebirgamasse von kryital- linischen Schiefem, ans denen im S. der Marmorkegel des eigent- lichen Äthoaberga emporsteigt Auf diesem Höheniug wohnen, auf zwanzig mfichtige Klöster, die mit ihren oft gegen Seeräuber, Sars- zenen und Klephtcn verteidigten Mauern und Türmen mittelalter- lichea Burgen gleichen, ferner iwülf dörflioho MönohigemelndMi (Skitia] und zahlreiche Einsiedeleien nnd Zellen (Kellis) verteil^ über 7000 Menschen, die Ackerbau, Gartenbau nnd Uandaibett trei- ben und bis auf wenige geistig recht tief stehen. — Nicht n merkwQrdige MönchsrepnbUk, sondern auch die Schönheit der Land- schaft nnd die Reste mittelalterlicher Kanst machen den Besuch lohnend. Der Beiucb isl allerdinea uiastündlicli lud oIido KemitDia du Veit- fiiniiebt unentbcbrlicb tat ein''Emprshluae>BcbFeibFE ' Patriarshen ta SnnalanliDDpal, das dnrcli Vennittelun orlanganljL') Der ateil aui dem Maera aarraeonde onÄ von Troja i. B. siablban Aihoa jsliört lu deo Bergen, aof denen ABctyloa im .iEamBioi " '" r. Jahrb. lagan anf der Halblo-iisl fünf 0rtach9ft°n,° dlo^von OrlMl EifSnlitalaa Felaan dia Flotte des Dailaa unter «ardoulus. Deahälb IfeO (483-4B1} Xenea dl« cttra Skoi breite Anaa|j.;ielle dar Halhlna ~ ~ Btadt 8me dnrcbi lachen ; Spuren de» Kanils CPidwInhia) sl kannbar. Alaiandar dem Ur. machte der AreblleXt Deinaki daD sbenteaerlliihen VarscUac, dam Berge meaacblictia Oi'alall und ibr In dia eine Hand eine Sladt, In dia andera eine Sclii "M äer fleh die Qewäater doa Athoa in daa Meer ergöaaen. V -P-^nKi/iaui, nieKonal in den Athoi-Kiaat«inÖ*VM.\6\aatt\K, SaUar, ^ nach KonatcmUnopel. ATHOS. 6. Boute. 69 AUertom warde er zxur Einöde, die chriftliche Einsiedler und Aaketen an- loekte wie der Latmos in Eleinasien (8. 223). Seit dem z. Jahrb. begannen sie naebweiflbar Klöster zu bauen. Lavra, Iwiron, Watopädi, PhUothöu sind die ältesten. Im xi. JTabrb. kommen acbt, bis zum xvx. Jabrh. noch aelit binzu. Diese zwanzig, Cbristus, der (Gottesmutter oder Heiligen, be- ■onders den Heiligen Nikolaos oder Georg geweibt, besteben nocb beute. Die größten lagen auf der allmäblicber abfallenden Ostseite. Die ost- röaüicben Kaiser, besonders die PaUiolcwen, und später die südslawiscben Berrscber, besonders die Fürsten von Serbien, förderten sie, so daß sie aueb in der nördlicben Balkanbalbinsel bedeutende Güter besaßen. Der Niedergang begann mit dem Vordringen der Türken. Die fernen Güter gingen spater verloren, die Klöster veÄKelen, die kostbaren Bibliotbeken yermoderten oder wurden verscbleudert, so daß beute nur für geistlicbe Schriften Ausbeute zu erwarten ist. Beachtenswerte Wandmalereien und Hosaiken (beide kaum älter als das xiv. Jahrb.), Miniaturen, Steinskulp- tnren und Holzschnitzereien haben sich erhalten. Wegen ihrer Beteiligung am griechischen Befreiungskrieg verloren die Ellöster ihre Waffen. Buß- land streckte seine mächtige Hand schützend über die Glaubensbrüder, sandte aber zugleich eigene Mönche, die das große moderne Ruuiko (früher Panteleimon) am W.-Ufer bewohnen und die Griechen (in 17 Klöstern), Serben (1) und Bulgaren (1) zu erdrücken drohen. Die Dampfer (S. 63; der Landweg von Saloniki ist so heschwer- lieh, daß er selten gewählt wird) halten auf der Westseite der Halb- insel im Golf von Hagion Oros bei der Skala (Landeplatz) von Karyäs, die ans einem ZollgebSnde, einer Herberge und wenigen Häusern an der Daphni-Bueht besteht. Pferde oder Maulesel bringen den Reisenden in 2^2 St. hinauf zum Städtchen Karyäs» das im 0. des mittleren Grates der durchschnittlich etwa 600m hohen Halbinsel liegt. Es ist Sitz des türkischen Eaimakams (Landrats), der in dieser bis auf eine jährliche Abgabe von etwa 35000 fir. fteien Republik den Sultan vertritt, und der Heiligen Synode, die aus den Vertretern der zwanzig Klöster besteht Eine Schule für junge Mönche, die türkische Post, ein elendes Gasthaus, Kaufläden befinden sich dort. Kein weibliches Wesen darf den Berg betreten ; eine Wache von fünfzig Gardisten hat auch darüber zu wachen. — Ton Karyäs aus, wo man im Konak sein Empfehlungsschreiben abgibt und ein neues erhält, mag man die wichtigsten Klöster besuchen, in denen man gegen mäßiges Entgelt Unterkunft und Weiterbeförderung findet. Sie sind gewöhjolich in Form eines Vierecks angelegt; in der Mitte des Hofes steht die Kirche, bei ihr der Weihbrunnen, in einer Ecke der feste Turm. Zu dem stattlichen Watopädi (nach 972 gegr.) an der O.-Küste nördl. von Karyäs gelangt man zu Pferd in 3 Stunden. Von dort südl. über der Küste hin nach Pantokrator sind es 2 St., weiter sÜdl. mit der Barke an Stavronikita vorbei nach dem 1030 gegr. Iwiron 1^4 Stunden. ÖI/2 St südlicher liegt das alte malerische Lavra, 963 durch den h. Athanasios gegründet Von dort kann man den AthoBÖerg besteigen (oben eine Kapelle der Verklärung Christi und großartige ^Aussicht) und in 6-7 St nach Karyäs zurückreiten oder mit der Bariie um den Berg herum an die W.-Küste fahren., äjl dieier liefen romantisch kleinere KV^&tet*^ ^^ PaoXo^-^V^^*^^ "^^ dem tiefen Tal n.w. unter dem Athos^ptcWAt V^^Ti\^^«%€öt^vw^^ö^\ bald jeaselt (hördJ.) der Daphni-Bucbt ^%» BMÄ%«lwi ^. ^«^ ^^^^ setoen kaBemeuHtlgen Oe^iEuden. Von dort tst die Bkali tou Kk (S. 69) in »/i St, zn Wosser in erreichen. Die direkten D&mpfer nach Konstauidnoppl Bchl&gen den drei Zungen dei Cb&lbidischea Halbinsel (v;). S. 68] Sstllehett KuiB ein, fahren sn Lemnos und Imbroi Toihei auf die Dud&DsIleiiY straBe (S. 186) zu und hslten vor dem Ziel nnr noch bei CardwMSn (3. 187). Die i-nlksnJwbeQ Inaeln tomno« CiTTqkmi 2T100 griech. Blnw.) va IinbTSi(Ü55q)iin;EI]0agrl«cb. Elnw.}, die MÜtiides für Alben gewann, bi ' die atken ^Amen imd bedeutende Beate Ihrer antiken SlÄdt« bewahrt ; Loa TOD iweien, Jfjirlii(PI. Hit; qudgebfibr 1. Kl. 6, IL Kl. SFI. 8.), «i, die ealer- Horns, — Üit die SknitätapoUial die Srlau^li ■um Luden geiebeo, 19 kammeD Hotelaneutellle nnd Bootileutc, wean dss BchliT am q Ttaeeo einer lUiietaacbe lur ZollreirieiOB Inder JDoganat und dann mm Wagen dasor B-lPi. vom Bool, etwia mebc vom DampCCr direkt, bis mm Hotel T-S Fi.)- Uannird lueret in den FttD- und Zoll bureane in einer der Halles der Douine von GalaU ! Babnrei tnuran t, in dem freist eHend'en Gebäude gegen- ['okaOUn, nnd der Siadlgarten Id Pe am Ta>im |PJ. I 1), das CBfe Im Gr. H6 derGiindaBDBdflPi^ra. — In den tUrkisc taalUgen gegeDÜber der Aja Sophia und In da |PI. H 7), in den klelnea Caf.^a an den Ld IsruFteg, lahlt mui SO Fara fdr das TäGcbei all-Palsst (PL H i), Qruidc Bne de Pdra nuB liob. - l'hMMr im Siadigarten der Petiie Cban untar rrelem Himmel. — ■nilk im Sommer abendi Cbampi und du Taiim [PI. I 1)) Einlriit 1-3». bnUn; Einführung durch ein Utelied. Tabak. Elelue Laden far den Tabak und die Cigarelten der Begie, ofl mit ZeitungireikanC und Oeldweebee!, flndet man in allen StrkCen, CiltirrBn Im £alinen. Samptei. Boote. IniehksB (araba, eairmia: PreliB und Entfernungen sind Im Tarif fesigeteliti dach elnlil man nlch beider vorher). Klirre Fahrt bis 30 Hin. B Fi., griJOere Fahrten bis 40 Hin. 10 FL, die ersten beiden Giimden je 15 PL, leda folgende 10 PI. 1 naeb Sonnenuntergang 7Vt, 15, 30 PL. nauli Uittemaehi bis SDnneoanf^ang 10, 30, 3G PL Brüekenield lel nicht eingeschlossen , — BaiTrrntIX werden aaeh an manchen Platten, i. B. In Top Hand, heim B-10 PL die Stande, der miVegeliene P^erdejnnge bekommt ^n kleines Trkg. Ha Wagen baben meist iwel Kluien und Preise, 30-60 Paia, in den gepoHlerten -'--'- --' "- "rtirsclieine ged: aupthaltealidle. ksek Ealdirim, PI. H i)-Oalata Ueii PI. I •n-BiUiüiU (närdl. von Pl.1 1). - 10» Kxm (PL G a, an der Allen Brücke) -Galaia 1,PI. tt i\-«Ä\i»>»i" K V-BascUtlanb-OrliMai (S. 851, — 3. Eirtn ö™ »S^- "i^^^«!^ -"- " BrflokeJ-TsehBnbBrU TuA OfartitKitot «W\b,^V ^ -._ " " 9)-Ak Berai (P). T> E, Cl-'too tfc^-i 'S*- ^ *'• KONSTANTINOPEL. Uli In Fif». Alie B Hin. Filcke untttEioF)- ■■ AufdBmOoldBBi h Ejüb Is- d. KutonJ ai , „ ?«hr>ohelne(Ms Bj dun für die gepdlBterten Gltse nilbrend dar Vtiat DOeh SOPiri auf der Ludabrilcke. Znischen-^lalinn«! ?.B.lÜfl Im PrübjabFn bhren Ton Bjüb klelno Dwnpfor weiler BMh KtaUmai (SüDa Wm Fahrschein iO Para). — b. Auf dam Doaporm. Landf-^-'- am Enda(Saden) dar Kauen Brocke l.i dort IBitmananc (dlBpreiieiind niedrig, aarti BöMds"? i- B. l'ABt lOr 100, l.Kl.teOPan, data 10 Para Zuscb)*^). Fitirpläna oacb IQrkfaehar Ztil, >. S. 7fl. B> ilM dial Linien: Kuroptiische E^te, Aiistiscbe XOste, ZlckiackUnle, lienDÜlch an der Erttnen oder rot™ oder rot und firUnen Flsgga am Hast. DfeBaHa- alellen de; Dunprere sind an der Kommandobraclie (raniosiioli aueeselien, die euiopHsubBn Bcbwarz, die aeiatiBcben rul- — c.Überrahrt nachSkularl, von der drillen Landebräckel. (Fl. Hl) am Anfang (N.) dar Hauen Bräekal., olwa balbHliindli^b für SO Para, 511 Farai von der awaKea Landabraska (PI. H4)oa<:bBaidar Faseba und Eadikioi, nir lOPara, aOParaiTn .._ ,_..._ ,._j ,._■._.._ . ,„, „ .. ^..v j.., PrloieninBaln, natA 1 Baaehiktucli (S. 80) nach , b albstündlich ein Dampfer, ». 6, IM. (kein Tarif; akkordiaren •): Faseba: Frbr. tlargebal] von Bieberslein (SUHioniscbilT ^vIid l.ocal^. - ÖiloTsicIi-Diigarn IBoUcbalt; Fl. H 3), Rnc Tom Tom: Frbr. v. Calloa. — Ifliderlaadi IVI. H3), Grande Sue de F^ra: Grafr. Bjrlandt; ubw., Tgl. d. Fl. KoMBliite. De«UsMi Rilch (PI- i-- 13), Ru« Saky» Agalcb 33: flenaral- kODsuI Geb. LegaUanarai Stamrleli. — Ötlarach-Unsam (Fl. 5 ! H 3), S.ae Tum Tom : OeneralkDusul Ititter r. Zepharonitgch. — Xledirloadt (in der Oesandt- Biliaft): Dr. T. J. J. iBn rija Pieterse. nsw., s. d. PI. — DenPaS moD man für die RückreUe acf dem Kensulat visieren lassen |16i/iFi. Gold). Dat Teiirri(B. it| Tur Reiien Uher die FrovioigreaiB erhall man airderFoliiei (IB PI. 6.) auf Orund eines Tom Konanlat auageatellten ScheiDea (16'/i Fi. G.); lieldes UDt »aa am einfaebsleu dnisb du Hotel besorgen. Destscheu GonKSDtioBT. Prot. EIrcbi (Fl. H 1), Bue Emin Djaini, Fredieer fiuAh ; kalb. AnlODinakicolie (PL H 3 1 deuticbe Predigt), Grande Eoe de FÄa. — DEBisoB-ScnwKiiaii SuHUie CPI. H 3), Hne Tiioi tofou (a. B. BS). Seutiebe irrt«: Geb. EanitätiTal Dr. Iforilmanii, Dr. mniUt, Dr. KamtuKJBli- Ante des DutiTacnis Siakiiekbaitbbb (PI. 1 3), Ttiie Slia SeWl, Prof. Dr. Wielutg, ObcranI dei GDI Bau« Lehr-Krankenhaaies, Filirlt- wohnung Bue Sira SelTJ, o. n. — Apotheken: (7miueA A ffianixllf, JAitts- all^, Data Suddo, Grande Bue da Pdra 24T, i'iU, i^^UchlinUiin (dauUoh), Bob Belvadji, Oalala. Foat (>;1. S.xvi). Deulaebe Fnet [PI. 15: Hl), Galata, Rne Vot- vnda 39: hier holt man die po.'tl(«erDden Briefe Bus Deutsetaland abt fVIiMlea In Pera in der Passage r, Tom Oonatanllnople Palaoe Botel (PI. ki SS; Sae da In file-Vleree 3) and In BUmbiU. Sie befördert Briefe, Poit- 'nrreüangen (,. B. AVI), Faltete usw. nach H\rH.. Orten mM is'ilmitt™ Poit- f^ f^'''^ i >/. fiir IB gr., FMlkMlen 50 ¥«a. _ &«\.«Te\tV ^«\, gr PoMkirtuiaiPKS, VurhttrKTkangm. K0N9TANTIN0PEL. 7, Vfr*, Hernie Rus de F-.n 43B, und la Stunbo]. EnglaDd, Fi — "DIoTärlcliiDlie Internationale P nBt.'diedieBrl^e aber auch HACh dem Auslände befördert, hat ihrü rP),19:Hl), Bue Vnirodc, echrlie »«enUber der d' IP). 11 1] Rue Tipi Gacbi, in Btambnl bei der Jenl Wi and nm Bahntof. Man veialfindi^ licb franiätiicb Ausland 1 PL fUrlSer., 1d derTüikel VraPl. fOr iOi — lalernpli (vgl. 6. XTi), Die TBrt. taiirnuHiinali ran i^mier b. duidj begor«! TelD^ramme naih deui lalaud und Aueland, W Worle Innerlialb drs Wilaieti KonilaDÜDDpei (i. II. nach Ttierapia) Hi 5 Pi-, IS Wort« nacli BruHa 1>7, PI., DBcli Deuiecbland G6 c. daj Wutt. ~ Die EaUsrn TcUgrapI, Otn^aw, Rne T«pe Badil |P1. li 2) im Galiiude der Tiiik. Post, bufäiderl Depeethen ine Auiland. Banken, üan-pa Impiriale Oflonuiu (PL t: H 4), Rue Voivaiie, mit Filialen In den «röDeren Slidten dar Tariie! i CriM lnoimais (PI. H 1), in Galala bei der Ifcufn BhlaVe^ ßantjut di Saloniquf, Rue Targani^llar in Galata. — OtliiMcÄilar i. S. 76. — Spediteur; S. it tT. Hofmaan, In Qalati, r. .or der Neuen Brttclce (Seliild Über dam Hofeiagong, Kontor eine Treppe bo(Ai n- 16); ddkntcr, in Glambnl, Koiirülü Uan. Dampfaeliibgsiitiiren. Die meisten hinter der großen Douane fon Oa'ala (PI. HI«}, von W. nach O.: OilarMchüatcr Ub^, FraUiüMy Sasiga^toue Qtnttfüe lialianv, MäuagsH^ Maritinut Dampftdiilffalirl. In der Nähe auc DaiHffiiMffaiiTi, r. (ä«ll.) neben dar Ad- ion du Po« (PI. M 4). DiMidu Lemmii-Llniii (PI. H 4), Ene Fenoe- IJllar. iwelles Baus Ton der OalatabrnokB. ilace Hotel; T/iat. Ctot * Son, eegeoaber («aeh Qeldwechnel und Bank). SuEenana (Fuhrur und DolmelacTier) baB^tslB der Wirt so 8.10 &, r den gauen, 3-5 fr. Cor den halben Tag. Sie sind im allgamrinen en(- Besnuh dea grollen t'riadhofa und der bcnla A. Geld. Zeit. Zablcn. QeacIiirtHdieaaea. Geld. In KaniUntlnopel knrrieil fut nur das gute neue SUbergald, vfl. S. m, der MnUcMi od« MidUHidii 1= VI Piaslei) nnd SUberttadte ■n 10, B, a, 1, ','1 KoiUr (FI.). Der Vedachld (ca. iVi fr., In TalernfiBa) gilt im Verkehr i 30 FL-GlUok. Dag b Fi.-SlQsk, IdrUicli Taobeirek, auch knn Frank ganiuint, eatapricbt III c, 1 PI. » c. Der Plwter letftllt In Tlenig Pan; am bäuägiten kommeD tod Paramünzen vor die Mfaltili (d. h. Oeldmacko an« achwach orter oinat vorsllbertor Iirooio) »n 10 Pari (in PfonniggröDe), BBllener die in 0, 20iKI, 100 Vm; latitare beide, die ('/•, 'k. i. Vh. B IB'l'lwbe' Pfund oder i.ira) aind Ul(en und böber Im Wert IJ lUrk. Lira = 11» Pi. Gold, die aber nur Kiblmüiue ixx tUatÜt^iitx. Xa>un Bind, = JOS PI. Silber). Eher bt^inmn.^ reKo lüfio. ■Sijt--'a?»^^ (KMpoIeoa. beim Wectalar 93 PI. 8.) odw «vg\\e*6 T^aai ^V^ V.,%>^^ j»™™i5cliar, iliUeolaeher oder grlecWaoliBt ai&e.Tii;ai.V ■iM. ^/^^^ <» M. S. für die Bank >«r«lelil mui »io^i un Xm^ftu. oöS.^^wS'M'**^ « 7b Route?. KONSTANTINOPEL. l'rukliicht fruuSslHhen BaakDUlen, Tdr die EsIsb mit NapalSDos, die untorw«! ubu- ■U lu 99 Fi. 8. (10 fr. lu iT/iVi. B.) in ZaUuog gBDOauneo werdsn. Ovldwwliilgt alDd »blreiCb beiandvn in dec Bue de Kuikeiu (PI. H 1), , vor der Neneo Brücke, and id dsr OrADde Rue de Pcis. »an DrienUer« ' lädt tm Hdel nad in der ZeilnDS über den Suis, von dem Vrl PI. WwhMl- gebUbr abeehen, luse eicH tibI Klelageld [1-, 2-, NPi. -Stücke) ood nor eat«, nlcbl ibgegrifiene oder durohlocbts Stücke gebeo, x. Ü. für eineo NapelAoa cm fr.) 1 HedBcbId, 3 Stücke id b, 10 m 9, 39 m I Fi.. Eiuammea 98 Fi. Zelt. Der türklBChe Tag enlreckt ileb, io 3mkl 12 Stunden sBlaUt, «on SoDDennntergaDE >n EoDDenantBrEBiig. Mitle Mai e. B. geht die auoa« !■ KoiutanlisDiiel nadj abendländliclier Zeitrecbnung (läla frimca) neu T Dtal unter) nacli lürk. Zelt (oBa Mreo) lit dai alio 12 Dbr, and 1 Uhr rrSnkiBeh =* 12 minus S = S Uhr lürkiscb. Die tttrk. Ubr weohaeit darum [ortwUireBdi rerfaluplane o. a. i Tergleiobenda UhrtabBUsD tif Die tnik. Jalra (H wieclel Para? bescb eordscb = S Piaiter. — SpaAcmg. Dai Türkiadie Ut der vreglllchsle Auslauhr der tlirklicb-tataidHhen SprachlamUia und ealbUl eine Menge persLicber uad arabischer Bestandteile. In der Auaspraehe roU der Ton fast immer auf dem Wortende; lauge und kuns Vokale werden in eigentlich türklacben Wörtern nicht imterschieden. Oe»ebIftiadie.»en. BuoHUiHDi.ii so es: Olla Kill, OrandB Piis deP^nlST, oberhalb dea Khoditial PaJaca Hntel, fTii/r, Grande Eue da Pir» iSl, beid* deutsch. Lithograph (fUr Visllenkarisn) legier-, Tunnelplali B. — PuoTu- oBiPHiBs: Stbah k Joaillitr, Grande Eue de P^ra 13!), daa Duuead Aa- sichlan von B fr. an i Barggrc«, ürande Hne de Fiira 4ii (schöne AuTnabniaa von Ronstantinopel, der Umgebung and den kldnasialischen BabnlialBn), gleiche Preise. Fhotographischer Bedarf hei CuraiatKi frira, OrandB Bne dl Pdraffre und398. — Raiea-iNDTniLBTiEBBiBüiirBiBaa: Bakv, (ärandeEM dePfra 311, 370, BOOi Fiäukt (Deutscher Buu). Grande Eue de F^'r» 388; Bi» Jlarihi, GrandB Eae de F^rs StA und neben UiH. Brialol. Herreonehen bei JA- <» Cmiirea«, öninde Eue de Pd» 110. — JuweUer und Uhnoaoheri —1, Qnmde Eue de Pera 633. — Tnrkischu Konfekt; aaijt BiUr ■UaHaB^., Hunieferant desBnllaus, in gtambul, Bamidii^ DJadd. 18 l»ri. n u), an der Strattcnb»bo. — Kine H%"/, Fi- den Küster. Vor der inneren Türe legt man well- tberschulie en, die der Küster hrlnrt, oder aieht die algegan Sehsba r— Den Hut nimmt man wie in Kirchen ab. Am Eingang oder f' ' fordert der Küster ein Eintrlltneld (Bakiehlseh, Trkg.], in der ..-= »..,... „ ., --.-^(j nirjBde Perton, in '- ^'--' — " in Galerien der (nicht le algegan Sehsba Ba% gang oder galefentllM tgO, in der AJa B(^U. ftbrlnn D PL dt* Fe» t ViXedichld für Jede Penon, in den ftbrlnn [ -..^ „..,„ „luugcr. Von den Galerien der (nicht inginriluiBn] Hrn^ma nun. i , iS**''' '^ellcb rnnfmal (naeb Soonenimterekng, mbiiM «Ifaobl geword«*, O/rfJKÜ-W« fOrabltapeilenjÜöt man Bi^anl s\6lBt.B ■« &»> ÜBw* -iiA^fc JB naah Ihror Bahsutantf i ■B PI, Trkg. DVe BMk.ot^u«a Swift J^J Mnl^ ""^ BaileutanB 1-B PI, Trkg. DVe BKk.otM«a oamft bm Vpiobea DBd SUckerelen bed«ckti TSubi.» i*» Baa-WtÄtttau* «» Vorbtmerkungtn. KONSTANTmOPEL. 7. Reute. 77 ir Ir> den IMherbaieti, wsdd 6bi ■luB uinm. ±^iD bflcbsn dLod 2-S FüQ dvrubter bai- '""^'j^iieririinHei.'"' Die ADll)ieD-8utin)iuDe im ytvii Muit«m und TiäiiiiiU-aoitffl. IS; 8. 101) i9l snUer Freitags täglich 10-B D. geeeu SFL eattfltaetL die BUletle gelten für den gtnien Tag. ~ Du JaniUchnrinnauitim (PI. G H 7, B. 65) ii( tügl. Toa früh bii ibends gegen 8 Pi, mgÜDglidi. K*fl»l.i7aUits. Die VtXisVi nnd OirUn von l'HAii'airirii und Jifüi Kiotk «ind amugügüdi- Zuf Geeicbtigung des AUtm Seral^ der Paläste von Belma BagUeU und ßyJn-i«» pSO Bou(e7. KOTJSTANTINOPEL. Ociehlehtt, KonitanUnope] die BiuptsUdt dea OsIreLcbes. Die wMhBenda Bneikaruu welche Valeu bgi Adrluopal und Rom geplündeH hUtsn (410), muhten eine d«ib SUdlbcfaiUpuif uij.iE. Antlirmiai, der Eeltharerweier dee mlnde^iluigeD Thniaiin Ilx fOhrts sie am und errichtete 1-2Iub weall. von der konitudslKh« die nocK jelit KonsMntinopel Im W. ebuhlleDeDde Flnchl der IhtcäoiiimUelim Mavlfi (111 D. Chr.). U9 liainen die mächtigen neueo Hsuern am Uarmara-K*«* upd önldepEn Bnm dexa, ^on deoen nach_Reflte alehen; "" '" ""'"" n~ÜereB~G™b5 __,„. Jm Werk hal »of Jahrhonder " " ' BcBlMd desselben geiclilnnt. Den HöhepunkV errelchi dl HeiTscbaft Jialinlaiii {KiT-MS). Den Aalimg aelner SecleniDg bedrohte d« Kika-Agra(aad (583); die Parteleo der Hauptsttidl, weläie die FeaUplele M Hippodrom (daher die Putelnsmen ,BlauB- tiiid „Grüne" nach dea Fubiw der Wagenlenker) zu benataen pdeglen. um ihre Kämpfe aasinfechlei — * ihren Willen such den KalKm »rmdrangea, riefen tinen Oegenkaiaei Die Empörung wurde durch Beliaar niedergeworfen, aber ein großer der Stadt ring in Flammen »uf. Beim Wiederaufbau errichtete Juitinlaa in der BUUe der konitaulin liehen Baiiilkk die Sophienkirche (PL HB, 7^ rweck healelil, e der"lIitlelm]Dkl einer neuen elgenaitlgen Ü' nstuitlnopel aber lirhnii( den Butaarat^ die Sld und 021 Konatantinopei be]Bgert«a4 I rtutitOu Flotten ichou »80 und 1048 bii ins Harmara-Hes m Schaden als die eußeren l'elnde brachten der BaapUt^U I. Jabrh. die Kampfe der Bilderfeinde gegen die kuvbUato "•'•'-- Dazu kamen fortwährende Verheerungen durch Bl~~' ... _ . _ . BartBoi L .... ...d Benehen. Taphre Kalier, - erste aus der Dfnaetie der Mattdimltr Cbla '""' [aiur, 10 BÜdSoi L (E»!-««)] lODS], bringm dem BslCh I« renon Provinaas nrüek vM^ Fmenem den aianx, der Koutantinopel als den Ultalpunkt des ■reiHM and beständigsten Kelches des Uttelatten dbA als die enta Bandalr-*-'''^ der damaUgen Well fQUIe. Aach die Dtnailie der Aiwi«« (lODT- bedtutet, wai hauntstMliache Baaten, Künste nnd Lilanlu haMOt, ^ sine Btöteielt. Aber mit dem Vordringen der AldutM« in IfTntnlsfw 'm AagriHha der JfunnanaM, der Erstarknng der ilalieniaclieB BudaUC ädta, dea iTontribn Honen Kt die iDiWiwtielienden Benhaafen dn baldig 'IsB .Kreneiüge begiani seit dem ii. l>lu>i. Üle fi\iAaä»M,^ch« Kn" aaUatlaopela zu sinken. Dia TUtonitrettlBkeiVeT. 4er itnÄ!«--»™! erteo schHeßüeb die 8l«dt den Feinden uu. Q« *iitai S» IVSi ■fllen latUL .AngeloB erlangte die Hilfe Uta »lon i\e**u «.™"-oJ| KONfiTAMTINOPEL. eeiagensn Rlttsr und ward 1S03, BeTolkaniDgilBhfilrdlsEntlbronl' StretUglultan übar die ErfUUus« iben drellägleeri riündamiiE u Gnindu (jagen und wedti OBler die Eroborer TtrteUl und iiMcr Öa'duEn du ioicfc brhuplBl balte, lllcbar-l Fsläologo» 11^1 dem LsteinlBcbsn Kalssitum Etn Ende und BlelJU du Orledilaclie vieder her; >ber dls von friDklscben und vensillni geben Qinuten beBcteten Proilnieo konnten nu verehren. Aas aeiner an FDrliKbriU und Anf- hlümug reichen Eegiemng seien, im ZuaammenbanD: mit der fintwicklime Ronatantinoppls, erwähnt: die Begelune der von Abdul Aals iserri^tteleB -,- ,— .- . - ld[DMla C'ilique, PI. H 6); das Erdbeben von 1891, dm des Xenbau dea OroOea ar« veranlaOte; die von etnei deutsrhen QesellacbaCt durcheetUhrta Bp- banting der Anatoliichen Siieobalin (E. 156) icit 188»), durch welche StM^ ■UDÜnapel direkte Teibindung mit dam Inneren Klelnaelens bat und bii (iiKII Peclildien Heeibnien bekommen soll. *, Bina gui enropäiii'be VociladI, Pera, Ist Im lauf das irx. Jdu^'< anf dem Berffrilcken iwlaeben dem QoldeDsn llom nnd dem Bo>;orui Bat~ ■tandan, wo alcli in den voTbergeiicnden Jabrhnnilerlen nnr vur^Dialts Hänicrgmppan iwlachen 'Weinl>ereen eilioben. Uierbar bBben ilcb ans fitambul dla Bolaühaltar bei der Pforte geiogen; nach einem Brswl wurde Mit ISTO daa Zanlrum erneuert: überall sind abendländiseliB Oeaohiifio, SircHen, Schulen, Hospitäler lerslrcnl. Die an TJfor des Osldenen Home nnd das Bosporus untaihalb Pen Ee- iegene Tnrilldt OaUla nimmt die Stalle einer iniisdehuig ein, die Im IV. J^irta. n. Chr. als IS. Ket^on EonaUntinopela Mrec^at und mtl Manem umgeben wurde; im vi. Jahrb. bekommt sie fitadtieebt nnd wird im viii. unbsr dem heutigen Namen anfgefiihrt. Bach dar Wiederbenlellnne dai Orlcchlsebeu Kaiserinms (üfil) wurde sla den genoeilaehin KanfleDtan lum Wohnsitt überlassen, die dann unter ihren Fodastii eine fkit unabhiinglga Stellung errangen. Der Nordlurm der von ihnen emeuartan Bafestignng, dla erst in der Hltte des in. Jahrb. nledergeli^ wurde, dar Galatatorm, bildet noch die Wahneicben der SladL Vnn den türUiaban Embencn verschont, ist Oalala nach wie cor d©tl^x\a^Ä'^^v<6"^««ÄÄ^^'^'^•'^^> 84 Route?. KONSTAtiTIKOPEL. a. Fera v. Gatala. nnd Faassgeu fübten hier 1. hinäbBi niuih dem, Btadtgartsa dn Fatiti Ohampi (PI. H 2, 3 ; 5. 73), der sebeoe ÄusBicht auf du Goldene Hörn ond Stambul bietet, beHonders iibeiida elark beanaht ieluiid dB3 atädlisclio Tbenter sowie .ein SommertheatermitBt trelem liimmpl entbält. Am Stadlgaiten liegen die meisten Gasthöfe. Folgt man Ton ihm der Trambahn aufwärts, so gelangt man, im groBen Garten der englischen Botsnhaft (PI. H 2) vorüber, lur Grande Gue do Po'tB inrüct. An ibr gleich r. der Oatata Serai (PI. H 2), ein stattliches Qe bände ans der Mitte des xrs, Jahrb., das das 1BG9 gegründete Kaiserl. Lyceum enthalt. Es wird von oa. 700 meiät mobamniedanlsQben Schülern besncht; unter den 80 Lehrern sind viele Franzosen, y^kta weiter n.w. mündet die Grande Rue de Pgra auf den ToximplatE (FI. I 2), jenseit dessen eich an der Kislar Dscbaddesf r. eine riesige ATtllleiiekaaerne, 1. der ExerzIerpUti (Oiiamp de Mars dn Tailm, PI. I 1) ausdehnt. Vor der Kaserne mündet r. eine FabrBtraCc, die in bequemer Stelgntig vom Dolmtt Eagtsohfl -Palast (S. 85) her die Hohe eneicbt; an ihr liegt Satl, unterhalb der Kaserne und des großen Friedhofs die Dttiltche Bol- fxhafl (PI. K 2). Die KieUr Dscbaddesf und auf ihr die Trambahn führen tiSrdl., an der Eaeeme nnd dem r. anachlieOenden Taxlm- Garten (8. 73) TOiÜber, durch das IJuartler FaiHialdl nach den Vor- orten Fcrätiöi, mit Bieigarlon der Bomnnti -Brauerei, und Sehisddi, Die sDdl. Fortsetzung der Grande Ki;e de Pi!ra bildet die stelle, gepüaslerte nnd von hohen Häusern eingefaüte schmale JükEek KaldiTim(Pl. U 3, 4). Auf sie mündet am unteren Ende auch die von derTiambahn durchzogene Fahrs traue vonPera naehGalata, In deren unterem Teil, der Rue Toi' v od e, die Osm an Ische Bank (PI. 1; H 4) nnd die deutsche Poat (PI. 15: H 4) liegen. Am raschesten gelangt man nach Galata hinab mit der Tunnetbahn fPI. H 3, 4; S. 74), deren unterer Bahnhof, In der Rue Ytfnl DjamI, 100 Schritt vrestl. von der direkt auf die Nene Brücke zu- führenden Rue de Sara EeuT liegt. In dec Grande Kue de Galata (PI. H 4, 3j Trambahn s. S. 73), die von hier nordöstl. die Strand quartiere durchschneidet, viogt der intsrnationalste Verkehr; nach den Quala führen r. enge, Bcbmat^lge Gassen, in die man slrb am Abend besser nicht verliert ir(PJ. K3). Brücke Ws Top Han^, dar Quai oder an Bojen davor ÜlTaels Brücke den Inneren Hafen (S. 136) venperrt, sie lUi bler vor den weeluelnden Btrömungon du Bonponis nnd den winlerlichap Sndilünoen nar nngeDÜeand gescbuM.l. Die (Juaianlagen wnrdnii von einer franiütbctien GeielZlcbaft erbaut, die sin aucL in Verwallnng hat. Der Douane und Pal;- rcvision (vgl. 8. TJ) dleni ein proyisoriscbeB Gebäude (PI. H 4) ; in der Kilha liegen die Agenturen Atz Dampfereeaellscbanen (9. Tfi). DJB Grande Kue wird nach Vakro, wo der eiadltell Top Hani be- gsant und I. die Fahrstraße Rue TollonllonIßl»^».M iiwili iina GiUu L^ Dolma BagUchS. KONSTAKTINOPEL» 7. BouU. 85 fortgesetzt An dei Kieuzung liegen vestl. die Moschee Kilidsch Ali Paschas (PI. I 3), erbaut 1580 von dem Großadmiral des Namens, östl. die Großmeüterei der Artillerie^ mit Werkstätten, Arsenal und Kasernen (PI. I 3). An der Ecke des Axsenalhofes (Esplanade) der Brunnen Achmed's III, , ein schöner yiereckiger Kiosk aus dem Anfang des xym. Jahrh., mit reich skulptierten Wänden (vgl. S. 94] ; in dem Hofe der ührturm, und vom an der Grande Rue ein Marmorkiosk des Sultans und die Moschee Mahmud' s II, ^ auch Nusretii genannt, 1830 errichtet und fast überreich ornamentiert, mit den schlanksten Minarets in Konstantinopel. Die zweite Straße 1. jenseit der Kasernen führt im Stadtteil FindikU hinauf zur Dschihangir-Moschee (PI. 1 3), die Sultan Sule'imän I. 1553 zur Er- innerung an seinen Sohn erbaute; nach Zerstörung durch Brand und Erdbeben wurde sie im xvin. Jahrh. und 1890 in der ursprüng- lichen Form wieder errichtet; die Terrasse bietet einen prächtigen Blick über den Bosporus. An der Grande Rue folgen dann weiter die Landestelle JTaia- tasch (S. 131), an der Grenze des Vorortes Dolma Bagtschi (vgL nebenstehenden Plan) die Walide ^ MoscheCj ähnlich der Mahmüd- Moschee in Top Han^, und der Palast Dolma Bagtf chi Sarai. Von Abdul Medschfd 1853 erbaut diente er diesem und Abdul Asis bis 1876 als Residenz ; seitdem steht er unbewohnt. Das Innere , das man gelegentlich auf die S. 77 angegebene Weise zu sehen bekommt, ist mit größter, aber abendländischer Pracht ausgestattet Der riesige Thronsaal wird noch manchmal bei großen Empfängen benutzt. Einen Überblick hat man vom Bosporus aus (S. 131); auf der Landseite ist wenig sichtbar außer den Prachttoren in den hohen Mauern an der Landstraße und an dem Platz im W. Der Westseite gegenüber liegen die Stallungen. Jenseits zieht sich das Lindental (Flamur DerS, s. d. PI.) hinan, das weiter oben, bei einem kaiserl. Kiosk, der obere Fahrweg von Pankaldi nach Jildis Kiosk kreuzt. — In dem anschließenden Vorort BescliiktaBch (erste Haltestelle der Bosporusdampfer, S. 131) L die Moschee Sindn Pascha% aus dem xvi. Jahrh., r., gegenüber der Lande- brücke, die TürhS Chaireddin Barharossa's, des Korsaren und Herrn von Algier und T^nis (f 1647). Eine Fahrstraße führt von der Lande- stelle hinan zum Jildis Kiosk (S. 86). — R. folgt der von Abdul Asis 1863-67 erbaute und mit verschwenderischstem Luxus eingerichtete TsoMrac^an Serai (s. d. PI.). Der unzugängliche Palast, den der vorletzte Sultan, Murad V,, von seiner Absetzung (1878) bis zu seinem Tod (1904) bewohnte, ist ebenfalls bei der Bosporusfahrt am schönsten zu übersehen (S. 131). An den Mauern der Rückseite entlang führt die Trambahn noch weiter bis zu dem an Nutz- und Ziergärten reichen Vorort Ortakioi (s. d. PL"), 6km ^iiiidl<^ll(]se}iee twitimmti liier lucbe man aidi sdign i/g St. vor Beginn in der KäLu dei oberen oitleri oloen Platz, roo dam ans man aber cüe Köpfe der Spalier WldBoden Truppen »Bg des Weg »um Patast inc Hoarbee übereiebl. Ein Wagen (3Ü-3S Pi. nod Tikg. „Selamllli otus Euniacli* oder .otna basch gn- nucb", vgL 3. 73, 76} bietet diaAnnehmlidikeil eines erböblenSlandfunlUe«. man bcslelll Um auf ioViTilir, falirt auf der HnlienstraOe aber Pankaldl nnd Niechan Taseb bin, und nacbber an den beimlcelirenden Trappen vof- Qlwir aof dem unteren Weg dDicb Dolm« Bagtacht iiurüek. Die Andatht dea SulUni dauert ca. Vi Sl.i wtibrend deaeen ttslit das Ertugrul-Beglment (mit den Setliamoln) nnd die Clanen innerbalb dea umgitterten Plalies auf' ger^l, die Albaneien vor dem OitI«', Marine nnd Jäger lur Beebtaa, . Nach der der Hoicbea aus Ver eich mit Heimkehr und Mittagessen beeilt, kann meist noch eiocandereZereaioniebeEncben, den£ibr derTanxeodenDerwliche In ihrem Kloster [Tehke", PI. H 3; Eingang S. 83) in Pera. Man zahlt 5 Pi. Dia Zeramonia dauert von TVrSi/j Ubr lilrk. Zelt (= ii/r3i/t St. vor Soanennnteigang, s. a. TB]-, Im Bamaailn {3. 76) uDleibleibt ale. Dia De> WlMhe Tom Orden der Üewlewi (Ij. 16») dtelien ri[Ji, In laon walBe Qa- «indsr EdiBllI, mit ausgeatrecklen Jlmien an einer elnt^iifen Iln^ In immer icluiellenm Tempo nm ikh selliBt nnd im Krelia bemni. — Die Slelelie Produktion findet Eonnlagg uaefa Hlitag im Tekk< im SladttaU Eutin aseba (PI. 8 2J, Hu. nnd Dd. tu dem Tekk^ in Hewlawlban« (Fl. K by 8. 131), Hl. in dem Tekke im Ejäb-Friedhof (i. d. Karton anf dem Plan S. 71) stau-, doch werden diese weniger von Fremden besucbt. Viel wilder Ilt die Zeremonie der Heulenden UeTwiediB, S. 199. b. SlsitiibiU.' TDD dei Hauen Bi&elteivc ^4*'^^'^^^- Von Pera nach Oalala hinab auf äeii 3iiVfeV^»\i\r\TO, nAV.&« runnelhai.u oiler der Pferdebahn s. S. 14 n. l.f'. DM«.«»toiV~ - h. Whm Bfücte. K0S8TANT1N0PEL. Z. Raule. 87 unddieKsrakiai-StrtQe, die von ihm lut Neaen niUcte faiirt (PI. Uly, bilden du ZenRnm dee VerkeliiB von QalDts. Hier Hegen i. dIeBSise, 1. naJie dem Qnsl das Qebände des Credit Lyonnsii. Dann steht man auf der Vsutt Brfioke (^Snltan Walidi-BTÜcke, PI. H4, ö). Beamte in langen veißen Katten erheben das Brückengeld (FnO- gängec 10 Para, Wagen 21/2 PI-); oft passieren 150000 Menaehen die Brücke an einem T^. ZnrK. und L. BChlielSen eich die Dampfer- landebiüoken an sie an (a. S, 74] ; die links sind dlo Reste der ilr- spiüngllchen Brücke, «eUhe 184G von der Mattei Abdul MedscLids angelegt wnrde; die jetzige ist 1877 anf eisernen Pontons ans Eisen und Holt erbaut worden; eine starke Beschädigang gab 1903 Vei- snlasanngden Eisatz durch eine EUenbrücke von aenem zu erwägen. Nachts triid der mittlere Teil beiseite gezogen, nm die gröDereu Schiffe In den Hafen zu lassen. — Der bnnte Mensche ostrom, der Ansblick auf den bewegten Hafen, die Städte za seinen Seiten, den Bosporus und die aBiatische KDsle verleiben jedem Gang über die Brücke neuen Reiz. An ilii Südende schließt sich in Stambtit der Platz Emin Önn (PI. 11 5), »aeb ßaluk Basar, Flach markt, genannt, an. Anflhm stehen die Droachken; ron hier geht die Trambahn aus, dleatambul bis mm Tor Top Kapn dulchziebt nnd am Serai-Tor, an der Aja Sophia und nahe dem Seraskierat vor überführt. Der Brücke gegen- über türmen sieh die Kuppeln and Ualbknppeln der Jeni Walidt Diokkul (Vi. H 5), der Neaen Moschee der Snitanin Mottet. Sie wurde 1615 begonnen, 1063 yon der Matter Mobammed's IT. voll- endet und idt, wie die samllleben von den Türken erbauten Moscheen, nach 80., der Richtung von Mekka, orientiert. Die beiden schlanken polygonalen Minarels trafen Je drei feinskulptlerte üalerien. Im Inneren ist die untere Häirte derWIinda mit blangrünlicben Fliegen verkleidet; die Kuppel ruht auf vier mächtigen viereckigen Pfeilern; von den Emporen hat man malerische Durchblicke durch die Spitz- bogenEfTtiungen und auf die stumpfen Bogen in den vier Seiten- schiffen. In dem Vorhof im NW. sieht ein hübscher Bmnnenpavillon (Sebil, s. 8. 94); an die W.- und 8.-3elb) des KuQcicn Moscheehofes sehlleBt sich der Ägyptische Basar, s. 3. 99. Folgt man vom Platz Emin Önu der Pferdebahn, so tllBt man iiMh 4 Min. r. an dar Ecke eines kleinen Platzes die ITirbi Abdul Uainmbabn die Seraimaner, an dei eine andere Straße aulwarta führt (direkter Weg in dem S. 91 gan. IHngang der Aja SDpbia)^ an ihrem Anfang 1. bildet das Tor 8o-vk Tsditseh'ml Kapa (PI. U G) den ÖITentlichen Eingang zum Garten dea Serai. (Da die Trambahnstraße und der direkte Weg bis zoi Aja Sophia nichts bieten, kann man gleich, wie Im folgenden ba- srhiieben, darch den Serai zum Tor Bab 1 Uamajan, dann außen r. binab zum Eingang der A]a Sophia gehen.) Der 8erai (PI. H 6, I 5-7), jotzt Top Kapu ßerai, dehnt BicU über den Hügel am, den die ursprüngliche Ansiedelung und die Akropolis des alten Byrantion einnahmen. Eonstantin und Eeiue Nachfolger baalen Ihre Paläste -weiter südlioh, östL lon der AJ> -. Sophia und dem At Me'idan (PI. B 7). Im iit. Jahrh. verlegten die byzantiniBeben Kaisar die Residenz dann überhaupt in den N. der Stadt, in das Biauhernen quartier (S. 123); die lerlassenen Paläste waren Bohon sor der türkischen Eroberung ierslürL Sultan Alohaoi- nied errichtete 1468 an Ihrer Stelle einen Sommerpalast, der von Snleimün I. (1620-C6} zur Residenz erweitert wurde. Hier wohnten dann die Sultane, bis Abdul Medschfd den Palast von Dolma Bagtache' erbaute nnd bezog (1839 ^ a: S. 86). — Im lunem dea Serai wendet man sich vom So-nk TEcbeschm^-Tor halbrechts und steigt dann r. an der Mauer der katserl. Müase entlang hinan. Auf lier ersten Terraue führt I. ein Weg vor der 1889 Ton Uamdi BeJ (S. 105) gegründeten Kunstschult hin xn den Muiren in nnd gegen- über dem T»chinlU Kiosk (PI. I ß), S. 113. — Oeiadeaus an der Münze entlang gelangt man in den ciu/ifren SeraStof. In Belnec Mitte breitet die riesige Jaiiitscharen-Platane (PI, 1 daran kaüpfen als durch nr«aa OdaU ak> «euterro ^S :imei>liiiUeunigeti lener Pavillon Üuasdten der Hemden H&clile. linrcb einen Blumengarten und dlePsgea- büfe errdelit mau dann die BMiallut, die In einem kleinen Kioah aaa der •liUe du XVIII. Jilirli. enlballen Ist, Eine Behaue Bionielüi bildet den «ud arabiafbe, penificlie, türkiaclie, auch L. Ton dar Bibliothek IM du »»ofeftow, Im I. Saal ateht der goldeua, edelileinbeietile Thron, den die llBmuen IBUvoD den Feriern erbeuteten) in der Kahe dec eWjfile Srnuand; ' -if der Oaterle der Thron Acbmed'a I. und WaKm der Bultine , im n. Saal a Qltaidiraak mit OaldmOnien und Einer VachbQdune der TraianMüule, ™„. B.,i.,„..w.,m™ und -KcBtilme, Schuilieteien und QeiäXe-, ähnhoha __.. _nd IV, Saal. Oegenilber dam Schalzhans siebt auf :r FaviUon BIrliBi BchiHf Odati. eu dem der Fremde nicht geführt irirdi er enthäll den Mantel dai Propheten u. a. Boliqnien. Ebenso bleibt der Fremde fern von einem iweistSckigen Haus im Hofe dea SihaM- bUHIBi, dem Ea/ii, wo Irübsr abgeaetilu Sultane und dem Tbrou gefahr- llchB 'Prluien interniert wurden. Vom Schalihaus gelangt maji hinaus aul' ein« aarteDterruae mll acbönem Blick ilbec Bosporus und Karmaca-IUear, In dem hübschen modernen UarmorpavlUon recht), dem Kiosk Abdul Hed- echld'a, wird den Beaaehern meist eine Erfrischung geboten. Linkt in du Ecke der Baffdad Kleii, dag «cbBnata Bauwerk dea eetal, :h die granitene Sanle da Ki-Ubi Claitdlut II. iV&-m d, Chr,}, lur B..bUeßI ii<:h eewähnlich noch die der Paläste von Dolma Bagtschi! und UEjlerb^J (S. Sb und 18S}; man wird auf kaleerlichen Booten von der Nurd< BpUxe der kaigerl. Odtten, der eigenllichen Btn^llii, dorthin gebntrht, oder rihrt auf dem Landwege hin, wobei der halserl. Ai\Jutul beglellel. Von dem So-uk Tsoliosclimf-Tar (S. 68) hat mui nooli 4 Min. bDiU. der Trambhlui eiiUaiig bla zttr Aja Soplila zu eichen. l Die Aja BiphiB-Hoiohee (PI. H 1) gewührt im ÄuCeren vermage ^*j Ibrer nur wenig hertomgenden Bnppel und der allmillilicben Ab- '. daehung nacli W. und 0. in bocli snsGUenden Halbkuppeln nielit 'p* den majestätisclien Elndinck, den man -von dem berühmtesten Bau ' des Mlllelalleia erwartet. (Einen schöneren Blick bat mau bei dem kleinen Stadlgaiten S50 Sclultt weiter, e. S. 94, odei vom B&lkoa des Janita oharen-Moieumg, S. 95, odeivmnMeeien.Mi.'j^^eisa.^ö**^''^'''^ rfei-Äu;ipe(sj)iierhlnrogetügtenSlieteii)M\eT,i\ex™V\wäa«a^*o«;^ ■ bmfeit besondeiK Im S., der gelhe insWcV TO\.WiVen ^o^'^*'"'^ " " ^ 90 Hd«(i!7. KOKSTASTINOPEL. h. SiamluJ! Birelfen tragen dam tel, den Ban scliwerfJl!!§ crsclielnen in \uet» und die TiTspiüngllche Wiikong zb mindern. Nanh der gewulm liehen Übeiliefeiang hatte hier schon Konttanlin d. St., dem Hanpteingang des Palastes gegenüber, der göttllchea "Weisheit (Sophia) t, 3. 326 sine Kirche gegründet In der Form ein« BaBillliA, wie damals überall die Kirchen des nen merliiniitan Glsnbm* gebant wniden. Vollendet hat sie erst sein Sohn Conatanllus (!*■ J. 360), der wohl überhaupt als Erhuuer zn gelten hat. Kadi el Brande 1. J. 404 wurde sie Tun TheodoelBS d. J. 416 in glei Form, als dreitchiUge Basilika mit hülzemem Dachstohl, erneut. Ali sie beim Nlkaaufetand 532 (s. S. 80) nieder der Zeietüning anheimn fiel, faßte Juilinfon den Plan zn einem Prachtwerk, das stia Buttai- des AltoTtuma in Schalten stellen soUte, und das Ihm die Baomelsta Anöianios aus Trallels, dem der Entwurf zuzuschreiben ist, t hidoTO» aus Hilet in den J. 532-1337 erstehen ließen. An die SteU« der badlllialen trat dabei die Zenlral-Anlage, mit der Knpp^ auf quadratischem Unterbau, dessen Ecken, tim Tom Viereck mi Kreisbasis der Kuppel hinüberzuführen, durch sphärische DieleAf^ [Zwickel, PendentlfS] abgeschnitten werden, eine Baoform, die In diÄ nlexandiinlschen, römischen und besonders den frühe hrlstlichav Kanten in Kleinasien nnd Syrien mit der Koppel Über dem VieleiA oder Kreis Vorgänger hatte, aber in der Sophienkirche wenn wo)A auch iilfibt twu. erstenmal angewandt wurde, so doch den vollendeten' Ausdruck fand, der für die Kirchenbauten des griechischen nnl mohammedanischen Ritus vorbildlich hlleb. Die neue Kirche, vatd. * nicht genan nach 0., sondern der Achse dos Kaiserpalasles ent' sprechend nach 030. orientiert. Wände und Gewölbe wurden a Backstein, die Pfeiler ans Kalkstein, die Kuppel aus besonde . leichten Ziegeln aufgeführt. S£ulen aus alten Tempeln Kleinasleui, Griechenlands, Italiens, die edelsten Marmorsorten für die Innen Verkleidung wurden hetheigebracht; der Hochaltar, das Clborlnm darüber, der Baldachin über dein Amben waren aus Edelmetall und Edelsteinen gefügt, dec Fußboden mit Marmor, der obere Teil det - WSnde und die GewSlbe mit Musalben Inkrusttert; 360 Zentnei Gold sollen die Baukosten betragen, lOOOO Werkicnte an der Voll- endung gearbeitet haben. Das Innere bat die Farmen bewahrt, die es damals erhielt; und auch Ton der Pracht der Ausstattung ist alles ans Marmor Gefertigt« - erhalten. 668 stürzte bei etnem Erdbeben die Knppel ein und ward dann mit größerer Ruhe und Voreicht wlederhergesteüt; seitdem galt sie als gefeit gegen sulche SchKden und steht auch im weseiitUclwB unversehrt Die wesll. Halbkuppel muSte allerdings nach den Erd« beben vun 667 und 97Ö wiederhergestellt werden und 1317 hleU ata es für nötig, den nordwestL Teil der Kirche durch die drei noA tirJitbaren StrebepleÜet vor dem Elnetsm n\ »ItVam. Vle türü/eht Eroberung [ä. 81) rauWe der X>aoi!\AiL,-w\e m/üuB ^eJt srbon die Jaleiniaihe, den bewetUcVen VQsftvtn Äönaifl AJa Sophia. K0N3TANTIN0PEL. 7. Roule. 91 duuli am dritten Tage wntäe sie dem moUimmedaiüMlien Kultuä geweiht Die Mosaiken wuiden übertüncht, du Mlnuetui decSD.- Ecke und die niiformigen Strebepfeiler der Ostseit« erricbtet; die Nichfolger des Eroberers fügten die diei äbrigen Minareti, Mamoleen, Scbulen und andere Nebenbsnten hinzu, wie «le die Moscheen zu begleiten pflegen. Um die Mitte des Sli. Jahrb. UeQ Sultan Abdul Uidtehld eiae grüadllcbe Restauration vornehmen; der damit betraute itallenlsclie Architekt Faaiali hat die Kuppel mit einem eisernen Keifen gefestigt, einige unnötige Strebepfeiler entfernt, im Inneren einen Teil der Mosaiken von der Tünche befreit und wiederhergeitelü, aber annh der ganxcn AuDenseilo den gelben Anstrich mit roten Streifen gegeben. Der ganze Komplex der AJa Sophia mit Ihren An- und Nebenbauten ist jetzt von einem Gitter umschlossen. I(™EBHa(vgl. 3,76), DorFremde tritt gowühiilicli aus der nfjnll. Seitenstraße durch die Tür links neben dem nordwestl. Mluaret etil und steigt einige Stufen hinab zur Inneren Vorhalle [Narthex). Hier nähert sich Ihm ein Küster, um die Überschuhe zu bringen und das Eintrittsgeld H/s Medschid = 10 PI.) zu erheben. Die WSnde der 60di langen, 10m breiten Vorhalle sind mit geüdertem Marmor, die Krenzgewülbo mit MoE^fcen bedeckt. R. üfTnen sich fünf Türen auf eine äußere Vorhalle; vorlhilagim W. ein Jetzt verschwundener, einst von SSulcnhallen umgebener Vorbof, das Atrium, mit einem Brunnen in der Mllla. Von der inneren Vorhalle führen In das eigent- liche Innere neun Türen; In den Feldern über ihnen erkennt man durch die Tünche Mosaiken, am deulllrhslen das über der höheren mittelsten, der mit einem Bronzerahmen eingefaßten KSnigitür: Christus, auf dem Thron, hiilt das Gtangeiiam in der Linken; zu den Selten Medaillon) mit Maria und dem Ertengel Michael, tn FflOen ein anbetender Kaiser [i. Jahrb.). Der Eingangspforte im N. (a. oben) entsprechend bellndet sich am SUdende der inneren Vor- halle im TOTgemach eine 'itronielür vom n. Jahrb. mit z. T. antiken Fällungen und in Silber eingelegten Monogramm-Inscbrlften. Wir betreten durch die nGrdllchsteder Türen den "Hauptranm. WiB kein anderer Bau es erteicht hat, bebetraoht hier die raächtigii Kuppel das ganze Schiff. In St. Peter krücit die Kuppel die Kreuzung der beiden UaupIscblfTe; ihr Tambour hebt die Wülbnng noch well über die Scheitel der Schiffe, so daß man bis zum Hochaltar Tor- si'breiten muß, um den Tollen Anblick der Kuppel zu erlangen. In der Aja Sophia wird die Kuppel ohne Tambour von ebenso weiten Ilalbkuppcin Im W. und 0. aufgenommen und llire Wölbung bis In die Churapsis und zum Eingang im W. fartgafilhrt, su daJ) sieh dem Beschauer gleich beim Eintritt der ganze Hauptraum in Weite und Höhe Ms zum Scheitel der Kuppel eröffnet. Die beiden Halb- kuppeln werden dreifach dutohbrocben, seitlich von jo zwelkleinew». Ualbkiippeio, in der Witte von )e eineioWVeiv^utiiöniefÄV «ws&'w^- //cftejiBu^nschl(eiJtdieChorapBiB,äen'*M&\Ttaetvi\at,tw&***™' der Vorhtlle, mit der Haupttöre. Dtee SistemMoft^ÄVfc««'«»''" I ^m 92 Eou(< 7. KOMSTANTIKOPEL. h. Slamhal: die Hauptkuppel füi das Auge gleühsam frei acbweljen läBt, bietet konstniktlv zugleich daa beste Widerlager fflr Hiren Schub. Die Selten' BchllTe im N. and 9. werden Tore Mlttetsi;liiff vollatüidig ^traont durch die vier kaum vartreteuden Pfeiler (5,d : 9,i m), welche die Knppel tragen, tind die hohen, EweislucUgeii Arkaden, dieiwisrJien die Pfellei und in die kleineren Halbkuppeln gestellt sind. Die mächtigeD BegetH feldei über den Ark&den der L£ngsaeilen sind van zwei Beihen von Fenatem dnrclibrüclien, die mit den 40 Fenstern im Fuß der Kupp«! dem Mittelraum reii:hli«bea Licht zuführen. Der giuize Bau lilldat li>st ein Quadrat: von W. nach 0. mißt er, ohne die VothaAlea nnl Chorapais, 75,8m, von N. nach 8. 70,3m; das Mittelschiff ist S8m breit, die fast ha\bkngeirormige(lJ^mbo!ie)Kappel hat den glelcheii Duri].hmesser und 5(i,igm Scheitelhöhe. Die Säulen BUB grOuBm Marmor (Verde aotlcoj ganieHöhelO,sm, bei einem ontereu DuicbmeSBer von l,i2m), die im H. und 9. zu Ja V ieien zwischen den Hauptpfeilem stehen, sollen ans Ephesos eUlBr- men ; die vier Siiilenpaate aus rotem Porphyr in den UnteigeflEboiie«' der kleineren Ualbkuppeln geborten einst zum Sonnentempel ill Dnalbek. Im ganzen sind im unteren Stockweik 40, im oberen (i7 Säulen verwendetj die weißen Marmotkapiteile, die nicht mehr horizontale SteinbaUen, sondern massige Bogen zu tragen haben, sind kämpfcrartlg gebildet [KEmpferkapitelie; vgL S. 96/97, Zislema. Bin BirDiiek) und mit Flach Ornament varzieit, wie die Vorde»* flar.heiL der Bogen darüber; Monogramme Ton Justinian und Theodor* sind häuäg angebracht, fironzerlnge verbinden Kapitelle und Basen mit dem Scbaft und halten liasige Stellen an diesen zusammen. — - Uer marmorne Fußbodenbelag, dessen Aderang in kunstreicher Za* sammensetzuQg Wellenlinien naehabinte, ist meist zerbrochen and jetzt durch Teppiche und Matten verdeckt; derMarmoischmuck datr Wände da gegen vielfach gut eihalten. — Von den figürlichen Moiaikcn Bind in den Seitenschiffen einige Beste, im lisuptachiff nur dla Scraphdügei auf den Zwickeln unter der Knppel unverdeckt; in iet- llalbknppel der Ohorapsla erkennt man manchmal dnreh die Tünche die thronende Gottesmutter mit dem Kinde. ' Nach mohammedanischem Ritus wendet der Betende sein Qs-' slciiC nach Mekka; in den Moscheen ist diese Bichtune durch die ticlieliaiache (Mihrab) bezeichnet. In der anders orientierten AJl Sophia Ist der Mihrab In der ChorapaU deshalb nicht In der Achse, BOJidern etwas südl. davon augebiacht; danach sind ancb dia Teppiche und Matten schräg zu den Wänden durch das Schlfl ge- breitet Zu den Seilen des Mihrab stehen riesige Kenen, an d^ Pfeilern der Apsis r. die Freitagskanzei, I. die achteckige vergitterte Tribüne für den Sultan auf acht antiken Säulen. Andere aftena> 'IribOnea für Koran Vorleser und Votbeter beandeii steh im SehtlT *n rencbiedenen Stellen, Anf den gioHen Schild™ aii 46^ 'Swi^ Pfeilern sind die Namen der vier ersten l^a.\«on, WmTfttto.QniM Ofwän, Ali, In der Kuppel ein Koranveia in ^o\iiai.iAt«BttrkÄaW :li AkF D« Ob rguc oß der Beil n.rhitre, lo dem AJa Sophia. KOMSTANTIKOPEL, 7. Saute. 93 von olnem berübmCen KiHigiaphon gesdirieben. — In den Nächten des Bsmasfii (S. 77, 76) iet die gaüze Moschee prächtig erlottclitet und besondeiB zm Zeit des großen Abendgebets, 1 St. nacb Sunaeo- untergeng, von Anrtäehtigon erfülltj Fremclo wetden daun nui in den obeien Giierien zagelaEsen. Die iwbI gTODea Uamuinirn,» ton Sm Hübe, diu beim Slugue im Bauptscblff in dec Hitie videekigec Becken sieben, sotluu vun llurail 111. BufKCS'elU worden Hin. Im nfirdl. Seile nscliia' ist d!s -vicrackl^o Säule der NW.-Ecke {1. nBbeo dem EiDlretanden) mit Bronie verlitsid«!^ sie beiat dls BciiulUiitii Säule, da >ie ilcb stets fenclil norüblt, nid w«r schon In der Christ liehen Zelt alx Wnndcr wirkend bektmnl unter dem Hamen Säule " ~" ...._.. ..^^^ fleitenscbiffe wird iseddln in den Zellen lAchlB'en die Hcrdflcba« n der lEilte de> aadl. hlniureslelBtt, i.... eohöne Blicke durch die Uoiüuee mn. in ust- ufiuiiiniscnen j.ni war ei •lenFrsufB lorbtheKen (Gjnäceum); »neb Synoden wurden bierah geh ilten. .Tetit bergen die nördl. Gcmaclior der Nordgalerien die nur mit Erlaubnia- »cheln EngSngUcho Biblioibak der Muschee, Dia Südealeria wird durch sine mirmoma Schranke, deren (vielleloht der Kirche an Aller übcrlBaono) Flügel Türen darslellen, In iwel Teile genjUadeni die Harmorpletto über der Tür Ist dnr.-bBcbeinena. Im folgenden MliielBtüct der Südgalerie ist r. lnd«NabedeBrensterBeineMarmeilafelmitdBrIojcbrlftB™rt(iiiflKi-'«*, desSalum; Fremde dürfen es woW r«iQ k\i*\.t\». kü» i.ws."toÄ».vs Sembof(S. 88), uieiBl nbor nicM J-umE.UvttX^.^.'uao.aVL«.*- 94 BottU 7. KONSTANTINOPEL. h. Stamhul; Tritt nu r. durch iae lÜTUssbe Tor der NÜ.-Eoke im Hofg der Ajl SnpUB dB, ED hat mnii zdf L. eiocn Kundbaa, der »obl douIi lUtar laj Bll die BophienUrclie nnd vlslleiobt leiD Sinophi/laUiiii. einer Art SakriHei, eaupriebli jelit diant er sli Ukgasio nnd ist aDsgsacgUch. Anf dsm Serei Metdän Btebt r. der *Bnm]ien Aottmed'a m, (PI. 17), erbaut 1728, d&B Bchonete Beispiel derutlger ölTontUchBl Brunnen (Schll), wie bIc die Sultino int Labung der DürBteiidan an lerkebirsicben Stellen errichteten Tind unterbleltea. Ein idEt Bpringendes Dach Bohützt den vieTeckigen, mit lierllchen Säulel □nd Fttyencefliesen, Ornamenten und knnet liertan Marmoibau; an deit Sotten Bind zwibchen Nischen groBa Waudbronncn angeordnet; an den Eoken epiingon runde ErkH vor; in den ÖHnungen Ihres Tergoldeten Gittorwerts Bind die TiBBOH mit dem Triitliiraasei bereit gestellt. Von dem Seiai Me'idan führt eine Straße zwischen der Äja Sophli nnd dem langgeetrecktea Gebiude des Minlsteiiums der JoBtiz (PL H 1 7), der frommen Stiftungen [waknf) nnd der Hsndelsgedehti) zu einem mit Baumreihen bepflanzten Platz, der sich au der SQd- BeitederAJaSophlavor den TürMs entlang zieht, dem AjB S^phii Mcidin (PL H7; Cafäa S. 733^ er bietet nichts Bemerkenaveitat. Au den Aja Sophia Meidän erMieBt sich s.v. der At Meidf« (PI. H 7; „RoDpUtz"}, ein Obei 300m lauger PUtz an der Stelle da* KaiBeilichen Hippodiome (S. 79 unten), von dem er aber vielleicht nnl 3/g einnimmt. An der Nordecke, wo die Kue Divan Yolon und di« T mmbahn weBtwärlB abzweigen, ist ein kleiner Stadtgarten fS. 73}i S.w. zunächst davon steht der von Kaiser Wilhelm IL zur Erinne- nng an seinen Besuch (i898) gestiftete Brunnen [PI. H 7^, achteoHger mit einer Kuppel überdeckter Parillon, mit poliertes schwarzen Säulen, auBen und in der Kuppel Tekh mit Hoaaik ge- scbmückt ; in der Koppel wechselt das Monogramm des Kalseia mit dem des Sultans ab. Im Innern ist der große Wasserbehältet, snileii Eieben BrannenBchalen angeordnet. Dann folgen b.w. diel Denkmäler ana dem Altertum, die nodl auf ihrer allen Stelle auf der Spina de» Hippodroms steben; Ihn Sockel, die In dem allmählich um c. 3m aufgehöhten Boden borgen waren, sind wieder freigelegt worden. Zuerst der Ob«lMC UM Xheodasini (PI. H 7), aus ägyptlscliom Granit, ca. SOin hocli an der Basis Im im Geviert. Nach den Hieroglyphen der vier Seiten' errichtete ihn ThutmoBia III. (1615-1461 vor Chr.) in On (Hell»* polls); Julian brachte ibn dann nach Konstantinopel und Theod»- bIus d. Qr. gelang es, nach der griechischen und lateiniscbok Inschrift am Sockel, ihn In 32 Tagen hier »afzuatellen. Der MarmoP» sockei mit den vier Kupferwürfeln, den ihm TheodoBlns zur Basti ^ab, zeigt auf den vier Seiten In Rellefakntpturen den Kaiser und seine Familie in der haiseiUciiBQ Loge mit seiner Umgebiing \>A den Sennspielen im Hippodroi Ll AtJiteiään. KONSTANTIN OPEL. T. Eoute. 95 wertiinj btsieglBr Fiiludo entgsgonneliiuniid. Ganz unten sind im NW. und SO. die IruobritteTi aniebractl, im SW. ein Weltreadon um flie Spina dea HippodiomB, Im NO. die Hoibsiiclileppaiig des UbellBken eeldiildeit. Dann folgt die bionzcne *8DliIuigNi«&ale (PI. U 7), der Übei- leet i1q9 für Aea Sieg bei FUtää von den Griechen In Delphi auf- gestellten Weibgescbenks. Das erhiUene Stück, drei TcUiitisch modelllerle, sich la slner Säule zuBSmmendrelietKte ScblangenleibaT, bildete die KlUelstQlie dnes riesieen DceifitBes; es ward« von KonstantiD hierher veraetit and diente ipäter als Fontane; die lelülcb abliebenden Seblnneeukäpfe niren noch Im ivn, Jahrb. Torbinden; ein wiedergefundener Oberkiefer Ist im Unseani (6. )18). An den onleren Wiadungen sind die Namen der 31 Städte an- Am mciElen s.w. steht der EOg. EoloS (PI. U T), ein ca. sÖm hober, »ufl Quadern aufgemauerter und einst mit Tergoldeten Bronie- platten verkleideter Obelisk, desjen Erbauer nicht feststeht; Kon- stantin TU. Porphyrogennetos rühmt sich in der Inschrift auf der Ostseite des marmornen Socliels dies Wunderwerk, dem Koloß von Rhoilos in yergleinben, erneuert zu haben. Die SO. -Seile des At Meidin belicrrsoht die 'Moschee Sultan H(. Achmed'! I, (PI, H 7), deren Kappeln and sechs Min ureta neben denen der A^a Sophia von überall her sichtbar Bind. Sie vrurde 1608- ' 14Ton dem Jungen Stiltan eibant, der kurz vorher einen ungOnstigen Vertrag hatte schlleQen müssen und Allah's Qroll versöhnon woUle. Der Hof um die Moschee, in dem an der NW, -Ecke die einfache, viereckige Türb€ dea Sultans unii »elterhin Schnlen, Armenküchen liegen und ständig Markttreiben herrscht, ist vom At Meidin durch eine durchbrochene Maner geschieden. Geradeaus führt elu Tor mit Stalattitge wölbe in den Vorhof (Haräm) der Moschee, den eine Süulenlialle mit 90 kleinen Kuppehi nnd zwei Minirets an den Ecken der Vorderseite umgibt ; in der Mitte steht ein Bohöner seohs- Boitlgec Brnnncn; andere sind unter den Arkaden angebracht. Die Moschee bant sich regelmüQig onf , bekrönt von der Zentralkuppel, ao die sich vier Halbknppeln lehneu; an diese stoßen wieder klei- nere Halbkuppeln, und vier kleine Kuppeln decken die Eckiinme hei den vier gleichen, mit je drei Baikonen ausgestatteten Minarets. Gleiche KegelmäDigkelt herrscht Im Innebn (72: 64m3, das man dnich das erzgetriebene Tor im Vorhof geradeaus betritt (Trilg. 5 PI.]: die Wände sind unton mit weißem Marmor, darüber mit ■ch5nea blUulichea FayeaceSlesen bekleidet; der mächtige, unten ■UB Matmorblöcken gefügte, oben ebenfalls mit Fliesen bekleidete Pfeiler tragen die vier Bogen, auf denen die Kuppel ruhtj das Ganze bekommt so die Form eines griechischen Kreuzes. In der Gcbets- tiUche (Mlhrabj sind fünf Steine, deren einer ein Stück von der Kaaba au Mekka ist, eingefügt. Am SW.-Ende des At Me'idsn Ist i, der Einjaus laia wsv 3tüäUeluaeii'Mnt»jaa (PI. G H 7 -. ¥.\nl.Att S..T1,\ f^"«- ^"^ "*''" garen werden h(er die ftUbeteii TiacWen ft.w x.itY'i^iÄ.'eo.'«'^^'^ traget uud beiondeu dei Jauiwchareu viKtelSia^ ürösA'iS»» ''*' 9b Eovie 7. KONST ANTIKOPEL. c. Stamhul^ Kenitruppe lies trirkiauLcii Heeres bildeten , 'bis sie 182fi iliron 1 WidersUnd e^SO ^'B Einführung sben 'Hündisch er Heere^oignat« ' satiOD zom Opfer fielen (S. 81). Vom Balkou Ecbönei Blick «if den FUlz nnd Keine Umgebung. .IJB kleine bübscbe UoBcliee UOumiä Sokolli Paiiha't (Fi. » H 7), auf irn .1 FiindiinenleD ia Eirebe der b. AuasUei&ISil durcU den BiumeiMer Einb J (S. 98) errii^let. Die Suppel erhebt «ich über einem von tecbs Bo|.-«l 1 BODden um die GeheUniscbe herum. Die farbigen Fenitcr sind modcn.. 1 In lüdl, Sichtung weitergebend kommt mHn zur Uisenbabn. and ■& « dieser entlang t. ISstl.) nuh lOD Gckritt lu einer anderen kleinen UoHlifC, fler 'Kütiohük AJa Sipbia (PJ. H 7, B; 8 PI. Trkg.), einem hervorrtieu- lien Zaniislhan 8llbyr.»nlliiiseh6r Zeil, der nack der Atniiebkell mit dar .; großen die kleine Aji Sopliia benannt lit. Wie Jene bat ile eine Kgppd auf dci Uitte des quulnllsi^heu Hanptbauce, im 0. emen Aneban mil dem ■ Ckoi, im W. eine Vorbelle. Daeesen zeigt sie, wie sie inch fiöliet d* i (S. DO)? Um die PfeUer herum acblieDen jidh pckilTe &n^ nnr der Raum vtr der Chorniache iet Pfeilern «teben im Unlep- vfie Obergej-TbuD je ii farbigem Uu-oiDr mit schönen byzantinischen Kapilallon; der Frlei Sbm\ der unlerBB Beibe trägt über einem mit Weinlanb venSerlen Wollt A hejgmclriBchc Inscbrifl dea Erbauera Juilinlan. unter Bajejid II. " " Kachfolger des Erolierer«, wnrde die Kärcha aur Moiebee verwandt-^ -.„ Woaaiken iibertüncbl, die mobamme Janischen Kullelnrichtangen In ttt, Orientierung nach Uokka schrSg lur ioliBe dea Banes angehraoht. "" flebiinen tiberblick über diu Innere hat man liesondera von der Oalerje gegeDüber der Chorspils. c. Ton der Aja Sophia zum SeiaiMsrat. Dei Suar. Folgt man Ton der Aja Sopliis weiter, am Noidende des At Meidän mit dem kleinen Stodtgarten (S. 94) -voniher, der Strato Di van \olou (PI. H 7, 6), in der «nch die Tr»mb«hn fälirt, m steht rnan nach 7 Mi», an der Cr.) rrürhfi KahmAd'* H. d ir — Die große aehteckige, im modetnen Stil ettiohlete GrabVapelli weißem Mstmor bildet die WeBleoke eines von vergoldelein Oittar umgebenen Bcgräbnisplatzaa (Eingang r., ösü., in Itue MabmoudlS), von dem bub man die Türbä betritt (Trkg. 5 PI.), Im Innen) atcbt in der Mitte (ior Sartophag Malimud'B, bedcclit :nit Goldetlckeielen und ttmgeben Ton einem vergoldeten Gitter. Am Kopfenda ist det Fes mit der Belheifeder aufgerichtet, den Mabmud ta Stelle du TurbnnB seiner Vorgänger eiugefOtirt hatte. ZnrL. stebtderStTkapbig seines Sohnes Abdul Asi», Sultan 1861-76, mit einem einfaohen Fef, Am OetendB des Gartens ilt ein hübscher Trinkbioimen (S. 9ij im gleichen Stil. Sie Seitenstraüe 1., bevor man an den Begrab nliplati kommt, niat nach 70 Bchritt lU einem unreeclmitllisen l'lad , auf dem elf aDmaaeiU aod rergltlerU Schachte aus dem Boden raeen. Dnicb ile blickt at— iinab Sa die Zlitsnu der 1001 Blulen (.i;\. Bli, linV Btii Kr Mrd KlneUee, dureS das näuscbeo auf dem Plati, nai ia\i*Ti. ?^«*i>Mi\. \ ■"""/o uoterinliajbe Oewölbe iuilInSanlnilioT 'tiAl. eWVilv iWaV kAuJWw .M/'i-. Hie io uecbiobn Eelhen ange .idniAHi Hatmoi»»«.!™ ■. »i«" ^ 1 KONSTANTINOPEL. 7. Roult. 97 — Satcher ZIslDrnen besaB KoniUndnopel , dia kein elgneB TcinkvuBBi hM, eina frofio Aaiah]. Die beJeulendate ist die noeh beute mit Waiwar gerüllle Jtri Balmt-Zülme fPl. H 6i lürt. Jeri^ Bat»a aanl), n.w. von der _Aj. Sophia {scbwlerfa t.a besachem BPi.TrltE.). Sie enMpritht wahr- Clrtertia BaaiUi'a; 3311 Säuleo mit scbüuen karluthiKben Eapllellen Iranui die BackMelngewülbe. Eine eroD« ZIelcnie beUndet alcb aueh DDter dem weitl. Teil dei FuGbadnoa der ija Sophli. An dei Trambahn folgt 110 SctiriK jenseit der Tflrbf M&hmud'a die log. TeTbiannte Säule (PI. 0 6 ; türk. Taehenherli ToKtt, Stein mit dem Reifen), die mächtige lon Konstantin In der Mitte seines Fommi (S, 79 unten) errichtete Porphyraäiile. Hier lief die <e TTinmphslBtcaßs Tom Üoldenen Tor zur AJit SaphU vorCber, deren Bichtnng die Pfetdebahnllnle ungefähr bezeichnet. Eonstantln's ala BektQnong aufgeatetltes Bronzeitandbild scblendeite Im J. 1105 dec Starm von der Säule herab ; die vom Blitz zerstörten oberen Trom- meln wutden um 1150, wie die Inschrift lehrt, durch Manenrerk er~ aetit; Im svin. Jahrb. wurde auch, nsoh manolierlei Beschädigungen dnrcb Brande n. a., um weiteren Verfall zu hindern, der Fuß ein- gemnuert und zu den bronzenen Reifen mit Lorbeerkränzen, die die einzelnen Trommeln verbanden, weitere eineme Klngenm den riesigen Schaft gefügt. S Min. weiter üffnet sich r. con der StraCe, In der die Trambahn (ühtt, etn mit Bäumen bepilaniter Platz, an den i. [ostl.) die Bs- jeatd-Moschee, geradeaus der weite Uof des Seraekleiats grenzt (PI. F G 6). Die Bajeald-Hotohee (PI. O 6), von Sultan Bajesld, dem Sohn des Eroberers, 1489-97 erbaat, bietet Im Inneren nichta besondera Bemerkenswertes, bat aber einen scbSnen Voihof (Harim). In seiner Mitte steht zwischen alten Biumen unter einer von aeht SÜDlen getragenen Kuppel ein michtlget Brunnen; tingsum laufen Spitihogenarkaden, getragen von 30 schönen Säulen aus Granit, Jsspia und Verde antko-Marmar D:ii( Stilak litk apiteilen ; nnter den Arkaden haben BoaenkranzTeckSufer und üfTentllche Schreiber ihre Sitze i den ganzen Raum aber füllen zahllose Tauben, die seit den Zelten des Krbauar^ hier gehegt werden (für '/^ PI. erhält man eine tlandvoll Futter neben dem Eingang), und der Moschee den Namen Tintbamio$cbee eingetragen haben, — In dem kleinen BegrEbnU- garlen hinter der Moschee liegen die drei Tür5ifi (S. 76) des Er- bauers, seiner Tochter und dea OroOwesirs Reschld Pascha (flöSS). An der gleichen Seite dea Platzes liegt etwas zurück das moderne Gebäude der BibUotkek (V\. G 6). — Im N. öffnet sich ein mioh- tlges, von zwei Pavillons in manrlschem Stil flankiertes Trlumpbtor, SeraikleT Kapu, dnrch das man iber häufig ichon gegen Soimen- onlergang nicht mehr eintreten darf; dahinter eKttaett. tVfe isvi«. Stelle de» Eiki Seral, der von dem Etobetet e,rtii.\iViiw ft«W»v'%*sÄ>.- deaz der Siiltaiis, der weite Hof dea KricBammVtUtiM'm» ^V"^ '^^"■> (d/*.Ä««i/*rflO-I>erdaneben8tehende,ca.6(liQVaVo*«iT»ÄVei'««^ ^ Sm^mkn'ß JioaWantfaopBl u. Ktetowten. "l k 98 BtmU 7. KONSTANTINOPEL. c. SfanrtuJ: wurde von Maiirnnd II. aus Mancor von der In^el Mannsn er- lichtet und bietet von der Fenerwacbtstube (Freitags geechloBBeai-. pite Treppe bis oben; 179 3tnfen; 3-5 PL Tikg.) and der Spittft §inr,h 76 Stnrenj eine» TortrefTlichen Kundblkk, bei dem besondei* tambul in seiner orientaliscben Eigenart, O-berall dnccbsetzt mlf EchBtcigen Giiten, bingestiecbt Ober slebeci Hügel (3. 79), zni 0«t- tnng kommt. IfsD Qbsrachaiil, r. beruiDgehta<1, iaa Ooldeoe Fnni mit den beidoi Brücken, tenarils daa tlarincvierlel am FuB der Hohen dea Ok Hel'dAu Galita Ubstragl tdd leloem Turni, den Bogp ^ "■"" f"PP^B Bbinrolbte MilrelacfiifT. Dia Kappe! mW '»^^y'^?'™ ■* "«^ aach o/cfcl so Dach genülU ifle «e d» AJ» &o\iM», niü AiMmmU. KOKSTAKTMOPEL. 7. Aoul«. 99 HShB amrimrin. Bis robl >af vlor Ffdlern, iRiwlica dmu ja ivel m&oUIC* SDtfks anntUäDlair mll Tergaldeleu mumotnBD SUIakUtk^UU« die ObBTgBMlioUB dar SellnudiiaB truen. Toa den ich6iim firUgen reutan der KOelnM« lind nnl Mf SnlgfisAi'i PawitelMn crbcmMI, dla QbrlgBo duiuh Ib S^mtasOaefal asgcf^rtlgt wonla. Dia Apdi iit mit sdiüoBD penJsdiMi FATODCeUluBn uisseatiilLeL dio Eaaie Moiobefl mit einer Mwie angelegter KnniutäpdcT Hnd au Dräbtea tiBrabhaoeuder LaupBD und Zlernte ungsdiUt. In dem BeoiÄbnisqartbb hinter äet MoflcliEfl alnd die Oiib- stätten dea Saltsns und leinet Qemahlin. Die T^tbi Sutcirndn*) (Tikg. 6 FL), üi der Mitte, aia tod elaer SlnlealiiiUe umgebenes Aehleck, Ist Im Innern mtt «tliöDen peiilMben FsyeDcefllesen tbt- kleldet. Aebt Säulen lua Hatnoi unil Porpbyr tiTigen die mit An- licsken vecziecCe Kuppel. AuCer SuleTmiia I., desaeD Sacliopiiag lon einem mit Perlmnttei eingelegten Gitter umgeben ist, luben hier noch die Sultane Suleimän n. und AcbmedIL, zu Hüapfeii JevelU den hohen neißen Turban mit doppeltem Kelberbnscb. — Dfe Setllcb gelegeoe Türlii der SuUanin Roxolane (Khvrrem), obanfslla ein Achteck , mit achünen Fayencen Im Innern, let einfacher gehalten. An den Hör um die SnIelmSn-Moscbee grenzen rlnp die lugS' hörigen Schalen, Bäder, ein Armenhsas und eine Bibliothek, und, an der Wordecke, der 5ils dt> 8cheic\ ül MSm (S. 78). Ton der Snleimanld' kann man, um nli:ht denaelben Weg zurQck- ziiwandern, nörd). ztt der nelt stilleren Allen Brücke (P!. F 0 4; BiQakengeld wie bei der Neuen Bracke) hinab-, und die bequeme Bus takander (PI. G 3] naoh Fers hinanaleigen, oder n.ö. alch nach der Landtiiteile Jemiteh IikelesC (PI. G 4) htnabwenden und mit dem Lakaldimpfer (S. 74) für 20 Para zum Mordende der Neoen Brücke fahren. Oder man steigt in der FJO.-Ecko dea Flatzea zwiacben der dnleTmanie und den SeraakleC'Kas erneu in nordöatl. Rlchtang die im Anfine Obetdeckte gewnndeno Straße hinab, die unterhalb der RoUHtem Psoha DJami auf Bue Balouk Bazar roandel(Pl. GS). Die am Nordende der »om Großen Basar herabkommenden Kue Ouioun Tchaichl(f!. i01)gelegene TinanaehnlicbeMotoheeXnitemFaloIiii'i, des Schwiegeraohna and Weaii^ Suieimän's I., Ut Im Innern bta zu den Bogen hinauf mit den manaigfaltigaten und kostbirsten persi- schen Fayanceflieaen Torkleldat (Trkg. 5 PI.). — Auf dem Wege von da mr Neuen BrQi-,ke streift man auf der Rne Salonk Baiar den Obatmnrkt, den Piachmarkt und r., unmittelbac tot der Jeni Walldf - MoBcheo (3. 07), den Kiieix Tlcbariolil (PI. G ö) oder Ägyplhehea Baiar. Die hier In den offenen Läden der überwölbten StraJie inf- gespeloherten Qewöcze, Drogen, Farben usw. geben einen Vorbegriff von den Ware nanhSnfnn gen des OroQen Basara (s. unten). Errichtet wurde der Mladr TscharBchl zugleich mit der Moschee nrsprQntflch fOf Waren au« Ägypten. Um- Oio&t Sauir (PI. G 6), Immw noA Am i.«">äÄa'Jwä^'*r würaigkeltsn Sonata ntlnopeh, nimmt «\ft 4\yE*f,tw^'K,^, "^'^i.A *» beatimmte Tore i.igKngliPliBB St»ül<'\m\.a\ T.«\*öi«-n. 4«-^ ^'^ 100 BbuU f. KONSTANTINOPEL. e. Stambut.- Motchee (S. 97) rnil der Narl OHmsnid-MoBchGe (S. 101] ein. Eine Stande toi SonnenunUTgang viiri der ganze Beziih verliaieq und abgeschloBBen; Freitage feiern die mohSDimedaniBcben, Suds- tags dio Jüdlacben, SoDnta<^ die nhiistllnhen KauHeate. Ult etatai KiiiDps.B veri^tacn knna man sieh UDhesorgt in du Oeivlir TonOunn MnslnirBgcn, nnlwirl aU\ slierdicga mit elnigein Zeltrarhul, K^pmfedjllu tecU DJsddedil In. 8. von W. narh U.) de> BaMnaiä die Linea emii durcb den BasAr (gagon wenige PL Ttkg.) in Anaprucb, hüte aicli alier datei Einkäufe lu Inaelieii, Der Große Basar (türlt. BöjQk Tscharachi = Großer Markt) von StambDl stellt die Veretiilgang der aouat meist getrennten Mbkte der lerechiedeDsteD Handelszweige dar, die auch bier ziinftweiia in Qaasen oder BszItIih geschieden sind. Die ßaasen sind fast rinrcbgängig überwölbt und bilden mit den beldetselta gelegenen Buden lange Hallen ; Licht fällt, akbt sllzn relnhlkb, dnrcb Fenstn iu den Wülbungen oder den Bte überragenden Kuppeln ein. DIs Anlage einzelner Teile gebt in byzantLnischo Zelt zurück, »o die lies Beseatän Ina x. Jahrb.; Mohammed der Eroberer und seine Nachfolger haben ihn dann ausgebaut. Die jetzt benutzten GebSude wurden gröBtenteÜB nach dem schweren Erdbeben von 1894 nea er- richtet j einielnemaaBlveTe.wIederBeBestän, einegroBereobteckiga Halle mit dicken Mauem, und der Sandal Beeestin, stammen au« dem Anfang dee ivm. Jahrhunderts. Am interessantesten sind die Yerk an fsgegen stände im Beteitäti (a. oben ; PL Q 6), dem Zentrum des Basars, und den Stiafien un ihn herum. Man erreicht ihn etira folgendermaßen (von der Neuen Brücke her, a. unten; von der Muri Osmanlfl her, ». 3. 101): beim linken (nöidl.) Miiuret der Bajesld-Mosohee [PI. 0 6) duicii das Tor und in a.ö. Kichtung dnrch die Hakkaklar Sokak, mit Stinden der Siegelsobneider, Buchhändler usw., zu der nordsüdl. veilanfenden Bit Basar Dschaddes! ; In dieser einige Schritt nach S. weiter, dann L in die Fesdschiter DscbaddesI, mit den Buden der Feshündler, die Im Bogen anf die Rue Ouzoun Tcharchi (PI. G 6) mündet (in der man I. In nürdl. Blchtuug zur Moschee RuEtem Paecba's und zur Neuen Brücke gelangt, s, oben); r. gegenüber beginnt dann die BeieitaB DBchaddesf, mit Läden für Kleidungsstücke; sie führt goradeauiüitL aitf das 'Weattoi dea Desestin zu. Im Besestän Verden hauptaäch-- lieh verkauft atte knnstrolle Waffen, Arbeiten in Edelmetall, ein- gelegte MÜbelu. a. ; in der Straße an seiner Ostseite Jawelen nnd Schmuck, an der Nordselto Tuche nnd orientaliacbe AntlqutUten, Bui-.beTj an derWestaeite türkische Ytauantleld er und Stickereien; in rfor Südseite Ledaraibaiten, vlsVlach UVn ■sCTT.\feiV,'a,'ifaiÄ, — Gebt mm hier an der SttdBelle Vtv esfl. ■ßvAttmi NieVMn , «iW« aian nach ch. 60 Scbiitt r. ein ^tin^iaiw rosiaVit«, -AeictViw» Qi Qrofitr Bmar. KONSTANTIN OPEL. 7. ßoult 101 bsude, den Sandal Beiatin, In dem vdt 100 Jabten der Handel mit oiientallacber Seide seinen IliuptsiU hstta; Jetit dient u nur llOflh all Msguin. Gegenüber der Westeelte liegt du BalauT, To- feoUiati, wo msQ, beeondeis im I. Stork, ganz gut zu MltUg eaeen kann. An dei Südneile des Sandil Beaeatän ileht die bielteate StnBe des Bn^ara entlang, die KilpakdsohiUr Baachl Dschaddeat. Sie kommt lora Bit DaEar Kapu, am SDdendo der Bit Baear Dauhid- deaf (S. 100), und fabrt gcradeaua auf das Bigartor gogeiiübei der SO. -Ecke dea Sandal Beaeatän, Nurt Osmanie' Kapu. Durch dai letztere tritt man in dfo äußeren Hof der ViiiiOimuiii-IIoieliM(Pl. G6). Die eaoz aua wniOem Mannoc 1748-54 erbaute Moschee erhebt sk-h zur Hälfte anf einer Telraise. Die Seitenmauem füllon die vier mäi^iitigcn Bogen aoe, aaf denen anmittelbar die Kuppel ruht. An der VoTdoieoitc sdüießen aicb zwei Mlnareta mit je zwei Galerien und ein von Arkaden hier aua- nahtoeffelM im Balbktoli nmgebener Bof an, — Durch ein dem ge- nannten Basartor flall. gegenUberÜegendea Tor gelaugt maji auf eine Stral^e, auf der man in aüdl. Richtung nahe der Verbrannten Säule (Fl. G 6; S. 971 die Stnfie mit der Trambahn erreicht. Im 9W. Aat Bua», tue dorn oben Ena. Tor Bit Buar Kapu, lieft der Triiiilmarkt IHkI Raur, Bchenhaft Bit Baaai „LäoMmarkt' Eeosnal). wo alle auehagcfeuUnde Jeder Art, Häbel, Waflen, Teppicha Igabotea werdea. — Bewece orlentaUBCba TuppiiM haiei man uisr auilerbalb du elgentllohen Basan bei den QroDbüDdlera in dsn Hau (i. ODten). Dlo YeneDdane EroBersr Elnkanla übertiäet man, achon wesen dei FormaUtiten bei der Ausfabr, dem Spediteur. VerlKCt man den Grollen Basar in nördi. Richtung auf der Rue Ouzonn Tchatchl [PI. G6; vierte weatl. vom BeseetinJ, so trifft man bei der Kreiixnng mit der StraBe, die vom Osttor dea Seraskter- hofes (S, 97) im Bogen zur Neuen BrücSo führt, den inlereaaanten Wllid« Hau (PL G Ö, 6). Er wurde im Beginn des xvtl. Jahrh. von der Sultaiiln-Mutter Murad'alV. erbaut; in dem riesigen, feslunga- arti gen Gebäude, dessen Hof man ungestört besuchen kann, haben die persischen Händler ihren ßitz und feiern hier auch am 10. Mobarrem (.1906: 7. Mürz) ihr Nationalfest. Hitn und EroOe, meial mehralückiee, futa Steingabäuds, die elnan vlerecküeD Hof umscblleaBU und Im Orient dla Stella der OatUiSre veitretsn. In EnnaUnlinopel «lad die Hans, von donim beioodeil fiele in der üm- guhnD^ des Basara liegen, fast auuchUeüIIcb die Wobnntatten und Verkanfe- d. Von der Loleli-Hoioltee mz Hoaehee Snltttn Bellm'a. 10 Min. »estl. von der Bajesid-Moflciiee {PI. 0 6; 8, 071 liegt I. an der Straße, durch die die Trambahn filhrt, auf einer Tetrasse die LmlaU-KoHlu« (PI, E 6: dentBch Tulpen-Moschee), 1760-63 Ten Sultan Mustapba iu. errichtet, jetzt sehr vernachtissEgt. Wesll. liegt etwas liefer an der Straße ein liübwtiM ^t'HW?.^ ■aai- 'iÄ'^™^**' (OnbktpeUe, 8. 76) des EtIjmicts, in 4m a.iu^'a. atfro^oV^'^^i.'«''™'- (fimS) belgeaeUt Ist. — 3 Min. weVict «6*4. a'öVii^*, eN«»S.*ia,^ "I Wh 1 'Z I liwi 1 102 ßowte 7. KOSSTASXIHOPKL. d. SUimlnd.- 1h haumbepflinxlem Hof die kleiae JsNi Wajji^-Mob<»bb tw 1 Ak Seoai (Fl. E 6), 1870 laa der Wiüidd, der Matter de« SultUH 1 Abdul AdB, errichtet, fIb ichöse«Beii[Hol de« tUikisulien Beoanaance- | aClEs, mit mäuiliclica niul Buazeniscben Elementen. An der Stnfte liegt du Kußera Tor, wie die Mowhec «us weißem Marmor eixiehlet und mit Brunnen und Süden gcEChmfickt, tnf der uideren StiaBeii' eette die TÜTbif (Gnbkapelle} der Wkiidl An der Oslseile des Hol« der LaieK-MMchce entlang führt eiw S»aBc, au einer van 70 Süulen gcatfitzten Zisterne (PI. K 6), die ge- wohnlich dem KaUet Phokai (60'2-10 n. Chr.) ingeKhiieben wird, vorüber in nördl. Richtung inr Schafasadti'Moschee (7-ä Ula. ; be- , quemn erreicht man sie vom Finanzin iiiiBtetium, PI. F 6, aus dniob die belobte Bue Direkler Arazi). i Die Solufcobdi-MDialLe* [PI. E F b), ein Frühverk des AnU- ' (eklen Sinän (S. 98), irnide von Sule'imJn 1. (S. 61] und BoxoIaM zum Andenken an ihren Sobn Moltsmmed 1543-4T erridttet. Du übliche Schema, die Uauptkuppel zwiacheo den vier PteUem weitac- f;efQbrt durch vier Halbkiippeln, uiid dleie wieder von je dni kleineren durchbrochen, ist hier unsewöhnlidi geschickt angewandt und beeimders im Inneren KroBe Leichtigkeit erzielt. Der Yorho^ mit Bchflnen Marmor- und Graniisäulmi und Brunnen, ähnelt dem der Bajesid-Moechee. Im Garten hinter der Moschee sind vier Türtii (CirsbkapeUen, S. 76); die grßBte, ein Oktogon mit rwei Beibei von Fenalem und gerippter Kuppel, Im ÄuDeren reich mit buntem Marmor, im Inneren mit kostbaren persiecheD Fareace fliesen dekoilert, birgt die Sarkophage von SulcTmän's SGhnen Mohammed imd Dsohihanglr, die andern die seiner Tochter Mlhrimah tmd iwelal Großwesire. Bei der Schahsadä-MoBChec zieht der Valens- Aquädukt (S. 104) vorüber. Wir folgen der Sohahsade Baschi-StrnBe Im SW. der Moschee, die in n.ö. Richtung parallel dem Aquädukt, mit hübechea Blicken auf ihn bei den QueretraDen, die durch seine Bogen geben, in 12 Min. znr Moschee Mohammed's IL führt. EInas wetU. von dieser SU-aDe steht blsler einer Inrk. SctaulB fm Qartei. die ManluSlide (PI.D Jifi{ msD frage In der ümee£cn« nMh Rft Tuch, -VädcheDstein*, wie der tüik. SuTne Utttet) derElnfug iet in der SftdMiM lieg Ukueiblocki, aber den mm iie Säule ruen slsht). Aaf den Haniar- kapilell tiber dem lOm hohen Oranilscliafl ruht Dod, vom ErAbabea aliria verichobsn, »In Gippus, an dssian >dner Ec^e der uueAhmh Adlv €» ballen ist. Auf der Unrdieite des Sockels ilelit über ^nem von Blan»-'! gälUnneiigeba](eneD6diitd eine Iniclirlft für Kaiser Nudu(15M6Tii. Chr.)«. auf der WaHaeHe ist ein von einem Krani nmraliBia, mft ginni Kmu b»- leleliDeter Schild sichtbar. Die XoHhM Koluuiuaed'« n., türk. Builan üfehmtd Dictuiint oder Mcbmcdli genannt (Pi. D E 4), an Heiligkeit in KonalaoUnopel nur von der Moschee zu Ejüb übertroSen, wurde von Mobuomed U., Ja'o Erobgiei KoncuatluDpele, 1463-69 erbaut. In ö/Htaiiaiteher Zeit stand hier Ht, AsDilttkircht, &ie>w&Eu\eiibiVAtftik ^frAja SopbJa und die QrabitStle der Kaisec (vö.e.SSl, UM.'**«\rtwÄWii. _, >**«■ •wnP*(ri«refceD verl.a9wHB,10H,mmMBri6PlM>"i4XkWrt'A\t!iT «^ jtf«*med«. KONSTANTINOPEL. 7. BoHle. lOö UanptniDHtwe dag EroberHS herEebeu. Sein BnunetBtiK tanisloduii» nhut nsch dum Niieler dn Aj« Boptaii. eineo eroOiirUiten, ciDfacken Baa in Form beeonders der Keaban nacb dem Erdbebeo 1767, Bllcrdinja viel gesodsrl.' Mit ihren besdndcM ausgedehnten Nel)enl)autcn, Schulen und SeminareD, Büdem und Küchen, einem H&o {S. 101), Annen- und KTonkenhauB, nimmt die Moschee Mobammed'B den ganxen GipM des Hügels über dei Alten Brücke ein. Im äußeren Hof im W. berrecht stets MsrkCveikehi. Die KolOTmade des Vorhofi, dessen Mitte wieder ein von Bäumen umgebener Brunnen einnimmt, tisgon 18 SKulen aus Grajiit uud grünem Marmer(Verde »niico), mit Sta- Isktitkapllellen. — Die eigentliche Moi-Att (Irkg. Ö Pi.) zciebnol ■Ich auch im Innern durch Einfachheit aua^ die groQea schwarzen AiabeakBt) ruhten von der Beaiauration her, ~- Im BegräbnligarUn ' im O. hinter der Moschee ist die nächste Orabkapelie, ein acblaeltiger, iweiatöckiger Kuppelban mit vielen Fenatem, die Türtii da Er- oberers selbal. Im Inneren (Trkg.), das man auch von der Manoor- stufe an der AuQenwand übenehen kann, steht nur der eine Sarko- phag; ein Koran, von Mohammed II. aelltst gescliriebea, wird vor- geieigt. Iii der iiäctsipu Türliä ruht die GemaMin Mohammed'a, in der runden weiter östl. die Abdul Hamfd'a I. Eint HaurUtraOc führt von der Moschee oacb NW. -, In Ihr gstangt man (u Waten (5 K.) in 15 Min. mm Tor Edima Kapu (PI. C 2), unwett der üroArM-jrMcAM. S. 132. Von der N.-Ecke des Plattes vor der Moschee Mohimmed's II. führt nördl. die Bue Sultan Mehmed (l'l. D E d), dann nacli ö Min. n.5. die Bue Sultan SAim in weiteren 3 Min. zu der Koiohee Boltan SaUm'B I. (PI. E 3). Die Moschee, tflrk. SclimU, nimmt mit Ihren Nebenhauten die ausiichtrcii'he Terraaae auf der Höhe dea fünften Hügels über dem Goldenen Hom ein. Sie warde vonSuIelniinl. »umAndenken an aeinenkriegDrlicbcn Vater Sellinl. gleich udch dessen Tod (1520) erbaut. Die einfachste der Sultana- moscheen, hat sie nur eine halbkugelfurmige Kuppel über den »>ii™n. In XTW. Jahrh. Brneaarter Baa, lat Vm Inuetm 'VqO.'qm «iiij,«Äm«fi^ Dtilata an dir Berelehne HueaQ üf, vieQ\s «ia^i>»?t*'=**'^ '**'^■^^^_ rttHnohtU, in dorn aalt dem KVti. ]»btli. a*i ts.ttvMÖi ^tA *S^^3it S/Dode der twält MetropolilQn, dia EeVattlct« -VeOittS»»* *™ «»(»»»" KONSTASTJKOPEL. , du xTi. Jiünb., llM-13Se ~ Am ÄuDoren Blnä ai« Tlo . a TambuurCeDsUra und diu Cbonpsie, Im 'iitütr bTnstlidiKksitKnpMl; die Henge der Säulen und Pfeiler bemerkenswert i In dar Knppel cisa Sanelle au BO. ist eine Hosillcdinlellung, der lebende ChrlstDi md dit xwäif ApoaUl, erliallen. Vom Plianar, d»s aUardiüBS nur aellen von Ftcraden latetMucht wirf, kann mui der Küale psrsUel nscb Aiwiji Seni (S. 126) weiter »»den nder mil dem Lokaldampfer (S. Tl) auf dem Ooldenea llom im BenaB Brikelte lurückkebren. Ton dei MoBUlifo Moliammed'B, auf dem vieiten HQgel, läiat durch du Tal jiauh der Hohe des dritten Hügels, bia n*he da» SeiasUerst, dcc 62öm lange Aqnadukt dei Vftleiu (PI. E F 5). Tu Kaiser Talena 363 ii. Chr. aus den zeistürten Mauein von KalctiedOK (S. 130) eibaut, toq deti byi^anliDlsclieB Kaisern und dann wledei von Snleimän restaurieit, bringt ei noch heute, mit beiden Stock- werken erhaltan, das Weaser, das bis zai Moschee Mohammed' irdisch geleitet igt, nn dea üstllchen Stadtteilen. AbS der StraOs, die an der NO. -Seite der Uoichee Uoliammed' iaall, EOlangt man Bildl. uacb 1(0 Scbritten (von dei SO.-Ecke _ er&bniigartens, bei dem B von AI ßaiar, V\, E 4. fi, serecluist), wc die B i>]ÖtiÜ<£ slark rälll, lu einer von ]. TonprloeeDclen UauDscltB mtl — ._, Türe. Durch diese Türe steigt man Eur Höbe dea Aquidaktsdfi^SMMffa KoB^i Benannt), dessen Begebung Sdiwindelfreien präcJitlie •--- --iS Blicke über Stambul blelel. Bald gesellt sich einer der Waaii ._ (Trkg. fiir 1-2 Pen. 5-6 Fi.]; mit ihm steigt man bei der Unterbnclinii| neben der Schalissdä-lloacliee TOm AquUnkt bioab und gebi suf Zickiaek- am SO.-Ende iea Aquadulita wieder eu seiner Hohe binan zusteigen, ^iti,, auf dem SU.-Ende, sinl die ugenllicben 7Aay mit Genien zwischen IVeiD- stöcken, am Ende 96. Sarkophag mit einem Totenmahl, beide aus römischer Zeit, in Tripolis (Afrika) gefunden ; 1, 99. Sarkophag aus lasos, mit einem Totenmtlil und zwei Me dueen köpfen ; (ohne Nr.) großer Sarkophag mit Guirlanden, die von Genien und Stlerachädeln getragen werden, ans Kjzikos. ErdgeschoB. In der Tobhallb: 1'3. Löwen unbekannten Fnndoneg; 4, b. römische Grabilelm aus Nikas und Samiun; 1312. Relief aus Bhodos (3. 262) ; darüber GIpsabguQ einec Luigeoite des ArDaxonensarkophags in Wien. In den drei ersten Sälen sind die 0BiBOEHEiiiÄ];,Ba aofgestelit. Znerrt r. In den 1. Saal. L Sjut. In der Mitte drei große Sarkophage : *48. Sarkofliag det Satrapat. Der Sarkophag geliöri zu den 1867 von Eamdi BeJ tn Siida (Sidon in Phonlkien) In den sog. _^^___^ BidonisohenKönlgsgrübern ausgegrabenen. "^^^^"^^ Die iwet Grüfte, in denen vielleiclit die Herrseher Sidons vom vr.-rv. Jahrh, bei- gesetzt waren, enthielten 26 steinerne, ent- weder in der Sgyptischen Form einet Mumie, mit ekulptieitem Kopf, oder in der jüngeren griechlechen eines Tempels gebildete Sarkophage, darnnter ganz her- vonagende Werke der Bildhauerkunst. Kln Eokbeslstderiog. Sarkopliag des Satrapen, ein Erzeugnis foniBcher Kunst aus der er- sten Hilfto desv. Jahrhunderts. Aus pari- acliem Marmor gearbeitet «eigt er im ÄnBem Tcmpelfofm und bewahrt im In- nern noch die Anpaeeang an die mensch- liche Gestalt. Ein orientalischer Fürst, der eog. Satrap, kehrt auf drei Selten in den BcbÖnea HeKefdarateJIungen des Sit- iopbags viedei: auf der vorderen Lang- »eiie beateigt vor Ihm ein Kriegei eine Qu^iAii, ^ ± ic:3 106 Sou« 7. KONSTANTINOPEL. c. Stambal ein Pferd kilt; suf der hfnteien Lsngeeite jagt er mit Gefolge; siI det rcoliten Scbmslgolte Ist ei oit seiner Gemtlütn beira. ToteunalU in heroisierter Gestilt dsrgrotellt; die tinke Schmalseite aelmim *lei Krieger ein. — *49. Sarkophag der klageitdtn Frauen, gleiabfdlB bu den sidonisclieii Känlgi|:i^bem, In Tempeltorm. Er ist bus penle- liscIiGm Marmor Im iv. Jahrh. unter dem Einfluß der piazlteÜselieii Skulpturen gearbcitot und zeigt, deutlicher als der vorige, Sporen dn Bomalung. Auf den durch Ionische HalbsänliHi gogliederlm Seiten sind vor einer Balustrade 18 weibliche Gestalten in venohi«deim Stellungen, alle mit dem Auadriick der Trauer, dargestellt. AmDeckd auf des Langeelteii Leichenzilge, auf den Schmaleeiien Traaemdej auf dem Sockel des Sarkophags ein Bchoner Fries mit JagddsDtel- lungen, den man bequemer Im Abguß an der Wand betrachtet. — 3S. Sarkapk/ig aus SeUacia, geringe Epätiomlsohe Arbeit, die Sc' dutdi Nischen gegliedert; zur HaupCseite ist der Sarkophag von K (8. 109) zu vergleichen. Wir beginnen wieder vom Saaleiugang. R.: 11J2. QrabstOt t» Nisyros, vorzügliche grlcchiiche Arbeit vom Ende des vi. oder Anfing des V. Jabih.; 68, 69. TomarkBphagt aus Sidon, viereckig und ECtunuclüoB ; 25. Sarkophag aus Sidon, Arbelt lämiacher Zeit In ein-' heimüehem Kalkateiu; 775. Langselte eines rÖmlKchen Sukophag- , deckelflmltrarstellungen BUS einet Kilostlerwerkstatt und der PftUstiv aus Ephesos ; am Pfeiler 44. archaische Orabilele, aus 9ymi (S. 262}, ionisch, VI. Jahrb. ; 26. Bruchstück eines Sarkophags mit ciliar AiuaionenkaiDpbzone ; 21. Bruchstück einet äarkophags mllArjadoa unditrei Satyrn aus dem Gefolge des Dionysos. — Die davorstehenden und sonst im Saale verteilten Bleiiärge und BruchstILcke von lolehe* gehören dar rQmlschea Zeit an und stammen vom Libanon, am Hddu in Tripolis (Afrika) und von Beirut. — A'or dem nächsten FteUei 42. FitAc aus einem Grabe röm, Zolt. 37. Schöner Sitrkophi^ iSm. Zelt, mit Darstellongen aus der Hippelytossage auf dar Haoptwite und der Sage von Dionysos und Ariadne auf der r. Nebensäte^ 38. Sarkophag gleicher Zelt, aus Saloniki, mit Eros und Psyche. An der Gegenseite zurück: 40. räoiischer Sarftofbair aas Tripolis, mit Darstellung aus der Hlppolytossage, die übrigen Selten unvol- lendet^ 41. und 1417. Zwei Sarkophage römischer Zelt mit bac- cbischen Szenen, der erstere ans Saloniki, der andere aus Beirat; voc dem Pfeiler 43. Spätrömische Grabatelt mit Farbepuren, aus Sidon; 31, 32, 33. SarkophagfragmenU , römische Arbeit, das zweite mit einer S^ene aus dem Kampf des Odyseeus gegen die Freier, das letsta mit einer Szene ans dem Lapitbenkampf; vor dem zweiten Ffellw 46. Orahstclt aus Fella, schönes altgiiechlaches Werk; 41bis. 8aH phag des n. Jahrb. nach Chr., aus Kreta, mit Darstellungea ans ii Jsüialt In yiicheu. Weiterhin ramisehe Oraburnen; 34bis. Toa- ' sartophtjg aus 3iaYia&. Darob den Votbü] hinüber In den 11. Baö. U._Saai.. la der Mitte awel SwliiiuUaae, i^ Ua.'i^^»^a■'a».'!. % iHluny. KONSTAKTISOPEL. 7. Htiutr. 107 . *T5. LsbUeher Sarkopfuzg, aiie drai siduiuBcheu Kouigs- giäbem (S. 105 bei n" 48], unter dorn blscliou Eindruck der Fartbenon- rcIlefE geicfasfTen. Der spltzbogig gewotble Deckel weUt nacb LyklNi hin (vgL S. 106)i In den GiebeUeldem ein schoDes SpUni- und ein GieifenpsBr. Auf den Ha.uptecll«u dos SarkopbsgB Bind Keltoi auf der Ebeii«gd und Amazonen auf dei LüwNiJagd d&igest^t; Kuf den ScinuJseiten tentiureu, die um die .Tagdbaulo »Ireiien, und Keu- tiuren im Kampf mit dem Lapilhwi KÜnoui. — **76. Alaaitdtr- äot^phag, wie der Todge i.us den sidunlEchea Konigggiäbem, ein vonügUcb erhaitcties attiBckes Ociginalwerk aus dem Ende dw iv. oder Anfang en nnter der Decke frlfc/kmlt Fabellleren ; daniiiter 1 094. Tors» Hnes AViVtiirs, ans KonstantlDopd ; 1119, 1120. Brüavnffipfiiler aus KawaU; 1492. Relief, Wtpfea, Tiere nnd Kopie in gotisierenden Ornimenten, ans det Oegend vn Adani. In der letMen Abteilung des Sinles 719. Bailt mit lairikM, ans der Gegend von BrasBa ; ferner kleinere Baliefe, Inschriften Bwl 1174. sehr Mratörter Torso einer Porphyratatue, aus Adrianfqwd; 17A SotmenHhr, ea. xs. Jalirli. nach Chr.; über derTQrein Stilef, Üb Männer im feurigen Ofen, anaKonBtantincFpd; an der Seltenvand d« Treppe 1221. Relief mit dem gnten Sirten, van einer Eaniri *« Tralleia ; ein zweites Stück, 1223, sieht an der anderen Tre^penwaBJj r. nnd 1. von der Treppe 186, 167. die Lü\ccn, die einst in Seilen dei Einganges In den Hafen Bnkoleon (9. 119) standen ; gegenüber an de> Pfeilern •189, 190. Fragmente reich skulptlerter Siialen (WelnlsA mit llgilrlicben Darstellungen, dartuiter eine der ältesten Dais(eHnng«a der Taufe Christi), um 500 nach Chr. ; an dei letzten Tfli der O.- Wand r. 483. Statuette des Orpheus, ans Konstantinopel; 1. 28. Biaol»- BtiiRli vom Deckel eines Poryhgrterlioplittgs [des KonstanUn nnd der Helena?); tn der Ecke schUefllloh: Relief« [eines über der Tut mft Fabelwesen, aus Konstintinnpel), Kapitelle, Inschriften, 9tGck eloM beim Mnsenmsbati gefundenen Freskn's. Die Türen der W.'Want fuhren In die noeh nioht geöffneten Sät.gYI nnd VII: Abohiteetvb-Hvsevm. In det Hauptielkt Funde ans Amoi (S. 188), Lagina [S. 213), Didyma (ß. 236) nnd am deutschen Ausgrabangen von PtTgmnnn (S.246), Magntfia im BfAandtt (S. 219), Frlent (9. 224) und MiUt Iß. 330). Die Treppe hinauf znm oberen Stockwerk, Geradem blda^ Wand des Treppenobsatzea 1230. scliüner Bogen von einem byzut- tinischen EaoTferk ans Saloniki; darunter 15. Gfjrjonefon aus Kga^. Btantlnopel. In dei Mitte des Torflures oben ein Maiaik aus Urfa &, MesopotamiDn mit Köpfen und syrischen Beischriften. . I. Sa.\l: Tasbn- vara TiatBAKOTTHii-SiiniLUKQ. Hier hstut: noeh einigt Jtfsnnoretdlpturen Änfstenung ^finden, die wh znenV »ofzSblen. R. 'ilSÖ. iTaryalfde, von aVnem Mic\i.\'a.im6.«WÄt.ti ' frbattenen Typus des T. Jahrb. \oi Ctt.-, B\e'H\t4-*tevi'\\.Wi,'-, "2/ nnd die snf S. 1J4 beächrlebeTvenKVe*«"^'*'™*^'"'^' Anttkemammluag. KONSTANTINOPEL. 7. -Raule. 111 a In Trallets (S. ^13) veidankt Dahiater lomiBcliBB Moiaik mit und Tleiea, sag den Gnbmigeii in Kos (3. !2S0); 1190. ffjnnpte, die mit beidan Hfindan ein Wamertieekeii vot sicU hielt (in. Jüub. ioiGlu,)i r. an der Wand 1205. t'rauenliopf, gat eihaltene frühiömlBohe Kopie eines Oiiginols des V. J»lith. vor Ohr. ; L •1138. Marmorltopf voB lebendigem iHäitigera Ausdruck (Ideolparträt Ateiindeis des Cr.?), Arbeit der pergataenlBoliBn Sehale, sna Perga- mon; die Mosaikköpfc obea ui dei Wuid BtAmmea ans Kyiilioa. Die Tür zvfBcbaa den b^J» Söpfea mm Id den groGen Saal der Didlidtiuk dea HuBciiins (Vorsteher Fror. Dr. K^sla- kldlB)| Ble übll inamimep mit einer Too dem frabsren QroCweslr Dacbeward Faacba ge- acbenkteu iind la elatm Kftbenaaal aufge^ (teilten BQcberssmmlaoE gegen iDOOO Bäade. Mo Tut r. fiihrl li " - - Übt, nlcbt ai s Xttm ilad Kau 1 I 1 "\ H m \ IV- V ^^ VII eracbtenen. OegenQber dem Elagang ein rüm. Momik aus Koa (a. d.) , mit Orpheus un- ter den Tieren nnd Oiadiatorenaxeneii. L. Tom Eingang «HSl. SttÜKt tina Jüngliaga, ans parlschem Mannor ; er niht von den Kämpfen in der Pslä(traaus,wle auch die geachwalleneii Ohren beweisen; anidehendes Oiiglnalweik (1) des rr. Jahdi. vor Ohr.; dahinter stehen im Mittet- ■chÜI [. oudl. eine lUiho von meist unbedeutenden Marmoralatuetlea, duuntet t. 987. Apollo, aus Tripolis (Afrika); T65. NUa, aiu Perga- moail. und an der 1. SeiUnwandfünf SfatueU«iau2Friene(S. 224). Die Vaien und TeTrakoUen haben (n den ächiäniien nnd Vitrinen | PlaU gefunden. Wieder r. vom Eingang zwei Sehränke mit piäblsto- Tischen fanden aus Fateli In Makedonien. GegonQber Funde Schlie- mann's aus HiasoHik [Troja, S. 177); Proben aus allen acMchten von deietsW" (Schrank 1. unten) bi» KUrbyiantlnl8ohen(Suhrankr. Mitte). Im ßrker r. im Glaskasten Totfigurige Sydria tas Bhodo» mit einer DarsteUong der Geburt des lakchos; gegenüber I. Vau aus vcrgoi- deum Ton mit aufgesciEten TunUguceii (Jagd des kalydouischen Ebers), ans Lampsakos (S. 167); die Schränke enthalten eine reiche Samridung von ütatgtfilßta der verschiedensten Farmen und Zeiten ■US Syrien, Tripolia (Afrika), Myrina, Cypem nnd anderen Orten; zu beacliten sind r. im Schrank unten die Doppelgl^er aus syrischen Hehropolen. Im Hanplranm L neben den Statuetten aus Friene ein SehtMik mitdenverschiedenstai Fundstücken. In den beiden Vitrinen davor Kldnfunäe ata JVicnc, Dbeiwi^en^ au& lieU£mx\-*>a. Vitrinen and In drei Sehräiikeu ai\ iet Oa^-wv».;!. \)*itevta^*i^*äßsfc 112 EouU 7. KONSTANTINOPEL. r. Sfamiiil: der retftlilultigsten Sammlangen von Terrakotten aut myrijM (S. 246)'. menscliliclie, yor Bllem weiblicliE Flgoren, B&iBteUungBD sog dem Kreise der Aphrodite und des DionyeoB, Mike, äirenen in der Toten- bUge, KÜpfe, Puppen, Tiere, Sehtmepleler and KänikatQien (tut nlles ans heUenlstiBchei; Zeit). In eioem Wuidschisnlc in der NO.- Etke ieeSa-a-lsa TÜmische Lampen. DieK«elte(voniFeniter) Vitrinelm Mitte1iehiffenäililtT«Taftoflen>asTerecliiedenenOiabtingen,d*nmt« viele Bjehiigche Stflcke; die folgende Funde aui Kos (b. S. 111), dl« letzte Fcuen verschledenstcc Zelt nnd Technik [korlnthiiche, Bchw4»> und rotfigarige Gefäße, I.ekythen, hellenistieche QeriiBe,Bellefi*«eii]t Im sSdl. SeitenecUff (n&ch 1.) zorflck. 2894. groDer Krater uf Rhodos. Au9 Rliodoa stammen anch die Gefäße Im Wandsehrank daneben; zu beacliten die rbodlecben Teller aus dem tr. JtLhA.-. vor Ohr. Ein anderes Eiemplar steht in der Vitrine davoc, die In du Hauptsaelie ecliwarx- und rotflgurige Gefäße enthält. In der folgenden Vitrine und im Wandsolirank r. daneben : Vasen, interesBanta arehaiaell* Funde aus Pitane (Tschandaili, S. 190). — Die beiden nüdutai Wandschränlic r. enüialten Fundstdcke aus den Tumull von Oordiaitt (S. 162), darunter (1.) 1360. ein Älabastron in Gestalt einer veSbin liehen Gottheit mit einem Löwen in den Händen ; (r.) ein Blenervla^ bestehend aus Braukesseln, einzigartigen Siebkannen [i. 6. a" 301^i in denen die festen Bestandteile des „Gerstenveinea" zurQckgeha]tM|] wurden, TrinkgeREen aus Ton und Bronie; 2024. Holz von MöbeUi undGeräten ; 2054. BeEatzstücke von Kasten aus Elfenbein; alledii ~ Funde stammen ans dem vm.-v. Jahch. vor Chr.; ein anderer T davon Ist In die kgl. Museen zu Berlin gekommen. — In den Vltrineki gegenüber Funde ajaAisos (ß. i8S) und Kyme {3. 'M');xmi In de» beiden letzten Vitrinen Terrakotten und Vasen verschiedener Fondorta^ darunter schüne StGcke aus Tnient in Unteritalien. Im Wandiehnnk 1. vom Fenster bat ebe Sammlung von Terrakottafcöpfchen Auf- stellung gefunden und in dem andern t. Proben bysantiniKh^r Keramik. Die beiden letitcn Schranke an der S.-Wand sind mit Topfwaie lU den piflhlatorischen Nekropolen von YoTtant-Kdembo) bei Smym» uiidBoBÜj(lb(3. 160) In Fhryglen gefeilt, die der Ware der Utestea trojanischen Schichten [9. 177) entspricht. ■, Daneben Hegt II. der Ddrchoinq zu den ülteren Räumen dei : Oberstockes. Im Durchgang r. Funde aus Won in Armenien, Oaitiek' bei Roms In Syrien und JenaaUm; I. ans Tetl Taattek in Palästina. in. -IV. ZWRI Salb asstbtbchbe und chai,d1ibchbb Altbb^ tCubr aus den Itninenstatten von Telloh (von dort fast alles im erstes Saal), ifippur, Sippar und Bahylon (Hilleh); eine ReliefdarBtellang ' der Ausgrabungen zu Mippur ist Inmitten des zweiten Saales anf- eeslelU. Hervorzuheben sind neben der Menge von Tonplatten nn4 1 Tonzylindem mit Inschriften, Stelu' und Älabasteiflguren, Bronie^ Terrakotten and Vasen, die {ttosierlen ToTuorkov'"^* ■*>* Nl^qur nnai 'mr. Pfeiler im 2. Saal 1027. das »Bhüne'Vo\\iie\\6t4wcViL\«W(eBH Xänlg:a Ntram Sin (um 37Ö0 vor Chr."). K0N8TANTIK0PBL. 7. BouU. U3 y. Saal. ÄaTTTnOHB ÄLTB&TCiHBa, groBentellB geringeren In- t«T«HU. TI.-Tn. Saati. EiMDgniese des tOkxibohek Kdiistovwbbbbi; Fayencen und QlugefiBe, eingelegte [KoTUUtSnder und Sehrinli- ehen mit Koppeln), gesebnltite nnd vergoldete Holzsibelten ; In einei Tttrine (Im twelten Sul) tQrldtcbe nnd mbische Schriftproben ; iwei ThnniMM«l Snltin BtJfm'a 1. i I. imEndegehöneLedeiirbeltenj In det Sfideeke Oebetfnlaebe iiu ichönen Ksebeln ans dem Pilaite d« Snlttn AU-eddln tn Bonl» (9. 168), getriebene nnd zteelierte MetallHbehen { feaebnlttene Steine; von der Decke berabhüngend HosebeeUmpen; ti. s. m. An der Treppe, die znm Anagsng hinnnterCflhrt, asiyrUehe Setieft de* tx. and Tin. Jihrh. toi Obr-, z. T. mit Eelllnscbrlften. HinOber inm TSOHimU KIOSK. Der TBchtnlU Klock Ist elnei der Uteiten In Konitintlnopel be- (tebenden Bandenkmllei der TDikenbernchaft; er vorde, ntch der aehenen Inscbiift Ober der TOre, 1466 vollendet, 1699 wieder ber- gestellt, nnd trügt aelnen Namen „Fsyeaoenpalut" von den blaaen nnd grünen Fliesen, mit denen er anSen nnd innen verkleidet war. Die ganze Tordertette nimmt eine zweigeiebosslge Säolenballe ein. tJnlen t. nnd I. neben dem Aofgsng: mittelalterliche OrabHeine, die meliten Ton GroBmeiJtem nnd Rlttem des Johannlteiordene ana miodot (xrv.-zn. Jahrh., S. 368). I. ToKHA£i.B (1. In dem Hinsehen sind die Billette abzageben). AtiBer einer Menge von Rellele, Insebriften nnd Sknlptoifragmenlrä 1. 372. monitrSu Eo- lotsalfigur eines Sgyp- ttsch-grieoblicben DK- mona, ans Amstbns anf Orpem (Kalkstein) i r. 172. Oberteil einer ko- lüisalen litzendenZew- schlechter römischer Arbeit II. Ihkbkb Tob- BAi,LB.R.79.UnterteU inSlatue etat» nackten Matmei, rSmische Ar- beit, ansdendentechen Aaigrabnngen In Hsg- iia«IIUiiider(S.210);de.ffailr(an,ansKyzlkos;L lD3.j«iKnd- Oeher Bijner als Taägott (Sllvinns), txa S«<» ^ nif^ anslfivMda «mSlpyloi; ttl, i'Ä, Wenwette^ vo. «»"ö«*^ Bw^ktr-s JEoutHiUnep«! n. XWuAaa. 114 RouU 7. KONSTANTIMOPEL. e. Stambul: Muth I. In das ZtUKBKlU mit den F^LUiBENiBcuEn uhu Biiir- inlsOBBN AltebtDmbbn. Die Stadt Palmyra In der Byrigcien Wüsto Iro 0. von FhonUien gelangte im in. JiiIliIi. nach Chr., besonden untei Odenatlina U. nnd seineT Ihn il1ieTle1>enden Gemahlin Zenobii, zu hoher Blüte, Ton der sehi bedeutende Buinen und zahlielolie Werks der Skulptur zeugen. Die Stücke auB Palmyca haben z, T. tat den Boden ringsherum »n den Wänden, in der Mltla des Zimnien UMi obenauf den Wandbrettern riogsherumPUts gefunden. EaslndOnbr icliefs ron Männern und Frauen oder Ehepaaren in leichein Schmuck, mit gyilachen Beiechrlften, und Altäre, die alle «on gleicher Form und fast alle derEelbei) Qotiheit gcneibt sind. Die Lage der Stadt nnd di« Zelt ihrer Blüte erklüien diesen geistlosen harten, aber von grlecbiich- ic> mische r KunstUbung beeiuQußten Stil. HimyaT ist ein arsblsober Name der Landscbafl Jemen im iSd- westlicben Arabien ; die Bewohner waren ein Zweig der Sabäer, llua Schrift eine Abart der pbSnlkiachen j ihre uralte Kultur wnida ent. durch den Islam lemicbtet. IiaEingaugr.undl.54. und41. InicArt/l- sUine, der eretere aus dem Jahre 554 vor Ohr. Im Wandschruik l, BAitfk'öfife von Grabsteinen von ganz primitiver Technlkj in dtt nächaten Scliiänken: Skulpturen aus Alabaster, Geliefs nnl I»^ Schriften. L. von der Tür Sellef mit grlechiscker Inschrift. In dea< drei Fensternischen Inichrifltn, die ältesten, n" ID-IG, sind bnitro* phedon, die übrigen von r. nach 1. geschrieben; es sind Weih-, Ban- und Orablnscluiften; such poUtiscbe Ereignisse werden erwähnt {n" 61). In der Mitte vor den Fenstern 195. oUhehTaiacht Iniehrifi aus der SShe von Jerusalem, in der von dem Bau eines Wassertunnel» von bedeutender Länge und Höbe zum Slloahteicbe berichtet wird, um 700 TOI Chr.; an der O.-Wand »196. InichTiflitein aus der Um- fuEungsmauer des Tempelplatzes zti Jerusalem; die giiectüieha In- schrift bedrokt Jeden Fremden, der den Platz betrete, mit dem Tode; nach dem jüdischen Schriftatellei Josephns standen solche Inscbiiften in grieckischer und lateinischer Sprache in bostimaien Abstanden rings um den Platz. Dnübez i%7. koptiselie GrabinKhrlft. Die beiden letzten Wandschränke enthalten bimyarlscha Relief^, kleine Altais, Köpfe, menschliche und Tiecllguren. — Wir geben durch die zwelli westliche Tüi in den Hauptsaal. J IV. HimsAAi.: oEraoHisoH-BÖMiHOBB Süulptub. E. nndl.TCal der Tür 90, 91. PoTträUtatuen Junget Bömerinuen, aus einer Grab- kammei in Aptera »nf Kreta; die eratere gehört dei Uaaitracht nach in die Zelt der flavischen Kaiser. Au dei Fingaugswand I. weiter. Dia nsichsten diel KGpfe stammen aus Tralleis (s, B. 110); 1218. Xinder- kopf, rilralGcb, 1229. miUichcr Kopf mtt breiter Binde (n. Jahrh. vor Chr.), 1206. tutiblichtr FoTirSIkopf, röm. Kopie eines »teiea Typus. 13. ArttmU, aus Lesbos; *133. Relief aus thaio», HersklM schießt baleend, wie auf den »llcn Hünian der Insel, Teil einel Monuments mit einer Tür (hinter lleiaWe»!, ■so'ft iem Kaieifc?(&B)i^ Sefaaden und verloren alnd, ein wiAttKeaSi.ütV.V'ttJU.Ia'Äiw^Mö«.^ AntÜBenaammlung. KONSTANTINOPEL. 7. Route. 115 VI, Jahrh. vor Glir.; darüber 1211. sehr zerstörtes Heräkles-BelUff ans Kyzikos; 135. Fragment einer arehaiselien Orabstele mit einem Wagenlenker, auch aus Kyzikos; 144. Belieffragment unbekannter Herkunft; 20. Athenastatuette^ aus Leptis Minor in Tripolis (Afrika); die Rechte hielt die Lanze, der 1. Arm war ausgestreckt wie auf einer anderen röm. Kopie in Rom; 82. römischer Porträtkopf, aus Eyme; 134. Beliefherme des Herakles, aus Troja (vielleicht hellenistisch); darüber vier Marmorköpfe: 516. Kopf einer Gottin mitKalathos, 88. guter Porträtkopf hadrianischer Zeit, 698. Frauenbüete aus Gordion (S. 162), 63. bärtiger griechischer Kopf. 75. jugendliche Frau nach r. eilend, aus Leptis Magna; im Eingang: 238. römisches Reliefe Darstellung des Eultbildes der Aphrodite von Aphrodisias (S. 214) ; gegenüber *1423. Beliefdarstellung eines Schiffers (?), der unter einem Baume sein Boot an einen in den Boden eingelassenen Ring bindet, treffliches Beispiel der sog. alexandrinischen Reliefs, aus Tralleis rs. HO und S. 213); 21. Athenastatuette, aus Magnesia am Mäander [S. 219); 62. Statuette des sitzenden Zeus; 110. Dionysos^ Hochrelief Mis Kyzikos; 7. Aphroditekopf aus Thasos; 92. vyeiUiche Porträt-- üatue von guter röm. Arbeit, aus Eyme (S. 245); 27. Kopf des bärtigen sog. indischen Bdkchos, aus Herakleia am Pontus ; *72. Mar- tyaa hängend, gute Kopie eines öfter nachgebildeten Originales der pergamen. Schule; 73. tragische Maske; 84. weibliche Porträtstatue, lus Kappadokien; 110. röm. Porträtkopf; 93. röm. Porträtstatue dner Frau, aus Thasos; 18. röm, Dame als Artemis; 256. Normalmaß^ Mseh für Flüssigkeiten, aus Assos (zwei andere Exemplare gegenüber) ; *764. Tänzerin^ vorzügliche Originalarbeit von einem großen Rund- nonument zu Pergamon. In der Mitte des Saales von S. nach N. zurück: 50. Kolossal- itatue Nero'Sj aus der Gegend von Aidin (S. 212), die Inschrift gibt lie Deutung; 141. Dreifitßbasis aus Neapolis Flavia, mit Künstler- Inschrift (Marcus Aurelius Pyrrhus), Weihüischrift und inhaltlich inter- essanten Darstellungen aus verschiedenen Sagenkreisen, die durch Beischriften erklärt werden; *680. archaische Grabstele, aus Doryläum n Phrygien (S. 160); auf der einen Seite die geflügelte Große Göttin [griechisch Artemis), auf der anderen der Tote zu Pferd auf der Jagd ind auf einem Zweigespann (Mitte des vi. Jahrh. vor Chr.); vor den Pfeilern r. und 1. 26, 1135. Statuetten des Pan, aus Timowo und fsmid; *78. Männlicher Kopf' ein Prachtstück altionischer Kunst ics VI. Jahrh. vor Chr., wahrscheinlich aus Rhodos, von einer jener 3'Pollon'' genannten nackten Figuren (s. unten n^ 8) ; in der Mitte L09. röm. Bundaltar mit Eroten, die der Fortuna ein Opfer bringen; 33. Jupiter Ammon, aus Pergamon; 59. weibl. Kolossalkopf aus Bmyma, harte röm, Arbeit; *8. Torso des Apoüon (s. oben n°78), 1118 Thasos (vi. Jahrh. vor Chr.); 389. Füße und Arme einer mann- ^lehtn 8taiue, aus Kyme; *685. KoloaaaVhLO^l ^%.^ Xt>k%^ «s^'^.vsk^^^ mte heUeniBtißohe Arbeit; 740. bäitige Hetme^ w^ ^«ösAsä\ W. | "rOmmitKämpaabnenf aus TaraoB-, iifti. \o\ft«Äi\ft^\aÄ\AÄ>»^^ ^ ^^ % nlrdlcU ; in i) l 116 SouleT. RONSTÄNTItfOPEL. e. Stambul: tiche Oottheit (lals?) von minutiSeBr alnr liarter Arbeit, aus Bsnlbct; der Kopf der Sy'iini (r. nelien dem Stah]) ist Im Lonvre ' Bprecbends TIei ist EerstSrt, An dDr W.-Wand znrück: 1231. Priap, der seinen WeiuBohliDiA anf einen Baumatamm gelegt hat, aus der Gegend toq Beiroli 681 gtebender Hemtaphrodit, aus Pergamon ; dorther aiicli 58. weibl. Toiuf 1207. «iHfteauaTraUeiBC8.2t3)i 898. Kopf der Ge,iie wie rnfi"- Athenaplatte des Frieses vom pergameniselieii Zeusaltir in Bei ans der Erde anftaacbt, mit zugehöriger Basis, aus Theasalien; 123 weibl, Kopf (Priesterin), röm. Kopie eines Originalea des ~v. JaliÄ? vor Chr., aas Trallels wie n" 1207; »31. größte Darstellung des »ef IkTokisclien BeiUra, vielleicht von einem r8m. Triumphbogen utf Saloniki; 6. Kopf der Aphrodite, aasKyme; dorther such (gegenijb« 10. Büeie des ApoUon; 22. Athena, aus Magnesia am Mäander; koloBBsle, aus melireren StQclicn gearbeitete Statue des Apotlon, Tralleis ; der r. Arm lag saf dem Kopf, der 1. siatrAe »icli anf el Pfeiler, der lässigen Haltung entsprechen die weichen Fonuen _ Körpers (irt. Jahrb. vor Ohr.] ; 1132. sitMnder Zeus, ans Demirdlcl •709. Statue AUianderi d. Gr., ans Magnesia sm Sipylos; la ' Iilnken hält er den Knauf des nach hinten gerichteten 3oliwutM, -_ Itecbte etDtUe sich auf die I.ante ; IQl. Porträlkopf, ana HagnoAf s. M. ; •1028. Relief einer leierspielenden Frau, aus Mysieni ~~ Frauenkopf cömleclier Zeit. ZnrücJi in den westl. Arm des Saales (r. von dem weibL Kolossil*' köpf): "1433. Hermes PropylSos, rüm. Kopie des berühmten WeAl^ von Albamenes, des SchQlers des Phidias, ans Pergamon; 'ili. obere Hälfte einer Siele mit einem I^hrendekret und einem Kofi (Tan!) darüber, rv. Jahrb., ausKyzikos; darüber 13. KSpfchentm Epbesos; 1231!. Jugendlicher Dionysos, stark serstijrte SCatae ri der Umgebung von Aflun Karabissar; gegenüber ^32, 33. KyMIj archaische Stnlptuien aus Kyme, wie sie übnlichin Masss11& (UaradUl gefonden werden; 34. sitiende Oöiün, ebenfalls ein Erzeugnis iWi^ Ionischer Kunst aus Kymc ; 64, 63. Frautnköpfc aus Magnesia a. K und aus Epheeos; 1106. f>au«nftop/' mit Kslathos, aus Shodraj n£ dem Eingang in den Pavillon des Saales: sehr fragmentierte rSU' Bronztftaltie aus SamEun; r. und 1. vom Eingang 65, 56. ucfdädr, Koloasaijtaltien röm. Zeit, aus Magnesia a. M. V. Pavtllos. Im Eingänge r. "1242. ßtH^/' mit dem PortritWUi des Eurlpides, dem die Skene eine Maske reicht, hinter Uim elfl Statue des Dionysos, im Räume Pfeiler und Korb mit Maskra, Smyrna gekauft; daraber526. bärtiges griech. Farlrälbüp/cbnrgtnt über ■1136. archaisches FlachrtUef, aus Kalchedon (S. 180J, atsG hurt der Athena darstellend (vi. Jabrh. vor Ohr.). In dei HIM«; I Favilioaa 45, KolonalslaUie Hadrlan'i, der den t. FuD auf ctül . Boden geworfene Gestalt, dlePertomftVattcifte\Yi^>«AfcigiRiii.'Lrt(H ■ setzt, aus Kreta; auch die me\s^J^Q ri^T\s,tft"«eiVft\'n.«Wi»Bi1, ■ stnd von geringem "Wert-, cmaliW, »eVca wn^l. Kolois-i&wrt' AnUkemammlung, KONSTANTINOPEL. 7. BouU. 117 Kaiserin; 51. Tiberius, aus Eymej 806. Büste eines Barl)aren, aus Brussa; 86. röm. Porträt; 47. Lucius Verus, aus Aiwalik; 30. Kopf einer Karyatide^ aus Nyssa; Mntei der Statue Hadrian's 108. Altar spätrömischer Zeit ; dMAut Inschriflstele aus Kreta. Nach dem Hinaus- treten L YI. der Saal deb ktpbischbn Altbbtümeb. Der Saal enthält eine reiche Sammlung kyprischer Altertümer aus verschiedenen Orten der Insel und aus den verschied ensten Epochen, von der prähistorischen bis zur römischen Zeit. Unter den freistehenden KaVcsteinshulpturen finden sich gute Beispiele der Kunst jener auf Kypem bestehenden Mischkultur, die nach- und nebeneinander Einflüsse von Ägypten, Phönikien und Griechenland aufnahm. Hervorgehoben seien ein paar männliche stehende Figuren (2, 29, 69), zwei weibliche Torsen (ohne Nummer), mehrere Köpfe (92, 96, 98; 483. Kopf von stark semi- tischem Aussehen; 478. Kopf mit eigenartigem Haarputz). In den eingebauten Wandschränken und den Glasschränken an den Fenstern hauptsächlich Terrakotten (uralte brettförmige Idole, Viergespanne mit Lenker, Reiter, Köpfe aus Ton und Kalkstein ; Sammlung von Alabastergefäßen). Der große Glasschrank in der Mitte und ein Schrank an der W.-Wand sind gefüllt mit Erzeugnissen kyprischer Keramik aller Zeiten von eigenartigen Formen und mit eingeritzten oder aufgemalten linearen Ornamenten. — Gegenüber in VII. den Saal deb Bbonzbn und Goldsaohen. — Vitrine I in der Mitte: Schmucksachen verschiedener Epochen aus den Schliemannschen Qrcibungen in Hissarlik (64. türkisches Halsband aus trojanischem Gold), aus sidonischen Sarkophagen (36, 46-51. Diadem, Halsband, Ring, Armbänder aus dem Sarkophag des Tabnit, S. 107; 42. Goldrosetten aus dem Sarkophag des Satrapen, S. 105; 60. pracht- volle Ohrringe; 45. Halsband aus Gold und Steinen), aus Nippur und sonst aus Babylonien. Vitrine n enthält in der Hauptsache Bronzestatuetten, meist von geringer Arbeit und zum Teil von zweifelhafter Echtheit. Zu be- achten sind einige archaische Werke: 162, 163, 1271. Vögel mit Frauenköpfen, von Bronzegefäßen, die beiden ersten aus Wan, . vn. Jahrh. vor Chr. ; 62, 79. archaische Statuetten; dazu 73. Athena; 29. Ringergruppe. Vitrine EI. Oben eine Reihe von Bronzestatuetten, unter diesen 80. stehende Frau; 30, 36. Hermes; 45. Pan; darunter 236. Spiegel- kapsei aus Myrina (Dionysos und zwei Mänaden); goldene Diademe und Kränze; Funde aus Gräbern in Pergamon; Schmucksachen; *200. Silherschale mit Gold und Email aus Lampsakos: sitzende afrikanische Göttin, umgeben von heiligen Tieren und Dienerinnen. In den Wandschränken und an den Wänden stehen (vom Ein- gang r.): (Wandschrank) Bronzegeräte; 101. Bronzestier aus Prewesa^ (Wandschrank^ Heime, Fragmente von BTOiii^\»taifeTL^ T\^B^'s^ "«säj. G^enstüDde aus Blel(886. Venus lmBade^,*)a4,Ä^\^%'a«xÄ^^xssS^ ^ Kopfvmd Oberkörpei eines Athleten, »»»Tw»^^Ä^^^^^'^^^^S»*^ 118 Raule 7. KOUaTANTIlSOPEL. f. Stambul: Kopie eineaOriginaksdegT.Jalirh.ToiChr.;(WandBclmnk)Lsmpea und Oe^e ; *148. l^opf einer der SchUngen vom delpliisclien Dreif il »ut dem At Meidun (S. 95); 4. schteiteader, lum Teil er^inzltt BerakUa, aus Eplrns; (Wandscliisnk) Fnnde eu« einem tbtskiselieil Tumulna von Eirk Kliaae; (Vitrine Toc dem Fenstei) Sammlnn; gesclinlttBner Steine (258, groOeKftmeo mitHerftliopf, »ua Pecgimoni 248. Glaapaste mit Nymphe und KnnBtlerinBchritt) ; (im Ferut«) 421. Volksbescliluß von Absdb aas der Zelt des Ctligula; (Wanl- BCbrsnk) Vasen und prählstorisclie Verkzeuge ans Troja ; 1. sehe zei- BlÜrte Statue eines AlhUtcn, ans Taraos; B. Japlttr, aus Eplna; t. XfndfDlatue, ausKleinae!en;(imFenBterl.]Bionzeringe,ATiii1iKndet, Krztliclie Werkzeuge, VaaengrilTe; (i.) Spiegel, Schweitei, Sehaber (Strigilia); (3clirank) byiantiniscIiB Bronie- utid Goldaanhen: 2M.. Medaille aus der Zeit der Eomnenen mit Christi Kreuzigang und Auferatehung; 2B4. zwei OoIdmednJfl^insanB AdanamitDaTatellungea ans dem Leiien ClirisH (etwa 600 nach Chr.); (im Fenetei 1.) Blei- gewichte, z. T. in Form von BOsten ; (r.) Tierfigaren, z. T. archiiieh; (Wandschrank 1. neben dem Eingang) Fragmente TOn Brouzeatatnen, darunter einige Stücke von dem achönen Athleten (n''2). etwa aUe 'k St. ein LckiliuE yom fisbnhof bei in Heuen Bracke, : preis bis JeaiKu].; (PI, AB) iPi., 3 PI., 3Pi. —Auch die TaiMBAH» bis dsblD: von Emln Onu DScb Akaenü S:i Fora. 80 Para, dort umat In die etwu lüdlicb (vgl. PI. E 6) be^nnende Linie Wlanea-Jedi SO P&ra, BO Para. — Kaie (S. TJ) idII iwel Ruderein von der Neuen Bi inm Tnrm Mermer Kul^ (PI. A 9), fiir 5Ü-5S Pi., in ca. 1 8t. ; inrüolt i der airümung länger. Die KaiTiWirt iBl nur bei Bonnensch^n nnd ti^ Mord»lnd empfeblenswert. — Besuch von Jedi Kuli und 6paiiaT(>Dg MI Äiwan Bcrai dann ta, V/, St., mit WiOiy von Jedl Kuli bis BdlmS-Sm« (PI. C 2i 20 Pi.) y, 81. weniger; mit Beaicbtiijnng der Kahri^-Mowhee aU PI. C 2j 20 Pi.) ij, 81. weniger; mit Beaicbtignng der 1 Bei der Elsenbabiifakrt (Bahiibof PI. H 6; a. 3. 72] entlang den Slrstide des Marmaia-Meera bat man r. schöne Blttke auf die Tar- rassen mit den QSrten und OebKuden des Serai, dann die Knppela* und Minarels der A.in Sophia und Ach med- Moschee ; gleich darauf knra vor der ersten Ualteatelle derLokalziige, (4km) Kum Kapu, t. dta ICatschQk Aja Sophia (S. 96). Zur I.. sieht man zahlreiche Reita der z. T, noch zlniien gekrönten Mauern und Tünne der 439 nach Ohr. orrichteteu Seehefeatigung (3. 80} und byzantinUcher Faläate. DU I.okalzüge liaben noch drei weitere Haliesiellen innerhalb Stambnll (vgl. d. PI.). Binter der zweiten, (Ökm) Jenl Kipu, durchachneldet dU Bflbn den Wlanja Boitin, daa A^cbtbare, z. T. mit OErten liedeckU OeWet eines zugeachüttetcn dten Hifeiw. Dann (7km) PMmatidi (8km) Jedl KuU Kapu. G\ekh iensrit äet \ett«ii.t:n iciwa^ ^vravaift ilabi, durch eine Bresche in ilei"WcBtma^T i\.e¥,\BÄ\..'^il Verde anUco (giünam Uurmor) lUmnieii vom ur»ir'u°elicb^ Bau. Die in Ihiem TollBtändlgen Zuge erhaltene Luidmaner (S. Si; PI. A-D 9-1) KonaCautlnopels erstreckt sich 'vom MsnD&iEi-MeeT tli ium AiwsQ Serai-Tür «.m Goldenen Hum über 6671m. Det HsDpt- teil davon, vom Marmara-Meer bis zum Tekfur Serai (Fl. 0 2), ilr theodositnlBclie Mauer, irurde 413 als einfacbe, von TQrnua verstärkte Linie angelegt, dann, naulidem M7 ein Erdbeben etnen großen Teil davon umgestürzt hatte, noch wahrend Tlieadoiins' Se- gieiung erneut und mit einer vorgelegten zweiten, gleichfalls ndt Türmen verstärkten Mauer und einem breiten Graben ventiikt. Dadurch war ein dreifacher, im ganzen ca. GOm breitet, TOQ der Heb dee Grabens ans 30m holier Befestlgungsgllrtei geschaffen. Die BinielnsD Bestandteile dieser BcfealiEung Bind folgende: I. dletasM' JTaiicr, l^n über dem StadtDivrau aufiteifsnd, ui der Baiisl. .,«<.. o.ut^Eiu „„„ <^iua aoBera Vorhalle (Exouirthei) Im W., • SdMnscUff mit der vierten Eunpel Im S. und einen Heb^Draum Im K. : dem Eauptranm, der >ejt 1191 all Uoiehee dient, sind die Wände m Harmarplatlen verBcbledeBSler Farben bekletdel, die HosalliCD aber bU ■ iwei Fipinn äbertüncbt; in (Hiebem Otani itnblDD daeegen die "Houiki. _ In den beiden VnrbaUen; vor den Uleten, die gewöbnllch auf Quldgrund wenige irDOe, ruhige und enate Etgnre n enthalten, leicbnen eicb diese dafoli (fe grääere ZibI nnd Befrq^ng der GeRalten Tmd d?n DitürlEch belebten BiBietgtanä au». Im Ezvnurthts irt aas Leben CbABi \>\8Ttt»EVa™i'E*iaHV Ai Jerusalem pjsohf Jdcrt i da-iu gehört nocb »i«^'^'S''^''5^^^:^l^ ^opptldei aooarthei: im Scheitel CbrtatMS, nro 'üi« ^«™ '■«J?«^ !•■ tappen 3g Pattiarchaii In den Zwickeln Ki« Stadtmauer. KOKSTAKTINOPEL. 7. nouU. 123 Oewölbe des Esonarthex entbalteii die Jugend der Maria, die nördl. Kuppel im Scheitel Maria mit dem Kinde, swisdien den 16 Bippen die Vorfahren Christi, in den Zwickeln Joachim seine Herden weidend, Maria vor dem Hohenpriester, Verkündigung. Femer über der Tür aus dem Ezonarthex in den Esonarthez: Christos Pantokrator mit dem EvangeUum, mit der Bechten segnend; darüber die Hochzeit su Kana und die Speisung der 6000; über der Tür aus dem Esonarthex zum Innern: Christus, dem der Stifter Theodoros Metochita, angetan mit der hohen Ehrenmütze, das Modell der Kirche darbringt. — Das Seiten tehiß im S. enth<, neben geringeren und schlecht erhaltenen Fresken, zwei schön skulptierte Marmorbogen aus dem xiY. Jahrh. Von dei Kahri^-Moschee kehrt man zum TorEdirn^ Kapazuruck, um den Gang außen um die Mauern fortzusetzen. — Wer von hier zum Inneren des Tekfur Serai (s. unten) will, wendet sich der Stadtmauer entlang n.ö. bis zur Moschee Adil Schah Hadin(Pl. OD 2), kenntlich daran, daß r. neben dem Portal ein Vogelhans über grüner Inschrift- tafel angebracht ist; westL gegenüber dem kleinen Minaret tritt man durch das Haus mit dem auf Holzstützen ruhenden Oberstock ein (1-2 Pers. 4-5 Pi. Trkg.). Von da hat man dann wenige Minuten unweit der Innenseite der Mauer hin durch die Gasse Schisch Han^ n.w. zum Tor Egri Kapu (S. 124) zu gehen. Außen gegenüber dem Tor Edim^ Kapu breitet sich der größte türkische Friedhof Stambuls aus. Der Fahrweg, der sich bald senkt und einen schönen Blick auf den innersten Teil des Goldenen Homs und EJüb bietet, wird von hier ab schlecht. Zwischen ihn und die Mauer schiebt sich ein grUchiaahcr Friedhof (PI. C 2). An der NO.- Ecke dieses Friedhofs, wo die Ruine eines byzantinischen Palastes (Tekfur Serai, s. unten) die Befestigung überragt, hört die dreifache theodosianische Mauer, die wir vom Marmara-Meer her verfolgt haben, auf; an sie stößt als Fortsetzung, erst in nördL Richtung, dann mit einer weiten Ausbiegung nach W., eine einfache, aber noch stärkere Mauerlinie, deren einzelne Strecken der Zeit des Heraklios r610-641), Leo's V. (813-820) und ManuePs des Komnenen (1143- 1180) angehören; vgl. S. 124. Am Ende der theodosianischen Mauer befand sich, im Schutz eines starken Turms (früher fälschlich Turm des Tribunals genannt), unmittelbar an der SW.-Ecke des byzantin- ischen Palastes, das Törchen Kerkoporta (PI. 0 2) oder Pyli tu Xylokerkn, das bei der Eroberung der Stadt eine verhängnisvolle Bolle spielte (s. S. 121). Wie die theodosianische Mauer weiter nach dem Goldenen Hom verlief, läßt sich nicht genau feststellen; sie wurde überflüssig, als die Kaiser, um ihre seit dem Ende des T. Jahrh. liier vor der Stadt im Blaehemenquartier angelegten Paläste in die Stadtbefestigung einzubeziehen, die Mauern nach NW. hinausschoben. Zunächst der Kerkoporta folgt das Mauerstück mit der Ruine des byzantinischen Palastes Tekftir Sisrai (PI. 0 2; zum Inneren und der Fassade gelangt man vom nächsten Straßentor, Egri Kapu.^ s. 8. 124^ TüekwSrta oder auf dem ol)en \)e8c\iiie\ie?[ÄTL'^fe%'^Wi.'^^Ns».^^*Ä^s:^ nsch Egri Kapu) Der Palast ist a\\eT^«Vi^^^VE^^^^'^'^'^^^'^ dea JtonsianUn VIT. Porph^frogeMuUii «.\x% ^enix-^iJK^-^^^^^^^^ 124 Route 1. KONSTANTINOPEL. f. SiaxiJmA: zu dei gToBen Blauhemcnieeideni, deren HauptpaL^te weiter oGidL ■m Abbuig binsb lagen. (Der Hridomon-Fotofl, fiii den der Tekfut Seral ftühet angeschBii wurde, lag vielmehr beim aiebenien Meilen- Bteln im W, toi der Stsdt, an der Stelle des heatigsn Mukriliiöl an Msrm>rs-Meer, 8. 3Ö0 ^Dm Tekfui äeisi Btehen nocb die AaCen- wänds drei Slociwctke hocli, mit dtin Giebeln, durchbrooben -von Buiidbogeiifenstein und TQrnn. Die wesU. Schmalseite wird ge- bildet von der Stadtmaoer; auf ihr eihebt Bich das dritte Stockwerk. EbeQso benutzt die OsUoiie eine der SuCeren fast parallele Innere Mauerlioiej such die Südsaite hat nur im dritten Stock Fenster. Die reicher gebsQte Fassade Im N. SfTnet eich Im ErdgeschoB in zwei Doppelbogen und zwei Reihen lon Fenstern dsTübei. Die gewölbten Zwischenböden im Indern alnd wie das Dach elngestQrit. Nach S. zn besteht eine Verbindung mit dem sog. Turm des Tdbunsla (8, 153). — Maoorn lon einem Neheiihau sind auch, Jenaeit einu Termaaeiten Tors, am Nordende des SladtmaiierstUcks erhalten. Dann folgt, fast tm rechten Winkel nach W. Toraprlngend nnd den Graben, der hier sein Ende findet, schneidend, die Hauet MaDnel's des Eomnenen, aus größeren Quadern und mit dickeren Ziegeln als d!e theo doaianig übe, um dieMIttedeg m. Jahrb. erbaut; vor ihrer Festigkeit mußten sich die türkischen Kanonen 1453 lurQckiiehen. Zwischen dem zweiten und dritten Turm mfas der Ecke die aog. P/brfe dd Kaütnikoi. Die neun Türme sind bis auf den letzten, i;[Dad[atisc!ien (den dritten nördl. von Egri Kapn) mnd oder vieleckig. In der Mitte der Ausbuchtung nach W. liegt, knapp 10 Min. TOn EdimS Kapn, das Tot Egri Zapn (PI. C ]), in der By- zantinerzelt Porla Kaligwria. Um einen Blick anf die ans hohen Bogen gebildete Innenfa^sade der Maaer zu werfen, kann man durch das Tor eintreten-, 50 Schritt 1. föhrt zut Hube des zweiten Turmes nördl, von Egti Kapn eine Treppe hinan. E. vDin Tor mm Innern du Tekfui Beral, b. S. 1S3. — Wenn man dft- gegea auf der Innenaalte dei Ton die erite QasK L la nürdl, Kicbtong Uaalr- gellt und kui! vor dem Ende dar Gas» slcli r. wendet bia in efaiBr belstiUB GlraGa, so beBndat man Blcb miUen iwlsclisn den) macbägen Beitäo der Qntndnianarn der Kalierpalijta (B, 1%). Folgt man der BtiaDs nHh L ÖT.) wellei, lo liegt I. die Mara Bfenm-MnAti (PL 0 1), mit dam BiBganE lUtt Osfangnla dea Anemu, S. l£. Weiter bargab ist die Straüa läclit nach das KuleU BrackUxttm (6. 136) rührt, Dai maleiiscbe Innan du EisMUi lat dnicb. elna QnetmauBr geleül; im Torderen Teil ehia Tllrbe und Oribec, Im Unteren von Grün umgeben die Qnelle dee h. Mkolaos. — Vom Auegaiu t mr Toklu Ibrahim IM? » ScbriH lum Tor Alnan Sei^ Kapu (9. OS). Zwischen dem vierten und fünften Turm nürdl. von Egri Kapn, wo die Mauer wieder in die nordösü. Richtung umbiegt, öffuete lieh äa> Ter O^oUmne (jetzt vermauert nnd kaom wahrnehmbar). Dal giize Manerteil rOhrt von späten 'WieäoibeiBteWu.'a^.ew U%t (iiv,- 'r- Jabtb.). ■Etua an dieser Stelie teilt alcb foi eineifl ttlÄda*\ietiTäAeSasÄ 'i Stadtmauer. KONSTANTINOPEL. 7. BouU. 125 Straße; der Fahrweg führt I. um ihn heram \ ntdr bleiben r. auf dem schmalen Weg zu Füßen der Mauer. Auf die einzelnen yiereckigen Türme folgen zwei mächtige aneinander gebaute, die Türme des Isaak Angelos und des Anemas (PI. Ol), der erstere höher, mit wagereeht hervorragenden Säuleuschäften, die einst Balkone trugen, der zweite mit einem Pavillon auf der Plattform. Die mit Strebe- pfeilern verstärkte Mauer, zu der die Türme gehören, erhebt sich big zu 20m und ist bis zu 20m dick ; sie bildete die Stütze für die dahinter liegende, bis zur Mauerhöhe reichende Terrasse, auf der derBlachemenpalast, seit dem xii. Jahrh. die ständige Residenz der Kaiser (S. 88), stand. In der Mauer hinter den Türmen sind quer zu ihrer Achse zwölf hohe schmale Gewölbe angebracht, das sog. Gefängnis des Anemas. Diese Gewölbe (die man Yon dem Garten der S. 124 erwähnten, r. hinter dem Doppeltnrm sichtbaren Aiwa» EffeiuU-Mosehety PI. C i, besocben kanni der Besuch ist unbequem; Trkg. ausmachen) als Gefängnis des Anemas, von dessen Gefangenschaft um das J. 1100 in einem Hauertarm bei dem Palast bericbtet wird, zu bezeichnen, liegt kein genügender Grund vor; sie waren vielmebr in erster Linie Substruktionsbauten. Eher könnte der Turm auf diesen l^amen Anspruch haben; doch ist auch dies noch nicht entschieden, ebensowenig ob der anstoßende Turm oder der nächste süid- westl., an dem eine Inschrift Isaaks angebracht ist, der von Kaiser Isaak Angelos (1185-95) als Verteidigungs- und Wohnturm erbaute ist. Gleich jenseit der Gefängnisse wird die Befestigung wieder eine doppelte, indem vor die im J. 627 als erster Schutz der berühmten Theotokoskirche der Blachernen (um 460 erstmals von der Kaiserin Pulcheria bei der heiligen Quelle Ajasma der Blachernen, PI. D 1, erbaut) errichtete Herakliusmauer, mit den drei schönen Fünfecktürmen, eine zweite parallele und durch rechtwinklige Flügel mit der ersteren verbundene, die niedrigere und dünnere Mauer Leo^sY., mit dem vermauerten und im Boden Tersunkenen äußeren Blaehementor, im J. 813 gezogen wurde; der eingeschlossene Raum (Weg zum Innern von Egrl Kapu, S. 124, Ton Aiwan Serai, s. unten) bildete ein Kastell, Brachionion, nach der türkischen Er- oberung Pentapyrgion genannt. Die Fahrstrai^ und der von uns eingeschlagene Weg (s, oben) münden n.w. von der Nordecke der Mauer zu beiden Seiten einer Polizeiwache (KoUuk) in dem türk. Friedhof auf die breite, am Goldenen Hom entlang nach Ejüb (S. 126) führende Fahrstraße. Wendet man sich auf dieser r. (s.o.), so erreicht man die Mauer des Goldenen Horns, die schon Theodoslus im Zusammen- schluB mit der Landmauer erbaut hatte (s. S. 80) und die dann häufig, am durchgreifendsten von Theopbilus im rx. Jahrb., erneut wurde. Bis zum Wasserrand hinüber führte eine Quermauer; ihr Tor Xyloporta stand noch bis 1868. Unweit s.o., zwischen dem vierten und fünften Turm, öfifiiet sich r. ein Durchgang, Aiwan Serai Kapu (PI. D 1 ; die byzantinlBcbe Pott«. KcA\\Rima\Ä^^ wl ^-ä^äJ» BUeberaenrieTtel, das jetzt, -vieUeiclit üw^ \'wsi*^^^^> KVv»ww ^eraf, Schloß mit dem PottikTi», ^^AÄt ^\,T) V^* ^N» wM^^^»«^ lab Baute 7. KONSTANTINOPEL. g. Outdenei Hom. ionea i. führt zuf Moschee Toklu Ibrahim Dede MesdKhid (PI. D 1), dsi >lt«ii Kirche dei h. Tbekl* (lt. Jahrb.], und zum Kutell Bnohl- onlon (S. 131). — OegenQber Aiwui 9erii K&pa fuhrt eine StnBe zur Land Bhrücke Alwin Sarai (PI. Dl}, von detmiD mit dem Lok»l- duupfer nich der Neoen Brücke oder auch mit dem Boot zui Alten Brücke (FL F G 4, 3 ; die SCrai}e Iskandci führt Tan da hin&vf zi notalquutier) zmackkehien kann, N.W. von AiffLD Sera! durchifebt iliD FiliratraBe cnUang dem C denen Hom die Vorsladl Ejüb U, d. Knrlon »nf dem SladlpUn B. '.... An den Seilen wechgsln mit den Hkaserrelben Klrchbüfe mit TflTbts (8. IQ in aUeii Forma» IIb. >/< SU von Aiwan Semi gebt a r. nicb der DamfftF- kalialelle JÜM (l. unten), i. nmcb der UauMa cm EJiib ab. Sie Hnictic« Tärh« Abu E^jftb Easari'I, des FalmentcSgan Uobunmeds, enliditat, deu«n Qnb lifer waiiieE Tige nach der Eroberung durch eine Vliion ealdfiikl mnrde. Der Orl siebt in solcher Verehmne: hei den MobiounedHienii, dsB keinei Cbriaten FuD ancb nur den Hof nm dta UoscUee belrelen d«rr. Von der Moacbee »lebt sich der Fritdhof n.fl. den Abbimg binMi VDB seiner Bdbe, in der n.ö. von der Moiebes ein FuOpfad an einem Kloeler {TtkU) der Tarnenden Derwlscbo (3. 88) vorüber blmmfulirl, gobäne AB?slcht. g. Dm Qoldene Hoin. Die SMen Wasser, Mit dem Knik (B. 71) btaucbl man von der Neuen Brücke bis Eidb ca. 1 8t., lu daü SiiBcn Waasero Ii/j-a 81. (hin o. luriick 80-36 PI.] \ \f sonders schön ist die RuckfabTtsnr Zelt dea SuDognunlergangt, Dimpfei (S. 7i)bis Ejüb»/<8'., «u den 8 üBcu Wassern l'/i St. Im Wagen (i T31 von Pore Über Bchüchli nach den Säßaa Wassern ca. 1 S\. Bei der Fahrt auf dem. Qoldenen Eom (8. 13t) fesseln den; Blick hauptsächlich die belehten Uafeuhilder und die engen orlenta- iischun, von den Ufern emporsteigen den Viertel. Der Dtmpfes durchquert von der Neuen Brdcke (PI. H 4) aus den Handelsbafao^ der durchweg eine Tiefe aufweist, die den grofilen Schiften genflgen würde, hält In Stomhul aa der Landebrücie Jemlsch ItlxUsC{P\.5ä.- dampfer; d«nn derTÄohiragan BeTÄi(Ä.^\ \ct\sv\\.^\s^«^^^^'^ 132 Route 8. THERAPIA. nttp^rai. Qsiten gesell le denen Ein zclgebEnden eine noah grGflete Uferetieolia elunimmt als der *on Uolma Bagtschtf, Er lBt_ ebenfalU im lüi- klBcben RenüssanreBtll sag Marmor erbaut, Im ÄuGeren etwas ein- fachei gebalten. Auf der Bähe dahinter der vom Meer aus nichl wahrnehmbare Palast des jetzigen Sultini, der Jildii Kioik iß. SB). El folgt die 7. Haltestelle bei der kleinen Bncbt and dei Hasche« TOn Orlakiäi (S. 85). Dann macht der Bosporas eine Wendong; \nA der Talfahrt tut eich Mer der volle Bliuk auf Konatantinopel ant 3. und 4. Haltestelle £uru Tscheschmi, Amaulftiöi; dann, jenseU der von etarkem Strom omzogenen Landspitze Akinti Bumu, ö. Halte- stelle Bab«k. An der Bchönen Bucht liegt ein öffentlicher G»iten( das Dorf zieht sich s.w. von der Landebrücke in einer Schlucht hinan. Zahlreiche Engländer und Amerikaner haben hier ihren TPohruIbt; anf der Hübe im N. das groBe Roherl College, eine 1SU3 gegründet« amerikanische Lehranstalt, die wie die analoge Schule zu Beirat die praktische Wisaemchaft ihres Mutterlandes and Beziehungen iE demselben weit dnreb den Orient verbreitet. Auf- und abwSrU Hegen an den Ofern Paläste und Landsitze (Jali) reicher Türken. Der Dampfer erreicht den engsten Teil des Boeporas, wo dls reiBendtte Strömung (Scheilan Akiatisi, „SatanGstrom") herrscht. Links erheben sieb über den Zypressen eines alten Friedhof die mächtigen, zinnengekrönten Türme nnd Mauern des Kastell! Knmell Eisaar [, Europäisches Schloß" ; 6. Haltestelle}, das M«.i hammed der Eroberer I46'2 als ersten Stützpunkt anf dem Westuf« des Boeporus erbaute. Die Befestigaugen reichen von der HShe znin Meci bttiab; Zivilehen und neben den Mauern haben die Türken Uu Dorf angelegt. Etwas oberhalb war wobl die Stalle, wo Dareloa beim Skythenzug die Brücke über den Bosporus schlagen lleS. Weiter an Bulla Limaa und Bojadichikiöi vorbei nach Emtrgian (7. Haltestelle). — Auf der flachen Landspitze zwischen Emlijiaa nnd der tiefen Hafenbncht von Slenia die van dem Khediven von Ägypten Ismael Pascha (f 1690} erbauten Paläste, umgeben van einam. schönen Park, und weiterhin der Sommersitz der persischen Botschaft ~- atenia {S. UaltesteUe) und Jenlktäi (9. Haltestelle ; H6t. ThaU», neben der Österreich. Botschaft}, gritcbiafW Neoehori, sind giöJJtentailf von Griechen nud Armeniern bewohnt. An der Nordspitze des Vor- gebirges von Jenikiüi die Sommerresideni der Österteiobiaclien Bot* achaft. Dann die stille Kaltndtrbuchl, mit einem SulCanekiosk und, zwei Kaffeehiiusem im Schatten von Platanen. Vor dem Eingang der Sucht von Thetapia folgt die Sommerresidenz der Deutsobeft Botschaft and das fummer Pilace Hotel. Thsrapia (10. Haltestelle). — Qiiiu.: äiiminer Paiaca Bolal (Comp, iolntit. im Grands HSteli! Dlnklor HOt«r), mrl 110 ZUoDam, aleilr. Lhbl, park and S<-ebideia, t^Süet JUIOkL, Z. L. B. V /> ISVt b.,1 -K 2fr. 10, O. 0 fr. 36, M. B tt. 80 c, 5. l^-ffi U.y Ü, i-*.inlelBtr» ^lU-Okt., U.I.. a von Sfr. an, F. 1'/,, O.S, M.O- '"™ "■^- «"'^"" Bosporus. BÖJÜKDEBl^. 8, Boute. 133 Therapia, ein städtisches Doif yon ca. 6000 Einw., bedeckt die beiden Ufer der Bucht und noch eine Uferstrecke nördl. davon. Die stattlichen, großenteils aas Holz erbauten Häoser rühren yielfach yon den früher hier ansässigen phanariotischen Familien (S. 103) her. Jetzt hat hier die Diplomatie ihren Sommersitz; außer den S. 132 gen. deutschen und österreichischen Botschaftslandhäusem haben auch Italien, Frankreich und England hier die ihrigen (an dem Quai nördl. yon der Bucht). Große Gärten steigen an den Hängen hinan, zahlreiche Kaffeehäuser liegen am Meer. In der Tiefe der Bucht, bei dem öffentlichen Garten, führt eine Fahrstraße durch das hübsche schattige Tal des Krionerö-Flüßchens aufwärts zu der Fahr- straße yon Böjükder^ nach Pera. Ein anderer Weg führt an der Küste hin nach Böjükder^. Jenseit Therapia folgt das kleine Kap Kiretsch BumUj mit einer Batterie und einem Leuchtturm ; dabei ein verlassenes Dorf. Rechts in der Feme wird das Schwarze Meer sichtbar, während das Schiff in die weite Bucht von Bojükderi einfährt. An ihrem Südufer das Dorf KefeliMöiy in ihrer Tiefe ein Wiesengrund mit einer Gruppe uralter Platanen, den Sieben Brüdern (Jedi Kardasch) oder Platanen Gottfrieds von Bouillon. Bdjükderi (11. Haltestelle). — • Gasth.: H. Belle vue, l. auf der Höhe; H. d*Eiirope, H. de Paris, H. de St-P^tersbourg, alle 1. ▼on der Landebrücke; H. Lapierre, weitet am Weg nacb Therapia: in allen Pens. 13-20 fr. ^ Gasth. surPlatane, kurz vorher, einfach, Pens. 9 fr., meist deatsche Gäste: H. de TUnivers, r. am Qaai. — Bbstadbantb am Meer. — Preise für wagen, Pferde, Boote wie in Konstantinopel, s. 8. 73 und 74. BöjükderSj mit ca. 6000 Einw., die besuchteste Sommerfrische Konstantinopels, besteht in seinem nördl. Teil aus stattlichen abend- ländischen Häusern ; darunter auch das Landhaus der Russischen Botschaft. S p a z i e r g ä n g e und A u s fl ü g e , für die B5jükder6 einen guten Ausgangspunkt bildet: zu den Platanen Oottfrieds von Bouillon^ Vi St., an der Fahrstraße am Meer hin nach Therapia (1 St.1; nördl. über das Dorf Sarijar in das Bosental, das der Kastantf Su durch- fließt, mit drei schattigen Quellen, 1/2 St. ; auf den Kabatasch^ den Berg zwischen dem Bojükderi- Tal und dem Rosental (!247m ; 1 St.) ; auf der Höhe über Maslak nach Pera^ Wagenfahrt von 1^/2 St. ; nach dem BitHnbtfg s. S. 186, Oenutser Schloß S. 136, Säße Wasser von Asien S. 185. Nach den Bbnds und dem Bblgbabbb Wald : von dem Fahr- weg nach Therapia zweigt bei den Platanen (s. oben) ein Fahrweg ab, der in dem grünen BöjükderS-Tal aufwärts führt. Nach IV4 St Gehens kommt man unter dem 1732 erbauten Aquädukt Mahmud's L durch, der in mächtigen Spitzbogen das Tal überspannt; dabei schöner ^Rückblick. 5 Min. 'weiter ga^e\t t\.0^ ^«i'^^V* ^« ^^^bs^ xn«n (dM Poif BagtschÄiöi bleibt i. Weisefv^ \iw%%\.. m^^^Xi'säÄss^ in gut gepaegtem, dichtem LaufeTfiLÖL <,*5i«t \^* ^ v3sk\.^^wS«^'^^'«Ä 134 BouUfi. BlIMGLJ KAWAK. üuiporu«. Alten voD Eichen enthllt] gelegenen Stauweihem, dem Nciitn Bend, Sultan Mahmad'i ntid dran Bend der Walidf. Das Uer bejonden iift: Fiühjahr gesammelte und im Sommei oft spürliche Wuger gelangt über den erwähnten Aqnädukt und weiter in untemdiacliei Leitung; Tou Zeit zu Zeit auf die pfeUerartlgea Wuseitürme (Su Teiasf) tn Lüftung aufsteigend, Dach den närdl. Stadtteilen von Konstantlnopeli — Halt man sich bei dei Oabelung (S. 133) links, »n erreicht m in l/s St. das seit 1891, in Rücksicht auf die Reinlichkeit des WftHf getaacite Dorf Belgrad, Qacli dem der ganze Wald, der einzige aj Westufei des Bosporus, den Namen Beigradtr Wald trägt. 1km s.i von dem Dorf befindet sich ein weiterer Stiuweiher, der Broße Btni noch andere im W. tKütscliQk Bend) nnd N. (Karanllk Bend). War mit Pferd, luverlaeslgam Führer nod Prarlaal 'Ertehia ist, k dem Wag de> bier geiaramellaa Wa.ssflrs nachgehen r vom 0roBeD I nach iVVu (türk. IiD[e:>B], i St.) '/• ^t- '■••■ davon der AquädiM Eaiutiman [Efri EBmer „Krummer Aqulluht") über da» Tal des OOk r\a dnigläiUier Im Winkel eabrnohaDer bjiantiniasIiBrBau. dcasEn o1 Boeenrtihen nicht masiiv, anndern auch in dar LänEBricliliiDg in Bi geSShet alnd. 31km a.w. von Pyreoa (Iberspinat ein indorer A^inüdiücl UHoBai Emir, daa Tal des AU BeJ Sui die Ba«en;feller dar ixei StDoK warka siad in der Lauga- und Querriehtung Ion klaineren Bojei ' brosben. Es iQ\uf^W%^ii%^'^ L 136 Rollte 8. ANATOLI KAWÄK. Boipurui. JenseU Anatoll Hiasai folgt etae' Reihe lon Dörfern mit Oürteo, LiuidGtCzenundBclisttigenTileni: ^anllttsc^a (8. Haltestelle), Bifaat Pascha, Tschibutti (9. Hslteslelle], and, nn der Südseite dei weiten und tiefen Buctit voaBeTlioB, in der eich die CranzÖGischen und eng- lischen Schiffe 18Q4 aum Krimluieg Bumnelien, Paseha BagticM (10. HsItGetelle) und IndKUrlciöi. In dei Tiefe der Bucht B«ikoi (11. Uslt«stellB), gewöhnlich die nordlichste Station der Dampfer. Von hier besteigt man am besten den Ribbhnbebo, tQrii. Jtueha Dag (1 St. ; Wagen vom Landepiste es. . ; Cafl- Titilanr. bei der Landebrücke) liegt auf der Nordseite, der städtisohe Teil davon, mit den Villen und Oaathäuseni, t. (westL) von der Luide- briicke. Der Berg dahinter trägt auf dem Gipfel (163m) das ChfUtas- Klostet; man kann direktvomOrtdurch den Fichtenwald, den Raupen traorig "erwiiatet haben, Ulnansleigen oder -reiten. Von dem südl. Berg der In«e1, der mit diesem nördlichen durch eine Einsattlong verbunden ist, hat man bei dem ehem. OeorgsklosttT (200m] eine ■weit schönere •Aussicht: ein Fahrweg (Wagen für die ganze Tour, ca, 1% St. mit dem Aufenthalt, 1-2 Medsehid; Reittier die Hälfte) führt vom Ort westl. herum zu der Einsattlung {DiaAclot ; mit Katfee- hfiusein)^ von da bat man noch 20 Min. sildl. hin anzusteigen; beim Kloster eine KafTeehnde (nieht billig!). Der Blick umfaßt Konstan- iinopel im fernen N., den meist schneebedeckten Gipfel des Olympoc im S,, im 0. die asiatische Küste, mit ihrer Kette von DSrfem im Grün der Gärten, und den Golf von Ismid, im W. die weite Fliehe des Marmarn-Meers i im Vordergrund liegen im 0. und 3. Änlero- wilÄoj und ÜeandTDi, Im W. und NW. die übrigen Priiizeninsein. — Vom Diaskelns, von dem man auch in 10 Min. zum ObriäKM-KloMet auf dem nördl, Gipfel hinansteigen kann, führt die Fahrstraße hinab nach der Ostküste xum Kloater B. Nlkolaoi, in dessen Nähe, in det | Gegend Kamaräs, Reste des im vm, Jahtb. gegründeten Fana^t- Klosters gezeigt werden (1. oben ein großes griecbiscbes Waisenhaoa), ' /i St. FobikKrIa 1. El. aO-BO PL Gold, 11. Kl. 19,BD PI. O., hin iind lurück, nül iweitic. OtUtlE- kek t. El. 3B Fi. G., 11. Kl. 2S,50 Fl. O. Oia ZU«e fabren im AnicMuG so dls^bamf feri «benso lur Rückniae (.tbfabrt von Bnu» gegFo 7 ühi trfth). Die ElECDbahn gewinnt in Tielec Windungen, um Biür.ken and Durchschnitte in yermeidcn, dutch eine an Wein, Oliven, MsnlbBet- ' häamen nnd Getreide reiche Landschaft die Hohe swlscben dem Golf von Mudania ond der Ebene von Blasen (1- Blick auf den OolfJ. — 11km Jorgoli. — Die Bahn eenkt eich; kurz vor (23km) JToru I Blick auf Bnisaa mit dem Olymp. Zweimal über den Ulfer Techii (S. 142). — 3Tkm AdsahemUr, Station für TEcheklrgif (S. 147). — 39km Bnaaa-JahudlttT (Haltesteile ^ Wagen s. unten; füi H6tet d'Anatolie, b. unten, am bequemsten galegen). — 42km Bruira, Stadt (EndBtstion). GASTHfire; 1 . eut;P. mit Wein 13-15 fr i (PI. b: E i) nnd B, Luiemboncg CFl. c), gsEUiäber, beide ST Drucke Bed Buclii, Düt einlieimilclien Wirten, Fcmec in TtthtUni (S. Ulj: H. Splendid (PI. d), gnl; eesenuba ■Burope(Pl, e). Wioek; von der Hxllestelle mm Gulliof (ca. 10 Min.) 10 PI. S.) du e Tag BOPi, g,, der iSnis Tag BOPi. S. ; knnB Fibrten in der Sladl Slnnde etwa 10 PI. S.i naeb lenik (Nlkäa] s. S. ilS. £»(.■ _^- .10-— ---■■- _ . _ . - if don Oljmp Vi T.« etwa 10 Pi. S. P/irdt: Vt Tag etwa ffl PL 6., der Tag Mwi Bü Pi. 8. - ' ■ "■ pa.B.IW. AUa Preise »iod vor] - ' ■ " m Ipek Han (PI. D 3| i (PI. K i) : man b— ukh: inKonstantinoveUS.ie). A 78). AbbUdii_,._, BabDverwBltung 1903 berau- 1. Weonkelnetlbecedinhe vurbanden lind, ninH man in der HosckM deu Tag 0-8 fr., fiir i/i T«b 3-t fr.j in d« SiiioO . - er Jungen die Namen dar SebcmwUrdigkeitsn io dv leegebenen Beihonfolse nennt. beaatie mta zu einem Qanee auf die ZUaildlt (S. 1421 nnd nacb fiknorlaiAl (S.itSt. Am tolgeadea Tuia: vonlüttaei flolti 8oial-ff\.VBI\,l]W— '— ' ■"' '-"■). A*rf* ÄrfÄMc/i* (S. 1*B), ■ '*' '"^ ■ ,^'^**^**- (S- *«). Dazwlachon vioWtitM Beriet. "Äd eioer Wolfcrci (kein Trinkaolä)-. naslonift«*» ' La^e, BRUSSA. 10, BouU, 141 (S. 14$ und zurück, zu den Bädern und nacli Ttehekirgi (S. 146) oder zu Eael nach den Bädern» Teehekirgi^ Inkaja und von dort nadi Brussa. Man kann darauf auch aenr gut mehr Zeit verwenden, andere aehr lohnende Ausflüge (S. 148) machen und den Olfmp hesteigen (S. 149). Bru8sa, tüik. Bursaj das alte Pruaa, liegt unter 26^ 40" östl. Lauge und 40° 31'' nördl. Breite 160m über dem Meere am Fuß des bithy- nischen Olymp. Vor der Eroberung von Konstantinopel (1463) Residenz der osmanischen Sultane ist die Stadt heute Hauptstadt des Wüajets Kbodawendkiar, Sitz des Generalgouyerneurs, eines griecMschen und eines armenischen Erzbischofs, eines armenisch- katholischen Bischofs und eines Rabbiners. Die Einwohnerzahl be- trug vor 1453 über 100000 bei weit ausgedehnterem Stadtgebiet; in der ersten Hälfte des xix. Jahrh. sank die Bevölkerung auf 70000, sogar 35000; seit dem Ende des türkisch-russischen Krieges (1878) hat sie sich durch Ansiedelung von Mohadschirs, aus der Balkan- halbinsel eingewanderten Mohammedanern, wieder auf über 80 000 gehoben, wovon über zwei Drittel Türken, die übrigen Ajinenier, Griechen und Juden sind; die europäischen Kolonien sind klein. Ein bedeutender Teil der Einwohner beschäftigt sich mit der Seiden- raupenzucht, die nach europäischem Muster verbessert ist und in einer besonderen Schule (S. 144) gelehrt wird, und mit der Her- stellung der Rohseide ; es gibt über 60 Spinnereien mit mehr als 2000 Spinnstühlen ; die Rohseide geht meistens nach Lyon. Das Weben von Tüchern, Stoffen, Gazen wird nur als Hausarbeit getrieben, aber dieser einst blühende Erwerbszweig leidet unter der Konkurrenz europäischer Fabriken. Außer Seide wird Wein, der auch nicht seine frühere Güte bewahrt hat, Olivenöl, Opium, Früchte ausgeführt. Die früher weit ausgedehnte Reiskultur ist von der Regierung vernichtet worden, um das Fieber zu beseitigen. Die trefflichen Bäder (S. 146) endlich bringen der Stadt auch nicht die Vorteile, die sie bei besseren Einrichtungen daraus ziehen könnte. Qesohichtb. Die erste Ansiedelung in dieser von der Katur- bevorzugten Gegend lag an der Stelle der Zitodelle (PI. C 3) und geht sicherlich in frühe Zeit (vi. Jahrh. vor CIhr.?) zurück. QewÖhnlich wird die Qründung der Stadt und, sicher fälschlich, ihr Käme iVtwa zurückgeführt auf ßntsiai /., KÖnij; von Bithynien, zu dessen Reich diese Landschaft gehörte (um 186 vor Chr.). Hannibal, der bei ihm Zuflucht gesucht hatte und schließlich nicht fand (S. 167), soll ihm dazu geraten haben; vielleicht handelt es sich um eine Keugründung. Im Mithradatischen Kriege eroberte sie der Feld- herr des Königs. Durch das Testament ISikomedes* III. kam sie wie das ganze Königreich an die Römei'' (74 vor Chr.), stand aber Kikäa (S. 161) und Nikomedeia (S. iÜS) immer an Bedeutung nach. Unter dem Kaiser Tri^an baute der Statthalter von Bithynien Plmiut der Jüngere (S. 161) die Bäder neu auf und außerdem eine Bibliothek. Im x. Jahrh. eroberten und zer- störten die Araber Brussa und 1097 fiel es in die Hände der sadeehulen (S. 167). Aber zu Beginn des iv. Kreuzzuges war es wieder byzantinisch und verblieb nach einer veraeblichen Belagerung durch die Lateiner (1904) dem Theodor Laeharie (S. 1C2), der die BefeaUgung (S. 142) erneuerte. In die Qewalt der Oemanm kam die Stadt 1336, nachdem Sultan Oman (1299- 1826} sie fast sehn Jahre belagert (8. 100) und «ftisi SoViu OrcKdtw(^^2&Aa^\ ae tun ror d»m Tode seiniM VtAeTS %«iiOTia&«ii '^\\a. ^v^ ^^<\^^ ^ glMDMende BeadeuM der Sultane und bUeb ta V»««iA^w ^^'««««^J*'"^^. »ttf der BMlkABhlhin^el und in UngaTH Aj\b wvt^T^\i«txCTL^ ^^^^^^^^^^ ^ wurde Abt Pal» tlnopel riuai. Auf dci fanden diu Ijaiiiea etBtL . ,_. rm^lu Mtirad I. (1360-1389), der vor der EnUrilieldni Serben amotäet und bei der TDa ibm gebpnten UnncbBs b«UUet mr4ir> (9.117). XacbdenBiv'aM'. (1389-1103), der diBjilderlmDichalollduebn' ■«(nit Tllih^. R. llül erhanU. hei Aniiira 13. IGÜ) durch die UnnEnlMi hfuJi^ bBDDiiE der J?aoMl D.„— _ — _ — . — , ___ ifwad //. (Un-lial) hat im WtsUn dir Stadt Udi.^<° ^• Gein Miehfolger JfoSomMrf //. (14&l-IiRl} TOCleEte die KoMUpÜnaBel; aoildem niben dort die SulUne. Schweren _. die Sladl dureh dia Peuerahrumil ran 1801 iiod die Erdbeben Ton IBBB. Yoa den nordwestlicIieTi AnslKofeni des Olymp schiebt steh luek Korden ein kleines Plateau Tor, dsa naoli W., N. und 0. eteil, iniii Teil aenliiecht ahfallt ond nnr im Süden durch eine flache, waaser- leiehe Mulde mit dem Gehirge zusammenhingt. AuF dleeem Platein yon natürlicher Festiglielt lag die antike Stadt und seit dei türUichen Eiobeiang die Zitadelle. Nördlich, westlich und OBtllch lag:ert aloh um eie die türkische Stadt; durch zwei Bäche mit tief eingeriiseaen Betten, Im O. dem Gükderä, im W. dem DachlltmbDa, wird sie !□ drei Teile zerlegt. Vor der St&dt dehnt sich die fiachtbgre. groOenteila mit Maulbeerpflanzungen bedeckte Ebene, die vom Vifer Tickai oder Nilafir (nach der Gemahlin Orchän'e, S. 160 ; im Altertum Odryia), einem HebenHosBE des Susorli Tschai {Rbyndakos), und seinen Zn- flÜBeBn (8. 160) duichBtromt und im N. und NO. durch den Katiäi D»g {1090m) abgaschloBsen wird. Die Fahretraßa znr Zitadelle (tiirk. HUaat') zieht dch oberhalb des Dsrhlllmbos an der Weetselte des Berges empor. Nach etwa 7 Min. Gehene (von H&t. Brotte ah) biegt sie I. um und erreicht bald an der Stelle, wo früher das KapUdscha Kapn (Bad-Tor) ilsnii, den Mmunvg. hoclisleliEndEn Teilen eine Schöpfung dei Theodor lAikaria (S. 141), abn ejiäler von den Türken, besondere von MobBrnmed ni. (1596-1603) geflickt Bie FshiBtraDe tßliit durch die Zitadelle weiter. Man kann nack 3 Min. 1. durch eine Manerlucke hinaosttelen und die AuEeicht ge- lüeDen. Dann r. eine kleine Moschee, L ein tOrkiechea Hospital; weiterhin ein gutes Stück der byzantinischen Mauer mit Stein- und Ziegelschichten und Bogensteilungen an der Rückseite. 7 Min. von der Mauerlücke t. Daud {DaTid)-Moaastir, Jetzt Srhehadet Diehami (PI. C 3), an der SteUe einer byzantinischen Kirche ; I. die Statte dei verBchwnudenen Suitanapalastes (jetzt Dspot) und ein paar Sehrilla ft.J welter die Oro6ilällm der Svltane OsmSn und Orehän (PI, 3, 2 0 3 j & Ui) in einem Garten. Die lieiden Tüib^s (1- lick anf die Stadt, die Ebene und den Olymp. Nacb dem Hinaus- treten gehe man nach S. bis zur ersten bedeutenderen Ostweststraße; in ihr ein paar Schritte I. (Östl.) stand bis 1906 ein wohlerhaltenes Tor, Hissar KapUy in dem antike Werkstücke und Inschriften ver- mauert waren ; r. und 1. Reste der Umfassungsmauer. Man kann der Straße vor dem Tore folgen und 1. die erste schmale Treppengasse nach SO. zum Baluk Basar (s. unten) hinuntersteigen. Wendet man sich vom Tor zurück und folgt der ersten Straße 1. nach Süden, so erreicht man in Ö Min. die Südmauer und *Btinaf- baschi (PI. G 4), einen beliebten Erholungsort. Eine weite mit Bäumen bestandene Wiese ist im W. von den malerischen, überwachsenen Ruinen der Mauer (an ihr ein kleines Tekk^ der tanzenden Der- wische, PL 0 4), im S. und 0. von Friedhöfen begrenzt; an der Westseite fließt ein Bach in gefaßtem Laufe; er kommt aus einer mächtigen Quelle in der SW.-£cke. Dort ein kleines Gaf^. Von Bunarbaschi kann man in südöstlicher Richtung zur Brücke Maxem Köprü (S. 144) gelangen. Um den Nordfuß des Burgberges zieht sich eine alte Hauptstraße herum (PI. G 2-D 3), die r. (östl.) vom H6t Brotte von Juden bewohnt wird und Balük Basar heißt. Nach 0. hat sie zwei gradlinige Fort- setzungen, die in neuester Zeit durch alte Häuserquartiere durch- gebrochene HamidUstraße (PJ. D E 3), und eine alte (PI. D 3-E 4). Zwischen beiden der Basar (PI. D 3), der nach dem von Eonstan- tinopel kaum besuchenswert ist, und der ausgedehnte Ipek Han (PI. D 3), von Murad H. für den Seidenhandel erbaut und heute Mittelpunkt des Handels. An der alten Straße liegt die *TJluD8chami (PL D 3), die Große Moschee, die Zweitälteste der Stadt, die Murad I. begonnen und erst Mohammed I. vollendet hat. Kach arabischer Art stehen in einem fast quadratischen Saale von gegen 100m Seitenlänge 12 Pfeiler, die durch spitzbogige Arkaden verbunden sind und mit den Seitenwänden 20 Kuppeln tragen, die auf quadratischem Unterbau stehen. Das zweite Quadrat vor dem Haupteingange an der Kordseite enthält ein sechseckiges Wasserbassin und ist unbedeckt; im vierten an der Hinterwand die Gebetsnische. Die moderne Bemalung mit Koransprüchen wirkt häßlich. Die alten mit Fayencen bedeckten Minarets an den Ecken der Nordfront wurden nach dem Erdbeben von 1855 durch plumpe neue ersetzt. An derselben Straße weiterhin 1. der große Oarten der Afuntst- palität (PI. D E 3, 4), mit einem Oaf^, und r. der Konak (PI. E 4). Oberhalb des Konak liegt eine Schule (PI. D A) und im Garten (1. vom Eingange) das 1904 eröffnete Museum ^ das vorläufig nur für Archäologen Interesse hat: 1. und r. von dem Eingange stehen Inschriften und Reliefs, besonders Orabateinei im Mittelraume und 1. einige Vasen verschiedener Epochen, Beliefs, Inschriften, Bundskulpturen, fast alles aus römischer Zeit; r. eine kleine Sammlung türkischer Altertümer (Fayencen, Münzen, Schrift- proben u. a.). Vom Konak läuft gradlinig nach^O. dift (äwaXit-Sto^fiÄ^ v^^*«. mMB Bttoh zm Endstation dei E\Eeiv^i\i\v %€ÄSi^ Vi^V^ ^;^ ^^ maptstnße eneteht weitet öaü. 'bÄdi ^^%tÄ \i<ö^^Ä&^'^''^ BsBdeker^M JColutaiitinopel u. KleinMlfiBu ^^ 146 Bovte 10. BROSSA. Sultoniiwaftw. I)ei OinadiiD etiiineit wieder sn die JUderioi- [9. 115), die Wand- bekleidung an did Jescliil Dacliuni. Im Oartsn sind zebn vier-, seuhs- oder achteckige mit Kuppel^ gedeckte *TOBBäB sterstieut, deren Eingange gewabnlicli ein auf ladendes Uolzdach ecliQtzt, Besuehensweit ist die dem GlngU(' gegendhei stehende *TMii des Miua, des Sohnes Bajesid's I., äet 1413 von seinem BrudecMoliammeJ 1. e.droaselt Truide. Die Wanl'* hekleidimg des Inneren ist aus grünen Fa; enoeflieson -von verechlB« denen Nuancen hergestellt, nni die ein Buiil mit weiüer Schrift n(' btasem Grunde lauft. R. iilnter einem Wussetheckun die 'TürW Mitrafi Jl. Vier Pfeiler und vier Säulen zwischen Ihnen, lan d< drai auf umgedrehten korinlhiscben Eapitelleu labsn, tragen Kuppel, die in der Mitte offen Ist, damit nach demWiUen des Snittma das Naß des Himmels »ein Grab befeuchten kann. Vier Marmor- platten nrnfaesen daher den einfachen Erdhügel, aof dem Graa sprteQb In einem Wandschrank an derr. Wand werden zwei KopfbedeckangaB des Snllans und eine angeblich blutbcBedite lederne Decke anfbe* wahrt; auch ein aller Koran wird gezeigt. Neben dem Schrank L Eingang la ciuen Nebearauia mit den Graham ton vier SShnea,. K. etwas zurück die *Türbi da Miatafü, des jüngsten SohnM Mohammei's U, (f 1472). Ihre leider traorig betaahte Aasstattnni mit persischen Fayenceplatten, deren wunderbare Musler grün vat rot gefärbt sind, ist immer viel bewandert worden. An der Außs»- seite ist das Fenster 1. vom Eingange zu beachten. Daneben r. djK Türbe des Dächern, des Bruders des vorigen, der nanh einem aben' teneii leben Leben 1495 bei Neapel vergiftet wurde. Sie ist mit grBn- blsuen Faycncetilo^en und bunter Malerei geschmückt, sieht aber dfif vorigen hedentend nich. Weilet t. die Tärbi Mahmad'i, dea Sohn« Bajesld'a 11. ; ^ie lohnt wie die drei vor ihr nnd die xwei hinter iht liegenden Türh^s den Besuch nicht. h. Sie B&der tos Brniim und Tiohekiigi. Westlicli nahe der Stidt und weiterhin in dem Dorfe Tschekltgrf liegen die im ganzen Orient berühmten Schwefel- nnd eisenbiltigen warmen Bäder. £j sind im ganzen sechs j ihr Wasser ist vom Olymp henhgeleitet. Vier, Bö.lflk und Kütschük KQkürdli („GroBei nn« kleines Schwefelbad'-), Jeui Kaplidscha („Neaes Bad") nnd Ksinard- ecba, enthalten Schwefel neben dem Kisenmid haben eine Temperatn von über 80° C, während EEki Kapltdscha („Altes Bid") imd Kais Mustafa nicht schwefelhaltig sind und nnr Sä" und 57° 0. mesien. £■ Tschekirg£ haben alle Gasthöfe und Häuser Anteii an dem heilkiit' tigen Wasser. Die Sadsr ainl eicberlicb icbon vor die romiieliiiB KuiiBntit, iE wir ertt roa TlicmieDbanUD bucen (S. Ul), beoatit wordin. Aber diese Oebiude lind aacb die hjimUniiebeo fMt volUg lu Grunde geguftn. «H/a J /, erbaale hier mit VecwendunE i\lttei^Ble t\nlä4AmAttii«enl« ' Jiegl bltt begraben (8. W). leVii ««&«! ÄM^-KkAsi k\s^«, «.1, beaunders April las JuoV aii *.att"\ ™* atvi*.!-**---! S. liO. ™ Bäder. BBUSSA. 10. Route. 147 Verläßt man Brussa anf der nach W. führenden Landstraße (PI. A 1), so erreicht man nach 7 Min. (zu Wagen) eine Wegkreuzung und n.w. von ihr (vgl. den Karton in der Ecke des Stadtplans) in 3 Min. die beiden stärksten Schwefelbäder Böjük und Kütsehük Kükurdli (1 auf dem Karton) an diesem Bddemli genannten Orte. Die Anlage aller Thermen ist die im Orient übliche: ein großer Vor- raum Eum Auskleiden und Anziehen mit einem Wasserbecken, die eigent- lichen Baderäume von verschiedener Gröjße und Temperatur mit großem, tS^lich nachmittags gereinigtem Schwimmbassin oder Wannen, Kabinette £um Schwitzen, kleine besser eingerichtete Zimmer zum Buhen. Alle Bäume sind mit Kuppeln gedeckt, die durch viele runde mit gewölbtem Glas geschlossene Omiungen Licht durchlassen. Wendet man sich ein Stückchen zurück und gerade nach N., so gelangt man in ein paar Minuten nach ^Jeni Kaplidecha (2 auf dem Karton), dem sehenswertesten der Bäder. Nach einer Inschrift im ersten Baum von Bustem Pascha, dem Großwesir und Schwieger- sohn Sule'imän's I. des Gr. (1520-66), erbaut, ist es architektonisch und durch seine Mannorbekleidung und Fayencen interessant. Das Schwimmbassin in einem schönen Kuppelraum hat einen Durch- messer von 8m. B. (östl.) daneben Kainardseha (4), ein kleines Frauenbad; und 1. etwas tiefer jenseit der alten Landstraße das Bad Kara Mustafa (3), nach dem Großwesir, der es 1676-83 erbaute, benannt. Sein Wasser zeichnet sich durch reichen Magnesiagehalt und klare Farbe (Gümüsch Su „Silberwasser") aus. Auf der Hauptlandstraße (3 Min.), die sich am Fuße der Yor- hügel des Olymp zwischen Häusern und Friedhöfen dahinzieht (etwas höher läuft am Abhang ein von den Sultansgräbem, S. 145 , her- kommender schöner Fußweg), gelangt man in ca. 20 Min. zu einem Platz mit Läden und Caf^s am Eingang von Tschekirg^ (s. d. Karton oben am Stadtplan) ; an seiner Nordseite steht etwas tiefer das Bad Edd Kaplid$chay das mit Benutzung byzantinischer Gebäude Yon Murad L erbaut wurde und in der Anlage dem Jen! Kaplidscha ähnelt. Ton dem Platze erreicht man in nordwestlicher Bichtung in kaum 5 Min. die höher gelegene Moschee Murad's I. oder Ghasi Hunkiar Dsehami, die in dem aus der Kreuzform hervorgegangenen Grundriß wie in Aufbau und Ausschmückung (mit Laubwerk ver- zierte Kapitelle) noch den byzantinischen Baumeister verrät und 1904 restauriert wurde. Die Fassade ist zweigeschossig: unten fünf mit Spitzbogen überspannte Öffnungen, oben durch Säulchen geteilte Arkaden. Im zweiten Stockwerk liegen ringsherum Zellen für Studierende; man kann zu dieser „Medress^" hinaufsteigen. Auf der Terrasse vor der Moschee (schöne Aussicht) steht die TürbS Mu^ ra^8 J., der vor der Schlacht auf dem Amselfelde im J. 1389 er- mordet wurde und dessen Beinamen „Khodawendkiar*' (Oberherr) das WÜaJet Bnusa Überkommen hat Außer dem großen Sarkophage werden seine Waffen gezeigt. Dabei Gräber serbischer hier ent- haoptoter Otoßer. SS^^ c. AMflQKfl von Bnusa. Dar Olymp. 1. Nach Inkija, 2-3i/s St, zu W.gen (S. 140; »gl. den Kiiton in der Ecke des Stadtplane); wegen der Beleucbtang nacliniiltagBi zn Esel (3. 140) über Tscliekirg^ nach Inkaja {kein Fahrweg) und direkt zurück etwa 3 St. Yon der Landstraße nach Techekirg^ »Indet sich der Weg I, empor an der Hamsa Be] Dschamt (PI. A 1,2} rorbel nm den Stadt- teil MuiadiS herum. Wenn sich der Blick auf Bunirba^chi auftat, biegt er scharf nach r. (Westen) tun, zieht Bich den Hang eoipot UTid gewährt immer wechselnde fesselnde Ausblicke auf die Stadt und die Umgebung. Nach 3/^ St, r. anten TaohekireÄ. Der Weg biegt nach S. um; Ansticht anf das Berglaiid Im W. mit dem TTlfer- Tfichal [S. 142) niid bie znm gtoDen Abnlliond GHl, dem See von Apollonla , mit seinen Inseln. Auf einem sr;hlechtBn Seiten-wegs hinab nach (1 St.) /nftajn, einem kleinen türkischen UorremitWasser- mühlen nnd einer guten Quelle bei einer riesigen Platane. Von hier DOS lariick oder (lu Esel) hinab nach TtcbekirK.f (etwa 1 Stande). Sie LandstiaGe Tixlict aildl. welter nach Tacliangara UDd Adranoi un SUdFiiB dea 01;ipp. 2. Nach Tefferldsch nnd Aksehalan, 2-3 St za Wagen. ÜberBunarbaachi (S.143),MaxemEüpTii(oderdliekt dorthin ;S. 144^ an dem Institnl sSrlcIcole (9. 144) vorbei, erreicht man, mit schönen Blicken auf die Stadt und den Olymp, in 40-60 Mtn. TttftTidieh, einen beliebten Aueflugaoit, mit schUnen BÄumen und Wald am Berghao^ 10 Min. südl. von der Mllitärschule (PI. Q ö). Von dort zurück odu noch 15 Min. weiter s.o. durch ManlbeerpSanznngen und Eaatanien- waiil nach Akschalim, einem prächtigen Platze unter hohen BKumeo niit einer starken Quelle, die in einen länglichen Trogstarzt; gchflne Dutcbhiicke auf StaJt und Ebene. Zurück zuerst denselben Weg, dann nach NW. hinab an der Militärschnle (S. 145) vorbei. 3. Zur Rleaenplatane. Man kann ¥on der Brücke von Sed BbscM (a 144) die GemBkstraßa [S. 143) hinonterfahren, kuii »oi dem Schienenstrang 1. in die alte KarawanenstraQe (Mahmadatraße; PI. C 1-F 2) einbiegen und erreicht nach 1/4 Stunde von der BrQoka die ülfer TacAinar, eine riesige alte Platane, die zwischen den beiden Stationen wenige Schritte nSidlich Jenscit der Schienen stebc. In ca. 20 Min. zurü^'k in die Stadt. Seltener werden folgende AnsQüge unternommen: 4. Auf der Straße nach Gemlik bis Tepedschlk (40 Min.), In der Mitte dei Ebene, mit luhnendem Blick auf den Olymp mit der Stadt. 5. Nach Akin (.Weiß- Wasser'), 23kjn Sstl. von Bmssa.in SVi- 4 St. zn Wagen (S. 140). Von dort In Vi St- m Fuß nach dem Dorf OöaetS, irOEJeäderOlfmpvonO. zeigt; von dort In iSi zueohünen WsBserfäUea. Wenn man den Haa^twes übet Akeu hinaus verfolgt, gelangt man ober den HadBuhilar Dag tvm^i (JA'^m^ inegö)., ■ ^yk€(S. i69). türkUchen Orte, und weitet naoVWteiwViM. (^?.A«S^ \^<(iQi«x nnd better so Amben sind CW Tage). . /Mit 3 Bt, jnif Baat susanuiLeii 11 8t. (Vm^NVöNfcx ^^«o. ^« V»!2bäkd. 150 RouUll. JEMISCEEHB. Von Bruwo Wege lüBcer)! von Iioik (Mw kein« Wigenin bekommui) it BO-TOfr,; Eind Tür 1 ll^diM l'/i '81." Preis de« Wagens von Bra«« ti. MektäieU , _^ BO-TOfr,; dem begleitenden Gendarm Ftwa 9 Medichld. Eaaen nnd Trinket ruh (i Ohr) »ofbrie]it,bt !T Besichtigung lot n MekedBchä eibiKe Slnnden hut d&na ijbrig^ wem _,-_ -.r-— ---- •- li Ko'" auTbreclien nnd, wie ilberhiupl, wenn die Tage kufi sind, den ganiei loeiten Tag in »ikäs bleiben, vtu durch ein gutes GulliaaB (3. IM) w leictitert wird. Bnisaa s. 3. 140. — Auf der alten KarawanenGtraGe (3. HS) rei- läßt mta miteihalb ilot Jitderim-Moachea (PI. G 3) dio Stadt; dort ausgedehnte mal eriBciie Lager der ans dem Innern komm enden Ochson-f wagen. li. gcw&hit Etondenlaag der Olymp immer neae Anatchteo. nnd Einblicke In seino Mefen Sclilucbten nnd Schnesfelder; 1. dl« Sbene, dnrcliströmt von den vom Olymp kommeaden ZnllüsHcn dM Dlfet Ticliai [S. 143) und abgeschlossen vom KaÜrli Dag; lange ZeJ» gcböncc ItdRkbllck auf die Stadt. — Nach 1 SL wird Badschi Bat HaH erreicht ; dann Cl'A^'-) '^^^' ^^ hrelte Bett d«B Deli Tichai. lOMin. apStet geht c, der Weg oaoh Aken nnd InegBi ab [S. 148). 5 Min, weiter Ktittl, tQrkleches Dorf mit Spnren eines byzantinischeii Kastells, das vor BrnsEa von den Oemanen genotumen wurde (1"/« St.). Die Straße IMuft am aiidl. Eilgelrand bin, nähert sicli dem Ende d« Talea von Brassa und steigt allmählich nax Wasserscheide zwücLeii, dem Mannsra- nnd Schwarzen Meer empor. L. nuten der flschcelchci 3oe yon Gül Baschi. Auf der Höhe I. ein Bosnakendort und bald darauf TiniSm (340m; Sy, St). Hinter dem ärmliehen Dorf el^ engFS üdes Tal, dann geht es In die weite Ebene von Jenfacliebic hinab. Der Hauptweg bleibt 1. am niirdl. Kande, In trockener Jahrea^ neit aber biegt man (4Va St) dicht toi Kojun Hiisnr i. ab und tälirt durch die Mitte der frnclitbaren Ebene Qber TschardakkiÖl i_i^/^Stj an einem Tschlftlik vorüber nach (6 St.) Jenisohelir (2Q0m), einet Stadt von kaum BODO Elnw., die einst vor der Eroberung von BniMft Hauptstadt Osmfn'a (3. 160) war, jetxt ein paar Moscheen, ein Baä und einen nnbedsutendcil Basar enthält. Bast in einem Han (den Besitier B Fi. S.). Die LnndstcBfle fuhrt weiter aacb EQprü Hisjsr an> Ook Ba (Helai] dbi von dort nach (HO.) Levki (S. 1B9) oder (80.) Biie.iKhiii (8. 15B). Die neue gute Straße nach Isnik (Nlkla) Uuft zncrst 1 St. weit in nördl. Hichtnng durch Hügelland. Bei einem Brunnen beginnt derAufstiegauf den Gebirgszug, dervomSangarioaimO. hersüdltcli vom Isnlk-See hin bis nordliehvon Brnssa zieht — 3/4 St weitet 1. du iJelae Doit Fambudiehak und gleich darauf enter BUck auf die 34km ^'"Sa und etwa 13km breite, unbekbte WasBecQSche des litük OÖli der von da ab flichtbat bleibt: Im W. ial 4eiE\n»öm\W CT'aeK*Aj,\^ dem Oemlii, daa alte Klos, die Haf6nBU4l'>onS\\l^^,S.\.?a,Wf^ '"•et. An der Ostecka des Sees lanikTnltMiuOTViani'mi'S\aoieti\-o.* noi^Nikäa. ISNIK. 11. BouU. 151 Ebene, za der die Straße in Windungen hinnntergeführt ist. — Nach 3 St. (von Jenischehr) führt die Straße an der verfallenen Orchän Dschami und einer Türh^ vorüher und durch das alte Jenischehr-Tor (9 auf dem Plan S. 162) von Isnik. Man verlasse eventaeU dicht vor dem Tore den Wagen einen Augen- blick und ersteige 1. durch die Mauerlücke den Eckturm und die Mauer. Trefflicher orientierender Blick auf die Südseite der Befestigung und auf das alte Stadtgebiet mit dem modernen Ortj imlTW. zwischen den Zypressen das Theater (S. 154> Jenseit des Tores fährt man noch mehrere Min. durch Felder und Gärten zum jetzigen Dorfe Iflnik. — Gasth. : H6tel Nic^e (PI. a) bei Joachim Fabiano, Bett 10 Pi. S., jede Mahlzeit 10 PL S., sauber und gut. Der Wirt führt auch und sorgt für größere Gesellschaften mit Zuhilfenahme des gegenüberliegenden Hauses der Madame Jorghi k la franka. Waokn sind nicht zu haben; Pferde bis Mekedsch^ etwa 2 Medschid. Zbitkinteilung (vgl. S. 150). Am Nachmittag: Btadtmauer (S. 153) und Theater (S. 154) ; am Vormittag : die Kirchen und Moscheen , Koimeti» te* Fanagiat (S. 154), Je$chü Dschami (S. 156), ffoffia Sophia (S. 154). ^ Man kann auch alles in einen Bundgang zusammenfassen , am besten in folg. Beihenfolge: Koimeti* ^ JesdiÜ Dschami ^ Stadtmauer^ Theater ^ Sagia Sophia, Imik (aus eU Nfxaiav, vgl. Stambul, S. 81, und Ismid, S. 158), von den Einhelmischen DschinüU genannt, ist ein Dorf mit etwa 1000 Bewohnern auf einem Zipfelchen des alten Nikäa. Das Klima Ist ungesund. Geschichtb. Die älteste Kunde, die uns über die sicher sehr alte Siedelung an dieser Stelle wird, meldet von einem Jnkore^ das die Myser zerstörten. 316 gründete Antigonos hier eine Stadt Aw^oneia^ die von Lysimachos ge- fördert und zu Ehren seiner Gemahlin Nikäa genannt wurde. Der Stadt- plan war von viel bewunderter Begelmäßigkeit: er bildete ein Quadrat von ^e 4 Stadien Seitenlänge (zusammen 16 Stadien = 2838m); in der Mitte jeder Seite befand sich ein Tor, entsprechend den vier von hier ausgehenden Straßen (s. S. 163): im Schnittpunkt der vier Straßen stand in der Mitte der Stadt ein Gymnasion. Die hithynischen Könige residierten nicht selten hier und später (S. 141) römische Statthalter, aber Kikomedeia (S. 158) rivalisierte mit Hikäa um den lUmg der ersten Stadt der Provinz. Auffallenderweise wurde schon im i. Jahrh. n. Chr. an der Stadtmauer gebaut (S. 153). Der Jüngere PUmns (S. 141) stellte das Gymnasion wieder her. ffadricm be- suchte die Stadt (123 nach Chr.) und sorgte vielleicht für die Befestigung (S. 1S8), und ebenso nach einer Eroberung durch die Goten (259) Claudius II. GotMeus (266; 8. 158). Der Astronom ff^par^ und der Geschichtsschreiber Dio Cassins sind Sölme der Stadt. In christlicher Zeit Bischofssitz, bewahrte die Stadt ihre Bedeutung und war Stätte des berühmten Konzils von 325; im kaiserlichen Palast wurde die Sache des Arius entschieden. Justinian ver- schönerte sie, schenkte eine Wasserleitung und Bäder „am Halteplatze der Fuhrleute**, die an einem so wichtigen Straßenknotenpunkt sicher zahl- reich wdren. Gegen die Sarazenen, die 737 mit einem ungeheuren Heere heranzogen, verstärkten und erneuerten Leo der Isaurier (717-741) und sein Bruder JEoMlanM» die Befestigung (8. 153). 787 tagte ein zweites Konzil in der Hagia Sophia (S. 154) und sprach sich für den Bilderkultus aus. Die Stadt blieb ein Hauptbollwerk gegen die Araber (910). wurde aber 1074 durch den SMan Stdehnan von Jtonium (S. 167) erobert und unter ihm und KiUdseh Amsian eine Stätte seldschukischer Kultur. Die ersten regeUosen Angriffe der J&wit/Mfw (8. 158) wurden abgeschlagen (1095). 1(^ eroberten sie unter Gottfried von Bouillon nach langer BAl%c:etun% q\a &taAt^ mußtAtL ai« Jedoeb den teenloMn Bruntineni iSkbesVaBanik. 1>\% ILVasröÄäÄ^xov^ w&. ^'ä Settern war dunäl» ent gehmg«&, als «ÖLe-ßnaaiÄsvw^ÄXASSA^^ ^^^^ enge nm OmDUk in den Is^-iee sftiog^ii \a\X«&\ ^äöi^vJxXss«t^ ^»» vs» [. boi aar Belaganmg von Byiani wiednrholie (S. 31). Di« I nur bis inni PrredEn im J. llüfl ilin Bjssntinern, wurdB »bei 1 lurückeewonneii iinä von Ttuadar La4tarii nsch dem VtrloBe inapel sn die LUemer (S. 81) im Besidenz der nsträmlHlxui Ie3 Patriarchen erbnben (1504-1309). _ Um i33U k»m tit dun* ^«^ i^fJci* n-euKäJi bei beiden Orwn Rerte naehNticäa. ISNIK. 11. Boute. 158 (10 St. eu Pferd bis Gemlik) sind bedeutende Sparen Torhanden und An ihr befindet sich nach 3 St. unterhalb von MutUtfaU eine griechische und lateinische Inschrift über eine Erneuerung des Weges durch Kaiser Kero. Der nördl. Weg teilt sich später vierfach. Die eine Absweigung führt nach W. in 8-9 St. nach BeuarHäi am Westufer und weiter nach Oemlik. Von den drei anderen Abzweigungen ist die eine, die nach K. geht, eine alte zum Teil in den Felsen geschnittene und gut erhaltene Bömerstraße, die um den Baschkires Dag (li32m) über das alte Libon und Eribolon nach dem heutigen BoffUehedschik (S. 168) und nach Nütomedeia (Ismid) gelangt: auf ihr zog Oottfried von Bouillon gegen Nikäa (S. 151). Die zweite Abzweigung führt nach KXW. nach Karamursal (S. 158), die dritte nach KW. über Kis Derbend im Tal des Eirk Oetschid Su (Drakon) nach Dil Bumu (S. 158); auf dieser Straße und an diesem Orte wurden die Vortruppen im I. Kreuzzuge (Gauthier-sans-Avoir) vernichtet. Von Kikäa zog das Heer Gottfrieds auf der alten Straße (S. 152) nach Levki im Sangariostal (S. 159). von dort erstieg es in zwei Haufen die Hochebene und erzwang durch die Schlacht vom 1. Juli (S. 160) d^n Zutritt; von Doryläum (Eskischehr, S. 160) ging es in einem wegen der Ode mörderischen Marsche direkt nach S. über Seid! Gasi (S. 161) nach Tschai (S. 165) und dann südl. um den Sultan Dag (S. 166) herum, weil dort mehr Wasser war (S. 166), nach Konla (S. 167), weiter nach Eregli (S. 161) und über das Taurusgebii^e. König Konrad m. ver- folgte 1147, auf dem II. Kreuzzug, von Kikäa aus den gleichen Weg (S. 160). Über den in. Kreuzzug vgl. S. 166. Das Sebenswerteste vom alten Nikäa ist die an die Mauern von Konstantinopel erinnernde, verfallende und teilweise überwacbsene Bbfbstiouno (Rundgang 2-3 Stunden). Von der alten grieOnUchtn Befestigung der quadratischen Stadt (S. 151) ist wenig erhalten (s. unten). Die rOmUchm Erneuerungen unter den Flaviem im X. Jioirh. nach Chr. (S. 151), von denen das Levkä- (im O.) und das Stam- bul-Tor (im NW.) sprechen, im ii. Jahrh. unter Hadrian (s. unten) und im III. Jahrh. durch (Claudius Gothicus. von dem das Jenisdiehr-Tor (im S.) und das verschwundene Seetor (im W.) stammen, veränderten das Quadrat in ein Polygon von i^7m Umfang. Die Byzantiner setzten die seitlichen Türme vor die alten Tore und das Mauerwerk auf sie und änderten und erneuten viel. Die schönste aus alten Werkstücken gebaute Strecke der Westmauer stammt nach der erhaltenen Inschrift von Kaiser Leo dem Isaurier (S. 154). Ganz bedeutende Stücke aber von Mauern und Türmen (besonders im S.), die Toi^ebäude vor den Toren und die ganze Vormauer sind erst 9dd- »ehutiich (S. 151). In diesen Teilen stecken die zahlreichen antiken Reliefs und Inschriften und stellenweise Holzbalken. — Die Innenmauer ist 10-18m hoch und 5 -7m dick und hatte oben einen Umgang und Zinnen. 108 gerundete und eckige, mehrstöckige Türme springen aus ihr vor und sind von der Stadt her zugänglich. Vor der Mauer liegt ein 16m breiter Umgang, davor eine niedrigere Außenmauer mit 130 runden Türmen und ein Graben. Vom Gasthof (PI. a) gelangt man in ostl. Richtung (\^ in 10 Min. zum Osttor, dem Tor vonLevkS(Pl. 1). Das alte Tor (um tO nach Chr. ; S. 151) erinnert an romische Triumphtore, hat r. und 1. Nischen und ist tief verschüttet; innen und außen auf dem Fries ist die Bau- inschrift aus flavischer Zeit angebracht und außen dazu die Hadrian's (S. 151). Alle Vorbauten stammen aus byzantinischer und seld- schukischer Zeit (S. 161). Vor dem Tore endet r. ein Aquädiikt mit niedrigen Bogen, dessen Anlage auf Justinian zurückgehen soll; unter ihm läuft der Weg nach Mekedsch^ hindurch (S. 155). — Man gehe nach L (N.l vor der Mauei hin xmdi iiWi\i Vb '^^^ ^sajS^ s^sä Msuerlüeke (PL 2) wieder hinein. Innen x. «\n««i%'ö«X\i^XKt'\?5i^ dss üefvenehütUU heUenistiBche Nordior ^\.^^.,%sä^^^«o:^^^^^ 154fiou(elr. ISNIK. VonNikaa ohne MürtuI mit geTsdem oberen AbechluC (%goOi bieit) ; getsdeani dl Grüne Moschee (9. )5ö). — Nach r. (W.) an der Innenseite wdter,i(tt die byxsntinlBi;1ie Art des Baneni am Feldstein- nnd ZiegeltchicliMä gut zu beobachten Ist, zum Siambvt-ToT (Fl. 4) im NW. Es sleioU d?m Levkä'Tor und trägt dieselbe Qavlsche Inschrift, ater nidlt dit hadrianlache; an einer epitecen Innenwand eine groß« Maske. — El« langes .StDck der Westmaaer (PI. 6) iat ans gioGen Blöcken Bchän ge* schichtet nnd verdankt nach der Insohtifl oten im Tnrm Leo dent Isanilei seine Entslehnng (S. IBll Man tteH dorcb ÄieTurmtüc 1. (lUdl.) hinler einer hier heraotret« Lebmmsner blaini und betracble auch die ichiine von üppigera Giikn vetdeckle AqBenteite. Der rolgende Teil ist stark leratBrt nnd das See-Tor (PI. 6; to| Claudius Gotbicns, 3. 15i) veitig iura eil wn n d en ; yoi ihm im Sea Reste eines Molo. Wenn man von hiei stis nach SO. schrig doieS das alte Stadtgebiet enm vierten Tor eeli*i durch das man elnfoh^ so trifft man im Acker die Impoeanteu Reste des Theateri fPl. 7l ■ mfichtigo schSn gefügte Gewölbe, die schräg nach unten gehen luul den ZnBchauerraam tragen, da kein natürlichei Abbang m Oebotä stand; Plinlus (S. 151) klagt einmal über die ungeheueren r kosten bei dem schlechten Untergmnde. Die Stadtmaner läuft vom See-Tor naoli S. bis lu einem waltigen Ecktnrm, der von den TQrken nach einer Sage Kit Kvüsf (MKdchcnturm} genannt wird, dami mit einer starken rechtwinkligen Einbiegung, bei der der Hauptaiigiiff der Kienzfahiei erfolgte, nach 0. znm JcaiKbehr-ToT (PI. 9), dessen Sltester Teil nach der Inschrift vom Kaiser Claudius II. Gothicus (269 nach Ohr.) erbaut wurde. — Die SO. -Ecke der Befestigung ist besonders stark und mit mehrerea Türmen bewahrt, deren einen (PL iO; Ajlat Stratijoi KuUsC j»- nsnnt) mm etateigen kann, um Einblick In die innere Konstruktion ZV gewinnen und oben eiuen schönen Ausblick ru genießen ; au Wänden geringe Spuren byiantinischer Fresken. Von den alten btia.mtinisqhbn BmoHBN haben sich »wel ei^ halten. Die eine liegt am Westrand des heutigen Orts nnd am Wega zum Gasthaus, wenn man von Jenischehr kommt: die *flagia BofhiM (PI. 11), einst Metropolis andyersammlungBraum des zweiten EonxUl (S. 151), von Orchän in eine Moschee verwandelt ond Jetzt Ruin». Ea war eine dieiseliifdge Basilika ; r. and I. neben der Apsis liegen kleine kuppelgedeckte Räume; im r. Roste von Wandmalereien. — Die Kirche äet'Kotmais Us PanapiailTl. 12) dient noch heute Ihrei allen Zwecke and iäBt noch trotz vieler Umbanlen und Emeuemngt die alte Anlage (vm.-ii. Jahrh.) erkennen. Vom Gasthof kommt mia (erst I. bis ior ersten Wegkreuzung, dann r.) in 3 Min. bin. In dn« breitete Straße ragt vor die Hofmaner die kleine auf zwei Säulen nbende ForisIIe hinein. Vor der tielei Weteoden Kirche selbstileht ateh ein MohdAcb hin dag aul iwei8i^\eiv ■raiiWtÄtAüuraiTiÄfli.V ^tnnter Ist da« alte Mauerwerk nn teet^a eAiAWo. tai -Shöm ^"galten, die im ii. Jahrb. -«om patrlolui tiV\it?^i.o^™l?..V^W^l tut Anatol, Bahn. ISNIK. 11, Route, 155 stiftet worden sind. Im nöidl. Anbau des I^arihex das Grab des Märtyrers Neopbytos. Die Anlage zeigt einen zentralen Kappelraum, der auf vier Pfeilern ruht, und zwei Seitenschiffe mit Tonnengewölben. Der alte Fußboden ist teilweise erhalten und mit alten Schranken-* platten geflickt; im Altarraum noch die slten Mosaiken. Im südL Seitenschiff das Grab des Patricius Nikephoros (xi. Jahrh.) mit einer Platte aus lichtdurchlässigem Marmor. Einige Min. nördl. (man geht die Straße zurück und geradeaus) erhebt sich das schönste mohammedanische Gotteshaus Isniks, die *Jeschil Dschami („Gröne Moschee", PL 13; 1. vom "Wege zum Levke- Tor, S. 163), die von Chalreddin, dem Großwesir Murad's 1. 1384-89 erbaut und im vorigen Jahrh. wiederhergestellt wurde. Die Vorhalle öffnet sich in drei Arkaden, die auf zwei Granitsäulen ruhen; rings hemm sind feine Marmorschranken angebracht. Prächtig ist auch das Portal und die mit Inschriften umgebenen Fenster r. und 1. von ihm. Das Innere ist kaum sehenswert. Am Minaret grüne Fayencen. Neben der Grünen Moschee liegt eine verfallende Medress^Q) Schültschik und weiter westl. im Dorf die Earef 8ad€ Dschami mit schönen bunten Fayencen an den Wänden der Vorhalle und der da- neben liegenden TürhS und am Minaret. In der Nähe die uninter- essante Tschatal Tscheschmi Dschami und alte türkische Bäder. Auf einem der Verberge im O. liegt, »A St. vor dem Levk^-Tor, eia mächtiger römUeher Sarkophag; schönster Blick auf Stadt und See. 4km nördl. von der Stadt (etwa V« St.) steht am Gebirge bei ElbetU der interessante Obelisk des Catsius (Besch Tasch), aus dem i. Jahrh. vor Chr. Von Isnik nach Mekedsch^ (SVs^t; S. 151). Die neue Landstraße von Isnik (aus dem Levk^-Tor, S. 163) nach Mekedsch^ (ca. 30km) zieht sich in einer teilweise fruchtbaren aber einförmigen Senkung zwischen Bergzugen gen 0. Nach 1 St kommt man nach Kamardscha, später allmählich auf die westl. Grenzhöhe des Sangari- ostales. Auf der Paßhöhe (400m; 3 St.) 1. Blick in das Tal des Papas Su und geradeaus in die weite Ebene von Akhissar TS. 169). Dann hinab, über den Bahn sträng und zur Station (3^2 St). Melced8ch^(ß. 1 69) ist ein armseliges Dorf in der Nähe einer kleinen byzantinischen Feste (Mekedschi KuU), die den Weg nach Nikäa deckte. Pferde für Isnik (Nikäa) sind vielleicht im Han zu bekommen (2-3 Medschid). Aber Wagen muß man, wenn man von der Anato- lischen Bahn aus Nikäa besuchen will, in Levk6 (S. 169), wo es 2-3 gibt, telegraphisch bestellen und nach Mekedschi kommen lassen (nach Isnik und zurück ca. 50 fr.), oder von Levk^ auf schwierigerem Wege direkt nach Isnik fahren. IS. Die Anatolüohe Baho. Eine Bereianng der Aiiatolisclieii EifleiiTjahnlliiien fvgl. die Eisenbabnkartc am Schluß des BBiidee] lohnt wegen der Undecliifl- lichen Schönbelten, zumal auf dec Strecke bis Eakiscliehr, und wegen der Reäte antiker und beeondeia feldschalilaclier Eutist, die sich in Angora und Eonm und Eonst erhalten haben. Erschwert wird die Beisa TorlÜafig dadnrcb, daO die Züge langsam fahren and nni >m , Tage verkehren. Aber durch die Errichtung von Bahnhotels in Angora und Konia ist gute Unterkunft geschaffen wordea [^1904], wie eie in EEklEChebr sebon seit lancer Zeit zu finden war. Die Bahnstrecke bla Ismld wnrde ISZS CTäfTnet, gewann aber erst Be- deulimg, nachdem sie von der GeaellBchaft der Anatol Ischen Bahn Sber- Dommen worden war, die eich nnanzJell beaonden auf die SeuUche Bank in Berlin ilUtile. im war die Kebenbahn bli Ada Basar hergesIslU, 1893 die Strecke bis Angora IS'JG bis Koala. 1902 wurde die Kaueuliui fUf die WeilerfOhrang >on Konia bis nach Hciopotamien („Baedid-BBlm'') a^ teilt und 1901 die ersten 2U0km bis Eregli (S. 171) ToUendet. AusgangBinuJd der Linien wurde nicht Bkutari, sandem Hajdar Pascha (B. 129), wo die OsmO- Bchaft einen sicheren and trelTilch ausgeatattelfn Hafen angelegt hat. Oeneial' direklor bis 18Dfi Gehelmrat Dr. Zaoder, Bein fileUverlreter £. Hnnmhi , (Bureau neben der Deutschen 1-asl, S. Bl). Zelteinteilung: dlePahrt bis /unuluod larück laGt sich in 1-aTagea ' ansrübren. bis EMicMUr in 3Tsgen. da Eakiscbehr selbst oicbls bietet, bis.)»- gora iul-STagen, bis fMia inäTagoo, bis Aogora nnd Koala In 7-S Tino. In drei Tagen kann mnn auf der Auatollichen Bahn (b« Aflun Kark- blssar B. 166) and der Bahn Smyroa-AHun EarahissaF (B, 20) Sn^nta H Lande erreichen: in Eihitduir (S. 160) und aidiat (S. üiS) ist Nachtquartlw £u nehmen. ~ In einem iweitsgigen Bltta läQt sich TOn JJlim £ibiiMiw- (S. 218) oder von TuAai (S. 166) nuB die Bahn Bniyma-lliair (R, ISa) und la Eiisammen wenigstens 6 Tigen Smi/rna erreicbeo. Für Fahnen Über Ismid hinaus bedarf man eioea Tesker^ (S. xr) und für jeden folgenden Aufenllialt von Eakiscbehr aus (Angora, Honia und \ lurück Eakischebr, KonaUntinopel) ein Visum desaelben (S. xv). Eueo und Trinken sind für die Fahrten mllianehmen. Abfahrt: Ausgangspunkt der Bubn ist Haidar Pascha (S, 129). Znnt AnicbluO an die Züge fahren von der Kenen Brücke (PI, B 4, B) BeM Dampfer EnmBabnhorHaidar Pascha, für 1. Kl. l'/iPI. S., D.Kl. 1 Fl. 8. (Fahrplane nach türkischer Zeil in den ZellUDgenl, Am Bahnhof BcTlaion lon TukerJ und Gepäck ; ebenso bei der Rückkehr. k (9. 1^ reichi der Lokalverkehr mit täglidi 10 ZügEO eiiongea); bia lamid verkehren täglich 9 Züge: I. Kl. „ , Bold. Jensen L«mid ein Zug täglich: von Haidar Pasc»« Mekedschö {8. IM) I. Ki. 831/., n. kj. jgii, pi. u bis LevM I. Kl. «H/,, " - " ..-....■. QiLu.Kl.'W/tPi.Q.iWsAngoim siirs'i , . jhrl. Kl. 150Vh, U.Kl. W/iPi. Q,:l)isAngon 1. Kl. 2831/,, IL KL lU'/i "■ O. i bis Konla f. KL SBOi/i, II. KL ISÄ/i PI. G. i vonEiWschC- >■ • ' ''• '™" -«., W- ~ - Lkl' 1781/., n. Kl. Wh PL O. ; von Eskisohehr a. Ton Haidar Paacha bis Eikiaeheiu. Haidar Faatha s. S. 129. — Die Bahn (bia Ismid r,, dann I. Bitzeii] umzieht die Halbinsel des alten BUh^iilen zuerst nahe dem Marmaia- Meer and bietet prächtige Blicke aut Staui^uY, i^e'SAowsiiitiv^Ti'Mii, "c4 3., den Saiuanli Dag (S. läQ") wi ieu Ct\im-s ^% A«SV 'Ohw Sbeae, die bia Pendik heute wie In \i-siiattrt\sc.V«tXc\'.'"iv.-* —•^ GEBSE. 12, BouU. 157 häuseni, Gärten, Weinfeldern nnd Äckern eingenommen ist, verengert sicli naclilier. Die meisten der ersten Stationen sind ancb Hsüitepnnkte der Lokaldampfer (S. 137). — 3km Kisil Topräk; dann Bifkirkation (Zweigstrecke nach Femr Bafftschi, S. 130, 2km). — 6km Oosiepi; 7km Erenkiöi (einst Anoratos) ; 10km BostandschÜc ; 16km MaltepS (das alte Bryasj am FuB des Mal Dag; 21km Kartal (Ghartalimen) am Kartal Dag (Aidos; Ö27m). — 26km Pendik (PanteicMon) ; hier hatte der Feldherr Belisar einen Palast, in dem er auch starb (666). — Die Bahn läuft weiterhin öfter dem Meere femer. 3ökm Tusla (Quarantäne-Station, Mineralquellen); der Ort liegt ca. 2km südl. am Meere (S. 168). — 46km Gebse (Daklbyza ; türk. Gebis^ oder Gcgbüsf). Die Stadt erhebt sich 1/2 St. nordöstL am Kos Dag (300m) und besitzt byzantinische Altertümer und eine prächtige, mit Fa- yencen geschmückte, yonMustapha Pascha, dem Großwesir Selim*s I., erbaute Moschee (1619). Oleich 8ädl. von der Bahn stehen anf einem Hügel („IkiSelwi*'; 162m) zwei Zypressen, zwischen denen angeblich ein türkisches Grab liegt. Diese Stelle wird fälschlich als Grab Hannibals bezeichnet (s. unten). 5km südl. von der Station Gebse liegt am Meere der große griechische Ort Daridscha (S. 158). Hinter Gebse überschreitet die Bahn auf hohem Viadukt ein Flußtal; r. ein kleiner Hafen mit schönem Grün und östl. darüber die grünumrankte Buine der byzantinischen Festung Filinkir (türk. Eskihissar), das die Einfahrt in den Golf yon Ismid beherrschte und 1423 fiel (zur Station Gebse V2 St. zu Fuß). — Die Bahn läuft weiterhin meistens dicht am Meere, streckenweise in Einschnitten, und gewährt schöne Blicke auf die enge Einfahrt in den Golf zwischen dem Kap Kaba Burun und Dil Bumu (S. 168), tief in den Golf bis zum hohen Gök Dag (S. 169) und auf das malerische grüne Bergland am Südufer mit seinen Ortschaften (S. 168). — 66km DU Jakelesf, gleich Jenseit Kap Kaba Burun. Westl. vom Kap an der soeben durchfahrenen Küstenstrecke bezeichnen zahlreiche alte Reste die Stätte von JUbyua, der bithynischen Stadt, in der Hannibal (S. iU) 183 vor Chr. Gift nahm und sein Grabmal gezeigt wurde, das Septimius Severus prächtig erneuerte. Jenseit der Station über den Dil (Libyssos) nach (60km) Tau- aehandsehik. — 64km HerM ( Charax)^ schön in einem Tale gelegen, mit Weinbau und einer kaiserlichen Seidenfabrik. In der jetzt zerstörten Burg Ankyron dicht über der Bahnstation starb Konstantin der Gr. (S. 79) und nicht allzufem in Ewikiar T9«hafH Moham- med n. (8. 81). 74km Jarindscha; 81km Tütun TschifUik; 1. im Hintergrund der Tschin Dag (637m), r. eine Halbinsel mit der Spitze Seitün Burnu, die den Golf noch einmal verengt — 84km Derindachi^ an tiefer Bucht und daher mit Hafenanlagen und Getreidespeichern der Bahn- gesellschaft — 92km Ismid, Von Konstantinopel nach lamid t^ S^&^1ÖM^''«^^^^*^ lim Sommer pliomt er wubl den Kurt direkt nicb S. und. ludet (1 St.) in JalBica, das in Echoner grünür Ebene sich auebnilet und Hafenart Cor flie »lelbesnclilen, IVi Bl. iqdweslJ. (Wigen 30 Pi. fi.) präcbüg gelegsnea wumeo Adiltr im Kurs iai- l" der Areonautansaee wird der Ort PtOlt geumit^ Uer ivurda dflr BCbijnc Hjliu von ileo I4ympfae& garbabt- Au ramiaeier Zelt sind Keslc y— '^'' — i.~i.~- j:. .i-.-. ir~: — :_ u.i.— und KonituiUii i. Ot. besui (in ca. B L_ -, null Hruau (8. 1*0) gelangen ooer sucu ™ . und HU Wigen voq dort nacb Niki» (H. IM; NKb 3 Stunden ilofMicAa (Bknisüdl. TOn < (AretiA)i 3km öiU. die Enine Eikihluur (a. IST). Du SchilT pudert engste Stelle dea Oolfei es» Imiä (im AlleHum Qalf lon Aalakoa nuh >w -1. Gltdl) iwfacben dem Ka.p Eat>a Burnn (AIeIbIdI) und DB Bnnift -- - den Verkehr (StmBenKliMikto, S.lB3)wliAllg«' r — =■ '■■ J'e ilte Sleielnnf hlcD ntebelBonder Brif «■«*>, BätnofBHt, lor Zeil des I. Kreuuoges (S. imi KOtM (OTltol]. IMr SiBnOt' ßhrl nach SO, nach Saranmriat (Prändöi) und welter u der SUkUI« EQUangi aal ihr Erskll und dsrixbei Tep^HM, EimdtcJia, EaUdtrI und habV Biinaadirl und du groBe BofUchediMi (IVi St. >un der KOite). Bio Sarir kü«le ul auf S, IDT beschrieben. Hadi S St. von Kuamoraal Iimid, Ijanto- steUe 10 Hin. vom Bahnhof. iBinid (2m 1 BahnresUmr. , aber kein eutopäiaeh geführtes Gnet- haus). Die Stadt mit äiei 2d000 Eln^olinem deiit sich Tom Hesi wie In einem nach S. geöffnetem Thealemum im Beig empor. Sta ist Sitz eines Muteeanir [Regiemagspräsi deuten), eines eriechlschen und eines armenischen Erzblsciinfs und seit alteis ein wlcbtigei Uarktplatz für KoiieUntinopel ; das Klima ist ongesond. Geschichte. Der Harne Iimld Ist, wie der Ton Imik ans ITlku (3. iSlL ■US dem der Stadt Klkomedeia hei ~' " " a., auf ) liegt 1 Elegenen von Lysimachoi leratnrten Attakot odec OIMo trat. Die Ouoat da «e vetschaBIe der neuen Stadt eine dauernde Blüte. Kacb dem Tods NitemiW JII. (3. fU) wurde sie römische Kolonie und Sitz de« ■ ■ ■ StatUiailer]. Der Oesehichtscbreitier Anlsn wurde hier gebr — Zeit Traiatit ial durch die Briefr '-- "■■— --•" '— -' (B. IM) mancbes über Ihre Bau« JMBK>(™t bielt gern hier Hof. 1 Stadt, aber bald plündsiten sie Per.'er und Goten, und ein fnTchtbarea Erd> beben (SaS) lerftörte sie. Im vi. Jihrh. eah sie unter JiaIMm noch beraei« Zeiten. Um 1390 Hei sie in die Hände fiulfan OrAitit (S. 111). Unmittclbarüber dem Bahnliof steht ein moderner Ubrtuim; dort liegt ein verfallenes Schloß des SultinB Abdul Asie und dort lag wohl der alte kalaerllclie Palast. Auf der Höhe sind Beete der liyzan^ tinischen UmfassungBrnaaem erhalten. Die Mosc.heen [eine aiu den XVI. Jahrb.) und der fiagai sind imbedEQlend. ÖsU. vor der Stadt beJ Basch (Imbahei) beAnden duh Zisternen aus byzantiaiediet Zelt, Hinter Jsmid durchfahrt die Bahn ä\e tncbtliare, mit QirUa, Mautbcerpaantangen, M»IslBldern,\Ia\4 \uv4ä'ao'B^'\«5.'«^^«i"^^i«« iiiiechsn dem Oolf von Isitild und 4em See itmViiV--^""'^' *■"-• y«rbladuitg Jurcl) einen Kanal seit lern Wlettuni Bahn. LEYK£. IS. BouU. 159 -veifludit wurde). R. steigen waldbedeekte Höhen empor som Gdk Dag (s. unten). 111km Bojük Derbend (37m). — Die Bahn tritt an den See von Sahandseha (im Altertum Sophon)^ ein schönes Oval -von etwa 16km Länge und 6km Breite, reich an Fischen und Wasser- yögeln. An seinem Südufer (126km) 8dband»cha (37m), mit 3000 Einwohnern, das alte Sophon, Östl. Yom See (131km) Hamidii (36m) in der weiten Ebene des Sakaria (Sangarios), Von hier Zweigbahn nach (9km) AdaBatar, mit aber 20000 Einw., einem wichtigen Handelflzenirum mit einer Musterschule der Bahngesellschaft. 3km nördl. von H&midi^ (Wagen hin und znrttck etwa 2 Medschid) f lihrt Bwischen der Bahnlinie nach Ada Basar und dem See über den Tichark ßu die Sophoii-Brüeie (Pontogephftra^ türk. Bach Söprü), die Kaiser Justinian 561 erbaute. Sie hat acht Bogen von je etwa 23m Spannung, ist im ganzen 435m hmg und gut erhalten. Kach einer jetzt verschwundenen Insehxift und der Stellung der Wellenbrecher auf der N.-Seifte muß entweder der Sangarios, der jetzt 8km östl. zum Schwarzen Meer strömt^ einst unter der Brücke hin- durch zum Sabandscha-See (s. oben) geflossen sem oder Ju3tlnian beabsichtigt haben, ihm diesen Lauf zu geben. Hinter Hamidi6 geht es sQdwSrts auf den Sangarios eu; bald hinter einem Dorfe I. (östl.) die Ruine einer byzantinischen Festung, die den Eingang in das Engtal des Flußes sperrte. Über den Fluß und hinein in das 13km lange malerische grüne *Deßlee von Balaban, in dem zwischen dem OöJc Dag (1640m) und dem Aksophu Dag Platz für den Fluß, die alte Straße und die Bahn bleibt. Durch einen Tunnel und über den Fluß nach (167km) OewS (70m), einst Tata- ion, 3km südl. gelegen, mit Seiden- imd Baumwollenkultur. Südl. von der Station fuhrt auf einer teilweise zerstörten, Ton Bajesid (8. VT) erbauten Brücke die alte Karawanenstraße nach Angora über den Fluß. 6km östi. die kleine Stadt OrtakUH. Die Bahn tritt in die fruchtbare Ebene yon Akhissar und führt an ihrem Nordrande nach Westen. 169km Akhissaf (79m). — Dann wieder in südL Richtung. 183km MekedaehS (86m; S. 166). Über den Ausflug nach Isnik (Nikäa), den man auch von hier aus machen kann, ygL S. 149. — Bald hinter dem Ort die Grenze zwischen dem Sandschak Ismid und dem WUs^et Khodawendkiar (S. 141). Das Tal wird enger. Zweimal über den Fluß, der in einer Schleife nach W. ausbiegt 197km Leoki (102m), im Altertum Leukä; das Städtchen mit 6000 Einwohnern, Seidenraupenzucht und Seidenhandel, liegt 2km westl. von der Bahn. Ausflug nach Isnik (Nikäa), s. S. 166. — Die Bahn geht, da der Sangarios aus einem ganz engen Tal von SO. her kommt, 12km hinter Levk^ in das Tal eines 1. Nebenflusses, des vom Eandili Dag kommenden Kara 8u^ über. Auch dieses Tal ist eng (r. westL die Stätte des alten Mtlangeia bei Gülwiran). Die Bahn überschreitet den Fluß vor (216km) Wedr Han (149m). Es folgt ein wildromantisches *Defllee zwischen bis zu 100m hohen bewachsenen und kahlen Felsn^den, das die Bahn neben und über dem Fluß (11 Brüeken) durdizieht; ein TuimeV. ^„^ 233km äUedsehäc (295m). I^. ^om ^aSwjJwil ^hA\>^^ ^'^^t*^^;^^ Büedaehik (igs alte i^rttlon?, \>7Mn!L BeVAtonvo^ %^%\.Xä56. ^^ 160 Sovtc la. ESKISGHEBB. Anatotücht veitl. BTu Fuße des Ahiir Dag, liat über 10000 Einwobuet und iit die HanpUUdt des SandscbakeEitogtul, Es besitzt Seid enspinneiden und Webereien. Von der byzantinischen Borg eind nuT Reste toi- iianden; OsmsD, EttogiuU Sohn (s. unten), naiiDi sie ein, und dlg »ihöne gefaiigene Griechin Nilphnr (ß. 143) wurde die GemshUa ieines Sohnes Orobän (9. Ul). Etwa adkm im SO. liegl Böiüd (Thebaiia»), lot der Erobenioe r Blledirbik S[U Ertogruls. des Stammialers ätr oamsnischen Djnutiei aifa Grab, iD dem die (Jsniiuien wallfuhrten, isi yerwahtloii. Hinter Bilede Chi ti wird die Steigung stärker; um sie za fl winden, wendet sich die Bahn laerst nech 3W. in äss T»t de« Sotgv» Bu, der zum Kars Su QieGt. L. unten liegt Köplü, ein großer Ort mit Tlelen Seidenspinnereien (8Ü00 EInwobi\er). Weiter auf dem ISOn langen Viadukt [7BogBnvou35'/äm) in einer Kurve übet den Sorgnn So, durch das Dorf Pekdtmir, duich tnol Tunnel und in das Ku» Su-Tsl zDrQck. L. tief unten siehtman wieder KöpIQ («.oben}. Dann über die schöne Brücke von KSpiü Saiehkiöi [von 127ni Lauge unl 3Öm Eöle); 1. unten in immer grüßerer Nähe Fluß und Straße. Tunnel. Haltestelle Jaila. Der dann folgende Viadukt aber den Jaila Bert (90m lang, 35m hoch] war zeitnieise Infolge von Bergmtach uu- ■benotibsr und mußte Iti der noch ^othandeneii Kurve mit Tnnnel umgangen werdeci. Weiter durch 9 längere und kurze Tunnel, end- lich über den Kara Su. 250km Karakiöi (627m). Am Eara Su welter, dann in einem Seltental nach SO. 264ia Bos Üjük (740m ; das alte Lamtmta), mit 3000 Einwohnern, einet eebönen von Kisfm Faacbs erbauten Moschee und byzantiniicheu Beaten. In der ^i[lle altphrf^che Gräber von einer Niederlaiiong au dieser Stelle (vgl. S. 112). Hinter dem Ort öffnet siok, nachdem die Paßhohe gewönne» lat, die unendliche Daebe Hochebene, die zu- nächst vom Sari Sit (Bermoa) durchflössen wird, der weiter s.o. bei DorjrläuiD in den Fnreak mündet ; ao wurde denn lu dieser Oegenä die „Schlacht von Dor^läum" 1097 (1. Juli; S. 153) geschlagen und 1147 König Koniadsni. Heer veniiclitet (IL Kreuzzug). —381km 1» Önfi (83öin) j der Ort liegt 3tm wesü. unter dem Hang des TulUtduclM Bog, in dem sich zu Wohnetitten erweiterte Höhlen beünden; er w. "" erste Residenz Osmän's I. und besitzt eine Moschee von 1369. - 296km Tschukur Hinar (813m]. SlBkm BaMicIiehr {791in). — HevLsion du Takiri. — Gtsti Gailh. der Frau Tadi», r. schräg gejifn aber dem Biümhof, gnt: eiei pOehUnkhleleeraphlBcli Zimmer mbultllen; H, Kalif ka, Be» JOPLf H. Alliinns Kutaanl, diese beidtn mil griecbiacliep Wirten. — Waoi ip die Stadl 10 PI. S. Edtischehr, am r. Dfer des Pursat (S. 161), ersetzt an einer eelt uralter Zeit für den Durchgangsverkehr wichtigen Stelle daa alte ■Doryläam (Beste 3km nurdl. bei Sckar Ojük), das als byzantinischa Gremteate 1074 seJdschuklBili, U7b -«Veä« tii«.ta>ji\M.li und im Beginn des riv. Jahrh. osnianiBfh -wuidE. ■DVeSwiWM.'jWu.x.'ai« ^OOOEInwobncT, besitzt als KiioWn;p\inVt ^ctt\wso'ü»1'O.V»i*1&^ Bahn. ESKISCKEHB. 12. Boute. 161 bleiben biet über Nacbt) ansgedebnte Werkstätten und weist drei Teile auf: die Oberstadt am Berge, die 1903 von einem schweren Brand heimgesucht wurde, einen Teil mit Läden, warmen Schwefel- bädern, Oaf^s, und die neue Bahnhofsvorstadt. Die 7-8 Moscheen sind ohne Interesse; darunter die Kurschunli Dschaml von 1515 und eine ältere von Hadschi Ala-eddin. Wichtig ist der Handel mit Meer- schaum (Wert der jährlichen Ausfuhr 1 Million Mark ; Gruben s. unten); einfache geschnitzte Ketten und Zigarettenspitzen werden vielfach angeboten. Die Gegend um Eskiscbebr ist die» Wiege der osmanischen Macht: süd- südwestl. (1 St.) li^ Svltanii, das Ertognu, der Häuptling der unter seinem Vater Suleimän IS^ aus Innerasien herajigezogenen Horden, vom Sultan Ala-eddin von Ikonium (S. 167) für einen Sieg über die Byzantiner bei Es- kiscbebr zum Geschenk erhielt, um die Grenze zu hüten. Von hier dehnte sich der Stamm allmählich gegen Brussa hin aus (S. 160, 160, 141); von Erto- gruls Sohn Osmän (S. 141) nahmen seine Angehörigen den Namen OsmanU an. 45km in nordwestl. Richtung Sögüd mit dem Grab Ertogruls (S. 160). — Zu Earaschehr (10km) vgl. S. 164. — ii/s St. (zu Pferd) sädöstl. iSeidi- Oasi (einst Näkoleia\ nahe dem Seüdi 8u; 120m über der Stadt ein ausge* dehntes von SuUan Ala-eddin erbautes Derwischkloster in maurischem Stil, in dem der Nationalheld Sei'di Gasi in einem über 4m langen Sarge be- stattet liegt; neben ihm ein Sarkophag, in dem angeblich eine Prinzessin beigesetzt ist, die in der Sage eine Bolle spielt und ihn, ohne zu wollen, tötet. b. Von Eskiflchelir nach Angora. Jenseit Eskiscbebr folgt die Bahn dem weiten, fast ganz ebenen Tal des Pursak (im Altertum Thymhres^ Tembris oder Tembrogios)^ das horizontal abgeschnittene Kalkstein- und Kreideberge einrahmen. Es ist noch vielfach unangebaut und wird nur als Weide benutzt. Die Bahn läuft zuerst nördl. vom FluB und überschreitet ihn dann (bei km 327). Im N. der Bos Dag; an seinem Südosthang und an dem Südhang des östl. anscblieBenden D8chumdikianD(ig(i000m) hegen die berühmten, einzigartigen Meerschaumgruben und in ihrer Nähe zahlreiche Dörfer, in denen die Arbeiter wohnen, die die Gruben in ganz primitiver Weise ausbeuten. — 337km Aga Bunar (775m). 9km weiter, bei Kara Üjük, die Stätte des alten Midiäon ,* im S. der Odachdk Dag (1430m). — 854km AlpOdöij jenseit des Flusses, über den eine für diese Gegend charakteristische Brücke führt. Später über den Fluß und nördl. von dem isolierten Höhenzug üswh Burun herum. 376km Bejlik Achur (754m). Das alte Galatien (S. 246) beginnt hier, das seinen Namen von den im Beginn des in. Jahrh. vor Ohr. eingewanderten Galliern (S. 162) hatte. Wieder auf das r. Ufer des Pursak; im N. hinter Vorbergen der hohe bewaldete Kartal Dag (1644m). 407km Sarikiöi (736m). Über 30km südl. (5 St. zu Pferde) )iegt Siumhiuar (Jtutimanopolis); 13km (IVs St.) weiter s.o. bei Balahissar die Ruinen von Peitinüs^ der Stadt der gallischen Tolistobojer, die durch ihren Kybelekult berühmt war; 204 wurde das KultbUd nach Eom geholt. Die AkropoUa i&\ ^xV^^'^xX^vt x£s^^%is^^. darunter die 0täUe der Stadt mit Resten ^eaT^^ÄjÄXÄ ^mCi^s \«A.^x«ü«a:t>., Väs Tal wild enger bis C434taA Bitscbct V:\^%m^n ^^^^ ^^^^^ weiter. 46ikm SasUar (ß&Bm), JeiiBfeitBx, €^u^V^xßs^^i^^^• ^^^^^^^ Bsßdeker'ß Kanätaatinopel u. Kl^nMleu. *^*^ n PM. An dieser wichÜguD Slell? l»e Jenseit des SangurioB d , einet Ijeleulende phrrgieche Stsdl, dum Statinn an der persiKhcn Kdaif» etF*De von Sardes sacb Su'S imd Besidüni dea SAtrapen, Winterqnaiite- Aleiander» dea Gr. [333; der eordisciie Knolen), apaler ohOB BedenniM Die StadUiiigel nnd die i&blreietien groDen nnd kleinen OrabhQeel dct piirfgischeu Herracber Bind \nn der Bmim kqs deuUicii erkennbar and etMnH- die Einachnilte. die von den AnsgriHiungen A. und l>. Kurte'« (IBOO) bB- rühren. Funde in Konsianlianpei {ß. 113) und Berlin. 46Skin Beßik Eöprü (688m}. Dicht hinter der SUHon wendet Elcb dl» Balin, fllierBchieltet den Sukuia and gobt in das TU eiaM Nebenbacbeg, des Qümüiehlü Txluii, übei. In ibm anfwlcls nack (iSMkni} Polatli [87fim), einem »rmaellgeu Dort bei reicbai kalln Quelle, und nocb höher (926m bei km 492); dsnn hinab in du Tu des SUar Su nnd weitei in daa seines naoptOnsaea, dee Et^ütü St [e. onten), der in vestl. Bichtung zum Sakaria sdümt — bWim MaU- mi (738m), mit Mineratqnellen. Im Tal des Engiiia Su aufwäiti nach (&53km) Siivtcbanftiüi (78Sm) und weiter nach 573km Angota. — ßevltlon de: Taiert ,- Vleum Tili die aäckfatait. - OiaTH.: Balinhofa-Hoteli H. Angora, Be« 10 l"i. S., mkDfe. — Wabd lum lelileren GaslU. (10 Min.) 10 Pi. B.; snm Beaucb der SclieDswärdielielMa (6Udt; Elosier). 2-3 Bi., etwa 10 Fl. S. Wenn die Tage lang Bind, genttgl der Kcal des NBobmillaga foUkODmo, alles (lu Wagen) lu seilen, und man kaen am folgenden Morien mirüelc fairen. Man besuche GOiA (3. 1B3) und Taapa (3. 163), fabre nach 8. duiA die SW<11 und hinauf durch die Zitaddlc (8. lB3)i dann loigck nnd am Olk- fuD hinter dem Berg herum dorcb das 7al des Tabbak Han£ Si anm Bim» und,urück(!3ai.). Angora (B48m; türk. EngürU; einst Ankyra), mit Ober 30006 Einwohnern, let UanpteUdt eines Wilajots, als solche Sitz dea Wilf, zweier srmeniseber Enblauhöfe, da die Zahl der Armenier seht groll ist, nnd eines griechischen Enbieohore. Die Stadt «lebt eich mU ihren von Manem amachloBsünen Haneem malerlecb am W.- und S.-Hang eines vulkanischen Berges hinan, nm den im S. der Inätekl 8u, im N. der Tnbbak Rani Su bemmfließe»; sie bilden xneammem mit dem noch welter von NO. herkommenden Ttcbibuk Su den En- gÜTÜ £u. In dieser Lage war die Stadt seit alters ein bedenteadei Knotenpunkt der Straßen nach Armenien, Fereien nnd Syrien. Be- rühmt Bind die Ziegen, die hier weiden, und Ibie Wolle ; aber Infolge der Ausfuhr der Zielen leidet dieser Erwerbezweig sehr unter dfll Konkurrenz des Auslandes. Auch die Angorakatzen siod bekannL Ij^in anderer Ausfuhrartikel ist die Gelbbeere (zuiu Färben). Dia Oetreideansfuhi ans dem reichen Hinterland nach dem Kisil Irmak (Maiyi) zn hat seit der Eröffnung der Bahn sehe zugenommen. OEJCsrcHTB. Ankyra wurde angeblich von Midai (8. i6B), dam poBi pbrrgiscbeB Herrseber desvii. Jiihrb. \0TC^i.,Se!,TäiiA^- Atuaadcr derQ niacbis hier Hall. Seit 378 vor Chr. etvia «M Kujot» M» 'a»n.«uta».\ « MliBcben riitaäaoM und vuurda Im BTtiatbin Kitovi '.™'J'™'£i'^ .L"''" eeoommeD. Im dritten miHira4aÖ8Ö*iiX.Aeft,"Q^^_ A«**^ »* <^« «.d »urde aj ior Chr. rlimlscb. Zur lö^ &« Av««««, *.™^<« Bdm. ANGOBA. 12. Eoute. 163 Tempel erstand (s. unten), nahm sie den Titel Sebaste an. Später liatte die Stadt als vorgeschobener Posten des römischen, dann des byzantiniflchen Reiches viel zu leiden. Kaiser CaracäUa stellte die Hauern wieder her; die Kaiserin Zenobia von Pcdmpra (S. lll) dehnte zeitweise ihre Macht bis hierher aus. In christlicher Zeit war die Stadt Sitz eines Metropoliten. Zwei Konzile (314 und 358) fanden in ihr statt. Auf die Angriffe der Perser folgten die der Araber, die im yii. Jahrh. bis hierher vordrangen und 685 Angora dauernd besetzten. 806 plünderte iTortm äl-Raschid die Stadt. Kach der Schlacht bei Doryläum geriet sie für längere Zeit in die Hände der Kreuzfahrer; erst 1213 ^raubten die Seldschuken (S. 167) den Byzantinern den wichtigen Platz. Diese verloren ihn um 1360 an die Osmanen. Am 2. Juli 1402 verfiel sie der Zerstörung durch die Mongolen^ die unter Timur (Tamerlan) die Os- manen unter Bajesid I. in derlTähe völlig geschlagen hatten; Bi^esid geriet in Gefangenschaft, und Timur lag der Weg für den Zerstörungszug bis an das Ägäische Meer (S. 197) offen. Aus der Mitte des xvii. Jahrh. ist noch eine^begeisterte Schilderung der «herrlichen^ Stadt erhalten. Etwa 10 Min. vom Bahnhof steht an der Hauptstraße der Unter- stadt auf einer rohen Basis eine hohe Säult (zusammen lOm} mit horizontalen Riffeln, Bai KU Minaret oder Säule des AugwUis ge- nannt. Sie ist viel jünger und vielleicht zur Erinnerung an den Aufenthalt des Kaisers Julian oder Jovian oder noch später aufge- stellt. Daneben der Konaik und die Post, Etwas höher (5 Min.) er- hebt sich der berühmte *Tempel des Avgustus und der Roma (S. 162/3). Wahrscheinlich war es ein Peripteros von 6 : 13 Säulen ionischen Stiles. An den Innenwänden der Vorhalle r. und 1. ist noch heute der Rechenschaftsbericht (»Testament") des Augustus in lateinischer und an der r. Längswand außen in griechischer Sprache zu lesen; die Inschrift wurde 1882 von 0. Humann (S. 247) abgegossen und von Th. Mommsen neu herausgegeben. Im iv. Jahrh. wurde der Tempel in eine Kirche verwandelt, später noch durch Erdbeben be- schädigt, für den Bau der neben ihm stehenden Moschee beraubt, auf der Südseite gänzlich verbaut. Aber trotzdem bildet er eine eindrucksvolle und wegen der feinen Ornamentik und Architektur augusteischer Zeit kunstgeschichtlich wichtige Ruine, die freilich dringend der Restauration bedarf, um nicht gänzlich zu Grunde zu gehen. — Neben dem Tempel (1.) die unter Suleiman dem Gr. er- baute Hcidschi Beiram^Mosehee (xv. Jahrh.) mit Türb^; vor ihr ein paar Löwen und antike Kapitelle. Älter sind die Amslem Han4 Dtchami, mit Türb^, und die JUewli Hani Dsehamt der tanzenden Derwische, beide in der Stadt gelegen und nicht sehenswert. Vom Tempel gelangt man südl. zum Bdsar; bei ihm sind die eingebauten Reste (Kuppelraum mit Hauptapsis) der byzantinischen (viu. Jalirh.) Kirche des H, Clemens zu finden, die im Grundriß der Koimesiskirche in Nikäa glich (S. 164). Welter durch den Basar nach S., dann nach N. hinauf zum Tor der Zitadelle {Kali; vom Tempel V« St. zu Wagen), dem obersten Teil der Stadt, wo die alte, drei- fache Stadtmauer am besten erhalten ist. 8ulta.\i kW^^^lv^^^i^^^ä;^^^ wieder her und noch 1833 I\>iaMm'Pa&c^Vab ^^xkk^pr^^Ä^ V^i»NS§S\. Sie besteht ganz aus antiken Besten utvöl V%\ ^t>\!L'^^i\i\^^^^^^'^^^^ SkuIptureiL In der Zit»d©llo ietast \\o\vn\iWÄ^^ ^^^ ^'^'^^ •usve.vsw«. IM Route 12. KUTAHIA. AjiatolUiAt Mosotee Äla-Bildins. Der bödiste Teil {im N.), za dem man nui zu VaS gelangen ksnn, heißt Ak KaW (, Weißet Turm"); hier Im N, zieliea sieli die Befestigungen den atelleil Hang zum Tabbsk Hin( Su hemntec, deaeun Wasser gestaut werden konute. Um die malerische Stelle zuenelcben, wo ein starker Tutm d tiefsten Punkt der Befestigung deckt, fährt man von der ZitadeUa n&ch S. hinunter und (1.) um den OstruD des Berges herum in du tiefe TU des Tabbak Hanc 8u. Ton dort selangt man weiter in i/a St. zu dem in der Nähe der .4i: Käprü („WoiBeu Biücke') aber dea Tanhibnk Su {S. 163) gelegeiion armenischen Kloster Wank. Hinter einem Narthei steht ein achteckiger dotch aiebeu Nisoheu ei "' ' " Bau, der von einer Kuppel bedeckt ist und dem sog. Tempel dar Minerva medlca in Rum gleicht. Nach der Tradition ersetzte er einea antiken Tempiil unil diente früher dem griecklBclkenKnlti derApoitel Panlui soll hier gcwdlt haben. In der Apsis icbone Fayencen; unter dem Fußboden angeblich gewaltige tiefe ünCeninme. e. Von EikiBchelu naoh Xonia, Der südliche Aim der Anatolleihen Bahn gelit anfangs im Tal des Puraak aufwärts in das Bügelland. L. ein Dorf und dann auf dcrHiihe die Regte der alten osmanischen Burg Karssokehr (S. 161). Über den FlnO und darch die KalkateEnberge und wieder über den Fluß nach (24km) JCäkdiche KüsÜi [630m) ; r. das Dorf und im Fell Höhten, die zu Wohnungen hennt?t wurden. Von neuem Bber dea Puraak, dann nach SW. In dem Tal aelnee (t.) Nebenflnssei ' ' ' Der^ aufwärts durch bewaldetes Hügelland, über Brücken and dnrdi Einschnitte und drei Tunnel nach (^ßkm) SabamUehi Bunar (95510).. Die Sgndsleiiibetge nehmen oft sonderbare Formen an. 67km Alajund (936m), am Ostrand der großen Ebene y Kutahia, die vom Puraak dncehfioisen wird. [d jeder BlchluDgi ...T. (kanni lohnen der) Ausflug vcm Esk'-'-'- ■• >'— v '-- • - ITag. Kiitiüii»(B39in; WasBD -— ■■- dos alle Koli/aim, lirgl im TaP alterlichen Burg mil • ■ ■ ■ uaioaDiBeh wurde. S-, .,,^- „-o^ r^ - --. - - die UUi J)uhami (tos 1411) und die Jilderin DithanI, auf dpr Bure, die mit HSiuero bedeckt lil, die Oüd i Ba!a DiOmnii (1^) und tine >lle HedFewf. In BlDergrlecblscben Kirche GrinnemngCDnn'akpolniKhen und ungariMlias puUlilcfaeo FliicblliDeD, die in der Uiiie das iii. Jabrh. liier lugBre Zett leblcn. Die illbetUhmte oacb perslacbea UiuleiD arbeileode Faience-Ia- liiulrle ist atirk EurackEeganeen und ivlril in kleinem BiusbelriFb erbalten. Usneben TeonlctiHetaeieii iuiFuhr von ,KU* [SeirenBlein), n KuUbiD Ticünadlr ÜUiar bei den Ruiuen des alte« .S. iU). Zwei rümiacbu Brücken rubren Unilbei iD naiKhen Zeui - Tempel Tnn K : IS Sänlen, der ron Uadriaa o'/siferaer^ulelll worde, AuQerdem nebl ft\c%n\ne Ata Tbeilera and danc die das Stadion. Jeiisei tAlajund ffilirt die Balin in sVläö*ft.U^.l^^™.\t,'l« i«.™."W ''es A/tigchi Mtdachid S« (fiivi Ttchai Bti'), ttüi-s» 'S.'Ä^.iAn»«* 1 Sahn, AFIUN KARAHIdSAR. J2. RouU, 165 Parsak, daTch ödes Hügelland, dann Sc1iiefer1)erge aufwärts. — 87km Tschekurler (1028m). Viele Einsclinltte ; ein Tunnel; dann I. eine größere wellige Ebene mit dem Dorf Ismidschi; r. der Elmali Dag. 114km Düwer (1125m), mit altem seldschukischen Han. Ca. iOkm östl. beAndet sich in der Nähe von Tongra beim TscherkeMen- Dorfe Jcuili Kßja an der Kordostecke eines Eerges, der die Hauptstadt des altphrygischen Kelches trug und alte Reste enthält, das Qraib des Midas (S. 182), eine ungeheure geglättete und mit Ornamenten und Inschriften bedeckte Felswand; in der Nähe andere Gräber. 128km IchsaniS (1096m). Die Balin senkt sicli za einem Neben- fluß des Dalai Tschai (s. unten) hinab. 142km Hammam (1048m), mit warmen Bädern an der Stelle antiker Thermen. Ca. iOkm (IVs St.) nordöstl. AJtu In, beim alten Metropolis, 145km Oasli Oöl Hammam (1041m). Die große fruchtbare Ebene beginnt, die vom Akkar Tsehai durchströmt wird und sich stunden- weit ausdehnt. Geradezu der Kalaidschik Dag (1680m), yor ihm mehrere hochragende Trachytfelsen und am Faße des höchsten, den man bald nach dem Oberschreiten des Dalai Tschai erreicht, 162km AAun KaraMlsar. — Im Bahnhofsgebäude Büfett und Unterkunft, Bett 10 Pi. S. — Wagbs zum anderen Bahnhof (s. unten) 5 Pi. 8. (10 Min.)} in die Stadt (20 Hin.) 10 Pi. S. Afiun KarähUsar („Opium- Schwarzburg" ; im Altertum AkrO' enos; 1008m) hat ca. 20000 meist türkische Bewohner. Es liegt an der alten Karawanenstraße, die die Ebene r. von der Bahn durch- zieht, und macht mit der Häusermenge und dem steilen Burgfelsen einen bedeutenden und merkwürdigen Eindruck. Die Burg (120m über der Ebene) ist erst von Ala- eddin (S. 167) erbaut worden. Der Aufstieg (3/4 St.) ist nur mit Führer zu unternehmen, aber die Anstrengung wird durch eine herrliche Fem sieht helohnt DieRuinen des seldschukischen Schlosses sind bedeutend (Mauer, Wasser- behälter, Häuserreste). In der Stadt die alte Imaret Daehami und die Türbi SahabaUr Sultan. Die hier gefertigten Teppiche und in- krustierten Tische sind bekannt, außerdem werden Opium, Wolle und Getreide ausgeführt. In Aflun Karahissar endet auch die Bahn von Sm3nma her (R. 20), aber die Strecken sind nicht miteinander verbunden (Wagen s. oben; über die Fahrt Konstantinopel-Smyma S. 156 ; Ritt nach Diner S. 218). 2&km nordöstl. bei Itechki Karähiuar (Dokimeion) Brüche bunter Mar- raorsorten, die besonders in der röm. Kaiserzeit beliebt waren (Phrygischer Marmor). Andere gegen 30km südl. von Aflun Karahissar beim alten Sin- nada (Tteftifut Kassaba). Die Bahn folgt zuerst der Earawanenstraße, läuft dann aber am Fluß hin, während die Straße am Gebirge bleibt, an dessen Fuß auch die größeren Ortschaften liegen. 181km Bojük Tschohanli (992m). — Weiter auf den mächtigen Sultan Dag (1600m) zu. 208km Taehai (977m) liegt wenige Kilometer westl, am. Qe.^ii^ unter dem JäUt Kaja in reicliem üt\iTi. \ ox ÖlW ^V^äX. ««ä ^x^^^k^^ mit 40 Bogen. In der Stadt dieKTÄiv^ äw^ä ^^W^^^^^^s^'^^'^^^ und einer MedresB^ mit Fayenoen auÄ ^«m xai. ^^^^ ^'b^^ös^.^ ^ I 1 166 Route 73. AKSCHEHR. AnaloliKhe dem <en Julia-fpios, wnide nur dam T. KteaiZTig Iterllhtt (S. 163)k Von Tschsl n»ch Diaer s, S. 156. — In iet wasflectBloliBii Ebene mlf vielen Mohnteldeni 1, der teilweise Teiaumpfte See Eter OÖL ■— 234km Imkli (Saldi; 9T6m], auf den Voibergen des Saltin Dig gelegen. Im Dorf «jn schöner Keretarter Hbd von 12iO (enieoert 1249/äO) mit elnei MoEchee in dec Mitte dc9 Hofes und ein sltet Bmnnen. — Am Veetrande der Ebene weiter, über viele Bäche, die ZQ dem grollen flachtelchen sumpägea AlueliehT Qäl (1.) OieDen, iiwh (247fcra) JasjjiHi (98ömJ und 260l(m AkBDhehr [9dSm; Wagen in die Stadt 5 Fi. 8.), einit PMiomtlion im iKea Pigldien, am Ausgang eines Tale» nie Teelial (s, oben). Die Stadt, mit jetzt kaum iOOOO Ein«., bewahrt sna einer größeren Vergangenheit mehrere Bauwerke. Die prachtvolle Tuet Mtdnstf, mit schönem Portal, Fayencen und antlkec Bavgliedeni, vom Jahre 1316 (ernGoeit 1260/61), geht dem Untergang entgegen. Die achteckige Tarhi du Sejid MöJ\mad atammt aus dem Jahre i2!U (Umbau 1409/10) und enthUt gleichfalls Fayencen. Dazu Hogcheelt des xTi. und xvu. Jahih, und das Grab des türkischen EulenspiegeU NatT-tidin Hodteha, der im Anfang des iv. Jahrb. lebte. Nach dem Untergang des Seldschukenrelchea war hier der Sitz eines besonderen Fürstentums Hamid, das 1361 Snltan Murad I. [S. 142) kaufte. Friedrich Bartttrossa sog auf dam HI. Kniuiuft von Diner (S. 916; bb diülin 3. S. Sil, 264) her ubrdl. vdid Eghaidir Qol, da die Feiade dla benai« Eoate des I. Kreuisugi (8, IfiS) aperrteu, mitten Über den Soltaa Da« saeh. Akgcbelir, unler unaäglicben Strapaicn Dich Ladlk (I. unten), Koota (S. UT) nDd TOn dort sodera als Gollfrted von BoniUon uacli Kaiaman (8. 171), nm iwei Wochen spater im Kalykadnos (Salef) den Tod eu OnieD. Die Bahn wendet sich nach O. in die Ebene. 278km AiariKA (1033iu). — Danach durcb eine wellige seit dem Bahnbau In welter arigebante Fläche, die nach 0. In die groCe SalzwÜete aber* geht und kaum einen Baum enthSlt, im Tal des Ktsii £öprü TkAoI nach (300km) Tichanachdichikiäi (1043m), weiter am Ilgün Gäl gM S. und dann wieder nach O. — SiThm /Ipun (lOSOm), das »UttUoli im Grün daliegt Im Ort [einet Tyriäim) ein ileEiger moderner Han und ein alter; dazu ein altes Bad und eine Moschee >Dn 1676, die nach dem Muster der AjaSophiavonMustap ha Pascha unter Uurad HL erbaut waide. R. (cestl.) vor der Stadt auf einem Hdgel ein Bad (nidscha), du von warmen Schwefelquellen gespeist wird und auf byziintiniEcher Grundlage von Ala-eddin orrivhtet wurde. — 344kni Kadln Han (1031m) ; der große Ort (einst Sinttliandoiy) liegt r Beige an der Karawanenstraße. In der Nähe ein zerstürter Hau _. 1223 mit antiken Kesten. — 3G8km Serai Ini (1068m). Dae Dult bleibt 1.; r. (eQdl.) am Gebirge Ladik (LaodUtala Katokekaumau; t. oben). — i^km Mi~idan (1063m). Weiter in eüdl. Richtung mit vielen Wiadongeu durch den Ktmretik Dag, den Ausläufer dea Bot -DV (böchaier Punkt der Bahn i3(Wm. \.!i\ Vm Tßi^. Äüiib tn. dla Sietie ron KoiiU. — 412km i^u?VlTblMclll^YWl^m^,■I-.■>™•«J«^^K4J■ -*a«a/ Z>o^. Der Boden Ut vom Salfet« 'rteV^us'ö. -stUi igj^MW- Bahn. KONIA. IS.ReuU. 167 43Ökm Konia. — Bevision des Tetkerds ViBum für die Bückfahrt. — Gasth. : Babnbofs-Hotel, r. vor dem Bahnhof; Gasth. der Frau Thürmes, 1. vor dem Bahnhof, Bett 10 PI. 8., leidlich. •— Wagen: in die Stadt (15 Min.) 10 PI. S.; Vs Tag etwa 40 Fi. S. - Konsulate: Deutsches (Dr. Loytved\ englisches^ französisches Vizekonsulat, rassisches Eonsolat. — Photogbafhien bei einem armenischen Photographen. Zbitbintbilüno (ein Tag) : vormittags im Wagen zur ZitttdeUe (S. 168; den Wagen zur IndicfU-Motchee schicken); zu Fuß zur IndicM-MoscJue (S. 168) hinnnteriKaratai-AfoicheeiS. 169); DerwUch-Kloiter (S. 168); Sirtschdi-Moschea (S. 170); Bnergi'Motchee (S. 170) ; nachmittags Meram (S. 170) oder i8V2e< (S. 170). Konia (1027m), In der weiten fruchtbaren Ebene südl. von der Salzwüste, ist Im Schnittpunkt uralter Handelswege entstanden, deren einem die Bahn folgt. Heute Ist die Stadt mit 46000 Einwohnern Hauptstadt des gleichnamigen Wilajets, Sitz des Walf und des Oberhauptes der Mewlana-Derwische. Geschichte. Schon in der 8age von Perseus und den Goi^onen wird Jkonion im alten Phrygien erwähnt. Die Zehntausend (401 vor Chr.) und Alexander der Gr. machten hier Halt. In römischer Zeit gehörte es zur Provinz Asla; Ojcero weilte als Prokonsul von Kilikien hier (Sept. öl) zehn Tage und nahm eine Parade ab. Unter Tiberiu* gehörte die Stadt der Provinz Pisidien, dann dauernd Lifktumien an und hatte von den Parthem zu leiden. Das Christentum fand in ihr früh eine Stätte; bekannt ist der Aufenthalt von Faulvt und Barbaneu (Apostdgesch. 13-14); fie hatte später das Patri- archat über die 14 lykaonischen Orte. Unter Trt^ßctn stand auch sie in hoher Blüte und wurde unter Sadrian römische Kolonie (ColotUa Aelia Sadriana). Aber eine hohe historische Bedeutung gewann sie erst durch die Beldsohuken. Der unter der Führung von Nachkommen Seldschuk's im Laufe des xi. Jahrb. nach Chr. vom Aral-See her in raschem Siegeszug Yorgedrungene türkische Stamm nahm unter Suleim&n (4-1086) diese Gegenden und machte Ikonion zur Hauptstadt eines Beiches, das den größten Teil von Kleinasien umfaßte (1086-11(77 KiUduh Amskm I. ; 1107-1156 Matud I. ; 1166-1193 KiUdteh Amt- km II.). Mit den Byzantinern berührten sich die Seldschuken in heftigen Kämpfen und doch auch wieder freundlich; byzantinische Prinzessinnen kamen nicht selten in die Harems ihrer Fürsten, und die überlegene byzan- tinische Kultur übte ihre Macht. Heftige Stöße hatte das Beleb durch die ersten drei Kreuzzüge auszuhalten (S. Iw); im dritten (S. 166) siegte Fried- rich Barbarossa nach yerlustreicben Kämpfen (18.-26. Mai 1190) unter den Mauern der Stadt und sein Sohn Herzog Friedrich nahm sie bis auf die Burg (S. 168); nach dem Friedensschlüsse gönnten sie dem erschöpften Heere in ihr mehrtägige Buhe. Es folgte eine Zeit innerer Wirren, nachdem Kilidsch Amslan II. das Beich unter seine 12 Söhne geteilt hatte, unter Kai Choaro I. (1192-1310) und Kai Kaut I. (1210-1219), und darauf höchstes Gedeihen unter Ala-eddin Kai Khobadl. (1219-1236). Elf Jahre hatte er in der Verbannung in Byzanz gelebt; so selbst mit abendländischer Kultur bekannt geworden führte er seinen Stamm, der sich im Laufe eines Jahrhunderts etwa aus einer nomadisierenden Horde zu einem seßhaften Volke entwickelt hatte, das Ein- flüsse höherer Kultur empfangen und benutzen konnte, auf die höchste Höhe, die ihm beschieden war. Er befestigte (1221) Konia mit Benutzung antiken Materials : 106 Türme, die einzeln die Großen seines Beiches stifteten, sprangen aus der Mauer hervor; jeder war 10m breit, 8m hoch, mit Koranversen und älteren Beliefs geziert. Dieses mächtige malerische Werk sah noch Moltke (1838); jetzt ist es bis auf wenige Beste (S. 170) verschwunden, die Steine zu Bauten und «tun Pflaster in einigen Straßen verbraucht worden. Auf der Burg entstand Ala-eddins Palast (8. 168), in der Stadt eine Beihe vun be- wundernswerten Moscheen, Medress^s, Bädern, Grabmälem und ebenso in seinem ganzen Beiche, so daß noch heute allgemein bei schönen alten Bauten Ala-eddln als Bauherr genannt wird. Mit glänzenden Furben malt Thu. Batuta das Koni* des ziii. JiäffhuiideTte. A\ar«dk^^% l^ol n«vc ir7n, der einxuatüizen dreht; etwa lÜm über dem Boden lief eine yoft Koniolen getragene Galerie hernmi die Fenster des Stockwerk» darübET sind mit Spitzbogen abgeschlosBen^ ling^betam zielit dofi eine Inschrift aus der Zeit zwiechen 1246 und 1264. In der VanA unten ein sitzender Löwe (S, 169). Oben neben dem Palut dl« 'Moachtt Ala-eddim in der arabischen Form (3. 143). Die Deck« ruht auf über 50 antiken Säulen; im Mittelraum 1. ein von aiaev Kuppel überdecktet Raum mit der Gcbetniaclie (die Fayencen la Farbe nachgeahmt; das Original in Konstantinopel, S. 113)aadelaaE alten Kanzel, r. eine Türb£ mit acht mit blauen Fayencen ba* kleideten Gräbern von Sultanen (Masud, Kitidsch Ämslan IV., Ed GhosroI.)und ihren Ter wandten. Aus ihr fühlt eine Pforte zn einem Friedhof, der -von der Palastraauer (s. oben) begrenzt wird. Um den Bnigberg liegen die schönsten Bauten jener groBen Zeit: im 14. die Indschä-Moschee, im 0. die Kaiatai-Medresaä. Das übet^ aus schlanke, mit Fayencen bekleidete Minarel iet* indichiDickamit nach dem sie ihren Namen führt, IM leider am Ende des loiigw JahrhuiidettB durch einen Blitz zerstört worden. Die Moschee selblt Ist nnbenutzt und im Terfall. Sehenswert ist das Fortal ani Sand.« stein mit ecinen Halbiänlen, breiten Inschiiflbandem und Tcge? tabSIlecheu Ornamenten. Im Innern 2\e6Äniaiü.\i, \i\Ka6 l'Sllangen. J>erselbe Baumeistet litut« B\a \ySiS\ ■oiii i\ii' JftOBcbee (S. 1701 Bahn, KONIA. 15. Himte, 169 Die **Karatai'Mo8chee trSgt den Namen ihres Stifters (1261). Prachtvoll ist das Marmortor mit gewundenen Sänlen, Inschrift- streifen, Borten, Wandfüllungen, Stalaktitennische. Es fahrt in einen verfallenen Hof; r. die Moschee, deren Inneres einst ganz mit blauen Fayencen bedeckt war. Auf drei Seiten sind unten noch die alten Muster, die aufgehängten Wandteppichen gleichen, erkennbar, am Ansatz der Kuppel Inschriften (Eoransprüche); die Zwickel sind blau gefüllt, in der Kuppel hellblaue Sterne auf dunkelblauem Grund, oben eine Laterne. Die weite Öffnung der großen Nische in der vierten Wand ist von einer Fayence-Inschrift umzogen ; 1. ein Raum mit Ziegelgewolbe mit dem Grab des Karatai. Südöstl. von der Medress^ steht im Garten einer Schule (1.) das kleine Museum (Ein- tritt 5 Pi. S.), das Archäologen interessieren wird. Vor der Tür einige der von den Seldschnken geliebten Löwen (Amslan), seldschukische Grabsteine, römische Inschriften. Im Inneren geradezu ein schöner röm. Sarkophag; r. spätröm. Grabsteine, röm. Sarkophag; Büste eines Mannes von besserer Arbeit; an der Bückwand: geschweifte Fries- stücke mit Tierdarstellongen, Relief eines Doppeladlers vom Loranda-Tor (S. 170). 7.wei Reliefs vom alten Basartor mit Figuren, die früher als Gabriel und Ariel gedeutet wurden; ferner: seldschukisdie Holzschnitzereien, Fayen- cen, Inschriften und Münzen. Im Hauptteil der modernen Stadt dehnt sich ein großer Markt- platz (etwa 10 Min. zu Wagen von der Karatai-Moschee; 20 Min. vom Bahnhof) mit einem Brunnen in der Mitte ; an ihm an einer Schmalseite der KonaJc mit Post und Telegraphenamt; 1. die Ge- bäude der Otlomanhank^ der Dette publique, der Regie; r. geht es zum unbQdQutendQn Basar (Tscharschi); geradeaus zur ÄcZim-AToscÄec, die nach dem Muster der Aja Sophia von Selim I. (1512-1620) errichtet wurde, und zum * Kloster der Mewlana-Derwische, der Mit- glieder des größten und berühmtesten Ordens in der Türkei (am Freitag nachmittag findet die Zeremonie des Tanzens ähnlich wie in Konstantinopel, S. 86, statt). D$chel(ü-€ddin, geb. 1207 in Afghanistan, wurde 1233 von Kai Kobad an den Hof von Konia als Lehrer der Philosophie berufen. Seine Lehren wurden aufgeschrieben und gesammelt und ims ein Orden gegründet, dessen Mitglieder sich nach der Anrede des Meisters „Unser Herr** (Mewlana) nannten. Ihr Oberhaupt (Mewlana Muschir) ist Scheich und hat das Recht, in Ejüb (S. 126) jedem neuen Sultan das Schwert Osmiums umzugürten. Durch ein Tor betritt man einen eindrucksvollen Garten mit großem bedeckten Laufbrunnen, Bäumen und Gräbern; auf drei Selten ziehen sich um ihn die grünberankten Wohnräume der Der- wische hin ; geradezu ein moscheeartiger Bau, das Tekk^, das von einer gerippten, mit hellblauen Fayencen bekleideten Kuppel über- ragt wird. Geradezu ein Tor und 1. daneben das Eingangstor unter einer auf vier Säulen ruhenden Vorhalle. Im Inneren liegen zwei mit Kuppeln gedeckte große Tanzräume und r. neben beiden ein zweiscbifflges Mausoleum, das von Fremden nicht betreten werden darf. Hier rohen die Scbelobs a.\i& ölW "EwöÄNfc ^'ö?i'^>5fiMsÄ\'^^'Bt dem be$onden aaggezeichneten mttfi^ivvns^<^i ^^^ ^'^^^^^"^xS^. Dschelal-edäin'» selbst, wölbt «lc\i die Otisxi^&XÄTv&'^NÄ^'^^^^'^'^^^ L 170 Rouu IS. KONIA. AnatoliKhe Sut^tltoRument an Her Innenseite. Die FsyeaeebeklBldmig dai' 'W&jde, gioOe Ecrzütii Inachtlften, kostbare TÜchec und Tepplebe, beisbliängende Lampen geben ein ftrbenpxächtigcg Bild. Das Klastec stammt in aelnci jetzigen Gestalt ancli aus dei Zeit Selfm'B I. In dei Nabe des Maiktoa die imtet Abdul Asis (1861-7(i) bsnte AiaisU, deren Minaieta duich kleine Oalerien abgeBehlosiMi weiden. In der Stadt steben nocb eine Reibe scbSnei TeTfallenet Bauten dea xjn. .labrhnndeTts. Die *SiTt3chell-Motehee [noidweitL vom Harkt^ wurde 1242/43 ale Scbule ftii JarUten erbaut. Ein EcbSnes Portal IQbit in den Hof; r. gutes Zlegelmaasik; gegenüber die große Nische mit piäcbtigeu blauen Fayencen und Sptucbbändem; daneben i. ein schmuckloser Kuppelraum. Weiter aildl. yerlleB man einst duicb das TorconZ.aranda(a. 171) die Stade Ei ist verschwunden, aber besonders linker Hand haben sieb Reste dec SUdtbefeatigang (S. 167] erhalten. Gegenüber die 'Eatrgf Dichami faucb Sahib Ata- oder Laranda-Moschee genannt), von ]26d. An der LandstraDe steht noch ein in der Eigenart der AusBchmüekung an dla der Indschrf-Moacheo {S. 168) gemahnender Torbau und ein ebenfalls mit Fayencen geziertes Minnret. Der Ein- gang in das Innere befindet sieb in der 1. Seitenstiaüe (der Wächter wohnt gegenüber). Die HolidEcSo des Hanplraumes ruht auf Holz- balken ; schon ist die Gebetanische und vor allem die anschließende lUrlii (Eingang 1. neben der Nische) mit einer Wandbekleldong Toa bUuen Fayencen und Stemenmuster in der Kuppel. In der Nähe des Bahnhofs trllTt man die TürbS dts Schtieh 8aif- eddia (l!!74/75) mit einem Berken des berithmten Meram-Wassers (s. unten) In der Vorhaile, einer Fayenoe-Nische und, im Garten, dem Grab Sadr-eddins unter einem mit Drahtg^tlet bespannten Holz- aufbau ; im ersten Stock eine uninteressante Bibliothek theologischer Bücher. — Von den vielen eckigen Türbtfs in der Stadt sei die sog. A]a Sophia von 1421 er^vihnt. AcsflOob vus KONii. — i. Nacb Meram ß El. hin und lurüiikt Wagen B. 167), WesU. voa Koiüa liegt am Ends dca langen scbmales TalH des Gasbara 6u. der von da an Hgram Bu heiCi, der OH Uentm, mit laU- reJcbDa l.andbänaCFn und den SomniEmLieii de^ Walf nud du Sohelch der Mewlana-Derwiscbe. An dem einen Wege donbin die Taebd du AUic»-bai Weli mit »cbonen HoliKlinitiereiea. Daa Tai selbst ist mit üppigen OKrttn, Bfiumen und Wieien bedeckt, w&lirend die brannUehen Talnanda kahl and fileil empanlelEen. Auf der Nordaelte Icann mau bis tu einer Btaaüleben Waapermiihle (abrea und in daa Uebllcha Tal binunteratelgen, in das hier durcli den Udlk Tasch ein slaikci Üach hinunlerfällt. Auch auf du Süd- 3. Zs den Bobleu des h. Panl und nacb Siles |t« 81.-, yttea S. IST). Wenn man von Konia nach NW. durcb die Ebene auf den kaLlam Bergiue eufubrl, über den mei a-, iiie Kuppen (die r. mit einer Bureraliw) emporrageB, lo erreichl man nach 1 Bi. (die leiiien SclirittB in Fnfl) OH JSIcjuf du lt. Paul. Vor einer (enkrecbt abgeuhniitanen glatten FflUvraWl J/egi am Eaät eines kurzen Tales ein langet Qebüude. Dunb eine klolu SBr ia ähaer Fdewand betritt man die moSutne 4rt\K.W(fleB Kirche, iit '- ■"— "-' ■- clngearbeltcl ist-, auf vitr nan'a oXitn ■»stSi-aOEB,-»«». £a* 'leben gelnmeaen Pfel ItHele Decke. Davor im F Bahn, ADANA. 12. Route, 171 aieigen muß. die Kapellen der h. Sophia und des b. Philipp; weiterhin im Fels noch eine Eapule. Von dort nach N. durch öde Berglandschaft, dann durch ein breites Bachbett in etwa ^4 St. nach Süe», einem großen Ort in einem fruchtbaren Tal, mit jüngeren Kirchen auf älteren Fundamenten (Hag. Hetamorphosis ; Ilag. Archangelos) und den in den Fels geschnittenen Kirchen Hag. Kyriakos und Koimesis tes Panagias, mit Besten alter Fresken. Von Siles in 1 St. direkt nach Konia zurück. d. Von Konia nach Eregli. Von Konia führt die „Bagdad-Bahn" (S. 156) schon 200km weiter nach SO. über das Hochland bis an die Yorberge des Taunu-Oe^ birges, 21km Kaschin Han (1010m), vielleicht bei der Stelle des ans Apostelgesch. 14 bekannten Lystra, während Derbe südl. bei Oüde- lissan lag. — 45km Karaman Köprü (1010m). Gleich darauf über den Tscharachtmbe Tschai, — 63km Arik Ören (l040m). — Zwischen dem Kara Dag (2170m ; 1.) nnd dem Boa Dag (1250m) hindurch. — 82km Mandastun, — 103km Karaman (1260m ; 5000 Einw.), das alte Laranda, Friedrich Barbarossa berührte die Stadt (S. 166). Sie war nach dem Zerfall des Reiches der Seldschuken (S. 1673, an die eine Burgruine im W., Moscheen und eine sehr schone Medress^ erinnern, Sitz der Dynastie der Karaman, die erst 1466 Moham- med II. erlag. — Dann innordöstl. Richtung. 120km Sidrwa; 149km Airandschi Derbend ; 173km Aladscha, Die Bahn erreicht das Gebiet des alten Kappadokien, — 190km Eregli (1050m; 10000 Eiaw.; vgl. S. 153), das alte Kybistra-Herakleiaj s.o. von dem See Ak Göl. — 200km Station für das entfernte Bulgurlu, Die Länge der geplanten Fortsetzung der Bahn beträgt bis zum Persischen Meerbusen noch rund 2200km. Die zunächst folgende Strecke Bulgurlu- Adana wird mit großen Kunstbauten die Taurusketten überschreiten, und zwar nicht, wie die Straße, den OOlek Bogcu (1160m), den altberühmten Engpaß der EiliHsehen Tore, benutzen, durch den Alexander der Gr. und die Heerscharen des I. Kreuzzuges (S. 159) gezogen sind, sondern in nordöstl. Bogen z. T. mit Kehrtunneln durch das Gebirge und zur Ebene hinab nach Adana führen. Adana (18m : Unterkunft in den dürftigen griechischen Hotels DeU Mehmed nnd Ätanaui), das seinen Namen aus dem Altertum bewahrt hat, liegt in der Ebene am Südfuß des Taurusgebirges, dessen strategischen Schlüssel es bildet, an dem von einer alten, vielbogigen 900m langen Brücke überspannten SHfum, dem Sorot der Alten. Die Stadt hat ca. 50000 Einw. (die größere Hälfte Christen), ist Sitz des Walf des gleichnamigen Wilajets, einer Filiale der Ottomanischen Bank und Hauptort des Getreide- und Baumwollhandels der Provinz. Das Klima ist sehr heiß, aber trocken und gesund. — Adana ist direkt mit dem Mittelländischen Meer verbunden durch die schon 1886 eröfihete Bahn Mebsina-Adana (67km in 2V2 St. \ täglich ein Zug um 8V2 U. türk. Zeit von Mersina und umgekehrt*, Smal wöchentlich ein Frühzug, der abends zurückkehr^. Daran (S^km) STortiM, feucht und ungesund gelegene Handelsstadt von 16-18000 Einw., Geburtsort des Apostels Paulus, damals blühend nnd wegen seiner Schulen berühmt. Von Tarsus geht die alte Straße (ca. 60km bis zum Paß, 100km von da bis Eregli, s. oben) über das Taurusgebirge aus. — 67km Hersina (Gasth. : Höt. Zia Pcucha, New Hotel^ Bot. SJSurope. alle sehr bescheidene CafU mdl B»i«a. ¥.oii»ä«x«. >aaiö?s^ Deutschland^. F. Christmann), 08WtMicli^\VI.%Y.T>w^^^^^^^^^?^'*SS*.- reich; dflterrefehischfls, fransösischea, Tus^^oa Po»taw\VDN««^^^^^^^^. frrapA/ AgenUiT der JBanque OUomant), lLvn&sa. ^ ^Vo. VvööÄsü»^»»«^^^ 172 Route IS. MERSINA. der Mittelmeerhafen von ca. 15000 Einw. (die kleinere HUfle Christen ; Tleto Griechen) und Sitz eines Eaimakam (Landrat), um die Ortschaft aiehen Ml Gärten; die Gegend ist ungesund und von Fiebern heimgesudit. Der BjqpofC (besonders Getreide, Baumwolle, Sesam) beträgt ca. 33, der Import 17 MOl. fr.x Schiffsverkehr 1901: 377 Dampfer, 6^ Segelschiiüs mit 466884 1»w. 14866 Registertonnen. Hersina wird alle l4 Tage von Dampfern des Osterreich. Lloyd (Okt.-März jede Woche), der Bussischen Damp&chiffahrt und der Hessageries Maritimes in beiden Bichtungen (nach Bnodos s. 8. 2fö) an- gelaufen und hat durch die Ehedivial .Mail wöchentlich Verbindung mit Alexandrien, Cypem und der Syrischen Küste. Ausflug nach den Ruinen von Soloi (Pompeiopolis ; 7km) auf der Fahrstraße nadi Seleucia (Pferd 1, Wagen hin u. zurück 3-4 Medschid). Daselbst Beste einer 40 Schritt langen Säulenstraße der alten, durch Tigranes (91 vor Chr.) zerstörten Stadt. Die glatten Säulen, viele mit Eonsolen, stehen ca. 2>/4m auseinander auf mäch- tigem Sockel. Von Adana ab wird der Verlauf der Bagdadbahn folgender sein (zu den einzelnen Punkten vgl. Boedeker''t PalätUna und Syrien): in doppelt ge- schwungenem Bogen zwischen den Vorketten des Taurus und dem Amanus hindurch nach KüUt, wo eine Zweigbahn nach Alqtpo abgehen soll, und Dicherablü»; hier Brücke über den Eunhrat; weiter über Sarrdn, von wo eine Zweigbahn nach Ürfa geführt wira, Ra» ehAin, Ifetibin und Mond, am Tigris, gegenüber den Buinen'von Ninive; von da über TeirU und Scheieh IbraMm^ das Ausgangspunkt einer Zweigbahn über den Tigris nach ChanOiß werden soll, nach Bagdad. Dann madit die Bahn eine scharfe Wendung nach W., überschreitet den Euphrat und führt über Kerbeid und Nedidte/ nach KadMma^ an der Bucht von Kuweit, wo sie endet. Kurz vor Kadhima soll eine Zweigbahn nach Bcura abgehen. f "l "1" 13 •*!"*" J V i H 1 v DAS WESTLICHE KLEIMSIEN. Boute Seite 13. Troja 173 Hinweg 174. Lage 176. Geschichte 177. Gang durch die Ansgrabnngen 178. Ausflüge 184. 14. Von Konstantinopel nach Smymä 186 MytiUni (Lesbos) 188. 16. Von Athen nach Smyina 190 Eastro auf Chios 191. 16. Smyrna 193 17. Nähere und weitere Umgebung von Smyrna .... 199 Pag08l99. KordeUo200. Gö8Tep^undIUd8cha201. Budscha 201. Bumabad 201. Bunarbaschi 202. Nymphi 202. Altsmyma und Tantalosgrab 203. 18. Von Smyrna nach Ephesos 204 19. Von Smyrna in das Mäandertal 212 a. Aidin(Tralleis)212,Laodikeia21ö,Hierapoli821ö, Diner 218. b. Magnesia am Mäander 219, Herakleia 223, Priene 224, Müet 230, Didyma 236. 20. Von Smyrna nach Magnesia am Sipylos (237), Sardes (239) und Aflun Earahissar 236 21. Von Smyrna nach Pergamon 243 Hinweg nach Bergama 243. Geschichte von Per- gamon 246. — a. Stadtberg 247. b. Unterstadt 262. c. Weitere Umgebung 253. 22. Von Smyrna nach Samos (266), Kos (269), Rhodos (262) 264 13. Troja. Vorbemerkung. Der Aüsflug nach Troja wird von Laien seltener ontemommen werden : die Beise selbst ist beschwerlich und durch türkische Vorschriften erschwert (über das Teskere s. S. xv), die Unterkunft primitiv, die Ausgrabun4;en sind den gegebenen eigenartigen Verhältnissen ent- sprechend wenig übersichtlich und nur teilweise eindrucksvoll ^ sie fordern eingehendes Studium vorher und an Ort und Stelle. Unmittelbar wirkt aber die Landschaft, der Schauplatz der homeriscben Kämpfe. Für den des Griechischen oder Türkisehen Unkundigen ist Mitnahme eines Fährers erforderlich, entweder eines Dragomans aus Konstantinopel oder besser eines (z. B. von Prof. Dörpfeld) empfohlenen Führers aas Dardanellen. Für grieohiseh Sprechende sei Giorßios Jannakis Tsakkiri in Renkiöi (S. 174) empfoUta. Lebensmittel und Decken sind mitzunehmen. Archäologen haben den meisten l^utzen und Genuß von (^«mk<(x&^uv'^^'^^^^^'^^^^^^°^ dreitägigen Oiro aosehiießen können, den^rot. W. Döript*^* Vojl WaS"«^^^kÄÄ» Kais. Deotacben Archäologischen InsUtuta 7.n M\vcn «XX^^>«VViXi*^^^^5^ ^ achr^ktw TeünelunenNUil aatemimM CCiÄ>iik^\\.\^^ KumsJÄNJÄ^ ^^'^^^^^ 17d Soule 13. DARDASELLES. AuBgangspuDki flir den AueQne ist die Sfadi J^ordaiullFA (s. anten), va f&gi rnalllche bob dem Agiuictaen Meere und viele tod EoneUaUnDpal kommeoden Dampfer Hall mnclien cod rieh auch fär die Btickfahrl DMb beiden Blclitungcn fast lägllch QeiegenliBit bietet; man erkuDdJga lieh AubOdk mit 2^3lttnaigem Anfenthalla in den Bainen allenfaUi In dnea Tage erledigen. Besser ist e> znei Tage daraurEnveruenden und die h'wU in einem der Dörfer bei Troja CEalifatll oder Tscblblak; Tgl. S. IBS d. ITT 2D verbringen. VIellelehl empachlt es akb DBOhmitlags abiureilen, in der grasen Uriechendort Rentiai (s. unten) in bbernacliten, am nJichsteB Vni initlai Trcja cd beiuchen nnd am Nacbmillae inriiekiukebren. Die lobnei den Anenhga In die Landschaft, e. B. laoh BvaavboMM (B. ISl) oder m de: OraiiMsein (S.18S), kosten mehr Zeit Zorn Besuch das waldralcben /de atbirgii im 9. Ist eine besgndere Erlanbnie der Bebörde erforderlicb. Für die F&bit von Konetantjnopel durch das Marmsca-Meei um.. die Dardanellen BtTfiDe Tgl. S. \&öj1, für die WetterfahK nach Smynu lind Athen 9. 187 und 63. Die Fahrtdauer von Konstantinopel \A» DnidaneUen beträgt je nacb dem Dampfer 14i/3 bis 30 St. DarduieUen. — Aueeclüiren h Piaster; i'Oidbeiiv. Ttttari ist abingabeo nndwiederiuholen. — aiBTH.:Hät.He]lesnont,Bät.deiEtraDeeri, beide msDig und nur lum Schlafe findet man in iwei oräenlllchen erl straOe. — Fobtäntib: TUriUcht, fraitSiisrhc, BitirrtlMtrhi und ruiiimti Pml. — yizEEORauLN haben ItaUm (de Csravel), Öslerreich- Uaiiani, Enghuii, Fnmii-tich, Oriieieitlaad, die Xüderlandi nnd dls Verain. Staalat l^raidc. CaJvert, der eine für Fachmänner inlereManle SammlurB von TerrakollBa,- und Vasen besiwt). Dardanellen, türk. KaU Suttanii nach der Festung (S. 187), oder TicbuTioilE £'a(e3t'(Topfaehloli) ni,ch dei besundeiB fiübei blühenden. ketamlBCben Industrie genannt, hat JIOOO Einwohner. — Ein Aus- flug nach Abydoi (8. 187, 2 St. la FuB) lohnt kaum nnd iit vegen der Nähe türkischer Feitungswerke nidht in empfeblen; umsomebr der iiMb Hitiartik (Trojai. i MedscWd) in 6 Sl. — Zwei underB HoaUcLkeiten werdeo etltenergewittlt, werden: a) in WSE^n in B St.i der We« von n*nkibi liij Hi5s»rlik Irt scblecbt (e". in 1 Tag bin und mrilelc, s. obanJi — b) im Beeelboot bd Cnlem Wind nacb E>.m Sali (S, 1B6) mit dor Slrömnn|,TDn dort ia IViStnnd. Sitt (Pferde findet man dort und übeiall In dea Dörfern) nach Hlsasrllk. Von Enm Kala naeh Dardanellen sniück Ist man giae von itaiknn Wind* «bbÜDeig, Weg nach HiBsacilk. Man folgt der guten tüik.MlIltbetiaQe, L -L'fer des Hellespont hin nach Ronklöi fübrt. Gleich BnQe^• halb der Sudt über den Sari Tschai, den antiken Shodiot (S. 187), dessen fruchtbares Tal sich 1. üüFnet. Weiterhin i. die Hslblnaet Ktftt BuTWi mit eitlem Leucbtttirm bot der Buclit, jenselt derselbea die Stalle des siten D.irdanoi (S. 186). In 2 Sl. wird fiTarantina errciehl. Die Aussicht auf die MeeresstraHe, den Thrakiecheti Ghet- Eones jegenübut und dio Inseln des Ägälschen Meeres wird Immer amfasseader und echouei. AUmlhUch ^ebt es tu dem Bandgebligt etnpoi, an/ dem ffimlttan 'JonLaiiWiil'iTm4V«j\46TOSM«iB«»l6'i»n öA/flofta Dorf Äeniföf (oder Ermlrf5()\lc«tl>6V.TO\ft^?rt.,6-<."lS.wM ■luarüeT, s. oben), Von liier er«ei BlicV *«! ft'iaGi'A'm©«»»»-«« Landschaft. TROJA. 13. Boute, 176 Hissarlik, die troische Ebene und auf die Küste bis Sigeion. NöidL in der Nähe die Stätte des antiken Ophrynion, Yon Renkiöi, wo kurze Rast gemacht wird, gehts bergab in s.w. Richtung; r. bleibt auf einem Berge PcUäokastro liegen; weiter durch Felder mit schö- nen Eichbäumen gelangt man nach IV3 St. zu dem kleinen türki- schen Dorfe Halil EU^ das schon im Tal des Dumbrek Tschai, des antiken Slmoeia, gelegen ist. Durch sumpfiges Gelände mit Feldern und guten Wiesen nähert man sich dem Höhenzug, der das Tal im S. begrenzt. Dann über ein südliches Bett des Flusses und nach W. auf einen etwas höheren Hügel zu, der am Westende des Höhenzuges hervorspringt. Es ist die Höhe von Hissarlik (d. h. Schlößchen). Man reitet an einigen Brunnen und einem römischen Theater (S. 184) vorbei und hat die sagenumwobene Stätte von Troja erreicht (6 St.). Die Pferde bleiben bei den Schliemannschen Ausgrabungsbaracken, gleich im S. der Burg. Es wohnt dort ein türkischer Wächter, der in seinem Hause in Tschiblak auch ordentliche Unterkunft für die Nacht gewährt. Landschaftliches. Zwischen dem Hellespont und dem Golf von Adramyttion (S. 188) schiebt sich die Troas als Halbinsel nach W. vor. Ihre höchste Erhebung ist am S. -Rande das Ida~Oehirge (1770m, türk. Kas Dag), Nahe seinen beiden höchsten Gipfeln ent- springt der Menderi Tschai, der antike Skamandros, Er fließt lange Zeit nach WNW. durch gebirgiges Land; endlich durchbricht er bei Bunarbaschi (S. 184) den Rand des Berglandes und fällt in ein Tertiärplateau, die troische Ebene. Gleich daraufnimmt er von (r.) NO. her den Kemar 8u, den alten Thymhrios, auf und fließt in vielen Windungen l-3km westl. vom Rand des Plateaus in n.w. Richtung dahin. N.w. yom Trojahügel empfängt er den Simocis (s. oben), der von 0. her durch eine kleine Ebene daherkommt, und sendet seine Hauptflut durch den Strandsee Stoma Limne ins Meer. Da der Floß im Sommer fast wasserleer ist und im Wiuter reißend dahin- strömt, so suchten sich die Wassermassen im Laufe der Zeiten mehr- mals einen neuen Weg. So floß der Skamandros zur Zeit Homers un- mittelbar am Rand des Berglandes dahin nach N., wo jetzt Lachen und Binsen den versumpften Oberlauf des KalifaÜi Asmak^ das alte Flußbett, verraten, empflng den Simoeis und mündete, wo heute der mit Seewasser angefüllte In Tep£ Asmak sich ins Land erstreckt, dicht westlich vom Vorgebirge Rhoiteion (S. 187). Später schuf er sich nach der Vereinigung mit dem Simoeis ein neues, westlicheres Bett und mündete zur Zeit des Plinius und Strabo wie jetzt in die Stoma Limne. Im Biittelalter aber hat der Skamandros schon von der Einmündung des Thymbrios (s. oben) aus seinen Lauf völlig geändert und floß weiter westlich, um östlich vom Kap Sigeion zu mündei). Dieser westliche Lauf führt als Menderi den alten Namen \ der Simoeis erreichte ihn nicht mehr, sondeni Äoft i\% %^\)ö^\ää^\%'«.'^\»ä» ^^s^'ö^ den Unterlauf des Kalifatli Asma^ in öl\^ ^\.«Ya?k.Wm\Ä. '^'sävx. NS?^ nun bat die ITauptflut des SkamanÄei B\ geflößtes Holz laden. Hier eistreckte alcb, ungefähr vom AcMlleni-' Tomulns Ms znm Aias-Tumnlus unfern der homerie eben Skiimandair münduDg, das Schlffatager dei Grlecbon. Der Skamander tellM das Schlachtfeld In einen weatl. grischischen und einen ustl. tcof JanUchen Teil. Die Fuit nahe dem Grabmal des Ilos in der Mlttft der Ebene (Iliaa xi. 366, 371), die die Griechen immer durÄ*. schreiten muBteTi, wenn i^le gegen Troja vorrückten, ist bei duK-' tülÜEOhen Friedhof von Kum Kiöl zu auchon. — Jeneeit der altoli' Skamaudermündung zieht sich vom Kap Rbottelon nnd dem Aiu>' hügel, dem In Topä, ein waldiger Böbenzug nach 0.; angefikc halbwegs zwischen Troja and diesen HQgeln siebt man einen dank?- leren Streifen durch dla Ebene xum Skamandei liehen; es ist d«^ sanpflge Lauf des Slraoeie. Bei ßenkioi schließt sich an die HQ^ ein IiehenzDg an, der in weitem Bogen Sstl. um Troja hemmtieh^ im SO. ragt hinter Ibm derIda(S. 17ä), Zeus' hober Sitz; auf de« Ausläufer eines von dort berabkommendeti Höhenzugs liegt da( Plateau von Troja und an dsssen NW.-Seite, durch ein Tiloh^ getrennt nnd unwesentlich höher, die Burg. AuBgrabungBD. Jene Höbe von UlatarKk ale StullB ifT Buig Om Priamo« dnreh AaiEribudgen fflr immer [atteeleet in Haben, igt du onvM^ ■BÖliebB VorflloBil von Hunrloli BoUiBmun -) ; daj nlehl minder bedentsnÜB V. SlirpfBld'a beatehl darin, dicte Grnbaneen »iieenachafiUDh KaitoUW nnd vorlsullg vollindat xu baben. Im Altertums enll (ul allgemein dto Siadl 7HoB auf der Bäbe von HiBssrlik sla dio Nnohrolierln der gl««: dea Priarno«, wie ans dem geicIjicliiHchen Ahacbniil bervoreatit. Vtte »smetrii» von Skep^i« im it. Jihrb. v. Chr. und wenige Uelebrte baCUft a eis bei IlUö^ K ca, 0km a.Ö. vun Uluarlik angeseitt. In nenuw] Zidt hatten aleb tveniee Foracber für Hiaaarlik, die bedeulcoditan und KOiM ') Von iScUlmanit't lablralobsn Veiöt(»nlUeUnneen «elan nur leaaBBt; ( ,Trq/a' (Lalptig 1883) und der ISHl b«>i tein«ia1o4ttta.T»ai?^)A»a« Ba- r/eil über die Urabnne von.lSBO. Dürp/«W v6iüIS«t,«vt.'B\*j«»\\tt«-a»\öi.\» im und 183i «nd ein abaShUeOanatB -Wert ü\«. 4^tU*«Ai|.«'i»^-»^-<-' n Trufm nad Ulon", 2 Bde., AlbOB IKO t,W -*V OeschichU. TROJA. 13. Boute. 177 Moltke ans strategischen Gründen (Briefe über Zustande und Begeben- heiten in der Türkei, BerUn 1841) für die Höhe von Bunarbaschi (S. 184) entschieden. Schliemann wandte sich, nachdem er 188S durch eine kurze Versuchsgrabung auf Bunarbaschi die geringe Tiefe der Verschüttung fest- gestellt hatte, Hissarlik zu und hat durch eine Reihe von Ausgrabungs- kampagnen von 1870-90 die Richtigkeit seiner Wahl aufs glänzendste be- wiesen und gegen E. Bötticher, der 1883 behauptete, das Gefundene sei nur eine große «Leichenverbrennungsanstalt*^, sicher verteidigt. Freilich wurde bis 1882 zu wenig beobachtet und konserviert und besonders durch den breiten !K8.-Graben (D 3-6) viele Beste für immer zerstört, aber dann wurde unter Dörpfelds Beihilfe aus dem Schatzgräber der wissenschaftliche Forscher. Ein eigenartiges Geschick hat Schliemann das schönste Resultat nicht mehr erleben lassen (s. unten). Er hielt die zweite Schicht für die Reste der Burg des Priamos, während die Grabungen von 1890 es ahnen ließen und die von 1893 und 1894 es sicherstellten, daß erst der sechsten Schiebt, der mykenischen, jener Käme gebühre. Die Mittel für diese letzte Kampagne werden Kaiser Wilhelm II. verdankt Die wichtigsten Fundstücke, z.B. der sog. Schatz des Priamos, sind als Geschenke Schliemanns in das Museum für Völkerkunde zu BerUn gekommen. Anderes und besonders die Funde der letzten Kampagne sind im Museum tu Konetantinopel. Geschiohtx. Durch die Ausgrabungen auf der Barg wurden neun ver- schiedene, übereinandergelegene Bewohnungssehichten festgestellt. Diese neun Schichten verlaufen nicht horizontal, sondern der Oberfläche des Hügels folgend, wie es der nebenstehende Querschnitt zeigt. Aus den Resultaten der Ausgrabungen und den überlieferten historischen Notizen ergibt sich folgende Geschichte der Stätte (vgl. den Querschnitt und den Plan S. 179); die wichtigeren Schichten (die II., VI. und IX.) sind mit Farben hervorgehoben, die sich auf beiden Blättern entsprechen, die weniger wichtigen nur in ümrißzeichnung angegeben): Die älteste kleine Ansiedlung (erste Schicht^ S. 183), deren unscheinbare, nur zum Teil aufgedeckte Reste sich noch in zwei Perioden scheiden lassen, gehört etwa in die Zeit von 3C00-2Ö00 V. Chr. \ sie hatte 26m über dem Meere auf dem Felsen gelegen. Durch ihren Schutt höhte sich der Hügel etwa um 6m auf; nach seiner Ebnung wurde auf dem horizontalen Plateau eine Burg (S. 181) mit starker Festungsmauer und Wohnhäusern aus nur getrockneten, nicht gebrannten Lehmziegeln (Luftziegeln) erbaut ; sie wurde zweimid nach S. zu (nach N. war es unmöglich) durch Hinausschieben der Festungsmauer erweitert, so daß sich drei Perioden dieser II. Schicht unterscheiden lassen, die die Zeit von etwa 2500-2000 v. Chr. umfassen. Diese prähistorische „Ziegel- oder Lehmburg** (zweite Schicht^ grau) wurde durch eine Feuersbrunst ver- nichtet. Auf ihrem Schutte haben von etwa 2000-15(X) v. Chr. drei kleine prähistorischeDörfer (driUe bU fünfte Schicht) eelegen (S. 183). Der Hügel höhte sich in der Mitte schon bis zu etwa S6m auf und fiel nach den Seiten allmählich ab. Auf ihm bestand dann von etwa 1500- KKK) v. Chr. eine in Terrassen angelegte mykenische Steinburg (S. 179), das homerische Troja (sechste S^ieht^ rot). Scherben mykenischer (Gefäße haben die Datierung gebracht. Schliemann hatte sie nicht gefunden (s. oben), weil a) in römischer Zeit (IX. Schicht) der Hügel wieder planiert und die oberste Terrasse dabei zerstört worden war (vgl. den Querschnitt), und b) nach einer antiken Nachricht im vi. Jahrh. v. Chr. Archäanax die Mauern von Sigeion und Achilleion mit Steinen von Troja erbaute und dabei die Mauern im KW. abbrach, so daß dort kaum eine Spur von ihnen blieb. Ob zu der Burg bereits eine Unterstadt (S. 184) gehörte, ist zweifelhaft. Auf dem Platz der zerstörten Burg und mit Benutzung stehengebliebener Mauern hat von etwa 1000-700 v. Chr. ein vor- oder altgriechisches Dorf (siebente Schicht) bestanden (S. 183), von dem auch zwei Perioden festgestellt sind; in der zweiten waren die Bewohner vielleicht schon äolische Griechen, die dann eine Zettüae 'wi^ex -^otn. ^. ^av^^^^os^H^QL«^ Bsrbturen, den Troren oder Traren, w^^ea xKoaVwv. 'E.Vb.>ö^^^^^V-v'^n.^ Dorf iolUeher Griechen (acht» SchicM. ^%\. ^. V^V^ \ä\ ^^^^^^ 700 V. Chr, SM auf dem Hügel gelegen, der e\cAi e\^m«toa!Ä^ ^n.^^^ ^^a^-SÄ^ Beedeker'ß Koiutantinopel u. Kl^üMden. "^ w«! (Um &. >[.} «uFgehDbt hilU. Ei entUell aiiien Tempel der Aüiena, «m Xeriea (HerodotVII, 'IS) und Aluander d. Br., ier ancb sm OribbOi^ AohillB JS. ISa) opfarte, baiiidtaten. Deuen Flu, dia Statte duKh Baut«i lu 'erlctiüneTii und lu lerlieriliBtaBTi, haben erat KBoIg Lyilmaehot teil Meiligtom der Albgns war der i&kiale Ulttelpuakl dei ILüeben Slädla buade». W&brAGliemlleb war der Bügel achon damali nur die AkrojiDli ein» Släilclient, da« eich saf dem Plalsan unleo bildete, Vwb manchei Leiden darcb die Oalater a'i'B^aöift Auigräbungen. TROJA. 23. Boute. 179 die Ostmauer, Sie bestand ans einem einst gegen 6m hohen nnd 5m dicken, gehöschten nnd nach anßen sichtbaren Unterhan, dessen Qaadern fast regelmäBig behauen waren nud ziemlich wagerechte Schichtlinien bildeten. Darauf erhob sich, von Im über dem Burg- boden ab, ein senkrechter Oberbau, aus flachen, viereckigen, fast regelmäBig bearbeiteten Steinen; dieser Oberbau war nur 2m dick, ließ also innen einen Umgang auf dem breiteren Unterbau frei. Beim ursprünglichen Mauer bau der VI. Schicht wurde auf dem Unter- bau ein gleich dicker Oberbau aus an der Luft getrockneten Lehmziegeln errichtet \ in einer späteren Epoche der VL Schicht wurde dieser Oberbau durch einen solchen aus den flachen, viereckigen Steinen ersetzt, die in ihrer Form die Lehmziegel nachahmen (daher Steinziegel genannt); dieser erhaltene Oberbau brauchte dann nicht so dick zu sein wie der aus den schwächeren Lehmziegeln errichtete. 9m vom Haupttor nach 0. trifft man zum ersten Mal das charak- teristische Merkmal dieser Ringmauer, das in Abständen von 9-lOm viriederkehrt: eine sauber angearbeitete, 0,io-0,i5m tiefe Ecke; diese Ecken bilden eine wirksame Unterbrechung der Mauerfläche und ver- wandeln den Ring in ein Vieleck. Die erste Ecke liegt schon inner- halb des römischen „TheaUrtf^ J?, unter dem die Mauer durchführt. Die unterste Sitzstufe ist von Marmor; die Stelle des Bühnenhauses vertritt ein Marmorbema \ das Ganze ist im Viereck von Mauern eingeschlossen und war, nach Analogie der entsprechenden Bauten in Priene, Milet usw., das BtUeuterion (Versammlungshaus des Bates) der hellenistischen Stadt. Jenseits folgt man der Mauer weiter. Hinter der langen römischen Quermauer aus regelmäßigen Quadern folgt der einst zweistöckige Südostturm (PI. Vlh: J K 7, 8). Die sämtlichen Türme wurden der mykenischen Mauer nachträglich vorgelegt, etwa um die Zeit, als der dünnere Steinziegeloberbau auf der Mauer an die Stelle des dickeren Luftziegelbaues trat. L. (w.) vom Turm liegen, von der Mauer durch eine Straßen- breite getrennt, Häuser der mykenUchen Schicht: VI 6, das von einer dicken römischen Quadermauer (der südl. Stylobatmauer des Tempel- bezirks) geschnitten wird, dann nördl. daran anstoßend und von der Ringmauer etwas weiter abgelegen, VI F, und daran n. anschließend, VI E und VI C, Die Häuser der VI. Schicht lagen in mehreren konzentrischen Terrassen um den Hügel herum (vgl. den Quer- schnitt S. 177); auf dem höchsten Punkt hat man sich wohl den Palast des Königs zu denken ; doch ist von den oberen Terrassen nichts mehr gefunden worden, da der Boden in späterer Zeit ein- geebnet wurde. Die Hanptwege liefen rundherum ; von den Toren führten radiale Rampen hinauf, und zwischen den Wohnungen be- fanden sich Gäßchen. Die Gebäude bestanden aus einer Yorhalle (vielleicht Doma zu nennen) zwiächen Anten, und dem Innengemach (Thalamos). Die Hausmauern waren vielleicht ursprünglich auch dicke Lehmziegelmauem, die dann später durch dünnere aus Stai^ ersetzt wurden. Sie trugen flache Etdd)ic»li«t*^ ^V^isifc\^^'«»2t^sÄ\Kt- hocb erhaltenen Mauern zeigen öfter diö \>«>V ^«t Q^\ssä^«^ '«^^'^^^^^ FJächenverzierang durch seukrecht «naeaib^VXfeXÄ^ QtÄ^T5\»siji.- > ^ 180 Boule 13. TKOJA. Qatis durch df« VJE iet ein Saal von 12 : S,4am, mit zwei Türen, ohne VdiIibII«, ist liBBOJiderB gut gebaut; die Oetmaaer laiekt in BoigfUtiget Qa&der- fQgnng tief in den Boden Mnein. (Man möchte dabei fast an Podi' besonders echön gebauten Palast, Iliai VI. 313, denken.) — ßeebts(S.) TOD VI F und E Biebt man Kammern (PI. VII: J K Ö-7] mit im Boden eingelassenen Vonafs-FItliDii Bie gebCren der VII. Schicht a und sind an Stella einet Straße der VI. ScMchi angelegt. Nebea VI F fand sich hier auch ein tiefer Felabmnnen. — Aj) die W.- ^cite von VJ E stöSt die BückmaaBr von VI C, einem Gebiada der zveltoa TerraEse, dessen vorderen Teil man jenseit desGrabenl sieht. Im vorderen Teil litt die SlelnbaslB einer UolxBitule an Uucc Stelle erhalten; darnach kann man annehmen, daß !ii der Aohae dei Saals, der 16,aa : ^^^ maß, drei HoIzstQtzen standen. Ähnlich Ist liet Grnndriß dei Tempels von Neandrola, im 3, von Ttojaj m«D könnts daher auch VI C für einen Tempel halten. N'Ördl. vor VI E kommt man t, auf einet der radialen Rampgo gerade xum Oittar VI S (Fl. K 6) und durch eine Breache tn dei lümiachen Quadennauer [die die Säulen der Osthalle dee Tempel- bezirks liug) zu einer von N. her vorapringenden Mauerzungej dleu bildete mit der von S. kommenden Mauer einen ca. 10m langen ge- bogenen Gang vor dem i,§om breiten Tor. — Außen an dleau äußerea Maner hin gelangt man zn dem gewaltigen Nordoit-Turm (PI. VI g: K 4) der mykenischen Maoer, der bei 18m Breito 8m weit vorspringt. Auf dem 6m hoben gcbö sehten Unterbau anaaohönea Quadern ragten einst noeb aenkrechte Lehmziegel mauern, so diB der Turm veithin alles behenschle. In Beinern Inneren, vohln eine l,ssni breite FfoTte Einlaß gewährte, einlange benutzter viereckige! FtUiriamen (PI. B 6), der öef hinab zu einer Wasserader führte. — Hinter der Nordseite des Turma wurde in der Zeit der Vlll.ScfücU eine Tnpft zu einem Bmnnen außerhalb des l'uims hetabgefühtt Die große Stützmauer im SO. gehört der romiscbea Zeil ao. Klettert man hinter dem Tuim hinan, so gelangt man von det Haupttreppe geradeaus, dann 1. am Ende eines mit Platten uu- gelegten Koniilors zu einom Brunntn (PJ. Ba), der wie derjenige lu NO. -Turm zu elnor Wafseradec Im Fels hinabführt und no^ Jetzt Wasser Bammelt. Über ihm stand wohl das runde malmorue Brunnenhiuschen römischer Zelt, von dem ein Bing neben dem Korridor liegt, r. beim Heraufkommen. — Oberhalb dann das Plateau des Aatnx-l'emftU (PI. IX l'.- G H 3, 4). Der Tempel der Ulaehen Athona war von Jeher berühmt. Einen glänzenden Neubau versptuth Alexander, führte Lyslmachos aas; dach let wenig davon erhalten. Die vorhandenen Säulen, Metopen (Helios auf dem Viergespann) und sonstigen marmornen ArchltekturstQekB rühren wohl meist von dem durch Auguetus errichteten und mehrfach restaurierten Tempel ier. Seinen üruiidrlfl (36,2om ; 16,«im^ eiliena^m™ m denüefea Qiäben, in danen anf feEtgeschlemmtiiuSaiiÄi'ie^aui.aiBaaWieiVB*. narafl, JEr Aatte yloüeicht keine B^ngtaUe, »Qti4ein. u'aTfom.-oji Auigrahungeh, TROJA. f3. Route. 181 hinten je sechs dorische Säulen und von 0. her eine hrelte Frei- treppe. Vor ihr, jenseit des Korridors (S. 180), ist das groBe Altw pindament erhalten (PL IX Z: I K 4). Um den Tempel dehnte sich in römischer Zeit ein durch Ahtragnng in der Mitte und Aufschüttung an den Seiten hergestellter ehener Be%Me\on ca. 80m im Quadrat aus, den auf drei Seiten Säulenhallen, im N. eine einfache Mauer ahschloß. Die Mitte der Südhalle nahm, entsprechend dem Haupt- tor der Akropolis, ein Torhau (PI. IXD:QT) mit vier Säulen in der Front ein. Man kehrt zum Theater 0 (PI. £ F 9, 10) zurück und wendet sich an und auf dem westl. Teil der mykenischen Ringmauer nach W. Etwa 70 Schritt vom Theater erreicht man ein groBes, auf 4m hoher Terrasse gelegenes Gebäude (PI. VJM: 07, 8) der mykenischen Schicht, das nach den großen Yorrats-Pithoi u. a. Funden im dritten Zimmer Küchenffehäude genannt wird; dahinter führte eine Treppe zur zweiten Terrasse (VIN). Seine lange Front gegen die Ringmauer zu, die hier sehr sorgfältig gehaut ist, wiederholt deren Bauweise mit den angearheiteten Yorsprüngen besonders deutlich. 25 Schritt weiter hört die breite Ringmauer auf; nach einem Füllstück von 7 Schritt (PL VI ü: A B 7), das einem früheren Westtor entspricht, folgt eine schmalere, sehr gut aus den oben erw. Steinziegeln ge- mauerte Strecke. Fast bis ganz an diese Mauer heran tritt das große, gutgebaute Haus VI Aj aus Yorhalle und Hauptsaal bestehend; in der Mitte des letzteren wurde eine Aschenschicht gefanden, die darauf schließen läßt, daß hier der Herd stand. Es ist in den Raum zwischen Mauer und Terrasse eingezwängt und die Mauer wohl gleichzeitig umgebaut, sodaß beide der letzten Zeit der YL Schicht zuzuweisen sind. Gegenüber der N.-Ecke von VI A die Reste des noch größeren ähnlichen Baues VI B, — Hier bricht die mykenische Mauer ab. Sie umgab die ganze Burg in einem Ring von ca. 540m ; davon sind ^/a erhalten ; der Nordrand und ein Stück der Westmauer sind verschleppt worden (vgl. S. 177). Östl. von den Häusern VI A und B sieht man unten eine breite, gepflasterte Rampe zum Tor F M (PL G 6) aus einem tieferen, durch die Ausgrabungen wieder geleerten Ring den inneren Burg- hügel hinanführen (man gelangt dahin von der Südseite). Die 5,55m breite Rampe, mit zerstörten Brüstungen von je Im Dicke, hatte eine Steigung von 1 : 4, war also nicht für Wagen bestimmt. Sie führte als westl. Seiten aufgang hinan zur prähistorischen Bürg (IL Schicht), der im Brand untergegangenen Lehmziegelburg, die Schliemann als Feste des Priamos auffaßte. Sie hatte einen Umfang von etwa 300m und ist fast ganz aufgedeckt. In den Erdklötzen, die man stehen gelassen hat (s. PL E 4, 5, E 6, F 4, 5), ist sie als eine l-2m hohe Schicht von gelbem, rotem oder schwarzem Brand- Bchutt zu sehen. — Zu beiden Seiten ölöx ^^m^^ «ä\x^<3*x. ^^*&ää nnboMTbeiteiea Kalkateinen mit EtdiiÄtteV öi«t ^^ ^^^"«^ ^€^^%'ö^^.^s^^ 182 SmK« 13. TBOJA. Oang dUroA Ht diu m»D bequem hlntnfklettern k^nn. DarinC erhob lieh eins Miik> lechte HiitieT von mehr aU 3m Ilohe me ui det Luft getrockneten Ziegeln, und aaf Ihr 'befand «Ich vielleicht nocb ein hallensitlgei Umgane auB Holt. — Oben nn der Rampe det Torbau FM (PI. Co, 6), 5,3gin breit, mit doppeltem TorTerschlaQ. Wendet man Bich Innen I., Bo beobachtet man drei Tenchiedene ZOge der Ringmauer 1*6, e, i). Sie mude hier zweimal hlnaaB^eechoben. Die Kampe, libei du -wir beraurgekommen Bind, und die tiaßeie Mauer gohort also der Ifltiten Periodo der II. Sr^bioht an nnd setzt »otauB, daß lile beidu inneren M au erzüge damals BChonverBohilltec waren. Deidano r. ß^ji folgende tiefe Torsang FS (PI. E F 6, T) dagegen nir der Hai^l lugang der früheren Epoche. Er hat bei einer Breite von ca, 3in Ö"^^ für Wagen berechnete allmähliche Stel^ng und LehmeEtrlcb, i war mit Banmslämmen gedeckt; darüber erhob sirh ein mäcbt^ Turmbau der frühen Mauer. — Gleich jenseits (ü.) davon (tinteu t dem ErdkloU mit der Znltlltigseiche] der Torbau. FO, du Hmiqj tor der Jüngeren Epoche der iwelten Schicht, der In grdBeTen Ta hlltnlBsen dem oben beachriebenen F Afentapri cht. (Am S.-Endei großen tTorbatiea FO Bind die Lebmziegel der Mauern gut ni onM Bchelden.) Die LehiniiegelringmauEir, die beiderseits an dleBen Ta bau grenzt, war hier dm dick (die themlstokleiüche tu Athen m ea. 2i/2m} und hat tnrmirtlge Voriprünge, von denen zwei ih a, ii gleich r. (ö.) Blchtbat sind. Ihre Fortsetzung ist vnter dem gtoBl Athenatempel gefunden worden. — Geht man vom grollen Torbl f 0 15 Schritt Ober einen einst mit Kies bedeckten Hof n.w., i trifft man aaf ein kUinti Prapyläon (PI. II C: E Ö, 6); ea bUd«l den Zugang zu einer Gebäudegroppe in der Mitte der Barg dl 11. Sclilubt, die man wohl als üof da Hemeheti bezeichnen dH DaB Propylion hat eine einzige Türöffnung von ligjm Weite m beEteht aus einer gröQeren Vor- und einer kleineren Hinterhall Seine mächtige, 3m lange und l,iom breite Steinschwelle liegt tu an Ort und Stelle. Den aas Luftziegeln aufgeführten Mauern was wie gewcihnlich in dieser II. Schicht, an den freistehenden Endo zum Schutz Holzpfosten vorgesetzt, die mit Rücksicht auf die Er" fcuchtigkeit auf Steinb äsen stehen j aus Ihnen sind die Anten I spSteren Steinbau hervorgegangen. Freistehende Säulen hat d li. Schicht wobt nicht gehabt. Auf den Innen auBch ließ end en, w lad mit Klea belogton Hof Üffuelen sich die Wohnungen dea Butgherq eeiner Frau, seiner Kinder nnd Vorwanäten. Der JInuplbau II i (PI. D E 4, 5) genau gegenüber dem Propyläen, das Megaron, '«] In Tlrfno und Mykens, setzt eich aus einer Vorhalle nnd dem (tl Hälfte durch den großen NS. -Graben terstörten) etwa 20m " " " 10,ajm breiten Saal zusammen. In dessen Mitte ein Herd v Durchmeuet sich erhob. Die Mauern, deren Struktnr man hier b« Boniieis deotlich sieht, sind l,uin dick-, uit eV^^«^ l.vim hoha gegen fenohtigkeit Bchütrendeti SttftotioiawieW. Virb«v " Schiebt der Länge nnd in 'der niAtte^v 4ct ^w\*» to*^ Autgräbungen» TBOJA. 13, Boute. 183 Ziegel (jeder etwa Oj^m lang, 0,45m breit, 0,12m hoch), die aus Lehm mit heigemischtem Stroh bestehen nnd nur an der Luft getrocknet sind. Der größeren Festigkeit wegea sind in der ersten Schicht Längsbalken, in der zweiten bis vierten Querhölzer, in der fünften wieder Längsbalken usw. eingelegt; sie sind an den^Höhlungen oder stärkerer Verbrennung der Lehmziegel (bis zu Backsteinen) erkennbar. Die Höhe des Saals ist unbekannt. Die einzige Öffnung in dem flachen Erddaeh befand sich wohl über dem Herd. B. liegt ein kleineres Gebäude, das aus Vorhalle, Mittelzimmer, Hinter- gemach und kleiner HLnterhalle sich zusammensetzt. R. und 1. öffneten sich noch andere ähnliche Gebäude auf den Hof. Kehren wir zu dem Tor über der erstgenannten Rampe (FM) zurück, so finden wir jenseit desselben eine ähnliche Gruppe aus kleineren Häusern (PI. 0 4, 5); eine dritte Gruppe darf man im nördlichen zerstörten Teil der Burg annehmen. Etwa 6m n.w. von der Rampe hat Schliemann in einen Hohlraum des Lehmziegel-Oberbaues der Ringmauer verbaut den sog. SchcUz des Priamos gefunden, der jetzt im Museum für Völkerkunde zu Berlin bewahrt wird. Ähnliche Funde von Schmucksachen und Gefäßen, Waffen und Werkzeugen aus Gold, Silber, Elektron und Bronze sind auch an anderen Stellen der U. Schicht, die der voll entwickelten Bronzezelt angehört, gemacht worden. Die Tongefäße verraten erst von der zweiten Periode dieser Schicht an die Kenntnis von Töpferscheibe und Brennofen. Becher mit zwei größeren Henkeln sind beliebt, Idole aus Stein zahlreich, tönerne Spinnwirtel wurden in Mengen gefunden. In dem großen NS.-Graben (PI. D 2-5) Schliemanns, der sich hier zwischen die erste und zweite Häusergruppe der II. Burg schiebt, sind von den beiden uralten Siedelungen der I. Schicht einige Haus- mauern aus kleinen Steinen mit Erdmörtel erhalten. Ein Grundriß ist wegen der Schmalheit des Grabens nicht erkennbar. Es fanden sich dabei zahlreiche Geräte des täglichen Lebens aus Stein und aus Ton, die ohne Töpferscheibe hergestellt sind, aber schon lange Übung verraten, und Reste von Mahlzeiten. Die Beste der bisher kaum erwähnten ///., /F., F. und F//., VJII. Schicht (vgl. den historischen Überblick S. 177) interessieren nur den Spezialforscher: L. vom inneren Vorbau des Tores über der Rampe (PI. F M: G 5, 6) stehen z. T. aus Bruchsteinen errichtete Häusermauem (PI. C 6), die Schlie- mann für Priamos' Palast hielt, die aber Häutem der III. Schicht gehören. Die Bauern dieties Dorfes setzten zuerst die Bargmauer wieder instand (z. B. PI. F 7). Ihre kleinen Stuben liegen gewöhnlich um einen Hof, und ihre Mauern setzen sich öfter aus abwechselnden, verschieden hohen Schiebten von Bruchsteinen und Luftziegeln zusammen (z. B. PI. G 6). Große Tongefäße (Pithoi) von eiförmiger Gestalt dienten damals wie früher und später (S. 184) zur Aufbewahrung von Vorräten. — Ihre verlassene Wohnstätte besiedelten andere (/F. SchMU)^ ohne eine Burgmauer zu bauen (Reste von schlechten Häusern im SW., s. PI. B 6). — l>ie F. Sieddvng hatte dagegen wieder eine dünne (l-l,8om) Mauer (PI. 7 h: A6-A7; dazu das Stück der Mauer und das Treppchen dabei in PI. B 7), die in der VI. Schicht allmählich durch eine neue 'b«aa«t^ «i:%«XiX. nt»^^. £fieöenie JSekiehi (8. 177). Mautm h&\>en «\rr Lleyd, Sjriach-KirBniaD. Linie i ielen iwelteii Di. dlrelil in 21 El., Bir.-E. Linie B, Im Winter, jeden uder TA. 1 Grieeb. -Orient. Ltnle A d. B, jeden Do, in 7i St., über KodOBto, OiU «ilt, KyUIlni und WslhjCSlin OS), für 77 fr. TO, 53 fr, BOcroll Verpflegung, - alMuiau Gtjierale JtaUana, Linie X-EI, jeaen znelttn Hd. In Via Tuei fUr I& fr. 10, 38 ft. fiOc. mit Varpfl. — ÜwrircAf Damp/idUffaArl, dtrslil Linie nach ÄJeinndrlB, mencbrnnl über HiiOini, jeden Fr, in 3SSt., Bond Unle, Jeden zwellon Mo. in IVh TageD, für 7Ü fr., 48 fr„ mit VsrpB. - Mtiu^erUt Marittma, Knodilüie, jeden Do. direkt in 21 St., fär GS fr., 40 fi mltTerpfl.) Linie ntkcb BnTum, j^d^n iweilEU Di. in 33 61., für 6D fr. mi Yerpfl. — Shi^vini ilaO, Jeden Dl. in S3 Gl., über Hyminl, für Sl fr. Dl VerpB. — FaalUMniBi-Qeiinichafl, ji^den m. über HytUini, in H/i Tigei für OB fr., SS fr. oims Varpllegung. — BvljarUcht DamffKMff-OettOiäiM Jeden Ud. über UTtOinl. — DieUrhe Lcva-m-Unii, MmM manalllcb lO Soijmii nach Konetentinopel In es. 1'/: Tagen, für 70 fr. mit VerpQ. Zur Einscbirfone In KoneUntinDpel Tgl. S. 71/Ti, Paß und Taia betreffend 8. it und 74. Der Damprer nmfälirt, nachdem er seinen Ankerplatz (S. 7^ yerlsieen hnt, die Setai-Spüze. R. 8lei iHra TtcMiftUK^^ m. ^«o^ ^ko^^^S^As^ oSrdl. bd Uiua aoiecgTsbeaer iooiHlie Lmjfsr von MjIiUnl ilbw i)i*rf|- mcb Bmyma t. S. 2*3. TonMytilini nehmen die Damptor nBchSmyrnasüdl. Knn. 'Auf dem FestUlide (I.) das StSdtchen Dikeli and dahinter die Bnp indeTTJmgebDngvonSfr{ffinia(8.!M6). DasSehiif passiert die SO.- Spitie yOQ Leshoa, Kap Malta, Ihr BegenQhet am FestUnd die did Arginüisä-lmeln, berQhmt durch den Sieg der Athener tm J. 40t Tor Ohr. Auf dem Festlande der Kara Dag (S. IM); tm W.-Dhl der von Ihm eingenommenen Hsiblnael lag Eand,BmS.-RaadmaM [jetzt TschandaTli) am Qalf von Tichandatli, der sieh naoli O. öffstl und den Kaikoi (S. 244) anfnimmt. Der Duupfer nähert steh dM Coi/ vcn Smyma (S. 192). 1 in. I 300 S^n 1. die VIje 15. Von Athen nach Smyrna. Uen. — DatnptBctiirfB direkt oder ütier CAim ia 1Q418(.. ichl B.sisü.: Öller^sielliM^a■ Llofd, Qrieciiiicli-OriealaUfAa ,. aber Sk>> SamoB, ObloB, Iscbegchm« in U St., für 70 rr. 3L M fr. So c„ mil Verpüe^D;;. — Savigacioae Benerali JlaHana, Linie X-IL Jeden zweileD Ba. Cil»T CUoa) iaÜB St. für 02 Cr. 7S, 36 h. 90 c. mil VerpO. ~ DaiOcIit ImmU-LMi, ct. 1 Tbr, moiuLll. 2 mal. — Statüchi DampftcHiffaJtt, dlnkle Linie Aleiandiia-KonitaoUnopel, joden Mo. direkt in ca. 33 Sb ßr 60 fr., iß fr. mit YerpU. — Mmagtria Maritima, Bandünie and Liiüe uefa Balonl, tedall iwaiten Ho. und Qo. diiBklinlO-30 Sl. furlO fr, mitVerpfi.— XkidJHaf jrnU, Linie KonltanUnopel-Aleiandiia, jeden Fr. direkt ia ca. 3Ü St rar B3 fr-, 39 fr. mit Vecpfl. — PauMBiiiM-Oataidia/l, jeden Do. über OUiil 1d25SI. SiirlQtT..31b.,diiBB'Vtrpä. — BidearitclliDamp/ictif-aagtiaiA ji^den Do,, Courlsi (XurUU) -t Co., jeden Di. and Sa. über Cbioi. DiEEKT. Athen, Piräm, die Einschithmg dort nnd die F&hvt ■■ das Vorgebirge Sonion und durch den Kanal d'Oro bis auf hohe Sw B. S. 62. Eine Weile erblickt man cnr dis Meer; die NördUota Sporaden bleiben anstchtbar. Nach halbtägiger Fuhrt werden t. to» Piorn (das alte Pinra, ans dem ni?ugdoclilscben Aufstände bekuuii) und Chios (3. 191) siolitbar. Mit ösH. Kurs an Ihnen Torbel ; Myti- lini (b. S. 188), dann dag Festland kommen in Sicht: sehlieSlid biegt der Dampfer in den Golf tod Smyrna ein, s. 3. 192. Ouna Caioa. Ton SquIou (3. G2 unten) ab prächtige Talut Ml. zwlEchen den Kykladen Lindutch durch den Kanal von Thermit zwischen Kea und Theimia, an tiyaros (1.) und Syra (r,, wo beider Hauptstadt Hormupolls manclimal angelegt wird) vorüber, dUB zwischen Megali Dhllos, Mlkra Dbilos, dem alten Delo«, M; kanoi (f.) und Tinos (1.) hindurch ins ÄgäUchs Meer (vgl. Baddxra Ori«\M- land). In nordSstllcher Riclitung welter. K. bleibt da» raahe Buf- land der Insel Ikaria und in der Feme Samoi, dessen Haii|ttatMK Wathy (3. 256} der österreichische Dampfer, vom direkten Kuianuk Ciios weit nach 0. ansbiegead, anl&uft. nach Smyma. EASTBO. 15. JKouto. 191 Die Insel ChiOB (türk. Säkis Adaaf, 826,7 qkm gioB, mit 70000 griechischen Einw.) mit ihien hohen schioffen vegetationslosen, aof Steinkohlenformation anflageinden Kalksteinbergen (im N. der Hag. Elias, 1260m) tritt immer deutlicher hervor. Die Südspitze Kap Mastiko (im Altertum P/ianä) bleibt 1., es folgen sanftere Hügel mit Ma&tiK- Wäldern. Der Dampfer fährt in die ca. 7km breite Meerenge, die jetztOhios vom Festlande trennt, dessen SW.-Spitze KapBianco oder Aspro (einst Argennon) weit nach W. vorspringt Im Kanal Klippen, eine mit einem Leuchtfeuer. B. ampMtheatralisch auf- steigend Tscheschmij Stadt von 5650 Einw. (Haltepunkt des Öster- reich. Dampfers ; Konsularagentur von Österreich-Ungarn), überragt von einem mittelalterlichen Schloß, mit lebhaftem Schiffsverkehr und Bosinenhandel. Bei Tscheschm^ wurde 1770 von den Bussen die türkische Flotte vernichtet. Dann um Kap EUni (einst Poseidion) herum zur Beede von Kastro. — Gaste.: Xenod. Nea Chics, gat. — Zollamt. — Koir BDLABVSBTBXTDifO haben DeuttcKktnd (Vizekonsnl Dr. Omstein), öiterreieh' Ungarn und England, — Post: türkisches, ötterreiehischeSt/ranzöstichesj rtusi' sehe» Poitamt. — Agentur der Banque Ottomane, Kastro oder ChioSy Hauptstadt der Insel Ohios, mit 14250 meist griechischen Einw., steigt halbmondförmig am Meere auf und nimmt etwa die Stelle des alten Chios ein, dessen Hafen einst tiefer in das Land reichte und jetzt versandet ist Das Ufer ist weithin mit Zitronen- und Orangenhainen, Weingärten, Feigenbäumen und Wohnstätten bedeckt; im Hintergrunde fruchtbare Hügel, überragt von kahlen Kalksteinbergen. Ort und Insel blühen seit dem furcht- baren Erdbeben von 1881 neu auf. Ein wichtiger Ausfuhrartikel ist das aromatische Harz der Mastixstaude. CMos wurde früh von den loniern besiedelt nnd war eines der reichsten und bedeutendsten Glieder des Ionischen Städiebundes,, dessen religiöser Uittelpunkt das Panionion (S. 256) war. Außer Ghios gehörten ihm an: Hilet, Ephesos, Samos, Erythrä, Kolophon, Lebedoa, Teos, Klazomenä, Phokäa, Prione, Myas und seit dem vix. Jalirh. v. Chr. Smyrna. Ionisch war also das schöne mittlere Stück der Westküste Kleinasiens, während sich im N. äolische (S. 189), im 8. dorische (S. 236) Griechen angesiedelt hatten. Wie Smyrna machte Ghios Ansprach, die Gebartsstätte Homers zu sein (S. 192). Im vi. Jahrh. besaß es eine bedeutende Bildhauerschule. Kyros eroberte die Insel um 615. Beim Ionischen Aufstande stellte sie zur Schlacht bei Lade (4d4) die größte Zahl von Schiffen (100). 477 wurde sie autonomes Hitglied des Attischen Seebundes und blieb Athen lange Zeit treu. 80000 Freie nnd 100000 Sklaven sollen damals die Insel bewohnt haben, die durch ihren Wein, durch Handel und Gewerbe (Betten und Sofas waren berühmt) reich wurde. 412 fiel sie von Athen und 394 wieder von Sparta ab, unter dem sie stark gelitten hatte. 377 trat Chios als erstes Hitglied dem «weiten atUsehen Seebunde bei} 867 schied es wieder aus. 201 kämpfte es gegen Philipp V. von Hakedonien, 190 mit Rom gegen Antiochos, 86 da- gegen auf selten des Hithradates. 86 wurde es frei. Nach dem großen Erdbeben (17 nach Chr.) wurde die Stadt auch vom Kaiser Tiberius unter- stütst. Später wurde sie BisehoüiitE und sehon 1080 von den Seldschuken verwüstet 1201 kam die Insel an die Venezianer. Von 1846 an war sie im Basita der Giustinianl von Genua, deren Wappen in der Zitadelle er- halten sind. Erst 1666 unter SoleVman wurde sie türkisch. Bekannt ist ihre Teilnahme am griechischen Freiheitskampfe und die Kiederwerfong im Xassaer« von Ohios (1822). r 192 JtouitlS. KASTRO. VanAlit» I)isZolluDt(Telonlon)liegtneBt]. gsgenübet deiBafenelntihi\| dsbei Kaeenven, dsi Amtssitz (Eonali) dee Kümakaros, demOkiii Pbeis, Iksiis und die kleineren uiollegendeii Inseln onterateheni «> Idbpi riarcb rawflJaEerio Inseln (S. aUl e"»^^***^«'' Bacht auCcinor HalbiaKl, M, daß a twel Hafeo hatte. DIePbc***! eiBoWo«™ a-afitMAmÄam-'-'-^ FW Cir. Uaa^liB (Mar«ll)6) nol ™ Mi6 "''^^*; '■'5.^*Si •raadetten rlBle rdche phokÜMiio Ki.nlle>i» »■™i *" naehSmyrna, PHOKÄA. 15. Route. 193 persisch wurde. Von 478 an war Phokäa beim Delischen Seebnnd ; 412 wurde es wieder persisch, blieb aber noch Jahrhunderte eine bedeutende Stadt, die 189 vor Chr. den plündernden Römern reiche Beute bot. — Von Besten des Altertums sind nur an einigen Stellen die Bettungen der Mauern im Fels erkennbar. Weiter südlich (1.J die Jetzige Mündung des Oedis Tschai (Her- mos) und die weite flache, von ihm angeschwemmte Ebene (s. unten). Aus der einförmigen, nur mit veiB glitzernden Salzpyramiden be- lebten StrandUnle springt nur ein Berg, eine alte Insel, mit den Resten der Stadt Leukäy hervor, die zu Elazomenä gehörte. R. die ,4ange InseF (,,Makroni8i'', KibsUni^ im Altertum Drytnussa). Im S. hinter Eüsteninseln die StStte der Ionischen Stadt Klazomenäy jetzt Hagios Joannes (Quarantänestation). Klatamenä (S. 191) wurde von Kolophon aus auf einer Insel gegründet, die zu Alexanders d. Gr. Zeit durch einen Damm mit dem Festlande ver- bunden wurde. Die Stadt wurde etwa gleichzeitig mit Fhokäa persisch (S. 192), gehörte dann langer als andere zum attischen Keich und war von 387 vor Chr. an wieder im Besitz der Perser. Elazomenä war die Vaterstadt des Philosophen Anazagoras. Ziüilreiche bemalte archaische Tonsarkophago wurden hier geftmden (S. 106). Hinter Klazomenä öffnet sich die kleine fruchtbare Ebene von Wurlä (4476 Elnv.), mit Feigenbäumen, Ollvenpflanzangen und berühmtem Weinbau. Welter östlich steigen die Bergspitzen der „beiden Brüder" (S. 201) auf. Der Dampfer wendet sich direkt nach 0. und passiert die schmale Fahrrinne (Leuchtfeuer), die zwischen dem S.-Ufer und den Ablagerungen des Gedis Tscbai (S. 237) noch geblieben ist. 1886 ist ihm zu rechter Zeit noch die neue Mündung gegeben worden, sonst wäre Smyma etwa in einem Jahrhundert eine Stadt im Innern Winkel eines Binnensees geworden (vgl. S.223); alle Gefahr soll aber nicht beseitigt sein, da die Meeresströmung auch jetzt die Sinkstoffe nach S. führt. R. auf einer Halbinsel das türkische Fort Sandschak Kalesi, Im NO. treten immer imposanter die Massen des Jamanlar Dag (S. 202) und dahinter des hohen Manlssa Dag (S. 237), des alten Sipylos, hervor. Südl. davon nach einem Einschnitt der Tachtaly oder Nif Dag (S. 202). Vor ihm am Meere mit alten Mauern und vielen Zypressen der Berg Pagos (S. 199). An seinen Abhängen, um seinen Fuß und weithin nach SW. und NO. dehnt sich prächt^ In weitem Bogen am Meere Smyma aus. Nach kurzem Aufenthalte auf der Reede laufen die meisten Dampfer In den engen, durch Dämme geschützten Hafen ein. 16. Smyma. Ankunft zdb Sbb. Wenn die Ausschiffung erlaubt ist, kommen die Bootsleute an Bord, ebenso die Fährer (Dragomane, S. 195). Wer der Landessitie und Landessprachen unkundig iat^ maig eVcb. \svVt \.bx«.T WJw^^ das xknMng»nehme AnJandkommen eTleieb.ietii\ «omaX «^xA %\& Vri ^x&:v<^> Miemlieb entbebrliöh. tfaa wird an die Dovom O^VB^^K^ ^^'«Kt«^^^\^V' OepMek). — ^oüdarchfaehuBK CiibeT ^iktteii xmÄ. ^'aOt^T % . ^ . '^ v:^l^ TrfnkgeUl ronU2tr. enpart W^t^Sli«! I>V^1?*.*%^ V% ^^JK^^^^^^"^ Btedeker^B Konatentinopel u. KldiiMl«a, V^ 19i Saulcie. SMTRNA. PrakLVorim. Bureau dviebeu Bbgeuammen und kt^unuD ap'iiei lurückgebolt werd Der GspicklrBger (Bamdl) bekommt elDiga Kuater BllliBr. Bei der El. achifrung, uucb bei der Fsbrt vod aod uaob türk. Hafen (auBer mllda LokalboolBD, B. 19S), gleiube Umslände, — Geld >. unl-~ BiBSHÖFE^ 1. Pmt-'-BixlmhDf (PI. E 2) der OIlomaD naUwif, am ND.-Enda dm Quais, für dia Liaiea naGb bei dar Karawaombräcke s. b'. 1B9 und BOi. — j. Br<. .._ _ , {Fl. 1>B) dsT Smina-Kasaaba-Balm, Im ATmeoisnieTtcI (S. 199), fär Kor delio [S.200), llaeneala, BaiEama (Pargamoo), Sari, Aflun "■—■-- - -i die Lokalbahn Hack Burnabad; der Weg ist nicbt lelchl z a(sthgts(vel, S.xi/eit, akkordlenn): Qr.-H. Huck ( sckerWirt), am IJüsi ichväg BeBennber derMonaim, gelobt (Zweiglütal [{J-IS, il. oder I. Wirt), am Qual, IrHcbl: H. de TE^yple, am (jual) II. Leonidas, ^uni J, SpsiBahftBiei; Sramer (FUaener und Uflncbtner BierJ, am beim H. aela Villa lEäpnbliqno frintaite, Eue ParallHe; Oii UralaBne, q,a^ Anglaia; Anglelerre. Kaffee- und Blertaanier (alle am QnaJ): Krämer (a. oben], I (im H. delaVille). KeaKoilnna, Poseldoo, Cusli, rAIbani Cs.ii PariaUn, BrJiiserie PunllBam, Brasserle Strssba Ktoaa DKD Veikibe (ElDführnng duroh MilgUeaBr). DcaUchtr Fd* (ZeiluDcen, Kegelbahn), FcemdenkarlD SO Fl. B. [ür den llonat; Sm (M (IDS)^ Ötrcli dri Earopifui; Sportinf Club; eHichUcIiii Ooiino. Theater. iMca (s. oben), Im Sommer abend! Theater oder Konnrtl TUSlrt da Quoii (PI. C 3), im Sommer if--'—-—-^- " ■•— -■-' chlMheSldeke; Thülre du SponlBfi Club, in lieniielie Oper; alle am Itflai. e Operetten und ffü' Geld. Iiie ganebarsten Geldstücke sind in Smj-ma wie in Eon nopel (S. Tb) die SIlbersKicke xd 1 PlatUr (Wert 21-32 e.), 2, b, ]0 f Abi Ifedishlii = SDdleaer sog. giaten oderSlIber-Plaitsr, Pi. 8.) SBdli< oder das lartKcA; /YHiuiraDldmanEe lu 1(X) nicbt kataierenden OoldDlHta& naeb denen aber dieBaknen u.a. Öllealilehe Kasien re<:hnea) = fllB M 8. Der Sapoleon 120 fr.; Sa'/s Pi. Goldl = 91 Pi. 8. Ein engl. F 118 Pi. a. _ Oerorderl werden aber tUli, wenn es nicht beior wird, die (nur ala Zählmünia dienenden, nicht geprHgl Torhait , _, aehlecbten PiaBter: I Fi. 8. = l'U mbleebte l^aster; >/, HodseUds aVii i/> MedBckid = Ifii/ji 1 »cdsebid = 33; 1 Lira = 178; 1 ITapaleor - IfiBiöfr. =39: 1 fr. = 71/, acblecbtoFiasler. — Kleine Sqmmea luu ■ 1 »ilbarpiaster = illet.; I Tscheiiek = JeUet.; 1 Ucdschid U'tSml 1 fr. = 17 Met. — KnpforBeld weiie man in Smyroa inrück. BÜdli^ Ton Sm;ros sind daion hanpisöchlicb im Oebranch Stücke i 3 aoblecbten Piastern; dasu uroCa jchlecbta Siiberttdcke vod G Piaatem. Über Pergamon «. S. 2IB. Oeldweebaler Tor dem Hut. Bock und de» Pasiage HBoiseber (W. 3. i). Für daa Wechseln eahlt man je nach dem Betrag 2-5 HetaUlkii ' oben azigefTlhrien Betrüge werden Fremde nicht leicht voll erhalten. Banken: Bnn^e Jj^iriah Oaonalu {PI, Ri), Qaal Anglois; CriMIÄ nail, Rat Franquei Banqvi 4i itilrUn. Wa(«n, an den Hotels und Bahnhöfen. Dia Kulacher sind ortakundig und nicht billig: einfache Fahrt 1 ti.-'ji UedscUd , die INediehldi 'k^K etwa 3 Uedachid. — Ffeide am Fvanlah-Plnla nri.i etwt 2 If«dscbid fiir den Ta«. Auch in den St^luogen dti Joekiykl atad JUetpferda an ha^eo. — Bau., liel äen \s Tep^ u. a. 0.: am Quai (s. S. 198), ebenso Boote, Sragomaae (meist Juden) sind bei Einkäufen entbehrlich, weil fran« zösisch oder italienisch fast überall, auch im Basar, verstanden wird. Ein Lustro (s. unten) zeigt den Weg. Die Dragomane nehmen etwa 8 fr. für den Tag, nach außerhalb mehr (s. S. xii). Für manche Ausflüge werden sie vielen unentbehrlich sein, für Ephesos sind sie entbehrlich. Lnstri (Stiefelputzer), 1-2 Metallik für Stiefelputzen. Konsulate. Deutaches Reich (PL 1 : C 2), am Quai : Generalkonsul Dr. Mordtmann. — Öiterreieh-Ungam (PI. 2 : B C 8, 4), Quai Angltüs : General- konsul Frhr. Baum v. Appelshofen. — mederlandt: Generalkonsul Dr. V. Sturler; usw., vgl. den Plan. — Der PaA muß für die Reise in nichttürki- sches Gebiet auf dem Konsulat visiert werden (I6V2 Pi« Gold); das Teskeri (8. xv) für Beisen in eine andere türkische Provmz wird auf Grund des aus- ländischen Passes im Konak (S. 197) ausgestellt; man läßt es am be- quemsten durch das Hotel besorgen (ca. 1 Medschid). Für jede weitere Reise ist ein neues Visum (2-3 Pi.) des Tesker^ erforderlich. Post (vgl. S. zvi): DeuUehe Pott (PI. 6: B 3, 4), in der Querstraße I. vom Hot Huck; ötterreiehitelit Post (PL 7 : G 4), Passage Tenekidis; englische Poet (PI. 9: C 4), Rue Franque; französische Post (PL 8: B 4), Bue Parallele; russische Post (PL 10: B 3), Passage Hönischer; türkische Post (?]. 11 : B i) im Höt. Huck, gegenüber der deutschen Post. — Telegraph, türkischer und internationaler (Eastern Telegraph Company), am Quai neben dem Zollamt (I. Stock). Telegramme für die Türkei werden in das Türkische übersetzt ; außerhalb Smymas werden meist nur türkische Telegramme angenommen. Oampferbnreans (vgl. S. 186, 190, 243, 254), am oder in der Nähe des Quai. Fahrpläne in den Hotels ; man erkundige sich genau, da nicht selten Veränderungen eintreten. Lokaldampfer s. oben. Ärste (Adressen in den Apotheken zu erfragen) : Di\ Kaller (deutsch), Chasseaud, KondoUon^ Diamantopuh (spricht deutsch), LeskoptUo (ebenso), Jsigonis (Augenarzt). — Apotheken: Moore {London Pharmacy; deutscher Bes. Haug), Passage Hönischer ; PerirU (Qreat Briiain Pharmacy)^ Franken- straße; Royal English Pharmacy; Perpignani. Bäder: in den Hotels, ferner bei Jovanovich an der Galatzo Sokaki (PL C 3), warme Bäder. — Türkische Bäder im Basar, wenig reinlich (vgl. S. 73). — Sebbädbb : an der Punta (PL D 1 : z. B. Eden, 2»/« Pi. S. mit Wäsche), in Gös Tepi (S. 201) und KordeUo (S. 200). Xuropiiache Artikel: Au Bon Marchi^ The Anglo-Eastem Cooperative Co., Soktri, aJle Frankenstraße. Photographien (nicht besonders reichlieh und gut) bei Lind, Rosen- •traße (PL C4); Bübellinpire etßls, Frankenstr. — Photoobaphischb Ab- tikel: Blumberg, Optiker, in der Frankenstraße. Baohhaadlung : Abajoli, Rue Franque 39. Zeitungen. Fbanzösischb: Courrier de Smyrne; La Ri/orme; Journal de Stnpme ; Vlrnpartial. — Gbibghischb : Amaltheia ; Harmonia ; Nea Smymi. — TtBBZSCHB: Mismet; Aidin. Knaenm (PL B 4, 5; S. 198), Eintritt täglich 9V2-12 und 3-5V2 l^hr; um Ostern und im Hochsommer geschlossen. Antiken stehen auch unten im Garten und in der türkischen Schule beim Konak (S. 197). Eine gute Sammlung, besonders von Terrakotten, besitzt Monsieur Gaudin, der Direk- tor der Smyma-Kassaba-Bahn. 196 BouU Iß. 8MTUNA. 1 OntUUitft. Deci CH-EfWaEll5CBEI Bü ti; 11 br vorm in iler bolläDdlMben Ka elie (n jId«, wi . udau UobBpVAU» i.t; Pfur «r Sirt« cald). - EbBLUCHE«! 1 m Knnsu ll(SO lOVi Dhrt. i» tS.201) Bndäcbi (s. aoi). 4acuBB: iD der K.{b«- «nlPl. 1%.'° Die aFiH»«» (KlMlo, obennTOik«- (ladt, st Chia -Bahnhaf-, ibra religiö-e fJl^OEfl mil (m. tag») atstt (ia Sommei gewöholi 'h^ci l la ishenl. Ins uodOrl rfobJi Dun im Hutet) der Wob i<( obue myroB biaMI dam 'äerKon vurhEr h b, WOBi .(".".'«.fÄ. dDrub dl Stadt ™ Vorniittoe, eine Bee '^"^ ' S^,'','!F. hmitUg yorba ev. iDt E«? _ . . . ., 3. lOBI ItibDBB dnrehBn» |1 Tag). 2 »eitaro T.ga Iuia< jnii NulsoD »Qf die wei«™ Unijsbnng (S. MO) «orwaudau. Uöer die Keiio» Smyrna, tQrk. limlr , unter 38° 2ß' nöiill. Breite, mit übet 200000 Rinw., liogt aof einer Balbinie), die tod S. Iq den Meer- liueen hinotniagt und von Ihm den Golf von Bainabad ticnnt, und »n den Abhängen des Payas-HügeU (lüOm), der Bio vön S. her be- herrscht. Eb ist Hanptstadt der Provinz (WUaJet) Aidln (55900qki> mit 1396000 Elnw.), die die Regiernngsbczirke (Sandgchaft«) Smyniä, Sanichau, A'idln, DeuUtü, Menteschd uiafaBt, Sita de* Geneiilgouvernenra (Wali), eines orChodoxeci, eines römiacli-kitli»* ÜBchen und etnes umeniechen Erzbischofs. Zahlrcicbe GotteshSuMt, Schulen, Wslsonhäuser und HaspltSler der verBcUe denen EOD- fesEionen und mehrere Mlseionen sind in der Stadt lerstieut. Smyrna Ist der Hafen für die Eracugnissc des wesU, Elela- aeiens, nachdem die alten Hüfeti an den Mündungen der anderen g;roiien Flüsse durch Anichuemmungen vernichtet sind. Durch die Ablenkung des Gedi9 Tsekal (Hermes) wurde ea vorläufig vor dem' selben BcMcksal bewahrt (S. 193). Der Wort der Einfuhr betragt jährUch ungefähr 100 Millionen fr., der der Ausfuhr 80 MIIL tt. Eingeführt werden suCar Kolonialprodukten so ziemlich alte Er- nougnlBBe europüiacher Industrie, da die Oewerbtätigkeit In du Stadt gorlog ist. Von Anefohrartikeln Bind am bekanntesten Tep- piche und Feigen. Ark Teppickai werden im Jahre etwa öOOOOOqm Im Wert von 7'/s-fl Millionen fr. ausgeführt. Sie werden weidjer In Smynia selbst als im Inneren des Landes, besonders tu Usehak (8. 243), GflrdeB (nördlich von Sardes), wo man persische Muster webt, und von den wandernden Stimmen, den Jürühen, verfeitlgt. Moderne enropSische Muster beginnen aber die alten elnhelmlseben und Anilinfarben die guten euhtea FarbetolTe Krapp, Cochenllla und Indigo zu verdrängen. Auch seidene und besonders halbseldena Stoffe »erden noch im Lande hergestellt. Dar Handel mit Ftigm l»t bedeutend; ungefähr 60000 Säcke werden Jibrlii* versandt, 10006 Siclie im Landa selbst verbraucht. Sie stamm cii groBentellsaDB der GegendvonAidin(S.212). Sonst werden noch Wein, Ro«lnBn,Tibii, Öl, Wolle, Baumwolle und Srhmirgel ausgeführt. An Dauipfem Uli' Se^lachlffen verkehren Jährlich etwa 7000 mit über 2 HUltoiiM Tonneü Im Rdea. 1 Geschichte, SMYRNA. xe, Route. 197 Den ausgedebnieBten and besten Teil am Meere nimmt das Franken vierteleio, das von den Europäern , besonders Italienern , Franzosen, Österreicbern, Engländern nnd Levantinem (zusammen nacb Schätzung etwa 15000) bevohntwird. Dahinter breitet sich das große Griechenviertel (über 100000) aus, das sich mit dem der Franken verschmilzt, und veiter südl. das der Armenier (12000). Südl. und an den Abhängen des Pagos erstreckt sich die Türkenstadt (60000); von ihr ist das Judenviertel (20000) eingeschlossen. Die griechische Sprache überwiegt; die gangbarste Verkehrssprache ist das Franzosische; das Italienische geht zurück. — Das Klima ist gesund, wenn auch die Winter durchschnittlich kälter, die Sommer wärmer sind als in Neapel (Wärmemittel im Jan. 8,2*» 0., Apr. 14,6°i Jiiü 26,7°, Okt. 16,9°, im Jahre also 18,7°). In der helBen Zeit ist der wegen des Gebirges als Nordwestwind ein- fallende Nordwind (Imbatto) ungemein erfrischend. OssoHiOHTB. Bmyma wurde im zi. Jahrb. v. Chr. von äolischen Griechen weiter nördl., vom Meere entfernt (S. 208) gegründet. Die lonier eroberten die Stadt dea Handels wegen von Kolopbon (S. 204) aus iin vn. Jahrb. und fügten sie als dreizehnte ihrem Bunde zu (8. 191). Bald war eie aus dem- selben Ornnde den Angriffen der lydischen Könige ausgesetzt. Sie wider- stand dem Qfgu und erlag um 575 dem Älyattei (S. 240). Die feste Stadt wurde zerstört und die Einwohner in Dörfern angesiedelt. Erst die Könige Antigono» und Lytimaeho* haben, einen Plan Alexanders d. Gr. ausführend, ein neues Smyma an der Stelle der Jetzigen Stadt geschaffen. Es wurde einer der schönsten Orte Kleinasiens und führte in römischer Zeit wohl den Titel .erste Stadt Asiens". Berühmt war das Homereion, ein dem angeblich hier als Sohn des FIuCTgottes Meles geborenen Homer geweihtes prachtiges Heiligtum. Smyma gehörte eine der sieben apokalyp- tischen Kirchen (Off. Job. 1, 11 ; 2, 8) an ; in Smyma erlitt (166) der Bischof Polykarp den M&rtyrertod (S. 200). Nach furchtbaren Erdbeben (178, 180) sorgte Kaiser Mark Aurtl für den Wiederaufbau. Den byzantinischen Kaisem entrissen 1084 die Seldschuken die Stadt, um sie bald wieder zu verlieren. Während der lateinischen Herrschaft in Konstantinopel (1201-1281) blieben Smyma und Umgebung unter dem Zepter des griechischen Kaisers in ÜTlkäa. Das Kastell auf dem Pagos wurde mehrfach verstärkt und von den Genuesen noch ein zweites, jetzt verschwundenes Kastell S. Pietro am Heere gebaut. Von 1844 an schirmten die Ritter von Bhodot die Stadt, die infolge der fortwährenden Kämpfe gegen Seldschuken und Osmanen als Handelsplatz gegen Altoluogo (S. 207) und Palatia (S. 282) zurücktrat. Erst Timw (S. 163) nahm und verwüstete auch Smyma (14(U), und 1424 geriet es endgfiltig in die Gewalt der Osmanen. n^'s Auge Kleinaeiens*^, wie sie es nannten, blieb von da an von Krieg verschont, hatte aber unter Erdbeben und Bränden oft zu leiden. In den letzten Jahrzehnten begann ein bedeutender Aufschwung, zu dem die großen, von einer französischen Gesellschaft 1868-80 ausgeführten Quaibauten beigetragen haben. Der Quai mit der breiten Quaistraße zieht sich von NO. nach SW. in einer Länge von 8t285m von der Landspitze zwischen den Golfen von Bumabad und Smyrna, der „Punta" (PI. D E IJ, bis an den Fuß des Pagos (PL A6) hin. Eine PferdebahnUnle (S. 195), auf deren Gelelse nachts die Hafenbahn verkehrt, läuft auf ihm entlang; sie beginnt im SW. gegenüber dem Palais des Generalgouvemeurs (PI. A 5, 6), dem Konak, in dessen Garten einige Antiken aufgestellt sind; beachtenswert sind drei Kybelebilder und die Fragmente eines Kentaurenfrieses vom Dionysostempel in Teos (S. 255). Südlich vom 198 Hflufe 16. 8MTRNÄ. Äfu«eum. EoMk liBgt am Meere eine große InfanlerUkascrne; sn ihrer O.-Froal fuhrt die Pfetdehklia nach OSs Tep« (S. '201) onUong. Das südlicht StQck des QuaiB, das von der Kaserne nüidl. an dem durch Holeft geichütiten, Ton Schiffen Jeder Art belebten, aber zu kleinen Bftintn- haftn enlUng führt, dient ansscblleBKch dorn Handelsverkehr. Hiei dringen aicli iwiscbeo den aufgastapelten Waren die SchiJTar, Ar- beiter und HKndler, bewegen steh Karren nnd Züge schwerbBladeneT' Kamele mit dem Easl an der Spitie. Die Hinser sind dürfdg nni enthalten Kontore und. Agenturen, GeschStte nnd Caffs. Die groBn DnrchgangshSuBflr heißen nach den in ihnen beOndlichen Niederlage* und Kontoren der Europäer Froni; Banit. Auf dem Molo neben der Einfahrt im NO. (PI. B 3) liegen Faßiuttaii, liouant (PaEgaeiei- lollamt) und TiU^raphmaml [S. 19ÖJ, auf dem SW.-Molo [PI. ä4, Ö> das BaupkoUamt. Zwischen beiden ist eine Anlegestelle für dil Lokaldampfer. Die nHtdIlche DKlfte des Qnaia trügt ein vSIlig uiderei QeprSge. Sie iet ruhig und aanbor; außer einigen Oafäs sind dll' HSuser Echmuck und Tomshm und werden von roichen Privatleuten bewohnt. Auch das Ccufii^Af AoiMuial liugt hier |_P1. 1 : 02j. Bak« der Punia mehrere Seebäder (3, 195). Biegt man um die SjdUa herum, so erreicht man auf dem bequetnst^n Wege den Amfa- Bahnliof (S. iU). Vom Qual führen Bchmale SlmOen In die Stadt: die hoIebtetteB Bind die GaUlio ßokaki {PI. B 0 3j und weiter nördlich dli Bella Vlsta (PI. D 3), Auch die Pauasen HönUcher (mit d«t russischen und der deutEchen Post; PI. 1) 3, 4) und Krämer (P\. BS) an Ihrer Fortsetinng der fiew Clab) vermitteln die Verbindung nR der Stadt und führen zunUcbet zur langen Rue Parallele, weiterhin xumQuai Anglals[Ma!teserBtraBo;iark.C)ftJBaj;i£aHir)uni1 durch Gassen nnd Pasf agen (Boit Marelil^ otwas L, n., von der Psieaje H5nischor, und Tenekidä, PI. C 4, mit der österreichischen Post) tut Hauptstraße der Stadt, der etwas breiteren sog. Frankenstra&e, die in Ihren einzelnen Teilen verschiedene Namen trlgt, Bue dti Verrtrlrs, Itut Franqae, Rut Traua a. a. An ihr Hegen viele eui«- pSiseho Geschäfte und elnhoimisclie Läden; ein Gang durch sie lohnt lu allen Tageszeiten, Östl. von ihr folgt ein Gewirr von Gassen und GtOchen, in dem man sieb schwer zurechtflndaU Aus Ihm seien dll htthol. Kathedrale St. Jean [PI. G4) und das Preußache Diakoniite»- haui Olli Kirche (PI. C4) genannt. Folgt man der FrinhenstraOe niek; SW., BD hat man ]. die frinzüüisclio Kirche Sl-Folyearpe mit einen Kaputinerkleiltr (PI. B 4) und weiterhin die griechische Kathedrale jliPÄo((ni(Pl.B4i derEileuchteten, d.h. der bekehrten S am arilerin geweiht). Neben dem wenig sehenEwerlon Hau steht das PiUait du ErtbiKhofi ; durch einen Durchgang in der SO. -Ecke des Hofes er- reieht man das lliu«nm (Fl. B 4, b\ das mit einer Bibliothek xni Evangetlki Seholi gehurt. Dai Hiueiiiu [EiDliill >. 8. ISR), du nur CUr Arcbli»lo;en tod Inloraut '(', entbüit eJul(;e yute 8kDliii"'i>" DUiTtallFlt, EiiLcBOi, Garici undiiider** m Umgebung von Smyma, PAGOS. 17, Route, 199 kleinasiatisclien Orten, ferner Inschriften, Terrakotten, Glassachen und Münzen. — In der Bibliothek Handschriften des Alten Testamentes und des Physiologos, beide mit wertvollen Miniaturen. Die Frankenstraße mündet bald hinter Ai Photini in den Baiar (PI. B 5). Wenn er auch weniger ausgedehnt und reich als der von Konstantinopel ist, so verdient er doch einen Besuch (geöffnet von morgens bis Sonnenuntergang). Teppiche (S. 196), ältere Stickereien und moderne Seidenwaren kauft man gut und preiswert ; die Antiken sind meist gefälscht Per Basar gehört schon zum Türken viertel, das sich mit seinen stillen Gassen den Pagos hinaufzieht und nach S. bis an den großen mohammedanischen und den alten jüdiaehen Friedhof iQicht-, in der Nähe des letzteren liegen, schwer auffindbar, die Stätten von Tempeln des Asklepios und der Vesta (PI. A 7). Das Türkenviertel mit über 40 Moscheen und einem Kloster der tanzenden Derwische (S. 196) nimmt den Hauptteil des antiken Smyma ein ; die im xTin. Jahrhundert noch vorhandenen Reste von Mauern und Hallen sind jetzt verschwunden. Das vom türkischen eingeschlossene Judenviertel (PI. B C 5, 6) enthält fünf Synagogen, ist sehr un- sauber und lohnt Samstags wegen der Festtrachten vielleicht den Be- such. Aus dieser Gegend kann man, mit Führer, zum Pagos hinauf- steigen (s. unten). östl. von AI* Photini (PL B 4) erhebt sich die armenische Kathe- drale (St'Etienne; PI. C 5) am Rande desArmonierviertels. In ihm liegt an sehr belebter Straße der Basma Chani- Bahnhof (V], D 5, S. 194). Südl. von ihm läuft nach 0. die Kemer DschaddesCj eine der verkehrreichsten Straßen der Stadt. Weiter östl. schließen sich Gär- ten und Friedhöfe mit dunklen Zypressen an. Zwischen ihnen er- reicht man den Metes (den H. Kiepert jedoch mit dem Flüßchen bei Bumabad identifiziert), über den die Karawanenbrücke (PI. E 6) führt; sie trägt ihren Namen nach dem starken Karawanenverkehr, der über sie in das Innere geht, und ist ein modemer Bau auf alt- griechischen Grundlagen und späteren Resten. Weiterhin wieder Friedhöfe, dann r. die Station f, Kar awanenbrücke^ (S. 204) der Bahn nach Aidin; 1. jenseit der Bahn noch ein griechisches Quartier; geradeaus gelangt man zum Dianenbad (S. 200). 17. Nähere und weitere Umgebimg von Smyma. Zum Pagos (160m) steigt man an den türkischen Friedhöfen (PL ABT) vorbei oder vor der Karawanenbrücke (PL E ö j s. oben) rechts in 1 St. hinan (Führung ist in dem Straßengewirr kaum zu entbehren; unterhalb des Kastells schließt sich ein türk. Gendarm an). Der Pagos trug die Akropolis des von König Lysimachos neu- gegründeten Smyma (S. 197) und später ein Kastell. In seinen W.- Abhang am Fuße eines mit Hütten bedeckten Vorhügels ist das Stadion (PL C 7) eingelassen} seine Form ist im Terrain noch deut- 200 Baute 17. KOBDELJO. ümgebvng vm lioli erkennbar. OUefhalb der nBrdl. LsiigBeite befand sich angebtick das Orab dei B. Folykarp (S. 197), der bei äei Chitatenveifolgmi Kaiser Mark Aureis Im Sudion Terbruint wurde (155 n. Chr.) ^ heute liegt an der Stelle ein kleiner tiirk. Friedhof mit dem Tdäei de» Jvtnf. (PI. C 7) und einer hohen Zypreaae. Jenfieit (nüidl.) des Wega etwu höher eine SignalsWtion. Von dem Thtaltr (PI. C D 6, 7) am H.-Ab- hang ist kaum mehr als ein Stüct der rächten Vorderwand des Zb- Bubauenraums erhalten; daneben BtelnbrOche. Auf doni Berge Unden Elch nur hie und da noch Heste griechischer Mauern, aber die «M ByzantlnemandGenaeaon, TondenTbodischenRitiemund Oamisai' ort erneuerten nnd Terteidigten Werke ruhen wehl vielfach anf alU Gcundlagell, xv'ie sie auch z. T. ans alten WerkstQcken aufgeBChlchUt sind. Innerhalb dos weilen Hauerrings SudBt sich nur eine gröl* Ziileme byzanllnl sehen Ursprungs, metirere kleinere späterer Zelt und die Bulne einer Mosehte. Prächtig ist die *AuBBle1it anf di> Stadt, den Uolf und das Oebirgaland südl. von ihm, nach 0. iB das romantische Tat des Melea (3. 204), auf die Ebene Ton Badieh«' (S. 201) und die Berge dei Hinterlandes, nach KO. in die frn«h(' bare Ebene von Bornabad und auf die Oeblrggmaseen, die sieh m dem hohen Maniaa Dag (dem alten Sipylos, S. 237), dem niedtigtf Siihandtchaleli und dem höheren Jamanlar Dag (S. 202) ziiBai setzen, im NW. auf das Sache Schwommland des Hermos. - Abstieg kann man auch nach S. za antreten und gelangt nach 1 St> in das Tal des Melti, nach einem Kloster (S. 204} auch Eliattid ge- nannt, mit zahlieichen Kaffeehäusern. Auf guter Straße durch d» St. Annental inrück nach Smyma (s. S. 201). Das DiANENKAD. Votfoigt mandieCbauBsconach Kaaaaba(S.239), die über die Karawanenbrücke führt and die Bahn nach Aldin ktetui (S. 199), welter, so hat man jeuscit des griechischen QtiartlenL oben die Kirche der H. Konttantin und Eeteaa nnd weiterhin ii ' elrtooiBügel dleaufEmpfeblungzngänglicheff'elnidhrdilaDM ^ tchtn UandeliveTeini i r. weller entfernt das fromösisckt Waüenha»i^ Sl-Jastph, Nach i/a^t- liogen r. rümische Bnincn, 1. daa anrnntiptl sog. Siuienbad (Halka Bunar), ein Inmltlen prachtiger FlatuMi. gelegener, seh II fQb erwachsener Weiher. Ergehürt mit BeinernEheM» ijiogcbungder SociftädcsEauxdeSmj'ine und Ist nur gegen Euieii zugänglich. Aus ihm wird Smyma mit Wasser versorgt. An det iJtraSe etwas welter Qstl. (L) dae kleine Cafi de Diane. FortsetzanS des Weges nach BunarhaicM s. S. 202. ZordeKo (Caßt; SeaMer}, ein am Nordufer des Golfs in Olitoi schün gelegene;, ala Sommerfrische besnchtes Stidtchen, ecreliill man mit der Bahn (vom Bastua Obanä-BLf.; 11km in '/s St; I. K 3 FS. Oolil. bin u. lurDck 3 ?1, ; vgl, 3. 236, 237) oder mit Loki ^"opfem ca. 195; alle l/2St.,IaI3U■E\.a.,■WL'^^l.^1.'Slal\.l.^^¥L8; Klnlee Dampfer fsbreu vtäter nicli Haeia 'tlMiAi' V*-'»®!'»*'»*^ (S.S(BI, andere direkt nadi dtawn OtWt. ■, 4at «öitsKli \B. i.» .«: Smyma. .BIJDSCHA. LT.Rouie. 201 Gö8 Tbf^ und Ilidscha. Vom Konak (S. 197) aus fulirt eine Pferdebahn (S. 196) an den S. 199 erw. alten jüdischen Friedhöfen (1.) mit den Tempelstätten vorüber und durch die Vororte Karataseh und QuarairUfnaf die sich auf dem schmalen Küstenstreifen längs des Golfs hinziehen, zu der hübsch gelegenen Vorstadt Oöb Tep^ (Ökm; 3/4 St), mit römisch-katholischer und griechischer Kirche und Cafes am Strande. Man kann auch mit dem Lokaldampfer (S. 196) oder zu Wagen (s. unten) dorthin gelangen und nach Ilidscha weiterfahren. — 6km weiter (Wagen von Smyma in kaum 2 St. ; hin u. zurück •2-3 Medschid) Ilidichai auch Lidseha oder Agamemnorubad ge- nannt. Es besitzt helBe Mineralquellen und liegt malerisch am Fuße des Gebirges der „Beiden Brüder*' (Dyo Adelphia, türk. Iki Kar- dasch; 991m), das man von NarUderi (jt^n der Ohaussee von Smyma, südl. vom Fort Sandschak KalesQ besteigt (1 Tag hin und zurück); oben weite Aussicht Badioha, ein s.o. von Smyma gelegenes und als Sommerfrische besonders von Engländem bewohntes Städtchen (englisches Club- haus ; Rennbahn, Rennen an den griechischen Osterfeiertagen), er- reicht man am raschesten mit der Eisenbahn (9km in ^2 3t.. I. Kl. 3, hin und zurück 4 PI. S. ; Abfahrt vom Punta-Bahnhof, S. 194; täg- lich 9 Züge) ; sie berührt die Station an der Karawanenbrücke (S. 199), bald darauf (6,5km) Paradiso und wendet sich später w. nach Budscha, — Empfehlenswerter ist die Wagenfahrt (IV4 St. ; hin und zurück etwa 2^2 Medschid) durch das romantische, auch aUein lohnende 8t. Annmtal mit den Aquädukten (S. 200). Um die Ebene im 0. von Smtbna genauer kennen zu lernen, em- pfiehlt es sich, die beiden nächsten Ausflüge in folg. Rundfahrt zu- sammenzufassen (Wagen, 3-4 St., bei kurzem Aufenthalt 2-3 Med- schid). Dem Quai entlang, am Punta-Bahnhof (PL E 1) vorüber, zwischen Speichern, Fabriken und ärmlichen Häusern der Pferdebahn (S. 196) nach, die nach Dekara führt (Chausseegeld 12 Met.). Kurz vor Dekara über den Meles (S. 199) ; die Station Halka Bunar (s. unten) bleibt r. liegen. Um die Strandseen der SO.-Ecke des Golfs herum ; über die Bahnlinie nach Magnesia (S. 236), durch das Dorf Mersinli, über die Bahnlinie nach Bumabad (26 Min.) imd ösü. weiter nach Bumahad (3/4 St. ; s. unten). Hinter dem Bahnhof über die Schienen, ein Stückchen durch die Stadt, dann nach 0. durch Felder. Welter (1 St) r. nach S. ab (geradeaus geht es durch Hadschilar nach Nymphi, S. 202), durch NarUkiöi (S. 202), mit schönem Blick auf die Berge, die die Ebene im 0. abschließen, nach (1 Vs St) Bunarbascki (S.202). Von da die etwas nähere S. 202 beschriebene Straße zurück. Bumabad (9km ; zu Wagen s. oben) erreicht man mit der Eisen- bahn vom Basma Chantf-Bahnhof (S. 194) in 20 Min. (I. Kl. 3 PI., II. Kl. 2 PI., hin und zurück A% 3 PI. Qold\ «tv^lQ XÄ3^'^^2^JÖ^s^^s^ über Ovisement, JlaOtaBvnar^ Mersinli. — BuTi\a\>ad.^\\s!L'\R^N\Jövsii5Mst FirinobarU, hegt anmutig mit vleleni 01irl«ii \«i\ Vwv^^ßS^^^^'s«»^ ^^ i 202 BtMUn. HTMPBL PwgriwvB. S.'Abtung da Jmuml^ Dag (976m) and Id die QteAa Soi mMlu tÜT Smynu («tvt 12000 Eiav.). Es b«dtit eine «ngÜMb^ eine ontcr tMeneidiischem Schutz ti«bende kithaliiehe and eine ^ecUiche Kirche »vis eine Hoacbee mit mtUifB Werk^täcken. Am Babnhaf mid in du Stadt gute Gaffi. 20 Win, -w. am Gebirge dt* Bolne eine* kleinen KiuUUi mit BondtCrmen. WigBD In 2 aiundin. BimisBABCm (Wageo von ^rnjina lün and inrück etwi 2 MmU enlildl. Fihrtmui auf der alten Straße QichKa^sibs übei du Djinen-' btd (s. 200) biiiaa< veiter, to kommt mm em dnrch Güten, dann bei dem i. am Berghang maleriBcb gelegenen großen Dorf KaUehilai, weilet an dem (l/j St von Smyma) Babumu, einem Bnmnen mil türk. Grab nnd Zyprenen, und dem Dorf (^/t St. ; r.) BUttlarl und Friedhöfen mit achönen alten Bänmen Torbei nscb (l*/«St.) Bniiarbaiohi (d. h. Queilenhanpt ; Tgl. S. 1S4), einem der belieb- testen Ausflugsorte dec Smymloten. Er liegt im Fnüe dea Kurv Tepti und teidankt seinen Namen uhiieivhen Buchen nnd Qnellen, Echüne Gärten bowSsBern. Auf dem Platte vor dem Cafi (Bet^. ChiiEtephi; sneb E«en) alle Platanen mit vielen Storohnestem. Yoii Bunaibaicbi aus macht man die lohnende Besteigung dM| TashlalyDag oder KifDag {t>-% St.; Führer, 20 Pi S-, im oben gen.. CnK zu ei^gen), Herrliche 'AaBBlchL Auf der Spitze des Beiges' beSnden sich Srhneegtubeti. Der Scihnee wird im Winter gesammelt, In die l'/gm tiefen Gruben eingetreten nnd mit Siefemnidela gedeckt. So erbSlt er sich den Sommer über und wird zum KöhleiL verkauft. Doi^ken und Essen sind mitzunehmen, man kann der nOIton det SchnevBvhanBer Übemacbten. Abstieg in 3 Standen. Von Buuarbasehi nach Bumabad {S. 201) in Fuß über iVari 1 '/< ^*-< zu Wagen 40 Minuten. Ntii?iii (28km; in Wagen von Smyrni S'/a St., m Pfetd, % Mudaeh. hin und i^ntQck, niler zu EbbI, IVr^ Medacb,, 4-5 St.) J und das Bei.:bp dsb ScaoHTais (1 St. weiter). — Bis Sunar&awu4 ». 8. 200 u. oben. Jenaelt Ilnnaibascbi steigt die Straße andern HGbM- I Kiig liinauf, der den Nif Dag mit dem Jamaiilar Dag im N. (8. 200)1 verbinde!. Karzvor der SattethSlie das Bei- (d. h. Paß-] Csfif ; sehSnerS Itücklilick auf den Oolf und das Schwemmland des Hermo*. loT 20 Min, erreicht uiaii das Taevh- (d. b. Stein-} Cafe' am Beginn det J Jenseitigen, vom Nif Ttthal durehflossonon, fruchtbaren, darch Ihr*. Kirschen berrdimten Ebene. Nach ö Hin. bei der Wegleilang r. i ' In 1 St. nach KympU (JVJ/itf, Nif, d. I. Nynpliacuni), Stidtol von 3000 Finw. am NO.-Abhang des Tachtaly Dag udet NU DiC (s. oben), deM allen Otyrtipot. Im Ort die zwelsUickiga liuine elM liyz»nlinS§chtin Jiaiserburg. Auch VTuUfcVe WeincVm Vib«^ 'HO* tn ileui nnruuUs gulugeiienStSduUenieeV^Bti. — V)kk1&«%«a,i- •/«■J- AiisRiift t„ erster Linie g"t, liediiAci t.irt\ woW« ».«. ^" Smyma. ALT-SMTRNA. 17. RouU. 203 Kara Bei (d. i schvarze ScUncht). Der Weg ist ohne Führer nicht zu finden (reichlich 1 SO. Einer der östl. Felsen der Schlacht trSgt anf seiner S.-Seite 30-40m üher der Talsohle das Relief eines schreitenden Mannes, mit hoher, spitzer Mütze, Bogen und Speer, auf einer 2,som hohen, um 2,aom vertieften Fläche. Wenn man hinanf- klimmt und in die Nische tritt, erkennt man auch Reste von Schrift- zeichen. Es ist eines der heiden von Herodot (n, 106) erwähnten Bilder des Sesostrü (Ramses II. von Ägypten); das andere, mehr zer- störte ist 1876 von Humann am Eingang in die Schlucht unfern des Weges wiedergefunden worden. In Wahrheit sind es Denkmäler der Hethiter-Könige (S. 108), die im zweiten Jahrtausend vor Chr. Klein- asien eroherten und längere Zeit heherrschten. Ähnliche Bilder sind in Phrygien (bei Giaurkalesf im SW. von Angora, S. 162) erhalten. Alt-8myma und das sog. Tantalosgrab (Ausflug von 6-7 St. ; wenn man um 8 Uhr vorm. mit dem Dampfer nach Hag. Triada ab- fahrt, kann man um 1^2 Uhr aus Beirakli oder etwas später aus Hag. Triada zurückfahren. Führer und Mundvorrat sind mitzunehmen). Man fährt mit einem Lokaldampfer (26 Min.) oder mit der Lokal- bahn (s. S. 236) nach Hagia Triada (Skala Bukjes), östL von Kordelio (S. 200). Wer mit der Bahn oder dem Dampfer nach Kordelio ge- kommen ist, muß nach Hagia Triada zurückgehen (40 Min.). — In Hagia Triada geht man von der Anlegestelle der Dampfer geradeaus, nach 3 Min. über die Bahnlinie ; 2 Min. weiter geradeaus, dann über eine Brücke (r. die Kirche) und 1. (nach N.) weiter in und an dem Bette eines Baches aufwärts in den JamarUar Dag (S. 200). Nach halbstündigem mäßigem Steigen erreicht man nach S. umbiegend einen schon lange sichtbaren isolierten und gespaltenen Felsblock (117m), an dem von N. zwei Treppen von je sieben ins Gestein ge- hauenen Stufen hinanführen. In die geglättete Oberfläche ist ein rechteckiges Loch von 2m Länge und l,2oni Tiefe eingeschnitten. Wahrscheinlich ist es ein Wasserbehälter und das Ganze eine Weg- deckung und Warte, mit herrlicher Femsicht. An der S.-Seite des Felsens sind Reste polygonaler Mauern erhalten. Man kehrt zu dem Pfad zurück und steigt ohne Weg, dem nach NO. laufenden Grat folgend, zu dem Gipfel (356m) des r. von der Warte emporsteigenden Berges hinan (40 Min.). Ein etwa 60m langes und weniger breites Plateau enthält reichliche Reste einer Ring- mauer, deren Lauf sich genau verfolgen läßt, und von Mauerzügen im Innern. Besonders im 0. stehen noch schöne kyklopische Mauern mit einer von überkragenden Steinen gebildeten und mit zwei mäch- tigen Blöcken überdeckten, 1,17m breiten Pforte; ein jetzt ver- schütteter Gang führte in einen tiefer gelegenen Yorhof. Das Ganze ist kein Stadtberg, sondern ein Zufluciht&Qtt Vä ^«i Q^^äiä^kx^ ^s^^'s^- falh die AAropoUs von Alt-Smyrna (S. ^Sfi), T>\^* K\\s&V2to\.\^N.^^'^ umfassender als vorher. x^^Si. Nach SO. öberblickt man ein ^^&stL öl\^ ^Xi'Ji^v^ ^^^ ^Nixw^x. l Saute IS. KOLOPHOH. I ateh Toracbifl bendos Pkteon und siebt Kit telnem r. (sDdweEtl.) einen üachen Hügel, das sog. Grab da Tanlalas (S. 239). Hu Telcht es in geradem, anfangs beBOho>i^™ S^^JSLT'^''" Beä .-. Chr. ti-irfo .le von One« vo» ^J*\*" ^»- ™^ "^^ AJASOLUK. la.Boute. 205 später die Schicksale der übrigen ionischen Städte. König Lysimachos yerpflanzte nach einem Kriege um 287 einen Teil der Bewohner von Kolo- phon und dem s.w. am Meer gelegenen Lebedos in das neu gegründete Kpbesos (S. 306). Von dem Wiederaufbau nach seinem Tode stammen wahrscheinlich die Beste. In römischer Zeit war es eine unbedeutende Landstadt. Am Südende des Tales des Ales-Baches die Kuinen der Hafen- stadt Ifotiim (Seeschlacht i07), später Keu-Kolophon genannt. Zwischen beiden ist in einem östl. Seitentia die Stätte von Klaras^ einem Heiligtum und berühmten Höhlenorakel des Apollo, wiedergefunden worden. Die Bahn senkt sich durch besser angebautes Land nach (48km) Tnrbali oder Kuil Hissar; Neger nnd Zigeuner haben sich hier niedergelassen nnd betteln am Zuge. Im SW. Hegen die Ruinen der einst durch ihren Wein berühmten Stadt Metropolli. L. führt eine Zweigbahn durch das Kaystrostal über Baindir nach (48km) TirS, dem alten Tetra, und nach (62km) Ödemiseh, 5km n. von Ödemisch am Tmolos die Ruinen von fffpäpa^ an einer alten Straße von Ephesos nach Sardes, auf der s. B. im l^bjahr 499 v. Chr. die aufständischen lonier gegen Sardes zogen. — Das Kaytircttal stellt sich als ein sehr junger Einbruch in die krystallinischen zusammen- hängenden Massen von Messogis (S. 212) und Tmolos (S. 239) dar, während Hermos und Mäander sich in die jungtertiären TafeUäcder n. und s. von jener Oebii^masse eingefressen haben. Die Marmore dieses Oebietes bis Sokia (S. 2SQ) hin liefern den meisten Schmirgel der Erde. Es folgt eine lange Talenge ; r. erhebt sich der Alaman Dag, mit einem mittelalterlichen Kastell. Die Bahn überschreitet endlich den Kay$tro8 (türk. Kütschük Menderes Tschai) und erreicht durch ausgedehnte Feigenplantagen die Station für Ephesos, 77km AJMOlok. — Gasth. : Bphesus Hotel, r. von der Straße dicht beim Bahnhf., 1904 eingerichtetes Zweighaus des Hot. Huck in Smyma (8. 194) 1 Preise wie dort, Mahlzeit 8, Pens. 10-12 fr., in der Saison mehr, gat. '— Gegenüber dem Hotel und am andern Ende des Dorfes griechische JDi^(B«hämer und Viktualienhandlungen (BakäU), Pjtbkdx zum Besuch der Ruinen (unnötig) oder nach Scalanova (S. 255) leicht zu finden oder durch den Hotelwirt zu besorgen. Für Ephesos etwa 1 Xedschid (41/4 fr.)- 11/4 Med., dem Führer ein Trinkgeld. — Die gedruckten Führer von Wood (2 fr.) und O. Weber (1 Medschid) sind veraltet. Das türkische Dorf Ajasoluk, dessen Name aus Hagios Theologos (d. 1. der h. Johannes) entstand, ist klein und dürftig. Bekannt ist der hier gebaute Tabak. Aber die Ruinen Ton vierzehn Mo- scheen, drei Bädern und einer Grabanlage, deren Dach eine acht- geitige Pyramide ist, zeugen von reichem Leben In älterer türkischer Zelt. EphesoB. Auch wer nur die Zeit zwischen dem Morgen- und Abendzuge zur Verfügung hat, mag zuerst den unmittelbar nördl. über dem Dorfe AJasoluk sich erhebenden Hügel (87m) mit einem zerfallenen, türkischen KaaUU ersteigen und filcih. oti^ü^^i^tv*. tsi«:c^ V^^^^^s^ Babohof gendMUB eine Strecke ^reit äieii 'ei^>X«w^ «ärä «^^^**- rffmfäoheDAqnidjiktß nnd wendet »icli'beV ^«it öt^Xjwv^NssÄ«^"^'^^^^'^ r. blaauf zwischen den Hütten Miid.\iic\i. ihmii. Tvr (PI- i). "«n kmüi die BwiclitigonB ancb iB dar LiindBtr»Bs hat dem FuDweg geradeiua nacli SW. lum UagmiiietBi Ten (B. 211) eelit. Von «Iner unteTen ausgedehnteren BefeBtigoDg des Ksstell- hngele, wnhl aas byzaiiHiilecfaei Zeit, aleht nocb etn mäclitigeT Toc- bau, An Bog. 2'or dtr Vtrfolgunff (Fl. S), erbaut aus antikeD Quadern, K-ulieff Utten, SäuleatrommolD und mit Ziageln geQlckt. lui Innere» dea ToTbogeiie Resta vou aufgemalten nelligenbilderu. Weiterhin 1. koloHBale Stücke von Ziegel mauerverk, vielleicht vou dei beiühmtan St. Jobanniskircbe Kaisei JuBtinlans, und daneben die kleine moderne 51. Luibufelrf Ac mit weiOgetüncblen Wänden. Dae Kutell mit Beinen hüben Zinnen und vieleckigen, x. T. Infolge ecblechten Verbandes mit der Mauer abgestürzten Türmen nimmt niu die bücbsle Knppe ein ; Im Innern die Ruine einer tfoec'icc. Schöne Aussicht: nach 0. über die weiten Hänge der AualSnfer der Meseogis, von denen die Wasserleitung kommt; im W. die sog. Seüm-Moschee (S.'iffT), etwas 1. davon die Stelle des Tempels der Artemis (S. 20T) und dai- Ilber hinaus die sumpfige Ebene des Kaystros bis lum Meere, das in 8km Entfernung schimmert Der Fluß hat allmähUcb den Golf xn- geschwemmt nnd die Epheeier gezwungen, Stadt und Hafen welter nach W. lu TBilegeii. Südl. von dieser AUuvlalebene erbebt dcb ein rundlicher, durch eine ostweett. Einsenkung gegliederter Berg: dei Panajir Dag, im Allertuin wahrscheinlich Abrenoi genannt (S.211). Noch welter eüdl, erstreckt sich der bedeutend höhere Rücken des Bütbül Dag (im Altertum i^n, vgl. 3. 211), der In einer isolierten Itergspltie mit dem sog, St. Pauls- OefSugnis (5. 211) endigt. GuumUHTK. Auf dem Kastallbücel ulbit Verden die älMilen Bevob- ir dlaiec Oigend, all welche Earec uod Phoniiier gellao, eine befMtigU niUdelDiiE eehabt baboo. In Ihrem Sehnt» lag uo Weaiabhaage Ju " - "^ - ■ » etdCbd NalBTEBiliD der KleiDaiiiten, die ipütai tdd _,__,_ _,_._! ._. __. _,_ "- — ■-- inUpplgsiFroeht- ntUdelnng wurde , Jodroi- Sülir.vOB gtnDBD Qällln »chloH«! aleb __. ihlbaren AaiKhen Eben« elioianden Annchwung. Dm Sö6 monie ala lieb dBn (8. UO) nnlerwerfen, der die Bewuhatr um den Aileulstciiipel la dar Ebene Bniledelle. nach dem Dotaiguge die l]fdijiulien Relohea den PsuerD(t>U}. Der PhllueaiihHeraklelto» wurde hier geboran. tm ionlMbea Aufstände trat ale als olfoner Ort olcbt blrvor und war langer alt die HatbbacsUdte persliieh (etwa bii ieS). Vom aHlKhen Reich trennte lie «Jcb iia, war lange Zeit dia llann.nn.rli-r r....n.I.r< niiA diknn wladar 6J* Bat penbeb. Geschichte, EPHESOS. 18. Route, 207 außerhalb der St&dt. Die Gebäude der älteren Siedelune wurden abgetragen. Liyaimachos nannte die neue Stadt nach seiner Gemahlin Arsinoeia, aber nach seinem Tode nahm sie wieder den alten Namen an. Nachdem sie später einige Zeit zum pergamenischen Beiche gehört hatte, wurde sie 133 römisch und gelangte als Hauptstadt der Provinz Asia su neuer Bedeutung. Hithradates beherrschte sie o8-84 und erließ von hier seinen bekannten Hordbefehl ; er erweiterte das Asylrecht des Tempels, das Augustus wieder lieflchrinkte. Unter Tiberitt* richtete auch hier ein Erdbeben schlimme Verwüstungen an (29 n. Chr.)* Badrian ließ großartige Schutzbauten für den Hafen, yielleicht auch den noch erkennbaren Kanal ausführen. Für das Christentum gewann die Stadt frühzeitig große Bedeutung. Paulus 5 redigte in Ephesos auf seiner zweiten Beise und wirkte dort später fast rel Jahre lang (66/58; Apostelgesch. 18, 19; 19). Die Hauptkirche war später dem h. Johannes geweiht und eine der sieben apokalyptischen Kirchen Kleinasiens, die von Pilgern viel aufgesucht wurde. Um 26fO zerstör- ten die Goten auf einem ihrer Seezüge die Stadt und das Artemision. Unter Ostrom verlor sie immer mehr an Bedeutung, hauptsächlich wohl, weil sie ihren Hafen nicht mehr gegen Versandung schützen konnte. Ein engerer Mauerring wurde mit teilweiser Benutzung des älteren gezogen (PI. 14). Bekannt sind noch das Konzil von 431 und die Synode von 449. Die Seld- schuken (8. 167) eroberten und verloren den Ort mehrfach seit dem Ende des ZI. Jahrh. Er war lange Zeit neben Palatia (S. 232) der bedeutendste Bandeisplatz (ital. Altoluogo) an der Küste, mit großem Basar auf der Barg. In einer Marina, wohl dem späteren Neu -Ephesos (Scalanova, 8. 265), wohnten reiche christliche Kauf leute und ein Konsul der Italiener. Die Osmanen nahmen die Gegend im xv. Jahrh. in Besitz und bauten wahr- scheinlich das Kastell aus. So liegt die Jüngste Ansiedelung wieder etwa an der Stelle der ältesten. Seit 1896 sind in Ephesos planmäßige Ausgrabungen im Gange, die im Auftrage der österreichischen Begierung B. Heberdey leitet. Sie be- wegen sich hauptsächlich auf dem Gebiet der von Lysimachos geschaffenen Stadt. Über die bedeutenden Besultate orientieren Berichte in den Jahres- heften des Österreichischen Archäologischen Instituts; die schönen Skulp- turen sfaid zum großen Teil nach Wien gekommen. Wii klettern den Kastellhügel nach W. hinunter und suchen die sog. *8eli]ii-]Co8ch6e (PI. 2) auf. Sie gehört, wie die Moschee in Palatia (Milet, s. S. 234), zu den schönsten Denkmälern alttürkischer Baukunst und ist älter als jene, da sie nach der über dem Haupt- portal angebrachten Inschrift von dem Sultan Isa II. von Ai'din ge- stiftet und am 13. Januar 1375 vollendet wurde. Quadern und Säulen stammen von antiken Gebäuden, aber sie sind zu einem eindrucks- Tollen und an Schönheit im einzelnen reichen Ganzen zusammen- gefügt, das leider immer mehr Ruine wird. Das prachtvolle Haupt- tOT liegt im W. in einem vorspringenden Mittelbau, r. und 1. je vier in Größe und reicher Umrahmung verschiedene Fenster. L. über dem Mittelbau ein halbzerstörtes Mlnaret. Das Innere, ein von Arkaden umgebener Hof und die eigentliche Moschee mit zwei Kuppeln, ist auch sehenswert, aber unzugänglich. Etwas südl. von der Selfm-Moschee ist die Stelle des Artemislons (PI. 1). In einer großen rechteckigen Grube liegen, von Buschwerk überwachsen, wenige Quadern, Säulenstümpfe und Mauerreste. Das ist von dem berühmten Tempel der großen Diana der Ephesier übrig geblieben. Den für uns ältesten Bau an dieser Stelle haben Chersi- phron und Metagenes Im ti. Jahrh. v. Chr. in ionischem Stile be- gonnen. Kioisos weihte einige der Säulen, die am Fuß mit einem isUö Roale 13. BPHES08. Artemliiim. Beliatband gasohniQolit «-»len (c^lnmiisB cnelalao; lioste mit di Weihtnschiift des Kijnigs im Biitischen HoEesm). Nsch langet Bit* zeit vollendet, von XerxeE verschont, durch Ilrsnl zerEtSit, iDl PKoiüOB und Dameltlus wiedethergostBlIt, wurde der Tempel 3fifi vou HeroBtratqa, angeblich in dei OebuitsnBcbt Aleiaiiden d. Gr., angeziuidet. Durch den BaameUtei DelDokcitea [S. 68) wurde K prüchtiger wiedeitrbaut, bo daü er als eines der sieben Welttnuitff galt. Dabei mnGte der Fußboden we^en der AnachwemmongeD ui' 3m lieber gelegt werden. Nach Pllnlna umgaben die Säulen In dO| pcitein Krame das Heilijtiitn; Im ganzen waren es 137; 8 stände! in der Front; 36 varen niederum columnae caelatio (Reste ■□ch TCM diesen in London); eiite davaa eoll Skopas gearbeitet haben. VA den Tempel lag oln heiliger Bezirk, der von einer Mauer nmschloMiR war. Nero raubte dem Tempel TJele Schätze. Mach der ZerBtSnn^, durch die Goten (263 nach Cht.) wurde er wiederb ergostellt, ab" Echon im spati^n Altertum als Steinbruch beimtzt. Zum B«a d Sopbicnkirche in Konstantlncpel eoll z. B. Material entführt woidl Eeiu. Die Stätte war volUiommen vcTgi?esen, da aQch der FiiDb«di_ des DelnokrslOB noch etwa 3m tief verschStlet war. In Jahrs ISfS bat Ihn der eiigüEcbe Archilckt Wood nach siebeitj ährigem Burhi wiedergefunden nnd ausgegraben. Die Otube und das cingefrlediEW Gebietringshcrum gehören norfa dem BritischenMoMum. 1895hibM~ außerhalb dieses BeiirkaHumannutidBenndortTergebllch nachdem. Altar geanchc, der tou Praxiteles geschmückt war und lermutlid imW. vor dem Tempel lag. Von dem Tempslbezirk führten s.w. zu den beiden Osttno^ der Stadt, dem nordlichen und dem südlichen oder Magnesltehaii Straßen, zn deren Seiten sich Gräber, Sarkophage, Unterbanten tM Grabdenkmälern aus verschiedener Zeit reihen. Wir folgen darLHili Elraße nach Sealaiiova weiter nach W. bia über die zwaite elieii Brücke ; der hier 1. abzweigende Fußweg fGiirt über dag Feld ni am N. -Abhang de» Koresgos (8.211) entlang zuta A'O.-Tore dsiSb (PI. 4), das im Altertum wahrscheinlich das Koreaiieht hisQ. E LyibnachiKU Sladttnauer lief von hier, in durchschnittUchsr JJIti von 3in, s.u. steil zur USbe des Koreeeos Mnan, oben am OV KlnBohnitt estlang lum O.-Abhatig und über diesem her s. in SO.-Tor (PI. 22, 9. S. ail), dann am O.-Abhang des Pion Uu . und dicht unterhalb de^ Kammes hin nach NW. bis zum St. Paul»» OcrangniB (S, 211). Der tun der Mauer nicht eingeschloBsene NOi* Abhang des Koreseos ist terrsssiert und enthält zahlreiche Vatin ni^cben. — Innerhalb des NO.-Tores führte eine HaxipUtTtffie i alten Stadt weatl. nm den Berg herum zum SO.-Tur. Gleioh l. « Tor das Stadion (PI. 5), r. von der Straße eine ausgedehnte BMd steinmioe nnbekannter Bestimmung. Der Torbau und die imposMI MagangEbtSle zum Stadion bBanäm s\&ti mi itawm'^ -S*««. J) aitzatufen sind wie in Sudea unäMWaii.T. fcM»4»'oi'?«\H;äwBi *. T. ruhea eie auf UntetbftUtBÄ. — 'WesÖ. ¥,e%e^««M KV«w.fti Theater. EPHESOS. Iß. Route. 209 mäßiger Höhe eine Hochfläche, zn der von W. Stufen hinanführen (PL 6); sie trag einen Bnndbau inmitten eines quadratischen Säulen- hofes und wurde früher ohne Grand Serapeion genannt — Die alte Hauptstraße, deren Pflaster vielfach geflickt, aber gut erhalten ist, führt weiter s. zu dem in der Apostelgeschichte (19, 33) erwähnten *Theater (PI. 7). Es ist ganz ausgegraben und macht einen sehr bedeutenden Eindruck. Von der ersten Anlage ist freilich wenig übrig geblieben. Das Erhaltene stammt im wesentlichen aus doml- tianischer Zeit. 66 Sitzreihen, die einst mit Marmor verkleidet waren, sind in drei Bange durch zwei Umgänge geschieden, zu denen ge- wölbte Eingänge emporführen. Vor der Orchestra (Durchm. 14,5m), die 13/4m unter der letzten Sitzreihe liegt und eine innere Balustrade hat, erheben sich die stattlichen Beste des Bühnengebäudes. Drei Beihen von Stützen tragen das 2,7om hohe, 6m tiefe Podium, das von r. und 1. durch Bampen, von vom durch Treppen zugänglich war. Die Hinterwand war so reich ausgestattet wie Bühnenwände auf pompejanischen Gemälden. Fünf Türen waren von Säulen um- rahmt, von Nischen umgeben; alles einst mit Statuen und Beliefs geschmückt. Hinten liegt als Hauptraum ein 40m langer Korridor von 3,aoni Höhe und 3m Breite ; dahinter Kammera ; ein drittes Stock- werk ist ganz zerstört. Zahlreiche Inschriften, Beste von Statuen und Beliefs (Eroten im Kampf mit wilden Tieren) sind im Theater gefunden worden. Steigt man auf einer der schmalen Treppen, die den Zuschauer- raum in Keile zerlegen, hinan, so hat man oberhalb des Theaters (etwa bei dem 40m höber gelegenen heüenUtisehen Monumenty PI. 8) eine prächtige Aussicht, welche die vom Kastellhügel ergänzt und beinahe das ganze jetzt Budrunia genannte und wegen des Fiebers berüchtigte Gebiet der Neugründuug des Lysimachos umfaßt. Man erkennt, wenn man sich das Schwemmland fort denkt, wie deren Be- festigung unterhalb des sog. St. Pauls-Gefängnisses (S. 211) an das Meer stieß, an diesem fehlte und erst wieder am gegenüber- liegenden Ufer der Bucht ansetzte, also von Küste zu Küste lief (etwa 8km). Von der Hauptstraße, auf der man zum Theater ge- langte, zweigt an der NW.-Ecke des Theaters im rechten Kinkel eine andere ab, die Arkadiane (S. 210) ; an ihrem W.-Ende das im Sumpf erkennbare Hafenbecken. Dieses muß schon zur Stadt des Lysimachos gehört haben ; es war jedenfalls damals ein offener Hafen, der später wegen der Anschwemmungen gegen N. durch Dämme geschützt und noch später durch einen Kanal mit dem Meere in Verbindung gesetzt werden mußte. Es liegt jetzt etwa 5km vom Meere entferat. An die MW.-Ecke des Bühnengebäudes des Theaters (PI. 7) stößt ein zierliches Brunnenhaw aus hellenistischer Zeit, das in römischer Zeit umgebaut ist. Hier biegt, wie oben gesagt^ eine zweite Bauptßtnße nsoii W. ab, die am Begimv utvÖl wsi'E.^AÄXi'^^^^«^ Ton Pracbttoren Überspannt war. B. von ttii Vi^^ «^^ vp*ÖLVtXi'Wv\»ötÄ^ Beedeker'a KonaUnUnopel u. KleSnaaien. V^ 210 BouU IS. EPHESOa. jtfflrH QthSude (PI. 9) unbekannter BeetiinmuTig, ¥on dem bis jetzt nni du gepflasterter Hof (TlXäOni), der auf drei Selten von Süiüenliilleii umgslien war, suegegriben Ist; an der N. -Seit« steigen Silzflcrcii empor, hinter denen abea noch Stehplatze sieb heranden. Die Stnk selbst ist lim breit und in Ihrem ganzen Qber i/^km langen Zn^ beidetseilB tob etwa 5m tiefen Sinlenhilten begleitet, hinter deoea Verk&uferüume lagen. Unter Kaiser Arkadlos (395-408 nach Ckt.) wnrde ile in dieser Form angelegt und hieß daher „Äckadiuie''. Die Stelle, wo sie von einer nurdsüdllehen. von der sag. Doppdlärdil (PI. 13) herkommenden Straße getroffen warde, war durch Tier im (^adrat stehende, ro^ch geschmückte .'Sockel, nuf denen Säuleu näl Statuen standen, ausgezeichnet. An die eben gen. nordsiidl. StraOe grenzt im O. der Markt in friilien Kaittneit, der Westteil der großen Harktanlage (■'^f>"T PI. 10). Um einen Hof -von etwa 70m im Quadrat liegen Säulen- li»lleii Tön 9,sm Tiefe. Dahinter Bflneten sich mit PfeilerBtelliuigeo, vor denen Bronzestatuen sich erhoben, SKle und Gemächer. Betot- ders kostbar und am besten erhalten ist im S. der „Marmorsatl", i6X32m groß. Der Boden war aus 13 Sorten kostbaren MartBorslll ornamentalen Muslem zusammengetlellt. Eine Holzdecke üker- Epannte ihn. R. westlich rom Saal ist im iv. Jahrh. ik. Chr. ein Korridor zu einer Latrine umgestaltet worden, an deren Vinda interessante Verse anfgemslt sind. — Nach O. öffnet sich vom Holi ein prächtiges Durchgingstor auf den weit größeren hetlat'aUielit» Markt, ein von dreifachen Säulenstellungen vor einer massiven AußCD' mauer umgebenes Viereck von ea. 200m im Quadrat, mit einet drei- bogigen Toranlage im S. Folgt man der Arkadiane weiter nach W., so erheben sloh r. nahe dem Hafen kolossale Ruinen von Thermen, die unter dem Saisw Constantius (292- 306 nach Chr.) erbaut wurden; eine frühere Gene- ration hat ihnen ohne Orund den Namen Orofiei QymnaiiiB»' {PI. 11) gegeben. Mit dem Atrium dieser 'l'hermea ist die Aikadianfli darch einen 40m langen, von Sanlenhillen umgebenen und Im 0. und W. halbkreisförmig abgeschlnsaenen PUtz inVerbindDDg geselA Der Quai, auf welchen die Straße ausläuft, trug zwelstöcicige Ilalleit-' anlagen (PI. 13); leider stehen die Bette meist unter Wassar. Etwa TOm südl. lief parallel zur Arkadiane eine zweite BaUen- straße und noch weiter südl. eine dritte. Diese traf im 0. eins qua- dratische, früher Agora (PI. 15) genannte Bodensenkung. Bei Ihr' erhebt sich das Fundament des aog. Tempeli da Claudäa (Fl. 16)> Weiterbin an der Hauptstraße, die vom Theater kommt, r. ein QuM^ haui (PI. 17), und noch welter der hohe Unterbau eines romiidbii ^tmpeü (Fl. 18), zu dem von W. eine Freitreppe hlnantühHe. ö. gegenüber, an den Abhang des Pauajir Dag gelehnt, die Ruine ein«*' Odsion« (PL 19) aus rümischei Zeit. Die Sitzstufen sind geraubt, aber die BUhne und die Unterbauten in üppiger Vegetation teUweiss eihtiteii. N.w. hoch Aber demOdeion liegt am Abhang der viereckig» Kore8808. EPHESOS. 18. Route. 211 Sockel eines zieilichen hellenistischeii Rundbaues (PL 20), wahr- scheinlich eines Siegesdenkmals. In dem Gewirr der folgenden Trümmer, die noch wenig erforscht sind, fallen r. der Unterbau eines rumischen Tempels und Rundbauten ins Auge, deren einer in christlicher Zeit als Grab des Evangelisten Lukas galt und zur Kirche umgestaltet war. Am Ende der alten Straße 1. die stattlichen Ruinen eines römischen Qymnasions (PL 21). R. davon das /SO.-Tor (PL 22) der lysimachischen Stadtmauer (s. S. 208); starke Türme in der schönen hellenistisrhen Quaderfügung deckten den Ausgang. Durch das Tor führte in drei Durchgängen geradeaus eine Hauptstraße aus der Senkung zwischen Plön und Koressos nach Magnesia am Mäander; es hieß daher das Magnesiache Tor. Die Heerstraße, die Cicero heiß und staubig fand, wird denselben Terraineinschnitt, wie jetzt die Bahn nach Aidin, benutzt haben. Vor dem Tor an der alten Straße zum Artemision Grabmäler und spärliche Reste einer Kolonnade, durch welche der Sophist Damianos im n. Jahrh. n. Chr. Stadt und Heiligtum verband, und eine späte Wasserleitung. Ein Fußweg führt von hier n.ö. zur Straße nach Scalanova zurück, die man in der Nähe der malerischen Ruine einer Moschee bei Aja- Bolnk trifft. Wer Zeit hat, mag auch die lohnenden Besteigungen des Koressos und Plön ausführen. Zum Koressos (131m; vgl. S. 206), jetzt Panajir Dag, gelangt man o. auf einem Pfad, der zu einem Yon Türmen flankierten Tore führt, das wie die im N. anstoßenden Mauern zur Befestigung des Lysi machos gehörte. Am 0. -Abhang des Hügels die Grotte der Siebenschläfer, benannt nach den sieben Jüng- lingen, die nach der Legende bei einer Christenverfolgung hierher flüchten, in tiefen Schlaf versinken und beim Erwachen die ganze Stadt zum Christentum bekehrt flnden. Der Besuch des Pion (363m ; vgl. S. 206), jetzt Bulbül Dag (Nachtlgallenberg) genannt, erfordert mindestens 4 St., lohnt aber wegen der malerischen Ruinen der Stadtmauer mit ihren Türmen und wegen der Aussicht. Am Nordabhang viele Reste von Mauern und Gewölben. Vielen mag es genügen (V2 St. von der Agora, PL 10, aus) zum sog. 8t. Pauls-Oefängnis (s. d. PL) zu wandern. Der Turm von quadratischem Grundriß bildete das Zentrum der Eckbefestigung des Lysimachos und Ist besonders sorgfältig gebaut. Er hatte zwei Stockwerke; von 0. führt eine Tür in das Innere, das in vier Kam- mern geteilt ist. Nach einer an seiner S. -Seite gefundenen Inschrift hieß der Hügel, auf dem er steht, ,;Uügel des Astyages'' und lag einst am Meere. A V«^ 19. Von Smyrna in dai Mäandertal. B. Aldis (Tr&lleli), iKodikeia, Hierapolii und Din«. ErsBSfliH», von Srnfra bia A!dii. ISOkm in fl 81. für 1. Kl. 80, IUI iO PI, Gold, bin u. znruck DU Pi., 80 Pi. &. ; — bis OoadirMi, Stal. füi LI dlHoiii-Hiertpüli., 251km in 10 El. für I. Kl. 112, Hl. Kl, "raPi. O.i ^ Dtaer STIkm, Bonnlie» in 12 Sl,, für 1. Kl. IBU, III. Kl. lOO PI. ß. Von Smyrna bis AjaioUik e. S. 304/206. HinteT ÄJuolulc verti (1 ie Etsenbshn das T&l des Kaystros uud windet sich tu starker Stella übeieljiQD einst Paftf^d« genannten AuBlaurecderMcaEogia(i. Scbäne Kücliblicke auf EpheeoB. Nach einem kurzen Tanne! aiclit in ein tiefes Tal mit Eichen nnd Fichten und den ReBten eis zweiatönkigen AquKduVt*. Nar.li einem zweiten über 1000m lang Tunnel [86kai) Aiüic (23öm) ; auf dem Bahnhof Megen ein nntit Bu-kophag und Inschrirtsteine. Bald tut sich das weite Tai äi Afönnder {tfltk. BSJük Mtnde'a Twftoi) auf. B. der hohe RBcken d Sammn Dag (S. 232], der alten Mykale. Die Bahn fQfait zur 8a des meist trockenen Bettes des Denrertd oder Naiilii Tichai (3. 21 ■bwärtB nach (;99km) BaladieUk (60m). Da> DotC lleet weilar närdl.i am Bahnhof KilTeehiiuer nnd B Znelgbabn über lioraU, BUtioD für Magnesia (9. 319). nach r31km): AuigangBpunkl mm Basui^ von Prieoa und Hilel, i. 6. 222. Bis Diner (9. 218) folgt die Eisenbahn ungefShi einer nnlu Karawanenstraße , die in das Innere von Klelnaslen führt. L. dj Meuogii, die langgezogene Gebirgskette zwischen Kaystros (S. lOb) \ Mäander, deren krystalllni scher Kern Ton jungtertiären SüBnosaee abUgemngen umgeben ist, sodaD die aus einem Konglomerat (Schot ter)vonKiesel,FeldsteiniindEidebeBlehendeii Abhänge In Tsusemll von Hügoln mit stellen Wänden zerrtssen sind. R. die weite eli filrmlge Ebene des Mäander, von dessen gewundenem Laof selten et Stück sichtbar wird. Dahinter Im SW. dor hohe Gipfel des Lal ' (Btich Parmak Dag, ä. h. Fünf flu ger-Berg; 1370m) und im B, Uocliland von ICarien. — 103km Deirmeniickik ; 114km Erbt 120km Karabunar. Die Bebauung der Ebene wird immer leio; Wein- und Gemüsefelder, Korn nnd BanmwoUo, Orangen-, ul- FeigenbSBme. Endlich der Mittelpunkt dieser Gegend: 130km Udiiu — Balmrutatiraal. -^ Lsidllch» Erieehi»^be> OuiUE (TralleliJ andarmenlichaLaoxKDt (P. etwa 1 Uadscbidl. — Citl über dem Bahnhof ao dam EroDen Pldti. — Post nnd Tbleos AgantDT aar £ angin ImpiHaie Ottoniant^ — KonaoLiOAQ^üJViati voni Fraatn(c\ Öilerrekh- Bhgai's, liaUCH, Enfilrmd. Aidln oder Oüstl Blssar d. h. die echSne Festung, das alte Ttal Uh, mit 36250 Ein*., einst an Stolle von Soiyroa nattpietadt de WUajctB und viel bevölkerter, liegt mit seinen vielen UoichMI maieriech am Abhang eines Jener Hügel, die von der Hestogl {3. oben) In dieEbene vorgescYiolienrtnd, und wird vom alten &idfl darcbaossea. Westl, von ihm daBtait\BÖh6Uöv\i'i(i\ida6,\ni,Q.di griechisabe und armenlache Quiittei. TiVtSne,! 1i»»i. '&»£)'«« für Baamw olle and FeigBni aiicV ■Maionvi\\ilBÄei \nvi %tAV&Ji AlfDIN. IB.RouU. 213 Klhalva) haben Ruf. Die Stadt ist im Sommer anerträglich waim. e hat, wie alle Orte im oberen Mäander tal, oft darch Erdbeben plitten ; die Sparen des letzten von 1899 sind noch sichtbar. Die alte Ausledelnng, Tralleis, lag auf dem Hügel oberhalb |er jetzigen ; ein Besnch lohnt hauptsächlich wegen des herrlichen ^livenwaldes und der Aussicht, weniger wegen der Ruinen. Trallei$ war ein fester Waffenplatz der Perser und wurde 4(X)/399 von in Spartanern yergeblich belagert (8. 219). Mit der Unterwerfung unter lezander begann eine Zeit höherer Blüte, besonders unter den Seleukiden id Attaliden, die hier einen Palast hatten. Die Feigen von Tralleis waren lon damals berühmt. 26 ▼. Chr. wurde die Stadt durch Erdbeben fast itört und durch Augustus neu gegründet ; zum Dank nahm sie für längere U den 17amen Käsareia an. Unter den Byzantinern war sie Bischofsitz, OB Hauptstadt eines seldschukischen Reiches (S. 167) und später (bis 1833) fZeit von dem Geschlecht der Eara Osman Oglu (S. 238) beherrscht. im Hittelalter hat sie sich vom Berg in die Ebene hinabgezogen. Die in Gebäude wurden dabei als Steinbrüche benutzt •, das wenige Erhaltene römisch. 1888 veranstaltete Ausgrabungen haben geringe Resultate ielt. Gute Einzelfunde werden gelegentlich gemacht, so kürzlich wieder einer Grabung der kaiserl. Museen (S. 110/1), die Reste von Thermen id einer Stoa freilegte. Man steigt in dem türkischen Viertel allmählich aufwärts, durch m Konäk, dann 1. an alten Grabanlagen zwischen den Häasern Vorbei, auf das Plateau. R. eine große türkische Schule. Das Stadt- »biet bildete eine Ellipse von 1800m Länge und 1000m Breite und frarde im 0. vom Eudon umflossen. Man geht geradeaus einer liodernen Wasserleitung nach und bei der Wegegabelung rechts. L. Bin israelitischer Friedhof und weiterhin die Reste einer byzantini- ichen Kirche. Bald darauf das alte Stadion^ dessen Sitzstufen teil- weise auf Erdwällen lagen; alle Steine sind geraubt. Nördlich dahinter das Theater mit seinen großen Mauerflügeln aus Guß- Bnanerwerk; es ist an die alte Akropolis (320m) gelehnt. Etwa 60m w. vom Stadion lag ein Dionysosheiligtum. Vom W.-Ende des Stadions geht man wieder nach S., durchquert die Stätte des alten Marktes und wendet sich halbrechts der eindrucksvollsten Ruine zu, die von den Türken Ütach Oös (d. h. die drei Augen) genannt wird : B8 sind drei Bogen von einem großen spätrömischen Gymnasion mit flem Ansatz des Gewölbes ; das Ziegelmauerwerk war einst mit Mar- mor bekleidet. Schutthügel im Olivenhain decken andere größere Ctebäude. Von der Stadtmauer hat sich keine Spur gefunden. Von Ai'din führt nach S. im Tal des TscMna Tuchai^ des alten Mar- Ufeu, eine Landstraße in das karische Hochland. Nach etwa 8 Stunden («Okm) die Ruinen von Alabanda bei Arcä>hU»ar^ zwischen zwei Hügeln wie in einem Packsattel gelegen. Die Stadt war in römischer Zeit wohl- habend und wohllebend. Keste des Theaters haben sich erhalten. — Vs Tages- ritt 0.W. findet man in ÄUndki^ bei Demirdschi Dercsf, Beste des Theaters, sines Hallenbaues und starker Manern; in EvromoK^ bei Ajakli unweit ilendelia, 1 Tag weiter s.w., stehen noch 16 Säulen eines Zeustempels auf- neht) 1 Tagesreise s.o. von Alabanda lag Lagina (S. 110). Die Elsenbahn bleibt am li^.-BATide ^^a Itvji^^Xi^xe^'^iäÄJx^^- Meg. Kurz ror f/59km) Sultan Hlsiar \st ^i>i«tv wsl ^^\^^^ ^^ WMa des alten Nysa mit bedenteudftu MAVYsvi^^^^«^ ^-eiÄ^jÄö«^« 214 EouU 19, NÄSLl. MäoiKfcrloI. — 176kin ITkiU oder Niuilli (Unlcrkuufl auf Emptehluns bei dem Bihnhofsvorstelier, der franiüaiscli tmd onglieoh aptlolit), mit 21679 Eliiw. ; DanneTstage liedeutondei Markt. — 186km KuJuäKhak. Von KujuiUchak ader vod l>' anaebnllchBsRiiiDenTODApliHidiiiubemiiirmaeligsnDDrfSBirarffanM»! Stadt war Im ipslenn Altartnm and in frühchrigtliclier Zeit aefar bedsnUnd. Ibr beTUhmtei Apbroditekultua breitete aish ireithlTi au». In dem ot«> li/:,kni JaniBD und abena« breitei] ebenen Stadtgebiet ecbebt aicb om aCM elDfl Akrupolli mit wohleibiai.'DBiu Tlieater, Kördllch davon Bella da Hallen dei UnrktiK, Au Temrell, von dem noeh 11 Si^ulea ilahen, not dor Kekronnlii. Dii SudiuB liegt an dFr atadtmnuBF, die im Iv. Jabrk. n, Chr. aai^ehesBeil wurde und wie du gia^ StadteebiQl voll con sotili« Das Tal ist trciteiltin wenigei gat sngebauE. Im 3. die Eacklgeii, lange mit ScliiiCD bodeokten Sptacii des Baba Dag (2370m), du alten Salbokos. Die Bahn übeiacbieitet bei Karataich den Hiandei. — '231km8giaIkiei(S. 264; BuhnhoUl), bedeutendci HHudeteplatt uilt 4850 Einw., nahe der Ein tnilii düng äcs 3'acftürüt Su ILykos) In den Mäander; dieser kommt aus einem engen FeMal mit staikem< Gemia von NO., während dae Tal dea Lykoa das breite Mäandertal iiooh 5-ß Stunden weit nach 0. forüetit (S. 242], Die alte StnJto und die Bahn treten In das Lykoatal, das schon zur Landgobait Phrygien gehört. — 241km Schamli. Im If. am Gebirge leuchtet dl« weiile Terrasse, auf di^r Hierapolis lag. Im SO. der hohe ChoniuDat (2ö00m}, das alte Kadmosgehirgt, an dem der Lykoa entspringt. 251km Oondieheli, Station rür Lsodlketa nnd Hleiapolls. Qaetb.: H. LaodUaa-Hieraiialia, t. vom Babobof, klais abar tauber, eules £u«u, P. von 3 Medactiid an. Der Wirt beiorgt auch Ffeldw für Uisrapolia (vorauBEubesIelleD i meist scblocbt und leuer; ca. IV, Xtd- Ffhid), nnd ätierolmmt die Fübrnng. — Eweiosahr nacb (Tkm) hnUtr eioeai gröPeren Otle (16II17 Elnw.). in pracblvoller Lage am Baba Da« (1. oben). Zwiaoben Denialü und Laodikei« die Ruine dei At Jlani, eUM rrüctiügeo UntertLunftsbauiea aoa aeldacbokiscber (B. 167] Zeit. KellsintsilunB. Wer von Smyrna dureblSbrl, komint wodKml«» cr!t B Ubr naebm. in Oondschell ani Soanta^a (Ankunft van SraTmaSUJ "Acr vrenii man in der Fr^ba vonAldin abfabrt, kaan man noch hwlnaB rrOhteltie nacb Hlcrapolls auf. Am Morf^en des dritten Tagaa kann tnaa Die Gegend, In der Gondscheli liegt, ist anSerordentltib eju- drnckivoll und war im Altertum fruchtbar und reich durch Handel. liier traf nämlich von Sardei von der periiachen KonlgeatraBe her (S. 240) über PhlUdelpheia(A[aBchehr) und Tripolis [vgl. S. 264), dl» den Übergang Aber den Haander deckte, ein wichtiger Verbindungi- weg aaf die StcaDo, die aa« dem Inneren Asiens bei Kelänä [Diner, S.2t8] mündete und dann bisEphesoB der Bahntrace etwa entspriobb Xerxes und Kycoi der Jüngere, Alexander d. Or. und Frledriek Barbarossa gind hier Torübergeiogen. Doshslb konnten hier n ' bei einander iwel Städte bestehen ond zu hoher BtSte gelangen. Von der Station erreicht man nach etwa 15 Minuten da> J>ott 6'ani/teisli , wandet sich nach 1. und steigt an alten Gräbern Mäandertal. HIERAPOLIS. 19. Route, 215 binanf zu dem ausgedehnten, teilweise von zwei Bächen umflossenen nnd Jetzt von der Bahn nach Denislü (S. 214) umzogenen Hügel, auf dem Laodikeia lag. LaodücHa wurde an der Stelle einer älteren Ansiedelunc von Antiocbos II. Ton Syrien (26i-9&6 ror Chr.) gegründet nnd nach seiner Gemahlin Laodike benannt. Ana dem syziMhen Beich ging die Stadt in das pergamenische und ans diesem in das römische über. Durch Handel, besonders aber dareh ihre Wollen» und Tuchindustrie wurde sie eine der reichsten Städte Kleinasiens (Offenb. Joh. 3, 17). Als unter Kero (60 n. Chr.) ein furchtbares Erdbeben eintrat, bauten die Bürger ihre Stadt aus eigenen Mitteln wieder auf. Als Sita einer der ältesten Christengemeinden wurde sie die Stätte einer der sieben apokalyptischen Kirchen Kleinasiens (Offenb. Joh. 1, 11 ; 8. 14^ Kol. i, 18 ff.). Nach der Eroberung durch die Seldschuken am Ende des xi. Jahrh. rerödete sie allmählich. Die Beste stammen, wie naeh dem Gesagten natürlich ist, aus römischer oder späterer Zeit und sind noch jüngst für den Bahnbau stark beraubt worden. Beim Hinaufkommen auf den Hügel hat man zur R. die kleine AkfopolUy 1. das Heine Theater. Weiterhin am O.-Rande ein zweites größeres Theater^ das weniger gut erhalten ist. Im Felde südl. Reste eines ionischen TempeUy von Basiliken und Kirchen. Die bedeutend- sten Trümmer liegen im S W. : ein kleines Odeion, ein Stadion und ein liesiges Oymnaaion; nPalati'' nennen es die Leute, und es liegt aueh wie die EaiserpalSste in Rom über dem Gircus. Eine Wasser" Idtung mündete hier. Überall Architekturstücke, Säulen, Inschriften. Tier Tore durchbrachen, wie es scheint, den Mauerriug. Unterhalb des nordwestlichen sind Ruinen einer Brücke erhalten. Davor am Wege eine Nehropolis. Um nach Hlerapolis zu gelangen (10km ; Führung und Pferd, S. 214, ratsam ; nicht abschneiden !), folgt man von Gondscheli kaum 8/4 St. dem Bahndamme nach NW. bis zu einer steinernen Eisenbahn- brücke (Pferde müssen vorher 1. abbiegen und erreichen durch das elende Dorf Kardk Owa etwa in derselben Zeit dieselbe Stelle). Man geht r. ab, trifft nach etwa 500 Schritten eine mächtige Platane, passiert nach weiteren 500 Schritten auf einer baufälligen Holz- brücke den Lykos und erreicht nach etwa y^ St. durch sumpfiges Ge- linde das Plateau von Hlerapolis (türk. Tambuh Kaltst^ d. h. Stadt der Troge). Man überschreitet das Bett eines Gebirgsbaches und steigt von S. hinauf. Unten 1. das kleine Dorf Edscheli; darüber die Sinterterrassen und Wasserfälle. Das Plateau von 2700m Länge, 800m mittlerer Breite und 160m Höhe über dem Lykos ist im Laufe vieler Jahrtausende von einer noch tätigen warmen (SS^'O.), Kohlensäure und Kalk enthaltenden Quelle gebildet worden. Die Kohlensäure verfliegt, der weiße Kalk sehlägt sich nieder und wird hart und grau. Diese heUkräftige Quelle und die günstige Lage der Stätte werden früh Ansiedler herbeigezogen haben. Eine Stadt, als Rivalin von Laodikeia, wurde erst von Eumenes II, bald nach 190 v. Chr. gegrändet, jedenfalls als Festung mit MiUtärkolonie. Vielleicht ist sie naeh Hiera, der Gemahlin des Telephos, der in der pergamenisohen Sage eine große Bolle spielt (8. 349), benannt. Von dieser Anlage sind nur geringe Reste eines Theaters im K. erhalten. Sie wurde nämlich auch durch das Erd- beben unter Iftro (60 n. Chr.) serstört und anders als Laodikeia mit Staats- beihilfe weiter südl. neu aufgebaut. Alles Erhaltene ist jünger als diese Veugründung und gehört cum Teil sn noch späteren l^eubauten, denn wir 1 . . __.... ^ die OlinMeil 'OD BleTapollI unter S^üiiias Srinnii and Caraailla, desaan Bnlebac dn lohn der Stadt, der Sopblsl Antlpstec, mr. Eine iUtI« JudeoseiBeliidt 216£au(eia. HIERAPOLIS. Von Smynu wiuen noch van vldea Leiden linrcb Erdbeben bejeaderj m — ■ ■■- ■ " - Zwiiclian diascn Kgi '- nUputer "wer. "b™ ' Apoilel Phlllppua Msrb bieT, und Ipatai wir Ihm r lletTOpolli und TeTüdele nach dem EindTiDgan der Lagditeli KU diB Wollenlndualrie In ihren >eiBct Wuriel dci Wohislindci. VIebiachter. WollKharei die Quelle von Kulien a an die Ai iieri ü^Jtt aOT*lW«™^3™\ ^.^i fe\^. in das Mäandertal MAGNESIA. 19. Route. 219 b. Xagneda a. X., Herakleia, Priene» Milet, Didyma. ExsENBAHV von Smyrna bis Baladschik, 99km, in S^f-i St.; von da Zweigbahn bii Sokia, 22km, in 1 St. Fahrpreis von Smyrna bis Morali I. Kl. 49 Pi. Gold, IIL Kl. 33 Pi., hin u. zurück 74 Pi., 5üPi.; bis Sokia 57 Pi., 38 Pi., hin u. zurück 86 Pi., 57 Pi.; von Morali bis Sokia 8 Pi., 5 Pi., hin u. curäck 12 Pi., 8 Pi. Gold. DerBesachvon Magnesia am Mäander ist nur Archäologen zu em- pfehlen: man fährt im Anschluß an den Zug von Smyrna bis Morali und geht in 10 Minuten zu »den Ruinen. Abends muß man nach Baladschik zarockgehen (40 Minuten) oder reiten, da kein Abendzug nach Sokia fährt. Bequemer ist der Besuch auf dem Bückweg von Priene auszuführen. Man verlaßt mit dem Frühzug Sokia, besucht von Morali aus mit Führer Magnesia und ffUirt mit dem Mittagszug von derselben Station weiter. Von Smyrna bis (99km) Baladschik s. S. 212. Die Zweigbahn überschreitet das Bett des Derwend Tschai (Naiblii Tschai; im Alter- tum Lethäos) und durchquert die Ruinen von Magnesia; 1. jenseit des Flusses das Dorf Tekkej es wird von Tscherkessen bewohnt, die nach dem russisch- türkischen Kriege von 1878 eingewandert sind. B. der Qümüsck Dag, der alte Thorax (ölOm). 6km Morali, Station für Xagnesia. In uralter Zeit saß in dieser Gegend der Stamm der Magneten, über deren Herkunft und Art später viel gefabelt wurde. Oygegy König von Lydien (6. 240), nahm die Ansiedelung-, bald darauf, im Jahre 62ö v. Chr. wurde sie von dem nordischen Volke der Kimmerier zerstört, aber von den Milesiem wieder aufgebaut und 530 von den Persem erobert. Sie lag jedenfalls dort, wo der Lethäos sich in den Mäander ergoß und war froher und länger als die Eüstenstädte persisch. Bei ihr wurde Polykratcs von Samos (S. 266) ans Kreuz geschlagen. Themittoklet erhielt um 460 von Artaxerxes den Ort mit Myüs (S. 223) und Lampsakos (S. 187) zum Geschenk und prägte Münzen, von denen wenige Exemplare erhalten sind. Nach seinem Tode wurde ihm auf dem Markte ein Denkmal gesetzt. Der phry- gifchen Göttermutter galt der Hanjptkult. Im Jahre 400/399 veranlaßte der epartanische Feldherr Thibron (S. 213) die Magnesier, ihre unbefestigte, in- folge der Überschwemmungen ungesunde Stadt zu verlassen und sich etwa eine Stunde flußaufwärts am Fuß des Thorax bei einem Orte Leukophrys anzusiedeln. Dort lag ein Heiligtum der Artemis, die nunmehr die Stadt- göttin wurde. Von dem alten Ort und Heiligtum ist keine Spur geblieben. Die Keugründung, deren Straßen genau nach den Himmelsrichtungen orientiert wurden, blieb zwischen Ephesos und Milet lange ohne Bedeutung. Die Freiheit erhielt sie nicht durch Alexander, da sie keine alte Freistadt war, sondern erst durch die Seleukiden. Damit begann ihre Blütezeit. In der zweiten Hälfte des iii. Jahrb. v. Chr. war sie zeitweise im Besitz der Ptolemäer, 189-133 pergamenisch. Im Jahre 87 verschloß sie fast allein von den kleinasiatischen Städten dem Feldherrn des Mithradates Ärchelaos die Tore und wies seine Angriffe tapfer zurück. Daher war sie seit StUla (84 vor Chr.) frei und Freundin Borns. Unter Qordian nennt sie sich auf einer Münze die siebente Stadt Asiens. Dann war sie Bischof^itz und teilte später die Schicksale von Tralleis. Die Lage von Magnesia ist erst im Anfange des xix. Jahrb. richtig erkannt worden. Der Lethäos hatte den größten TeU des Stadtgebiets mit Sand- und Schlammmassen von 2-6m Höhe bedeckt, so daß die Ruinen in einem Sumpfe lagen. Eine französische Expedition mußte ihre Arbeiten vor der Vollendung abbrechen (1842/43). Nach längeren Entwässerungsarbeiten hat eine Grabung unter Leitung Humann's*) mehr Erfolg gehabt (1890/93). Viele Fundstücke haben im Pergamon-Museum zu Berlin Aufstellung ge- ') Magneei» am Mäander. Bericht übet eie kxiaertJö\JÄ!ös^*^\>-^» ^^^ Cur/ Bmumn, BerUn 1904 (3ö •#). fundsn. Seitdem ieA über der FliiD wieder ma.nche9 Aufesileclile nniufiiiglidi ESmuliI, und nuch der Slslnraub bi( licb olebt Immat varhindera IMMI. Vom Zuge KUB fSMt liesonders ein laager Maasrzng tut; er p- hort 10 einer aua alten Werkatflcten im vn, Jibili. n. Ohr. gepin die PerEGT eirichteten Befotigimg (PL 10]. B^zanUniach ist aodi elU KiTcJienTuine (71. li) in ihr. Siellegt, wieso bäoSg, bei einanu tiken. HelUgtnm, dem tm Altednin locbberaiiniteii, reichen Tbhfil DBB Aetews, die den alten Beinamen Ltukopttryme fübrie. Ant rIeiiFunrIamenten eines älteren Bau ea batdiegDa Tempel, der n größten Klsinasiena gehört, am Ende des tu. Jahrh. v. Chr. Henna« genes von Alnbsnda [S. 213; 16b) im Ionischen Stile errichlet;! ScbiiftüberdenBauhatVitFaYderLebreTom ioniaebcn Stil tnCiniiiim gelegt. Anf nenn Stufen achreitet man, and zwar von W. her, i" Artemis in den Göttern der Nacht gehörte, hinauf lo dem von vi [Fäulen geatütiten Prnnaos. Die Celta ist dreischirSg und e . iiabc der RQclcvi.nd die Basis für das hölzerne Kultbild. Vtch Q ülTnet sich ein Opisthodomos mit zwei Sänlen zwlscben den Antd Diesen eigenartigen Bau, einen Pgeudo-Dipteroa, nmslandeu 8 : f ioniiche Sünlen toh ll.som Höhe. Auf dem Friese waren Kliinpl| der Amazonen dargeetelit, die bal dsi Gründung dieser ttnd andeii i/Binsuiatfschor Städte der SaEen»t1iB\Ti«?.o\\6^|(is^«\\.\«fetn. I .eroße Zahl dieser Platten sind Sutth iüe hvtixD*\TO\iBlE,X5«»S«a^ den Louvre gekommen, sndBte'beflnÄ.oi^a^'i^»^^^*^"'™-'*'*^^^'"" in da» Mätmdertäl. ICAGNESU. IS.Soute. 221 tinopeL WesÜ. YOr dem Tempel erhob sich der 23,15m breite und 16,80°^ ^^^ OpferäUaiTy geschmückt mit über 3m hohen Beliefs. Seit dem J. 206 vor Ohr. wurde bei dem Tempel alle fünf Jahre ein starkbesnehtes Fest, die Lenkophryena, gefeiert. In römischer Zeit ist er umgebaut worden; aus derselben Zelt stammen auch die Manem und dorischen Hallen, welche das Heiligtum auBer im W. umgeben. Sicherlich erst damals wurde das ionische Propylon(Fh 1) eniehtet, welches den heiligen Bezirk mit dem Markte, der Agora, verband. Die Agora mißt etwa 95m zu 188m und ist sauber mit Stein- platten belegt. Bingsherum erheben sich auf drei Marmorstufen 13m tiefe Hallen. Vom an der Kante standen in Abständen von 2y2^ doiiache SSulen, um 7m von ihr zurück in den doppelten Abständen ionieehe. 6m dahinter steht die Bückwand, die auf der Ostseite glatt verlSufl, auf den anderen sich in Kammern von 5m Tiefe, mit je einem Fenster in der Bückwand, und in größeren Bäumen öffnet in der Mitte der W. -Wand befand sich ein kleines Heiligtum der Alhena (PI. 8). Außer durch das römische Propylon in der Mitte der O.-Seite sind die Hallen im SW. und im SO. durch etwa 9m breite Ausgänge durchbrochen (PI. 4, 5). Am südwestl. war (r.) die Schmalwand derW.-Halle mit Pfeilern belebt, mit einem Giebel gekrönt und mit Inschriften bedeckt Daneben (r.) lag ein zier- liches Brunnenhau8, Auch die Innenseite dieser Schmalwand sowie die Bückwand der Westhalle trug Inschriften. Auf dem Markte ist ein anmutiger, kleiner ionischer Tempel des Zeus Sosipolis (PI. 2; 15 Vs^7m) vom Ende des m. Jahrh. vor Ohr. gefunden worden, femer ein röm. Ehrenmonument und eine Exedra. Südl. schließen sieh an den Markt eine Beihe von Gemächern und Sälen an, von denen die in der SW.-Ecke vielleicht das Pryta- neion bildeten, und Wohnhäuser an zwei Straßen. Jenseit der ge- raden ost-westlichen Hauptstraße ist in den Berg eingebettet das Thbatbb, das Hiller von Gärtringen hat ausgraben lassen. Das bei der Stadtgründung angelegte Gebäude wurde nicht viel später um- gebaut, dann im n. Jahrh. v. Ohr. in Marmor aufgeführt und end- lich in spätrömischer Zeit ähnlich wie das von Ephesos umgestaltet. Es enthielt über 3000 Sitzplätze. Zwischen Orchestra (Durchmesser 21,80>a) ^^^ unterem Umgang lagen eine Sesselreihe und elf Sitz- stufen, von sechs Treppen durchschnitten. Die obere Hälfte des Zuschauerraums ist zerstört. Von der Mitte der Orchestra lief ur- sprünglich wie in Eretria und Tralleis ein unterirdischer Gang zum Bühnengebäude. Dieses enthielt bei der ersten Anlage nur fünf Zimmer von 3^2°^ Höhe nebeneinander und wurde bald nach hinten durch einen nach NW. geöffneten Saal und durch Seiten- konridore erweitert Freitreppen führten von r. und L in ein oberes Stockwerk« In spätrömischer Zeit wurde ein Loffeion, das auf 30 SinJen nnd Stützen, ruhte und von ^«iv ^^\\.qel ^^<^^'^'^\fi^^e^> fon vom dnreb eine zweiarmige Treppe iTi^l5iiv^\0^ "«%x^^wv^«^ 224 RoulilB. PHIENE, M/tandrrlal Koch spMer füllts der Mäander die HKfenMilets aas, machte dig Insel Lade (S. 230) lu einem HQgel auf dem FealUnde und ichleU noch hent« die KÜBte Immer weiter hioaue. Die weite, fniclilliin Eliene Ist nur zum kleines Teile bebeut, da von Ende Dezember ui die WaseermaiBen doa MSander bei dem geringen Gefälle iilclil raBch genug abOieCen können and »lies Land weitbin übertrlitrem' Toen, so daO mau Im MSrz-Äprll wohl im Boot von Prien« Mllet fahren muQ. Von Sokia bis zu dem Friedbof halbwegs Priens e. S. 222. Weiter weetl. am Kande der Ebene einige Gehöfte. Nach 2i/sSt. deht dcb (r,] In einer Schlucht das groCe Dorf Etlebetdi enpor, zu dem einigt Csfe's und Bakals (Lüden) am Wege gehören. Direkt westlich fülL vom Gebirgestock dnrch eine Schlucht getrennt, ein Folgklotz (37iiii} fast senkrecht nach 5. ab ; er trug die Sutg von Pricne ; die Sndt lag am FoDe seines SteiUlietUTzeB. Nach 20 Minuten erreicht man ein paar Oebüude, zu denen ein Cafe nnd das denlache Ausgrabungs- lieuB gehören (letzteres Jetzt nicht bewohnt; Nachtquartier in einen der umliegenden Hänser oder 1» Keleheech). Die Aneiedlungistio. Ende eines Bechos entstanden, der in der eben genannten Schlucht vom Gebirge kommt utid Mühlen treibt. Dieses „MOhlental" IstTCi bedeutender Schönheit und lohnt einen Besaoh sehi. In ihm fahrt dt'T bequemere, jetzt durch WoIfcenbrGche leilweiae zerelörte W«g aufwärts zur Burg (S. 226). Vom Äusgr&bungshause gelangt m 10 Minuten an die Uiufaseungemauer vou Priaie um IM vor Chr. JrforaltM r, «aXo^ laUalen Qtlded verlangte, die Jener Im Tempel & :a. All die Stadt ihrem alten &Bomt Tteae Gewte bUDdeleo Aiiahit II. n /^gaaBB bolBgtTt und nur duicli InWnention der Eömcr goretl I'^neribrnud muß die EladtFcbvieT betcVsUEV^kbn. Qm^lum »rlD Otld inrilik nnd enviee eist danWu,! Swftt'^EVhoi.ita»' Mätmdefial FBIENE. 19. Bouie. 225 den InfcliTilien ein lebendiees Bild.. einer grieehiflch-römiachen Provinsdal- sUdt, deren Bewohner lAai der Übergriffe der Steaererheber erwehren mAwen nnd sieh derjnbliebenen st&dtiBchen Freiheiten, Ehren und Fest- Uehkeilen «rfreuen. von einiger Bedeutung in byzantinischer Zeit sengen Beite mehrerer Kbrchen, die Erweiterung der AkropoUa (s. unten) und ein Meinca Kastell (S. 228). Das Kloster Patmos hatte auch hier Besitzungen (8. 290). Unter t&rkischer Herrschaft (seit dem Ende des xiii. Jahrh.) führte Priene den Namen Sammm KtUui und Terödete. Das aber der Erde Er- halten« nahmen iwei Expeditionen der englischen Dilettanti 1766 und 1868- 09 auf. Als im Jahre ISTO im Fundament des Kultbildes der Athena Silber- münsen des Orophemes und Ooldblattchen gefunden wurden, folgte eine ■tailM ZeniöraBg der Bnfaien durch die Bewohner ron Kelebesch, die auch Torher und nachher Ton dort Steine >u Bauten raubten. Die Franzosen Bayet und Thomas nalunen 1873 die Buinen in diesem Zustande auf. Eine systematische Aufdeckung der wichtigsten Stadtteile begann 1805 Carl Hnmann fllr die königlichen Ifnseen zu Berlin; nach seinem baldigen Tode wurde sie von Th. wiegend fortgesetat und 1899 roUendet*). Außer in London und Paris befinden sich daher wichtige Fundstücke aus Priene im Peigamon-Kuseum zu Berlin und in Konstantinopel (S. 111). Die Stelle der vorhellenistischen Stadt ist nicht bekannt; dagegen bieten die ausgegrabenen Beste ein ansehauliches Bild einer hellenistisehen Land- stadt yon etwa 4000 Einwohnern. Priene wmde an dieser Stelle des S.-Abhangs der Mykale ge- gründet, well der 371m hohe Felsklotz zur Anlage einer Akropolis, der Hang, der sich unter seinem jähen Absturz von fast 200m all- mähliob senkt, zur Anlage einer Stadt besonders einluden. Das Meer reichte 'vielleicht nie ganz zur Stadt heran ; sie hatte, wahr- scheinlich im SW., einen Hafen NatUochoa und eine große Lagune OaUanU lAmne^ in die ein Bach (S. 224) fiel; in dieser Gegend wurde die Schlacht an der Mykale geschlagen. Zu Strabo*s Zeit hatte der MSander (S. 223) den Strand schon um 40 Stadien von ihr abge- dx&ngt Priene muß nach der Neugründung von der Ebene her einen ähnlich malerischen Anblick geboten haben wie heute z. B. Assisi. Anf Terrassen erhoben sich übereinander die Häuser, Stadtmauer, Stadion und Gymnasion (36m über dem Meere), Markt (79m), Aihenatempel (97m) und das Heiligtum der Demeter (130m); dar- fiber ragte der mächtige Burgfelsen. Die ichongesohichtete, 2m dicke und durch Türme Terstärkte AckttvMmer (s. d. Plan) läuft im S. auf der ersten Teiralnwelle, zieht •ieh r. und L zum Burgberge empor, fehlt an seinem schroffen Abhänge stellenweise und setzt sich oben in der Form eines Vier- ecks fort, das in byzantinischer Zeit mit einer Spitze nach N. erweitert wurde. Außer diesen Mauern ist oben fast nichts mehr an alten Besten Torhanden. Ton, einer Besatzung berichten Inschriften. Ein schwindelnder, heute kaum begehbarer Treppenpfad (PL 4) führt von der Stadt hinauf (über einen andern Weg s. S. 224) zum Zufluchts- orte in höchster Not. Oben *umfa88ende Aussicht. Das Terrain der Unterstadt wurde durch rechtwinklig sich schneidende SWqfien in etwa 80 gleich große Rechtecke von ca. .-2J5?^- Äjebnlise der Auagrabtiiisak ^aaiäi TJTsäuwtsoßMfflgL^^^ /. iaSKMa Von Th, WUgcmd undlT. Schröder. ^fi«t^ V^^ ^ JKN« Bmdäk^'» JToiMtanttiiopel v. KleinihAeii. V^ Iel9. PRIESE. Von Smynui S6X47in geteilt. Für die Sffentlichen GebKude wmdeu ntehieie Bammengelegt, ein FriTitgebSude oalim gewöhnlioh du Viertel ti Rechtecks ein. Die B&aptsttaßen, die von W. nacb 0. laufen, alud 6-Tm breit. Zwei von ihnen fübrsn tut die beiden Uaupttoi W. nnd 0. (PI. 1 und 2), eine anf ein Nebentor (PI. 3), du ■ Quelle wegen angelegt war; am Turm neben dieaem Tor eine Welli- insehrift für den Hafengott Nanlochos (b. S. 220), deuen RellefbiU einst In der Nische ingebiacbt war. Die nordaüdliclien NebenttraBan inesBen ca. 3,gDm in der Breite. Allo baben ein PSaator »ui Btec^ und keine Bürgenteige. Kanäle für die Ableitung, Rohre fQrdle Zuleitung von Wasaer (S. 229) und Brunuen an den Ecken feUen nicht. Die ganze Anlage koatete eine gewalüge Aihett an Felt- glättuogen und -Durchschnitten, Terraaaen mauern und Treppt anlagen und wurde mit der für jene Zelt charakteriatlechen Ene^ durchgeführt. Um die Ruinen der Stadt zu erreichen, kann man vom Deatschea Hause, neben dem ein AnsgrabnngäwSchler atationiect ist, auf altei SIraQe zwlBchen geringen Beaten von Qrahanlagen hindurch zuletit auf einer antiken Rampe tum O.-Tor {PI. 2) emporsteigen. Ba em- pQehlt sich aber mehr, dem viel begangenen Wege zu folgen, am sich unterhalb der Sudtmaocr herumiiclit, um durch das Nebentn Im SO. (PI. 3) doB Stadion {PI. 32) und unters Gymnmion (PI. 25) Z11 erreichen (S. 230), von da wieder zu dem Wege unterhalb dtt Mauet hinabzusteigen und dnrah daa W-Tot {PI. 1) die Stadt betreten. Hier beginnt die folgende Beachreibung. Gleich r. vom Tore liegt die aus Kammer und Vorraum 1 Btehende Wohnung dea Torwarts. Die Ecke zwischen Straße iinJ Stadtmauer nimmt ein aas der ersten Seitengasse von O. zogSng' llchea Heiligtum dtr Kybele (PI. 6) ein, das von einer Hauer atl* großen Blöcken umachioaaen Ist und eine Opfetgruhe enthilt. HIotM dem folgenden Häueervieieek liegt an der zweiten Seitengane dB hcUlgtr Biark (PI. 6), der alch ana einem ~ ' — sf™ einem iweiachifflgen, mit einer Estrade im 0. sehenen Saal und Zimmern zuaammenaetzt; i „hellige Haus" diente jedeufaüa einem Oeschiecli' terkultj^. R. und I. von der Hauptstraße tolgeA dann bis zum Markt (PI. 9) hinauf Paiv.iTSÄUBB«, die eine Hauptaehena Würdigkeit der Stadt blldeo, weil sie ils in das iv. Jabrh. v. Chr. zurdckreichBli HT b C und uns daa Wohnhaus klasaiicher Zeit ken I C lehren. Die OruDdriwe lind bet dem tcbwterlgen nDd I eintaeht. QemE^atn Jt aUeu ein nctatukigsr Bot(K ein Saal (d). ,ütfl^1itii& ^:iTJ&TV vi Dancbiukl bia Über roannsiiocli ethiJUen nna \«t.ww& m™ «a "™| in da$ Mäanderua. PBIEiVE. 19, BouU, 227 vu schönen Bostiea-QuAdem oder verputztem Bruchsteinmauerwerk. Das direkt in den Hof führende Tor (a) liegt meist in einer Nebengasse. Die innere Anaststtnng war heiter und freundlich ; die Wanddekoration entsprach der des ersten pompejanischen Stils. Feiner Marmorstuck mit Farbresten war erhalten, als QÜederungen ionische Halbsäulen, Zahnschnittgesimse, Triglyphenfriese und figürlicher Schmuck. In den Höfen standen Marmor- iis^e und Wasserbecken auf hohen Füßen, wie in Pompeji. Von Ge- brauchi^egenständen fanden sich Teile von Bettgestellen, Kandelaber und Lampen ans Bronze, bronzenes und irdenes Geschirr, Sitzbadewannen und Handmfihlen aus Stein. Vom Zimmerschmucke sind zahlreiche Terra- kottaflgnren erhalten : Eroten und Siegesgöttinnen, die an Fäden aufgehängt, MMken und Tierköpfe, die an der Wand befestigt waren, Genrefiguren, die auf Gesimsen standen. An der Ecke einer Treppengasse zum Athenatempel ist ein sdköner Brunnen angebracht (PL 8). Dann führt die Straße durch einen Felseinschnitt an dem kleinen Fleisch- und Gemüsemarkt (r. ; 30X16m) Yorhei auf den großen Markt (PI. 9} 128X9öm), der im Yerlk<niB zur Große der Stadt besonders stattlich ist. Auf drei Seiten umgeben ihn dorische Säulenhallen; hinter ihnen liegen Kammern, die nur in der Mitte der S.-Seite fehlen. In der Mitte dieses Fest- und Opferplatzes erhob sich wohl ein Altar ; vor den Hallen und an der im N. voruberführenden Straße standen Ehren- statuen, deren Postamente vielfach zu runden oder eckigen Ruhe- bänken (Exedren) ausgestaltet sind. N5rdl. von der Straße erhob sich auf sieben Stufen eine zwei- schifflge Halle von 116m Länge mit einer Plattform, dahinter do- rischen Außen- und ionischen Innensäulen: die „Heilige Hallef^ (PI. 10), die wahrscheinlich von dem dankbaren Orophemes (S. 224) gestiftet war ; in ihr und in den hinter ihr gelegenen Räumen be- wegte sich das politische Leben. Die Innenseiten der Schmalwände der Halle waren mit Ehreninschriften bedeckt, die intime Einblicke in das politische Treiben des n. und i. vorchristlichen Jahrhun- derts gestatten und unter anderem berichten, daß in der Halle der Stepbanephoros, der höchste Beamte der Stadt, am Tage des Amts- antritts allen Einwohnern ein Mahl gab. Die besser erhaltene W.- Wand ist im Pergamon-Museum in Berlin wieder aufgebaut worden. Hinter der Halle ist eine Flucht größerer Räume angelegt, die wahr- scheinlich Amtszimmer von Beamten waren, ferner im 0. das Ek- klesiasterion und das Prytaneion. Das Ekkledasterion oder Buleuterion (PI. 12), der Sitzungssaal für die Yolksversammlung und den Bat, gehört infolge seiner Lage unter dem schützenden Abhang zu den besterhaltenen und zu den interessantesten Gebäuden inPriene. Es ist um 200 v. Chr. errichtet worden und ähnelt einem Theater : in der Mitte eines kleinen vier- eckigen Platzes steht ein mit Reliefs geschmückter Altar ; auf drei Seiten steigen Sitzstufen empor, die für 640 Personen Platz bieten und auf Treppchen in den Ecken und von oben her erreichbar sind. Nach S. sind sie durch schräge Wände begrenzt, und auf die Gänge nnterhAlh an diesen Wänden führen "voiv i. TVüd V« TiixAw. Z^Ki&c.hAu. diesen springt in dar Mitte der S.-SeVle evTVft e\.\i^^\S!L\si^^^>sÄ«Ä 228 Beute 19. PRIENE. Von Smyrna voi, die In Ihrer oberen Uälfte offen gelagsBO nnd mit olnem Buod- bogsD übeiapsnnt war, der eine der £rü)iesten vn» bebannten St^- schulttwöl bangen dsrgteltt. Dnrch das 9d entstehende Fenster etn- püng der SiUungBeasl sein Licht, denn über ihm lag nach dem Äusgrabungsbefunde ein hbizerner Diebstahl mit Dachziegeln, die in eine Lehmicblebt gebettet waren. Über den Sitzen ISuR ein Bchmaler Umgang hernni; vleiecbigs Pfeiler, die bei einem Umtitt einwErts zuisirben die Sitzreihen versetzt varden, verminderten die Spannnag del D&cbetahleB, die such so noch die des Parthenon Dbet' traf. In der Fenst^mlsolie steht auf einet Stufe eine Marmorbank, r. nnd 1. zn ebener Erde noch Je eine Bank. Hier hatten der Tot- eitzende, Selicetäre nnd die Behörde ihre Plätze. Der Redner stand BDI Altare. — Das pFytaneion (PI. 13) Ist durch römische Umbauten Teründert. Es Etellt sich als ein Hof roit Seitengemacheni dar. Im Hofe befinden sich Marmorti seh und WasBerbaseln, in einem flemsche ein großer aufgemauerter Uerd, tieileiclit der SCadtherd mit dem ewigen Feuer. An die östl. Schmalseite des Marktes grenzte dis Helligtim del Aiktepiai fPl. 11). Aus der östl. entlang führenden Seitenstraße trat man In einen Hof, an dem r. und 1, dorische Hallen sich erhoben. Der Tempel war ein ionlscber Perlstylos ohne Fries (s. unten); toi ihm stand der Altar. Die Anlage wurde durch die Errichtung &nt* byzantinischen Kastells zerstört. Schreiten wtr die eben genannte Seltenstr&ße aufwirts und folgen dann der Straße oberhalb von Prytaneion und Ehklesiasterion (sog. „AtbeuaitraQe") 1. (nach W.), so gelangen wir zu dem Haapthelligtvm (PI. 14), das auf einer Terratse mit schöngefügten Stützmauern boch- ragend lag und nach der Jetzt tn London beflndlichen Inschrift eine« Pfeilers der Vorhalle vom Könige Alexander der Athena FoLiss ge- weiht war. Der Tempel war ein ionischer Peripteros von 6:il8in]en ohne Pries über dem Arohitray, Pythios, der Arcbllekt de» Miiuo- ieaiDS von HalikarnaB (S. ^36), war sein Erbauer. Du Ealtbild hatte Orophemes gestiftet (3. 224). Tor dem Eingang erhob sich Im 0. ein grußor Altar mit Figuren in Hochrelief zwischen ionischen SKulen, und weiter östl. wurde in römischer Zeit ein Elngangstor errichtet, von dem noch ein 4>/2m bohes Stück der SQdwand aufrecht steht. Die breite nach S. geöftnefe, nach dem Tempel zu geschloiMua Halte sddl. vom Tempel ist dagegen noch hellealstiach. Man gehe die „Athensstrafle" zurQck und verfolge die vodier benutzte sfldnönll. Seilenstraße weiter aufwärts. L. liegt ein In r5- mischer Zeit umgebautes Gymnorion (PI. 15; vgl. 3.230); t. «eitep- hin der Bttirk der Isii und der Ihr verwandten Gottheiten mit einem kJeSaen Propylon im NW., einer Saulenhalie an der Weat«elte nnfl eiaem umftngreiohen Altare (PV. \,1\ Folgt man oberhalb dei isiB-BeUigXmoB (lm ^iiaQ.-toxVom- Jöenden Straße nach W., so etreloW m».ft\i»\Ä. '&•= Ä^viToäMTwiMa fiufne der Stadt, das trefnUU etUriWiao -^U.aM eni. An den Nordh»fen gteiute Im 8. der liellenistlBelie Hiaet, dei au diel Tauen I>«ati>Dd; einem PUtz von 90m im Qaadrnt, nmgelwn von dorlflch«n Hallen mit Eimmem dihintei [PL 5), einen teebt- wlnkllf dannitoDenden Veibindungstell (zwiBahen PI. 6 nnd 3), and tinam dritten Tall yon 164X ca. 200m, dei sich von PI. 6 ab In glekhei Oilentlenmg wie der eiste Teil nach SW. enCreckte. Diesen MILET. ; gewaltigen, etWM JOngeren dritten Teil omBcblouen iweistSckige, EwetseMfäge doiliclie Hallen, hmlai denen im W. diei Beilien von KarametD lagen. An dem Veibladnngitell zwlachen den beiden grollen, dem Handel gevldmeten MÜtfcten liegen Im W. daa Baleu' teilen, im O. ein Symphäum (PL 8} ans der Zelt des Kalten Tltua, ein Piaohtbinnitea, zu dem ein Aqnüdnjct vom Plateau im S. hei- fülirte; die Torderaelte dea 20m breiten Reserrolra war durch 18 In zwffl Stockwerken angeordnete nnd mit Statnen getnllte Niichen gegliedert ; ans Ihnen B«l da« Wasser In ein 16m breites Becken. Sas BuUuUrion (El 6} ähnelt Doch mehr als du TonPrieoe (S. 237} ImOiandilB einem Tbeateci die „Orcheatik" hat einen DnichmcBaer Ton Mws&a; dlaSitirtafMi weiden von 'v\eitwf^«iv&iaä>Mi]b^ji»^«gL 234 RmtUIS. MILET. Von Smyma Inf hohen Wänden, die außen darch ionieche HslbElalen mit dort' sehen EapUellen gegliedert waren nnd in den Feldern abvediaelDd Llcbtoffniingeii nnd plastische Rnndschilde entbleiten. Tlei gioOe Türen führen aus dem Gebäude nach 0. in in einen von Hallen umgebenen Hof, in dessen Mitte ein über 9m langer und Tm bieiler mit Beliefs gezierter Altar der Artemis Btand. An dec Oetaeite dei Horee fnbite eiti jfm breiter Torb&a korinthi Beben StUa auf den ersten Markt. Jeneelt des Markts, Im 0., erbebt sich die Ruine eines aeld- eebukiscbaii Bades; daneben bedeutende Reale einer ansgedebnien römischen Thtrmcnanlugt (PI, 7}. Nach W. in stehen lömJKlifl Ruinen einer anderen Thermensnlage (an der NO.-Ecke des henflgen DorTea] u. a. Ton z. T. unbekannter Bestimmung, und zviechun dem Dorf und dem mitleklterl leben Chan vor dem Theater i»t dai Stadion (PI. 3) erkennbar. SOdl. liegt Inmitten von Frledbören dts alte Uoiclttt (PI. 9], eine echöne Ruine, deren Kuppet mit Stoicb- nestem bedenkt Ist; unter Sultan Bajestd ließ sie im J. 1501 der Teil- fUrst Elisa durch den Arohitekten Achmed von Menteschj eirichte». Besondere schön sind die Faasade, die von feinen Ornamenten nm- rabuiten Fenster und im Inneren die Gehelnleche. Die Stadt dehnte sich weit über das Dorf hinaus nach S. Vom T^ordbafen lief eine alt«, nur 4,30"' breite, mit BOrgerstelgen ver- sebene und im rechten 'Winkel von Querstraßen geschnittenB StiaBa (PI. 12, 12) fast geradlinig nach S. »um Tor der Heiligen Straft» naah Didpna (PI. 11). Von diesen Queratraßen maß die PalatU kreuzende in römlseheT Erneuerung 8m in der Breite, etnachlieB- lieh der beiden Je 2m breiten Bürgecstelge ; unter dum Fahidann lief ein 'IiBgm tiefer, l,Bom breiter K&nal. Dax Tor der BeUigcn Straft* (PI. 11) wurde in trajaniseber Wlederhoretellnng gefunden; I, Im Torgang eine Ineohrift des Kalseia; davor anaehnliche Beite dM griechischen und des hellenistischen Torhanes. R. und 1. aghloft aich die mächtige bellenlatlsche, von Trajan erneuerte Stadtmimer (PI. 10, 10) an; sie war iwiaeben 3 und 10m breit, duroh Türme yeratürkt, auf Treppen und Rampen von innen erateigbar, und bof weiter Im O. und W, nach N. um, um belderaelta ans MeermitoftCI nnd wohl auch daran «ellerzulaufen. Im W. ist ihr am 260 n. Ohr.,, als die Goten die Küste faeimaucbten (S. 207), eine Notmaaer toi- gelegt weiden, die ganz ana älterem Material erbaut wurde und wat" volle Bauglleder, luschriiten und Skulpturen enthielt. Vor derStad^ mauer dehnte aich welöitn eine PiekropolU, von der überall Beate sichtbar aind. VonPalatianachDldyma. Die Hrilige Slraßt mm *i^o\loterapel von Didyma bog to. .«.■. oben genannten Tora naeh SO., äaTiTi wiQ\i&.Miii'ui4 etralohtel» af/mühlicher Steigung, »üdHc^ voti 4.toa»«^^'^»^VSw^ in das MäanderUd. DIDYMA. 19. RouU. 235 mos (s. anten) an das Meer hinabzusteigen. — Der mo derue Weg ISuft etwas weiter westlioh nnd fahrt durch eine Schlacht in 1 St. KU dem sUttlichen Dorfe Akklöi hinauf. B. auf der Höhe (Vs^t.) prächtige Aussicht über die Mäandeiebene, die umgebenden Berge, die merkwürdige MSandermfindung und die Inseln bis Patmos. L. auf der Höhe das deutsche Ausgrabungshaus (S. 231). Von Akklöi erreicht man in 2-3 St. das groBe, freundliche Dorf Jeronda (auf Em- pfehlung Unterkunft), das sich um den Tempel des Apollo, das Hauptheiligtum und Orakel im mllesischen Gebiet, an der Stelle Ton Bidyma gebildet hat : der Weg führt von Akkiöi zuerst durch angebautes Land nach W. und erreicht am Vorgebirge Plaka das Meer. Ton dort schöner Blick die Küste entlang bis zur Südspitze der milesischen Halbinsel, Kap Monodendri (einst Poseidion), Der Weg folgt der Rüste, etwa wie die alte Heilige Straße (S.234), und lißt Panormcs, den alten Hafen von Didyma (jetzt P. Kowelld), r. ; Jeronda und die Säulen des Tempels sind längst sichtbar. An diesem letzten Ende des Heiligen Weges standen beiderseits archaische Sitzbilder und liegende Löwen, deren Beste sich Jetzt in London befinden. In Didyma haben die lonier jedenfalls an die Stelle eines uralten ein- heimischen Knltns, mit dem Orakelerteilung an einem Erdspalt verbunden war, den Kult des Apollo gesetzt. Lange Zeit stand das Heiligtum unter dem Priestei^eBchlechte der Branehiden, nach denen es auch Branchidae ge- nannt wurde; es gewann großes Ansehen und rivalisierte mit D^hi. KraUos befragte und beschenkte es (S. 240), ebenso der ägyptische König ^echo, Jkuiut oder Xerxes ließ den Tempel anzünden, die Branehiden wegen Ver- rates nach Baktrien verpflanzen, aas Kultbild (von Kanachos) wegschleppen. Im Belobe Alexanders d. Or. erwachte seine alte Bedeutung wieder. 8eleuko$ befragte das Orakel und sandte das Kultbild zurück. Andere Diadochen machten große Gesehenke. Ein gewaltiger Neubau des Tempels wurde von den Baumeistern Päonios von Ephesos (8. 2C6) und Daphnis von Milet be- gonnen, so riesenhaft, daß er nie vollendet wurde, obwohl noch Caligula an ihm baute. Dem Tempel kam altes, immer wieder bestätigtes Asylreeht an. Große Spiele wurden bei ihm gefeiert; Gymnasien, Bäder, Unterkunfts- räume und Parks umgaben ihn ; Schätze und Statuenmengen sammelten iieli an. Deshalb war er öfter ein Ziel für Seeräuber und wurde von Venres beraubt. Vielleicht hat ihn erst im xv. Jahrh. ein Erdbeben gänz- lieh niedergeworfen. 18Ö9 haben die Engländer etwas gegraben, 1896-96 in größerem Maßstabe mit schönen Eesultaten die Franzosen*). Jetzt ist der Tempel in den Bereich der deutschen Aui^rabungen gezogen worden. Der Tbmpbl von I>idtma nimmt nach Grölte und Anlage eine besondere Stellung ein (vgl. den Grundriß). Die Cella war ein offener, unter freiem Himmel liegender Bezirk, in dem sich der Erdspalt (s. oben) befand. Um ihn lief eine Säulenhalle mit ge- schlossenen Bückwänden, die durch Pfeiler und Halbsäulen ge- gliedert waren. Nach W. war ein schmaler Hinterraum (Adyton) angelegt, nach 0. ein Vorgemach (Oikos), das Ohresmographion, in dem das Orakel befiragt wude, und davor zwischen Anten eine tiefe Eingangshalle (Pronaos) mit zwölf SXulen. Das Ganze umgab ein . V /^Mtir^moN 4t mmismOlUr^ IHdim«s. Yo'dSL'M ^ \Si»^ ^Ni ^SSifik. ^v^sk^ i«M (TBtpJ. ' doppelter Kljig von 10X21 iDiuBChen SKuIeu ; gie waren 19,(am hoch ; Ol Htehon nvA zwei Tollendeta mit einem Teil des Gebülk» und eine QDvollendete. Die äußeren auf dec Oatsetle waren, mit Au»- nshme dei Ecksänlen, reicher eknlptiert: ihre Rspitslle enthielten N Geeichter von Göttern in den Voluten flXolien ond StieTküpfe an des Sllmaelten; die eigenirtigen Basen sind um zn je zweien gleich. Don Files zierten FesConii mit kologealen Meduse nkSpfen. Dv Tempel, det also ein Dipteros dekastylos war, m&Q in der Liaga 108m und in dei Breite 49ni. Et erhob sich über aiehen Stufen; anf der Ostseite sind dioae in dor Richtung der GellEtm&aani durok Balustraden gegliedert, auf die Statnen gestallt werdea sollten, und in dem mittleren StTlck verdoppelt. Überall etehen norh Stelnmeti- marken, die natDillcb beseitigt werden sollten. Bei dei Windmühle, die aaf der znssmmengsstüiiten Tempel' cells erbaut Ut, umfassende 'Aasslcht: im S. dehnt sieb dH zackige Oolf von laioi (jetzt Mendflia), an dessen N.-Ufer da mileslscbe Hafen Ttiektusia lag; Im 3. jeriseit des Busens die lanf- gastreckte Insel Eos (S. 269). L. (östlich) erhebt sieb die Halbinnl ton Budrum, dem alteti doriacben HaUitamafi, wo das berOhtntf Qrabmil dcj Mansoloe und seiner Gemahlin Artemlsia stand. NtchO. bückt man in das kariscfae Bergland und nach W, über daa Ueot und die Inseln. 20. Von Smyrna nach UagaeBia am Bipylos, Sardfls und Aflan Karahissar. EISE^UER• irraoiüllfche GtiellschnCi), AbUhcl vom Buma CbaDd-Balu- hgf; bilMagnesin a. S. Ceili.i tn 2-3 St. für I. Kl. ai'/s Pi., II. K!. SftPi, Md und Euniok iVk FL, Sl'h Fl. 0„M-, bia Saidea fUkm in a. i Sl.^ fUr bi Fi., 101/, FL a.. -,m Uai^nuila s. A. iiii^h Sardu 28>/i FL, XW« FL Ob. (dar MorüeiiBUg ™d der KöchmittasäinE rar iIIb Röckkebr lialten in p—»--" nnr ult tiwDndrirer Eriinbnla, dis voq der Ufr.kllan, DlnUor Ol bis Afino KataliUaar tJOkm für I. Kl. IW/. " "' ■°" AnfdonBtaÜonen desLoBiLvcRSEnTulBich J^ , _ .... . . ilalla Bimar (i. nnten), Pgttaa^a UtrilmU, AialMr, Sn'mtM (g, ÜffI), PiSrolo, Ala Bij ballen die Fernauee olcbt. Smyma t. S. 198. Die Eisenbahn führt zwischen den HId hiDdnrch nacb 0., überschreitet den Meles und kreuzt btid auf die Linie nach Aidlii (S. 201). Durch Gärten nähert sie sich ud«., InaeiBten Winkel des Golfes von Buinabitd. B. das Di anenb ad (Hallet' Bunuj S. 200). Dahinter die Toihajel 4ea Tachtaly Dsg [S. 20^ ■Uor Ou^a^ laaRngHÄnH MENEMEN. 20. Soute.^ 237 Bann dur^ sninpflges, scbilfbedecktes Gebiet über ein kleines FlnB- bett nach N. B. die fnicbtbaie Ebene von Bnmabad, das am Nordrande siebibar ist (Zweigbahn s. S. 201); sie wird im 0. durch niedrigere Berge abgeschlossen, hinter denen die kleine Ebene von Nymphi liegt (S. 202), nnd im N. durch das alte Sipylos-Gebirge begrenzt (S. 200). L. das flache Ufer, der blaue Golf und Smyma mit den Bergen im Hintergrunde in wechselnden Ansichten. Die Bahn nähert sich der NO.-Eeke des Golfes, umzieht sie und wendet sich nach W. Am Meere das kleine Bärakli (S. 236, 200). B. oben die Stätte Yon Alt^Smyma (S. 203). Hinter (11km) Kordtlio (S. 200) geht es in weitem Bogen um die Auslaufer des Gebirges hemm in das Schwemmland des QedU Tfdkai, des alten Hefinoi (S. 193). — 18km TtchOdy; 26km TJlud" H^uA, B. in der Nfthe die Stätte des alten Temnoa, L. in der Feme die Hügel von LeukS (S. 198). 32km Xenemen, lebhafter Ort von etwa 10000 überwiegend türkischen Einw. in frachtbarer, an Obst reicher Gegend; Ausgangs- punkt einer früher Tiel benutzten Strafie nach Bergama (S. 245). Die Bahn nähert sich dem Hermos. 39km Emir Aalem. L. jen- seit des Flusses der Bumanly Dag (864m), einst Sardtne^ an dessen Südabhang iVieon Teicfto«lag. Hier mündete einstmals der Hermos ins Meer, nachdem er sich einen schmalen Weg durch das Gebirge gerissen hatte. Für die Bahn ist durch diesen malerischen EngpaB (Memmen BogcuC) südL Tom Fluß mühsam ein Weg geschaffen worden (S. 240). — 66km HamidU, früher Qiaufkibi, d. h. Dorf der Ungläubigen, genannt nach den hier angesiedelten, aus Magnesia Tertiiebenen Genuesen. Die weite HyrkanUche Ebene (S. 244), der firuchtbarste Teil der Landschaft Lydien, öffnet sich. Zahlreiche Landhäuser und Wirt- schaftsgebäude, stattliche Dörfer an der Bahn und auf den Hügeln am Nordrand zeugen von ihrer Ergiebigkeit. Aui^er Weinstock und Olive geben reiche Erträge Weizen und Mais, Baumwolle und Tabak, Sesam und Safran, Bohnen und Melonen. Dazu finden Pferd, Rind und Schaf fette Weide. Ton N. her kommt der JTum Tichai (d. i. Sandfluß), der im Altertum Hyllos oder Phrygios hieß. Im S. ragt wie eine schwarze Wolke der ManUsa Dag (180Om), der alte Sipylos, mit jähem Absturz. — 64km KorotkiÖL 66km Maniisa (MaghnUa), das alte Kagnetia. Bahnregtaitranty gut. — Am Baknbof Wagm^ OmtiXbut und Pferde, — Oabth. : N i 0 b e , Sipylos (Bett Vt Hedschid), beide leidlich, akkordieren. — OiaKOoHBH. — Post und tiuLBOBAPH. — Die Bcmque OHwtane hat Bureaus und einige Staaten Kmuularagentm, — Zweiobahh nach Soma (S. 2t3/A). ManUea (etwa 1km Tom Bahnhof) Ist wirtschaftlich der Mittel- punkt der relehen Ebene und hat nadi mäßigster Schätzung 36000 Einw., Ton denen etwa die Hälfte Griechen, Juden und Armenier lind. Die Stadt bietet mit ihren zahlreiehen hellen Häusern, die sich in Terrassen den Berg hinansielieli und in eine Schlucht tief Syrien es^umn ,i',r Ulli "»T r« TlmuM (8. S«) 238 Routt ?0. MANI33A. Ton Smymo nati hioein drängen, mit ilenMinirettion zir&azigHoecbeen, dem Tieltu Giün tili anziehendes Bild, du im 3. dnicb die unerateigbar acbiola Felswand nbgescblossen wird. Not die SchornsteinB modsmet Fabriken (Baumwollpcodulnioa) stören etwu, und ihr Kanch ttigt dazu bei, daß melat ein bläulichei Donst über dei Slidt liegt, Magnuta wurde im Altsrtnm fam UateracUede von iindaren SlUUa ae^ Nametu (S. S19> >Ii>gne9ia .im Sipflos- genannt. Ea w» die ;tEUietule iollKhe SUdt; kuch bei Ibrec Srandong lullen dia Amazonen ein Bidia ggiplelt haben. Sie wnrde Ifdisch, dann fersisch, nnd bat nie lom tOt- ■cben Seich gehiirt. Unter den Selenliiden wurde üe weithin bekaaDl dnreh den laitblen Sieg, den bei ihr die EB " " - --■ UDd e. Com. Bcipln Africanus über Änliocbi (191 I. Chr.). Darcli die persan KBcb dem (Erdbeben lom Jahre 1' Toe Siiillien znriick^ea'bisgen waren. 139 iei>aft, die >chiin 1^(12 durch den fnnhthi einen jetit lerslarlen PaJMt erhalte. 3pi unahhänElge Geiehlerlit dar Kara Osman Uubmad II. (lB3a) ela Eade machte. Yon den Moscbeen sind bflsncbentwert die ütu Diehami weges eines malerisobeii Hotea mit byzantinisRhen Teir.hTerzierlen Kapi- tellen ; ihr Minaret let mit bnnt glaaiailen Ziegeln gedeekt. In det Baapimoiehft (MtiradiS Dsehamitf) wird das Grab Mnrad's II. ge- telgt. Dater den älteren Gebinden ragen hervor einige Chans und det Palaal der Kara Osmon Oglu, nntec den neueren der Sbnal, äa,i PTOvinslal-lrffrüitau (Deli Usn^ und daa Ho'pUal, EineeohSni Am steht genlcDt man idd det von spätiömischen nnd byzantiDlschen Mauern gekrönten Borghöhe im 9. Ansftfige zum sog. Bild deiNiobennd ZOT Konigabarg dal Tantalos. ^-Ein« breite SUaBe fühtt von Magnesia zwischan da Bahn und den Abhängen des Oeblrsea gegen 0. Nir.h etwa tkn (Wagen hin und zarück 2-3 Medscbid] kurz vor einen kleinem See, der van melireien QnoUen gespeist wird (viellelaht der antikan Salo'e), befindet sloh etwa 100m [>/« St.) über dei Ebene ein in d« Fela gehauenes, Stark verwittertes Bild einer Sitzenden Fiao TOB über 9m Höhe (tQrkiar.h SSrct Taich d. h. Kildsteln)^ ea ist tob unten und anch von der Bahn dentlith aiahtbar. Das Bild words frUhet lälEehKch für das der Viobe gehalten, die in Stein ver- wandelt nnch über den Tod ihrer Kinder trsnere (Utas xxir, 614]. Eh iBt Tlulmehi das tdu Pausaniss [m, 22, 4) erwähnte EnltblU der phrygisi^ben Gütleimntter Kybele; zahlreifthe yotimiaeben zeugen von Ihrer Verehrung. Dan auch ran Paussniae (t, 21, 3) genannte Bild der trauernden Niobe muD ein ustSrIlohes Falsgebilda; gewesen sein, das In gewisser Entfernnng nnd Beleuchtung elnlt wefnenden Frsii Ehnlicb sah. F^ ist versohwnnden oder iiooh nloU "ledergefanden worden. ii/!tifi iroraUMOf . KASSABA. 20. Boute. 239 Etwa ^/Jkm weitei Sstl. ist das Gebirge durch einen nngeheuren Spalt mit über lÖQm hohen Wänden zerrissen. Auf der Kuppe westlich TOn dieser Schlucht, über 200m über dem Kybelebild, liegt die Taatalis {Jarikkaja d. h. zerrissener Fels), die 1880 von 0. Hnmann wiedergefundene Königsburg des Tantalos (S. 240, 204), des Yaters des Pelops und der Niobe. Aufschwindelndem Pfade (einen erfahrenen Führer erfrage man beim Stationsvorstand, 1-2 Medschid ; Proviant ist mitzunehmen) erreicht man ein langes schmales Plateau Yon löOm Länge und 26m größter Breite, das yon unten nach oben um 45m ansteigt. In diese schräge Fläche sind die Fundamente von 4-1 Om langen und 4-6m tiefen, übereinander liegenden Wohn- häusern eingemeißelt. Es sind etwa 20, mit Zisternen dazwischen. IMe höchste Spitze bildet ein Block mit einer Aushöhlung ron der Form eines liegenden Prismas -, vielleicht ist es der von Herodot er- wähnte a Thron des Pelops". Von hier herrliche weite *Aussicht. Die Eisenbahn führt in der Ebene nach 0. weiter. R. oben das Kybelebild (S. 238). Bald darauf endet das Gebirge in plötz- lichem Absturz. — 80km Tsehoban Usa, Auch im S. fruchtbare Ebene, begrenzt durch die zerrissenen N.- Abhänge des Tachtaly Dag, Yon dem der Nif Tichai (S. 202) kommt, und des Mahmud Dag. 94km Katsaha, bedeutender Ort mit 23000 Einw., von denen etwa ^/a Türken sind, lange Zeit hindurch Endpunkt der Bahnlinie (Chaussee von Smyma, s. S. 200). 2km östl. lag Käsareia-Troketta, Nördlich im Winkel zwischen Hermes und Hyllos der Kara Dag, im SO. hinter niedrigeren Yorbergen die mächtige, schneebedeckte Kuppe des Bos Dag, des antiken Tmolot (2060m). lOÖkm ürgarUü. Das Land ist vielfach unbebaut. — 114km Aekmedlü, L. Jenseit des Flusses wird eine Menge von Tumuli sicht- bar (Bin Tepi, S. 242), die Nekropole der lydischen Könige. Über das Bett des 8art Tschai, des antiken Paktoloa, nach 124km Bart, auf der Stätte von Sardeis. Onterkunfl auf Bmpfehlung beim Bahnhofsvorsteher. Proviant ist mitsubringen. — Wer nachmittags surückfährt (8. S36). kann in den aar Verfügang stehenden S^/i St. bequem entweder die Ruinen der Stadt und des Tempels besuchen oder die beschwerliche Besteigung der Burg aus- führen, die der Aussicht wegen lohnt; man kommt am Tempel vorbei ¥üx diese ist ein Führer nötig, nach dem man auf dem Bahnhof frage. Wer Zeit hat, mag auerat Tempel und Burg besuchen, nach O. in das Bett des Xühlbaehes hinuntersteigen und dann erst die Ruinen der Stadt betrachten. Sari ist ein elendes Dörfchen mit wenigen Hütten. Die alte Stadt lag im Halbkreise um den etwa 200m hohen Burghügel, der im SW. mit den Yorbergen des krystallinischen Tmolos zusammen- hängt, wie diese aus jungtertiären Süßwasserablagerungen, sandigen Konglomeraten, besteht und im Laufe der Jahrhunderte durch Erd- beben, Wasser und Verwitterung meikwürdig zerrissen wurde. Yon SO. flieBt um seinen Fuß ein Bach, der heute in einem Kanal läuft und Mühlen treibt, com Paktolos, von SW. der Paktolos (s. oben) selbst, Dlo Stadt erstreckte sich über beide nooli in die Ebene LiniuB und t«t von ihnen mit Erde bedeckt worden. Du Plalean du BnrgbarBea mit itcilen tHagea ut drei SeiMa bvt li 'S, Durcb ibro Sit» au Endgnnkta aliiu ntalM B FriicbtbDrkelt des Ludm, durch hacheatwiSkelM lealimg dea Goldu Im Bsnite dea Palclolo» BBlBgW ilDin und ipiichwürlllch geirivdsnem Wabllsbu. SM in dii Meer vonfldiiDgBn, in den Ihnen derHemW - '" ~ erbindnnfiviBgB führten niA ^^ „— , .— JS.KTl. DiL ^.,-. „ VO. oder aw. Der tetitu Kdnte uii dIeHm Einie wnida um WIS dncA Ofifu am dem BltnftliDuleu Guchleehle der Mtnniudeii geitOnt. Dluu und FröbeitB «'^'kea griechlicheo BtEdlen Eulnphon (S. XM) and Haeniitli (g. aiSl. Um aai agl er eegan die sordlictasB Kliomsricr, dte WeetklelDil!» iind''biB''priuig'|S. 23d) und kunpfte gegen Hilet 18. 191). »«a MgdifoJeEC wu Budeallu, doasen Sohn .lliiallu (bI"^ eOa-efiO]. Dieter nibm Smyr» lua älB und KhloD mit HUst nscb langer Beluemng ein BOndnii, dM ■ein KacbfalgBr eroBDerte. SroUoi (etwa aeuSW) bamühtigle lieh Miii der StBdi EpheaoB (S. 20S). Die Ifducbe Uwhl srreiDbie nnier ibm UireD Hoheponkt UDil «igte alcb grlecblKbcr KuUni darebaDS nicbl abgeiieiel. Baksnol sind die knatbiTBii OeaebeDke dea Kroiaus an die Tempel tdd Delplii, EplienoB Bachei In relcbem Qiaa Pfetlei einer Blnschifflgen altduiatllcben Kirelie [PI. E), ans älterem Material bnnt ziuaminengeseUt. InTerraetenhebt ilcbduTerrainznmBiiTghtigel. Hie und da lagen Ziegel- oder Feldateinmaneta und Ffetlei, U^en ■jAM InKhilfUn. Bei F ein Doppeltoi von einer alten engeren Be- fMtlgQQg. Daneben die ca. 190ia lange Stadion (PI. B); die nicht mehr votbandenen Sitzstafen lagen im NO. auf TonnengewSlbeii, im SW. anf dem Fell. Da« anatoBenda Tkl/2 St. von PI. E) erreicht man in einem kleinen Tale iwel unfertige lonit^che Sinlen (PI. J) ans weißem Marmor (nnlerei Dnrclim.2m); sie gehörten zu einem noob nicht tdlligansgegribenen Dipteros mit acbt Säulen in der Front. Im xTiri. .Tshrh. stind nod viel 'von dem aufrecht, was jetzt ringsherum am Boden liegt. Hil Unrecht wird er ale „Tempel iln KybcU" bezelclinet. Seine Life in dem Waldtsl oberhalb dee Faktolos mnC sehr Bchon geweien sein ; im KG. erhebt ei^^h der Bargberg, im W. ragen Jenieit du FluBtales gUtte rötliche SRndeteinmasseti mit sehrolTen VSnden und nach 8. nnd SO. sind die mit Buschwerk bedeckten Berge hii zum schneeigen Tmolos sichtbar. Wer die Akropolls ersteigen will, gebtTon den SänleQ auf den Sitlel, der yon SW. her sich an den Borgborg heransohlebt, rniä klettert von dort hinaur zur Varburg (PI. K) und durch eine Senkooj zur eigentlichen l!oMufg(VL L), Vom alten Plateau ist nur noclieb geringer Rest vorhanden, daa übrige Ist in lauter spitze Kegel zer- rissen, auf denen noch Mauerstücke kleben. Die erhaltenen Manem bestehen ans älteren Werketflcken und sind frühestens byzsnttniacli. ßroBartig ist die 'Aueskbt über die Gebirge und die Ebene Im N. mit dem Fluß, den Bin TepS und dem MemierÄ Göl (e. unten). Der Besuch der NekropollH kann nicht zu allen Zelten aui- geführt werden, da der Hermoe in einer Fort paeslert werden mnS (eine Fähre ist prst Tkm abwärts bei Dübek). Ober 60 kogelfönalga, verschieden große Grabhügel (Bin Tepi „1000 Hügel"; zu Pfotd« ca. 1 St. von der Station) sind gruppenweise über eine wdte FUohe zerstreut. Es lohnt sich, einen Ku besteigen. Der hCchste ist du von Herodot 0, 93) beschriebene Grabmal da Alyatta, ein Erdhügelvon ßSm Höhe mit einem Unterbau aus großen Steinen, der am Bodea einen Dorclimesser von 514m hat. Aaf dem Gipfel liegt noch dnes der fünf von Herodot erwähnten kugelförmigen Stelnmale; an der Südseite führt ein Schacht mit Kellschnittgewölbe in die amigeiaubta Grabkammer. — i/j St. weiter nördl. liegt der Slermerl GÖl, der Gy- gBltehe See des Altertums, der im S. Je nscii den Jahreszeiten ver- schiedenen Umfang hat und im N. durch Bergzüge begrenzt wird. An seinem Südnfer, direkt nördl. vam Alyatteehügel, wurden Reste dec ntiliglum» der Atlcmii Gygäa oder Kolaent ausgegraben. Von Sart läuft die Eisenbahn an den Verbergen des Tmolos welter nach 30. und gebt bald In das Tal des A'uiu Tithai cdw Alaschehr Tichal, des andkeu Kagamos, über. Das Tal des tfeben- fiuMCBMtzt dasdesBauptSuBse&Ion,'*'^^<^^'I'Yli°'.ndtTeK: EiaEBBiu» über Uagniiia a. a. nicb Soma, Ifiefem. in T/. St für l.Kl. 18 Pi. ODld, II. Kl. f/»U Pi.5 hin und tacätk 11* PI., BO"/i PI. Ui. und Sa. erhält man sur elnfschi-n Fibrkacte Smjrna-Sonii uneniiLBlt- AtI lan PLKHWiaiN oder in einer Chaidk <33km in 6-'e Sl.) EUhtt mui Mint B-4 Hedacbid. In der warmen JabreBieit hbren die SnUcher eeiD in Anschluß sn den etwa um 7 Uhr eintrelTenden EnE in die Nacbl hindi [1-5 MedaclL). Htn epatt dann du nenU anganehnie Ubemachlen in Siait IS. Slfi). — Ein andereT unbequemer Lnödwe? kämmt nur fGr SpEilil. furiclier In Betrübt: S. Eisensaux morgeni bii JfM«iu»(S. 336/7i Sl\.a<), iÜT I. Kl. jS, U. Kl. 101/4 PI. O. Van dort tu FfEsDE <»if aller BtraHa 13 St.1. Kan nuD einmal flbernacbten, am besten in KllsaekIBi (9. 3U). Ei euptlehlt sieh, von den beiden erstgenannlen Wegen den einen lUr die Hinfahrt, den anderen TOr die Bückkehr lu wählen. Hitoabne lahreii iwlsiihen dem Festlande utid den vorgolagorten Iiiiatn flupioi Georgiw (Bakcheion) und ßreponon gen N. vor dem Golf tob TschaDdarlivdrCberuDd zuletit um dievtelBii kleinen Vorgebirge du Kara Dag-Qalbiiisel hBruin nach DikeU, äis JeBt fltatt Eiiii (3. Siff Hatenort für Bergsma ist. Dikeli Ist eine moderne Stadt von 3000 Einw. unteibalb des alten Atameus (llOm), von dem anaeluilleka )taBtB der Mauor mit Toren ond der Burgweg erhalten ilnd. Di« »on C. Humann 1860 erbaute LandstraBe nach Betg, Vagen im Chanl beim Laudnngaplatz, b. oben] ist Jetzt iE besonders die Brücken werden immer wieder Ihrer Holzteile benaUj Bo daß man oft um sie herum dnrch das Bachbett fahren muß, aber «io ist besser im Stande als die andere von Sama her (S. 24Ö). B. du Kaia Dag (780m] mit vielen antiken Wachetürmen, 1. ein Gebltgt- land, da« Im Madarai Bag (Pindaio») bU la 12ä3m anlMeigt, Letzterer besteht ans kryetalljnem Schiefer, während sonst bil SitL □ach Soma vulkanische Gesteine, besotiders Trachyte Torherrschea, Auf halbem Wege (i.), beim Dorfe Kalerga, eio ateU anfragendel Berg (120m) mit den Kesten der befestigten attgriecblscheti Aii- siedlung Ttulhrania. Der Weg gelangt in die Ebene des Bolyr; Taehai, des Kaikoi der Alten, die sich wMtMn nach 0. antdehnt (S. 245) und Im Winter teilweise Dberscbweinml wird. Der Buifr beig von Pergamon tritt immer deutlicher hervor, dann die modemC Htadt. L. dosTaldes AsUepioB, r. dieTnmuli (S.'iö3). AnPrted' höfen and dem Eonak vorbei in die Stadt. 2. Landweg über Soma (vgl. oben): Eisenbahn von Smyi bi» (66km} Magnesia a. S. t. %.1i^1 .—■ÜMsU^Aöiwoh Som» tw« fc*/!* darnach von der Hauptbahn üb, iftierBÖa«^^eV4e\\HtTti«n\5..T! Und fiSbrt n.ö. durch die HyiVirtscVe 'E^iB'ie-, <• 4i« KMtn-ti nach Pergamon. AKHISSAR. 2 U Route. 24Ö (S. 237). Za]üi0iehe Dörfer und Landgüter (TBcMftllks). — 78km KofOffad^ehU, — 85km Sarucharüi. — 90km MichcUU. — 103km KattMar, Dann in das Tal eines Nebenflusses, des Oördük Tachai (einst Lykos), — 108km Kapakli Bunar. 7km n.w. die stattlichen Bnlnen Ton ApoUonU, einer der fielen Militärkolonien, die zur Sicherung des sergamenischen Reiches meist an Stelle älterer Orte angelegt worden. — 117km Akhissar, lebhafter Ort von 12 000 Einw. an der Stelle yon ThyaUirOj das, Ton Seleukos I. gegründet, an einer alten Straße von Sardes nach Pergamon lag (S. !^4) und eine^ der apokalyptischen Kirchen besaß (Offenb. Joh. 1, 11; 2, 18). — Über den Fluß nach NW. durch ödes Land. 126km SuleimarUi; 136km Harta. — 147km Kyrkagatsch (S. 264), mit 20 000 Einw. ; Baumwolle, Wein, Opium werden in der Nähe gewonnen. Ö. lag Attaleia (bei 8erd8chikl{)f n.ö. Stratonüce, eine firüh zerstörte Stadt der Attaliden. — Die Bahn führt am Gebirge (1.) entlang nach (163km) Bogas" Kahwi und (158km) Borna, beim antiken Oerme, Unterkunft auf Empfehlung beim Bahnhofsvorsteher, sonst in einem dürftigen Chani am Bahnhof oder etwas besser in einem Ghani in der Stadt (6000 Einw.), die V2 Stunde südl. malerisch am Abhang liegt. Über ihr ragen die Spitzen des Darkala Dag, deren eine ein mittel- alterliches Kastell (Dar Kal^ „das enge Schloß") trägt. Antike Buinen sind in der Stadt nicht vorhanden. Zu Wagen (S. 244) frühmorgens oder abends weiter nach Bergama (S. 246): nachdem man auf sehr schlechtem Pflaster zwischen dem Konak und großen Schuppen hindurch die Stadt passiert hat, senkt sich die belebte, aber, besonders was die Brücken betrifft, schlecht imterhaltene Chaussee in das Tal des aus dem TemnoS'Oebirge kommenden Kaikos (Bakyr Tachaij S. 244) und führt am Nordfuß der Berge entlang, die die fruchtbare, Tabak, Baumwolle und Getreide liefernde, zur Landschaft Mysien gehörige Ebene im S. begrenzen. Hier liegen die Dörfer Kosanty, Awdan (im N. jenseits des Flusses am Abhang das alte Äpollonia), TschingÜerj Dschumaly und die großen Niederlassungen Kinik und Poiradschik, beim alten Oambreion. Südl. ist im Gebirge bei Karaalan eine Tempelruine entdeckt worden. Blick auf den Burgberg von Pergamon. Es folgt das Dorf DondaHy, Auf alter interessanter Brücke über den Fluß und geradeaus, zuletzt zwischen zypressenbestandenen Friedhöfen nach Bergama. [3. Weiter, nur Spezialforschern empfohlener Reitweg (vgl. S. 244) : Eisenbahn von Smyma bis Menemen, s. S. 236/7. Eine Straße zieht sich von da durch das Schwemmland des Gedis Tschai (S. 193) nach NW., überschreitet den Fluß und führt dicht an der Stätte des alten Lariua (1.) vorbei, wo 1902 Ausgrabungen stattfanden, durch altes äolisches Gebiet TS. 189). Bei ÖkiuMöi geht eine Seitenstraße n.w. ab nach Kyme (jetzt JVamurt), der Heimat Hesiods, an der Mündung des Xanthos (Fretüt Asmaki) ins Meer. Der Weg nach Pergamon führt r. über den DmüMiii 1)^% ^»^^^ t^öss.^^^^ 246 Bouun. ItERQAMA. Oüitl fiiosar, dann nachN.weltei; 1. am Moure Myrinaibei Kalaicm- iotI s,m Pylhitai, jeUt Koiseha TjcÄoi). in desaan Nekropole dl« sebSnen Terrakotten gefunden Bind (S. 111/113); r. Im Geblcga >i'|il (Jetzt Nimrud Knle»^^ mit bedeutenden, von deutBcben Qelebiteii eiforschten Btilnen. Die Straße näbert sieb beim aatUea Qn/micn (jetzt TacMfut Kalts^, das durch aeineti Apollotempel berübmt wk, dem Meere. Weiter nördlich dei alte Hafenort von Pergamon nilia der versandeten KalkosmUnjiung;. Eiäa (biA KlUtekiöi, S. 244), Jettt. ^i/jkiQ irom Meere entfernt. Endlich durch diu Ebene und über den FluD nach Bergaiua.] Betguna (Ptr^amim). li^TEBEU.ieT und VerpOeguDg in dsm XenndDohiiln tns Aki(t- polsuB. — Bbitpfeed ftlrdsaTsE Bmyrn», ygl. S. 19«. W^aEN nacb Snma und Dlkeli _ _. ._. AltestShebuhhlumi am unlerea bUlenisUKliBa Harkt (S. 348) ^ pej^ebEn y^a der QoneinlyerwallUDg dsr kgl. Uusasn (BbtUti J9Cll,'l fr.) U in Bare^ma (auch im Hatal Hock in Smyrna, B. iU) käaflleH. ZditelDlelloDg. 1. Tag; SladlAsriffa. SIT); S. Tagt die üiiAi» iMf Uatiritadt mit Umgebung und MoiisrnE Stadt {S. "SU); 3. Tag: Kc 'lag •bmicba. — Eilige [I Tag) mögen nisli aorBeilchligane dea Budl1>eFes beachrinkaB. Bergama mit gegen 20000 Elnw-, Sitz eine« KalraakamB (Lani- rats), macbt mit seinen ansteigenden Häusern, den MoEcbees, def griecbiacben Kirche, den antiken Kninen, den vielen Zypieesen- halnen einen bedeutenden und malerlachen Eindruck. Die Umgebung? ist gut angebaut (Baumwolle, Tabak) und das Klima gesund. VW Stadt liegt früDtenteiis auf dem Terrain der romiacheD Stadt P(- : gsmon, während die griechische Stadt und ihre Burg den Abhang' und die Knppe des Berges (33Öm) einnahmen, um dessen S.- und W.-Fuü die römische nnd die moderne Stadt sich legten. Der Beq; wird von zwei BSclteu, die vom Madarns Dag (S. 3^4) fcommen, dem Kealel Tichai (altgriech. Ketio») im 0. und dem Berßama Tichitl' (atlgilech. Selinus) im W. umQoBsen. Das Bett dea letzteren dnich- zieht die moderjie Stadt; an den Brücken moleriscbe Dorchbllcke. Elndiucksioll ist auch die Meachee ÄbbadichUar Tl^eAimiarmlt Ihren' Zypressen (S, 262). Der größie PUW sind die sogen. GttnuUW (S. 252) mit einem Kaffeehaus und Aussicht. Der Baear Ist klelo. ItaumwDllen- und Lederfabrikation stehen lu Blüte. aEBCUlgBia. ßergamim war bis tum Anfange des in. Jahrh. r. Cht, alne kleina baCestiiite Amiedlnng ant der Kuppo das Bei ' ~ -. - ÄS ea beim Tod dea Lfalinacl w3 Bgen die üjridctien Künige und dia la KleinaileD olngedruDgaaBii dbiI I «te gewordema Galatet [Gallletl, dla von jnnan in Sold geoDmn ma, AllaJu* 1, nahm den KtioltilltAl ao^ u «Tbib.tnw, -nie iplt« >i N '^t lWq^.toB.iTO."«al^ 41 GitdriehU. F^BQAMON. 2/. itouw. Eomenea IL« flgnrenreiche Siegesdenkmäler und legte als erster, soviel wir wisien, SamVnlniigen allerer Kunstwerke an. Währenddessen vergrößerte sieh ue Stadt; die Mauer wurde etwa auf die halbe Hohe des Berges hiBantei|;e«ehoDen (ältere Mauer a. d. Plan*, s. S. 348). Durch den Anschluß «a Born gewann die Dynastie der Attaliden unter Eumenes II, (197-169) ihre kOduta Macht, ihr Reich die weiteste Ausdehnung über den größten Teil des vorderen Kleinasiens bis an den Tauros. Eine neue gewaltige Stadt- mauer lief am Fuß des Berges hin (s. unten) ; Stadt und Burg wurden mit Pnehtbauten gesehmückt. Berühmt war die 2(X) (XX) Bände umfassende Bibliothek (8. SSO), die durch Antonius nach Alexandria kam ; das Pergament ■oll hier erfanden sein. Wissenschaftliche Studien gediehen. Plastik und Malerei gtfangten an hoher Blüte. Auf Eumenes folgte sein Bruder Attalos II. (169-1S$). Dessen Sohn Atialo» III. (138-133) setzte die Römer zu Erben ein. ]Kach Boriegung eines Kronprätendenten Aristonikos wurde das perga- menisehe Reieh cur römischen Provinz Asia. Die Stadt dehnte sich seit Angustos, dem hier zuerst ein Tempel errichtet wurde, in der langen Friedenszeit unbefestigt weithin in die Ebene aus. Später war sie die Stätte einer der apokalyptischen Kirchen Kleinasiens (Offenb. Job. 1, 11 \ 2, 12 IT.). Bei Beginn der Unsicherheit in der zweiten Hälfte des ii. Jahrb. n. Chr. wnrde vrieder eine Mauer am Berge gebaut, die höher als die Eum6nes^ II. lief und wenig antikes Material enthält (d. 248). In byzantinischer Zeit (um 1000) wurde ein noch engerer, bis zu 6m dicker Mauerring weiter oben nzogen und fast ganz aus Werkstücken antiker Bauten hergestellt (S. 249). Eine Backsteinmauer unbekannter Zeit liegt wieder etwas tiefer. Jene byzantinische Mauer sollte gegen die andringenden Seldschuken und Os- manen schützen. Diese besetzten endlich im xiv. Jahrb. die Gegend dauernd, und unter ilurer Herrschaft hörte das Wohnen auf dem Berge auf. Aus jener (jetzt fast ganz abgerissenen) byzantinischen Mauer stammen die Reliefplatten von dem großen Zeus-Altar, die im Jahre 1873 Carl Humann (t 1896) nach Berlin schickte. Sein Geschenk gab den Anlaß zu den glück- lichen umfassenden Grabungen, die unter seiner und A. Conze*» Leitung von den kgl. Museen zu Berlin 1878-86 auf dem Stadtborge veranstaltet wurden, und die seit 1900 W. Dörp/eld fortsetzt. Die bedeutendsten Fund- Stücke befinden fcich jetzt im Pergamon-Museum zu Berlin und in Kon- stantinopel, aber die Ruinen lohnen einen Besuch durchaus und hinterlassen im Verein mit der Landschaft einen tiefen Eindruck *). a. Dbb Stadtbebg. Die Betrachtung der Ruinen der griechischen Stadt Pergamon beginne man unterhalb des armenischen Friedhofes im 140. von Bergama (s. den Plan von Pergamon). Dort erreichte etwas oberhalb der heutigen Straße der Hauptweg von 0. die Stadt; dort sind Im Winter IbOO beträchtliche Reste des Hanpttores der Stadtmauer Eumenes' II. freigelegt worden. Die Ausgrabungen sind zum Schutze abgesperrt ; den Scblössel hat der untere der beidenWächter (s. S. 248). Den Mittelpunkt der Anlage bildet ein großer, etwa quadratischer (21,77 X23,3^m) Torhof, dessen östllcheWand durch eine in römischer Zelt umgebaute Pfeilerhalle mit Brunnenanlage geschmückt war. Im SW. liegt das 4,aom breite, durch zwei starke Türme gedeckte, einst überwölbte Haupttor, durch das Wagen einfahren konnten. Nördl. daneben, innerhalb der Befestigung, öffnete sich ein zweites, etwa ebenso breites Tor, durch das sie aus dem Torhof zur Stadt fuhren ; die Geleise sind in das erhaltene Pflaster tief eingeschnitten. Ein kleines, ebenfalls gut gedecktes Nebentor von 2,6oni Breite ist *) Die groß angelegte Publikation der Resultate der Ausgrabungen unter dem Titel: aAltevtämer von pergaiaou^ ist noch nicht abgeschlossen. 248 BouU^U PERGAMON. Siadibetg. im S. angelegt. Nach NW. und NO. setsi an llun die starke, sehön gefügte Stadtmauer Eumenes^ IL an, die sich r. und 1. um den Fuß des Berges herumzieht (S. 263, 264). Wir schreiten auf dem alten Pflaster aus Trachytplatten, unter dem zahlreiche Wasserleltungsrohre liegen, aufw&rts, yerlassen die Ausgrabungen durch die obere Tür, überschreiten den Weg, der vom Grlechenviertel her in das Ketlostal führt, und finden Jenseits den antiken, ca. 6m breiten Weg wieder. Auf der ersten Terrasse, zu der 1. eine 4,60™ breite Treppe hinaufführt, ist 1900-1902 ein statt- licher Markt ausgegraben worden. Er wurde etwa gleichzeitig mit dem eben besprochenen Mauerringe angelegt, als der alte Markt (S. 249) für die erweiterte Stadt zu klein war und zu hoch lag. Einen Platz von 34 X 64m umgaben zweistöckige Hallen, an den Langseiten mit je 29, den Schmalseiten mit je 16 dorischen Säulen; dahlnt« waren Kammern angebracht wie in Magnesia (S. 221) und Prione (S. 227). Im S. war nach auBen noch eine Säulenhalle vor- gelegt. In der NW.-Ecke haben sich neben späteren Einbauten Reste des oberen Stockwerkes und der Bemalung erhalten; dort mündet ein Stollen, der den Markt mit Wasser aus einer Felszisteme versorgte. In den Kammern der W.- Seite sind die Kleinfunde zu einem Museum vereinigt worden. Darüber das untere Wächterhans und, etwas höher, das Haus der deutschen Ausgrabungsleitung. Der antike, jetzt wiederhergestellte Weg führt an der Nordseite des Marktes nach W., biegt scharf nach NO. um, windet sich zwischen un- bekannten Bauten hin und erreicht unterhalb einer langen, von byzan- tinischen Türmen überragten Stützmauer aus der Zeit Eumenes' II. (1.) die Reste einer Brunnenanlage aus derselben Zeit Dieser Stcidt- brunnen war ein Bassin von 21 X 3,15 m, dessen gewölbte Decke auf drei Seiten Quadermauem, vom Säulen und eine innere Säulen- stellung trugen. — Ein gerundeter Torbau westl. daneben bildete den Eingang zu einem dreiteiligen, sich über drei Terrassen hinanziehenden Oymnasion (Besuch wenig lohnend). Auf der untersten Terrasse sind die Reste eines tempelartigen Gebäudes aufgedeckt, auf der zweiten, zu der vom Torbau eine Treppe mit Quaderüberwölbung hinanführt, die Reste eines nach W. gerichteten Tempels korinthischen Stils, von Säulenhallen und Zimmern. Die Gebäude der obersten Terrasse sind z. T. im u. Jahrh. nach Chr. erneuert worden und waren wohl für die Jünglinge bestimmt, während die unteren den Epheben und Knaben dienten. — Jenseit des Stadtbrunnens weiterhin an der antiken Straße ein antiker Abort (LatrJ. Innerhalb des Bomisehen Tores wendet sich der Weg scharf nach S. und erreicht bald das Tor des fast ganz zerstörten äUeren Mauerringes (S. 247). Gleich ober- halb 1. eine große Zisterne, deren Überwölbung auf neun Säulen ruhte. Ton hier wie vorher und nachher (z. B. bei einigen hoch- stehenden Felsen) schöne weite Aussicht über das KaVkostal, nach 0. und nach W, bis zum Meere. Unterhalb eine kleine Terrasse, die ein -^emetcrheiligtum trog. Der 'We^ \>le^ usich N, um, und bei einem v;*:;-/^ < /Ni'2^^'^' /■^v* Bwff. PERGAMON. 2i. BouU. 249 QuAdexbogen L an ihm Metet sich der beste Blick auf die Reste auf dem höoksten Stück des Stadtberges. Etwa von hier aus sind be- kannte Rekonttruktionen des einstigen Aussehens gezeichnet worden. Zwischen Tr&mmem aus verschiedener Zeit erreicht man den alten Xarkt (277m ; s. den Plan der Burg von Pergamon). R. liegt an ihm ein Wäohterhans ; ein zweites 1. oben. In dem westlichen Teile des aus zwei Rechtecken bestehenden, von zerstörten Hallen umgebenen Marktes sind geringe Reste eines dorischen Tempels des Dionysos erhalten; in dem östlichen Stücke Reste eines Denkmals mit schön profilierter Basis. Ringsherum sind Fragmente von Bau- glledem, Inschriften und Skulpturen zusammengelegt. Von hier gelangt man r. oder 1. herum auf eine über dem Markt liegende große Terrasse (291m)) in deren Mitte der berühmte, von Eumenes II. um 180 V. Chr. erbaute Altar des Zeus (und vielleicht der Athend) sich erhob. Erhalten ist nur der große, aber unansehnliche Unterbau aus gelblichem Trachyttuff. Der Oberbau war größtenteils in Jener byzantinisehen Mauer (S. 247) verbaut, von der nur noch das O.- Ende steht (östl. vom Altar, vgl. den Plan von Pergamon). Mit Hülfe der aufgefundenen Baugliederund Skulpturen konnte er rekonstruiert und im Pergamon-Museum zu Berlin zur Anbringung der gefundenen Reliefs nachgebildet werden. Auf eine 9m hohe und etwa 30m im Qnadrat messende Plattform führte eine 20m breite Treppe, die Jedenfalls an der W.-Seite eingeschnitten war. Außen herum war oberhalb der drei Stufen und des Sockels in 2,gom Höhe der Kampf der Gatter und Giganten in einem 2,gom hohen Hochreliefstreifen dargestellt. Darüber lag ein weit vorspringendes Gesims, und über diesem erhob sich als Brüstung für den Opferplatz eine nach außen geöfltiete, zierliche ionische Säulenhalle (die sich vielleicht auch oberhalb der Treppe hinzog). An ihrer Rückwand waren an der Innen- seite nach dem Opferplatze zu, in flacherem Relief und kleineren Maßen, fortlaufend Szenen aus der pergamenischen Sage von Telephos wiedergegeben; die Reste sind auch in Berlin. Der eigentliche Opfer- altar stand hier auf der Plattform vor der Osthalle und ist seinem Aussehen nach nicht genau bekannt. Der Weg läuft dann zwischen mannigfaltigen Resten oberhalb einer nur teilweise freigelegten Anlage mit einer scharfen Biegung hin zu dem nur 2^2^ breiten, durch mächtige Türme gedeckten Buffftor^ dem Eingang zu der königlichen Residenz der Attaliden, die die Kuppe des Berges, die Stätte der ältesten Sledelung, einnahm. Die Befestlgungsmauem lassen deutlich Zusätze bis in die späteste Zeit erkennen. Aus dem Torhofe, mit wohlerhaltenem Plattenpflaster, gelangt man 1. zwischen geringen Spuren eines Eingangstores hin- duroh auf einen großen gepflasterten Platz mit dem Tempel der Stadtgöttin Athena, r. in den Palast Der Tempel der Athena (816m) lag, von N. nach S. orientiert, nahe dem W.-Rande des Platzes. Er war in dorischem Stile mit sechs Säulen in der Front und zehn an den Langseiten aus Trachyt 250 Boutt S/ PEUGAMON. Biiry. fturgeCühit und gehörte lu den ältesten Bauten auf dem Bergs (tv. Jahcli. Tor Chr.). Vom S.-Kand dea Plateaus hat maa einen BchSnen Blick suf den Zuu6-Altai und die Eheue. In byMiitlnischGi Zeit waide, wie so häufig, nehen dem lleüigtuoi eine Kirche erbaut; sie reichte bli über die NO.-Ecke dea Tempels und scheint aach den reinen Oinamenten dem vi. Jahrh. anzugeliBren. In der KSnigHelt wurde der Platz mit Siegesdenkmälem geschmückt (S. 246/7) nnd, außer im W., mit Hallen aus weiSem Maimor umgeben, die im Ü. uad 0. zweistückig waren. Dnten standen dorische Sänien von 5ta Hohe, die Hinterwände waren durch Kischen gegliedert and mit Schlacht enbllderu bedeckt, Im Obergeschoß war zwischen 3^m heben Ionischen Säulen eine 0,g7m hohe Balustrade mit Interessanten Waflenrellefs angebracht. Ein Stück dieser UmfassungEhslIe Ist Im Fergamon-Moseum zu Berlin nachgebildet. Die Nordhalle (Bullika) war doppelt so tief [lim) aU die anderen und batte innere SKulen vuu doppelten Achäweiteu, Ulnter Ihrem oberen Stockwerk lag auf böberem Teiraln die aus einem Saal und drei Zimmern bestehende Bibliothek (S. 247). In ihr war auch eine Kopie der Parthenos dej Phidiaa, Statuen berühmter Schriftsteller u. a. aufgestellt. Im Haopt- ranm wurden Spuren der Büchergestelle gefunden. Vom TorhoF führt der Weg welter aufwttrts (1. die Bibliothek, r. eine Quellilaterne) in sehr lerstorlen, «ur Residenz gehörigen WohngebäDden auf der Knppe des Berges. Besser erhalten ist r. der königliehe Palast Enmenes' II. Um einen Hof von etwa 22m im Quadrat lief eiua dorische Halle und auf diese ütTneten sich Site, Zimmer und tine kleine Kapelle, deren Wände mit Matmcr bekleidet, deren Böden mit Mosaiken geschmückt waren. Südl. (r.iem Torhafej schlössen sich die Wirttehaftagcbäude an ; in einem Vorratsiaumfl sieben noch gtoQe TongefilSe. Weitet oberhalb ein kleinerer älttrtr Palatl von ähnlicher Anlage und eine schon gemauerte alte Zi'slrnw, deren Steindecke von einer Säule getragen wurde. Späte, auf antiken Fundamenten luhetide Mauern mit TQimeii trennen das höchste Plateau (335m), auf dem wahrBcbeinllch eta Allat des Zcut lag, von einem niedrigeren, naeb N. gerichteten Vor- sprunge von etwa löOm Länge, dem sog. Gorltn da Königin. Durch eine Mauerlüuke im KO. gelangt man hluunter (schSuer Blick auf die wohlerhaltenii O.-Mauer) und schreitet an zwei hochstehenden Felsen vorbei zu dem schlechterhaltene ti Fundament eines Tempti» itf Fuujtmo, der Gemahlin des Kalaera Mark Aural, in der äoBersten N.-£cke. Wenn man nach N. ein Stückchen hlnuntetklettett, so er- blickt man den Oberbau des Tempels wohlgeacbichtet In der spaten Fegtungemauer. Unterhalb dea graueren der beiden Felsen habta sich dutchbohite Steine einer Druckwaaserleltung der Könlgazelt gefunden, die der Burg aus den nordlichen Qehligeu Watset luführM ^8. 253> Auf diese und In die Flnfltäler des SeUnus and KfltiM präabtlge Fernsicht. Mau begebo sich lu deui Uua^\i«ii£Vt.U,aii zutilck und 1 Burg. PERGAMON. Sl. Boute. 251 sich zwischen undeaüichen Resten hindurch abwärts zum Tempel des Trajan. Zu seiner Aufnahme wurde eine ältere Terrasse (325m) durch riesige Unterwölhungen zu einem Plateau von etwa 100 : 70m erweitert und durch eine Stützmauer von üher 20m Höhe abge- schlossen. Der später auch dem Hadrian geweihte Tempel war aus weiBem Marmor in korinthischem Stil, mit 6 : 9 Säulen von 10m Höhe, erbaut und beherrschte von da ab den ganzen Berg. Ver- mutlich von Hadrian ist der Platz auf drei Seiten mit Säulenhallen umgeben worden. Vor der auf 4m hohem Sockel stehenden nord- östlichen fanden zwei ältere Exedren Aufstellung, eine runde des Königs Attalos II. (jetzt in Berlin) und eine viereckige. Über den Platz zwischen Trajaneum und Bibliothek, an dem auf der N.-Seite Reste von Läden, auf der S.-Seite unterhalb der Bibliothek Ruinen griechischer Häuser zu beachten sind, gelangt man zum Platz des Athena- Tempels zurück und an dessen Westrand über eine schmale antike Treppe (überraschender Blick durch die Türöflhung auf das Tal des Selinusi) zu den höchsten Stufen des Theaters hinab. Oben ragt noch ein Stück einer hohen Pfeilerstellung, die in später Zeit den Zuschauerraum abschloß. Durch zwei Umgänge ge- teilt und von Treppen zerschnitten senken sich 80 Stufen hinab zur Orchestra. Über der Mitte des unteren Querganges ist die königliche Loge an der Marmorverkleidung erkennbar. Die Reste des steinernen Bühnengebäudes stammen von einem späteren Umbau des Theaters, ursprünglich wurde die Bühne jedesmal zum Spiel aus Holz aufge- baut und die Hauptstützen in die viereckigen Löcher gestellt. Diese waren sonst mit Deckeln geschlossen und der Raum frei. Er ist ein Teil einer imposanten, 216m langen Terrasse aus der Königszeit. Sie baute sich mit gewaltigen Quadermauem in mehreren nach außen geöffneten Stockwerken auf; die unteren Räumlichkeiten, die als Läden gedient haben werden, waren von tiefer gelegenen Terrassen zugänglich; über dem obersten Stockwerk erhob sich eine nach innen, also nach der großen Terrasse geöffnete Säulenhalle. Am N.-Ende der Terrasse stand über einer Freitreppe von 26 Stufen der ionische Tempdj mit einer auf sechs Säulen ruhenden Vorhalle; vor ihm ein Altar. Der unterbau und der feine Sockel stammen aus der Königs- zeit, in der der Tempel dem Dionysos Kathegemon geweiht war, auf den die Attaliden ihr Geschlecht zurückführten; der Oberbau gehört einer Wiederherstellung unter Trajan an; später wurde darin Kaiser Caiacalla (211-217 nach Ohr.) als „Neuer Dionysos" verehrt. An der S.-Hälfte der Terrasse liegen r. vom Theater die Reste des AttcUeionSj eines Versammlungshauses der dionysischen Künstler, die darin zu- gleich auch den König verehrten ; dann die Reste einer byzantinischen Klzche mit einem Felsengrab aus christlicher Zeit. Am S.-Ende Terband ein (zerstörter) Treppenbau die Terrasse mit dem Markt, Stötzmanem verschiedener Zeit stehen dort in buntem Gewirr. Unterhalb von ihnen erreicht man auf einem Pfade wieder den Quader- boien (S. 249) und den Plattenweg. 252 Eoule 21. BERGAMA. b. DlB UnTBMTA»T DSD IKEB IIh< Uio flbenulc d«9 rdmlsclien PerennDo dis viel Htnlt» bM 1 denlend Bind üt die der ecieehiichen 8Wd,t, and die madcrna Btftlt kgiiD DiBn io TUHhledener Welse buuchen (vel. Flui vod PenuiiaB), Hueber wird die enIftirntsBMn FnnUe, wie dn« Jililepieiou (b. ontsn) lud die Tumiili (8. 353), eu dann fiesucli idbb Llchl milaehnien muD, u. i, An der SO.-Selte der bentlgen Stadt, it wo der Selinns sie ncilÄßt uad Olli lüikischei Friedhof antublleBt , erhebt aich die kolossale, yielfach verbsDte Backsteinraine einer SaiJfita oder w*bi- gr.heinllcher von Tht. An einLangliausTon drei Schiffen Bdblossen Bich im N. und S. Kuppelbauten, alle einst mit Marmor verkleidet. Wcstl. davor lag ein 200ni langer Hof, der über den Solinns hlnübei- relchte und mit eiuerhohenMaueiumgelienwar, vonderanrnshTetcn Stellen Beete stehen. Der Seüuiu war dafOi anf 190m mit zwei jetzt überbauten parallelen Tonnengewölben von 9m Spnnnnng, dia in der Mitte auf einer Zun^nmauer ruhen, überdenkt. — Wandert man am r. (weatl.) Ufer des SelinuB durch dag Türken viertel aufwärts, bo erreicht man über dia Brücke (7Iu KöpTÜ die OiaS* Ueaahee (Viu Disliani/, die 1396/99 erbaut wnrde. Darüber steigt das GTiechenvlertBl empor; In ihm die Gnmallia (S. '246) snf alten UnterwÖlbnogeii nnd Im 0. die A'ircAc da Magioi Thtodorol, Jenselt der Großen Moschee gelangt man auf dem r. (vreitl.) L'fer bald ins Freie. Gleich I. die anbedeatenden Beete des Zirtiu; darüber ein grofiar türkischer Friedhof (Kodscha Mesarllk). Weiter- hin fließt von W. ein Bach dem Sellnus zu. Im Winkel zwischen beiden ragt isoliert der SIein dtr BetrübnU (Merak TojcftO mit antiken Nischen. Noch weiter oberhalb liegen 1. und r. am Fiusis unbedeutendere römisehe Buinen. Wir folgen n&ch SW. dem Laufe des eben gen. Baches nnd erreichen bald die Imposanten Ruinen dea *AniphitheB,teiB, unter dessen Arena (51X3Tm) der Bach hlndurah- floß. Von der niirdliehen Abschloßwand stehen noch Pfeiler bis zu 26m Hübe. Nach S. über den Hügel gelangt man zur Stiitte des Tktaten, dessen Halbrund Im Terrain deutlich ist; vom Baa steht nur Qoch ein Bogen (H'unin Kapii, d. h. da« zerfatlene Tor) ; bei Ihm schöne Aussicht aof Btadt nnd Burg. Daneben auf der Böhe liegt die malotisoha Moschee AbbadfchilaT Dac'iotni.« (S. 246). Von dieser Moschee kann man aiif dem Woge, der nach W. führt, '.um Asklapielon wandern (nicht ganz 1km; I. eine tOikisohe Ka< scme). Es genoß Im Altertum besondeies Ansehen und war ein viel' besuchtet Kurort. In römischer Zelt wurde es durch eine Hallenan- lage von 4m Breite mit der Stadt verbunden, wie das Artemlslan mit Ephesos [S. 211); Beste der 2,401» ■""' einander enlfernton PfeUei sieht man Im Acker. In anmutigem, noch beute an Wasser und Bäumen THlohem Gelünde steht die Buine eines römischen Rund' btiies. Einen ^fleri freien Platz und ein kleines Theater glaubt man Im Terniii m erkennen. GtatviugB\\ ttoheu noch aus. Wesll. Umgehung. BERGAMA. $L Route. 253 oberhalb fällt eine antike, wieder in Betrieb gesetzte Wasserleitung in einem starken Fall herunter (daneben pr&chtige Aussicht). S.o. Yom Asklepleion erhebt sich in der Ebene an der Straße nach Dikell (S. 244) einer der Grabhügel, die nach der Sitte der Vorzeit wahrscheinlich in der Königszeit errichtet sind : der Xal Tepi rSchatzhügel), im späten Altertnm „Grab der Auge^ genannt. Er ist o2m hoch und hat einen Durchmesser von 160m. Eine niedrige Umfassungsmauer ist erkennbar. Yon N. her gelangt man kriechend in einen Gang (42m lang, 3,2oiii breit, 6,go™ hoch) und zu einem 17m langen Vorraum, auf den sich drei Kammern öifnen. Alle Bäume tragen Tonnengewölbe. Ein zweiter (Doppel-) Tumulus, der daher für das Heroon von Pergamos und Andromache galt, liegt weiter südl., ein dritter östl. zwischen den beiden Bächen und ein vierter im oberen Selinustal. C. Dlfi WEITBBB ÜMOBBUNO. Der AuBflug ia die Flußtäler und die Berge im TS, ist sehr lohnend wegen der AuMicht und wegen der Beste der antiken Wasserleitungen. Sieben sind allmählich nachgewiesen ; die meisten kamen von N., eine von W. (8. oben) und eine weit aus dem O. von Soma her (s. unten). Technisch die interessanteste ist die Druckleitung, die Wasser bis in die höchstgelegenen Teile der Burg brachte (S. 260). Bis zu deren Hauptwasserkammer (s. imten) läBt sich der Ausflug zu Pferd (8. 246) bequem in 4 St. machen. Führer bei Herrn Tscholakides (S. 246) oder ev. im deutschen Ausgrabungshause (S. 248) zu erfragen. Die Verlängerung der Tour, wie sie im „Führer** (S. 246) auf S. 14 beschrieben ist, lohnt nicht zu allen Jahreszeiten; sie erfordert 1 Tag und die Mitnahme von Lebensmitteln. Man reitet am armenischen Friedhof (S. 247) vorbei in das Tal des ostlichen Baches, des Ketios der Alten (S. 246). Es ist im Gegensatz KU dem dea Selinus wild und unfruchtbar. Neben dem Wege liegen Bette der Stadtmauer Eumenes* II. (S. 248), dann der mit Mörtel gebaute Kanal der römischen Leitung, die von Soma her kommend weiterhin auf einem Bogen den Eetios überschreitet. Beim Hagios Stratigoazwei moderne Brunnen und etwas höher eine antike Wasser- hammer, deren Dach vier dorische Stützen tragen. Bei der Tal- gabelung wendet man sich 1. (r. die Kirche der Hagia KtutelHani) und erreicht die Buine des Aquädukts der Soma-Leitung (s. oben). Bald geht es schräg die Höhe hinauf, durch die der Burgberg mit den Bergen im N. zusammenhängt. Oben bei einigen weit sicht- baren Fichten die Quelle Ak TschewhmS (1^2-^ St.). Von ihr gelangt man 1. in wenigen Minuten zur Wasserkammer der Draokleitung, die aus drei Teilen besteht und aus Quadern schön gefügt ist. Das Wasser fiel von W. her in den hinteren, größeren Baum und kam weit her vom Madaras-Gebirge (S. 244) westlich um den Berg (^Hagios Oeorgiosi türk. Sudschak') herum. Aus der Kammer lief es unter- irdisch in Metallröhren, die in Lochsteinen ruhten, schnurgerade auf die Burg zu, die etwas niedriger liegt als die Kammer, und er- reichte sie (S. 260) mit einer Druckhebung von 150m. Diese Druck- leitung der Königszeit ist die bedeutendste ans dem Altertum nach- r 254 Bmite 21. BEHaAMA. ümgUmng. gewiesene AnUge der Art. Bei clerWasserliacomerprHchtigc *Fer(i- Bicht auf den SUdtbeig, die FlnBtiiler, L über die Kni'koi-BbenB bis Soms and r. b)i Mytilinl. Man folgt det Leitung sbväite, findet auf einem Hügel einen mSchtlgeii LochsMln and enetcbt &n «elnoB FuBaineu großen Ai und mit dem kleinen IfU- liStcbea KtJtteadampht (ßhrl nicht recelmaDig i ca. iweiaiündiEfl ÜtMFfatarq oder Ita Segelboot nach Wotiv (S. W. SAMOS. SS.RouU. 255 DiBEKT (vgl. S. !2ö4) : von Smyma "bis Chios s. S. 193/191. Der Dampfer nimmt s.o. Küts. Im S. die Inseln Ikaria^ Phumi und 8amos. L. die wenig fruchtbare Küste des Festlandes. Im Innern des großen Busens lag Tees (bei 8igadichik\ die Heimat des Anakreon, bekannt durch den Kultus des Dionysos, dessen großen Tempel (S. 197) Hermogenes (S. 220) um 200 vor Ohr. erbaute j weiterhin an der Küste die Ruinen von Lebedos^ mit warmen Schwefelquellen (jetzt Xingi), I^otion (S. 205) und im 0. der früher viel tiefer in das Land eindringenden Bucht Ephesos (S. 206). Die steilen, reich bewachsenen Berge der N.-Küste von Samos werden deutlicher. Die höchste Erhebung, der Kerki (1440m), liegt im W.; nach 0. zu äen Hagioa Elias (1140m), dann allmähliche Ab- dachung. Der Dampfer fährt in die schone, tiefe Bucht von Wathy ein und geht bei der gleichnam. Stadt (s. unten) vor Anker. Über Ajasolvk (vgl. S. 254) : Eisenbahn von Smyma bis Aja- soluh 8. S. 204/205. Pf er d von da nach (2-2 V2 St.) Scalanova und umgekehrt 1 Medschid mit Führer (S. 205): die gute Straße fuhrt durch Ajasoluk nach W. an das Meer, dann an diesem hin nach S. An der Küste lagen einst die Häfen Panormos, der heilige Hafen, PygelOy Marathesion und NeapolU ; noch weiter südl. , 3 Stadien vom Meere, befand sich der religiöse Mittelpunkt des ionischen Städte- bundes (S. 191), das dem Poseidon geheiligte Panionion^ in der Jetzigen Ebene von Tsehangli (2 St. von Prione, vgl. S. 222). — Scalanova (Xenodoehion AnadoH^ Oarküchen, Kaffeehäuser am Quai ; mehrere Komularagenturen ; Zollamt)^ griech. Nea Ephesos, türk. Kusch Adast, das alte Neapolis, hat über 7000 griechische und türkische Einwohner. Die Überfahrt nach Wathy über das hier meist bewegte Meer dauert mit dem Dampfer etwa 2 St., im Segelboot unter um- ständen viel länger. Wathy (Ausbooten, Zolldurchsuchting \ Paßvisum des samischen Konsuls in Smyrna nicht unbedingt erforderlich). — Gaste. : Xenod. Hegemonia tes Samu (PrineipatUi de Samot), mit Speisewirtschaft, empfehlenswert, Xenod. Kerketios, beide am Quai. — Postäuteb: Türkitehet öster- reieMsehe und frantOiische PotL — Telephon durch die ganse Insel. — Konsularagenten der meisten europäischen Staaten (Deuts^et Reich: Vizt' konsul Aristoteles Stamatiades). Wathy f mit 9500 Einw., Hauptstadt der Insel Samos (468,3 qkm mit 64880 griechischen Einw., was der starken Yolksdichte von IIÖ auf Iqkm entspricht), legt sich im Halbkreise um den innersten Winkel der Bucht und steigt malerisch an den Bergen empor, die sie Überragen und Weinberge und Ölbäume tragen. Lebhafter Schiffs- verkehr (1903 : 1618 Dampfer } Ausfuhr 3 400 000 uT ; Hauptartikel : Wein, Öl und Tabak). Am Strande erhebt sich das einfache Palais des oft wechselnden Fürsten (S. 256). Im Hofe des Gymnasiums (Direktor Stergoglides) steht das kleine Museum mit einigen gu- ten Stücken (Katalog von Tb. Wiegand in den Mitteilungen des I 256 Boiiuss. . DüUtacli, Arcliäol. rnatituts zu Athen, 1900) ; der Einpänlialt m dem Oebiet der alteu Hauptstadt Ssmod (S. 267). , „ )n »itiicbSD Soeban__., — ._ 0) anrtli Peritlej Athen untorworfen vtardeaad Eqm Eoda dä& PelopODDeBiacLen EriAgea aJa fitütapuikkl «bis B^TtaaiBcher, aitheDlHher_uud peni«h«r ElallnB. Hieb und wnrde Im liire ai' ' ~ .. Jitiro Säloi. 31 »>uele Aal'mi habe baben sie Itühtr isnlilndert, ibec eiJt im ivi. . neDeriecbiichen Belroinpgikiicse bal lie aUe V mpfcr abMwohri, (rbielt aber dureb da; Londo. die Vf relDlenDB mit OrlecheolaDd, aoadern wnidb c... . FürtI wild Vom Sultan eraannl, maß Christ tdu und . (Bonle), der Ton 10 aui allEemelnao Wahlen herrorgi Beten gebildet wird, »beaselBl werden, wenn er sich be ibre Freiheit wachenden SsmiDlsn miBliebig gemaobt I Der Auiflug Ton Wathy nach dem alten Samoa, jetzt Tigani, an der SOdkQate der Insel, V^t «Ich schon In einem Tage, bequemer in ziveien augfBhien. Ein näherer, teilweise eCwu be- BCliwerliclier Pfad föhrt nach 8. direkt lur O.-Seite von Ttgani (»gl. den FUn). Die vettere, gut angelegte, ither jetxt vemachlEtElgts und nur für Pferde gangbare SttaDe führt über Choia in linapp 3 St an die W.-Selte des Ortes. Sie steigt in vielen Windungen ti " Nordkflste in »/(St. wsstl. zur SattelhÖhs hinan (prächtige Kückbllok« auf Stadt and Meer), Oben welter schüner *61icfc über die lattH und die Mykale (S. 231), die nur durch eine 1000m breite Meefenga von Samoa getrennt igt. In weiteren ^/^ 8t. erreicht man zwischen Weinfeldern, dann durch ein langes Tal mit Klafem nnd ÖlbSu dai Dort MytUini, denen WoUsUnd darch die Reblaos (PhyUoien] in kurzer Zelt vernichtet wurde. NSrdl. vom Dorf und auch si ' aar der Insel Im Schiefer und Kalkstein sehr lahlreiche nnd seitens FarBtef/iBrnngen vonintflutllcher 1'lere, nacb denen sehon melirracli Segiabea wurJe. % St. Btidl. dwTi Clwro, die frühere Bauptstadt Samos, Ko8i Rhodos. SAMOS. 22. Boute. 257 der InseL Von Ghora s.o. nach ß/^ St.) Tigani (s. unten) odei durch Weinfelder s.w. zum Heräon (4km) und von da an der Küste hin (6km) nach Tigani. Der berühmte Tempel der Hera, der gröBte der dem Herodot im, 60) bekannten, lag in der kleinen Ebene des alten Imhratos jetzt Daphniäs) und wurde im vn. Jahrh. von dem Baumeister Rhoikos begonnen, von Polykrates vollendet. Amasis stiftete zwei hölzerne Statuen von sich (Herodot U, 182), die Perser verbrannten ihn, Yerres plünderte ihn. Von dem alten Tempel sind nur verbaute Säulenbasen erhalten. Die aufrecht stehende, unkannelierte ionische Säule ohne Kapitell stammt von einem Neubau aus hellenistischer Zeit. Aus- grabungen wurden zuerst von C. Hamann (S. 247), dann 1880 von französischen Archäologen begonnen, und seit 1902 von der griechi- schen Archäolog. Gesellschaft fortgesetzt. Der Altar, Inschriften, Teile des Porosunterbaues, der Ö4V2ni breit, 109m lang war und an der Langseite 24 Säulen trug, und der Tempelstraße sind freigelegt. Tigani liegt an dem alten Hafen von Samos, dessen gewaltige, unter Polykrates erbaute Hafenmolen größtenteils wiederhergestellt sind. Auf der Halbinsel westlich vom Hafen das auf mittelalter- liehen Resten errichtete „Kcutro des LogoiheUn'% das im Befreiungs- kriege den Mittelpunkt der Verteidigung bildete. Vom alten Samos sind außer zahlreichen zerstreuten Trüm- mern und dem Theater die Stadtmauer und die hochberühmte Wasser- leitung, beide aus der Zeit des Polykrates, vorhanden. — Von der Strandebene steigt der Berg Kastro (228m) in Terrassen allmählich empor, um zur Ebene von Ohora steil abzufallen. Die prachtvolle Stadtmauer mit Toren und 31 erhaltenen Türmen läuft auf dem Rücken des Kastro hin und senkt sich r. und 1. bis zum Meere hinab. Im 0., wo sich auf nach NO. vorgeschobenem Plateau die Akiopolis von Samos, Astypäläay an sie anschließt, ist sie stärker, weil dort nördl. ein höherer Berg (Hagia Trias^ 284m) vorgelagert ist; an seinem Westabhang ein Kloster gleichen Namens, in dem man even- tuell übernachten kann. Am S. -Abhang des Kastro das Kloster der Panama Spüiani, das seinen Namen von einem antiken Steinbruch hat, weiter westl. das antike Theater und noch näher der westl. Mauer das Südende (74 St. von Tigani) des *Tunnels, den Eupalinos von Megara wohl zur Zeit des Polykrates durch den Berg bohrte (^Orygma amphistomon bei Herodot III, 60), um von N. her der Stadt Wasser zuzuführen, ohne es in weitem Bogen um den Berg herumzuleiten, wie es die späte römische Leitung (Aqu. auf d. Plan) von W. her tut. Das Werk des Eupalinos besteht aus dem eigentlichen ziemlich wage- xechten Tunnel, der 1,75m hoch und breit, etwas über 1000m lang ist und n.n.ö. Richtung hat, und einem in dessen Boden ausge- hobenen, an Tiefe von 2,58m am N.-Ende bis 8,8om nahe dem S.- Ende des Gefälls halber zunehmenden, z. T. wieder bedeckten Graben nebst Zu- und Ableitungskanal. In dem Graben und den Bndeker's Sonstanttnopel u. Ki«ini«iAii. ^.1 9UI« SS. SÄMOS. Von Stnyma naii KanSleti l»gen wie bei der plaiatr Mischen W aeeetleitHng In Ath«iJ, Tonrahre, diB hier oben offen und z T viereckig waren. Der dmok ein modernsB Haus (Sthlüssel In Tlganl) überbiute lüdl. ruruwU elngang Ist «le der nerdlicha mit Folygonalmaaerwerk aasgäbint und mit Bchrag gegen etoandargelehnten Blocken gedeckt. Kseh ISn beginnt der In den FoU gebinene Tunnel 30m vor der MDndniif biegt Ton dem Tunnelgriben ein teÜB In den Fels gehauener, ' '" "■TT a y überwülbtei Kanal von Ubec 3m Böhe mit Elnsteigeschäcbten naoh 0. ab -, dteeeT bricbte das Wasier in die Stadt und endete Jedenfallt anrdeiAgoia beim Hafen. In der Mitte warman beim Tnnnelbau, dei TOD beiden Seiten zagtelch mit Meißel nnd Spltzliacke bewerkaleUlgt wuido (In den Wänden Nischen tör LSmpchen), nicht gen»a laiun- mengetrolTen ; die Decke des S.-Stollene lag vielmehr Qbei im tiefer ald der Boden des N.-Stollens and dazu etwa lirpziiges Si/gkm wwUiuh von der Stadt In prSolitiger Lago lOOm über datp Meete wiedet- gefunden und in drei Kunpagnen die Beste freigelegt (FnndstQcke fioiutantiriopel, S. 111, 11'2). Sie nelimen drei Terrasaeo ein. Unten, im N., delint eich ein von dorieohen Säulenhallen nmgebonet Äitr- platz (PI. 1} von C3. 90m Länge und 46m Breite ans. Hinter den Bullen liegen £ammem, und daran lehnen im N. I. vom Eingang drd hoeherhiitene Privathäuset fl), iio*Ae lUe diese Anlagen litmlMbu Samos^ Ko9j Rhoclos, KOS. 22, Böute. 261 oder spätliellenlstiscIieT Zeit angelioren. An die NO.-Ecke des Platzes schloß man, wie es scheint, spät eine Thermenanlage an, die noch später in die Kirche Panagia tou 'AXoou; (3) umgewandelt wurde ; da- neben, in dem für die Ausgrabung und den Aufseher errichteten Haus, ein kleines Museum (4). Der Eingang zum Kurplatz befand sich etwa in der Mitte der N. -Seite; der Ausgang nicht in derselben Achse an der S.-Seite. Hier schließt die Stützmauer einer nächsten höheren Terrasse den Platz ab ; 1. springen Strebepfeiler vor ; zwischen dem zweiten und dritten der heilige Brunnen (6). R. steht vor einer Mauer ohne Streben ein Naiskos (6), den 0. Stertinius Xenophon, der kölsche Leibarzt des Kaisers Claudius, an dessen Ermordung er beteiligt war, dem Nero als anderen Asklepios errichtete ; noch weiter r. drei Wasserkammem. Auf der zweiten Terrasse steht gerade vor dem Aufgang ein A2tof- bau (7) von ähnlichen Verhältnissen wie die des pergamenischen Altares (S. 249), aber viel kleiner (12 X 6m) ; sein noch nicht ge- fundener Statuenschmuck stammte von der Hand der Söhne des Praxiteles. Er ist in der erhaltenen Form jünger als der kleine (11 X ißm) ältere AsklepiostempelfB), ein um 400 vor Ohr. aus Marmor erbauter Tempel in antis westl. (r.) von ihm. Dieser Tempel läßt sich rekonstruieren, während von dem ältesten bescheidenen Poros- tempel an dieser Stelle nur geringe Spuren zu finden sind. Der Naos ist gegen den Pronaos erhöht; 1. neben dem Eingang ist im Boden der eingetiefte Schatzbehälter des Gottes erhalten ; das Kultbild, dessen Stelle erkennbar ist, setzte sich aus zwei Figuren (Asklepios und Hygieia) zusammen. Östl. (1.) vom Altarbau erhob sich ein ionischer Peripteros (C) von 6 : 9 Säulen, der in älterer Gestalt vielleicht dem mit Asklepios eng verbundenen Apollo geweiht war, in römischer Zeit vielleicht dem Kaiserkult diente. Im SW. stand eine halbrunde Exedra (8), und gegenüber hinter dem alten Tempel ein etwa quadra- tisches römisches Gebäude (D) auf älteren Fundamenten. Zwischen beiden steigt eine lim breite Treppe von 60 Stufen und 12m Höhe zur dritten, 100m breiten und 70m tiefen Terrasse empor; in der Mitte hat die Treppe zwei breite Absätze und da- zwischen den Platz für einen Altar. Sie führt direkt zum jüngeren Tempel (A) des Gottes, einem im Anfang des ii. Jahrh. vor Ohr. er- bauten dorischen Peripteros von 6 : 11 Säulen (16X31m). Die Schwelle aus schwarzem Marmor ist an ihrem Ort erhalten; die Stelle des Kultbildes (Asklepios und Hygieia) ist erkennbar. Säulen- hallen schlössen den Tempelplatz ein. 100m höher steht das alte berühmte Brunnenhaus Burinna^ das dem heiligen Bezirk das Wasser lieferte und heute die Stadt Kos mit Wasser versorgt — Antike Reste (besonders von Tempeln) sind auch sonst auf der Insel freigelegt worden. 1^. Bhadoi. Vergl. den Ksrloii iot der Karte von ElciDailim 6. 113/3. avtert öilariicl^liir Lloyd, Sfriidi-KBiiman. Linie, jeden Do. '■■ " -ni nach MarBim (S. 1711 uaw., »Ue il T»« , — Mtuagirm Maritima, Hnndlinle, nlU Rhodos (ta St., für BO fr. odai " It in ChiD9 und Crpen VerprlesuDK) und lleialnl usw.; — Panlalam-eutUicIiiffl (giiech.), vaa Bm^raa über Chioa, Kulak, lUiodos nach AdaUi, Uereina, von Smjrsa blier Chlo9, Suaos, Kalrmnoa, Syme, Bhodos avA Adslls; u. a, — Bot iMrken Wind kann man nicht landen. — Oiullumi ustr. in der HaupUtadl, S. SBS. Der Österreichlache Dsmpfer berQbii auf der Fahrt zvlaeliea Smyrna (S. 193) nnd Rhodos alle 11 Tage Chios (9. 191) and lIDt dl* kletneren Spotaden links liegen, dec französlaohe fährt dlrett naoli Rhodos (TIS Seemeilen); die kleineren giiechiaehcn Küatendampfer laufen auDer Chios noch Kulak an der anatolischen KSne, manchmU »Qch die Inseln Hamoa, Kalymnoa (S. 259) und Syme an ; die lelxtera Ist ehenfalle eine Uauptatatlon der Schwan mflacheTel. Rhodos Ist »ie Kos die Fortsetzung einer Ealblosel des kletn- BsiatlBchen Festlandes, von NO. nach SW. etwa 77kro lang, 32km br«M, und 1460qkDi groß anil wird in der ganzen Länge von einem Oebirgfl dnrehzogen, das etwa in der Mitte Im Atlätroi fAlabyrlon) lUOil erreicht. Die Insel Ist wasserreicher als allo Naehbarlnseln und ef teugt inch zur Ausfuhr Wein, Früchte und OemQSB. Die Zahl det Einwohner beträgt gegen 30000; sie verteilen sich auf den Haupt- ort, an der NO.-Ecke der Insel, der die SteUe der antiken Hanptslädl einnimmt, und mehrere, z. T. bucIl enf antiken Siedelnngen gelegetw D5rfer, die mehrfacli die anäken Namen behalten haben. EbodM gehört zam türkischen Wilajet Archipel, das außer Samothrnke 36, durch Erdbebeti gelitten. Hhodoi, die südllcliste der großen von den Griechen nnil iwap vieKa von Dotem hesiedelten Inseln hat infclge Ihrer für den V. " ■ L^e IM aUCD Zeilen eine Roll: eeepiell. Die ErMugnlBae 11 gingen sehr früh in alla Well (S. 113). Ihre drei Slidlo, Jt^/aoi und Kamint (im NW.), bildeten in älterer Zelt mit Koa, und HnUkatnaBaoi die dorische Heianolia. 408 wurde doreh Zr- aiedlunE nach dem Plane des HIppodümoa von Hilel (9. 983} Banptstadt Bhodos gesehalTsn. Ale Athen seine Bedeulang verlD sehwane aieh Ehodoa gegen Ende dea iv, Jahrh. TOr Chr. lur ei_.^ delastadt auf und besaß eine bedeutende SriegsBotte. Die Stadt war ao daO sie einem Demetrios Folio rketea ein Jahr lang mit Erfol« widerati konnU (SOB/i), Um 585 top Chr. schnf ein Bohn der Insel, Chare» LlBdoa, sin Schliler Ljalpps, das 31m höbe Btiudblld dea Heltoa, det Ba iptlei von Btaodoa, das am Hafen acinsD Flati faod. Dieser j^oloD ytm Khodo»', eioea der Weltwunder, itünte bei dem Erdbeben von W vor Chr. um; nine Trümmer wurden Im vii. Jabrh, nach Chr. heim EInbll Sa Araber nach dem FestliDde and von da auf SOD Kamelen nach EmenfBowt isbraoht, wo man sie eipachmol». Bekannt ist die rf"- '^ ""■ ' leres äedalben unter den Bämem, dnua sieh die Repi tascbloO, und unter den Bri»QHnerniD\gWiimfl4el>;SW Samos, Ko8y Bhodoa. RHODOS. d^ Bouie. 263 nach Chr. zoit den Angriffen der Araber beganiiea und- 1306 mit. der Er- oberung der loflel durch den mu Ofpem rerdr&ngten Johumiterorden en- deten. Über 900 Jahre haben die Ritter, die von diesem Wohnsitz auch Rho- diser (S. 113) genannt werden, dort machtvoll geherrscht. Kach einer Be- lagerung, die weniger glücklich war, aber nicht weniger bekannt zu sein verdient als die aus dem Altertum überlieferte, mußte der Orden (unter dem 42. Großmeister 1520/3) vor Suleiman dem Gr. nach Malta Euruckweichen. Seitdem steht die Insel unter türkischer Herrschaft. Die Stadt Bhodos (Oa$th des Karajannis^ gut} mehrere Kaffee- bSaser; VisekonsiUate von Österreich -Ungarn: A. Barmann, den Mederlanden : E. Fleurat, nsw.) bietet vom Meere her ein anziehendes malerisches Bild: r. (westl.) springt eine Halbinsel weit nach N. vor nnd ösü. von ihr zwei andere weniger weit, so daß drei von NW. nach SO. wie abgestaft liegende große nnd kleinere Häfen entstehen, deren im Altertum zusammen sechs gezählt wurden. Der westlichste ist der gut geschützte, jetzt versandete Mandraki (früher Galeerenhafen), der mittlere jetzt der Haupthafen, vor dem der Dampfer vor Anker geht, mit tiefem Fahrwasser, aber gegen NO.- Winde ungeschützt Während die antike Stadt sich viel weiter ausdehnte, liegt der noch bestehende, von den Rittern gegründete Ort an dem mittleren und dem östlichsten Becken. Der Haupthafen war stark befestigt durch das Fort St. Nikolas, das auf der westl. Halbinsel lag und auch den Oaleerenhafen deckte, und weiter innen durch den Turm der Araber, der auch nach dem Erbauer (um 1400) Turm des NaiUac hieß; der mächtige viereckige Turm mit rundem Aufsatz und vier runden Eck- türmchen wurde durch Erdbeben zerstört und ist durch Erdwerke ersetzt worden. Gegenüber auf der östl. Halbinsel eine Reihe von Windmühlen und am Ende das Windmühlen-Fort. Die mächtigen Befestigungen der Stadt gehören zu den schönsten Beispielen mittelalterlicher Befestigungskunst Vor die in einem dem Halbkreis sich nähernden Vieleck herumgelegten Wälle springen an den Ecken starke Bastionen und Tordeckungen vor. Das wichtigste Hafentor ist das Katharinentor im NO., im S. steht das Tor St Paul, im W. das Tor St Georg, im NW. ein nach Emery d'Amboise ge- nanntes. Von den Bastionen sind der italienische Turm im 0., der Marienturm im S., der spanische im SW. zu nennen. Die einzelnen Abschnitte der Stadtbefestigung wurden von den einzelnen im Orden vertretenen Nationen verteidigt und nach ihnen benannt Die ganze Linie ist von den Türken nach der Belagerung geflickt worden und jetzt im Verfall. Die Stadt selbst besteht aus zwei Teilen, einem größeren süd- lichen, der für die Untertanen der Ritter bestimmt war, und einem noch besonders ummauerten kleineren, den Rittern selbst vorbe- haltenen, dem Castello. Betritt man die Stadt vom Hafen her durch das Katharinentor, so läuft geradeaus die Basarstraße bis zur Sulei- mans-Moschee im W. und zum St. Georgstor (s. oben). Südlich vom Basar im SO. das Judenviertel, in dessen Nähe Reste des Justizpalastes von 1875 liegen, und weiter wesü. das alte Augustiner- und das Benediktinerkloster, die beide in Moscheen verwandelt sind. R. vom 264 Rouü 22. RHODOS. Eatharlnentor liegen an einem Platz die Reste des durch Fener zerstörten Hospitals nnd ein Kloster von 1446, und 1. davon die Kirche der H. Katharina (jetzt Moschee Katnrl). Sie liegt schon an der direkt nach W. verlaufenden *£itt0rs2ra/)e (Strada delOavalleil) mit den Herbergen der einzelnen Nationen, die an den Wappen- Bchlldem kenntlich sind (Italiener^ Franzosen, Spanier, NlederlSnder) und anderen wappengeschmückten Häusern. Sie bietet ein male- risches Bild aus dem xy. Jahrhundert und spricht beredt von der großen Rltterzelt. Von einem Platz an Ihrem Ende gelangt man 1. zu der Stelle, an der die 1856 durch Blitz zerstörte alte Hauptkirche des h. Johannes stand, und r. zu den Resten des Hochmeister-Palastes (Jetzt Gefängnis und schwer zugänglich). — Die Griechen wohnen in zwei Vorstädten, Mara und Neomara. Die antiken Reste sind am bedeutendsten in Lindos (S. 262), das man Von der Hafenstadt in einem landschaftlich sehr lohnenden Ritt von 9 St. erreicht. In der modernen Stadt schöne Häuser der Johan- niterzeit. Auf dem Burgberg der alten Stadt (116m) haben dänische Archäologen seit 1902 Reste des Athenatempels und einer Säulen- halle, Inschriften, Skulpturen und, auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens, ein Grabmonument freigelegt. , REGISTER. Abdera 70. Abydos 187. AchiUeion 186. AchUleus-Tuinaliu 185. Achmedld 239. Ada Basar 159. — Eal^ 49. AdamkliMi 62. Adaaa 171. Ad^nd 86. Adony 46. Adramyti 188. Adrianopel 31. AdAebem Dag 164. Adschemler 140. Adflohi Tus Göl 21& Afian KarahJMar 16Ö. Aga Bunar 161. Ägä (Wodena) 67. — (Nimrad Kalesi) 246. Agamemnonabad 201. Ägospotamoi 187. Agostos 67. AgrUion 169. Aias-Orabliügel 185. Aidin 212. Airandschi Derbend 171. Aisyetes-Grabhügel 184. Ajas In 166. Ajasolok 206. Ak Göl 171. Akbiasar (anatoliflche Bahn) 169. — bei Smyma 246. Akinti Borna 132. Akkar Tschai 166. 243. Akkiöi 236. Akroenos 166. Akschalan 148. Akschehr 166. ~ Göl 166. Aksophu Dag 169. Aksu 148. Aktsehekiöi 184. Aktschd Medschid Su 164. Alabanda 213. Aladscha 171. Alajund 164. Alaman Dag 206. Alaschehr 248. — Tschai 242. Albertfalva 46. Aleppo 172. Alexandreia Troas 188. Alexandrowo 66. Alexinatz 23. Alkan 243. Alinda 213. Alpikiöi 161. Alt, der 40. 61. Alwanlar 248. Alyattes-Grabhügel 242. Amselfeld, das 24. Anatoli Hissar 136. - Kawak 136. - Fhanar 137. AnatoUsche Bahn 166. Anaua limne 218. Angora 162. Ankore 151. Ankyra 162. Ankyron 167. Antandros 188. Anterowithos 138. Antigoneia 151. Antigoni, Insel 137. Antiocheia 214. Anüssa 190. Apameia 139. - Kibotos 218. Apatin 47. Aphrodisias 214. Apollonia 246. Apollonis 246. Apostag 46. Aquincum 16. Arabhissar 213. Arab Tabia (Fort) 62. Arda, die 31. 34. A^ennon 191. A^ef , der 62. Ara;inassä-Inseln 190. Ank Oren 171. ArikU 188. Arki, Insel 269. Arktonnesos 186. Amautkiöi 132. Arzus 34. Asap Göl 238. Asarikiöi 166. Aii8i^212. _ Aspro, Kap 191. Assosiaa^, Astakos Iw. Astypaläa 259. Atarneas 244. Athen 62. Athos, der 68. ÄtoUer 189. Attaleia 246. Aulokrene 218. Auwinkel 17. Awala, die 22. Awdan 246. Awschar Kalesi (Hyus) 223. Axiopolis 37. Axios 64. Äzani 164. Azuga 41. Baba Burnu, Kap 188. - Dag 214. BabakaJ 48. Babumu 202. BacSü 36. B4c8-Topolya 18. B&cska, die 18. Baa Denisi 223. Bagdad 172. Bagrdan 23. Bagtschedschik 168. BaVndir 205. Baja 46. Bakcheion 244. Bakyr Tschai 244. Bai Mahmud 243. Balaban, Defilee von 159. Baladschik 212. Bau Dag 184. Bai Kis Kal«S 186. Balta (Inflel) 5^ — liman 132. Banas 243. Baiija 26. Banoster 47. Baragan 46. Barbosi 36. Basarkiöi 153. Basra 172. Bastarda Thalassa 223. B&ta 46. Batieia, Grab der 184. Batina 46. B4zi&s 4& 266 REGISTER. Bechet 51. Behramkiöi 188. Beilcos 186. BeVrakli 287. Bejlerbejkiöi 136. BejUk Achur 161. — Köpru 162. Bela Palanka 25. Belewi Dag 218. Belgrad 19. Belgrader Wald 134. Bellowo 29. Belokoma 159. Belotintze 24. Szt. Benedek 46. Beograd (Belgrad) 20. Berditscbew 56. Bei^ama 246. Berrhöa 67. Besch Parmak Dag 218 (Latmos) 223. 212. Beschiktascli 85. Besika-Bai 188. — Tcpä 185. Bezdän 46. Bianco. Kap 191. Biledscbik 159. Bin Tep^ 242. Birsula 56. Bisanthe 186. Bistritza, die 36. Bitscher 161. Bodaja 67. Bödsclieli 217. Bogas Hissar 187. — Kahwe 245. Bojadscbikiüi 132. Büjük Derbend 159. Böjükderä 133. Böjük Liman 134. — Menderes Tscliai 212. — TschobanH 165. Bononia 60. Borboros Limen 67. Borcea (Nebenarm der Donau) 52. Boriso wgrad 31. BosBarun(Kap Poseidion) — Dag (bei Konia) 171. (Mimaa) 192. (Tmolos) 239. — Üjük 160. Bosporus, der 130. Bostandscbik 157. BotosanY 36. JBraJla SQ. BrasBö (Kroxkst&dt) 40. Brwt-IJtowBk 56, Bruasa HO. Brjraa 167. Bucseca, der 41. Budafok 46. Budapest 1. Ackerbau- u. Justizmi- nisterium 10. Akademie-Palast 6. Alt-Ofen 12. Andr&88y-8fcraße 10. Aquincum 16. Auwinkel 17. Bäder 3. Bahnhöfe 1. Basteipromenade 15. Bitterwasser^Quellen 15. Blocksberg 15. Börse 6. 9. Botanischer Garten 7. Bruckbad 15. Brücken 13. Burg, kgl. 14. Burgbasar 15w Galvinplatz 6. Coburg^sches Palais 5. Dampfboote 2. Denkmäler : Andrassy 10. Arany 8. Baross 8. Berzsenyi 8. Bethlen Gabor 10. Bocskay 10. Deäk 5. Eötvös 5. Erzherzog Josef 9. Uentzi 17. Honv^d 14. Kazinczy 8. Kisfaludy 8. Kossuth 10. Millenium 11. Petöfi 6. Prinz Eugen 14. Salamon 5. Szarvas 5. Sz€chenyi 5. 8. Tbl 15. Zrinyi 10. Drahtseilbahn 14. DteifalÜgkeitsplatz 14. Eisenbahnverbin- dungsbrücke 14. Elevator 6. Elisabeth-Kettenbrücke 13. Elisabethkirche 8. Elisabethsalzbad 15. Esterhäzy-Galerie 11. Evangelische Kirche 9. Festung 14. Franz-loaeC-Btucke 18. Franz-IoBef-^laXa ^. Franx-Josei-^ai ^ FranzBÜBkdteT ÜLlt^« •A Budapest: Freiheitsplatz 9. Friedhof 8. Gamisonkirche 15. Geolog. Institut 13. Georgsplatz 14. Gerichtsgebäude 10. Gewerbeschule 8. Griechische Kirche 6. Handelsmuseum 12. Handelsstand - Gebäude 5. Hauptzollamt 6. Honyäd-Ministerium 14. Johannisberg 17. Josephinum 7. Justizpalast 10. Kadettenschule 17. Kaiserbad 16. Karlsring 8. Kerepeser Straße 8. Kettenbrueke 13. Kinderspital 7. KiUes Tal 17. Kunstgewertie-Museum 6. Künstlerhaus 10. 11. Landeszeichenschule 10. Landwirtschaftliches Museum 12. Leopoldifeld 17. Leopoldstädter Basi- lika 10. Ludoviceum 7. St. Lukasbad 16. Magnaten-Viertel 8. Mai^aretenbrucke 18. Margareteninsel 18. Markthalle 6. Matthiaskirche 15. Museum für bildende Künste 11. Museumsring 7. Musikakademie 10. Kational-Galerie 11. — -Museum 7. Theater 8. Ofen 13. Opernhaus 10. Orczy-Garten 7. Parlament 9. Pest 5. Petöfi-Platz 6. Polytechnikum 8. Post 9. Baitzenbad 16. Bäkosfeld 18. Bathaus, neuea 6. Redoutengebäude 6. '^^outenpark 6. SEOISTER. 267 Budapest: Rennplatz 13. Bingstraße 6. Römerbad 16. Schlachthaus 6. Schwahenberg 16. Schwurplatz 6. — -Brücke 13. Stadthaus, Central- 9. Stadtmuseum 18. Stadtpfarrkirche 6. Stadtspital 7. StadtwiUdchen 12. Synagogen 8. 9. Sz^chenyi-Insel 12. Technologisches Museimi 8. Telegraph 9. Tierarznei-Institut 8. Tunnel 14. Universität 8. ' Universitätsbibliothek 8. Üllöer Straße 6. Verkehrsmuseum 12. Volkstheater 8. Waitzner Ring 10. Zichy-Museum 10. Zoolog. Garten 13. Budrum 236. Budscha 201. Bukarest 41. Bülbül Dag 211. Bulgarien 27. Bulgurlu 171. — , der 128. Bulgurlukiöi 128. Bunarbaschi (bei Konia) 166. — (bei Smyrna) 202. — (bei Troja) 184. Burdigeni 35. Burgas 55. Bumabad 201. Bursa (Brussa) 141. Busteni 41. BuzSu 36. Bylazora 24. Byzantion 79. Calafat 50. Galara^i 45. Calugareni 45. Cämpiua 41. Cämpnlung 40. Cassius-Obelisk 155. Cavalla 70. ^lei 51. Cerevits 47. Cemavoda 63. — Podnl 86. CetateöO. ChaiJri 188. Caialkidische Halbinsel 68. CSianikin 172. C«haraz 157. Ghersones, Thrakischer 187. Chios 191. Ghiüla 40. Ghonä oder Ghonas 217. — Dag 214. Ghora (Samos) 266. — (Samothrake) 70. Ghrysopolis 128. Giulni^a 45. Clausura Secunda 25. Gomana 46. Constan^a 38. Gonstantinopel s. Kon- stantinopel. Gonstantiola 62. Gonstantza 87. Gorabia 51. Gostesclf 40. Graiova 40. Groisement 201. Gsepel, Insel 46. Gurtea de Argef tö. Daphnias 256. Dardanellen 174. Dardanos 187. Daridscha 158. Darkala Dag 245. Dedeagatsch 70. DeVrmenderd (bei Ismid) 158. — (Eolophon) 204. Deirmendschik 212. DeU Tschai, der 150. Demir Kapu 24. Demonnesoi 137. Denisia 214. Derbe 171. Derekiöi 243. Derindsch^ 157. Derwend Tschai 212. 219 DewelikiÖi 204. Dianenbad (bei Smyrna) 200 Didyma 286. DikeU 244. DU. der 167. — Iskelesi 157. Dindymos-Gebirge 243. Diner 218. Dobrudscha, die 52. Dojran 67. Dokimeion 165. Dolai Tschai 243. Domatia 222. Dombori 46. Dömsöd tö. Dondarly 245. Doryläum 160. Dragoman 25. Drama 67. Drau, die 47. Draueck 47. Drenkova 4B. Drepanon 158. — (Insel) 244. — (Kap) 68. Drymussa 193. Dschep 24. Dscherablus 172. DschinisU (Isnik) 151. Dschumaly 245. Dschumdikian Dag 161. Dschunis 23. Dubova 49. Dubrowitza 48. Dumanly Dag 237. 245. Dumbrek Tschai 175. Duna-Földvär 46. Vecse 46. Durostorum 52. Düwer 165. Eber Göl 168. Edessa 67. Edim6 (Adrianopel) 32. Edremid, Golf von 188. Edscheli 215. Eisernes Tor (Donau) 49. Eläa 246. Elbeili 155. Eleni, Kap 191. Elias, Grabmal des H. 185. Eliastal 200. Elma Dag 243. Emir Aalem 237. Emirgian 132. Engüri^ (Angora) 162. Engüru Su 162. Ephesos 205. ErbehU 212. Ercsi 46. l^rd 46. Erdöd 47. Ercgli (Kybistra) 171. — (Perinth) 186. Erekli 158. ErenkiÖi (anatolische Bahn) 157. — (bei Troja) 174. Eresos 190. Ergen<^, der 34. Ergines 34. Eribolon 153. Erkassi 185. Erythrä 192. Erzs^etfalva 18. Eski Dschumaja 29. 268 REGISTEB. Eski Stambul 188. Endon 212. Eumeneia 218. Eoromos 218. Eaxinograd.62. Faurei 86. Fener Bag:t8ch^ 190. FetescY 88. Fil Burnu 137. FiliasY 40. FUib^ (PhUippopel) 90. FUibedBchik ^. Filinkir 157. Floria 85. Focsani 86. Fotscha 192. Franzenskanal 18. 16. Fratesci 45. Frenk Asmaki 245. Fruska Oora 47. FülöpsziUäfi 18. Fatak 47. Oaideronisi 280. Galataria 35. Oalati (Oalatz) 53. Oalaüen 161. Galato 58. GaUipoli 187. Gambreion 245. Gargara 188. Gad Jailasi 149. Gaali Göl Hammam 165. Gebse 157. Gedis Tschai (Hermos) 198. 245. Gei'ra 214. Genueser Schloß 186. St. Georgs -Arm (Donau) 54. Gere 214. Germe 245. Gewä 159. Gewgeli 24. Giaurkiöi 237. Gioi^ewo oder Giurgiu 51. Glaake 222. Glaukos 218. Gniljakowo 56. Gök Dae 159. Golesci 40. Golubätz 48. Golubinje 48. OomboB 47. Oondßcbeli 2ii, Goni 192. Gordion £62, Oördük Tßch»i 246. Gon\j a-Oreehowitza-Eal- tinetz 29. Gösetä 148. Gös Tep^ (anatolische Bahn) 157. (bei Smyma) 201. Gradischte 48. Granikos 187. Greben 48. Grejatsch 28. Grion 280. Großwardein 40. Gruia 60. Gryneion 246. Güdelissan 171. Gülek Bogas 171. Gu\janska Planina 25. Gülwiran 159. Gumendsch^ 24. Gümenes 222. Gümüsch Dag 219. Gümüschlü Tschai 162. Guneikiöi 248. Gura Jalomita 62. Güsel Hissar (Atdin) 212. (AnatoUHissar)135. (bei Bergama) 246. Gygäischer See 242. Hadrianopolis 82. Hadschi Bat Han 150. Hagion Gros 68. Haidar Pascha 129. Haliakmon 67. Qalide.^ 153. Halikamaß 296. HalU EU 175. Qalka Bunar 201. Qamidi^ (anatolische Bahn) 159. - (bei Diner) 218. — (bei Hanissa) 287. Hammam 165. Hamsab^g 46. Hanai Tepd 184. Hannibals Grab 157. Harmanli 31. Uarran 172. Harte 245. Hebdomon 85. Hebitschewo 31. Hebros 82. 70. Hegyes-Feketehegy 18. Hekatonnesoi 188. Hektor-Tumulus 184. Helenopolis 158. HeUespont 186. Hephästia 70. Herakleia (am Laimos) 223. — (Konasttt) Vt. Herekö 151. HerkulMbad ^. Hermos (bei EsUsehehr) 160. — (bei Smyma) 198. 287. Hersek 158. Hierapolis 215. Hieron 186. Hinova 60. mppoi 192. Hirsova 62. Hi^ari202. Hissarlik 175. Horreum Margi 28^ Hunkiar Iskelesi 186. — Tschairi 157. HyUos 237. Hypäpa 2Q5. Hyrkanische Ebene 237. lasos, Golf von 286. Ichsaniö 165. Ichtiman 29. Ida, der 188. Idagebirge 175. Ikaria, Insel 190. Ikonion 167. Ugüml66. mdicha (bei Smyrna) 201. — (Kebenduß des Mä- ander) 218. lli^on Korne 184. lUon 176. Illok 47. Imbrasos 256. Imbros 70. [mros Kalesi 134. In Önu 160. — Teptf 185. Inai ilS. Indlal9. Indschä Eara Su 67. — Su 162. Indschekiöi 218. Indschirkiöi 136. Inegiöl 243. Inegöl 148. Inkaja 148. lonier 191. Isaccea 54. UakU 166. IschikU 218. Isker, der 26. 51. Ismid 158. Ismidschi 165. Ismir (Smyma) 196. Isnik 151. — Göl 180. Istenkiöi 259. Isterros 135. Itschki Karahissar 166. \\VbY.vid 86. REGISTER. ^69 Jagodina 28. Jaik Kala 165. Jaila 160. Jalomi^a, die 52. Jalowa 168. Jamanlar Dag 202. Jamboli 31. Jan Dag 218. Jantra', die 61. Jarindscha 157. Jas 1 86. JasiU I^a 166. Jasaen 2o. Jasslan 166. Jassy 86. Jeni Mahall^ 134. Jenidschä Göl 67. Jenikiöi (am Bosporus) 132. — (bei Troja) 185. Jenischehr (bei Brussa) 150. — (bei Troja) 185. Jeronda 235. Jiu, der 40. 61. JorgoU 140. Joros Ealesi (Ruine) 186. Julia-Ipsos 166. Jum Bumu 137. Juscha Dag 186. Justinianopolis 161. Kabaiascb. der 183. Kadhima 173. Kadikiöi (bei Adrianopel) 31. — fbei Konstantinopel) Kadin Han 166. Kadmosgebirge 21<4. Kahkal Dag 166. Kaichlar 2&. Kailcos 2U. 246. Kaimaktschalan, der 67. Kajadschik-Haskowo 31. Kalaidsehik Dag 165. Kalamisch, Bucht von 180. Kalawassari 246. Kalchedon 180. Kal^ Sultani^ (Darda- nellen) 174. 187. Kalenderbucht 182. Kalerga 244. KalifatU Asmak 175. KalUkolone 184. Kallipolis 187. Kalocsa 46. KaloUmne 186. Kalydni 188. Kalymnofl 259. KamenitB 47. Kampania, die 25. Kan&190. Kandüi 186. Kanlidscha 186. Kapaklar 248. Kapakli Bunar 245. Kapi Kere Oöl 228. Kappadokien 171. Kapu Dag 186. Kara Asmak, der 67. — Burun 192. — Dag(beiBergama)244. (bei Kassaba) 289. (bei Konia) 171. — Üjük 161. — Su 70. 159. Karaagatsch 84. Karaalan 245. Karabunar 212. Karaferia (Werria) 67. Karagadschli 245. Karak Owa 216. Karakiöi 160. Karakowa Der^ 187. Karaki:gun 248. Karaman 171. — Köpru 171. Karamursal 168. Karantina 174. Karasuli 24. Karaiasch (Häandertal) 214. — (bei Smyma) 201. Karlocza oder Karlowitz 19. Kamardscha 156. Kartal 157. — Dag 161. Karyäs 69. Kas Dag (Ida) 176. Kasamir-Sewdikiöi 204. Käsareia-Troketta 289. Kasatin 66. Kaschin Han 171. Kaspitschan 29. Kassaba 289. Kassandra 68. Kassandreia 68. Kastro (Ghios) 191. — (Imbros) 70. — (Lemnos) 70. — (Mytilini) 189. — (Thasos) 70. Katakekaumene 243. KatschUeri 202. Katunitza 81. Kawala 70. Kaystros. der 205. Kazän, Paß von 49. Kefelikiöi 188. Kefes Bumu 174. Kelin&318. Kelebeschm Kemar Sa 175. Kemer 932. Kemrelik Dag 166. Keramon Agora 218. Kerbela 172. Kerki, der 255. Kessi Köprü Tschai 166. Kestel 150. — Tschai 246. KeUos 246. 253. EetschiU liman 137. Kibotos 158. Kilia-Arm ponau) 64. KiUd Bahr 187. KiUkische Tore 171. Kilindir 67. Killis 172. Kinik246. Kinlik248. Kiösteni 193. Kiretsch-Burnu 133. Kis-Harta 46. — Koros 18. — Kun-Halas 18. KisU Adalar 137. — Hissar 205. — Kaklik 218. — Toprak 157. Kisztfcs 18. Kladowo 50. Klaros 205. Klausenburg 40. Klazomenä 193. Kodscha Basch 218. — Tschai 246. Kogamos 2^. Kojun Hissar 150. Kökdsche Eissik 164. Kolophon 204. Kolossä217. Kolozsvir (Klausenburg) 40. Kondscha 158. Konia 167. Konttantinopel 71. Aiwan Serai 125. Aja Kapu (Landestelle) 126. Ajasma der Blachemen 125. Anemas, Gefängnis und Turm des 125. Ankunft 71. 72. Antikensammlui^ 104. Apostelkirche 102. Apotheken 7<4. Aquädukt des Valens 104. Armenhaus 127. Artillerie-GroOmeisterei 85. Ärzte 74. At Basar 104. — Mei'dan 94. Bab Ali Dschaddesi 87. 1 270 REGISTER. - Konttantinopri : Baglar Baschi 128. Bahnhof 72. Balata (Landestelle) 126. Baluk Basar 87. BalukU 121. Banken 75. Basar, ägyptischer 99. — , großer 99. Beiramfest 77. Beschikiasch 86. Bibliothek 97. Bin' Bir Direk 96. Blachernenqaartierl2S. Böjük Tschamlidscha Bulgarin) 128. Boote 74. Bos Dogan Eemeri 104. Brachionion 124. 126. Brücke, Alte 99. — , Neue 87. Brunnen : Achmed's IH. 8ö. 94. Kaiser Wilhelms n. 94. Buchhandlui:^en 76. Bukoleon-Hafen 119. Bulgurlu, der 128. BulgurlukiÖi 128. Caf^s 78. Ghora-Eloster 122. Dampfer 74. 75. Defterdar Iskelesi 126. Derwisch -Kloster in Pera 86. — in Skutari 129. Deutsche Botschaft 84. Deutscher Gottesdienst 74. Deutsche Schule 74. 83. Deutscher Verein 73. Dolma Bagtschd Serai 86. Dragomane 75. Droschken 78. Dschami s. Moscheen. Dschubali Eapu (Landestelle) 126. Ejub..l26. EminOnu 87. Fener Bagtsch^ ISO. Ferikiöi 84. Friedhof, englischer 130. — griechischer 123. — von Skutari 129. Galata 82. — Serai 84. — Turm 82, Gaßthöfe 72. Geld 76, Oeldwechaler 76. Konstuitteopel:' •• Georgskirehe 122. Gesandtschaften 74. Goldenes Hom 126. — Tor 119. Grabkapellen s.Türb^, Großmeisterei der Artillerie 86. Haidar Pascha 129. HaUdMhd Oglu 126. Hamidid 86. Hans 101. Haskiöil26. Hebdomon -Palast 124. Herakliusmauer 126. Hohe Pforte 88. Hormisdas-Palast 119. Irene-Kirche 88. Isaak Angelos, Turm des 125. Janitscharen-Museum 95. Jedi Kul^ (KasteU) 119. Kapu 118. — (HaltesteUe) 118. Jemisch Iskelesi 126. Jeni Kapu 118. — Mahall^ 128. Jer^ Batan-Zisterne 97. Jüdis Kiosk 86. Kabatasch 86. Kadikiöi 180. Kaiks 74. Kaik Han^ 119. Kalamisch, Bucht von 180. Kapu s. Tore. Karakiöi-Straße 87. Kasim Pascha 126. Kaufläden 76. Kiathan^ 127. Kis Kulesi 128. Koloß 95. Konsulate 74. Krankenhaus 74. Kriegsministerium 97. Kum Kapu 118. Kunstschule 88. Landmauer 120. Leanderturm 127. Leo's V. Mauer 126. Lokaldampfer 74. Lykostal W. Marcian-S&ule 102. Mauer ManueVs des Komnenen 124. Medizinschale 180. Mermer Kulä 120. Mesdschid s. Moscheen. Militärhospital 180. Missir Tachatic^ W. . Moda, Buch\ nou i^H ModaBoMiZiii^tlQ^ Moscheen 76. Achmed'8 L 96l Aiwas Effendi 124. Aja Sophia 89. Bajedd 97. Böjük 128. Dschihangir 86. Fethiä 104. Iskelesi 128. Jeni Walid^ 87. von Ak Serai 102. (Skutari) 128. Kahriö 122. KiUdsch Ali Pascha's 85. Kütschük Aja Sophia 96. LaleU 101. Mahmud's II. 85. Mehemed SokoUi Pascha's 96. Mehmediä 102. Mihrimah 122. Mir Achor 119. Mohammed's IL 102, Nun Osmani^ 101. Kusreti^ 86. PiaU Pascha's 127. Bustem Pascha^s 99. Schahsad^ 103. Selim's L 108. Sinan Pascha's 86. Suleiman's L 96. Toklu Ibrahim Ded6 126. WaUdö 85. Münze 88. Museum, Neues lOö. Musik 73. Obelisk des Theodosius 94. Ok Mei'dan 127. Ortakiöi 86. Pankaldi 84. Paß 74. Patriarchat 108. Patriarehatskiiche 103. Pentapvrgion 125. Pera 82. Petits Champs 84. Pferde 78. Pferdebahnen 73. Pforte, Höbe 8& Phanar 108. — Bumu 180. Phokas-Zisteme 102. Porta aurea 190. — KaUgaria 124. — Polyandriu 122. BEQISTBBi 271 Xonstantinopel : Psamatia 118. Pyli Bhusiu 121. Quais 84. Ramasan, der 77. Keisebureaus 75. Reitpferde 73. Säule, yerbranute 97« Schischli 84. Schlangensäule 9Ö. Seebefestigung 118, Selamlik 86. Selimi^ (Kaserne) 130. Serai 88. — • MeVdan 93. Seraskierturm 97. Sigma 121. Siliwri 121. Skutari 128. Spediteur 7Ö. Speisehäuser 73. Sprache 76. Stadtgarten der Petits Ghamps 84. Stambul 86. Studioskloster 119. Sulu Eul^ 122. Süße Wasser von Europa 127. Tabak 73. Taxim-Garten 84. — Platz 84. Tekfur Serai 123. Telegraph 75. Tershan^ 126. Teskerä 74. Teutonia, Verein 73.88. Theater 73. Thekla-Eirche 126. Theodosianische Mauer 120 Theodosius-Obelisk 94. Theotokos- Kirche 125. Top Han^ 84. Top Eapu Serai 88. Tore: Aiwan Serai Kapu 125. Bab i Humajun 93. Belgrad Kapu 121. Blachemen- 124. 125. Gharisius 122. Edirn^ Kapu 122. Egri Kapu 124. Goldenes 119. Gyrolimne 124. Jedi Kul^ Kapu 12a Kallinikos 121 Eerkoporta 123. Mewlewi Han^ Kapu 121. Orta Kapu 89. Pempton 122. Konstantinppri : Tore: ' Pusäus 122. Rhegion 121. Romanos 121. Seraskier Kapu 97. SO'Uk Tscheschm^ Kapu 92. Top Kapu 121. Triton ßl. Xyloporta 125. Trödelmarkt 101. Tschenberli Tasch 97. TschiniU Kiosk 118. Tschiragan Serai 85. Tunnelbahn 74 Tunnelplatz 83. T'drb^s (Grabkapellen) 76. Abdul Hamid's I. 87. Ghaireddin Barba- rossa^s 86. Mahmud's U. 96. Mohammed's IL 106. Mohammed's HL 93. Hurad's m. 93. Mustapha's I. 93. Roxolane^s 99. Selim's U. 93. Suleiman^s L 99. Uhrturm 85. Üsküdar (Skutari) 128. Valens-Aquädukt 104. Verbrannte Säule 97. WaUdö Han 101. Wlanga Bostan 118. Zahlen 76. Zeit 76. Zeiteinteilu^ 77. Zeitungen 73. Zisterne der 1001 Säulen 96. Zisternen 96. 97. 102. Konstantza 87. Köplü 160. Köprülü 24. Korakas, der 188. KordeUo 200. Koressos, der 211. Korman 23. Koroskiöi 237. Kortatflch, der 64. Koru 140. Kos 259. Kosanly 245. KoschutiOak 22. Kossowo Po\je 24. Ko8tenetz-B«^ja 29. Kostinbrod 25. Kotyäon 164. Kragujewatz 28. Kra^jewo 23. Kronstadt 40. Kroflchewatz 23. Kruiedol 19. Kubin 48. Kufu Tschai 218. Kujudschak 214. KuleU 186. — Burgas 34. Kum KaAi 185. -- Kiöi 186. — Tschai 237. Kumanowo 24.' KurfaU84. Kurüo 28. Kuru Tep^ 202. — Tscheschmä 132. Kury, Bäder von 158. Kuscü Adasi (Scalanova) 255. Kuskundsehttk 185. Küstendsche 87. Kusu Tschai 242. Kutahia 164. Kütschük Mendares Tschai 205. — Tschekmekdschd 34. Kütschükkiöi 248. Kyaneische Inseln 134. Kybistra-Herakleia 171. Kyme 245. Kyrkagatsch 245, Kyzikos 186. Lade 280. Ladik 166. Lagina 213. Lagos 70. Li^ussä 188. Lampsaki oder Lampsakos 187. Lamunia 160. Laodikaia Katake- kaumene 166. Laodikeia 215. Lapowo 22. Laranda 171« Larissa 245. hiBzUyir 48. Latmos 212. 223. Lavra 69. Lebedos 255. Lekton 188. Lemnos 70. Leros 259. Lesbos 189. Leskowatz 24. Lethäos 212. 219. Leukä (bei Klazomenä) 193. — (Levk^) 159. Levkä 159. Libon 153. Libyssa 157. 1 Ubfeoi 16T, MenBrnsn 337, Narllder^SOl. Udjclu. 193- «oram 170. NarllkiiJl 203. — (lUdBch&l 201. »ermerä 261. - Qöl 213. Naell 311." Lindes 361. Heriioa 171. Upso SB9. MBratali 301. 350. Ljoübrod W. Messr Burnu ISl. Neuidioa 13& Sr'"» Meädra-Wra«a. 38. i^iS'S'"^'^'™- llesioeiB 312. Me.los70. Nedachef 173, LDdiuin. iretbymii» 1SB. Negotii! EO. L7k»oiiieii 167. Uetropolis (bei Aflirn Neocbori (am Bosponu) LytQB. M*ben(luH ätn 132. Hei^oi HU. MlchaUi 21?. - (bei Trüjal IBTi. -^ - d« Mä=pdsr SU. Ne^kMareli ^13. LjKrK 171, Hldu, Orab des 16{). LjlrilBa. Midiaon 101. NiSbin 172.™ UlduUil (UyUlliil) 189. «Suider-Tal 212. WUanovali 18. N^l-OcaDia 19. MQcöv, dar 36. UUet S90. Midar« d"4 2". N^a^U 67. Mtgimis» iManisaa) 2S7. Utmas 193. Miirowiwa 31. ™Ä«""°- Moda, Buclil von «30. - Tachai 303. 339. »SliÄ-"- - j!^J^ S-P !*■ Hifln (HjTBplü) 302. Hkksilonitu 34. MoWüyl'lB. Nikopoti Öl, Mulywo 188. NImrgd KlleSi 216. M»l Tep^ ll,oi Darda- Monaslir 67. Kiobe-BUd 338. ndlenl IST. Niacb 23, (bemaidat Paseba) Mona^fc 213'. NuUgn 30fi. 15T. Uonadendrl |Kap) 285. Hovae 51. XfdJUoi 1^. Münle «aolo 6B. Nmiodimura 61. M»lv. M. MÖ««a, die 22. 18. NowB Sagora 81. BympMaM. Uascbonlaia 18S. Hmbn 387. Mosul 172. Nysa 213. Uoltu, der iß. Sl:s-- MuaUik Komer IM. obrimu aia. ÜdemiBcb S0&. uürad Dag 213. OderbB«M. Hugam JB. Muradll'Käpekli 31. MuBSBlim-Kanal 188. ll